Ausgabe 
20.8.1896 Erstes Blatt
 
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ein endgültiges Urtheil er ft nach Eingang der schriftliche» Bernehmungen gebildet werden kann. Wetter bemerkt der Reichsanzeiger", daß sich Schiff und Maschine nach Angaben deS vorigen CommandcurS bei der Commando-Uebergabe im Frühjahr dieses Jahres in guter Verfaffung befanden und das Kanonenboot durchaus seetüchtig und sicher war. Auch die Schiffs Biographie deS Kanonenbootes enthält die An­sichten früherer Commandanten, wonach man sich an Bord bet schlechtem Wetter durchaus sicher gefühlt habe.

Berlin, 18. August. Der Kaiser traf mittelst Wagen beute früh 81/j Uhr vom neuen Palais im Lustgarten zu Potsdam ein, wo daS erste Garde-Regiment zu Fuß an­läßlich des Jahrestages der Schlacht bei Gravelotte aus­gestellt war. Der Kaiser hielt eine kurze Ansprache und ritt dann nach dem OffizterScafino des Regiments. Nach seiner Rückkehr nach dem neuen Palais nahm der Kaiser den Vor­trag deS Chefs des Militär-CabinetS entgegen und empfing später den Flügel-Adjutanten deS Königs von Sachsen, welcher dem Kaiser ein eigenhändiges Schreiben seines Souveräns überbrachte. Um V/2 Uhr fand zu Ehren des Kaisers von Oesterreich eine größere Frühstückstafel anläßlich deffen Ge­burtstages statt.

Berlin, 18. August. Das Kriegsministerium ist, wie dieRat. Ztg." hört, nachdem die Annahme des EutlaffungS- gesuchs deS Generals Bronfart von Schellendorf beschloffen war, mehreren hohen Offizieren angeboten worden, die es abgelehnt haben, bis General-Lieutenant von Goßler sich zur Uebernahme bereit erklärt hatte. Alles waS über die Vorgänge vor und nach dem EatlaffungSgesuch des Generals Bronfart verlautet, bestätigt demselben Blatte zufolge nur immer mehr die Auffassung, daß man eS mit dem Siege einer namentlich im Militär-Cabinet verkörperten Neben-Regierung zu thun hat, wobei es dahin gestellt bleiben mag, wie wett es dieselbe im Augenblick auf die Verhinde­rung der Reform des Militär-Strafverfahrens abgesehen hat.

Berlin, 18. August. Nach dem officiellen Programm der Rundreise des Kaisers und der Kaiserin von Rußland erfolgt am 25. d. Mts. die Abfahrt aus Peter- Hof über Warschau nach Wien, am 27. Ankunft in Wien- am 29. Abfahrt und am 31. Ankunft in Kiew- am 3. Sep- -tember Abfahrt aus Kiew und am 5. Ankunft in Breslau, wo das Zusammentreffen mit dem deutschen Kaiser statt- findet. Theilnahme deS Kaisers Nikolaus au den Manöver» - am 7. Abfahrt aus BreSlau, Ankunft in Kiel- am 8. Sep­tember Ankunft in Kopenhagen per Dacht. Dom 8. bis 19. Verbleiben in Kopenhagen - am 19. Abfahrt aus Kopen­hagen nach England mit der Dacht- am 21. Ankunft in Balmoral, daselbst Aufenthalt bis 3. October, dann Abfahrt- am 5. Ankunft in Cherbourg, am 6. Morgens in Paris - am 8. Abends Abfahrt aus Paris nach Darmstadt. In Paris wird der Czar im Palais der Fürstin Jussupow wohnen.

Berlin, 18. August. Einem hiesigen Blatte wird ge­meldet, daß daS Allgemeinbefinden des Fürsten BiSmarck in diesem Sommer nicht besonders gut gewesen ist und daß ein bemerkenSwerther Fortschritt zum Besseren in der jüngsten Zeit keineswegs etngetreten sei. Allerdings sei zu ernsten Besorgnissen um daS Leben des Fürsten jetzt auch nicht mehr Anlaß alS bei deffrm hohen Alter jedes kleine Unwohlsein Grund bietet. Wie weiter gemeldet wird, hat Prinz Max von Baden am Sonntag dem Fürsten BiSmarck in FriedrichSruh einen Besuch abgestattet. Der Prinz wurde am Bahnhofe vom Grafen Rantzau und int Schlöffe vom Fürsten BiSmarck empfangen. Nachmittags machte der Prinz mit Graf und Gräfin Rantzau eine Spazierfahrt und reiste dann nach Berlin weiter.

Frankfurt a. M., 18. August. Wie wir hören, hat der geschäftsführende Ausschuß der im September hier tagenden Naturforscher- und Aerzte-Versammlung beschloffen, Frit hjo f Nansen zur Betheiltgung an der Versamlung einzuladen.

Köln, 18. August. Bezüglich der Stellung Englands zur kretensischen Frage sagt dieKölnische Zeitung", es gewinne immer mehr den Anschein, als ob die eigentliche Entscheidung nicht mehr in Konstantinopel liege. Die Bot­schafter, die dort lange eine rege Thätigkeit entfaltet hätten, feierten jetzt, während die Mächte überlegten - alle Anzeichen sprächen dafür, daß es sich um einen englischen Vorschlag handle.

Köln, 18. August. Einem Konstantinopeler Drahtbericht derKöln. Ztg." zufolge sind laut amtlicher Meldung 500 von der Insel geflohene Kretenser nach Kreta zurück­gekehrt. Dieselben brachten 10 000 Gewehre, 70 000 Pa­tronen und drei GebirgSgeschütze mit- außerdem landeten 23 griechische Offiziere mit 2000 Chaffepot-Gewehren.

München, 18. August. Im Schlöffe zu Leutstetten fand gestern Mittag die Verlobung der Prinzessin Marie, der zweiten Tochter deS Prinzen Ludwig mit dem Erbprinzen Ferdinand PiuS Maria, Herzog von Calabrien, dem ältesten Sohne des Grafen von Caserta statt.

Wien, 18. August. Die plötzliche Abberufung des englischen Botschafters von seinem hiesigen Posten erregt in diplomatischen und politischen Kreisen Sensation. Man bringt die Abberufung in Zusammenhang mit Diffe­renzen, welche zwischen dem englischen Botschafter und dem hiesigen auswärtigen Amt bei den Verhandlungen über die Orientfrage entstanden sind.

Wien, 18. August. Nach hier gelangten Meldungen fand in der Nähe von Athen ein neuer für die Christen günstiger Kampf statt, wobei die Türken 30 Todte hatten, sowie alle Munition und Gepäckstücke sowie viele Maulthiere ein- büßten.

Innsbruck, 18. August. Der in Aussicht genommene Distanzritt InnsbruckMünchen ist wegen Diffe­renzen mit dem Innsbrucker Comits abgesagt worden.

Lemberg, 18. August. Der Papst verhängte über den Socialisteusührer Pater StojalewSki die höchste kirchliche Strafe, nämlich den großen Bann. In dem diesbezüg­

lichen Erlaß wird betont, daß von nun an alle Katholiken den Verkehr mit StojalewSki zu meiden haben.

Budapest, 18. August. In Werf chetz (Süd-Ungarn) wurde der zum Empfange des serbischen Bischofs Zmejanovic vor der Kirche errichtete, mit ungarischen Fahnen geschmückte Triumphbogen kurz vor dem Einzuge des Bischofs in Brand gesteckt. Dem Tbäter gelang eS zu entkommen.

Preßburg, 18. August. Hier wurden die Leichen eines 30 jährigen Mannes und einer jungen Dame, mit Riemen fest zusammengeschnürt, angeschwemmt. Der Manu hatte am linken Arme die Buchstaben I. D. tätowirt.

Rom, 18. August. Die Hochzeit deS Kronprinzen mit der Prinzessin Helene von Montenegro findet im Herbst statt. Anläßlich der Verlobung, die in kurzer Zeit osfieiell bekannt gegeben werden wird, soll eine allgemeine Amnestie für Preß- und politische Vergehen sowie Straf- nachläffe für gemeine Verbrecher erlaffen werden.

Rom, 18. August. Während die Regierung die Ankunft LeontinoS aus dem Lager MenelikS als Fabel er­klärt, wird andererseits aus zuverlässiger Quelle versichert, daß der russische Reisende gestern Abend vom Ministerpräsi­denten empfangen worden sei und zahlreiche Briefe von Ge­fangenen überbracht habe, ebenso ein Schreiben deS NeguS an König Humbert.

Turin, 18. August. DieGazzetta Piemontese" meldet aus verläßlicher Quelle, daß von dem Ingenieur Jlg und dem Major Neratschini jetzt Nachrichten eingetroffen find. Dieselben bestätigen, daß Menelik als Hauptbedingung für die Freilaffung der Gefangenen einen von König Humbert unterschriebenen Friedensvertrag verlangt, welchen daun auch Menelik unterzeichnen will. Es besteht jedoch wenig Aussicht, daß man in Rom diese Bedingung ersüllt.

Pari», 18. August. In mehreren Departements waren die neu gewählten Gemeiuderäthe in so ungenügender Anzahl erschienen, daß in den betreffenden Departements nicht zur Bildung der Bureaus geschritten werden konnte.

Paris, 18. August. Der Gemeinderath deS De­partements Seine et Oise nahm eine Resolution an, worin dem Zaren für die Annahme der Einladung des Präsi­denten Faure zum Besuch Frankreichs Dank ausgesprochen werden soll und worin der Zar ferner eingeladen wird, auch Versailles zu besuchen.

Paris, 18. August. Der Kriegsminister sah sich durch die jüngsten Ereigniffe veranlaßt, in allen Werkstätten der Festungswerke das Spionagegesetz von 1886 anschlagen zu lassen.

Paris, 18. August. In der vergangenen Nacht ist die Ausstellung in Montpellier vollständig nieder- gebrannt. Der Schaden beträgt drei Millionen Francs. Die Stadt Montpellier verliert kostbare Gemälde, Antiqui­täten, historische Documente, wie päpstliche Bullen, FestungS- pläne, die nach der Angabe RichelieuS angefertigt wurden. Heber die Entstehung des Brandes gehen die Urtheile aus- einander. Viele Personen behaupten, die Explosion einer Dynamitbombe deutlich vernommen zu haben, während andere erklären, sie hätten mehrere verdächtige Individuen flüchten sehen. Die Katastrophe hat in Montpellier große Erregung hervorgerufen.

Orleans, 18. August. Gestern ging auf der Loire ein Nachen mit sechs Personen unter, von denen vier ertranken.

London, 18. August. Daily-News melden auS Athen, daß 300 RhedifS ein christliches Dorf auSraubten und drei Christen getödtet haben.

Belgrad, 18. August. Das Gerücht, CzarNicolauS beabsichtig«', den Fürsten von Montenegro in Cettinje zu besuchen, hat hier äußerst peinlich berührt, da man darin eine Zurücksetzung der Dynastie Obrenowitsch erblickt.

Cettinje, 18. August. Die Prinzessin Helene von Montenegro wird demnächst vor dem Erzbischof von An- tivari daS tridentinische GlaubenSbekenntniß ablegen.

Newyork, 18. August. Die Stadt Perry im Staate Alabama wurde von einem Wirbelsturm zerstört. Neben 25 getödteten Personen werden noch viele vermißt. Verletzt sind viele Hundert.

Berlin, 19. August. DerKreuz-Ztg." zufolge wird der bisherige Kriegsminister Bronfart v. Schellen- dorf sich heute zur Kur nach Neuenahr begeben. Das Blatt bemerkt dazu, diese Mittheilung bestätige, daß der Gesundheitszustand Bronsarts doch zu wünschen übrig laffe.

Berlin, 19. August. Die erneute Ziehung der Serie A der Berliner Gewerbe-AusstellungS-Lotterie be­ginnt am nächsten Montag Vormittag 9 Uhr.

Berlin, 19. August. Nach derNordd. Allg. Ztg." ist die Liste über das Gefolge, welches das Zarenpaar nach Breslau begleiten wird, noch nicht festgestellt.

Wien, 19. August. Die Ernennung GoluchowSkiS zum Ritter des goldenen VließeS verursachte große Heberraschung. Diese Auszeichnung deS Hofes wird als eine Anerkennung für die erfolgreiche Wirksamkeit bezüglich des Dreibundes in der Orientpolitik angesehen.

Wien, 19. August. Etwa 80 Husaren deS Kaiser Wilhelm-Husaren-Regiments sind durch den Ge- brauch von schlechtem Kochgeschirr an Bleivergiftung erkrankt.

Pari», 19. August. Der Sultan verlieh der Frau und Tochter deS Präsidenten Faure den Großcordon des Chesakat-OrdenS.

Landon, 19. August. Bei der gestrigen Regatta fand zwischen den Dachten Meteor und Isolde ein Zusammen­stoß statt. Der Meteor fuhr in die Isolde hinein und riß daS Deck einschließlich der Masten weg. Dabei wurde Baron Zedlitz so schwer verletzt, daß er bald daraus starb. Die heutige Regatta wurde abbestellt- alle Flaggen sind auf Halbmast gehißt. Abends traf ein Beileidstelegramm Kaiser Wilhelms ein.

Hämmertest, 19. August. Nansen ist gestern auf dem ' DampferThor" hier unter Kanonendonner ein gelaufen.

Sofia, 19. August. An der macedonischen Grenze nafe bei Kneftendiel fand ein Zusammenstoß zwischen türkischen und bulgarischen Grenztruppe» statt. In dem Kampfe fielen 30 Bulgaren.

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Gieße», den 19. August. Familie» Abend bei Artillerie-BereinS Gieße».

Abend hielt der hiefige Artillerie-Verein einen jab; reich besuchten Familien-Abend auf derSchönen Sus ficht", zu dem auch die Kameraden des Marine Vereins laben waren. Ansprachen hielten die Herren L emke (l. fitzender) und Pabst jr., welcher auf den Gedenktag Schlacht bei Gravelotte hinwies, ferner Herr Nau, Herr Hebstreit NamenS deS Marine-VeretnS. Dai kalifche Quartett der Herren Hüttenberger, Geilfus und Rödiger, sowie die Zithervorträgr Herren Gebr. Sonntag verschönten den Abend in 8t, lungener Weise.

* Das Preisschießen am Sonntag und Montag folgende Ergebnisse: Wildst and (60 Meter laufenbti Wild), Ehrenpreise: 1. Ehrengabe deS Lügentisch,z Horn-Frankfurt (102 Punkte), 2. C. Wigandt (97 H 3. C. Brück (95 P.). Preise: 1. Horn (30 V 2. Brück (29 P ), 3. C. Wigandt (28 P.), 4. Ährte (27 $ 5. Burk (26 P.), 6. F. Windecker (26 P.), 7. Kilbingee 8. Schreiner, 9. M. Baumann, 10. A. Bieler.' 1 00-Meter-Scheibe, aufgelegt: Ehrenpreis, 1. Horn (154 P.), 2. Schreiner (147 P.), 3. C. (141 P.). Preise: 1. Kilbinger (35 P.), 2. Horn (35 P) 3. A. Dickors (34 P ), 4. F. Dickorä (33 P.), 5. C. 8tül (33 P.), 6. Schreiner (33 P.) , 7. Huhn , 8. Kutzschra! 9. Gieße, 10. W. Homberger. 175-Meter-Stani- scheibe: Ehrenpreise: 1. Kopp (237 P), 2. Hon (235 P.), 3. Wigandt (205 P.). Preise: 1. Schreib (57 P ), 2. Horn (55 P.), 3. Kopp (55 P.), 4. Kliding« (52 P.), 5. Wigandt (51 P.), 6. A. Dickorö (49 P. 7. E. Noll, 8. C. Brück, 9. Gieße, 10. Berge: 11. F. Dickors, 12. F. Helm. 300 - Meter (Feldscheibe). Ehrenpreis e: 1. Horn (276 P.), 2. Rib biuger (236 P.), 3. Wigandt (200 P.). Preise: 1. SM Offenbach (70 P.), 2. Horn (68 P.), 3. Becker (65 Al 4. Wiegandt (62 P.), 5. Berger (62 P.), 6. Kilbiqr (62 P.), 7. Gieße, 8. A. Dickorö, 9. F. Dickors, 10. C. »itt.

Z» Amerika verstorbene Hessen. St. Morgan, 3L Johann Dörr, 74 Jahre alt, aus Heffen-Darmstadt. - Rochester, N. Y., (Long Point), Georg F. Mer^ 73 Jahre alt, auS Esselborn. New Dork City, Carl Friedrich Kleinselder, 56 Jahre alt, aus DittelS- heim. Daselbst. Philipp Derschug, 35 Jahre alt, aul Sprendlingen. Daselbst. Frau Barbara Lindenseli geb. Jung aus Dieburg. Daselbst. John Denig, 33 Jahre alt, auS Sprendlingen.

** Richtpfändbarkeit der Sparkassenbücher. Sparkassen, bücher als solche find kein zuläffiger Gegenstand der Pfäv- | düng, denn ein Sparkaffenbuch ist nicht als selbstständiger Träger einer Obligation anzufehen, sondern kommt vielmehr nur als Beweisurkunde, als Legitimationspapier in Betracht. Da es als solches aber einen Verkaufswerth nicht repräsew tirt und deshalb auch den wesentlichen Zweck der Zwangs­vollstreckung, nämlich die Befriedigung des Gläubigers durch den Verkauf, nicht ermöglicht, so unterliegt eS auch nicht fcn Pfändung. Pfändbar wäre nur der Anspruch des ©diulbncl an bie Sparkaffe- ist biefer Anspruch gepfänbet unb über­wiesen, so wäre bamit gleichzeitig auch ber Anspruch asf Herausgabe des Sparkassenbuches als Zubehör ber §orbt- rung überwiesen. So hat das Berliner Amtsgericht f anläßlich ber Beschwerbe eines SchulbnerS entschieden.

** eine für Radfahrer wichtige Entscheidung bat vvt Kurzem baS ReichSversicherungSamt getroffen. ES hat er­klärt, baS Fahrrab sei nicht mehr als Gegenstand des Sport«, j sondern als Verkehrsmittel anzufehen, ba eS weit ve: breitet fei unb für manche Gewerbebetriebe eine erheblich Bebeutung gewonnen habe. ES müffe somit als ein be Gepflogenheit ber Bevölkerung entsprechendes Beförderungs­mittel anerkannt werden, unb seien daher solchen Gewerb- treibenden, die in ihrem Beruf ein Fahrrad benützen nrl habet verunglücken, Renten zuzubilligen.

-4- Nidda, 18. August. Zu Ende verwichener wurden aus einer hiefige» Brauerei ein SonntagSanzni, eine Taschenuhr und einige andere GebrauchSgegenständr « ij Gesammtwerthe von etwa 100 Mark entwendet. AS Thäter wurde ein hier beschäftigt gewesener 19jähriger Tcu-! löhner NamenS Lückel ermittelt, welcher bie Uhr inzwisch* versilbert und sich dadurch Reisegeld verschafft, den gestohlen» , Anzug aber mit feiner primitiven Kleidung vertauscht ha«^ Der- Dieb wurde in feiner Heimath Merlau erwischt a» nach dem Gefängniß zu Grünberg verbracht.

Friedberg, 13. August. In einer hiesigen Brauer' \ wurde ein Arbeiter von einem Pferde fo unglücklich II geschlagen, daß in Folge davon binnen zwei Tagen MM Tod des Knechtes erfolgte. Er hi terläßt eine ötttwe ck' vier kleinen Kindern.

Wald Michelbach, 17. August. In letzter Woche B* baS sehr geräumige Anwesen ber Fran Sittwe Mn . hier auf biS jetzt unbekannte Weise in Flammen aufce gangen. Gestern nun stellte sich ein vor drei Wochen t* wieberholt mehrjähriger Zuchthaushaft entlaffener 34jährisr! : Mensch, ber Sohn achtbarer Eltern von hier ber Volijt1 inbem ber Unmensch angab, er habe den Brand verursa^ um wieder Brod zu erhalten. Diese- wird er nun ar | wieder auf längere Zeit gratis bekommen. I

Berlin, 14. August. Bei dem gestrigen Musikf^ in berDeutschen Colonial Ausstellung" krka

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