Die beiden Hüter konnten besser
beginnt der Wettlauf.
Nachdem die Verhandlungen über einem befriedigenden Abschluß ge«
Die Admiralität läßt 20 neue 27 andere Torpedos find bereits
»ach Cuba zu entsenden.
London, 17. Juli. Torpedoboote bauen, im Bau.
Belgrad, 17. Juli, die Vieh Grenzsperre zu
eine Million Dollar geschätzt.
Juli. Ja einem Hotel von Sau auf den Expr äs identen von Sal- Derselbe blieb unverletzt. Der Thätcr
laugt find, wird die ungarische Grenze für Schweine« trän-Porte a« 30. Juli geöfsaet.
Belgrad, 17. Juli. Der Minister de» Juuero, Maria« ko Vice, ist lebensgefährlich erkrankt. Maa glaubt, daß
hannöversche Schau« und Lustspiel - Ensemble unter der Directiou des Herrn I. Priebe auf dem „Lenz'schen Felsenkeller" hterselbst einen Gastspiel« Cyclu» von Theater «Vorstellungen. — Da» Repertoir wird mannigfache Abwechselungen in Schau«, Lustspiel und Posse bieten. Al» Eröffnungs-Vorstellung wird das beliebte Kneisel'sche VolkS- stück „Die Lieder des Musikanten" zur Aufführung kommen. — Wir wollen nur hoffen, daß diesem Unternehmen die Lebensfähigkeit nicht voreuthalteu bleibt, umsomehr, da der Eintrittspreis ein äußerst mäßiger ist.
•» Zwei Jubiläen. Im Hause der Herren S. Bock u. Co. hier haben in diesen Tagen zwei Beamte, Herr Johanne» Pahlke von hier und Herr Heinrich Kolb auS Wteseck daS 25jährige Jubiläum ihre» Eintritts in die Fabrik ge« feiert. Die Jubilare, die mit gerechter Befriedigung auf eine ebenso lange als segensreiche Thätigkeit zurückbltcken, wurden von ihrer Principalität beglückwünscht und beschenkt. Wir sprechen an dieser Stelle die Hoffnung aus, daß e» den pflichttreuen Männern noch lange Jahre beschteden sei, mit rüstigen Kräften ihres Werkmeister «Amtes zu walten.
»• Milchcuraustalt. Eine Milchcuranstalt inmitten der Stadt wird gewiß von so manchem Milchcurbedürftigen mit Freuden begrüßt werden. Herr Oeconom Nebe eröffnet eine solche in den nächsten Tagen auf seinem Grundstück in der ZozelSgaffe und ist man eben noch daran, von der Nordanlage auS einen Eingang in den Garten zu schaffen. Letzterer ist zur Verschönerung deS Aufenthaltsortes geschmackvoll hergerichtet. Zur Bequemlichkeit der Curgäste ist vorläufig ein dem Zweck entsprechend eingerichtetes Gartenhaus vorhanden. Weitere zwei Gartenhäuser werden in Kürze fertig gestellt, wovon eines für den Wintergebrauch heizbar eingerichtet wird. Zur Unterhaltung der Gäste befindet fich im Garten ein Geflügelpark, bestehend in seltenen Hühnern, Enten und Tauben. Für die Milchcuranstalt hat Herr Nebe reine Allgäuer Milchkühe direct auS der Schweiz kommen und dieselben hierselbft mit Tuberkulin impfen lassen. Der Tag der Eröffnung wird durch Inserat bekannt gemacht.
•* Sin gefaßter „Dieb". Wie man fich erzählt, so find in der letzten Zeit auf den umliegenden Ortschaften mehrfache Einbrüche vorgekommen und scheinen alle diese Diebstähle von einer Person ausgeführt worden zu sein. Die Art der AuSsührung der Einbrüche ist folgende: Der Dieb steigt durch ein Fenster ein, begiebt sich in daS Schlafzimmer und unterwirft die Taschen der Hosen rc. einer gründlichen Revision. Dies geschah auch in dem benachbarten Hausen । in zwei Wohnhäusern. Darüber große Erbitterung bei dem Nachtwächter. Der Hüter der Nachtruhe und Sicherheit der Bewohner von Hausen fühlte sich gekränkt und wollte Alles daran setzen, um den Dieb zu fassen, deshalb nahm er sich in den folgenden Nächten zu seiner Sicherheit und Unterstützung einen kräftigen Begleiter mit. Muthig und kampfbereit wandeln beide durch die Straßen und die nächste Umgebung des Ortes. Plötzlich sehen sie eine Gestalt kommen, die den ungewöhnlichen Weg über einen Gartenzauu macht und beim Anblick der beiden Hüter ReißauS nimmt. Jetzt
Gieße«, den 18. Juli.
Ernennungen. Ernannt wurden der Heizer bei den Oberhesfischen Eisenbahnen Friedrich Posse zum Locomotiv« führer bei den Hessischen StaatSeisenbahnen, die HtlfSheizer bei den Oberhesfischen Eisenbahnen Carl Gräber auS Ltch und Georg Sch ardt auS Hausen zu Heizern bet den Hessischen StaatSeisenbahnen, die Bremser bet den Oberhesfischen Eisenbahnen August Eifert und Kaspar Göbel zu Schaffnern bet den Hessischen StaatSeisenbahnen, säwmtltch mit Wirkung vom 1. August l. I. an. — Zu Steueraufsehern wurden ernannt die SteueraufseheraSpiranten Philipp Haller aus Eberstadt, Georg Kalbfleisch auS Darmstadt und Carl Kroner aus Stammheim.
** Aus dem Gerichtsdienst. Ernannt wurden am 11. Juli der HülfsgerichtSschretber am Amtsgericht Lorsch Johannes Göbel zum HülfsgerichtSschretber am Amtsgericht Darmstadt II, der HülfsgerichtSschretber am Amtsgericht Ulrichstein Georg Peter Knopf zum HülfsgerichtSschretber am Amtsgericht Groß-Umstadt, der GertchtSschreiber«Aspirant Karl Vierheller In Lorsch zum HülfSgerichtSschreiber am AmlS« gericht daselbst und der GerichtSschreiber-ASpirant Friedrich Kleyensteuber in Groß-Umstadt zum HülfSgerichtSschreiber am Amtsgericht Ulrichstein.
•» 1796—1896. In diesem Jahre feierte daS gesammte deutsche Vaterland und wir mit die großen Eretgntffe vor 25 Jahren. Dankbarsten Herzens gedachten wir der Groß« thaten der deutschen Heere und ihrer Führer, durch welche deutscher Boden nur von französischen Gefangenen be« treten wurde. — Wie anders vor hundert Jahren. So
lange ist eS gerade, daß die allerdings unzeitgemäß klägliche Festung Gießen zum zweiten Mal von den Franzosen be« schoffen und eingenommen wurde. Fand dabet auch keine eigentliche Plünderung unserer Stadt statt, so litt fie doch außerordentlich durch fast unerschwingliche Abgaben aller Art. Noch viel schlimmer ging eS dem offenen Lande ringsum. All daS ist in unserer raschlebenden Zeit vergessen,—leider! Denn namentlich der Jugend sollte immer und Immer wieder in die Erinnerung zurückgerufen werden, in welch schandbarer Weise die Franzosen auf deutschem Boden hausten. ES ist als ein äußerst dankenSwerthes Unternehmen zu be- grüßen, daß ein kleines Schriftchen, daS 1796 unmittel» bar nach dem Abzug der Franzosen hier erschien, ■ nui««« --------- — ■
neu gedruckt im Verlag von E. Ott mann (General- l laufen als der vermeintliche Dteb und zu ihrer große«
Stinten, 16, Ju !bn Erzbischof von M reise in jenen Gegend« zu Hause ist, mit Sezu psang verbeten, Ä Nm' auS ritt wahr, ds wäre t Krise der Bevölkerung iwM,
• Tu Mu öll brachte birsrr Tage u essanteo Artikel, dem I Verwendung der electr der Gemeinden und P Versorgung der reichen mancher beomkenSweri stabt schus ein großes Snomuetze fich immer iv'imgliche Kraft für l btT Wr, sondern dii u doch anderswo verf «*' i°
i’älftt hu Sanleni, S ** Mt lute, a “wjaritn, has dies
°°° Wr, «h
-l-u,lsch 6[h Reitete! 8.85,, W uab
w’«e btl 1 H >« Sitnfte |
derselbe demnächst demisfiouiren wird.
Rewyoek, 17. Juli. Ein Wirbelsturm hat PtttS- Der Schaden ist sehr bedeutend. Der«
vertrieb: FreeS & Tasche) erschienen ist. Diese ^Kriegsgeschichte der Stadt und veftung Gießen und deren nm- liegenden Gegenden vom 7. Julh bis zum 10. September 1796 von einem Augenzeugen" ist vortrefflich geschrieben und Hal der ungenannte Verfasser, der offenbar den betheiligten Behörden sehr nahe stand und Über alle Vorkommnisse vollständig unterrichtet war, in seinem knappen, lebendigen Stil großen Vorbildern nachgearbeitet. ES ist wirklich recht dringend zu wünschen, daß dieses vortreffliche Büchelchev in Stadt und Land recht verbreitet und eifrig gelesen werde, eS kann dadurch die Liebe zur Heimath und dem gesammten Vaterland nur erhöht und gekräftigt werden.
** Renette Aufnahme« von Gieße« und Umgegend. In letzter Zeil läßt die Firma Heinrich Noll Aufnahmen von Stadt, Gebäuden, Straßen, sowie Gießens Umgebung anfertigen. Wie die bereit- ausgestellten Bilder -eigen, sind dieselben in künstlerisch vollendeter Weise sauber auSgeführt und ist der Preis, 60 Pfg. für da- Bild in der Größe von 13 : 18 Ctm., äußerst billig. Dieselben find in den Kunsthandlungen von I. Bach, C. Krebs sowie beim Verleger selbst, Markt 1, zu haben. Wir versäumen nicht, da- kunst- liebende Publikum auf dieses neue Unternehmen aufmerksam zu machen.
•• Sanger «Vereinigung Gießen. Gleiberg-Concert. SS dürfte von allgemeinem Interesse sein, zu erfahren, daß in dem Concert am Mittwoch Abend im Gegensatz zu den großen Chorwerken eine Rühe einfacher, zarter Volkslieder zu Gehör gebracht werden sollen. ES mag ja darin ein Widerspruch liegen, mit Massenchören ein einfaches Volksliedchen vorzutragen, dieser Widerspruch ist aber nur scheinbar. Freilich, wenn fich ein paar hundert Schreihälse hinstellen und unS in Kreutzers schönem Liede im kräftigsten forte versichern „Ich bin allein auf weiter F l u r", fo ist daS nicht schön und eS liegt etwas zu viel unfreiwillige Komik darin. Wenn aber ein wohl- geschulter starker Chor ein einfaches DolkSliedchen fein nüancirt vorträgt, wie wir eS unter Franz Bauer- Leitung wiederholt gehört haben, so ist daS zweifellos erhebend. Ein schönes piano von 100 Sängern auSgeführt, ist nicht lauter, als ein solches von 10, aber ausgeglichener, abgerundeter, gesättigter. AuS diesem Grunde klingt denn doch ein crescendo von 100 Sängern ganz anders als ein solches von einer kleineren Zahl, und wenn bann ein forte- fortissimo gebraucht wird, hat eS der Dirigent in der Hand, wirklich gewaltige Tonmassen zu entfalten. Und trotz dieser Wucht wird man nie die Empfindung deS Ueberlauten haben, in größeren Massen deckt eine Stimme die andere und da- unangenehme Hervortreten einzelner zu starker Stimmen, was bei einer kleineren Anzahl so oft Übel empfunden wird, ist gänzlich ausgeschlossen.
** Sommer «Theater. Morgen Sonntag eröffnet da»
. 3« »jft**» SÄn.
*88*«
bei Todesstrafe nennen.
Havana, 17. Juli. Die Aufständischen verursachten in der Nähe von Sagua die Entgleisung eine- Güterzuge», welcher vollständig zertrümmert wurde. Der Locomotiv- führer wurde getödtet, zwei Hetzer verwundet. Die Polizei entdeckte ein Depot von Waffen, welche für die Aufständischen bestimmt waren. 10 Personen wurden verhaftet.
Berlin, 18. Juli. Der „Vorwärts" stellt fest, daß die Socialdemokraten in Wefthavelland dem vr. Leo Aron schon vor Monaten die Candidatur wiederholt angeboten haben, dieser aber so bestimmt und rücksichtslos abgelehnt hat, daß man jetzt, wo der ernste Fall unerwartet rasch ein« trat, gar nicht erst mehr den zwecklosen Versuch einer neuen Anfrage machte. Die Candidatur sei jetzt PeuS in Dessau angeboten worden.
Berlin, 18. Juli. Im Buchhändler-Börsenblatt kündigt der Pariser Verleger Paul Allendorf das demnächsttge Erscheinen der Friedmann'schen Broschüre „Wilhelm II. und die Revolution von Oben" an.
Berlin, 18. Juli. Auf der Stadtbahn wurde gestern ein bet Moabit beschäftigter Vorarbeiter von einem Zuge üb erfahren und getödtet.
Berlin, 18. Juli. Aus Privatbriefen aus Südweft- Afrika geht hervor, daß Hendrik Witboy seinen irn Jahre 1894 übernommenen Verpflichtungen während der neuerlichen Unruhen vollständig nachgekommen ist und er nicht, wie früher berichtet wurde, krank in Gibeon zurückgeblieben ist, sondern selbst mit 70 Mann an der Seite MahereroS an dem Kamps gegen die KhauaS-Hottentotten theilgenommen hat.
Rom, 18. Juli. In einer HerrschaftS-Villa bet Pa« lermo wurde eine FalschmÜnzer-Werkftätte entdeckt. Es wurden gefälschte Hundert-Lire-Scheine im Betrage von über eine Million vorgefunden und beschlagnahmt. Sechs, den höheren Gesellschaftskreisen angehörende Falschmünzer wurden verhaftet, darunter ein Stadt-Assessor und zwei Offiziere a. D.
Paris, 18. Juli. Der bekannte Geschichtsschreiber der Stadt Metz, August Prost, ist hier gestorben. In seinem Nachlaß soll fich u. A. bemerkenSwertheS Material bezüglich des angeblichen BerrathS BazatneS befinden.
London, 18. Juli. Nach einem Telegramm aus Valparaiso strandete der deutsche Dampfer Pentaur auf der Fahrt von San Joss nach Hamburg unterwegs, bei Quinteros, Passagiere und Mannschaft konnten an Land gebracht werden.
S’*len. '
bürg heimgesucht, selbe wird auf über
Rewyork, 17.
FranziSco wurde vador geschossen, wurde verhaftet.
Kairo, 17. Juli. Die Mahdisten haben eine große Truppenmacht concentrirt, um die Niederlage von Ferkeh wettzumachen. Der Bote, der dem Khalifen die Niederlage meldete, wurde gekreuzigt. Den Namen Ferkeh darf Niemand
. 6. ben h°be°-
yl btt “'"•.'a.glltlt* - *Äw11
SÄ ÄS
Ith5«1 w'Wit Wt Hebung de ^"»euÄreibeu de 28. >l ab
> eu L-eck h°be° * ltia, Süßeniln B« • ‘ uni einen W- ^unbigea ®
L« bisher bei dm e0 nld)t möglich - Dielt Stltgtchit auch v rdc. - viedenkop
und Luftcurort ■ viel, datz ein derart! jintni und besrtedtgem m fiad so nahe bei Madige Sosenihaü voll lit Uiblicbe Verpfleguv besten W W 5 \ Mneisrn», so bah wir । "DU dmMfiigr Ausg Wähigtm Prvsen steht ttljo in den hmlichen topf! (S. Inserat.)
Dienst zu belassen. — Der Minister deS Aeußern, Hanotaux, gab Li«Hung-Tsch ang ein Frühstück auf dem Giffelthurm.
Madrid, 17. Juli. (Kammer.) LinareS erklärte negenüber den Angriffen wegen mangelhafter Soldzahlung an die Truppen, daß einige Militärs den Cuba-Sold in Folge schwieriger BerkehrSverhältniffe verspätet erhielten.
London, 17. Juli. Die Fahrradfabrik Humber u. Co. ta Coventry und mehrere Nachbarhäuser find nieder- gebrannt. Der Schaden beträgt mindestens 80,000 Pfd. I Sterl. 600 Personen find arbeitslos.
Kopenhagen, 17. Juli. Se. Königliche Hoheit Prinz Heinrich von Preußen ist heute an Bord der Macht „Esperance" von hier abgesegelt.
Dopofch« M thrno „Herold*
Berlin, 17. Juli. Dem „Berl. Tagebl." geht aus Kassel die Meldung zu, die Ankunft deS Kaisers auf Wilhelmshöhe solle nicht am 2. August, sondern am 9. August Abends erfolgen. Während deS Aufenthalts deS Kaisers auf Wilhelmshöhe werde dort der Besuch des Großherzogs von Sachsen-Weimar erwartet.
Berlin, 17. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung des Rothen Adlerordens erster Klasse an den Prinzen Ernst von Sachsen-Weimar.
Berlin, 17. Juli. Die Regimenter der Dragoner und Stüraffiere, sowie daS Kaiser-Franz-Grenadier-Regiment, welche an der Schlägerei in der Blücherstraße theilgenommen haben, find mit sechs Tagen Kasernenarrest bedacht worden. Kein Mann darf nach 8 Uhr die Kaserne verlassen, auch kein Unteroffizier.
Berlin, 17. Juli. Die „Berl. Reuest. Nachr." 6c- haupten, daß namentlich im Süden, wo eigenartige Ver« I tretungen de- Handwerks bestehen, eine starke Abneigung gegen die Ersetzung derselben durch die Zwangsinnungen, wie fie die Vorlage Über die Handwerkerorganisation erstrebt, vorhanden ist.
Berlin, 17. Juli. Die Sammlungen für die verfolgten Armenier haben einen reichen Ertrag ergeben. DaS Berliner ComitL der Eoangettschen Alliance verfügt über mehr als 30,000 Mk. Aus den Mitteln sollen zwei Waisenhäuser errichtet werden.
Mannheim, 17. Juli. Heber daS Vermögen des Kaffee- EngroS-GeschäftS von Heinrich Pohly ist ConcurS ver« hängt worden.
Wien, 17. Juli. Der Professor des Militär-Thier- arznei Instituts, PolanSki, erhielt einen Drohbrief, worin gesagt wird, er werde niedergeschossen, wenn ein Studirender bei der Prüfung durchfalle.
Prag, 17. Juli. Neuerdings ist auf dem hiefigen Haupt« Postamt ein Geldbrief mit 16,000 Fl. Inhalt verschwunden. Ein der That verdächtiger Postbeamter wurde verhastet; derselbe leugnet jedoch, den Diebstahl begangen zu haben.
Rom, 17. Juli. Im Auftrage de» Deutschen Kaisers begab sich heute der deutsche Consul ins bischöfliche PalatS, um fich über das Befinden des Cardinals Sanfeltce zu erkundigen.
«rüffel, 17. Juli. Die „Jndependavce beige" meldet auS Petersburg: Der Zar werde weder Berlin, noch Paris besuchen, werde jedoch nach Wien gehen, um dort über die orientalische Politik, an der beide Kaiserreiche ein gleiches Interesse hoben, mit Kaiser Franz Joseph zu conferiren. Kein besonderer Grund rufe ihn nach Berlin. Er könne auch nicht nach Paris gehen, um nicht in Berlin Anstoß zu erregen. Da die Reise deS ZarevpaareS erst in der zweiten Hälfte des August stattfinde, so sei eS möglich, daß der Reise« plan, welcher jetzt Wien, Darmstadt, London und Kopenhagen | umfaßt, abgeändert werde.
Brüssel, 17. Juli. Die Socialistenführer haben beschlossen, bei den zukünftigen Wahlen jede« Wahlbündniß mit den Liberalen aller Schattirungen als unmoralisch und unpolitisch abzulehnen.
Paris, 17. Juli. Aus Anlaß des 19. Jahrestages der Befreiung von Bahoziol durch daS 23. russische Infanterie-Regiment drückte der Oberst dieses Regiments dem in Bethune gamisonirenden 23. französischen Infanterie« Regiment telegraphisch die Hoffnung auS, daß beide Regi- meuter in Zukunft brüderliche Hilfe auf dem Schlachtfelde fich leisten werden. DaS bejahende Telegramm des französischen Regiments ging sofort ab.
Paris, 17. Juli. Der „Matin" erzählt folgende Ge» schichte: Ein in der Waffenfabrikation competenter Ingenieur von Krupp, welcher den Btcekönig Li.Hung« Tschang in einem Specialzuge nach Holland und Belgien begleitete, habe versucht, im Gefolge des VicekönigS die Kockerill'schen Werke zu befichtigen. Der Director derselben habe ihn indeß noch rechtzeitig erkannt und ihm die Thür vor der Nase zugeworfen. ES wäre doch interessant, sagt der „Matin", zu wissen, ob dieser Ingenieur den Vicekvnig nach Frankreich begleitet, um auch da die Waffenfabrik von St. Etienne und die Kanonenfabrik zu befichtigen.
Paris, 17. Juli. DaS Zareupaar beabfichtigt, nach feiner Berliner Reise auch Frankreich zu besuchen.
Paris, 17. Juli. Vicekönig Li'Hung«Tschang besuchte gestern Msline und ConstanS; der letztere Besuch dauerte sehr lange.
Paris, 17. Juli. Präsident Faure gab gestern zu Ehren deS VicekönigS Li-Hung-Tschaug ein Diner, an welchem viele Diplomaten, sowie Li-Hung-Tschang mit Gefolge theilnabmen.
Madrid, 17. Juli. Die Regierung beschloß, bis Ende August 40,000 Manu und im November weitere 40,000 Manu


