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ilt^afar. Diener.

'ich, GcrichtSschreiber i.| 30, Echuhniacher.

I, Kutscher.

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Milchsahrer. ?&&*. d'.Daglöhner. A°lr-nhändler. rL Buchhalter.

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Etraßenlehttr. 7n®r Somtnig. "'Schreiner. atl- Buchhalter, 'und, Buchhalter. [m> Dr. Privatdozen,.

Schreiner.

A. Schuhmacher, m, tzchicmei. H., Zchlvsscr. l'pp, Bahnwärter.

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I, Privatier.

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'rich II., tt'dgMfc!: ann Heinrich, Lagli^i irab, Laglähncr.

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er, Emil, ©nmneififc , ier, Karl, Dr. Pui,- Ferbinand, Sentrr siav, Kausmann.

'ubmig, Dr. Pic^ mich, Bauuntnchm. Johannes, Tezch.n. 'mann, Zugfühin. uig, Cbtrflhcultnrol j. i dm, JNfrflateargt i. P. inrich, Fuhrmann, thasar, Rrngimrister.

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eimich, Taglöhm. vhannes ll, öchl"i'l. iubwig, iubiuig, Taglöhncr. U Schulder. riebnch,SchlM- eorg, Zchnued. >rq, Lag'öhncr. :r,di, Privoieer.

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«t. 223 Erstes Blatt.

TikiMag dcn 22. September

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Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montags.

Die Gießener Zeamikienösaller werden dem Anzeiger nüchenllich dreimal beigelegt.

Weßener Anzeiger

Kmerak-Wnzeiger.

1896

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WiÄÄagH Gießener

Deutscher Reich.

Berlin, 19. Sepnmber. Die Morgrrrblätter melden: am 1. Januar 1897 erfolgt die Erneuerung der inter­nationalen Erdmessungsübereinkunft, wobei an Drelle der deutschen Einzelstaaten daS Reich als Contraheot eie; tritt.

Ausland.

Wien, 19. September. Die Unterhandlungen der Werk- flö 'tenarbeiter der österreichisch ungarischen StaatS-Eisenbahn- Gesellschaft wegen Lohnerhöhung dauern noch fort. Sollte di! Direktion bei ihrem ablehnenden Standpunkt verharren, so ist die Einstellung des gesummten Verkehrs seitens der Ai beiter beschlossen, da auch das VerkrhrSpersonal sich dem Dirike anzuschließen erklärt hat.

Rom, 19. September. In hiesigen politischen Kreisen verlautet, daß dem Sultan, in drffen persönlicher Haltung aD* Mächte ein ernstes Hinderniß sür die Herstellung eines betriedigenden RechtSzuftandeS in der Türkei erblicken, ein lllltimatum überreicht werden soll mit der Aufforderung, dir Vorschläge der Botschafter unverweilt anzunehmen, da sooft die Großmächte die entsprechenden Maßnahmen auS egener Machtvollkommenheit durchführen werden.

Rom, 19. September. DerRoma" zu Folge haben England und Italien sich über eine Simultan-Actton irr Orient geeinigt.

Rom, 19. September. In Folge Beschlusses des gestrigen Ministerraths werden drei Panzerschiffe von Spezia aus über Sreapel nach dem Orient abgehen.

vrüffel, 19. September. Die Congoblätter hatten vor tiiuigen Tagen gemeldet, daß der berühmte Afrika-Forscher Suanley in derTimes" den Congostaat gegen alle gegen bemselben erhobenen Anklagen vertheidigt habe. Nachdem dieser Brief seit drei Tagen erschienen ist, hat noch kein Organ der Congo-Regierung diese vermeintliche Vertheidigung reproducirt. DerSoir" bemerkt, dieses Zögern erkläre sich OU$ folgender englischer Preßftimme,Pall Mall Gazette" sch-reibt nämlich über diesen Bries: Stanley vertheidigt zwar dem Eongostaat, gibt aber zu, daß die belgischen Offiziere diese Greuelthaten nur in einem Augenblick begangen haben Minuten, wo sie nicht recht bei Sinnen waren. Die« sei time schwache Vertheidigung sür einen Staat, welcher beauf­tragt ist, die Wohlthaten der Civilisation nach Afrika zu tcaßen.

Pari», 19. September. Der Ministerrath, unter Vorsitz M Präsidenten der R pubUck, beschäftigte sich heute mit dem bevorstehenden Besuche des russischen KaiserpaareS. V»S endgültige Programm wird erst in der nächsten Woche fifigesetzt werden.

London, 19. September. DaS BlattEcho" constatirt die Thatsache, daß sofort nach der Verhaftung der Verschwörer in Rotterdam, Glasgow und Boulogne sur Mer olle Blätter von einem Sowplott gegen den Haren berichteten, während heute, nachdem die Entdeckungen In Rotterdam und Antwerpen die Existenz dieses ComplottS bewiesen haben, sowohl in England als in Frankreich die Fdee eines ComplottS einstimmig bestritten wird.

London, 19. September. Eine hier eingetroffene Depesche ieS commandtrenden Generals bestätigt die heute früh er» sorgte Einnahme von Kerman am östlichen und El-Hafir am westlichen Nilüfer. Die drei Kanonenboote, welche El- Hafir beschoffen hatten, gingen alSdann nilaufwärts nach Dongola zu. Die Verluste der Derwische sind beträchtlich. O<r General verbleibt jetzt mit einer großen Streitmacht in Kerman. ,, w r

Kopenhagen, 19. September. Der Kaiser von Ruß- iLud empfing gestern den Baron de Caze de la Bove in kludienz, welcher im Namen von 8000 Franzosen, unter fernen sich auch Präsident Faure befindet, Geschenke über­reichte. Dieselben waren ursprünglich sür die VermählungS- 'eiier des Kaisers bestimmt, später sollten sie gelegentlich deS KiönungssesteS überreicht werden. Die Ehrengabe besteht au8 einem Tafelgeräth aus SevreS-Porzellan, darunter find 22 Teller, welche in Handmalerei die Wappen der franzö­sischen Provinzen zeigen; ferner auS 2 Albums mit 70 von hervorragenden französischen Künstlern auSgeführten Aquarellen.

Konstantinopel, 19. September. Bei der Aufhebung der 8 ombenwerkstatt find auch zwei Häupter des armenischen Rnvolutions-Untercomitös sowie einige andere Mitglieder itnseS Comiiös festgenommen worden. Dieselben haben ihre Schuld bereits eingestanden. Die Anzahl der vorgefundenen Lnmben ist beträchtlich.

Neueste NuetzrkLctzteR»

»Siff« telegraphischer Korrespondent-BmeLU.

Berlin, 20. September. Im Bürgersaale des Rath- Hauses fand heute Mittag 11 Uhr die Eröffnung des inter­nationalen CongresseS für Frauenerwerb und Frauenbeftrebungen statt. Ueber 500 Theilnehmerinnen aus den verschiedensten Ländern waren anwesend, besonders stark war Oesterreich, Frankreich, England und Italien bet' treten. Frau Lina Morgenstern Berlin begrüßte die Ver­sammlung, erläuterte daS Entstehen des CongreffeS und be­zeichnete als Zweck desselben, den Kamps sür Frauenrecht und Frauenpflicht auf den rechten Weg zu letten. Frau Stritt Dresden beklagte die unzureichenden Mittel, welche dem Staat für die Erziehung und Fortbildung der weib­lichen Jugend zur Verfügung stehen. Fräulein Mel,k Tiflis gab ein Bild der Frauenbewegung in Armenien. Fräulein Müller Kopenhagen berichtete über die Thätigkeit dcS dänischen Frauenvereins, den dänischen Frauen seien nur die Stellen der Anwälte und Prediger absolut verschloffen. Mrs. Armiston- Chant-Washington brachte die Grüße ihrer Mitschwestern jenseits des OceanS. Fräulein Schirmacher-PariS besprach die Stellung der Frauen in Frankreich. Baronin Grieben- berg Finland wies auf den allgemeinen Eifer aller dortigen Gesellschaflsklaffen für die Frauenfrage hin- sie sei die Der- treterin der Aristokratinnen, Bürgerinnen, Arbeiterinnen und Bäuerinnen. Frau Haygihon-Holland beklagte die Energie- lostgkeit der Frauen. Signortna Dr. Montessori-Rom be­richtete über die Thätigkeit der Associazione feminile in Rom- der Andrang der Frauen zum Studium nehme in Italien stetig zu. Frau Schlefinger-Wien verlas einen Be­richt über den allgemeinen österreichischen Frauenverein. Nach Verlesung einiger Grüße aus Schweden, Portugal und Spanien wurde die Sitzung geschloffen. Morgen Vormittag finden Vorträge über Kindergärten und Jugendhorte statt.

Potsdam, 20. September. Der Kaiser ist heute Abend 9 Uhr 20 Min. nach Rominten abgereist.

Leipzig, 20. September. Der erste deutsche Fort­bildungsschultag wurde heute unter sehr zahlreicher Betheiligung von Nah und Fern durch Director Pache- Leipzig eröffnet. DaS Hauptthema bildete ein Vortrag deS Abgeordneten von Schenckendorsf als Referenten und Schulrath Po lack als Korreferenten über die Nothwendig- kett der allgemeinsten Ausbreitung des Fortbildungsschule wesens in S'.adt und Land aus socialen Gründen, der lang- anhaltenden Beifall hervorrief. Nach langer, in allen wesent­lichen Punkten zustimmender Debatte wurden die nachfolgen­den Beschlüffe, welche den Gedankengang der Referate wieder­geben, einstimmig angenommen:

1) Die wirthschaftliche, politische und sociale Ent- w'ckelung unserer Zeit erfordert einen Ausbau unseres nationalen Erziehungswesens nach der Richtung der Fort- btldungsschulen, die sich organisch an die Volksschule an­zulehnen hat. Die Fortbildungsschule muß daher den ein reiferes Verständniß voraussetzenden, von der Volksschule nicht zu bewältigenden Lehrstoff aufnehmen, der aus der Entwickelung deS öffentlichen Lebens in Reich, Staat, Ge» meinde und Volkswirthschast sich herauSgebtldet hat- sie muß den jungen Menschen beruflich möglichst vorbilden und er« ziehlich auf ihn einwtrken, besonders auch nach der Richtung der Achtung vor Gesetz, Ordnung und Sitte.

2) Die Fortbildungsschule muß in ihrem Endziel eine solche mit verbindlichem Besuche sein. Doch werden alle Bestrebungen, welche das Fortbildungsschulwesen nach der genannten Richtung vorerst auch auf dem freiwilligen Wege fördern, dem Verbände willkommen sein.

3) Der Verband wird aufgefordert, für diese Ideen im Volke zu wirken, das Fortbildungsschulwesen pädagogisch nach den Forderungen der Zeit weiter auszubauen und endlich auch der Frage der Ausbildung von Fortbildungsschullehrern in besonderen Kurien näher zu treten.

Wegen der inzwischen vorgerückten Zeit wurden die weiteren Borträge nach vierstündiger Verhandlung abgesetzt. Der nächste FortbildungSschultag soll 1897 in Cassel statt- finden.

Wien, 20. September. DieWiener Zeitung" ver­öffentlicht die Einberufung des ReichSrathes zum 1. October.

Rom, 20. September. Heute als am Jahrestage der Einnahme Roms legten der Munizipalrath und die Armeedeputation im Pantheon am Grabe Victor Emanuel- Kränze nieder. Sodann wurden an der Bresche der Porta pia verschiedene prachtvolle Kränze niedergelegt. Der Stellvertreter deS Maire- hielt eine Ansprache, die mit einer Huldigung des freien Rom- für die Prinzessin Helene von

Montenegro und den König von Italien schloß. Auf ein Telegramm deS Bürgermeister Stellvertreter- erwiderte der König telegraphisch, er sei erfreut, daß da- Glück seines Sohnes unter dem Schutz der Hauptstadt stehe, die baß Schicksal deS Vaterlandes verkörpere. Er wünsche das Ge­deihen Roms, daS von jenem der Nation und der Dynastie unzertrennlich.

Madrid, 19. September. DerHeraldo" veröffentlicht eine Depesche aus Honkong. Dieselbe besagt, daß die Ausständischen auf den Philippinen alle Städte der Provinz Cavite beherrschen. Klöster und Besitzungen seien geplündert worden- sechs Mönche seien getödtet, sechs ver­wundet. Das Schicksal von etwa dreißig Mönchen sei unbekannt.

London, 20. September. Da- Reutersche Bureau meldet au- Kerman: Die egyptischen Kanonenboote find in Don- gola angekommen und besetzten das Kaffengebäude und die Kornkammern. Die Eingeborenen sagen auS, daß der Gou­verneur von Dongola, BiShara, der den Ruf eines tüchtigen Soldaten hat, gestern schwer verwundet worden ist. Der Feind, welcher El Hafir kämpfend geräumt hatte, trat feinen Rückzug in der Richtung nach Dongola an.

Kopenhagen, 20. September. Ritzau- Büreau meldet: Der hiefige Geldwechsler Schneider, in Firma A. Heiden- heim & Cie., wurde wegen Wechselfälschung und UnterschleisS ihm anvertrauter Gelder heute verhaftet. Die in Betracht kommende Geldsumme beläuft sich auf etwa 200,000 Kronen.

Konstantinopel, 20. September. Wie die türkischen Blätter berichten, hätten 130,000 Armenier der hiesigen 32 Kirchenbezirke dem Großvezier eine Adresse über­reicht, in welcher sie ihrer treuen Ergebenheit für die Regie­rung uub den Dank für die unzähligen Gnadendeweise sowie für die Gerechtigkeit des Sultans Ausdruck geben.

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Frankfurt a. M., 20. September. Gewissermaßen als Einleitung zu der morgen beginnenden 68. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte fand heute Vormittag 11 Uhr die Grundsteinlegung des Denkmals für Samuel Thoma- von Sömmerring vor dem Eschen­heimer Thor statt. Da- Denkmal-Comitv hat sich vor 30 Jahren constituirt und die Mittel in Höhe von 20000 Mk. nunmehr beisammen. Das in Bronce auszuführende Monu­ment, welches im nächsten Frühjahr eingeweiht werden soll, wurde vom Bildhauer Heinrich Petry-Frankfurt a. M. im Geiste eines auS dem Anfang der 60er Jahre stammenden Entwurfs deS Bildhauers von der Launitz geschaffen. Die Feier wurde durch GesangSvorträge deSFrankfurter Lieder- kränz" eröffnet und geschlossen. Dr. med. de Bary gab einen Rückblick auf die Entstehung des Denkmals und würdigte die Verdienste des Forschers und Gelehrten. Dr. Laquer verlas den Wortlaut der in den Grundstein versenkten Urkunde. Unter kurzen Ansprachen vollzogen die üblichen Hammerschläge Dr. de Bary, Oberbürgermeister AdickeS, Stadtverordneten- Vorsteher Humser-Franksurt a. M., Geheimer Rath Professor Dr. von Ziemßen-München, Geheimer Sanitätsrath Professor Moritz Schmidt-Metzler-Franksurt a. M., Professor König- Frankfurt a. M., Gehelmrath Professor Dr. Virchow, sowie zwei Mitglieder der Familie Sömmerring.

Hamburg, 20. September. Laut einer Meldung deS Hamb. Corresp." wird der Reichskanzler Fürst Hohenlohe etwa 14 Tage im Salzkammergut und Süddeutschland ver­weilen.

Oldenburg, 20. September. Die Regierung hat die englischen Agitatoren Tom Mann und Genossen, welche die seemännischen Arbeiter aufwiegeln wollten, ausgewiesen und die in Nordenham geplante Versammlung verboten.

Pari-, 20. September. Die Sicherheitspolizei hat für die Reife des Zaren die strengsten Maßregeln ge­troffen. Auf der Strecke Cherbourg Paris und Paris ChalonS werden in gewisser Entfernung Polizei-Agenten aufgestellt, die miteinander in Verbindung bleiben.

Paris, 20. September. Der Zusammentritt ber Rammet wird am 27. October erfolgen.

Konstantinopel, 20. September. Wegen der Entdeckung einer Verschwärung gegen den Sultan wurden viele hoch- gestellte Persönlichkeiten verhaftet.

Berlin, 21.September. Da- Allgemeine deutsche Sportfest begann gestern Vormittag mit der großen Segel­regatta auf dem Müggelsee. In Vertretung des Kaisers, welcher für ein ihm gestern gesandtes Huldigungstelegramm telegraphisch seinen Dank übermitteln ließ, war der Chef deS Marlnecabinets, Contreadmiral v. Senden-Bibran, er-