Ausgabe 
23.8.1896 Erstes Blatt
 
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Äönhig sein sollte, die freie Niederlassung nach einer mit staatlicher Hilfe durchgeführten Ablösung der Personal« conteessian vorzuztehen sei.

Großer Werth wird in weiten Kreisen des Deutschen Ap»thelervereins sodann darauf gelegt, daß in die beabfich« itflUK Reform auch die Neuregelung der Ausbildung der Apo« th.ftn einzuschließen fei. In dieser Hinsicht stimmte die Der« sammlung den Ausführungen des Vorsitzenden, daß die deutsche Pliumnacie den modernen Anforderungen nicht mehr entspreche itmb rtve erhöhte und vertiefte Vorbildung von den Apothe­ken gefordert werden müffe, im Allgemeinen zu, wie sie im Qliäilnen mit der Resolution des Vorsitzenden sich einver- ftcaibru erklärte, eS feien als Vorbedingungen für den Etn- rrirtt in die Pharmacie zu erstreben: MaturitätSexamen auf Ghmafium oder Realschule, zwei Jahre Lehrzeit mit Be- stv-tu einer praktischen und wissenschaftlichen Prüfung, ein« 'fi'iiiißf Prüfungszeit nach der Lehrzeit, ein dreijähriges UiütttlfitätSstudtum mit Prüfung als Apotheker, der Nach« wi'iit weiterer dreijähriger Thätigkeit im pharmazeutischen B^Ause für die selbstständige Führung einer Apotheke.

Zu begrüßen ist die dieses Jahr in Preußen getroffene BiMichiung eines ApothekenratheS als beruhender Behörde, miOt sowohl Gutachten abzugeben hat, als auch Anregung geritn und Vorschläge Machen kann.

DeS Weiteren beschäftigte sich die Hauptversammlung mit einer Reihe von Klagen in Bezug auf den gegenwärtigen, Dtulfad) als lästig befundenen Modus der Revision der SÄiogtii und Gewichte, und beschloß, den Vorstand zu er- muLiligen, dahin zu wirken, daß die Lasten, welche durch die rigorose oder ungerechte Durchführung der gesetzlichen Be« sttjWnuvgen, wir z. B. durch die willkürliche Berechnung der NlHnat urkosten, dem Apothekerstande erwachsen, nach Mög« liotzlkir beseitigt und den Apothekern alle nur möglichen Er« 'encjltrungen gewährt werden.

Bon dem Kreise Schleswig Holstein lag der Antrag vor, eilt« Lowmisfion zur Ausarbeitung einer homöopathischen Plsmmacopöe zu beauftragen. Derselbe wurde mit über« »ilegtnber Mehrheit angenommen. Mit großer Stimmen« nlthrhett fand ferner der Antrag ErlerS-Heckltngen Annahme, den Vorstand zu ermächtigen, zu geeigneter Zeit beim Reichs« kanzler die Erklärung avzugeben, daß jede weitere Ueber- lafsvllg von Arzneimitteln an den freien Verkehr, wie sie beii Erklärungen des ReichscommiffärS bet der dies« ia'isrigen Berathung des Droguistenparagraphen im Reichstag tut Aussicht gestellt wurde, ebenso jede bei dem Erlaß einer

M Burschen tunten hatte, jr 8OdemälderLr halten. Der & e dem Bursch» k- )esieu derselbe iti ' zu liegen Io?, löst Anzeige en:

»es beutln ls.

Ri'elchsar znettaxe etwa geplante größere und grundsätzliche Hi«absetzung der Taxe den Bestand der meisten Landapotheken geHjrdem muß. Gegen jede Herabsetzung der Taxe hatte sich ruuH der Vortrag von Profeffor Dr. Getßler-Dresden über ^Aaznetanittelprüfungen" ausgesprochen, welcher dem weit« oe*ltt:ten Glauben entgegentrat, daß die Arzneitaxe nur die:! Lntschädigung für daS angefertigte Recept und das dafür oe r tornti«te Material bilde es kämen hierzu die kostspieligen urt» zeitraubenden chemischen und mikroscopischen Untersuch­ungen und Analysen deS Materials, die Nachprüfung der oeirn Großhändler bereits geprüften Arzneien, die Führung ucii Bücher, die Controlle der Waagen und Gewichte rc.

21. - Ali- Ort der nächstjährigen Versammlung wurde mit >n PnhMhln!!! qria^tr Mehrheit Straßburg gewählt. Mit der Hauptver« pothkkerveM: savmilung ist eine außerordentlich reich beschickte pharma- n vou über M ^tMische Ausstellung verbunden. Zu bemerken ist noch, daß ich ber®M; ötei 251 Jubelfeier deS Allgemeinen Deutschen Apotheker« filfuAf unblntÄö De» eine (1872 erfolgte der Zusammenschluß der norddeut- ffl miw. schiM und der süddeutschen Abthetlung) der 75jährigen des » Me gchen, noMkUilchen Apothekervereins entspricht.

rth erscheinen. ' - ==

ich diesmal bit Vermischte».

Düsseldorf. 19. August. Auf dem hiesigen israeliti- schepn Friedhöfe sind von frevelnden Händen etwa 5 0 ®rat)« ft eibie umgeworfen und zerstört worden. Auf einen Dem Mgestürzten Grabsteine war mit geübter Hand das AokiAntisemit" geschrieben. Seitens des Crimtnalcommis- iarirM wird bekannt gemacht, daß eine Belohnung von 10G) Mark auf die Entdeckung der Thäter ausgesetzt sei.

1 Bei Wittstock, wo daS 24. Infanterie-Regiment gegen« tvärbttiz Hebungen abhält, wurde eine ältere Frau, die sich urch dte Postenkette hindurchgcschltcheu hatte, um ;jn ihrem tm !Schußbereich der Truppen belegenen Garten zu gelangen, ^ert ,91. R.-Z." zufolge? durch eine Kugel tödtlich getroffen.

' Die neu auSgegebeue OffizierSbekleiduugsvorfchrift ent« aältti svlgende für Geschäftskreise beachtenSwerthe Eingangs« 'estiiiunwng:Geschäftsinhaber, welche den Offizieren trotz rgi;8ii$mer Warnung unvorschriftSmäßige Sachen liefern, 7indi> lern KriegSministerium namhaft zu machen, damit deren

in rljähchrv havk Retchsawt dt? jietungen vo. eingehenden Tk :etse aber, totl: -um heutigen Sr tritt, antnb*

notim, wie man derTgl. R." erzählt, offenbar recht gering angpsstlagen. Als einst ein deutscher Reisender im häus­lichem greise des Gouverneurs von Dulctgno, der Hafenstadt MouMcgros, daS Gespräch auf den EffenerKanonenkönig" -inb Ifiiae großartigen Fabrikanlagen brachte, fragte der HauS- herrrMenAdjutanten", einen hochgewachsenen, biederen Mon- tcnei^iiner, der zuvor nicht genug über die fabelhaften Reich- thürüttr Krupps hatte staunen können, ob er wohl die Tochter dies, ß reichen Fabrikherrn zur Frau haben möchte. Aber waSs °nt «ortete der Cernagorze?Herr, nicht für eine MiMn, wenn ich auch nur ein armer Mann bin!" Dieser £>ta3l j aber hat seinen natürlichen Grund darin, daß in Moutillexro daS Schmiedehandwerk, dem Krupp hier nun etnnnal zmgerechnet wird, ausschließlich in den Händen der Zig'Mir liegt und daß diese verabscheuten Parias in den Augikü deS echten Montenegriners kaum noch als Menschen geltita

' 8 su zwei Kamerunern aus der Colonial Ausstellung gehtli berliner Zeitungen nachstehende Mittheilung zu mit der litte-, sie zu veröffentlichen:Seithung. Zwei Schwarze KaEW leute sie werden hir bleiben. Sie wollen etwas

bei Sei««*

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bem Uriheil elw welche vom 1* nbungen, weif richtetkll sich dem Apotheker- n sich de« 7 orci M«* ien übrigen x bi( in _ . . .

biefRentabi vcfctee Heranziehung den Offizieren verboten wird."

'u - o fl.x «II » Krnpp'8 Schwiegervaterschaft wird im Lande der Dulcig-

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zu lernen hir nach Berlin. Die ein will Damen Schneider lernen sein Name heiS Rudolph M. JosS und die andere er will Schwitzt werden ober (Maschnebaua lernen) fein name heis B. Martin Dilobe. Wir lieben hir zu bleiben etwas lernen. Wir bitten Gruß Berlin." Den beiden schwarzen Landsleuten, welche von der Direction als sehr willig und lernbegierig bezeichnet werden, wünschen wir zu dieser ihrer Absicht den besten Erfolg!

* Den höchsten Preis, der jemals für einen Schmetter­ling gezahlt wurde, nämlich 10,000 Mk., zahlte, wie die Jnfectenbörfe" berichtet, ein Sammler für einen besonders seltenen Schmetterling vom Gabunfluffc. Er zahlte dies einem Sammler, der zwei Jahre brauchte, das gesuchte Exemplar zu erlangen, von dem nur noch zwei andere be­kannt find. DaS Smithsonian Institut in Washington be­zahlte 6000 Mk. für einen außergewöhnlichen Falter von einer für ausgestorben gehaltenen Art, den ein junger Mann lebend in SierraS eingefangen hatte. Auch für ein schönes Exemplar deS Riesenfalters Papilio Antimachus wurden einmal 3000 Mk. erlegt. Freiherr Felder, der frühere Bürgermeister von Wien, verkaufte in seinem 78. Jahre seine Sammlung von Schmetterlingen für 100,000 Mk. an Lord Rothschild, um einer Zerstörung derselben nach seinem Ableben vorzubeugen.

Ctterator unO Kauft

Meine Reise durch die Schweiz ist eine Sammlung von 720 photographischen Ansichten der schönften malerischen Land­schaften der Schweiz: Hochalpen, Gletscher, Seeen, Thäler, Städte­bilder, Schlösser und Einzelheiten. Die Ausführung ist in ver­schiedenfarbiger Autotypie (Photocollogravure) hergestellt, die Bilder zum Theil mit farbigen Umrahmungen versehen. Größe der Voll­bilder 32:22 (Zentimeter. Der begleitende Text bringt außer der landschaftlichen Beschreibung geschichtliche Rückblicke und Erinnerungen an berühmte Persönlichkeiten. Das Werk erscheint in 20 Lieferungen mit je 36 Bildern. Preis jeder Lieferung nur 60 Pfg. Im Gegen­satz zu den hohen Preisen, welche an Ort und Stelle von Reisenden für Einzelansichten gezahlt werden, ist hier Gelegenheit geboten, für einen äußerst billigen Preis ein Kunstwerk zu erwerben, welches das ganze Gebiet der Schweiz umfaßt.

Unter der großen Zahl unterer illustrirten Wochen- und Monatsschriften nimmt zur Zeit wohl keine einen so rüstigen Fort­gang wie die illustrirten Octavheste des alten bewährten Familien­blattesUeber Land u«d Meer^. Jedes neue Heft dieses Unter­nehmens zeigt uns, wie sehr die Leitung desselben bestrebt ist, An­schluß an das Taaesleben zu gewinnen und dabei in Wort und Bild fort und fort Neues und Ueberrafchendes zu bieten. So weilt, nachdem erst kürzlich der Inhalt eine Erweiterung erfahren, das erste Heft des neuen Jahrgangs schon wieder eine neue Rubrik auf. Neues vom Büchertisch, in welcher Paul v. SzczepanSki hinfort seine geistreichen und vielgelesenen Kritiken ausschließlich veröffentlichen wird. Dabei ist der sonstige Inhalt des Heftes so reich und mannig­faltig, wie der Rahmen des Unternehmens es nur verstattet. Neben belletristischen Beiträgen von A. Wichard und O. Elster finden wir eine Fülle von unterhaltenden und belehrenden Aufsätzen, u. A. die erste fachgemäße, durch Abbildungen erläuterte Darstellung der Lautenschläger'schenDrehbühne, Schilderungen der russischen Krönungs- feierlichkeiren, Reise- und Jagdskizzen, ernste und heitere Plaudereien aus den verschiedensten Wissensgebieten und eine mit reichem Bilder- schmuck versehene Chronik der Zeitereigniffe. Eine Sprcialität des Blattes, der vielfarbige Faksimile-Druck, ist durch zwei werthoolle Kunstbeilagen,Lisettli^, nach dem Gemälde von K. I. Böhringer, undKämpfende Birkhähne", nach dem Gemälde von W. Gräbhein, sowie durch bunte Streubilder zu den ArtikelnIm badischen Schwarzwald" undDie türkische Armee" nach Aquarellen von Fritz Reiß und Franz Schlegel vertreten. Eine besondere Ueber- raschung wird den Abonnenten des neuen Jahrgangs durch die Ein­ladung zur Lösung einer interessanten PreiSaufgabe bereitet, deren Wortlaut im zweiten Hefte zur Veröffentlichung gelangt, und als Ehrengabe wird der besten Lösung dieser Aufgabe ein Original-Oel- gemäldeKinder des Südens" von Löon Herbo (Bildfläche 64Vs* Ctm. breit, 79 Ctm. hoch) in goldechtem Rahmen im Werthe von 500 Mk. zugesichert. So hat die Leitung des Unternehmens alles geihan, um nach jeder Richtung den gesteigerten Anforderungen der Zeit Rechnung zu tragen, und wir sind überzeugt, daß kein Leser das Heft aus der Hand legen wird, der in ihm nicht etwas ihn besonders Anziehendes gefunden hätte. Das erste Heft (Preis 1 Mark) sendet jede Sortiments- ober Colportage-Buchhandlung auf Verlangen zur Ansicht ins Haus.

Brodpreise

vom 23. August bis 6. September 1896.

Der hiesigen Bäcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......26 Pfg.

2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......52

1 Kg. (2 Pfd.) Weißdrod......24

2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrot)......48 ,

1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......22 v

2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod ..... 44 _

1 Kg (2 Pfd.) Roggen - Kornbrod bet Ernst Muth,

W. Amend und G. Spies 21

2 Kg. (4 Pfd ) Roggen - Kornbrod bei Ernst Muth,

W. Amend und G. Spies 42

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......66 ,

Der airSwärtigerr Bäcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot) bet W. Weitzel v. Lang-Göns 22 Pfg. Aug. Deibel, Wieseck 24

W. Fabel von Wieseck 24

2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bei L. Stetnmüller, Gr^Linden 38 Joh. Kd. Veite o. Kirch-Göns 38 W. Weitzel von Lang-Göns 40 W.Steinmüller v. Lang-Göns 40 Aug. Deibel v. Wieseck 44

3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei W. Fabel von Wieseck 66

Aug. Deibel von Wieseck 66

Der Brodverkäufer.

Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern.

Gießen, den 22. August 1896.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

v. Bechtold.

Auszug au» Stan&eMmtattgifterti

der Stadt Girtzea.

UntgeSote.

August: 15. Uhrmacher Friedrich Wilhelm Hause mit Marie Frieffe hierfelbst. 18. Taglöhner Johannes Schmidt mit Katharine Sauer Hierselbst.

August: 15. Werkfübrer Wilhelm Albert Stauß zu Aalen mit Therese Seitz Hierselbst. 15. Lehrer August Habicht mit Marie Weitzel, beide zu Gießen. 19. Lehrer und Cantor Seligmann Rothsaild zu Duisburg mit Rosa Marie Edeltraud Nußbaum zu Hammelburg.

Stbotnu.

August: 8. Dem Feldwebel Adalbert Dreger ein Sohn, Adalbert Wilhelm Rudolf. 11. Dem Fuhrmann Johann Hill eine Tochter. 11 Dem Schneider Georg Schmidt eine Tochter, Else Margaretha Karoline Marie. 14. Dem Fabrikarbeiter Konrad Pieb eine Tochter, Dorothea Marie Ann, Christine. 14. Dem Schlosser Johannes Zecher eine Tochter, Emilie Anna Sophie Wilhelmine. 16. Dem Premierlieutenant Eugen Becker ein Sohn. 17. Dem Schreiner Karl Luch ein Sohn, Friedrich Heinrich.

tftoeMlM.

August: 16. Privatin Christiane Elisabeth Karoline Luise Reiber, 54 Jahre alt, zu Gießen. 16. Schuhrnacherrnetster Ludwig Appel, 59 Jahre alt, zu Gießen. 19. Privatin Marie Maas, 51 Jahre alt, zu Mannheim.

Auszug au» den Kirchenbüchern

Ver Stadt Gießen.

Svaugelifche Gemeinde.

Getränte.

Matthäusgemeinde.

Den 15. August. August Habicht, Lehrer zu Gießen, und Marie Wilhelmine Weitzel, Tochter des verstorbenen Lehrers Phllipp Wilhelm Weitzel.

Getankte.

MarkuSgemeinde.

Den 16. August. Dem Kaufmann Richard Buchacker eine Tochter, Erna Clara Johanna, geboren den 15. Juli.

Denselben. Dem Fuhrmann Wilhelm Decher ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geboren den 3. August.

Denselben. Dem Glaser Wllhelm Kreß ein Sohn, Karl, ge­boren den 22. Juni. , _ ,

Denselben. Dem Locomotivheizer Carl Orbig II. ein Sohn, Karl Wilhelm Jacob, geboren den 12. Juli.

Denselben. Dem Taglöhner Johannes Winnecker eine Tochter, Katharine, geboren den 5. Juni.

Lukasgemeinde.

Den 15. August. Dem Dreher Gerhard ScheperS ein Sohn, Hans Gerhard, geboren den 3. November 1895.

Den 16. August. Dem Locomotivheizer Karl Albrecht em Sohn, Hans, geboren den 16. Juli.

JohanneSgemeinde.

Den 16. August. Dem Schlosser Heinrich Babel eine Tochter, Hedwig Emilie Minna, geboren den 28. Juni.

Militärgemeinde.

Den 16. August. Dem Vicefeldwebel Ferdinand Hetz eine Tochter, Margarethe Auguste Anna Karoline, geboren den 22. Juli.

Denselben. Dem Feldwebel Heinrich Schmidt ein Sohn, Heinrich Hans Ferdinand, geboren den 30. Juli.

Den 20. August. Dem Hoboist Wilhelm Andrä ein Sohn, Friedrich Wilhelm Paul Victor, geboren den 24. Juli.

Beerdigt».

MarkuSgemeinde.

Den 18. August. Ludwig Georg Wilhelm Karl Appel, Schuh­machermeister, verheirathet, 58 Jahre alt, starb den 16. August.

Lukasgemeinde.

Den 18. August. Luise Reiber, Tochter des verstorbenen Rentners Christian Reiber, 54 Jahre alt, starb den 16. August.

Verkehr, Cxmb» unb VGlkswirthjchuft»

Sia-ttr, 22. August. Marktbericht. Auf dem heuiigm Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JL 0,901,10, Hühnereier pr. St. 0 2 St. 1213 H, Enteneier (I H, 2 St. 0 4, Gänse«

eier pr. St. 0000 H, Käse pr. St. 5-8^, Käsematte pr. St. 3 * Erbsen pr. Liter 15 H, Linsen pr. Liter 26 Tauben pr. Paar JL 0,60 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück JL 0,501,10, Enten pr. Stück JL 1,602,00, Gänse pr. Pfund JL 0,00-0,00, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 6468 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 H, Schweine­fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 50-00 4. Hammelfleisch pr. Pfd. 6070 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 btl 8,00 JL, Weißkraut pr. Stück 000 H, Zwiebeln pr. Centner JL 4,500,00, Milch pr. Liter 16 H.

SS Obep-Seeme«, 19. August. Der heutige erste Vieh- markt war in Rindvieh verhältnißmäßig wenig stark befahren und war der Handel etwas lebhafter als in Schotten. Aufgetrieben waren etwa 400 bis 450 Stück, meistens Jungvieh, wovon auch ziemlich verkauft wurde. Einjährige Rinder kosteten 60 bis 80 Mk., zweijährige 130 bis 150 Mk., dreijährige 200 bis 230 Mk. da8 Stück. Einjährige Stiere wurde das Paar mit 140 bis 165 Mk. bezahlt, zweijährige 340 bis 390 Mk. und dreijährige mit 450 bis 500 Mk. Kühe kosteten das Stück 150 bis 180 Mk., frischmelkende 220 bis 250 Mk. Der Handel hierin war rege, weil nur wenige vorhanden. Saugkälber, 3 bis 4 Wochen alt, kosteten das Stück 30 bis 40 Mk. Fettes Vieh war nicht aufgetrieben. An Schweinen waren ca. 150 Stück, meistens Frühjahrsferkel, angelrieben, welche alle verkauft wurden; das Paar kostete 60 bis 70 Mk., bessere 80 big 90 Mk. Junge Sommerferkel, welche ebenfalls alle verkauft wurden, kosteten das Paar 20 bis 30 Mk. Zuchtschweine waren wenig aufgetrieben, das Stück kostete 50 bis 65 Mk. Fette Schweine waren im Preise bedeutend gestiegen, es wurde das Pfund Schlacht­gewicht zu 45 bis 52 Pfennig gekauft. Der Markt in Rindvieh war deshalb flott, weil der Markt In Gießen infolge der Maul- und Klauenseuche nicht abgehalten werden durfte. Es fanden sich neben norddeutschen Händlern auch Handelsleute von Gießen und Umgegend ein. Der nächste Markt findet in 14 Tagen statt.

Witteruugsbericht vom 21. August.

Den Norden Europas bedeckt eine umfangreiche Depression, welche zwei Eentra aufweist, eins vor der mittleren und norwegischen Küste, ein zweites im Innern Rußlands. Ihr Einfluß erstreckt sich durch einen südwärts vorgelagerten Ausläufer ziemlich weit in den Continent herein. Auch im westlichen Theile des Mittelmeergebietes besteht noch ein flaches Minimum. Durch den südlichen Theil des Continents verläuft ein Rücken hohen Barometerstandes, welcher zwei Maxima im Südwesten und Südosten des Erdtheils mit einander verbindet. Süddeutschland lag am Morgen auf der Rückseite des genannten Ausläufers und war dementsprechend wieder allenthalben trübes und regnerisches Wetter eingetreten.

Bo«arr»sichtliS» SUUftmgi

Fortdauernd unbeständiges Wetter.

Temperatur der Lahu und Luft

nach Reaumur gemeßen am 22. August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr r

Wasser 13V,, Lust 12V,

Rübsamen'fche Badeanstalt.

Die Rentabilität jeder maschinellen

Anlage wird bedeutend erhöht durch Aufstellung eines ökonomisch arbeitenden Betttebsmotors. Als sparsamste Betriebsmaschinen sind die Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln von R. ®olf in Magdeburg-Buckau bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der Industrie und Londwirthschaft verbreitet. Gering er Brennmatertal­verbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerhaftigkeit sind die Haupt­vorzüge dieser Maschinen, vermöge deren fie nicht nur ans allen deutschen Locomobil-Concurrenzen stets den Sieg daoongetragen haben, sonder» auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchsten Preisen ausgezeichnet sind. [411