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schienen. Ferner war der StaattseeretLr des Reich-marine' amtS, Admiral Hollmana, Oberftallmeister Graf Wedel n. A. anwesend. Den Steg trag die Hamburger UachtTaran­tella" davon, deren Besitzer Freiherr v. Seudeu-Ltbran den Katserpreis überreichte.

Brüssel, 21. September. Infolge de» Feldzuges bel­gischer und auswärtiger Blätter gegen die Greuelthateu im Congostaat veröffentlicht dasOfficielle Congoblatt" einen Beschluß des Königs, wodurch eine Commission ernannt wird, welche die Neger des LongostaateS gegen ihre weißen Etvilisawren schützen soll. Die belgischen Blätter, besonders derSoft" undFlandre Liberale" erklären diese Maßregel für ungenügend und eine gerichtliche Untersuchung für un­erläßlich.

Autwerpeu, 20. September. Die Untersuchung wegen des Dhuamtt-Tomplott» ist abgeschlossen. Dieselbe hat erwiesen, daß Tyuan, Bell Wallace und Haynes hier ge­heime Zusammenkünfte abhielten.

Rotterdam, 21. September. Drohbriefe des Londoner Anarchtsten-LomtlsS drohen die Zerstörung der öffent­lichen Gebäude an, falls die verhafteten Anarchisten nicht freigelaflen würden.

Loudon, 21. September. Die Correfpoudenz der ver­hafteten Anarchisten hat erwiesen, daß dieselben den Plan geschmiedet hatten, den Westminster-Palast, das Manionet- hau», die Natiooalbank, das britische Museum, sowie die PaulSktrche in die Luft zu sprengen.

CocoUs und provinpclkf,

Gießen, den 21. September.

** Militardienstnachrichteu. Müller, Garnison Der« waltungS Inspektor tu Gießen, nach Cüftriu, Senft, Garnisou-BerwaltuugS-Juspector tu Einbeck, nach Gießen versetzt.

** Kirchliche Aufführung. ES wird vielen von Inte­resse sein, zu erfahren, daß der Evangel. Kircheugesangveretn beabsichtigt, daS schöne Weihnachtsoratorium:Die Geburt Jesu Christi", von Heinrich von Herzogenberg, daS so allgemeinen und großen Beifall gefunden hat, wieder zur Aufführung zu bringen. Um Collifiouen mit andern Veran­staltungen möglichst vorzubeugen, möge jetzt schon darauf hingewiesen sein, daß die Aufführung für Donnerstag den 17. December in Aussicht genommen ist. Möchten dem Vereine ähnliche Schwierigkeiten, wie fie sich der ersten Auf­führung entgegenstellten, diesmal erspart bleiben.

Fußball-Wettspiel. Am gestrigen Nachmittag fand daS zweite diesjährige Wettspiel der Fußballmann­schaft des hiesigen Gymnasiums und zwar gegen den Friedberger Fußball-ClubSport" statt. Vom schönsten Wetter begünstigt hatte das Wettspiel eine bedeutende Zu­schauermenge angezogen, die dem spannenden Spiele von Anfang bis zum Schluß mit dem größten Jntereffe, das sich oft genug durch enthusiastischen Beifall kund gab, beiwohnte. Friedberg trat leider mit nicht completer Mannschaft, nur 8 Spielern an, lehnte aber das Anerbieten Gießens, daS nun auch nur mit 8 Spielern autreten wollte, rund ab. DaS Resultat des Matches war der Sieg Gießens mit 3:0. In der That hat aber auch Gießen nur mit 8 Leuten gespielt, denn seine Backs und sein Goalkeeper traten überhaupt nicht tu Action. Gießen ging mit seinem leichten FlorwardS von Anfang an zur Defensive vor und behielt diese bis Schluß dieses Spieles bet. Leider erfolgten zu mehreren Malen Verzögerungen,von verschtedeutlicher Auffassung derAffociatiouS- Sptclregeln veranlaßt, wodurch recht viel Zeit verloren wurde, was bei der verhältutßmäßtg kurzen Dauer des Spieles sehr zu bedauern war. Unserer jungen Mannschaft, die sich gestern die Seniorenwürde holte, können wir zu ihrem Erfolge nur von Herzen Glück wünschen. ES ist recht brav und schneidig gespielt worden und wie daS letzte Mal können wir gerade den Schneid unserer jungen Leute, dieses forsche Darauf- geh'n rc. unter allen Umständen nicht genug anerkennen. In Action traten meist nur die Forwards- ihr Zusammensptel war sehr elegant und geschickt. Einzelne Durchbruchversuche der Gegner scheiterten regelrecht an den Heef-BackS, sodaß daS Htnterspiel, Bocks und Goalkeeper gar nicht an den Ball kamen, leider, denn gerade hier hatte Gießen, auf eine kräftige Offensive bedacht, seine schwersten Leute stehen. Eine Er­müdung oder Abspannung merkte man unseren jungen Spielern kaum an, sie scheinen also in gutem Training zu stehen. DaS schwere Amt deS Schiedsrichters wurde vom Turnwart des MännerturnvereinS, Herrn Frech, auSgeübt.

* * Der erste Gießener Stemm- und Ring-Clnb errang folgende Preise auf dem gestrigen Athleten-Wettftreit zu Enkheim: Philipp Müller 3. Klasse den 20. Preis. Senior- Stemmen 1. Klasse Jos. Stein den 5. Preis, Seniorringen 1. Klasse Joseph Stein den 4. Preis.

* * Freisinnige BolkSpartei. Die gestern nach demRestau­rant Feidel" etnberufene Vertrauensmänner - Ver­sammlung der freisinnigen Volkspartei für den ersten hessischen RcichStagSwahlkreiS war auch von außerhalb gut besucht. Herr Rechtsanwalt Metz entwickelte die Gründe, welche bestimmend gewesen seien für die Ausstellung der Candidatur Stengel für die bevorstehende ReichStagSwahl und betonte dabei, daß fein College Dr. Gutfleisch nur au» Gründen persönlicher Natur eine Candidatur zum Reichstag für unseren Wahlkreis für dieseS-Mal habe ablehneu müssen. ES sei unrichtig, daß der Vorstand de» freisinnigen Wahl- Vereins mit den Nationalliberalen wegen einer gemeinsamen Candidatur Gutfleisch verhandelt habe, und daß der Vorstand mit befürchte, Gutfleisch würde sich, wenn er gewählt würde, der freisinnigen BolkSpartei nicht anschlteßen. Herr RechtSanwalt Dr. Gutfleisch nahm hierauf daS Wort, um auszuführen, daß eS ihm thatsächlich feine privaten Verhält­nisse nicht gestatten würden, längere Zett in Berlin zu leben, e» fei denn, wenn er seine Advocatur hier ausgebe und nach dorthin verlege. Dieser Vorschlag sei ihm von seinen Partei­freunden auch schon gemacht, aber er hänge an dem ihm

lieb gewordenen Wirkungskreis, au seinen vielfachen vertrau­lichen Beziehungen und an den ihm vertrauensvoll über­tragenen Aemtern und stehe nicht au zu erklären, daß er sogar bereit sei, ein LaudtagSmandat eher zu übernehmen, wenn eS ihm angeboteu würde al» ein Mandat zum Reichs­tag, weil er von Darmstadt aus seine Advocatur immer noch besser besorgen könne, als von Berlin aus. Herr Rechts­anwalt Dr. Gutfleisch kommt dann auf die Capdidatur Stengel und bemerkt vorweg, daß eS ganz außer Zweifel sei, daß der frühere Candidat Dowe ein freisinniger Mann sei, der allerdings kein geschickter Agitator sei und der für den hiesigen mehr ländlichen Wahlkreis nicht passe. Stengel aber sei hier heimisch, er habe bewiesen, daß er eS verstehe, die einzelnen Interessen der Wähler zu beurtheileu und daß er eS durch sein freundliches Wesen besonders gut verstehe, sich die Sympathien der Wähler auf dem Lande zu erobern. Stengel sei aber auch politisch eine tüchtige Kraft, so daß er denselben nur warm empfehlen könne. Herr Bürgermeister H ell er-Lich fragte au, ob man denn zum Reichstags - Cau- dtdatrn außer Dr. Gutfleisch im Wahlkreise nicht eineu anderen tüchtigen Mann habe finden können. Herr Rechts­anwalt Dr. Jung führte dem gegenüber aus, daß Professor Stengel ja so gut wie aus dem hiefigen Wahlkreise sei, er sei oft von Marburg herübergekommen und habe mit be- ratheu, man müsse ihm als tüchtigen, überzeuguugSvolleu Mann nur seine Stimme geben und darum bitte er die Ver­sammlung einstimmig, dessen Candidatur zuzustimwen. Die Abstimmung ergab einstimmige Annahme der Candidatur deS Herrn Prof. Steugel für die kommende ReichStagS­wahl. Zur Landtagöwahl übergehend, erklärt Herr Rechts­anwalt Dr. Gutfleisch auf Befragen, daß er ein Landtags­mandat anzunehmen bereit fei, wenn er gewählt werde, aber htnauSzugeheu und darum zu werben oder dafür zu agitiren, das könne man von ihm nicht verlangen, feine Ansichten seien ja überall bekannt.

* Der Verband der fteifiuuigeu BolkSpartei der Provinz Oberheffe», dessen Vorstand gestern im Hotel Victoria eine Sitzung abhielt, beschloß für daS laufende Geschäftsjahr Herrn Fabrikant Langsdorf au» Friedberg zum Vorsitzenden zu wählen und die diesjährige Generalversammlung im December in Friedberg abzuhalten. Ferner wurde beschlossen, für Butzbach einen eigenen Candtdaten für den Landtag auf­zustellen und in Erwägung gezogen, ob dies in den anderen freien oberhessischen Wahlkreisen ebenfalls geschehen soll. Ferner einigte man sich dahin, den Bürgermeister Joutz von Butzbach, infolge seiner Erklärung in der Vertrauensmänner- Versammlung deS Mitteldeutschen Bauernbundes zu Ostheim, welche dahin ging, er sei mit den Zielen und Prinzipien und dem Vorgehen deS Bauernbundes einverstanden, als nicht mehr zur freisinnigen BolkSpartei gehörig zu betrachten.

* Mitnahme von Hunden in Metzgerlädeu. Das Großh. Polizeiamt Darmstadt erläßt folgende auch anderwärts an­wendbare Bekanntmachung:Nach gemachten Wahrnehmungen gibt daS Mitnehmeu von Hunden in Metzgerlädeu, sowie das Eindringen von Hunden in diese Läden neuerdings öfter zu Unträglichkeiten Anlaß. Die Hundebesitzer ersuchen wir deshalb, dafür Sorge zu tragen, daß weder durch fie, noch durch ihr Dienstpersonal Hunde in Metzgerlädeu mit« genommen werden, und daß die Hunde gehörig eingehalten werden, damit daS durchaus mtßständige und unzulässige Eindringen dieser Thiere in die bezeichneten Räumlichkeiten abgestellt wird. Andernfalls find wir genöthigt, durch Er laß einer Strafbestimmung dem beregten Uebelftande ent- gegenzuwtrken."

Der Vorstand des Vereins zur Beschäftigung Arbeits­loser für daS Großherzogthum Hessen und die Provinz Hessen- Nassau wird Donnerstag den 24. September d. I., Nach­mittags 3 Uhr, im Magistratssaal im Römer zu Frank­furt a. M. zusammentreten, um den Entwurf deS auf der Mitgliederversammlung über daS Betriebsjahr 189596 zu erstattenden Jahresberichts und de» Voranschlag» pro 189697 feftzuftellen. Da der langjährige verdienstvolle Dorfitzende des Vereins, Oberconfistortal-Präfideut Wirkl. Geheimerath Dr. Goldm ann Exc. tu Darmstadt, seines hohen Alters wegen den Vorsitz utederzulegen gewillt ist, wird auch die Wahl eines anderen Vorsitzenden vorzunehmen fein. Der Bericht constatirt, daß die Anzahl der in der Arbeiter-Colonie Neu-Ulrichstein verpflegten Colonisten geringer war, als im Vorjahr, führt dies aber weniger auf den geringeren Um fang der Arbeitslosigkeit, als auf eine Scheu der wandernden Bevölkerung vor der in der Colonte herrschenden Ordnung zurück. _____________

Q Grüuberg, 20. September. In verschiedenen Blättern befindet fich eine derDarwst. Ztg." entnommene Notiz, wonach der seitherige Landtagsabgeordnete für Grünberg, Herr Krelsralh Schoenfeld in Schotten, ein Mandat zum Landtag nicht mehr annehmen will. Es wird bereits als Candidat der Großh. Bürgermeister Feldmann in Lauter genannt. Wir hoffen, daß der Herr Abgeordnete dem Wunsche seiner bisherigen Wähler entspricht und eine Wieder­wahl nicht ablehnt. Von einer Candidatur des Herrn Bürger­meister Feldmann kann wohl ernstlich nicht die Rede sein.

Bad Nauheim, 19. September. Die Gaftwirthschaft und Restauration in dem alten Kurhause, dem jetzigen Hotel Kursaal, wird noch einem AuSschreibkn der Großherzoglichen Badedirectiou vom 1. Januar 1898 au aus weitere sechs Jahre auf dem SubmisfionSwege vergeben. Bis zum SubmisfiorStermine waren nur fünf Offerten ein- gelaufen- der bisherige Pachter, mit dessen Leistungsfähigkeit man vollständig zufrieden sein kann, dürfte wohl den Pacht erneuert bekommen. Darmst. Ztg.

4- Nidda, 19. September. Das dem verstorbenen Johann Albrecht Varrentrapp zu Frankfurt o. M. verliehen gewesene BergwerkSetgenthum der über 20 oberhesfische Ge­markungen durchziehenden Eisenstein Grubenfelder geht nun­mehr für die Summe von 5500 Mk. käuflich an den Kauf­mann Hugo I aut sch au» Dortmund über.

+ Ober-Lai», 19. September. Die vor eine« Jahre iuS Leben gerufene Spar- und Darlehenskasse d,. hier, e. G. m. u. H., welcher 79 Mitglieder am Schluffe deS kürzlich abgelaufenen Rechnungsjahres angehörten, hatte pro 1895/96 einen Gesammtkaffennmsatz von 14,354 ÖL 17 Pfg.

Darmstadt, 17. September. Auf Antrag der Bürger­meisterei hob heute die Stadtverordneten - Versammlung da» Octroi auf Essig und denaturirten Spiritos auf. Eine Anregung deS Stadtverordneten Reinemer, te Interesse der Industrie auch das Octroi auf Steinkohle, abzuschaffen, hat mit Rücksicht auf den allzugroßeo Einnahme- Ausfall keine Aussicht auf Erfolg.

Darmstadt, 18. September. Zur Begrüßung de» Za re,, paare» hat die Bürgermeisterei au Veranstaltungen vor. gesehen: Festliche Ausschmückung der Einzugsstraßen, & grüßung am Rheinthor durch den OEbürgerrneister und btt Stadtverordneten, soaD eine Serenade und Fackelzug, war« sich die hiefigen Gesangvereine und zahlreiche andere Verein betheiligen werden.

Seligenstadt, 18. September. Beim Transporte einer Ladung Früh-vurgunder Mostes von Gau-Algeshei« nach einer unserer Nachbargemeindeo wurde gestern an elnei großen Fasse vom gährenden Moste der Boden au »ge­trieben, wodurch der ganze Inhalt verloren ging. Der Absender, der gleichzeitig auch der Empfänger ist, erleidet dadurch einen Schaden von 300 Mk.

Mainz, 20. September. Von hier wird folgende» köst­liche Mißverständoiß berichtet:Als am Mittwoch Aden! der unter dem Protektorat des Großberzog» stehende Mainzer Liederkranz im Großh. Palais gelegentlich der dort stattgefundenen Hoftafel, zu dem die Spitzen der Behörden Einladung erhalten hatten, mehrere Chöre vor­getragen hatte, drückte der Großherzog einem hervorragende, Mitgliede des Vereins feinen Dank aus und meinte, die stattliche Zahl der Sänger im Auge habend:Sie hab» feit meinem letzten Hierfein zugenommen." Darauf die Antwort des an fein eigenes Ich denkenden Herrn:Ja wohl, Königliche Hoheit, zehn Pfund." Der Großherzog soll recht fein gelächelt haben."

A Mainz, 20. September. Der Großherzog em- pfing gestern Nachmittag nach der Rückkehr vom Manöver­felde den Besuch von der Prinzesfin von Battenberg, mit welcher das Großherzogliche Paar am Abend der vorfielloug im Stadttheater anwohute. Auf besonderes Verlangen de» Großherzogs fand die Aufführung des Lustspiel»Der Herr Senator" statt und wurden in den Zwischenpausen durch da» Orchester Compofitionen de» Großherzogs und der -rin- zesfin Battenberg vorgetragen. Heute Vormittag beiuchte da» Großherzogliche Paar die protestantische Kirche und am Nachmittag fand große Militärtafel statt, zu welcher die Brigade-, Regiment»- und Bataillon» - Commandeure der hessischen Division eingeladen waren. Eine der Großherzog lichen Familie von dem Mainzer Männergeiangverein zugr- dachte Ovation konnte der Kürze der Zeit wegen nicht an­genommen werden, ebenso wie eine zweite von jugendlicher Seite für gestern Abend geplante Fackelovation mit Rücksicht auf den Theaterbesuch der hohen Herrschasten unterblieb.

A Mainz, 20. September, von der hiefigen Polizei wurde letzter Tage eine vielköpfige H ehlerbande entdeckt und sesigenommen, deren Mitglieder hier, in Frankfurt und Gau'Algesheim zerstreut waren. Bei den au verschiedenen Stellen vorgenommenen Haussuchungen wurden mehrere Wagen voll gestohlene Gegenstände verschiedenster Art, wie feine Teppiche, Porzellan, neue Wäsche, ganze Ballen Tuch, Kleiderstoffe und andere» mehr vorgefunden. In Frankfurt find Koffer mit sehr werthvollem Inhalt confikcirt worden. Die beschlagnahmten Gegenstände rühren fast ausnahmslos vou Diebstählen auf holländischen Frachtbooten her und zwar soll der größte Thell der gestohlenen Sachen von Booten stammen, welche den Güterverkehr zwischen hier und Frank­furt vermitteln. Al» Diebe ist eine in dem nahen Weisenau wohnende Schiffersfamilie ermittelt worden. Da» vor drei Wochen infolge einer Carambolage mit einem Dampfer hier unter der Straßenbrücke gesunkene Kohleuschifi der Firma StinneS, da» noch immer im Strome liegt, bietet zu seiner Beseitigung große Schwierigkeiten, indem daffelbe nicht mehr stark genug ist, um ganz gehoben werden zu können. Auf Anordnung von Sachverständigen hin wird da» Schiff nun auf die Art ou0 dem Strome beseitigt, vaß es mittelst Dampfer auseinandergerissen und in Stücken al» Wrack gehoben wird. Von der Ladung de» Schiffe» läßt fich gar nichts mehr retten.

Frankfurt a. M., 19. September. Heute Nachmittag um halb fünf Uhr ereignete sich im Ostbahnhof beim Röder- fpieß ein Zusammenstoß zweier Züge, des Personen- zuges nach Hanau und eines RanglrzugeS. Leider fand da­bei ein (Sonbucteur seinen Tod. Eine Reisende wurde schwer verletzt. Der Materialschaden ist nicht sehr bedeutend.

49. Hauptversammlung de» Gnstav-Adolf-Lerein». Die große Liebesgabe im Betrage von 19 000 Mk. wurde der Gemeinde Steyr in Oberösterreich in namentlicher Abstimmung zugewendet. Die beiden Gemeinden Heddernheim und Kotosch erhielten je circa 7000 Mk. Die nächste JahreSversammlui» wird in Berlin abgehalten.

Segen da» Denanziavteathn« in MajefiLtSdeleidtgin»»- proceffen wendet fich in scharfer Weise die conservativeRh.- Wests. Bürger-Ztg." Sie ist der Anficht, daß nur ein Dwk von höchster Stelle die unheilvolle Thätigkelt de» Anzeiger- thOnS und damit die erschreckend hohe Zahl der MajesiätS- beleidigungSprocesse eindämmen kann, die keioe»weg» geeignet find, die Majestät wirksamer zu schützen, sondern nur De­nunzianten großzieht, die unter der Larve der LoyalttLt au tückische Weise in ihrer Rachsucht harmlose Leute, welche ii Worten und Geberden oft unabsichtlich die Grenzen der dem