die Meister die Neufordemugeu nicht unterschreibe«, son heute an nicht mehr gearbeitet werden.
Coburg, 20. April. Die Ber mählang des Prinzen Hohenlohe - Langenburg mit der Prinzessin Alexandra fand heute Vormittag im Beisein deS Kaiser- paare» und zahlreicher fürstlicher Gäste statt. Da» junge Paar reiste Nachmittag» nach Langenburg ab.
Karlsruhe, 20. April. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer bei Landtagei erklärte der Regie« rungsvertreter auf eine Anfrage bezüglich deS Mädchen» Gymnasiums, es würden zur Zeit zwischen den deutschen Bundesregierungen Verhandlungen gepflogen wegen Zulassung der weiblichen Abiturienten zum Studium der Philosophie und Medicin. Der Regierungsvertreter glaubt, daß tu dieser Hinsicht eine Verständigung erzielt werde.
Wie», 20. April. In den letzten Tagen fanden tu Laibach, wie von dorther gemeldet wird, sehr starke Erdbeben statt. Die dorttge Bevölkerung ist tu großer Aufregung.
WB. Paris, 21. April. Leon Satz ist heute früh gestorben.
CoceU» unb provinzieller.
Siehe«, 21. April 1896.
•• Sitzung der Großh. Handelskammer vom 17. April 1896. Anwesend die Herren: Koch, Heichelheim, Homberger, Katz, Kltngspor, Worrmann. Es ist eine Eingabe an den Herrn Reichskanzler gerichtet worden, betreffend baß Eonsum- Vereinswesen, in ber als drtngenbeS Erforderniß bezeichnet wirb, alle autoritativen Bevorzugungen bieser Vereine aufzuheben, insbesondere weder in Staats- noch in Communal- gebauten ihnen Räume unter dem Mtethwerth, oder gar unentgeltlich zu überlassen- solchen Beamten, welche auß dienstlicher Kenntntß über Bezugsquellen und Absatzgebiete orientirt find, die Thetlnahme an der Verwaltung nicht zu gestatten- alle Steuerfreiheiten aufzuheben. — Gegen die B eschränkuu gen beß Detailreiseuß burch bie Reichßtagßbeschlüffe zur zweiten Lesung ber Gewerbeorbnungß- novelle wendet sich die Kammer in einer an den Reichstag gerichteten Petition. Die Petitionen ber Handelskammern Frankfurt a. M. unb Erfurt, sowie bes Vorsteheramts der Kaufmannschaft in Königsberg, welche um Ablehnung beß Gesetzentwurfß über den Verkehr mit Handelsdünger, Kraft- futtermitteln und Saatgut erstreben, sind burch eine motiotrte Eingabe unterstützt worden. — Der Kaufmännische Verein wirb um Vorlage ber Baupläne zu dem VereinßhauS ersucht, mit Rücksicht darauf, daß die Kammer dem Vereinßvorstand in Aussicht gestellt hat, eventl. demnächst ihre Geschäftsräume in baß VereinShauß zu verlegen. — Interessenten können die Bestimmungen über daß bei Lieferung für den Königl. rumänischen Staat einzuhaltende Verfahren einsehen. -» Ferner liegt ein Bericht über die Aussichten beß Deutschen Textil- unb Coufectionß-Exporte! nach Schweden, insbesondere mit Berüfichtigung der burch bie inländische Probuctionß- entwickelnng erwachsende Concurrenz, und desgleichen für die Exporteure nach Rußland speciell Moskau ein beachtenßwertheS Expofö, das sich insbesondere über die beste Art der Anknüpfung von Geschäftsverbindungen verbreitet, zur Kenutnißnahme offen. — In Husum ist eine von Flenßburg ressortirende Reichsbanknebenstelle errichtet worden.
*• Städtisches Arbeitsamt. Gestern Nachmittag 3 Uhr versammelten sich auf Einladung ihre» Vorsitzenden, Herrn Oberbürgermeister Gnauth, bie Beisitzer beß Gewerbe- gerichtß im Sitzungssaale der Stadtverordneten zur Abgabe eines Gutachtens über die Errichtung eines städtischen Arbeitsamtes bezw. städtischenArbeitSnachweiseS. Nach einem ausführlichen Referate beß Vorsitzenden wurde daß Bedürfniß für Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises einstimmig anerkannt. Die Vermittelung von Arbeitß- gelegenheit soll sich mit Ausnahme der Handelßangestellten auf Arbeiter aller Art, Dienstboten und Lehrlinge erstrecken. Als grundlegend wird anerkannt, daß die Vermittelung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer kostenlos zu erfolgen hat. Eine von der Stadtverordneten-Versammlung gemäß der Städteordnung zu wählende Deputation beß Arbeitsamtes unb ein Secretär beß letzteren haben bie laufenben Geschäfte zu erledigen. Ueber die THLttgkeil beß Arbeitlnachweiseß bei Arbeitßeinstelluugen und Arbeiteraussperrung entspinut sich eine längere Debatte. Ein Beschluß wirb hierüber nicht gefaßt unb schließlich eine Commission von sechs Mitglieberu (je brei Arbeitgeber und brei Arbeitnehmer) gewählt, bic den Vorsitzenden für bie auSzuarbritenbe Vorlage an bie Stadtverordneten Versammlung zur Mitwirkung heranziehen wird. Nachbem noch auß ber Mitte ber Beisitzer auf einen Widerspruch beß Gutachtenß ber hiesigen Hanbelßkammer unb deS Kaufmännischen Vereins aufmerksam gemacht, wirb bie Versammlung vom Vorsitzenden mit dem Wunsche geschloffen, daß bie heutige Aussprache bazu beitragen möge, biese Sache wesentlich zu förbern unb ber Einführung näher zu rücken.
*• Deutscher und Oesterretchischer Alpen-Verein. Wohl Mancher, ber bie Anzeige ber VogelSbergtonr im letzten FreitagSblatt laß, mochte in bieten wässrigen Zeitläuften klug unb mitleidig über daß verfehlte Unternehmen bie Achsel zucken. Dennoch hatte sich fast ein Viertelhunbert B-reinSmitglieder zum Frühzug nach Nibda und Schotten eingefunden, um den Scherzen beß Aprilwetterß Trotz zu bieten. Sanft und gleichmäßig rieselnder Regen ließ doch erkennen, daß in dem lieblichen Vogelldergthal baß Buchen- grün schon Heller schimmerte, alß bei unß. Kaum hatte man sich in Schotten der bewährten Führung eineß alten Bereinß- mftgltebeß anvertraut, und die Höhe beß Alteburgkopfeß erklommen, alß die Sonne daß Gewölk durchbrach, unb ber Touristenschaa/ leuchtete, biß sie, auß dem herrlichen Tannenwald tretend, der spitzen Pyramide beß Bilstein! ansichtig
wurde. 3« Busenbsrn du« kurzer Aufenthalt, dann ging eß den ft eilen Hang beß Bergeß hinan, dessen krönendes GipfelgebLnde von den einen, Jochkratzern ihres Zeichen», durch bequeme Umgehung, von den anderen in der „uner» steiglichen" Front mit allen Mitteln alpinistischer Technik erreicht wurde. Eben hatte man sich auf den Grat geschwungen, alß ein arger Schneesturm zur Flucht in die ^Darmstädter Hütte" nöthigte, wo bie sparsamste Raum- außnützung ein fröhliche» Frühstück in Trockenen gestattete, und wieder einmal bewies, wie viel geduldige Touristen in eine kleine Hütte gehen. Als sich der Hunger und der Schneefturm gelegt hatte, verließ man, wohlgowerkt, ohne Frühstückspapiere liegen zu lassen, baß schützende Dach, und wanderte, nun wieder im lieben Sonnenschein, dem breiten Buckel beß Hoherodßkopsß zu. Nach einem Schneeballkampf setzte man sich in den Besitz der wohldurchwärmten behaglichen Räume de» stattlichen Clubhauseß, dessen neuer Anbau jetzt wohl allen Anforderungen auch hinsichtlich der Ueber- nachtung genügt. Wieder setzte Schneegestöber ein, und gab den Vorwand, biß nach 2 Uhr bei höchst merkwürdigen musikalischen und anderen Genüssen zu weilen. Schon auf dem Taufstein war der Himmel wieder so klar geworden, daß sich den wenigen Ersteigern beß schlüpfrigen Gerüstes selbst bie Rhönberge, ollen voran bie Milseburg, in ihren characteristischen Formen entschleierten. Nun vertraute man sich fröhlichen Sinne» der Markierung an, die denn auch, da cS zufällig die falsche war, einigermaßen in die Irre führte. So wurde der Geiselstein erreicht, wo die Fülle prächtiger Schneeglöckchen erfreute. Bon Schneetreiben, bald wieder von Sonnenschein, wieder von Schnee, schließlich von Regen begleitet zog man nach Ulrichstein, wo ein einfaches Mahl schon eine Stunde der Hungrigen harrte und in seiner vortrefflichen Beschaffenheit jede Erwartung weit hinter sich ließ. Eine fröhliche Leiterwagenfahrt schloß sich daran. So waren denn die tückischen Launen eines Apriltageß von vollendeter Characterlosigkeit an dem Humor unserer Bergfahrer zu Schanden geworden.
** Radfahrerversammluug. Arn Sonntag Vormittag lO1^ Uhr tagten im Hotel Schütz hierselbft die Vertreter des Nordbezirks de» Gaues 9 deS Deutschen Radfahrer- Bun des. Zahlreich waren die Vertreter der verschiedenen Vereine erschienen und dauerten die Verhandlungen bi» 2*/z Uhr. Nachmittags 5 Uhr fand im Hotel-Restaurant Einhorn ein recht gemüthlicher Bier-CommerS statt, zu dem sich die Mitglieder unserer Vereine eingefunden hatten. — Am 3. Mai findet inButzbach da» Gau-Radfahrerfest de» 9. Gaue» de» Deutschen Radfahrer - Bunde» statt. Anfang Juli ist in Dillenburg ein Mannschaftsrennen geplant, an dem sich unsere Gießener Radfahrer stark betheiligen werden. Der Herbstbezirkstag wird in diesem Jahr in Gießen abgehalten und werden voraussichtlich ,Die Wanderer" Gießener Radfahrer-Gesellschast, die Festgeber sein.
' •• Befitzwechsel. DaS Hau! SelterSweg 21 , den Schultheiß'schen Erben gehörig, ging heute für den Preis von 21,000 Mk. in den Besitz de» Rentiers Senner über. Hierdurch wird wieder einmal der ungesunde Zustand beseitigt, der dort bestand, daß ein Hau» zwei Eigentümer befaß. Da» Senner'sche HauS, welche» die Nr. 19, SelterSweg, trägt, ist ebenso wie da» verkaufte Besitzthum nur je ein halbe» Hau», beide sind nunmehr in die Hand eine» Eigentümers bereinigt. — Ferner verkaufte Herr Sorg er seine Wirthschaft „Zur Schönen Aussicht" mit allem Inventar nebst Thierpark für 55,000 Mk. an einen Frankfurter Wirth. DieUebernahme soll am 1. Mai erfolgen.
*• Das Sommersemester ber Großherzoglicheu Technischen Hochschule zu Darmstadt beginnt am 21. April. Au» dem im Programm der Technischen Hochschule veröffentlichten VorlesungSverzeichniß heben wir die nachfolgenden Fächer von allgemeinerem Jntereffe hervor. Allgemein bildende Gegenstände: Allgemeine Kunstgeschichte (Geh. Hofrath Prof. Dr. Schaefer) Montag und Freitag 5—6 Uhr- Geschichte der bildenden Kunst bei den Etruskern und bei den Römern- Geschichte der srühchriftlicheu und byzantinischen Kunst, sowie der Kunst de» Islam. — Die Geschichte und Ergebnisse der Ausgrabungen auf klassischem Boden (Privatdozent Dr. Noack). Geschichte der griechischen Plastik unb Maleret vor Pheidia» (Derselbe.) Geschichte de» deutschen Kunstgewerbes (Prof. Dr. Adamy). Geschichte der Philosophie (Prof. Dr. Graefe). Grundzüge der Rechtswissenschaft (OberlandeSgerichtS Rath Heinzerling). Allgemeine Volkswirtschaftslehre (Prioatdocrnt Dr. Mamroth). Geschichte deutscher Sprache von Ulfila» bis Luther (Major von Pfister). Geschichte der Waffentechnik (Derselbe). Rus- fische Sprache (Derselbe). Englische Sprache (Prof. Dr. Hangen). Französische Sprache (Derselbe). — Naturwissenschaften: Experimental-Phyfik (Prof. Dr. Schering). Mechanische Wärmetheorie (Derselbe). Selbstständige Abeiten auS dem Gebiete der Phyfik (Derselbe). Theorie der optischen Justrumente (Privatdoeent Director Dr. Meisel). Elemente der Electrotechnik (Geh. Hofrath Pros. Dr. Kittler), Experimental-Chemie: Elemente der organischen und Agri- cultur-Chemie (Geh. Hofrath Prof. Dr. Staedel). Organische Chemie (Derselbe). Analytische Chemie (Privatdoeent Dr. Kolb). Technologie der organischen Farbstoffe (Derselbe). Electrochemie (Pros. Dr. Dieffenbach). Eleetrochemische» Colloquium (Derselbe). Chemische Technologie (Derselbe). Chemisch-technische Untersuchung Wer Nahrungsmittel, Genuß- mittel und GebrauchSgegenftände (Privatdocent Dr. Sonne). Untersuchen von Nahrungsmitteln, Genußmitteln und Gebrauchs- gegenständen (Dr. Weller, Vorstand de! chemischen Unter» suchungsamies)- Anleitung zu den mikroskopischen und bacte« riologischen Untersuchungen von Nahrung»- unb Genußmitteln (Obermedicinalrath Kraußer und Dr. Weller). Gaß- analyse (Assistent Dr. Neubeck). Geologte (Geh. Hofrath Pros. Dr. LepfiuS). Geologische Excurfionen (Derselbe). Die geologische Thätigkeit de» Wasser! auf dem Festlande (Privatdocent Dr. Greim). Systematische Botanik (Prof. Dr. Dippel). Grundzüge der Botanik (Derselbe). Mikros
kopische! Practicarn (Derselbe). Allgemeine Mikroßk^v (Derselbe). Anleitung zum Untersuchen unb Bestimmen eh cineder Pflanzen (Obermedicinalrat Kraußer).
geschichte ber nteberen Pflanzen (Privatdocent Dr. Zoologie: Niedere Thiere. Specielle!- Molußkeu und toben (Prof. Dr. von Koch). Zoologische! Practicum selbe). Darstelleube Künste: Zetchnen und (Prof. Roack). Ornamentzeichnen (Lehrer Baruefi). werfen von Ornamenten (Derselbe). Juneodrcorati„» (Prof. Wickop). Malerische Perspective (Derselbe), zeichnen (Geh. Baurath Prof. Marx). Maschtueuzeich^ (Prof. Krauß). Planzeichnen (Kataster-Jogeniear tzz^l Rundschrift (Derselbe). Modelliren üon Ornamenten -Vtfa Barnefi). Außerdem finden practtsche Uebnugeu tn t€ Laboratorien der Hochschule, und zwar im physikalischen, :1 electrotechnischen, im chemischen, im eleccrochemischen, chemisch-technologischen unb mineralogischen Caboiatortue ßxi Die Zeit für die einzelnen Unterrichtsfächer kann am im Erdgeschoß de! Hauptgebäude! ausgehängten S^ste» plan entnommen werden. Exemplare de! Programmz fa, vom Secretariat der Technischen Hochschule (Hochschvi^.^ erhältlich. Wir machen darauf aufmerksam, daß der 8(<0^ einzelner Borlesungen und Uebungen nach freier iMeüt auch solchen Mannern ermöglicht ist, welche bereit! tv- Lebensberuf erwählt haben. Dieselben sind nach Zalssj^ durch den Recwr als Hospitanten zum Besuch de» Lesezirnn» sowie zur Benutzung der allgemeinen Bibliothek der hfr nischen Hochschule berechtigt.
** Die Gehalte ber Bolksschnllehrer. Da! tzes,. über die Gehalte der Bo lkßschul lehret iß m» mehr in dem am Freitag zur Ausgabe gelangten Regieraach blatt Nr. 14 zur Veröffentlichung gelangt. Hiernach benlp bei gewifferhafter Dienstführung der Gehalt für jur defintiv angefteßten Lehrer nach dreijähriger 1100 Mk. unb steigt von drei zu brei Jahren um 100 6», so daß nach 24jähriger Dienstzeit der Gehalt 1800 91 beträgt. Nach 27jähriger Dienstzeit wird der Höchbden« mit 2000 Mk. erreicht. Die Dienstzeit wird vom Iq. der ersten dienstlichen Berwendung nach bestandener Schütz Prüfung gerechnet. Sofern ein definitiv angestellter Vehn an Volksschulen die ihm nach 3-, 6-, 9,12, 15-, 18,21 24- und 27 jähriger Dienstzeit zukommenden GehaltßbenLßi nicht bereits auß dem nach Maßgabe der Bestlmmcaze-. beß Gesetzeß vom 9. März 1878, bie Gehalte der Volks schullehrer betreffend, festgesetzten Einkommen der von t>i bekleideten Lehrerstelle bezieht, wird ihm der fehlende aus Staatsmitteln als Alterßzulage ausbezahlt. Außer in ihm zukommenden Gehalte hat jeder definitiv angehd:- Lchrer an Volksschulen eine angemessene Wohnung, wo-:;, lich mit Garten, oder eine Miethentschadigung zu beanfpTulti Der Genuß der Dienstwohnung ober die dafür ge»Lsii Miethentschädigung kommt im Falle der Penfionirung tttfl Lehrers bei Bestimmung des ihm gebührenden Ruhegrhcl im Betrage von 200 Mk. in Anrechnung. Die Bestianmwjn finden auch auf die definitiv angestellten Lehrerinoev a* auf Schulverwalterinnen mit der Einschränkung Anweotoz daß 1. bei definitiv angestellten Lehrerinnen nach ISjMnga Dienstzeit bezw. nach Erlangung eine» Gehalte» von Ifa) IV ein weiteres Aufsteigen im Gehalt durch GewL-ruag c.-i AlterSzulagen auß ©taatßmiitteln nicht mehr ftattsioöer und 2. definitiv angestkllte Lehrerinnen bez». tzchu.on- roalterinnen nut die für einen unverheirateten Lehrer tx der betreffenden Gemeinde festgesetzte MiethentschLLiguvg u Anspruch nehmen können. Daß Gesetz tritt ntt bm 1. April 1897 in Kraft.
** Zu Amerika verstorbene Hessen. Riga, Mich , Fr« Catharina Meyer, 69 Jahre alt, auß Nieder Ohmen, ffiai hing ton, D. C., Frau Anna Maria Knauf geb. Sdiülr 75 Jahre alt, auß Arnßhain, Kreis Alßfeld. Dnnkirk N. U., Henry Schäfer, 72 Jahre alt, au! SDpper.htm Green Township, O., Christian Roth, 72 Jahre al. auß Heffen-Darmstadt. Rock Jßland, Jll., FrauSatharm Psoh geb. Ritter, 71 Jahre alt, auß Wimpfen. Ost 8 Couifl, Mo., Leonhard Träubel, 58 Jahre alt, auß Htrpe, heim. Baltimore, Md., Frau Catharina Müller, 57 Zah: alt, auß Gedern. Town Trenton, Wi!., Stephan Lau sen., 73 Iahte alt, auß Heffen-Darmstadt. Quincy, 3® Frau Margaretha Schmitt, 83 Jahre alt, auß ®rtc< Monroefield, O., Johanneß Wilhelm Nieß, 80 Iatz^ alt, auß Dbetfecmen.
WB. Lang-Son!, 21. April. Bei der gestern fta: gefundenen Beigeordnetenwahl wurde Herr Heinrl Henrich wieder einstimmig gewählt.
n. Stammheim, 18. April. Die hiesige Gemeiab welche vor 3 Jahren die Ablösung der Holzberechtigmiz' begonnen hat, stellte nunmehr einstimmig den Antrag vollständige A bren tung. Bor 3 Jahren wollte man tu Gleichheit unter den Crtßbürgern dadurch erzielen, daß ■< den über baß Mindestmaß hinaußgehenden Holzbezuf ablift Jeder hiesige SDrtßbürger nämlich, der ein eigne» Hau» o' mindestens 10 Morgen Land besaß, erhielt 3 Stecken H* mit Oberholz, jeder andere Ortebürger nur deren IJJJ Diese Berechtigten wurden mit einem Betrag von je 280 M abgesunden. Nun aber kamen rasch Nachmelbnngen * solchen, die wohl so viel Land besessen halten, aber keinen Anspruch auf den Extra-Holzbezug gemocht hau« Da auch diesen die Entschädigungssumme zugesprochrn wur^ kamen immer noch Nachmeldnnqen, da durch raich Ueberschreibungen unter Familienmitgliedern viele noch « die Reihen der Besitzer von 10 Morgen Land auMstf- 37 solcher Berechtigten waren so bereit! befriedigt, »Äbro- 15 noch den Nachwei! von dem erforderlichen erbringen werden. Um nun diesem Zustand ein 8n6( " machen, wurde jener Antrag gestellt unb die Entsckäriß»- folgendermaßen festgesetzt: Die^Grundtoxe beträgt ö60 Für jeden Morgen Land werden weitere 28 Mk. jedoch nur bi! zur Höhe von 280 Mk., sodaß die b 9
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