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Berti», 19. August. Wie dieNordd. Allgem. Ztg.^ hört, ist das Bürgerliche Gesetzbuch gestern vom Kaiser vollzogen worden.

Berti», 19. August. DerReichsanzeiger" widmet dem gestern in der Rahe von London bei dem Unfall der Regatta verunglückten früheren Gesandten io Mexiko, Frei' Herrn von Zedtwitz, einen warmen Nachruf.

Berit», 19. August. Zn dem Gerücht über eine neue im Herbst zu erwartende Mariuevorlage bemerkt die Post-: ES dürfte richtig sein, daß Contre-Admiral Ttrpitz während eine» längeren Urlaubs im Frühjahre vom strategi­schen und praktischen Standpunkte auS in einer größeren Arbeit klarlegte, wie unsere Flotte an Material beschaffen sein müßte, um vom Standpunkte deS Militärs den in der Gegenwart an sie herautretenden Forderungen gewachsen zu sein. Diese wiffenschaftltche Arbeit mag auch dazu Beran- laffung gegeben haben, daß behauptet wurde, dem Kaiser sei bereits damals eine neue Marinevorlage unterbreitet worden. Auf einem ganz anderen Gebiete stehe eS indeß, ob sich diese Forderung deS Seetactikers werde verwirklichen lasten und in welcher Weise daS als nothwendig betrachtete Schiffs- material vom ReichSmarineamt durch Einstellung von For­derungen in die Etats der nächsten Jahre wird beschafft werden können.

Berlin, 19. August. Der bisherige Kriegsminister v. Bro ns art, der sich heute zur Kur nach Bad Neuenahr begeben hat, ist, wie diePoft" erfährt, bereits seit längerer Zeit leidend gewesen und hat erst kürzlich aus seinem Gute Mariahof eine vierzehntägige Krankheit überstanden, von deren Folgen er nun Erholung sucht. Nach derStaats« bürgerzeitung" hat eine persönliche Verabschiedung deS Gene­rals v. Bronsart vom Kaiser nicht stattgefunden. Der neue KrtegSmintster v. Goßler wird derPost" zufolge am Freitag die Geschäfte übernehmen.

Berlin, 19. August. DieNationalzeitung" hat Grund, die Angaben über eine Vorlage zur Reform de S Milt - tärstrafverfahreuS, welche für die Einbringung im BundeSrath und Reichstag in Aussicht genommen wäre, wo­nach es als ein Recht des Kaisers zur Bestätigung oder Nichtbestätigung der Urtheile Vorbehalten bleiben soll, die Oeffenilichkeit deS Verfahrens der Stein deS Anstoßes fei, für durchaus unzuverlässig zu halten.

Berlin, 19. August. DerDoff. Ztg." zufolge taucht verschiedentlich die Meinung auf, der gestern dem Kaiser überbrachte eigenhändige Brief deS Königs von Sachsen betreffe die RegierungSkrifiS.

Berlin, 19. August. DaS Kaiserliche Gesundheitsamt wacht bekannt, daß, nachdem die Sammelforschungen Über die Wirksamkeit deS Diphtherie-HeilserumS ein vorläufiges günstiges Ergebniß gehabt haben, fortan die Heilanstalten mit den der Sammelforschung dienenden Arbeiten nicht mehr belastet werden sollen und von der Einsendung bezüglicher statistischer Ausweise abgesehen werden soll.

Kiel, 19. August. Die beim hiesigen Seebataillon aus- gebrochene Augenkrankheit ist auch auf andere Marine- theile Übergegangen. Gleiche KrankheitSsymptome find fest­gestellt bet der Matrosen-Werftdivtfion und bet der Torpedo- Abtheilung.

Hannover, 19. August. Der Schauspieler Odem ar vom hiesigen königlichen Hoftheater sprengte in Ostende die Spielbank zweimal. Er gewann 96,000 und 100,000 FrcS.

Rom, 19. August. Der Fürst von Montenegro wird Mitte September mit Familie zum Besuch deS KönigS- paares in Monza erwartet.

Paris, 19. August. Während des Seemanövers bei Toulon schlug an Bord desBrennu" eine Revolver- kauonenkugel ein. Ein Untersteuermaun wurde schwer verletzt. DaS Leben des Admirals Gervais, der sich in nächster Nähe der Unglücksstelle befand, war in größter Gefahr. ___________

Berlin, 20. August. DieNordd. Allg. Ztg." bestätigt heute die Meldung, daß gegen dasBerliner Tageblatt" wegen Beleidigung des Gouverneurs v. Puttkamer Straf­antrag gestellt ist und zwar vom Reichskanzler als dem dienstlichen Vorgesetzten des Gouverneurs, nachdem sich letzterer dienstlich zur Sache geäußert.

Berlin, 20. August. Der Ministerpräsident der Peruaner Republik, Zembsch, ist auS Lima hier eingetroffen.

Berlin, 20. August. Der Jahrestag der Schlacht von Sedan wird in der Ausstellung durch große festliche Veranstaltungen gefeiert werden.

Berlin, 20. August. DemBerl. Tagebl." wird aus Hamburg gemeldet, daß man dort annimmt, der frühere KriegSmintster Bronsart von Schellendorff werde seinen künftigen Wohnsitz in Hamburg oder deflen Nachbar­schaft nehmen.

Kiel, 20. August. Reim Verholen des AdmiralschtffeS Blücher- in baß Dock der Kaiser-Werft wurde eine Dampf- Pinaffe überrannt. Dieselbe sank. Ihre Mannschaft konnte sich nur durch Ueberbordspringen retten.

Hammerfest, 20. August. Bei dem Seitens der Be­hörde im Rathhause veranstalteten Fest toastete Nansen auch auf Deutschland in deutscher Sprache und nannte Deutsch­land daS Land der Wissenschaft, daS so viel für die Polar­forschung gethan habe. Er besitze dort so viele Freunde, daß er sich freuen werde, bald dorthin zu kommen. Nansen fährt heute früh nach Tromsoe.

Wien, 20. August. In Bolechow (Galizien) find 200 Personen nach einem öffentlichen Festmahle an Ver- giftun gS erschetnun gen erkrankt. Ob ein Verbrechen vorliegt, ist unbekannt.

Bru»», 20. August. Die Deutsch-Nationalen be- schloffen, unter Wahrung deS antisemitischen Standpunkte-, für die Landtagswahlen einen Eompromiß mit den Deutsch-Liberalen gegenüber den Czecheu etnzugehen.

Lemberg, 20. August. Der StationSches der Staats- bahn in Sola, welcher während eine- Gewitter- telegraphirte, wurde vom Blitz getödtet.

WB. Hammerfest, 20. .August. Nansen- Schiff Fram" ist in Skjerstoe angekommen. An Bord alles wohl.

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Gieße», den 20. August.

* Ordens Verleihung. Se. Kgl. Hoheit der G r o ß- Herzog haben mittelst allerhöchster Entschließung vom 18. August dem Kgl. preußischen Staat-- und Kriegöminister Generallieutenant v. Goßler, Excellenz, bisher Comman- beut bet Gtoßhetzoglichen (25.) Division, baS Gtoßkteuz beS VetbienstotbenS Philipps bes Gtoßmüthigeu zu ver- leihen getuht.

Verlegung der Biehmarktplatze». Det gegen ben Be­schluß bet Stabtvetotbneten wegen Vetlegung beS Viehmatkt- Platzes eingelegte RecurS wirb, wie uns von betheiligtet Seite mitgetheilt wirb, vor bem KreiSauSschuß zu Frieb- berg zur Verhanblung kommen.

* * Der historische Verein für das Großherzogthum Hesse» veranstaltet am DievStag, 25. August, in Gemeinschaft mit bem Friebberger GeschtchtS- unb Alterthumsoerein einen AuSfluq nach Ilbenstadt unb Nieber-Weisel.

Zur Feier deS 18. August versammelten sich Dienstag Abenb in Lony'S Bierkeller ca. 40 Veteranen vom Kriege 1870/71. Wennschon die Gedenktage im vorigen Jahre durch die 25 jährige Wiederkehr für die weiteren »rette vielleicht einen Abschluß gefunden haben, so werden sie doch für die Teilnehmer deS Krieges nie an Jntereffe verlieren, sondern nur an solchem gewinnen können, da sich die von Jahr zu Jahr kleiner werdende Zahl von Veteranen immer fester aneinander schließt. So vereinigte auch der Dienstag Abend die alten Krieger zu einer einfachen aber schönen unb erhebenben Feier. Gar manche luftige Anecbote, manche Er­innerung an schöne unb schlimme Stunben, bie man im Felbe erlebt, würbe wieder aufgesrischt unb zum Besten gegeben. Vor allem aber würbe auch bet gefallenen Kameraben unb Führer gebucht, unb ihr Anbenken burch Erheben von ben Sitzen geehrt.

» Der diesjährige Rekruten Eiustelluugslermiu ist für Cavalletie auf ben 7. October, für Infanterie, Felb-Artillerie, Fuß-Artillerie unb Pioniere auf ben 15. October festgesetzt.

Rücksahrtkarteu 4. Klasse. Wie heißt, beabsichtigen bie preußischen Eisenbahnbirectionen bemnächst Rückfahrt- karten vierter Klaffe einzuführen. Sie sollen für bie StationSverbtubungen zur Ausgabe gelangen, bie vorzugs­weise an Markttagen ober bei sonstigen regelmäßig wieber- kehrenben Anläffen einen besonbers starken Hin- unb Rück- verkehr in ber vierten Wagenklasse aufzuweisen haben. Eine Preisermäßigung finbet nicht statt. Die Karten gelten zur Hin- unb Rückfahrt nur am Lösungstage unb kosten baß Doppelte deS tarifmäßigen Fahrpreise- 4. Klaffe. AuS letzterem geht hervor, baß btese Neuetuführung eine be- merkenSwerthe Reform nicht zu bebeuten hat- ber einzige Bortheil besteht darin, daß bie Lösung der Rückfahrtkarte erspart wird, einen Nachtheil bedeutet jedoch, daß die Karten nur einen Tag gelten.

4- Sich, 19. August. Der frühere Fuhrmann NicolauS Jung von hier feiert nächsten Dienstag, den 25. d. M., mit seiner Gattin beide Eheleute erfreuen sich noch einer guten Gesundheit daS so seltene Fest der goldenen Hochzeit. Möge dem verehrten Jubelpaare ein noch recht langer heiterer Lebensabend beschieden sein.

4- Nidda, 19. August. Der von der Verwaltung deS hiesigen Krug'lchen Stiftungs-Fouds für unsere Stadt an- geschaffte neue Leichenwagen wurde gestern von der be« kannten Wagenbaufadrik Romeiset in Friedberg hierher ge­liefert und kostet etwa 1000 Mk. Als ersten Tobten- tranßpott führte der jetzige Leichenwagen heute die sterbliche Hülle eines vorgestern verstorbenen ehemaligen Mitkämpfer­in 1870/71, des Knechtes Christoph Mohr dahier, auf den Friedhof. Dem Conducte folgte der Niddaer Kriegerverein, welcher an dem Grabe des verstorbenen Kameraden eine Ehren­salve abgab.

Friedberg, 18. August. Als Warnung möge der folgende Fall dienen. Der 20 jährige Jakob LooS von Ober- roßbach, welcher vor etwa zwei Monaten zwei auf ber Tour befindliche Gießener Radfahrer belästigte, hatte sich heute vor bem Schöffengericht Friebberg zu verantworten. Nur ber Bitte beS als Zeugen vernommenen Fahrers, ber bei biefer Affaire int Gesicht verletzt würbe, hat ber Angeklagte es zu verbanken, baß er nicht mit Gefängniß bestraft würbe. Der Gerichtshof nahm an, baß ber Thäter mehr aus Uebermuth als aus Rohheit gehanbelt unb erkannte auf eine Gelbftrafe in Höhe von 50 Mk. eventl. 10 Tage Gefängniß.

§ AuS Oberheffen, 19. August. Ein allgemeiner Obstsegen in allen Kreisen unserer Provinz steht für biefen Herbst nicht in Aussicht. In ben verschiebenen Kreisen ist ber Ausfall ber Obsternte ein auffallenb verschiebener. So geht ber Kreis Bübingen, wie wir in bärtigen Gemarkungen wahrnehmen konnten, einer sehr schlechten Obsternte entgegen - in einzelnen bärtigen Gemeinben gibt es fast gar fein Obst. Bester fällt bie Obsternte im Kreise AlSfelb au«. Nachbem hier jetzt bie Pflaumenbäume sehr reiche Erträge liefern, stehen auch solche für Aepfel unb Birnen vielfach in Aussicht. Nur biejenigen Obstbäume, welche im vorigen Jahre stark getragen, hangen meist leer. Zwetschen gibt eS weniger reichlich wie im vorigen Jahre, weil bie Mißbilbung zu Mulbenzwetschen sehr stark auftrat. Die beste Obsternte hat ber Kreis Lauterbach zu erwarten, in bem allerbing- bie Obsterträge auch im vorigen Jahre sehr gering waren. In ben Gemarkungen be- Kreises Lauterbach hängen vielfach bie Oftbäume sehr voll. DaS kommt ber vom 9.12. October zu Lauterbach ftattfwbenben Obftaußstellung be« Oberhessischen

Obstbauverein« sehr zu statte». Sehr voll behangen find fr diese« Jahre im nördlichen Oberheffen die «allnußbLu»r und ganz außergewöhnlich reiche Früchte tragen die au ern und Spalieren gezogenen Weintraubenftöcke. In ngen hatten wir dieser Tage Gelegenheit, in dortigen Den, bergen ben reichen Tranbensegen zu dewunbem. Hierrzz tragen mithin nicht nur bie Reben in ber eigentlichen HeiwH be« Wein«, säubern auch in weinfremben Gegenden m düse, Jahr erstaunlich reichlich.

Darmstadt, 18. August. Die Sravelotte-Fe^- de« Srieger-Verein« Darmstadt verlief auf das Würdig Morgens wurden an den Kriegergräbern auf dem greje Friedhöfe und dem in Beffungen Kranze mit 9lttfpra$c niedergelegt, woran sich auch der Kameradschaftliche Knezei. verein und der Militärverein (nicht aber die Kampszr^,?,.. schäft) betheiligten. Am Abend vereinigte eine Schützenhofe" viele Hunderte von Kameraden et: th,- Angehörigert. Nach ber WillkommenSrede deS BeAgz^, beuten Engel hielt ber erste Derein-vorfitzeude, Haupn-rLu Walbecker, bie Festansprache. Tein am Schluffe au6gtbu*:-i Hoch, jubetnb aufgenommen, galt Kaiser und Grohhn^; bie Rebe machte sichtlich tiefen Einbruck. Den am 18. Sag. is; gefallenen Kameraben würbe ein stilles GlaS geweiht. «:. Anregung be« Herrn Hauptmann Maurer, ber baß bt.: müthige Verhalten der Mannschaft be«Iltis", die ifr Pflichttreue bis zum Tob so schön bewahrt, als voranleuchtev^ Beispiel hinstellte, würbe sogleich eine Sammlung für fr Hinterbliebenen der mit demIltis" im fernen Ostasr^ Verunglückten veranstaltet, die 44 Mark ergab. t« Concertprogramm der Militär Capelle war in seinen einzr.:- Nummern der Feier aufS Beste angepaßt- nach 11 Uhr u: bann für bie jüngere Welt ber Tanz in feine Rechte.

Mainz, 19. August. Jüngster Tage wurde :.i WieSbaben au« mitgetheilt, baß ber dortige Bahnhof» Neubau bald in Angriff genommen unb ber Bau tim: birecten Eisenbahnlinie von Wiesdaben nti Mainz auSgeführt werbe. Im Anschluß an biese theilung erfahren wir von unterrichteter Seite, baß noch r: weitergehenbe« Project in Aussicht genommen, burch b<re Ausführung ber Verkehr mit Sübbeutfchlanb zum Theil et:- große Beränberung erfahren würbe. ES ist bieS da- der Verwaltung ber LubwigSbahn vor einigen Jahren Ita einmal in bas Auge gefaßte, aber mit Rücksicht auf bie fr maligen unsicheren Verhältnisse wieber fallen gelaffeve fc ject, von ber LubwigSbahulinie WiesbadenNiebernhachv- Limburg bei ber Station Erbenheim eine Abzweigung!- treten zu lasten unb von hier oberhalb Kastel eine nat Strecke zu bauen, bie zwischen Kostheim unb Hochheim nd bem Main geführt unb mit Ueberbrütfnng des letzteren n:i ber Station Bischofsheim geleitet werben soll. Auf dir!» Wege würbe ber Verkehr von bem rechten Rheinufer uni Wiesbaden mit Süddeutschland wesentlich verkürzt werd»,

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indem der große Umweg über FrankfurtHanau erspar, und von Bischofsheim auS auf kurzem Wege die bayerischu unb babischen Linien erreicht würben. Die Vorarbeiten z: diesem Project sind schon vor Jahren gemacht unb hat au; damals bereite eine Absteckung ber ganzen Linie ftattgesunbu.

Mainz, 18. August. Im hiesigen Spital ist ber 66jahrizr Privatmann Jene von Blöbesheim verstorben, ben man er. seiner Verbringung inS Spital in seiner Mailaub-gasse 1 belegenen Wohnung in völlig verwahrlostem Zustande ar*- gefunden hatte. Der alte Mann, ber sich Gitter vor io Fenster seine« Zimmers hatte anbringen lasten unb fast r malS außging, war nicht so arm, wie man vermuthete. fr ber gerichtlichen Aufnahme feiner Hinterlassenschaft sand eu mehr alS 20,000 Mark vor, bie tu Kisten unb Kasten Btt- steckt waren. Der reine Geiz war, ber ben alten Ihn bavon abhielt, etwa« für sich auszugeben.

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Auf ben deutsche» Münzstätte» find im Monat b. I. geprägt worden: 1,506,600 Mk. in Doppelkroes 100,000 Mk. in Zweimarkstücken, 1,350,509 Mk. io fc* Markstücken, 125,635 Mk. in Zehnpfennigstücken, 49,311.7^ in Einpfennigstücken. Die GesammtauSprägung an W* münzen nach Abzug der wieder eingezogeneu Stücke beMM sich Ende Juli d. I. auf 3,052,279,195 Mk. in GoldMaza, 492 579,976.40 Mk. in Stlbermünzen, 53,4074)13.90 W- in Nickel- und 13,176,999.71 Mk. in Kupfermünzen.

6ine» seltenen Anziehungspunkt besitzt seit 14 T-z» die Berliner Gewerbeausstellung, nämlich einen Rtnbtf brutapparat wenn man eine Wärmeeiurichtunz, tr welchem zu früh gebotene und deshalb ungenügend eniroidtU« Kinder untergebracht werden, so nennen darf. Tausende M Besuchern der Ausstellung sollen am Sonntag den ersten seinem Apparat untergebrachten Weltbürger betrachtet hadrr ber in seinem Glaskasten bei 32 Grab Reaumur je'°n Vollenbung entgegenschlummert.IS benn bet en licket Jöhr?" fragte ungläubig eine behäbige 8ciHnem al« sie ben kleinen Burschen in seinem gläfernen W- unbeweglich liegen sah, und baS Mißtrauen, baß fi« ' biefen Worten auSsprach, schien die übrigen anöt'1^ Damen anzusteckecr. Da öffnete ber zukünftige Staatsbürg­plötzlich feine beiben winzigen zusammengeballteu Faust«' unb biese Bewegung war offenbar so charakteristisch/ °ad^ die mißtrauischen Damen sofort überzeugte, denn wtt w Worten:Det Wurm ist doch echt", entfernte sich die fange Ungläubige befriedigt. Vorerst ist erst ein avz junges Menschengeschöpf dem Brutapparat anvertraut, a schon in den nächsten Tagen wird e« Gesellschaft dekoano - ein paar neugierige Dämchen, die eS auch nicht cr®aT konnten, das Licht ber Welt zu erblicken, finb für Heu» gemelbet. Der Anblick de« Apparate« ist »eit Dao- entfernt, irgendwie unangenehm zu wirken. Im ®e8c05 bt

e« macht einen höchst erfreulichen Eindruck, wenn man PN'

wie der kleine Bursche dort sich bei seinen 32 Grad so