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Wen» nun die Statistik einerseits beweist, daß das GaS im abgelaufenen Jahrzehnt seine Stellung al- Lichtquelle nachdrücklich behauptet und sogar wesentlich erweitert har, so stellt fie doch anderseits sehr erfreuliche Fortschritte auf den anderen Gebieten — Kraft, und Wär m eli e fer u n g — fest. Sie enthält leider von vielen und zum Thetl sehr großen Städten die Zahlen nicht, weist aber doch 15644 Gas- motoren mit über 5 2 000 Pferdekräften nach, wovon allein 739 mit 7831 Pferdekräften zur Erzeugung von Electricität bienen; ferner addirt fie 87*/, Million Cubik- meter GaS, welches (im Jahre 1895) zu anderen als Be. leuchtungtzwecken verbraucht wurde. Ein Anhang zu dem Bortrag enthalt eine Liste von Städten mit besonders hohem Heizgasverbrauch; darin ist u. A. Bremen aufgeführt mit 33pCt. Heizgas in der Abgabe an Private, Aue i. S. sogar mit 41 pCt., Crefeld und Flensburg mit je 31 pCt., Kaiserslautern mit 37pCt., Lüdenscheidt mit 56pCt., Neumünster mit 30pCt., Rendsburg mit 40 pCt., T'lfit mit 37 pCt. Man sieht, daß namentlich in Mittel- und Kleinstädten das Kochen und Heizen mit GaS sich stark eingebürgert hat.
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Ja dem erwähnten Vortrag ist ferner hervorgehobrn, | daß die Leistungsfähigkeit der deutschen GaScentralen zur Zeit etwa daS 6«/zfache der electtischen beträgt und daß der Zuwachs, den die ersteren im letzten Jahrzehnt erfahren haben, für sich allein mehr als doppelt so viel bedeutet, als die von den ElectricitätSwerken erreichte Leistungsfähigkeit überhaupt, mit anderen Wortm, daß die Gasanstalten, entgegen der allgemeinen Ansicht, sich viel rascher entwickelt haben, als die electrischen Centralen.
Jnteresiant ist ferner die feste Stellung des GaseS bei der Straßenbeleuchtung. Von den 724 Städten besitzen nur 36 theilweise eleetrische Straßenbeleuchtung mit im Ganzen 1439 Bogen- und 415 Glühlampen. Dagegen find über 274000 öffentliche GaSlaternen in der Statistik nachgewiesen, davon schon über 8000 mit GaSglühlicht-Einrichtung. Durch diese Neuerung erachtet der Bortrag die Stellung des GaseS in der öffentlichen Beleuchtung für neu befestigt und theilt mit, fie sei in einigen Städten ausschlaggebend dafür gewesen, ^daß von der Errichtung eine« ElectricitätswerkeS Abstand genommen, dagegen der Bau einer Gasanstalt beschlossen wurde."
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Eine andere Tabelle zeigt für die deutschen Glotzt den Gasverbrauch pro Kopf der Bevölkerung und -"L welcher im Grsammtdurchschnitt für Deutschland 431/, gJ beträgt (in Gießen 45 Cb m ), in Karlsruhe aber I Höhe von 97 Cb«, erreicht hat. An zweiter Stelle lcJ Köln, dann Berlin und Charlottenburg.
Aller in Allem beweisen die Ergebniffe der also 1. die Zunahme der Zahl der Gasanstalten, 2. gewaltige Steigerung ibreS Absatzes, 3. die feste in der öffentlichen Beleuchtung und 4. die lebhafte des Gasverbrauchs zu technischen Zwecken, daß die GaSmd^ im Deutschen Reich auf einer wirthschaftlich gesunden Basis steht und sich trotz scharfer Corcurrer hocherfreulicher Weise entwickelt bat, und daß alle für eine gleich günstige Fortentwicklung vorhanden "
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Gießen, den 17. August 1896.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
I. V.: Wolff.
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Bekanntmachung.
Die beiben Steinbrüche im District Hochwarte de- Gießener Stabtwalbes sollen Freitag, den 21. d. Mts., Vormittags VjlO Uhr, im Saale bes altenNathhauses verpachtet werben.
Gießen, ben 17. August 1896.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
I. 93.: Wolff. 7436
g. Nachmittags Va 3 Uhr von Den Wiesen in der Gemarkung Alten Buseck,
ü. Nachmittags Vs4 Uhr von ben Wiesen in ber Gemarkung Großen- Buseck.
Die Zusammenkunft ist am 24. Aug. am Neustäbterthor und am 25. Aug. in ben Ochsenwiesen.
Die Großh. Bürgermeistereien ber umliegenben Orte werben ersucht, VorstehenbrS in ihrer Gemeinbe bekannt machen zu lasten.
Gießen, ben 15. August 1896. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.
I. 93.: Wolff. 7366
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Die Verzeichniste ber stimmberechtigten Arbeitgeber unb Arbeiter zur Wahl ber Beisitzer zum Gewerbegericht liegen vom 19. August inet, bis 26. August inet, (auch am Sonntag) Vormittags von 8 bis 12 Uhr unb Nachmittags von 2 bis 6 Uhr auf bem Bürean bet unterzeichneten Be- Hörde, Zimmer Nr. 15, zur Einsicht ber Betheiligten offen. Es wirb dies unter bem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, baß Anträge auf Berichtigung ober Ergänzung bieser Verzeichniste in ber genannten Frist bei Meibung bes Ausschlusses bei uns vorzubringen ftnb.
Gießen, ben 18. August 1896.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. 93.: Wolff.
Bekanntmachung.
Betreffenb: Die Vergebung ber „Commerzienrath Heichelheim- Stiftung".
Aus rubricirter Stiftung haben am 1. November l. I. 1500 Mark zur Vertheilung zu gelangen. Nach § 3 ber Stiftungsurkunbe können zur Bewerbung um bie Gaben nur zugelasten werben:
a) Personen, welche währenb bes Felbzuges 1870/71 im Militär- verhältniß gestanden haben,
b) Frauen unb Kinber solcher Personen, vorausgesetzt, baß diese sub a u. b bezeichneten Bewerber einer berartigen Unterstützung bebürftig unb würbig finb unb baß bieselben von ber Zeit ber Bewerbung rückwärts gerechnet minbestens zwei Jahre in Gießen ununterbrochen gewohnt haben.
Die Bewerber werben hierburch aufgeforbert, sich bis z«m 30. September l. I. bei Großh. Bürgermeisterei Gießen schriftlich ober zu Protocoll anzumelben unb ihre Qualification zum Bezüge ber Unterstützung näher zu begrünben unb zu belegen.
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