nicht. Erst der Verlauf der gerichtlichen Verhandlung gegen das „Bert. Tagebl." könnte Anlaß dazu geben, daß amt« licherseitS nähere Aufklärung von Herrn v. Stetten verlangt werde.
Berlin, 20. August. Die kürzlich verbreitete Nachricht, daß Theodor v. Wächter in die Anstalt de» Pastor» v. Bodelschwingh in Bielefeld al» Pfleger eingetreteu sei, ist der „Post" zufolge unzutreffend, v. Wächter habe sich mit seinen Verwandten wieder auSgesöhnt und befinde sich al» ReconvaleScent bei seinem Vater in Stuttgart. Nach seiner Wiederherstellung werde er eine Redacteurstelle in dem Blatt de» Pastor» Naumaun übernehmen.
Berlin, 20. August. Im nichtamtlichen Theile de» „Reichsanzeigers" wird ein längere» Expose über die Gründe de» Rücktritts de» bisherigen KriegSmtnisterS Bro ns art v. Schellendorf veröffentlicht. Darnach ist General v. Bronsart lediglich wegen seines angegriffenen GesuudheitS» zustandes aus seinem Amte auSgeschteden. Aus diesem Grunde habe er bereits gegen Ende dieses Frühjahres um seine Entlassung nachgesucht. Um den Minister möglichst seinem Amte zu erhalten, sei ihm ein Urlaub bis Ende August dieses JahreS ertheilt worden. Bor Ablauf desselben habe nun Herr v. Bronsart sein Entlassungsgesuch erneuert unter der Begründung, daß sich fein Gesundheitszustand in der Zwischenzeit nicht so gekräftigt habe, um die Functionen der arbeitsreichen und verantwortungsvollen Stellung als Kriegsminister wieder übernehmen zu können. Infolge dessen fei dem Gesuch entsprochen worden. Der „Reichsanzeiger" hält eS daher für ein eitles Bemühen, nach verborgenen Motiven zu suchen. Völlig verkehrt aber sei eS, den eigentlichen Grund des Rücktritts des Generals v. Bronsart in einem Gegensatz zwischen dem Krtegsminister und dem Chef deS Mtlitär«CabinetS erblicken zu wollen. Der Chef des Militär-CabiuetS komme gar nicht in die Lage, einen Einfluß auf die Allerhöchsten Entschließungen in denjenigen militärischen Angelegenheiten auSzuüben, welche zum Ressort des KriegSminifterS gehören, wie denn auch Letzterer selbst regelmäßig Vortrag bei dem Kaiser hat, am allerwenigsten aber wird dem Chef deS Militär- Cabinets ein Einfluß in politischen Dingen gewährt.
Weißenfels, 20. August. In Eisenberg wurde gestern früh oem hiesigen Nachrichten-Blatt zufolge der Rentier Eduard Reit sch von seiner Tochter, der Wittwe Emilie Wilke, mit einem Beile erschlagen. Die Mörderin ist anscheinend geistesgestört und war bereits früher einmal in einer Irrenanstalt.
Bafel, 20. August. In dem Dorfe ConterS find gestern 10 Wohnhäuser, die Kirche und viele Stallgebäude uiedergebrannt. 80 Personen find obdachlos.
Kufstein, 20. August. Die Leiche des vom Predigerstuhl abgeftürzren Münchener Buchhalters Funk ist nach drei- tägig-r harter Arbeit geborgen und hierher gebracht worden.
Ischl, 20. August. Graf GoluchowSkh ist hier etn- getroffen, um dem Kaiser für die Verleihung deS Ordens vom goldenen Vließ zu danken und Bericht in der kretenfischen Frage zu erstatten.
Graz, 20. August. In der Leobeuer Garnison ist die egyptische Augenkrankheit auSgebrochen.
Triest, 20. August. Infolge politischer Umtriebe fanden hier drei weitere Verhaftungen statt.
Rom, 20. August. Die Hochzeit deS Kronprinzen von Italien soll im November in Monza ftattfinden. Der Erzbischof von Turin wird die kirchliche Trauung vornehmen. Hierauf begibt fich da» junge Paar nach Rom, wo große Festlichkeiten veranstaltet werden. Außer den Famtlien- Angehörigen der Braut werden auch die Königsfamilie von Portugal, Kaiser Wilhelm, der Prinz von Wales und ein rusfischer Großfürst der Trauung beiwohnen. In mehreren Städten ist eine Subscriptiou eröffnet worden, um für die Braut reiche Geschenke anzukaufeu. Der Kammer wird der Antrag vorgelegt werden, dem Kronprinzen, welcher bisher nur von Seiten des Königs 500000 Lire bezieht, eine Apanage in derselben Höhe zu bewilligen.
Rom, 20. August. Anfang September geht eine Ab- theilung technischer Truppen nach Mas sau ah. Auf Wunsch der Regierung wird General Baldissera schon vorher nach Afrika zurückkehren. Er wird die Statthalterschaft definitiv übernehmen und die Befestigung der Mareb«Linie bald in Angriff nehmen.
Paris, 20. August. Der Redacteur des Anarchtsten- blatteS „Ltbertaire", Namen» Guyard, der am Jahrestage der Hinrichtung CasertoS dessen That verherrlichte, ist verhaftet worden. Wettere Verhaftungen stehen bevor.
Paris, 20. August. ES verlautet, daß die Expedition der an Bord deS holländischen Dampfers Doelwhk beschlagnahmten Waffen und Munition durch eine Pariser Firma auSgeführt wurde, welche den Doelwhk in Rotterdam gemiethet hatte, um ihn mit der Ladung nach Djtbont zu führen. Die Italiener hätten demnach kein Recht gehabt, ein Schiff, welches sich nicht in italienischen Gewässern befand, zu beschlagnahmen. Die Waffen stammten auS Lüttich und waren nach Rotterdam geschafft worden.
Stockholm, 20. August. Der Zeitung „DagenS Nyheter" zufolge ist Nansens Schiff „Fram" heute Vormittag glücklich in Skjervoe zwischen Hammerfest und Tromsoe an- gekommen.
Lhristiauia, 20. August. Nansen ist nach dem „Fram" abgereist.
Altona, 21. August. Bei Brunsbüttel sind abermals drei große Bauernhöfe durch Feuersbrünste eiugeäschert worden. Unzweifelhaft liegt Brandstiftung vor. Auf die Ergreifung der Thäter ist eine hohe Belohnung ausgesetzt.
Dresden, 21. August. Der deutsche Apothekertag wählte gestern Fro e lt g - Berlin zum Vorsitzenden de» deutschen Apothekervereins. Zum nächsten Versammlungsort wurde Straßburg bestimmt.
Wien, 21. August. Wegen der immer stärker werdenden Spaltung der Wiener Gesellschaft dürfte da» die»-
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tionen statt.
Pola, 21. August. Am Vorabend deS Geburtstages de» österreichischen Kaiser» wurde auf dem Fenster einer hiesigen Kaserne eine P et ar d e mit brennender Luute gefunden. Ein Unteroffizier machte sie unschädlich.
Rom, 21. August. Der Krieg»miuister fragte bet dem General Hrusch an, ob er bereit wäre, al» Bevollmächtigter zu Meuelik zu gehen, um über die Friedensbedingungen und die Auslieferung der Gefangenen zu unterhandeln. Heusch erbat sich Bedenkzeit.
Tromfoe, 21. August. Die „Fram" lief gestern Abend hier ein. An Bord befanden fich außer Capitän Svendrup ferner noch Jacobsen, Dr. Blesfing, Bentzon, Skott, Hansen, Henriksen und Andere. Sie wurden mit brausendem Jubel und Böllerschüssen empfangen.
Belgrad, 21. August. Der König tritt am 15. October eine Rundreise au. In Bukarest werden vier, in Wien drei und in Cettivje fünf Tage Aufenthalt genommen. Am 1. November wird der König in Rom eintreffen, von wo die Rückreise nach Belgrad erfolgt.
§ Gedern, 17. August. Einem hiesigen Bäckermeister, welcher sich auf dem Heimweg von Burkhards befand, kam an einer abfallenden Stelle der Straße der Wagen in» Rollen- das Pferd galoppirte weiter, bis schließlich die Räder abfielen. Die auf bim Wagen befindlichen neun Personen kamen mit Hautabschürfungen davon. Der Unfall geschah dadurch, daß der Wagen ohne Bremsvorrichtung war.
Butzbach, 18. August. In der gestrigen Stadtvorftands- fitzung wurde beschlossen, daß zu Ehren der seither hier garnisonirenden EScadron Dragoner, die am 22. August d. I. die hiesige Stadt verläßt, um an den Manöveru Theil zu nehmen, und nach denselben ihren neuen GarnisonSort Darmstadt bezieht, am 20. d. MtS., Abends, aus städtischen Mitteln ein Abschiedsessen im Gasthau» „Zum goldenen
♦ Köln, 20. August. Der Verputzer Thomas, in am 31. März seine Frau ermordete, wurde heute Mor;,- 6 Uhr durch da» Fallbeil hingerichtet.
* Hannover, 16. August. Eine tragikomische Sen spielte fich heute Mittag auf dem hiesigen Bahnhofe * Die Ehefrau eines Kölner Schneidermeister» war ihn, Ehegatten mit dem ganzen Vermögen durchgebrannt. 6t hatte den Personenzug benutzt, der betrogene Gemahl atzv bestieg den D-Zug und konnte dadurch die AuSreißeriv « dem hiesigen Bahnhofe in Empfang nehmen. Die Ba^
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Gießen, den 21. August.
• • Schuldienst-Nachrichten. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministerums deS Innern vom 14.August find die LehramtSaccessisten Karl Krauß in Dieburg, Wilhelm PeterS aus Nieder-Erlenbach, Karl Busch in WormS, Ludwig Kreisel in Rimbach i. O., Franz HilSboS in Mainz, Wilhelm Kalbfleisch in Gießen, Paul Helmke in Darmstadt, Moritz Repp in Wöllstein und Friedrich Müller in Mainz zu Lehramtsassessoren ernannt worden.
* * 500 Mark Belohnung. Die auf die Ermittelung deS Diebes deS Geldbriefbeutels von Straßburg (Els.) 2 nach Frankfurt (Main) 1 und auf Herbetschaffuug deS entwendeten Gutes ausgesetzte Belohnung ist von der Postbehörde auf 500 Mark erhöht worden.
• * * Aeudernngeu im Eisenbahnwesen. In Folge der Verstaatlichung der Hessischen Ludwigsbahn erhält Limburg vom 1. Januar k. I. ab eine zweite Betriebsinspectton, der die Westerwaldbahnen unterstellt werden. Die bisherige In- spection soll die Strecken von Limburg nach Wetzlar, Niedernhausen, Schwalbach und Laurenburg umfassen. Gleichzeitig wird eine Aenderung der DirectionSbezirke eintreten. Die Strecke Niederlahnstein—Troisdorf wird von der Direction Frankfurt an Köln und die Strecke Siegburg—Derschlag an Elberfeld übergehen. Die Jnspection Wetzlar wird nach Gießen verlegt. Der Güterverkehr von und nach dem Westerwald, nach Frankfurt und Wiesbaden und darüber hinaus wird, um eine Beschleunigung zu erzielen, nicht mehr über Schwalbach, sondern über Niedernhausen geleitet werden.
*’ Promenade Concert. Bei günstiger Witterung findet SamStag Mittag 12 Uhr das letzte der beliebten Prome- nade-Concerte unserer RegimentSmusik vor Beginn der Manöver statt, worauf wir besonders aufmerksam machen. Zur Ausführung gelangt folgendes Programm: 1. Jubelfeier-Festmarsch (Lachner). 2. Ouvertüre z. Op. Electra (Hertel). 3. Frühlingskinder, Walzer (Waldteufel). 4. Divertissement a. d. Op. Lohengrin (Wagner-Wieprecht).
** Unfall. Ein schon bejahrter Bauersmann aus Wiese ck hatte gestern Abend in einer hiesigen Brauerei mit seinem mit zwei Kühen bespannten Wagen Treber geholt. Beim Nachhauseiahren setzte fich der Mann auf den Wagen auf ein Brett. Ohne eS zu merken, war das Brett ins Rutschen gekommen und stürzte der Mann in der Wallthorstraße vom Wagen herunter vor die Räder. Ein Vorübergehender sprang gleich hinzu, hielt die Kühe an und verhinderte, daß der Mann überfahren wurde- allein schon durch den Fall hatte fich derselbe eine nicht unbedeutende Verletzung an der Stirn zugezogen. Ein deS Weges kommender Arzt legte dem Ber« letzten, den man in einen Geschäftsladen gebracht hatte, einen Nothverband an.
*♦ In Amerika verstorbene Heffeu. Trenton, N.«J., M. Reeg, 39 Jahre alt, aus Mainz. — Brooklyn, N.-y., Elisabeth Zindel, geb. Schmalz, au« Dalheim. — New- Uork, Margarethe HaaS, geb. Demmar, 46 Jahre alt, aus Sprendlingen. — Newark, N.-J., Theresia A. Röhrich, geb. Karb, aus Gau-AlgeSheim.
•• Früchte find die beste Medicia. ES ist erstaunlich, einen wie großen Arzneischatz die reifen Früchte bergen und die häufig gemachte Beobachtung der guten Wirkung hat wohl zu der landläufigen Redensart geführt, daß das Obst sehr gesund sei. Die Weintrauben, und besonders die blauen Trauben, sind ungemein nahrhaft und sehr blutreinigend. Ihnen folgen im medicinischen Werthe die Pfirsiche, die jedoch nicht überreif sein dürfen und früh Morgens, ganz nüchtern genossen, am gesundesten find. Eine täglich Morgen« nüchtern gegessene Apfelsine ist ein vorzügliches Mittel gegen schlechte Verdauung und kurirt bet längerer Kur gründlich.
t" veranstaltet werden soll. Am 20. d. MtS. im Gasthaus „Zum hesfischeu Hof" au6 gleichem Anlaß gemeinschaftliches AbschiedSeffeu der Offiziere und Bürger, schäft statt. 90 Herren find zur Theilnahme am Essen 88, gemeldet. Seit September 1818, in welchem Monat 300 Mao,' hier einrückten, besteht die hiefige Cavalleriegaruison, die erwähnt, nunmehr in eine Jusanteriegaruison umgetBanht wird. Darmst. Zrg.
Klein-Steinheim, 17. August. Unweit hiesiger Stari», ließ fich heute Nachmittag ein etwa 26 jähriger Mann Bei
einem Bahnzug überfahren und war sofort todt. selbe wurde später als ein gewisser Cigarrenmacher Liode,. feld au» Klein-Krotzenburg erkannt. Er sollte gestern einem Mädchen aus Klein-Auheim den LebenSbuud schliß zog indessen aus unbekannten Gründen den Tod der Ehr Eine größere Summe Geldes warf der Selbstmörder in den Mainstrom.
Worms, 19. August. Da« Schöffengericht har^^ einigen Tagen mit der hochwichtigen Frage bes^,. ob das liebliche Wort „Saudeiwel" eine Beleidigung in einem speciellen Falle dies verneint. Ein Auctiovatn- WormS hatte nämlich den Hof seines Vermiethers, ey Bäckermeisters, verunreinigt, weßhalb ihn die Gattin > VermietherS mit obigem Titel belegte. Der Herr nator fühlte fich schwer gekränkt und verklagte die ungemr' Dame wegen Beleidigung. Das Schöffengericht c rinnet aber auf Freisprechung mit der Motivirung, daß die Km in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt habe.
Polizei intervenirte zu beiderseitiger Zufriedenheit. ,16* erhielt sein Geld wieder und dampfte damit nach Köln p rück, während „Sie" in anderer Richtung weiterfuhr.
• Wo ißt man in Deutschland das meiste Pferdefleift Nach einer eben erschienenen Statistik lautet die Antwort Ju Berlin. Die drei Mal so große Reichshauptstal zeigt gegenüber Hamburg einen fast achtfachen Consum u Pferdefleisch- denn während in der Handelsstadt an der Elk im vorigen Jahre nur 951 Pferde geschlachtet wurden, kam: auf Berlin im selben Zeitraum nicht weniger als 7620. Auch Breslau mit 2884 Pferden war Hamburg bedeuten» überlegen. Auch daS vier Mal kleinere, mit Hamburg örtlich verbundene Altona brachte es neben Leipzig, München, Köln. Dresden, Magdeburg und Hannover auf mehr alS taufens geschlachtete Pferde Im Jahr. Zu den Abnehmern ber Wofr schlächtereien gehören allerdings neben den Menschen aut noch die Zoologischen Gärten und Menagerien.
* Frisch vom Eis. Im Januar ließ der Oeconom tlntl bekannten Etablissements am Moritzplatz in Berlin 50 Hase» in einem EtSschuppen aufhängen, um den Versuch zu machen die Thiere bis zur Eröffnung der nächsten Jagd (8ni! August) zu erhalten. Der Versuch ist auf das Beste f lungen. Die Hasen, welche im Fell verblieben waren, hak volle 8 Monate bei einer Temperatur von 3—6 Grn Reaumur unter Null gehangen und find jetzt dem Rüd)in*i J übergeben worden. Die Thiere waren durchweg blutfrisch N und das Fleisch von vorzüglicher Beschaffenheit gebliebe».
* Marienburg (Ostpr.), 17. August. Eine eigen* artige Bekanntmachung erläßt die bffiartentargtr Polizei-Verwaltung. In der „Wartenb. Ztg." liest man „Diejenigen Personen auS dem Stadt« und Lanbbrziri, welche von hiesigen Schankwirthen für Trinkschulden tr geklagt werden sollten, werden aufgefordert, die bezüglich Rechnungen oder Schuldscheine und Wechsel uns vorzulrgv damit gegen die betreffenden Schankwirthe die Concessiek entziehungSklage angestrengt werden kann. Wartenburg, 11. August 1896. Die Polizei-Verwaltung."
* Leipzig. 18. August. Allseitiges Mitgefühl erregt he Verzweifel ungSthat eines 21jährigen Äaufmannd, welcher seinem Leben durch Ertrinken ein Ende machte. Es seiner Rückkunft von der Reise hatte der Chef einer hiesigk» Firma die Nachricht erhalten, daß seine Angestellten wählvr seiner Abwesenheit Frauenbesuche im Geschäftslocale empsaog«» I und Gelage veranstaltet hatten. Auf die ihnen gemacht ! Vorwürfe hin verließen zwei der Angestellten sofort das schäft freiwillig, der dritte junge Mann, der fich nachweislit an den Vorkommnissen nicht berheiligt hatte, befürchtete tir Kündigung seiner Stellung, obwohl ihn nur der vorwan traf, daß er ohne Widerspruch diese Empfänge geduldet habe, und in der Sorge um sein weitere» Fortkommen, suchte uel fand er den Tod in der Pleisse.
* Au» Thüringen, 19. August. Auf gräßliche Grrks kam der Kaufmann Lange in Fladungen a. d. Röhn um daS Leben. Er wollte einem Bienenvolk Honig nehmen, der Korb fiel auf den Boden, worauf die Bienen derart tcr Lange stachen, daß er auf der Stelle tobt blieb. Zwei Hilfen entkamen mit knapper Noth.
• Vom badischen Unterland, 16. August, schreibt ett „Bad. Landesbote" : „Gegen die jetzige Art der Submission werden in Handwerkskreisen schwere Klagen laut, weil die Arbeiten meist an die Mindestfordernden vergeben werde». Aber die Handwerker tragen selbst einen guten Theil bet Schuld, denn die Unterbietungen gehen oft ins Fabelbaste. Ein Privatier in W., der fich eine Villa erbauen ließ, derw Kosten auf 40 000 Mk. veranschlagt waren, sparte dur Submission 12 000 Mk.- eine fürstliche Verwaltung, * Reparaturarbeiten an ihren Höfen ausschrieb, erhieU
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