ein Pistol euduell zwischen einem böhmische« Arzt und einem Chemiker und Reserveosfizter auS Berlin stattgefnudeu. Nach zweimaligem Sugelwechsel stürzte der Chemiker durch einen Schuß tu den Unterleib zu Bodeu. Jedoch soll seta Zustaad nicht bedenklich sein. Der böhmische Arzt, der sich sofort nach seiner Heimath zurück begab, soll der Heraus« forderet gewesen sein, weil er tu etuem EheschetduugS- Proceß, den er mit seiner Frau führte, den Chemiker des Ehebruchs mit letzterer beschuldigte.
Berlin, 22. Juli. Die Wahl eines Rectors, sowie die Wahl der vier Decaue an der Berliner Universität er« folgt am 1. August.
Kiel, 22. Juli. Der Gotheuburger Dampfer nuS", mit Kohleu von England nach der Ostsee bestimmt, eollidirte im Nordostseecaual unweit Rendsburg mit einem norwegischen Dampfer. Ersterer lief wegen einer schweren Beschädigung in Kiel den Nothhaseu an.
vruffel, 22. Juli. Den Blättern zufolge betonte König Leopold im letzten Mtnisterrath die Nothwendigkeit, dem Liberalismus durch die Wahlreform die ihm gebührende Stellung im Parlament wieder zu geben. Der König hob ferner die Nothwendigkeit des persönlichen Heeresdienstes angesichts der wachsenden sozialistischen Stimmen hervor.
Hammerfest, 22. Juli. Der Nordpolfahrer Au« dree will bet günstigem Winde am 27. Jult in seinem Ballon aufftetgeu.
Cocefcs rrrrd prwhtjUH^
Gießen, den 22. Juli.
* • Musikalische Huldigung. Der evangelische Kirchen« gesangveretn brachte heute Morgen 7 Uhr, unter Leitung des Herrn Lehrer Görlach, Herrn Geheimen Kirchenrath v. Köstltn eine musikalische Huldigung in Form eine- Ständchens.
* * Steins Garten. Daß die am Donnerstag Abend auftretende Ptston-Virtuostn Fräulein Sophie Branden eine große Anziehungskraft auf ein mufiklieben« des Publikum auSübt vermöge ihres eminenten Talentes, als auch ihrer anmuthig-jugendlichen Erscheinung, darüber tst die auswärtige Preffe des Lobes voll. So schreibt die „Tübinger Chronik": DaS gestrige Concert im Festsaale des Museums dürfte alle Zuhörer in hohem Maße befriedigt haben. Nicht nur, daß Capellmeister Schneckenburger mit seinen Musikern sehr schöne Leistungen bot, er verschaffte seinem Publikum auch noch einen Genuß ganz eigener Art, indem er in der Person des Fräulein Sophie Branden einen weiblichen Solotrompeter gewonnen hatte. Dem muthigen und aümuthigen Fräulein, welches sich erkühnt, ein Jnstru« ment zu spielen, das eigentlich nur kräftige Mänuerlungen bewältigen können, wurde gleich bei seinem Auftreten ein sehr freundlicher Empfang zu Theil und die Gunst der Zu« Hörer blieb der jungen Künstlerin treu bis zum Schluffe. Der lebhafte Beifall bot der Künstlerin Anlaß zu einigen Zugaben, die das Publikum mit freudigem Dank entgegeunahm.
• * Regatta. Nachdem die Gießener Ruder-Gesellschaft es abgelehnt hat, die Schürz'sche Bleiche wie tu den Vorjahren zu miethen, wird dieselbe Freunden deS Wassersports von dem derzeitigen Inhaber gegen ein Eintrittsgeld von 20 Pfg. pro Person zu der am Sonntag stattfindenden Regatta zur Verfügung gestellt. ES ist auch ein Wirth gewonnen, der Denjenigen, welche von hier auS den Wettkämpfen auf der Lahn zuschauen wollen, einen frischen Trunk verabfolgen wird.
* * Einen Fortschritt in der Etraßenbefpreugung unserer Stadt können wir regtstriren. Seit gestern befahren besonders für enge Gaffen geeignete Gießfässer die Stadt und verrichten ihre staublüschende Arbeit zur Freude der Anwohner und Paffanten.
* * Den besten Schutzen bei 116. Regiments wurde, wie man uns bereits in voriger Woche aus Berlin meldete, ein Retsesttpendtum in Anerkennung und Belohnung ihrer guten Leistungen gewährt. Die in dieser Weise ausgezeichneten Leute sind ein Vicefeldwebel, vier Unteroffiziere und vier Gemeine- sie haben einen zehntägigen Urlaub erhalten, für den ihnen folgende Reiseroute vorgeschrieben worden ist: Besuch der Berliner Gewerbe-AuSstellung vier Tage, Inaugenscheinnahme von Berlin zwei Tage, je ein Tag in Potsdam und Charlottenburg und zwei Tage die Her- und Rückreise. Der Avancirte erhält pro Tag Mk. 7.50, der Gemeine 6 Mk.
• * Delegirtentag der Kriegerkameradschaft „Hasfia". Nachdem am SamStag, 18. Juli, eine Sitzung des Gesummt« Präsidiums der „Hasfia" vorausgegangen, nahm der Delegirten« tag in dem Kreutzer'jchen Saale zu Lauterbach am Sonntag Morgen seinen Anfang. Herr Oberstlieutenant z. D. CaSpary eröffnete um 11 Uhr in Gegenwart des Herrn Bürgermeisters von Lauterbach mit einem dreifachen Hoch auf Kaiser und Großherzog die Sitzung. Sämmtliche 37 Bezirke waren durch je einen Delegirten, welche zusammen 32,174 Mit- ßlicber repräsentiren, mit 1305 Stimmen vertreten. Zur Tagesordnung übergehend, referirte zunächst Herr vr. Vogt aus dem Jahresbericht- Herr Hauptmann Wald eck er trug den Kaffenbericht vor und Herr Gerichtsvollzieher Engel theilte Namens der RechnungöprüsungS.Commtsston mit, daß die Jahresrechnung richtig befunden worden sei und beantragte, dem Rechner Entlastung zu ertheilen, waS hierauf geschah. — Herr Major a. D. Beck berichtete bezüglich deS „Providentia".Vertrags. Zu Pos. 5 der Tagesordnung, „Hasfiakalender", bemerkte Herr Reallehrer Minnich« Oppenheim, daß der Vertrieb im Jahre 1895 ein besserer gewesen sei und daß dem Verband ein Gewinn von 1773 Mk. zugefioffe«, wovon 888 Mk. 50 Pfg. an die Bezirke auS- bezahlt würden. — Pos. 9 der Tagesordnung „Kaiser Wil- Helm-Denkmal auf dem Kyffhäuser", rief eine recht lebhafte Debatte hervor. Sämmtliche Redner und alle Delegirten stimmten überein, daß die Sammlungen für den Bau energisch fortgesetzt werden müßten. Auf Antrag des Herrn vr. Vogt
wurde noch dem Präfidium die Befugniß zuertheilt, alle Mittel gegen renitente Vereine in Anwendung zu bringen. — Mehrere Anträge wurden abgelehnt, dagegen wurde dem Antrag des Herrn Waldecker, jährlich einen bestimmten Betrag für Veteranen zu Unterstützungen in den Voranschlag eiuzustellen, einstimmig angenommen. — Eine recht rege Debatte rief Pos. 13 der Tagesordnung hervor, ein Antrag deS Herrn vr. Bogt: der Delegirtentag wolle dem Präsidium Vollmacht ertheilen, bei Großh. Regierung um Genehmigung einer Beteranenlotterie einzukommen, welche noch in diesem Jahre zu veranstalten wäre und deren Reingewinn den Veteranen zugute kommen soll. Der Anttag wurde mit den Sttmmen von 35 Bezirken gegen die Stimmen von 2 Bezirken angenommen. — Pos. 14 der Tagesordnung, Antrag des Bezirks Pfeddersheim: „Einzelmttglieder der „Hasfia" find nur zulässig (§ 21 Abs. 2d der Satzungen) au Orten, wo keine Kriegervereine bestehen, die der „Hasfia" angehören," wurde abgelehnt, dagegen der Antrag deS Herrn vr. Vogt: „Einzelmitglieder sollen an Orten, wo „Hasfia" - Veretne bestehen, in der Regel nicht mehr ausgenommen werden- auf die vorhandenen Einzelmitglieder hat der Beschluß keinen Einfluß," mit allen Stimmen gegen die des Bezirks Pfeddersheim angenommen. Zwei Anträge des Bezirks Oppenheim wurden zurückgenommen. — Pos. 17: Voranschlag pro 1896, in welchem 14,295 Mk. in Einnahme und 14,295 Mk. in Ausgabe gestellt sind — für Unterstützungen find 3720 Mk. vorgesehen — wurde genehmigt. — Auf Antrag des Herrn Auler-BenSheim wurde be- schloffen, daß Er. Kgl. Hoh. dem Großherzog für die Gnadenzuwendung von 500 Mk. alljährlich für die Veteranen der Dank ausgesprochen werde. — Auf Antrag deS Herrn Reallehrer Minnich - Oppenheim wurde befchloffen, daß der nächstjährige Abgeordnetentag in Rheinheffen, und zwar in Oppenheim abgehalten wird. — In das Präfidium wurden die Herren LandgerichtSrath Sandmann-Gießen und Oberamtsrichter vr. Lahr-Darmstadt neugewählt, sowie Hauptmann Gern Sh etm-Worms einstimmig wieder- gewählt. Herr Oberstlieutenant CaSpary schloß die Sitzung, nachdem die Tagesordnung erschöpft und die Verhandlungen einen recht würdigen Verlauf genommen, mit dem Wunsche, daß der Landesverband auch fernerhin wachsen, blühen und gedeihen möge.
• * Der Ausschuß der deutschen Turuerschaft hat laut „Darmst. Tgl. Anz." in seiner im Hansa-Saal des Rath- Hauses zu Köln stattgehabten Sitzung u. A. beschlossen: a. in Bezug auf die Stellung der deutschen Turnerschaft zur Frage eines „Nationaltages für deutsche Kampfspiele" sich der Erörterung dieser nunmehr in ein stilleres Fahrwasser gekommenen Frage nicht zu entziehen und zu diesem Zweck für die künftigen Berathungen einen Siebener - Ausschuß gewählt, nämlich Götz-Leipzig, Rühl-Stettin, Schmidt-Bonn, Maul-KarlSruhe, Keßler-Stuttgart, Schurig Osnabrück, Haagu- Salzburg- b. die Abhaltung des nächsten deutschen Turnfestes an die Stadt Hamburg (mit 15 Sttmmen von 20) im Jahre 1898 übertragen. In Frage kamen noch Stuttgart und — für den Fall der Ntchtwahl Hamburgs — Nürnberg. Im übrigen wurden BerwaltungS-Angelegenheiten, die Turn- zeitungSfrage, Vorschläge zur Umgestaltung der deutschen Turnfeste, der Turnfest-Ordnung u.s.w. in langen Verhandlungen berathen.
Grüuberg, 21. Juli. Der „Grünb. Anz." schreibt: Eine Ueberraschung, die hier Gefühle von zweierlei Art erweckt, wurde uns durch eine heute in Wirksamkeit tretende Verfügung Großherzogltchen KretSamteS bescheert, die anordnet, daß die Feierabendstunde wieder strenge gehandhabt werden soll. Wie voreinft der Grünberger Freiheitsbrief unserem Städtchen viele Vorrechte verlieh, so hatte die langjährige Nichtanwendung deS § 365 für dessen feindlichen Collegen, den § 11, hierselbft ein solche! geschaffen, und nach ihm konnten wir eS auch nach 11 Uhr halten, wie die alten Deutschen, die „immer noch eins tranken." Doch damit istS nun aus und unsere verehrlichen ausführenden Polizeiorgane werden zur größten Freude aller besseren Hälften Grünbergs das seither beliebte Gardinenpredigtthema „Geht heim, wannS Zett ist!" mit dem Feterabendgruß nachdrücklich unterstützen.
x Nidda, 20. Juli. Eine von verschiedenen Kreisen der Bevölkerung mit großem Interesse verfolgte Klage wegen eines HeirathsmaklerhonorarS, wobei die Streittheile durch Anwälte vertreten find, schwebt bei dem hiesigen AmtS- gericht. Der als Makler bekannte Kläger will vor etwa l1/, Jahren im Auftrage des Verklagten des Letzteren nochmalige Heirath vermittelt haben und beansprucht nun — theilS auf Grund deSfallfiger Versprechungen — einen Lohn von 200 Mk., dessen Zahlung Gegner nicht schuldig zu sein glaubt, indem er unter Anderem die Mühewaltungen des Klägers als Gegendienst sür einen FreundschaftSact seinerseits in gleich hohem Werthe aufrechnet. Nachdem schon eine Reihe Zeugen vernommen wurden, sieht man dem AuSgange dieses seltsamen Prozesses mit Spannung entgegen, um so mehr, als hierbei auch Über eine Prinzipienfrage Entscheidung getroffen werde würde.
* Klein Steinheim, 17. Juli. Am Freitag der vorigen Woche machte eine Schwadron deS 6. Ulanen Regiments in Hanau einen UebungSritt über die hiesige Brücke in dem Augenblick, als ein Eisenbahnzug dieselbe pasfirte. Durch das Gepolter des Zuges wurde eines der Pferde scheu und ehe man sich versah, setzte eS mit kühnem Sprung Über das Geländer in den Fluß. Roß und Reiter kamen unten glücklich an, letzterer war des Schwimmens kundig und leitete sich an einem Pfeiler. Ein Kahn brachte bann Beide an das Ufer. DaS Pferd trug eine leichte Verletzung am Hinterbein davon.
• Berlin, 21. Juli. Die vom Magistrat eingesetzte
Commission zur Borberathung der Frage der Erhaltung
einzelner Bauten der GewerbeauSstellung hat beschlossen, ehr bautechnisches Gutachten über die Wetterbeständigkeit und voraussichtliche Dauerhaftigkeit der Gebäude einzuholen- der diesbezügliche Auftrag ist bereits ertheilt worden. DaS Gut- achten soll sich insonderheit auf die nachfolgenden vier Ban- werke erstrecken: den vorderen Theil deS Haupt-Industrie- Gebäudes (die zur Zeit von (Safe Bauer besetzte Arkaden- Halle, sowie den großen Kuppelsaal, welch' letzterer eventuell durch eine Wand nach hinten zu abgeschlossen werden müßte), daS Chemie-Gebäude, den Pavillon der Stadt Berlin und das Adlon und Dreffel'sche Haupt-Restaurant. Von dem Ausfall dieses Sachverständigen - Gutachtens würden die ; weiteren Entschließungen des Magistrats wesentlich abhängen. j
• Berlin, 18. Juli. Aus Schlochau in Wefipreußen wird gemeldet: In PeterSwalde find 17 Gebäude uiedergebrannt. Zwei Kinder haben in den Flammen den Tod gefunden, ein drittes wurde von dem Gymnasiallehrer Haase auS Berlin, der bei Verwandten in PeterSwalde weilt, gerettet, eS starb jedoch bald darauf. Haase hat bei der Rettung des Kindes sehr gefährliche Brandwunden erlitten.
* Kol«, 19. Juli. Zwischen zwei Brüdern und i einem von der Reise zurückgekehrten Reisenden entstand Streit, in Verlauf dessen der Reisende durch vier Revolverschüsse in Kopf und Brust getödtet wurde, weil er die beiden Brüder der Falschmünzerei beschuldigte. Nach Festnahme der Mörder entdeckte die Polizei in deren Wohnung eine Anzahl Zwanzigmarkstücke. Die Ehefrau deS einen Mörders, welche intime Beziehungen mit dem Reisende« unterhalten haben soll, wurde gleichfalls festgenommen.
♦ Verein für Haudluugs Commis von 1858 in Hamburg. Nach dem soeben erschienenen Berichte kann der Verein mit Befriedigung auf seine weitere Entwickelung in dem ersten Halbjahre 1896 zurückblicken. Alle Einrichtungen haben fich wieder auf daS Beste bewährt. Durch die kostenfreie Stellenvermittelung wurden in den verflossenen sechs Monaten 2346 Stellen besetzt. Hiervon befinden fich 143 Stellen im Auslande und 45 über See, von dem Reste aber etwa zwei Drittel im Jnlande, während die übrigen fich auf Hamburg mit den Nachbarorten vertheilen. Der Mitgliederstand erhielt in dem abgelaufenen Halbjahre einen Zugang von 5136 Mitgliedern und Lehrlingen. Die Ge- sammtzahl der Angehörigen stellt sich jetzt auf über 52,000. Bereits 6256 Mitglieder, einschließlich der versicherten Ehefrauen, gehören der PenfionS-Kasse mit Invaliden-, Wittwen-, Alters- und Waisenversorgung an. DaS Kassenvermögen hat sich inzwischen auf über 3,300,000 Mk. erhöht. Nach nur zehnjährigem Bestehen der PensionS-Kasse beziehen schon 57 Kaflenangehörige eine jährliche Pension von zusammen 34,131 Mk. 52 Pfg. Diese Zahlen beweisen ohne jede weitere Erläuterung die große Bedeutung dieser gemeinnützigen Einrichtung deS Hamburger 58er Vereins. Auch die übrigen Abthellungen und sonstigen Einrichtungen diese! Vereins bewährten fich bestens. Namentlich gilt dieses von der Kranken« und Begräbnißkasse und der UnterstützungS- Commisfion, die besonders bei Stellenlosigkeit wirkt. Der 58er Verein besitzt 200 Bezirks-Geschäftsstellen und zwar 135 in Deutschland, 24 im AuSlande und 37 an überseeischen Plätzen.
* Bom Harze, 16. Juli. Bel Thale gerieten zwei Kinder eines Hüttenarbeiters, welche In den Wald zum Heidelbeerensammeln gegangen waren, in einen Bienenschwarm. Während daS arg zugerichtete siebenjährige Mädchen nach Hause flüchtete, fiel der fünfjährige Knabe zur Erde und der Bienenschwarm kam über ihn. AlS die Eltern zum Walde eilten, fanden fie daS Kind als Leiche.
* München, 19. Juli. In den Gasteiganlagen wurde heute das Denkmal des Dichters Franz v. Kobell enthüllt.
• Straßburg, 20. Juli. In Kestenholz bei Schlett- ftabt üb elfte l ber bort wohnhafte Josef Bogt seine 72jährige Ehefrau auß bisher unbekannten Grünben. Nachbem er fie durch Hiebe mit einem Werkzeuge betäubt hatte, brachte er ihr sieben schwere Wunben bei. Die alte Frau ist infolge ber Verletzungen gestorben. Nach ber That erhängte fich ber Mann in ber Scheuer. |
Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle tu Gieße».
29. Woche. Vom 12. Juli bis 18. Juli 1896. Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tncl. 1600 Mann Militär). SterbllchkeitSziffer: 29,39, nach Abzug ber Ortsfremden 18,08°/».
Kinder
ES ft erben an: Zusammen: Erwachsene
: tm
vom
1. Lebensjahr:
2.-15. Jatzrr
Altersschwäche
1
1
—
Herzleiden
2 (2)
2 (2)
—-
Gehirnentzündung
1
1
—
KrebS
1
1
—
Schlagfluß
1
1
—
Knochenerweichung
1
1
—
Verunglückung durch
Sturz
1
1
—
LebenSschwäche
2 (1)
—
2 (!)
—— 1
Eitervergiftung
1 (1)
—
—
1 (1)
Lungenschwindsucht
1
—
—
1
Blinddarmentzündung! (1)
—
—
1 (1)
Summa:
13 (5)
8 (2)
2 (1)
3 (2)
»nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebe« an, wie viele
der Todesfälle in ber betreffenden Krankheit auf von außwättS nach Sießm gebrachte Kranke komm«._____________________________
Schiffenberg und Gleiberg.
(Zum Gleiberg - Concert.)
Zwei hohe Berge ragen Empor InS Himmelsblau, Seit altersgrauen Tagen Wohl aus der grünen Au.
Einst tönten Glockeukläuge Auf eine! Berge! Haupt, Nun find die Klostergänge Bon Epheu dicht uwlaubt.
H
$ Cie vü Ifiii
I
<1-9 beh ’75*
WÄ.
SÄ«
®nb Ulf *
D-°> e ** Citi* w Dic elv ge e KaS i"fcen Prophet " llod ahurno Ihr seid dar Was vir rr Boll 6ud) ist d°» M ft bal
DaS Kali Boa * O, lahr'S Durch »ich
Wie Sturi Lom Gle Uab in dl Gar ernst
zag' Som bull» Dem Wir frisch ■
Str haben Mit Lanze, UnS bis Qi Für Gott
Ihr jungt! Fürs thtui Von Gott! Mit Herz,
O, Iaht t Durch rot Die Map Sind Taj
Drum fri| Pr @ott Mr M t ötnnfi gilt Wir wollen Hw Wrfti M W \ Wir Tuch
rtdi
And ”• Em
»ersteigern!!
ffrckag den 25
Nachmittags 31
Bergstraße 22 bestehend ai
Waage, , V«-°!-°a>apdaeat, ^'-Sh'b-r, Blcchka
** l M


