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Bedeutung dieser gemein- >urger 58er Vereins. AuL inftigen Einrichtungen dlesü Slmntntlid) gilt dieses voi i und der Unterfifigußgi rvM. De WWW und zwc Llavde und 37 an Übersee*
Vom zweiten BergeSgipsel Schaut stolz im Abendstrahl, Umrauscht vom Meer der Wipfel, Die Burg hinab in» Thal.
Dom Schiffenberge klingt eß Wie tiefer, frommer Schmerz, Und leise mahnend dringt eß Dem Wandersmann ans Herz:
„Wir beteten, wir rangen, Wir haben unS kasteit, DaS Kleinod zu erlangen, Die ew'ge Seligkeit.
Was in den schwersten Stunden Prophetisch wir erblickt Und ahnend nur empfunden, Ihr seid damit beglückt.
Was wir erstrebt, errungen Boll Sehnsucht Tag und Nacht, Euch ist das Wort erklungen, Euch ist das Licht gebracht.
DaS Wort vom wahren Glauben, Von wahrer Heiligkeit, O, laßt'S Euch nimmer rauben Durch nicht'ge Eitelkeit!"
Wie SturmeSbraufen dringt eS Vom Gleiberg durch den Tann, Und in die Seele dringt es Gar ernst dem deutschen Mann:
„Einst zogen wack're Recken Vom bunten Rittersaal, Dem Bösewicht zum Schrecken, Wir frisch hinab ins Thal.
Wir haben ohne Zagen
Mit Lanze, Schild und Speer Uns bis ausö Blut geschlagen Für Gott und deutsche Ehr!
Ihr jungen Enkel streitet FürS theure Vaterland, Von Gottesfurcht geleitet, Mit Herzen, Mund und Hand.
O, laßt Euch nicht verführen Durch welsche Heuchelet, Die Wappen, die Euch zieren, Sind Tapferkeit und Treu'!
Drum frisch wie wir gestritten Für Gott und deutsche Ehr', Wir sind in Eurer Mitten, WennS gilt, mit Schwert und Speer. Wir wollen wacker streiten Im Eisenkleid mit Euch, Und fallt Ihr siegend — letten Wir Euch tnö Himmelreich!"
Vom Schtffenberge klingt eS: „Weht Über Zweig und Ast," Und in die Herzen dringt eS: „O halte, was Du hast!"
Bom Gleiberg aber schallt eS
Wie Schwerterklang herab, Und in die Herzen hallt eS: „Sei deutsch bis in das Grab!" Th. K.
Eingesandt.
«Bieten, den 22. Juli 1896.
Der Artikel „Echlachtviehverficher««- und Innung^ in der vorgestrigen Nummer d. Bl. bedarf d-r Berichtigung.
Der Verfasier des Artikels sollte eS sich angelegen fein lasten, wenn er den Verlauf einer Jnnungsoersammlung in der Presse mtt- tbellen will, denselben wortgetreu und nicht so sehr sich von dem Wunsche leiten zu lasten, seine eigene Perlon im hellsten Brillant- feuer erstrahlen zu lasten. Daß der Artikel ungenau, ist auch von Jnnungsmitgliedern anerkannt worden. WaS meine Bethetligung an der Debatte anlangt, lo habe ich dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß mein an Herrn Pirr in der Mitte vorigen JahreS gerichteter Vorschlag, „er möge die Vertretung der Innung mit einer Stimme im ViehoelsicherungSoorstand und mit zwei Stimmen in der Generalversammlung der Vtehversicherung anregen und dieser Anregung würde voraussichtlich Seitens der Vtehversicherung willfahrt werden", von ihm keine Beachtung gefunden, sondern geradezu schroff abgewtesen wurde. Außerdem habe ich zwei Personen, die Seitens der Herren Pirr und E. L. Sack kritisirt wurden, in Schutz genommen. Die8 war der wirkliche Inhalt meiner Ausführungen, die in dem Artikel zum Mindesten undeutlich wtedergegeben sind. Htnzu- fügen will ich noch, daß bet gutem Willen des Herrn Obermeisters Pirr ein Einvernehmen wohl hätte herbetgesührt werden können; sein Artikel wird ein neues Hinderniß für ein solches sein.
6695 18-5r. Schreiner II., Metzgermetster.
Die für die Stadt Gießen erlastene am I. August in Kraft tretende Wocherrmarktordnrmg bat überall auf dem Lande wohl- berechtigtes Aufsehen erregt, was sich aus Nachfolgendem ergeben wird. Es sagt z. B S 5 u. 91.:
Kein Verkäufer darf ohne Erlaubniß des Marktmeisters den einmal eingenommenen Platz verlassen.
Dazu sagen wir Landleute, warum sollen wir, wenn uns ein für unsere Waare ungünstiger Platz angewiesen, diesen nicht wechseln dürfen, wenn andere günstigere Plätze frei geworden, ohne daß der Marktmeister dies bestimmt, insbesondere wo derselbe doch nicht überall fein und sehen kann, was Noth thut.
Der § 8 sagt: Gegenstände des Wochenmerktoerkehrs, welche an den Markttagen ohne feste Bestellung hier eingeführt werden, dürfen vor Beginn der Marktzelt überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzelt nur auf den dafür bestimmten und angewiesenen Verkaufsplätzen, also auch nicht Im Umherziehen fellgeboten werden.
Da fragen wir uns denn, sollen wir gezwungen sein, im Sommer bet der größten Hitze diese Zeit auf dem Wochenmarkt auf einem Platz zu stehen, unsere Waare, wie z. B. Butter, möglichenfalls dem Verderben aussetzen, um dann einen minderwerthtgen Preis zu erzielen, und fallen wir weiter im Winter ebenso diese ganze Zeit uns Wind und Wetter aussetzen zum Schaden unserer Gesundheit?
Das sind doch wahrlich Bestimmungen, die wir nicht für möglich gehalten, man sollte doch wohl annehmen, daß Jeder über fein Eigenthum frei verfügen kann.
Unseres Erachtens führen diese Bestimmungen nicht zur Hebung des Wochenmarktverkehrs, sondern zum Gegenthell, und hoffen wir, daß wohllöbl. Polizetverwaltung wie seither so auch für die Folge Milde walten lassen wird, sonst dürste es wohl dahin kommen, daß wir nicht an den Markttagen, sondern an anderen Tagen unsere Waare nach Gießen bringen, um solche ungehindert verwerthen zu können.
Die Preise, die wir feit leider langen, langen Zeiten für unsere Artikel am Gießener Markt erzielten, gaben wahrlich keine Ber- anlassung, bhfe längst vergessenen lästigen Bestimmungen wieder in Kraft treten zu lassen, Bestimmungen, die, wenn streng durchgeführt, den Markt sowohl wie uns schädigen, letzteres wird man doch wohl nicht wollen, das würde bet den ohnehin schlechten Preisen gerade noch fehlen.»
AirchttcheAnzeigen der evnng.Gemeinde.
B Am nächsten Sonntag, den 26. Juli, wird Beichte und heil. Abendmahl für die Lucasgemeinde gehalten werden. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer erbeten.
Verkehr, Lnnd- unb Vottswirthschaft.
Gieße«, 22. Juli. Der Austrieb auf dem gestrigen Kuh - markt belief sich auf etwa 700 bis 750 Stück, darunter etwa 100 bis 150 Rinder und Kälber. Der Handel fetzte gleich früh flott ein, bann trat Flaue ein, während zum Schluß das Geschäft stch sehr gut machte, sodaß die Preise gegen den letzten Markt etwas anzogen. Besonders wurde lebhaft in Zuchtvieh gehandelt, welches von Händlern aus der Frankfurter und Wiesbadener Gegend in den Preisen getrieben wurde. Fettvteh, welches der Nachfrage entsprechend zu wenig am Markt war, wurde infolge dessen ebenfalls zu guten Preisen umgesetzt, sodaß dec Markt früh geräumt wurde. Am Markt fehlten wieder schwere Milchkühe. Es wurden gehandelt: Kübk^frischmelkend und tragend: Oberbelstsche Landkühe 1. Qual. 360 bt4 410 Mk, 2. Qual. 260 dis 330 Mk., 3. Qual. 160 bis 220 Mk. per Stück. Fettvieb wurde verkauft: Rinder l.Oual. 55 bitz 58 Mk., 2. Qual. 50 bis 54 Mk.. Kälber 55 bi« 58 Mk., besonders schwere Waare bis 62 Mk. per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Der Auftrieb in Kälbern befferer Qualität genügte nicht der Nachfrage.
— Auf dem heutigen Ochsenmarkt waren etwa 250 Stuck Vieh aufgetrieben, darunter ungefähr 80 Stück Rinder, welche auf den früheren Märkten knapp waren und stark gesucht wurdm. Entgegen der gestrigen war die heutige Tendenz de8 Marktes sehr flau. Der Handel ging nicht voran, weil fremde Käufer gänzlich fehlten. Einige schwere Paare Ochsen, die am Markt waren, gingen gleich bei Beginn desselben für 900 Mark das Paar fort. Infolge der Flauheit, welche ihre Ursache wohl in den geringen Fettvteh' preisen findet, gingen auch die Preise herunter. Fahrvieh 1. Qual, kostete 750 bitz 800 Mk., 2. Qual. 660 bis 750 Mk., 3. Qual. (Stiere) 480 bis 600 Mk. pro Paar, Fettvieh war nicht vorhanden. Der Markt blieb bedeutend überständig.
Witterungsbericht vom 21. Juli.
Zwischen den Schettland-Jnseln und der mittleren norwegischen Küste liegt heute das Centrum einer neuen Depression, von dem aus sich ein furchenartiges Gebiet niederen Druckes über die Nords«, England und über den Canal bis nach Südfrankreich herab erstreckt. Innerhalb dieser Furche find außerdem noch verschiedene TheU- mtntma zu erkennen. In Central-Europa ist der Luftdruck gleichfalls gesunken und hat sich der Kern des Maximums weiter ostwärts verschoben. In Süddeutschland war heute Morgen der Himmel allenthalben wolkenlos und machte sich im Laufe des Tages bei wett« sinkendem Barometer bereits Neigung zur Gewitterbildung geltend. Die Temperaturen liegen in Deutschland höher al8 gestern.
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Bei wechselnder Bewölkung, warmes Wetter mit Neigung zu Gewittern und nachfolgender Abkühlung.
Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemeßen «m 22. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 llhr r Wasser 18«/«, Lust 20«/«°.
Rübsamen'sche Badeanstalt
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I BrS H M Man schreibe um Muster unter« MM B Vl ’tSr ■ B Angabe de» Gewünschten. ao von Elten & Keussen, Fabrik und Handlung, Crefeld. w
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Nachmittags 3 Uhr, wirb Bergstraße 22 eine Laden Einrichtung, bestehend aus Theke, Keale, Waage, Gewichte, Petroleumapparat, Cireula- tionsheber, Blechkannen und Büchsen, Hängelampe re. versteigert.
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Bekanntmachung.
, Wegen Vornahme der durch den Umbau des Bahnhofs nöthigen Verbreiterungsarbeiten an dem von der Größer'schen bis zur Riemer'schen Besitzung führenden sogen. Mittelweg ist letzterer vom 25. d. Mls. ab auf 3 Wochen für Fuhrwerke gesperrt. Wir bringen dies mit dem An fügen zur Kenntniß der hier in Betracht kommenden Grundbesitzer, daß während dieser Zeit als Zufahrt zu den betreffenden Grundstücken der südlich des Riemer'schen Hauses neu angelegte Verbindungsweg von der Frankfurterstraße aus zu benutzen ist.
Gießen, den 20. Juli 1896.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
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Kunst-Eis.
Wir haben den Vertrieb unseres Kuust-Eises, hergestellt aus Qrrellwaffer unter Anwendung von comprimirter Kohlensäure, dem
Herrn Emil Schmall in Gieße«
für den Kreis Gießen, einen Theil der Provinz Oberheffen und den nördlich von Gießen gelegenen Orten übertragen und unterhält derselbe Lager, übernimmt Saison- und Monatslieferungen, sowie Abschluß größerer Lieferungen ab Werk nach Uebereinkunft zu den billigsten Preisen.
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