rnltät bewahrt, wie das der traditionellen Freundschaft und den nahen verwandschastltchen Beziehungen der beiden Herrscher entspricht. Der offizielle Gegenbesuch unserer Majestäten bet den kaiserlichen Herrschaften in Rußland ist, wie wir hören, für den Beginn deS nächsten Sommers verabredet.
Berlin, 21. October. Geheimrath Prof. Behring- Marburg hat sich mit Fräulein Elfe Spioola, Tochter bei Geheimrath Spinola, Director der königlichen Charitö verlobt.
Berlin, 21. October. Gestern Abend fand eine so- cialisttsche Fraueu-Bersammlung statt, welche eine Protest-Resolution gegen das bürgerliche Gesetzbuch aunahm.
Berlin, 21. October. Durch den Umstand der Verhaftung del Schlofierlehrlings Große und deffen Ge- ständniß von der Theilnahme an dem Morde gegen Justizrath Levy sowie durch seine Angabe, daß der Schreiber Bruno Werner der Anstifter sei, ist als sicher anzunehmen, daß letzterer die Messerstiche auf sein Opfer abgegeben hat.
Danzig, 21. October. Bürgermeister Delbrück erhielt gestern seine Ernennung zum Mitglied del Herrenhauses.
Graz, 21. October. In Heiligenblut, nächst dem Göfnltzfall, löste sich eine Felswand und zerschmetterte einen Theil deS Hochwaldes. Der Göfnitzer Alpenweg wurde verschüttet und einige Grundstücke vernichtet. Weitere Felsstürze werden befürchtet.
H. Wiesbaden, 21. October. Das Kaiserpaar reiste um 10 Uhr nach Cronberg, woselbst eS um 11 Uhr 20 Min. ankam, von der Kaiserin Friedrich herzlichst begrüßt. Das Kaiserpaar fuhr nach Schloß FrtedrichShof.
Dresden, 21. October. Die „Dresdener Reust. Nachr." melden: In Blasewttz hat sich der dort wohnhafte Schriftsteller Dr. Euleub urger sammt Frau und drei Kindern wegen Nahrungssorgen vergiftet.
Cocefcs rrnd Provinzielle-,
Gießen, den 21. October.
** Zur Bahaverstaatlichnug. Die Befürchtung, daß mit der Auflösung der Direction der Oberhesfischen Eisenbahnen und mit dem Uebergang dieser Bahnen in preußische Verwaltung unsere Stadt dadurch benachtheiligt würde, daß eine Anzahl von Beamten weniger hier ihren Wohnsitz erhalten, bewahrheitet sich nicht. Wir erfahren nämlich, daß die vier hier zu errichtenden Jnspectionen mit einem Personal von 200 Beamten, darunter 8 Ingenieure, besetzt werden. Die hier zu errichtende Maschinen Jnspection wird eine der größten mit in Deutschland werden. — Allerdings verlautet auch, daß das Bureau für die Oberhesfischen Nebenbahnen mit dem 1. April k. I. ausgelöft werden soll, womit natürlich auch eine Verminderung des Personals eintritt.
•• bchuldienstaachrichieu. Am 26. September wurde der von dem Herrn Fürsten zu Ulenburg und Büdingen auf die erste Lchrerstelle an der Gemeindeschule zu Hain Gründau präsentirte Schulamtsaspirant Ludwig Metz aus Nordheim für diese Stelle bestätigt- an demselben Tage wurde der Lehrer am Realgymnasium und an der Realschule zu Mainz Georg Eck zum Lehrer an dem Schullehrerseminar zu Friedberg, unter Belassung in der Categorie der Volksschullehrer, mit Wirkung vom 16. October en, ernannt; an demselben Tage wurde dem SchulamtSaspiranten Wilhelm Schäfer aus Trais-Münzenberg die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Selters übertragen- am 3. October wurde der Schul- amtsaspirant Samuel Joseph aus Lampertheim zum Lehrer an der erweiterten Do kSschule zu Wörrstadt, unter Belassung in der Categorie der Volksschullehrer, mit Wirkung vom 1. October an, ernannt- am 8. October wurde dem SchulamtSaspiranten Friedr'ch Rieß aus Neu-Bamberg die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Froschhausen übertragen.
** Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt sind: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu DarSberg, Kreis Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Steinbuch, Kreis Elbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Dem Herrn Grasen zu Erbach-Fürstenau steht das Prä- sentationSrecht zu derselben zu. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule Bleichenbach, Kreis Büdingen, mit einem jährl. Gehalte von 900 Mk. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bechenheim, Kr. Alzey, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendtenst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu RabertS- Hausen, Kreis Gießen, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine mtt einer evangel. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenftelle an der Gemeindeschule zu GrieShe m, Kreis Darmstadt, mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000 bis 1200 Mk. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- meindeschule zu Unter-Schönmattenwag, KreiS Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem kathol. Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Unter-Hambach, KreiS Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde, schule zu Gadern, KreiS Heppenheim, mit einem jährl. Ge- halte von 900 Mk
••H Stadttheater. Gestern Abend wurde OScar Blumenthal» jüngstes Werk, sein Lustspiel „Gräfin Fritzi" zur Aufführung gebracht. ES ist nicht unsere Aufgabe, den Gehalt deS Stücke» zu fonbiren, eS genüge zu constattren, baß einige mehr ober weniger geistreiche AphorrSmen über Liebe, Ehe unb Frauencharacter, einige Cauferien über bte gewöhn- ltche Meinung unb bte fertigen Urtheile in Bezug auf Bühnen-
künstlertnnen in wirkungsvoller Form mit Zuhilfenahme alter, aus der Praxis erprobten Lacheffecte zu einem recht gefälligen Lustspiel vereinigt wurden. Die Handlung sei kurz wieder- gegeben. Die Gemahlin deS ungarischen Grafen Larah, eine frühere gefeierte Opernsängerin, wird dem Vorurtheil für Künstlerinnen zufolge in den von ihrem Gatten besuchten Clubs der fashionablen Welt mit dem Spottnamen „Gräfin Fritzi" benannt. Der Gras konnte sich nicht lange seines Eheglückes erfreuen, denn die immer umfangreicher werdenden Sticheleien und Anspielungen auf die frühere Stellung der Gräfin veranlaßten ihn eines Tages den frechsten der Beleidiger zu fordern, wobei wie gewöhnlich nicht der Geforderte, sondern der Graf der ungerechten Fügung zufolge, seinen Tod fand. Die Gräfin-Wittwe fiedelte nach Berlin über, wo fie in dem Hause deS Commerzieuraths Mainhard den Rechtsanwalt Opitz kennen lernte, welchen fie nach Verwerfung eines erst gefaßten EntschluffrS, wieder zur Bühne zurückzukehren, heirathet. Zwischendurch spielten al» Exterieurs die überaus wirkungsvoll-humoristischen Scenen des CommerzienrathS mit der Operettensängerin Zerline Grundel, und deffen Tochter Hedda mit ihrem Cousin Franz Helling. Gespielt wurde die Novität flott und mit verständnißvollem Eingehen aus die Pointen deS Stückes. Frl. Egger all „Gräfin Fritzi" fand den richtigen Impuls und entledigte sich ihrer Aufgabe mit Eleganz und Geschick. Der Cornmer- zienrath Mainhard deS Herrn Director Helm ließ an Natürlichkeit des eine letzte lebemännische Dummheit als „Schluß- punkt" suchenden lüsternen Alten nichts zu wünschen übrig. Scharf beobachtet und glücklich wiedergegeben war deffen mit viel begründetem Mißtrauen beanlagte Frau, durch Frau Helm. Die Tochter Hedda und ihr Neffe Franz Helling, als ausgemachter zukünftiger Mann, waren durch Fräulein Diener und Herrn Goldbach recht paffend besetzt. Lrtz lerer verkörperte den Gedanken des Autors, eine Art fin de giäole-Menschen zu schaffen, in gelungener Weise. Die Leistung des Herrn Peickner als Rechtsanwalt Opitz war erfreulich. Frl. De Ilmar als „Zerline Grundel" war auf dem richtigen Platze. Sie wußte ihre Rolle, außer feem Gesang, für welchen fie nicht disponirt schien, aufs Wirksamste zur Geltung zu bringen. Gleichwerthig war auch die Wiedergabe deS Cap.llmeisterS Ambrosius durch Herrn Schröder. Die übrigen Mitlvtrkenden vervollständigten das Gelingen einer guten Wiedergabe. Der lebhaft gespendete Beifall des gut besuchten Hause» mär' das erkennbare Zeichen allseitiger Befriedigung.
** Stadttheater. Herr Clemens Grün vom Frankfurter Stadttheater, der geniale Darsteller komischer Rollen, der ausgesprochene Liebling drö Frankfurter PubltkumS, gastirt am Donnerstag den 22. ds. im hiesigen Stadttheater. Herr Grün wird in den beiden Einactem „Erlauben Sie, gnädige Frau!" und „Taub muß er fein" zwei seiner besten Rollen spielen und außerdem eine seiner köstlichen Soloscenen, betitelt „Meine drei Töchter-, zur Darstellung bringen. Wir verfehlen deshalb nicht, auf den gebotenen Hochgenuß von Humor und Komik hinzuweisen und ganz besonders zu empfehlen.
•* 3n einem ersten Vortrage, der am nächsten Freitag, Abends 8 Uhr in „Steins Garten" stattfindet, wird Herr Dr. Müller das Thema behandeln: Giebt es einen Gott? ES ist das die Grundfrage des Geistes, die jedem denkenden Menschen sofort aufsteigt, sobald er sich mit den großen Räthseln des Daseins und Lebens, mit dem „Woher, Wozu, Wohin?" der Welt und deS Menschen beschäftigt. Andererseits ist es der unheimliche Zweifel, der jedes religiöse Empfinden lähmt. Darum ist diese Frage wohl werth, aufgeworfen und beantwortet zu werden unb deS Interesses weitester Streife gewiß. Da bte Vorträge Dr. MüllerS immer in innerem Zusammenhang stehen, möchten wir alle Jnteres- firten — uno die Uninteresfirten noch mehr — darauf aufmerksam machen, doch auch gleich den ersten zu besuchen, der sich mit den grundlegenden Voraussetzungen für die weiteren beschäftigt. (Bezüglich dcS EntiäeS und des Vorverkaufs der Plätze stehe die Annonce.)
** Trinkt Kneipp-Malz Kaffee — Kochet mit Gas und — nehmt die Löffel mit! Dies war der Eindruck, unter welchem gestern gegen Abend einer unserer Berichterstatter den Leib'schen Saal verließ, in welchem vorher Frl. H oh tmann auS Hannover über die „Bedeutung des Kaffeegenusses in der Familie" einen Vortrag gehalten. Frl. Hohtmann gab, bevor fie auf daS buftei.be herzstärkende Thema einging, eine kurze Geschichte der E nsührung deS Bohnenkaffees in Deutschland und betonte dabei namentlich, daß sich die Einfuhr im Laufe deS letzten Jahrhunderts so vermehrt, daß jährlich auS Deutschland nahezu eine Viertelmilliarde Mark für Kaffeebohnen tnS Ausland gingen. Aber nicht nur für die deutschen Portemonnaies bedenklich wurde der ausländische Bohnenkaffee hingestellt, sondern in höherem Grade für die deutschen Nerven. Beides ist zu vermeiden, wenn sich die Hausfrauen — daß in Gießen auch viele Hausmänner Kaffee kochen, hat die Vortragende verschwiegen — entschließen würden, echt deutschen Kaffee, da» heißt die „Bohnen" der auf deutschen Fluren wild wachsenden Gerste, zur Bereitung des Getränkes zu benutzen. Die Firma Kathreiner, welche, wie wir gleich verrathrn wollen, die ganze Kaffeegesellschaft arranght hatte, benutzt zum Rösten deS heimischen ErzeugniffeS einen auS den im Ursprungslande werthlosen Umhüllungen der echten Bohnen bereiteten Extract, und so entsteht unter M schung von Vs Bohnenkaffee unb 3/s Malz kaffee ber heiße Trank, mit bem Frl. Hohtmann gestern ca. 300 Damen unb einige Herren bewirthete. Auf wirklich apetitliche Weise würbe ber mit Zuhilfenahme von Quickborner Wasser unb Gießener GaS auf ber Bühne in mehreren Kesseln zubereitete Kaffee nebst Zucker unb Gebäck servirt unb mit Wohlbehagen unb unter regem Austausch ber Meinungen Über bie beste Methobe — unb jebe Hausfrau kocht bekanntlich nach ber besten Methobe — getrunken. Die Wirkung, welche Kathreiners Malzkaffee herrief, äußerte sich balb in lebhafter Converfation unb führte ber KaffeeschmauS zu einem
besonberS befriebigenben Abschluß, als Frl. Hohtmann die Gäste aufforberte, als Anbenken die Kaffeelöffelchen, wirklich zierliche Dinger ihrer Art, mitzunehmen, welcher liebenswürdigen Aufforderung natürlich allseits entsprochen wurde- eS soll sich in einigen Hausständen, die in ber glücklichen Lage waren, mehrere Vertreterinnen zur Kaffeeprobe zu ent» senben, ber Kaffeelöffelbestand erheblich vergrößert haben. Daß dieser Vortrag allgemeinen Beifall gefunden und dem Erzeugniß der Firma Kathreiner viele Freunde zugeführt hat, braucht wohl nicht hervorgehoben zu werden. Gestern Abend noch und heute früh sollen sich die Lagerbestände einiger Malz- kaffeeverkäuser ganz bedeutend gelichtet, auch schon in Inter» esfirten Damenkreisen Beratungen stattgefunden haben über die Passendste Verwendung der nach Frl. HohtmannS Versicherung btt einer sechsköpfigen Familie jährlich zu erzielenden Ersparniß von 100 Mark. Bestimmte Beschlüsse sind unseres Wissens noch nicht gefaßt worden, — wir vermmhen aber sicher, egoistisch tote wir nun einmal find, daß diesmal die den Eheherrea zugedachten Weihnachtsgeschenke reichlicher wie sonst auSfallen. Wer also von unseren Hausvätern zu Weihnachten in seinen Erwartungen übertroffen wird, möge anstimmen das hohe Lied von Kathreiner» Kneipp-Malzkaffee!
Kirtorf, 17. October. Nachdem bereits vor Kurzem ein h esiger Einwohner unter dem Verdacht eine» Meineids- verbrechens tn Untersuchungshaft abgeführt worden trat, schritt die Staatsanwaltschaft heute zur Verhaftung eine» weiteren hiesigen OrtSdürgerS. Im Zuiammenhang mit dieser Angelegenheit scheint der Selbstmord zweier anderer Einwohner zu stehen, die heute ihrem Lcben durch Erhängen ein Ende machten. .AlSf. Krsbl.
nn. Darmstadt, 20. October. Anläßlich ber Ernennung Seiner Majestät deö Kaisers Nicolau» II. von Rußland zum ersten Inhaber der Großherzogl. Heff. Dragoner-Regiments Nr. 24 wurde die hiesige renommirte Uniformen« unb Militärcffccten- Fabrik (Inhaber Th eo b or von Lyncker) von Seiner Majestät beauftragt, bte ganze Equipirung für den Kaiser anzufertigen. Diesem ehrenvollen Auftrag entsprach die genannte Firma in vortrefflicher Weise innerhalb 24 Stunben unb hat Seine Majestät sich persönlich in höchst anerkennender Weise Über biete Leistung und die vortreffliche Arbeit ausgesprochen.
□ Darmstadt, 20. October. In der Aula der Technischen Hochschule fand heute die akademische Feier der RectoratSÜbergabe von Geh. Hosrath Dr. Lepsins, Professor der Geologie, an den neugewählten Rector Berndt, Professor der Maschinenbaukunde, statt. Die Hochschule ist in der dreijährigen Amtszeit von Professor Lepfiu» um 440 Besucher und 24 Docenten gewachsen- die Gesarnmt- anforbeiung für Grund und Boden und neue Gebäude war rund drei Mill. Mk.- daS elecirottechnische Institut ist schon erweitert, beim Hauptgebäude steht dies unmittelbar bevor. — Die Namen der Skudirenden, die die Preisaufgaben gelöst, wurden bekannt gegeben- danach hielt Professor Berndt eine akademische Rede über die Entwickelung de» Locomotiv- baueß.
Ben»heim, 18. October. In einem Zustande bei Nachtwandelns zog sich der Knecht eineß hiesigen Industriellen in vergangener Nacht gefährliche Verletzungen zu. Er erhob sich nach Mitternacht von feinem im zweiten Stockwerk befindlichen Nachtlager, öffnete das Fenster unb wollte durch dasselbe in unbekleidetem Zustande in den Hof htnabsteigen. Er hielt sich zunächst mit den Händen an der Fensterbank fest und suchte mtt den nackten Füßen eine Siützc. Dabei trat er daß Fenster im unteren Stocke ein, blieb mit den Füßen in den zerbrochenen Fensterscheiben hängen, Quß denen er sich schließlich mit arg zerschnittenen Füßen und Beinen befreien kannte. In diesem Zustande fand ihn heute Morgen fein Dienstherr, der den Bedauernß- werthen alßbaid in» hiesige Hospital verbringen ließ.
Mainz. 19. October. Zur bevorstehenden Re ich Stag 1- wahl wollte bte beutsch-sociale Resormpanei hier eine öffentliche Versammlung abhalten. Die Partei war beSholb bet ber städtischen Verwaltung um Ueberlaffung ber Stadt- Halle eingekommen. Wie die „F. Z." vernimmt, hat die betr. Commission dem Gesuchsteller die Ueberlaffung der Stadthalle verweigert.
Troß Geran, 19. October. Der unglücklicheJäger, der am Sarnsrag bei Gelegenheit einer Jagd in Dornhelm einen 14 jährigen Jungen erschaffen, hat sich auß Furcht vor Strafe erhängt.
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* Friedrichsdorf, 19. October. Ein gemeiner Stretch wurde einem hiesigen Arbeiter gespielt. Derselbe war im Besitz eines Frankfurter PferdelooseS. Am Tage der Ziehung erhielt er eine Depesche mit der LooSnummer unb ber Nachricht, baß er ein Reitpferd gewonnen habe und er baSselbe abholen solle. In großer Freube dampfte er nach Frankfurt, um dort bte bittere Erfahrung zu machen, daß er gefoppt worden war. Der noch obendrein zu Schaden gekommene Arbeiter sucht den ober bie Thäter zu ermitteln.
• Köln, 19. October. Laut ber „Köln. volkSztg." b e- gnabi gte der Kaiser 14 wegen Zweikampf» zu dreimonatlicher Festungshaft verurtheilte Studirende der Aachener technischen Hochschule und der Bonner Universität zu achttägiger Haft.
* Ein zwölfjähriger Räuber ist selbst in Berlin eine Seltenheit. Am Sonntag Mittag wollte auf dem Postamt 84 tn ber Krausenstraße eine Dame am Schalter eine Einzahlung machen und legte einen Hunbertmarkschein neben sich auf da» Schalterbrett, als plötzlich ein etwa zwölfjähriger Junge den Schein ergriff und damit verschwand, ehe eß den Nacheilenden möglich war, ihn zu ergreifen.
• Baier und Sohu — im Weinkeller erstickt. Der Wirthschaftsbefitzer und Maurermeister Zach in Großengers-
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* Kehr dl die Dienstag vor btm London von dortigen für einen caltsornisä feiner Fran wegen t die fie in Londoner ( worden «ar. Bride Der Richter, der sie mit drrlhlgtansend sofort hinterlegt n Sensation in Land Tastlt, da- californ erstellen.
* Das Genttna die wir mit Jahrhu ein hundertjähriges
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