mehreren Tagen ein Damm und eine Wafferschutzmaner unter Waffer. Mehrere Nachbargemeinben find gleichfalls in größter Gefahr.
Mailand, 21. August. Der „Saurier della Sera" con- ftatirt, daß nach aus Afrika angelaugten Telegrammen die päpstliche Misfiou zur Befreiung der Gefangenen total ge- s ch er tert sei.
Brüssel, 21. August. Bon guter, der Congoregierung nahestehender Sette wird versichert, daß die gegen die Mahd ist en gerichtete Expedition in mehrere Abtheilungen gegliedert werden solle. — Comwaudaut CH altin ist von Dongu aufgebrochen und soll bereit- im Laude ringt» troffen sein.
Paris, 21. August. Nach Meldungen aus Petersburg ist dort von der angeblich beabsichtigten Reise des Zaren nach Italien nichts bekannt.
Charleroi, 21. August. In der Nähe von Biuche entstand gestern zwischen Deutschen und Franzosen eine blutige Schlägerei, wobei die letzteren den Kürzeren zogen und in ein Local flüchteten. Die Deutschen drohten daS Hau- in Brand zu stecken und wichen erst zurück, als der Wirth auf sie schoß. Aus zurückgebliebenen Blutspureu schloß man, daß Verwundungen vorgekommen find.
Loudon, 21. August. Infolge deS Unfalles, den die Dacht „Meteor" kürzlich erlitten hat, hat Kaiser Wilhelm Ordre gegeben, daß sämwtliche englische Matrosen der Dacht unter Beibehaltung eines Drittels ihres Soldes ent» lassen werden. DaS Schiff wird in dieser Saison nicht mehr lausen.
Loudon, 21. August. Die Regelung der treten» sisch en Frage steht, wie „Daily News" und „Standard- übereinstimmend melden, unmittelbar bevor. Die von den Botschaftern ausgearbeiteten verschiedenen Vorschläge sollen sämmtlichen Regierungen unterbreitet werden.
Athen, 21. August. Die Comwandauten aller In- surgentencorps find von dem Chef der provisorischen Regierung aufgefordert worden, nunmehr an Stelle der treten« fischen die griechische Flagge zu führen und alle Befehle „im Namen der provisorischen Regierung Kretas" zu geben.
Athen, 21. August. Die Pforte hat den Gesandten der Mächte mitgetheilt, daß in letzter Zeit zahlreiche Transporte von Freiwilligen und Kriegsmaterial ungehindert von Griechenland nach Kreta abgegangen seien und ertlärte, wenn diese Vorgänge andauerten, es unbedingt zu einem Bruch der Beziehungen zwischen der Türtei und Griechenland kommen müffe.
Kiel, 22. August. Der Panzer „Brandenburg" und der Aviso „Jagd" collidirteu während des EvolutiouirenS bei Sch lei münde. Die „Jagd" lief mit gebrochener Schraube zur Reparatur in die Kaiserwerft. „Brandenburg" erhielt ein unbedeutendes Leck hinter dem Vordersteven.
Pofen, 22. August. In der Dominikanerftraße hier wurde gestern der Barbier Handke von dem Arbeiter Krohn infolge eines Streites erstochen. Der Thäter wurde verhaftet.
Mailand, 22. August. Die radikale „Italia del Popols" versichert, daß in römischen Parlaments- und Hofkreisen sehr bestimmt von der in nicht allzu ferner Zeit erfolgenden Abdankung deS Königs Humbert zu Gunsten des Kronprinzen gesprochen wird. Die Stellung zur Afrikafrage habe diesen Entschluß beim König gezeitigt.
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Gießen, den 22. August.
• • Gruudsteiulegung. Heute Mittag um 1 Uhr fand an der Nordanlage die feierliche Grundsteinlegung deS nach Plänen der Architekten Stein u. Meyer zu erbauenden Kfaufmännis ch en VereinShauseS statt. Der Vorsitzende deS Kaufmännischen Vereins, Herr Orbig, stattete, nachdem er einen Ueberblick über die Ziele deS Vereins gegeben, Denjenigen, die die Ausführung deS Baues ermöglichten, den Dank des Vereins ab, er gab der Hoffnung Ausdruck, daß über dem Bau und dem, welchem dieser diene, allezeit ein guterStern walten möge. Aus der hierauf von Herrn Orbig verlesenen Urkunde ist ersichtlich, daß zum Bau- kapital von 40,000 Mk. an freiwilligen Beiträgen gestiftet wurden 14.000 Mk. und daß der Bauplatz von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Der Bau soll bis zum 15. Juni 1897 vollendet sein. In der hierauf in den Grundstein gelegten Kapsel befand sich außer der Urkunde ein Mit- glieder-Verzeichniß des Kaufmännischen Verein-, die Satzungen desselben, der Jahresbericht, die Liste der Spender, je ein Exemplar der hier erscheinenden Zeitungen vom 22. August und 1 Markstück, 1 Zehnpfennigstück und 1 Pfennig. Nachdem Herr Orbig die üblichen drei Hammerschläge vollzogen, sprachen ebenfalls unter Ausführung der Hammerschläge die Herren Amtmann Wüst Namens der Großh. Kreisschul- commission, Beigeordneter Wolff NamenS der Stadt Gießen, Handelskammer-Präsident Koch Namens der Großh. Handelskammer, Architekt Meyer als Vertreter der Firma Stein & Meyer, Lehrer Kuauß Namens der Schulcommisston für die kaufmännische Fortbildungsschule, Kaufmann Horst NamenS deS Vorstandes deS Kaufmännischen Vereins, Commerzienrath Heyligenstaedt Namens der Baucommission und Kaufmann Rau NamenS des Kaufmännischen Vereins. Wie alle vorgenannten Herren, so geben auch wir dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck, daß der Bau, der glücklich begonnen, glücklich weitergeführt und glücklich vollendet werde und derselbe allezeit seinen hohen Zwecken dienen möge zum Wohle unseres vaterftädtischen Handels und Erwerbs.
* * Gießener Omnibus Gesellschaft. Anläßlich deS Kirchweihfestes in Wieseck läßt die Omnibus-Gesellschaft morgen U'd übermorgen ab Wallthor Wagen laufen. Der Fahrpreis beträgt 20 Pfg.
* Gerettet. Bei der Mühle am unteren Wehr fiel gestern Abend gegen 7 Uhr ein kleiner Knabe während
des Spielens ins Wasser. Ein Glück für den Kleinen war eS, daß die Müller bereits Feierabend hatten und so Hilfe gleich zur Stelle war. So kam der Junge mit dem Schrecken und einem kalten Bade davon, doch mußte er ohne Fußbekleidung heimziehen, da seine Schuhe im Waffer verloren gegangen waren.
• • FeldzugStheUnehmer. Der preußische Minister des Innern hat sich anläßlich einer Reihe von Einzelfällen veranlaßt gesehen, die ihm nachgeordneten Behörden darauf hin- zuweisen, daß als Feldzugstheilnehmer im Sinne des Reichsgesetzes vom 22. Mai 1895 nur diejenigen Veteranen gelten, die tatsächlich au einem Gefechte theilgenommen oder in einem zu einem Feldzuge auSgerückten Truppentheile gestanden haben. Der Aufenthalt während eines ober mehrerer KriegSjahre in der Garnison kann hiernach nicht als Theil» nähme am Feldzuge angesehen werden, und die betreffenden Jahre kommen auch bei der Anrechnung nicht in Betracht. Es ist daher in Zukunft bei jedem Anträge auf Gewährung der gesetzlichen Beihilfe von 120 Mk. der Nachweis zu liefern, daß und wann der Antragsteller mit seinem Truppentheile zum Feldzug auSgerückt ist bezw. welche Schlachten oder Gefechte er mitgemacht hat. Eine Feststellung nach dieser Richtung hin dürfte wohl nur in seltenen Fällen auf Schwierigkeiten stoßen.
T Lich, 21. August. Wie früher, so wird auch wieder in diesem Jahre die Sedan fei er verbunden mit Jugend- fest und zwar Sonntag den 31. d. M. auf dem hiesigen Hardberg festlich begangen. Die hierfür entstehenden Kosten werden durch freiwillige Beiträge gedeckt. Ein allenfallfiger Fehlbetrag wird aus dem verzinslich angelegten SedanfondS gedeckt.
Grünberg, 18. August. Heute wurde daS altrenowmirte Gasthaus „Zum wilden Manu", in dem seit Uebernahme durch den bisherigen Besitzer, Herrn I. Nebhut, auch Metzgerei betrieben wurde, für die Summe von 34,000 Mk. an Herrn Metzger Bender aus Hungen verkauft.
D Ruppertenrod, 21. August. Dieser Tage lasen wir in einem Blatt, daß in verschiedenen Orten die Schwalben bereits verzogen seien. Dem entgegen ist zu bemerken, daß hierorts bis jetzt noch kein Wegzug der Schwalben zu bemerken ist, dieselben haben in ihren Nestern noch Junge, welche sie fleißig auffüttern. ES wäre von Jntereffe, die Orte zu erfahren, wo in der That schon ein Abzug der Schwalben bemerkt wurde.
•ö- Bad Salzhausen, 21. August. Die in einem hiesigen Hotel speisenden Badegäste wurden kürzlich in nicht geringe Bestürzung versetzt, als ganz plötzlich während der Mittagstafel eine Dame laut aufschrie: „Ich bin vergiftet! Ich bin vergiftet!" da sie nach einem Schluck Waffer eigen« thümlich brennende Schmerzen empfand. Ein gerade anwesender Chemiker untersuchte sofort den Inhalt der betref» senden Wasserflasche und konnte die Dame mit dem Bescheid beruhigen, daß nur eine kleine Menge Schwefelsäure in dem Wasser enthalten sei. In einer zweiten hierauf ebenfalls untersuchten Flasche war dagegen keine Spur von jener Säure zu entdecken, und der ob dieses Vorkommnisses sehr unangenehm überraschte Hotelbesitzer versicherte seinen Gästen, daß seines Wissens kein Tropfen Schwefelsäure in seiner Behausung vorhanden sei. Bis jetzt konnte noch nicht fest- gestellt werden, auf welche Weise die fragliche Säure in die Flasche gekommen ist.
-h- Nieder «Mockstadt, 20. August. In der verfloffenen Woche wurde einem hiesigen Bauersmann während der Be» arbeitung seines Ackers ein furchtbarer Schrecken eingejagt. Jedenfalls durch die Bewegungen des Betreffenden hinter dem Pfluge aufgeregt, kam Plötzlich von einem benachbarten Bienenstände eine Menge der wehrhaften Insekten, welche wahrscheinlich in der Richtung über jenen Acker ihren Flug haben und überfiel den nicht wenig überraschten Landwirth, sich auf dem Kopf desselben niederlaffend. In seiner Verzweiflung ließ der Ueberfaöene Pflug und Kühe im Felde stehen und lief spornstreichs wie ein Rasender dem Orte zu. Er kam in so aufgeregtem zustande zu Hause an, daß anfänglich da- Schlimmste zu befürchten war und der Arzt schleunigst gerufen werden mußte. Nicht bloß das Gesicht und der Hals, sondern auch die Brust war mit unzähligen Stichen versehen, und der Betreffende hatte mehrere Stunden zu thun, bis er sich von seinem Schrecken wieder einigermaßen erholt hatte.
W. Au» der Wetteran, 21. August. Der Aberglaube ist noch lange nicht auf dem Lande verschwunden. Dem Schaltjahre wird zugeschrieben, daß die Bruten des Geflügels, bei Hühnern, Enten und Gänsen dieses Jahr an vielen Orten so schlecht auSfielen, sowie daß die jungen Thiere in großer Zahl zu Grunde gingen. Ein merkwürdiger Fall über schlechte Bruten wurde kürzlich von einem auf dem Durchmärsche einquartirten Artillerieoffizier auS Fritzlar mitgetheilt. Die Herren ließen 70 Fasaneneier kommen, beobachteten alle VorfichtSmaßregeln beim Bebrüten durch Truthühner, die bekanntlich ausgezeichnete Brüterinnen find, aber von den 70 Eiern kam nur ein Fasan aus. — Die schlechte Gurkenernte an vielen Orten wird von abergläubischen Leuten dem Schaltjahre zugeschrieben. Endlich hört man behaupten: in einem Schaltjahre kämen häufiger Mädchen als Knaben zur Welt. WaS doch nicht alles heut» zutag, am Ende des neunzehnten Jahrhunderts noch geglaubt wird.
B. VlnS dem Streife Büdingen, 21. August. Em Fall, der für Vogelfreunde und folche, welche Freude am Thierleben haben, gewiß intereffant ist, möge hier kurz geschildert werden. Die Schwalben find, wie auch in anderen Gegenden, bereits abgezogen. Zwei Pärchen befinden fich aber noch im. Kuhstalle deS Einsenders. DaS eine Pärchen brachte im Juli 4 Junge auS, wesentlich spater als andere Schwalben. Kaurn waren die Jungen außgeflogen, so bauten die Alten am Durchzugbalken im Kuhstalle, etwa zwei Meter vorn ersten Neste ein neues Nest mit solchem Fleiße, daß eS
in wenigen Tagen fertig wurde. Als dieses geschehen war legte das Weibchen fünf Eier und dann wurde fleißig fle,' brütet. Die Jungen kamen auS und sind jetzt so weit diehen, daß sie in einigen Tagen das Nest verlaffen können' DaS zweite Schwalbenpaar scheint zu den bereits aus»' gegangenen Jungen der ersten Brut zu gehören. Es fi|. ' von Morgens früh bis Abends spät Im Stalle aus und ein füttert aber nicht. Zeigt fich irgend eine fremde $erfo/ eine Katze oder ein Hund im Stalle, so erhebt dieses ein lebhaftes Geschrei. Das Pärchen fitzt häufig auf eine» Baume in der Nähe deS Stalles und äugt stets nach den Jungen im Neste, die von dem Baume auS gesehen werden können, denn der obere Theil der Stallthüre steht tagsüber offen. Bei Nacht wird ein kleines Fenster geöffnet. Dar zweite Paar spielt förmlich die Beschützer der zweiten fctGt daS ist unverkennbar. Während die Eltern der zweite,' Jungen weit weg nach Futter fliegen, bleibt das immer in der Nähe. Einsender hat niemals etwa- bei Schwalben beobachtet, wie bei den hier befd)riuttr. Man darf annehmen, daß die kleine Colonie schließlich.t, meinschastlich die Reise nach dem Süden antreten wird.
§ Ans dem Vogelsberg, 21. August. Die Preise |lt Rin dvieh find in diesem Sommer nicht so hoch wie foni. In Folge dessen ist auch der GWig des Handels mit Sinh, Vieh ein schleppender. Für Kälber, die sonst mit 45 bil 50 Mk. bezahlt wurden, gibt man nur durchschnittlich 35 M Dieser niedrige Preis für baß Rindvieh wird aber j« Hauptsache nicht veranlaßt durch die geringeren Futtererged« viffe beß jetzigen Sommerß ober burch bte zu erwartende schlechte Grummeternte, sonbern durch die unselige Man!« und Klauenseuche. Kaum ist fie in einer Stallung ober einer Gemeinbe erloschen unb finb bie Sperrmaßregeln aufgehoben, so wirb ihr Außbruch mieber in einem anberen Ort sestge« stellt unb bie erforberliche Absperrung verfügt. Dadurch leibet ber Hanbel sehr Noth, bte Absatzgebiete verschließe, sich und die Außfuhr erschwert fich. So mußten die Handelt« leute hiesiger Gegend, welche zum Gießener Markt Lieh angetauft, durch dessen Nichtabhaltung wegen dem AuSbrvch der Maul- unb Klauenseuche sämmtlicheß Vieh behalten uni unter erschwerenben Umftänben anderweitige Verwerthung erstreben. Bemerkenßwerth bleibt bte zähe Beharrlichkeit, mit ber biese ben Hanbel lähmenbe Viehseuche sich trotz aller Abwehrungsmittel schon seit Jahren zu behaupten scheint. — In ben Schweinepreisen ist letzthin eine Befferung zu vei« zeichnen, prima Maare wirb per Pfunb (Lebenbgewicht) w 37 und 38 Pfg. bezahlt.
Viernheim, 19. August. Ein hiesiger Bursche, ber sich auf ber Weinheimer Kirchweihe angetrunken hatte, sprang auf bem Heimwege auf ben Wagen eines Obenwälber Bauert, in ber Absicht, Fahrgelegenheit zu erhalten. Der Bauer, der an einen UeberfaQ glaubte, versetzte bem Burschen ein» Hieb mit einem Beile, in Folge besten berfelbe betäubt vom Wagen fiel unb unter bie Räder zu liegen kam. Sr ist schwer verletzt. Der Bauer hat selbst Anzeige erstattet.
25. Hauptversammlung des deutsche» Apothekervereins.
O Dresden, 21. August.
Ein Rückblick auf die geschäftlichen Verhandlungen der 25. Hauptversammlung des deutschen Apothekervereins, welche unter dem Vorsitz von Fröhlich- Berlin von über 600 Theil- nehmern, darunter solche auß Oesterreich, ber Schweiz, Ruß- lanb, Dänemark, Englanb und Italien besucht unb Im Namen ber sächsischen Regierung sympathisch begrüßt, am Mittwoch begonnen haben unb am Samstag zu Ende gehen, läßt Folgendes als besonders erwähnenSwerth erscheinen. Tn Hauptpunkt der Beratungen bildete auch diesmal die schon lange schwebende Frage der gesetzlichen Regelung bd Apothekerwesens. Schon der vorjährigen Haupt-Ser- sammlung in Augsburg gaben die vom Reichsamt beß fyinttn außgearbriteten unb den Bundeßregierungen vorgelegten Grundzüge einer Reform Anlaß zu eingehenden Debatv n, den Vorständen ber vier babischen Kreise aber, welche eine Sonberstellung einnehmen unb auch zum heutigen Gongnj nicht erschienen find, Anlaß zum Außtritt. ttnteibeffen bs bte Reichßregierung ihre Reformpläne bem Unheil einer Anzahl Sachverständiger unterbreitet, welche vom 13. bil 15. April getagt haben. Die Einwendungen, welche dabei gegen die Grundzüge erhoben würben, richteten fich namentlich gegen bie zu hohe Taxirung beß auß bem Apothekenbetried zu erzielenben Reingewinneß unb haben sich zu dem ber Ansammlung unterbreiteten Antrag ber brei Kreise Berlin ver- btchtet, bei bem Reichskanzler, sowie ben übrigen zuständigen Stellen bahin vorstellig zu werben, baß bie in Anlage 2 za den Grundzügen verzeichneten Beispiele für die Rentabilität ber Apotheken insofern nicht zutreffenb stab, alß b>t Betriebskosten sehr wesentlich höher, ber Reingewinn allo ein viel geringerer ist. Früher, so würbe auSgesührt, habe eine Apotheke wohl 40—50 pCt. abgeworfen, heute könne nur von einem burchschnittlichen Reingewinn in Höhe »o» 18 pCt. bie Rede fein. Ein Rebner hatte nur 11,3, rner sogar 4 pCt. erzielt. Als Grunb für bie oerminberte Rentabilität würben namhaft gemacht: die starke Vermehrung ber Droguengeschäfte, bie hohen Rabatte ber Krankenkassen, baß Emporblühen beß Speeialitäten- unb Geheimmtttel' frameß, baß stete Heruntergehen ber Taxe. Der Behauptung ber Grunbzüge, bah bie Häuser, in welchen Apotheke» etabltrt seien, sich selbst verzinsen, würbe entgegengehaltka, baß eine Localmiethe in jedem Falle angesetzt werden müßte und viele Landapotheker keine Gelegenheit zum Bermiethe» hätten. Ferner wurde darauf hingewiesen, daß jene Grunbzüge auf Berichten zweier Fachgenoffen beruhten, die seit Anfang dieses JahrzentS nicht mehr in der Pro-:s ständen, also völlig genaue und zuverlässige Angaben z» machen kaum in der Lage seien. Dem Berliner Anträge wurde einstimmig betgetreten. Bei der Behandlung dieser ganzen Angelegenheit galt wieder alß Voraussetzung, daß, wenn eine grundlegende Aenderung beß Apothekerwese»^
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