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20.3.1896 Erstes Blatt
 
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Ur. 68 Erstes Blatt. Freitag den 20. März

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Anrts- und Anzeigeblntt fßr den 'Kreis Gietzen.

Hratisbeikage: Gießener Jamitienbtätter

verlangen kann.

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Wie dieNeuesten Nachrichten

Müacheu, 18. Marz.

Alle Lnnoncen-Bureaux deS In. und AuSlande» nehm« Anzeigen für denGießener Anzeiger- entgegen.

unserer Wersten und des Mangels an entsprechenden BefatzungS- kräflen- Dte Eommlsfionsmebrhelt habe ibn ausdrücklich beauftragt, ihren Widerspruch gegen dte sogen, uferlosen FlotrenpISne hier tm Plenum auszusprechen. Zugleich sei die Commission der Meinung, daß sie, indem sie die Bewilligung der Neuforderungen dieses Etat« empfehle, dadurch zum Ausdruck bringe, daß durch eine deformem planmäßige schrittweise Ergänzung unserer Flotte den uferlosen Plänen am wirksamsten das Wasser adgegraben werde. Gpectell betont Redner weiterhin, daß dte tm Etat geforderten neuen Kreuzer innerhalb des Rahmens der 1889er Denkschrtst liegen und daß sogar in Gemäßheit der Denkschrift noch zwei wettere Kreuzer zweiter Klasse

commisfion energisch bekämpft. Wie weiter versichert wird, thrilt die preußische Regierung diese Auffasiung. Da vielleicht auS der ganzen Affaire ein Conflict zunächst zwischen Herrn Dr. Miquel und dem Grafen Posadowsky entsteht, ja msg- licher Weise schon vorhanden ist, so kann man der Weiter- entwicklung des Zwischenfalles immerhin mit Interesse ent-

gegensehen.

Berlin, 18. März. Die RetchStagSeommifston zur Berathung der Anträge der Freisinnigen und Social- demokraten, betr. dte Ergänzung des Vereins- und Ver­sammlungsrechtes beschloß den Ausschuß der Minder­jährigen vom Besuche der Vereine und Versammlungen und zu gestatten, daß politische Vereine untereinander in Ver­bindung treten. Die Versammlungen unter freiem Himmel hängen nicht von der Genehmigung der Polizeibehörde ab, nur ist eine Anzeige 48 Stunden vor der Abhaltung nöthig, damit Anordnungen im BerkehrSinteresse getroffen werden können.

Berlin, 18. März. Die Commission für das bürg er- liche Gesetzbuch schloß den TitelDienstvertrag" ab und nahm bei dem TitelWerkvertrag" unter Ablehnung des Amendements Gröber-Stadthagen unverändert den Para­graphen 638 an, wonach der Unternehmer eines Bauwerkes die Einrichtung einer Sicherungshypothek für seine Forderung

Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für d« hkgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Bonn. 10 Uhr.

Neueste Nachrichten

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Deutscher Reichstag.

63. Sitzung. Mittwoch, den 18. März 1896.

Das HauS ehrt das Andenken deS verstorbenen Abg. Bohm (frt Po.) durch Erheben von dm Plätzen.

auf der Tagesordnung steht das Extraordinär tum des ^"^Referen?Abg. Dr. Lieber (Ctr.) berichtet über die Verhand­lungen der Commission über die sogew uferlosen Flottmp Lne. StaatSsecretär v. Marschall habe bekanntlich erklärt, in dieser Zession werde eine Vorlage nicht an das H-uS kommen, aber Erwägungm über Vermehrung der Flotte seien im Gange behufS Sicherung von H«mdcl und Schifffahrt nach Maßgabe der Verträge. Diese Er­wägungen seim aber nicht mit den Msttheilungen ein^lnn Preß- orgam zu identtficiren. In der Commission für dm Marine-Etat sei nun die Erregung gesteigert wordm durch einen Zwischenfall, Ankündigung einer Agitation für Vermehrlmg der Flotte durch einen RegierungSaffessor in Hannover. Daran hätten sich noch Angaben geknüpft über einen Kanzlerwechsel rc. Der StaatSsecretär habe die Verantwortung für diese Pläne entschieden abgelehnt, so entschieden, daß er eS sogar für unverschämt erklärt habe, einen hohen Marine­offizier in Gegensatz zu dem Herrn Reichskanzler zu bringen. Staats- secre-är v. Marschall habe sich diesen Erklärungen angeschloffm und erklärt, der betr. Beamte werde zur Verantwortung gezogen werden. Such der College Haffe habe als Vorsitzender des alldeut,chm Ver­bandes jeden Zusammenhang mit jenen Dingen abgelehnt, nachdem er hierfür alS Quelle angegeben worden sei. Neuerdings nun haben dieKöln Volksffg." und dte ,Posi" demnächstige Forderungen von 150 Millionen für die Marine angekündtgt. S»on in der Com­mission sei aber die Schwierigkeit, die Unmöglichkeit eines so raschen Borgehms. festgestellt wordm, Angesichts der LeistungSunfähigkett

Berlin, 18. März. Der Kaiser hat am Montag Nachmittag einem Kronrath, der im sogenannten kleinen BundeSrathssaal deS ReichstagSgebäudeS abgehalten wurde, präsidirt, welchen Character die betreffende Sitzung des preußischen StaatSministeriumS eben durch die Gegenwart des Monarchen erhielt. Ueber den Inhalt der gepflogenen Berathung laufen verschiedene Gerüchte um, am zutreffendsten scheint indessen die Annahme zu sein, wonach eS sich um Fragen der ReichSsinanzpolitik gehandelt haben soll, welche Muthmaßung durch die Theilnahme des ReichSschatzsecretairS Grasen Posadowsky an der erwähnten KronrathSfitzung eine gewisse Begründung ersährt. Speciell soll der Beschluß der Budgetcommission des Reichstages, der die Verwendung der Hälfte der den Einzelstaaten zuftehenden Ueberweisungen seitens deS Reiches über dte Matricularbeiträge zur Schuldentilgung des Reiches fordert, zu eingehender Erörterung gelangt sein. Wie es weiter heißt, hat in den Verhandlungen des Kronraths der Finanzminifter Dr. Miquel die Zulässigkeit einer Abänderung deS gesetzlich bestehenden Finanzrechts durch einen einseitigen Zusatz deS Reichstages zum EtatSgesetz be-

Abormemertts^Einladung.

Zum Bezug des(Siebener Anzeiger" für das 2. Vierteljahr 1896 laden wir hiermit ergebenst em. Wie bisher, wird derGießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrich­ten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Lausenden. Unterstützt durch an allenOrtender Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des An­zeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück­sichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein ge- diegenes Feuilleton wird neben besonderen Ar­tikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die (Sietzener Farrrilienblätter", welche dem An­zeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff Äringen, namentlich im Kreise der Familien eine 'beliebte Beigabe bieten.

Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. April den Anzeiger kostenfrei zu­gestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postftei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnements­betrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht aus­drückliche Abbestellung erfolgt.

Hochachtend

Verlag desGießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda).

fönn^bZ^e'bel (©oc.): Man treibe hier nur Versteckspiel und scheue sich' den Finger auf die Wunde zu legen. Seit der bekannten Rede vom 18. Januar feien die uferlosen Flottenpläne aufgctaucht. In der Commission sei nun Alles in Avrede gestellt worden - was sei daß für ein Zustand? Seit 10 Jahren sei der Marineelat von 36 auf 55 Mill, gestiegen und da solle unsere Flotte jetzt weniger leisten als vor 10 Jahren? Deutschland sei nach seiner ganzen Lage eine Landmacht und habe ja auch für feine Armee enorme Summen autzgegeben. In 10 Jahren für Armee und Marine zusammen 7174 Mill. Mark! Also per Kopf und Jahr 10 Mk.! Die Politik der Regierung in Ostasien halte er nach rote oor für eine falsche, weil sie eine Machtverstärkung Rußlands berbelgeführt habe.

StaatSsecretär Hollmann: Herr Bebel hat den Ches des Marinecabinets erwähnt und behauptet, derselbe stehe in Zusammen­hang mit den Treibereien in der Preffe. ES ist ganz ausgeschlossen, daß ein Offizier, noch dazu in feiner Stellung, mit der Presse in Verbindung steht und gegen die Regierung arbeitet. Es ist auch ganz ausgeschloffcn, daß ich zu ihm in Widerspruch und in Reibe­reien gerathe. So lange ich Chef bin, ist die Flotte nur um zwei Kreuzer vermehrt worden. Für die fünf Jahre vorher kommen noch zwei Kreuzer hinzu. Aber die okr Kreuzer sind wenig gegenüber

mitten," b-°bfich.s«. Wmtt) Dr. ». y.tt'.t.f'r.

Der khleheaer Anzeiger «rfcheint täglich, mit Au-nahme deS Montag«.

Die Gießener MckmilienvtLIter »erben dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt.

Meßmer Anzeiger

Keneral'-Mzeiger.

werden ? Wir werden im nächsten Jahre einen Plan vorlegen über das, was in Aussicht genommen ist, aber es ist nichts Sensationelles dabei, nichts, was Sie erschrecken müßte. Je geringer die Quantität unserer Schiffe ist, desto mehr müssen wir auf die Qualität bauen.

Abg. Pachnicke (frs. Vg.): Herr Bebel hat Alles fummirt, waS für Heer und Flotte auSgegcben ist. Aber wurde er etwa, wenn er die Verantwortung hätte, abrüsten wollen? Wir find von Vertrauensseligkeit fern, wir warten ab, bis unS die Flottenplane vorliegen. Man hat uns erklärt, daß nur das, waS abgeht, ersetzt werben soll, und diese Erklärungen binden Diejenigen, die sie ab­gegeben. Wenn auch Handelsverträge der beste Schutz unseres Handels sind, so können doch Verwickelungen eintreten, welche ew« Schutz durch eine vermehrte Kreuzerfiotte nothwendig erscheinen lassen. Hoffentlich gelingt eS, zu einem Handelsverträge mit Japan zu kommen Eine ruhige, planmäßige Entwickelung unserer Kreuzer­flotte werden wir unterstützen. .

Abg. v. Bennigsen (nl.): Sowohl in der Erneuerung efc in der Erweiterung der Flotte, gemäß dem bestehenden Progravmr haben wir wegen der Finanzlage eine Zeit lang ein sehr langsames Tempo innegehalten. Mit den programmmäßigen Erneuerung« länger zu warten, wäre im höchsten Maße gefährlich. Wir rwd die Regierung sind friedliebend. Aber der Frieden seit 1870 wäre nicht möglich gewesen ohne unsere gewaltigen Rüstungen. Wir würden unsere ausgedehnten Küsten nicht schützen können ohne eine genügende Kreuzer flotte. Wer en die Flotte des kleinen Dänemark denkt, sollte doch einsehen, daß wir schon vom rein militärisch« Gesichtspunkte unserem Programm gemäß die Flotte auSgefialtm müssen. Auch im Interesse unseres Handels und der Industrie das geboten. Wir haben neben England und Nordamerika die größte Handelsflotte der Welt, sie ist in civilistrtem, halb- und m>- cioilistrten Gegenden thäiig. Es ist einer großen Nation unwürdig, für ihre LebenSinteressen auf die Tauer auf den Schutz, den gut« Willen Anderer angewiesen zu sein WaS England anlangt, so glaube ich, wünscht der ganze Reichstag, daß wir mit diesem Lande in Freundschaft bleiben. Aber bei unserer industriellen, wechselseitigen Concurrenz ist es kein Wunder, wenn in England keine besondere > Neigung besteht, unserem Handel eine Stütze zu sein.

StaatSsecretär Holl mann erwidert auf eine Auflage D« Abg. Rickert,Friedrich der Große" soll in WUhelmShafen, ein Kreuzer 2. Klasse in Danzig und die übrigen neuen Schiffe aut Privatwerften gebaut werden.

Wetterberathung morgen.

zu bewilligen blieben. . ___I

Abg. Fritzen (Cir.): Gegen die vorliegenden Forderungen für Schiffe habe ich nichts einzuwenden, weder gegen das Ersay- panzerschiff, noch gegen die neuen Kreuzer. Wenn wir bisher etwas zurückhaltend waren, so ist dak eben dem Wechsel der Typen der Flotte nur zu gute gekommen. Wir übernehmen jetzt ein großes I Engagement, aber daS Opfer, das wir bringen, wird unS dadurch erleichtert, daß die ffnanzielle Lage sich erheblich gebessert hat. Wir haben d,s Vertrauen zu dem gegenwärtigen Leiter deS Marine-AmtS, daß er uns vor Überraschungen sichert. Die Anhänger bet ufen I losen Pläne betonten zu sehr den Schutz der Deutschen im AuSlande, unter denen sich auch Manche befänden, die wegen Verbrechen ober um unseren erhöhten Steuern zu entgehen, Deutschland verlassen bitten. Zum Schutz unserer Handels-Niederlassungen in civilistrien Staaten genügten diplomatische Actionen. Schützen müßten mir nut die Niederlassungen in halbcivilistiten Staaten, sowie unsere Küsten. Nach diesen Gesichtspunkten werden wfl auch, wenn eine festbegrenzte Vorlage an uns herantritt, dieselbe prüfen und bewilligen, was unsere ^"^S?a!lssecretär v. M a r s ch a l 1: Ich bin sehr gern bereit.zu wiederholen, was Alle die beruhigen kann, welche bereit sind, das Nothwendige zu bewilligen. Wer sieht, wie stark jetzt die JnterAen- kämpse sind, kann sich nicht wundern, wenn auch wir unser Rüst- | zeug verstärken. Wir haben ja nun gewiß Schwärmer, denen Alles, was wir thun, nicht genug ist; aber wir haben auch negative Schwärmet, welche in jedem auf die Werft gelegten neuen Schiff schon einen bevorstehenden Krieg sehen. Unsere erste Aufgabe w rd immer sein, in Emova zu sein und zu bleiben vfit gleichgesinntm Freunden, Hüter des Rechts (Bravo!). Und das allein schon schützt uns vor jeder abenteuerlichen Politik. Die Schwarzmalerei ist also unangebracht, zumal, wenn sie zusammenfällt mit solchen Schiff S- bauten, wie sie gegenwärtig an einer anderen Stelle erfolgen. Wit wollen in Frieden leben, wir wollen aber, wenn wir angegriffen werden, auch stark sein (Bravo!), auch zu Wasser. Wit suchen nicht Conflicte, denn damit würden wir den Deutschen im AuSlande den schlechtesten Dienst leisten. Ebensowenig aber wollen wir Conflicte um jeden Preis vermeiden. Wollen wir unsere Interessen nur wahren mit Tinte und Papier, so würde es sehr bald heißen: billig aber schlecht! (Heiterkeit). Unsere Kteuzetflotte ist ungenügend. Als aus Kleinasien Hilferuf um Hilferuf kam, konnten wir nur ein Schulschiff schicken. Unsere Schutzbedürfnisse haben sich erweitert, unsere Schutzmittel abgenommen. Namentlich weist Redner noch auf Sentralamerlf j hin. Unsere Interessen immer nur Anderen Mim Schutz an juo er trauen, das wäre unser unwürdig. Betreffs der vorjährigen Vorgänge In den ostasiatischen Gewässern bat man uns zu Unrecht vorgeworfen, wir hätten unbegründeter Weise einen Frontwechsel vorgenommen. Schon sechs Wochen vor dem Friedens- schlutz haben wir Japan darauf aufmerksam gemacht, daß eine Besitznahme ostastattschen Festlandes voraussichtlich eine europäische Intervention zur Folge haben würde. Wir gingen da von der An­sicht aus, daß eine Inbesitznahme von der Halbinsel Liao - Tong, zusammen mit den Pescadores und Formosa, eine ständige Bedrohung Chinas darstellen würde. Japan ist unserem Rathe nicht gefolgt. Ais dann nach dem Friedensschluß von Schimonoseki Rußland ent­schlossen war, die Annexion auf dem Festlaude nicht zu dulden, kam es zu einer friedlichen Jntervmtion, deren Ausgang bekannt ist. Es ist nicht bloße Vermuthung, wenn ich sage, daß die japanische Regierung heute unsere damalige Haltung billigt. Wir haben damit nicht die Geschäfte Rußlands und Frankreichs besorgt, sondern ge­rade durch die Theilnahme an der Intervention die deutschen In- , ..............

ttreffen gewahrt. Nicht China zu Hebe, nicht Japan zu leide. Ich stritten und überhaupt den genannten Beschluß der Budget« wüßte auch nicht, rote wir dazu kämen, einer befreundeten, auf- >---------t* cm». wird,

strebenden Nation zu nahe zu treten. JL hoffe auch, daß binnen Kurzem die commerziellen Verhältnisse zu Japan in sichere Bahnen gelenkt werden. Erinnern Sie sich der erregten Befürchtungen be­züglich der deutschen Missionen bei AuSbruch deS japan-chinesischen Krieges. Wenn diese Befürchtungen nicht etntrafen, so danken Sie dies" der ernsten damaligen Thätigkest unserer Flotte! ES glebt olde Tausende Deutsche im AuSlande, die wir unS nur erhalten können, wenn wie ihnen Schutz gewähren. Da« ist gute deutsche Politik und Sie werden dieser Politik Ihren Beifall nicht verweigern