Ausgabe 
19.4.1896 Erstes Blatt
 
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affeff or Dr. Fritz Sommerlad zum Lehrer an dieser I Schule zu ernennen.

♦♦ Erledigte Lehrerstelle. Erledigt ist eine mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober-Glecn, Kreis Alsfeld, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk.

* Echuldienstnschrichten. Der von dem Herrn Fürsten zu Jseuburg-Rtrsteiu aus die'2. Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Münster präsentirte SchulamtSaspirant Georg Schmitt aus Fürfeld wurde für diese Stelle bestätigt; dem SchulomtSaspiranten Wilhelm Muth auS Gimbsheim wurde die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Crainfeld übertragen; der von dem katholischen Pfarrer und dem OrtS- Vorstand zu Mörlenbach auf die 1. Lehrerstelle an der Ge- meindeschule daselbst präsentirte SchulamtSaspirant Jacob Kronen berg er auS Ebersheim wurde für diese Stelle bestätigt; dem SchulamtSaspiranten August Hofmann aus Friedberg wurde die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bodenrod, dem SchulamtSaspiranten Johanne» Feurer auS Egelsbach wurde eine Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Dudenhofen übertragen- der von dem Herrn Grafen zu Y enburg und Büdingen in Meerholz auf die Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Eckartßhauieu präsentirte Schul­amtSaspirant Hermann Bonder Heid auS Ranstadt wurde für diese Stelle bestätigt. Der Schullehrer an der evan­gelischen Schule zu Groß-Zimmern Otto Jacob wurde seine» Dienstes entlassen.

Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 7. April hat der RechtSanwalt I)r. Wilhelm Wenck zu Darmstadt die Zulassung zur RechtSanwaltschast bei dem Oberlandetgericht und dem Landgericht der Provinz Starken­burg aufgegeben.

* Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 8. April wurde der GerichtSafsessor vr. Rudolph Schauer zu Mainz zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Bingen zugelassen.

* Hoher militärischer Besuch. Gestern Abend trafen Se. Excellenz der DivifionScommandeur von Goßler nebst Adjutant, Herrn Major B ende mann, zur RegimentS- besichttgung hier ein, und stiegen im Hotel Kühne ab.

* * Baseler Operetten-Ensemble. Die Aufführung deS Mikado fand unter denselben Umständen statt, wie die beiden vorangegangenen Vorstellungen, schlecht gefüllter Saal und gute Leistungen auf der Bühne. Am Sonntag folgt als Schlußvorstellung der Vogel Händler, und wäre es wirklich zu wünschen, daß das Publikum Gelegenheit nähme, der fleißigen Künstlerschaar durch Besuch dieser letzten Vorstellung den Dank abzustatten.

Theater. Morgen Sonntag findet das letzte Gast­spiel des Basler Operetteu-EnsembleS statt und wird Zellers Vogelhändler zur Aufführung kommen. Wir machen speciell darauf aufmerksam, daß die Direction in An­betracht deS Sonntags die Hinteren Rethen des zweiten Par- quetfl auf 1 Mk. reduzirt hat, so daß Jedem der Besuch der Vorstellung möglichst erleichtert wird. Die Gesellschaft hat den guten Ruf, welcher ihr vorauSging, voll und ganz be­währt, die Leistungen sind wirklich gut, die Costüme sogar so schön, wie wir sie hier noch von keiner anderen Gesell- schäft zu sehen bekamen. ES wäre also zu wünschen, daß sich daS Publikum recht zahlreich etufindet, um den Beweis zu liefern, daß auch in Gießen wahre Kunst unterstützt wird.

Goncett. Die vereinigte Gießener Sängerschaft beabsichtigt, im Juni d. I. in Steins Saalbau unter Leitung de» Herrn Franz Bauer ein größeres Concert zu veranstalten. Der Ertrag soll zu einem mildthätigen Zwecke Verwendung finden. Die Proben werden von Herrn Bauer in der Weise geleitet, daß im Saale des Hotel Einhorn Montags die Tenöre, Freitag» die Baffe fingen. Dieselben beginnen am Montag den 20. April, Abends 9 Uhr. Allen Sängern, welche Interesse zu größeren Aufführungen haben, ist Gelegenheit gegeben, sich hierbei zu betheiligen.

* Gabelsberger Stenographen Verein Gießen. Zu dem Dienstag, den 21. April, Abend» 8'/, Uhr, in dem Saale de» alten Rathhauses beginnenden AnfangS-Unterricht»- Curfu» in der GabelSberger'schen Stenographie gestatten wir uns al» Ergänzung der in Nr. 79 unsere» Blatte» gebrachten Mittheilung auch an dieser Stelle nochmal» ganz besonders aufmerksam zu machen.

* Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 11. bis 17. April.) Der Getreidemarkt stand in letzter Woche unter ganz uner­warteten Einflüssen. In Nordamerika, wo in der Woche vordem 11. April die Weizenpreise ganz bedeutend gestiegen waren, sind die Preise infolge mächtig angeschwollenen An­gebot» wieder gefallen, sodaß auch in Europa, speciell in Deutschland die Auswärtsbewegung der Getreidepreise wieder zum Stillstände kam. Obwohl ferner da» Wetter wieder rauher geworden ist, und wir noch Nachtfröste bekommen können, so wird doch durch daö Wetter eine Schädigung der Saaten zunächst nicht befürchtet. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen (je nach Qualität und per 20 Centner) für 150 bis 165 Mk., Roggen für 119 bis 123 Mk., Gerste für 113 bis 170 Mk., Hafer für 115 b\i 145 Mk. Mais 88 bi» 96 Mk.

§§ Mefeck, 17. April. Vergangenen Mittwoch Morgen wurde ein frecher Diebstahl im Local eines hiesigen Ein­wohners verübt, wo der Dieb die Ladenkaffe herauSnahm, deren Inhalt, ca. 810 Mk., leerte und, nachdem er die Kaffe im Hausflur niedergesetzt, sich verduftete. Er wurde jedoch in Lollar in der Person eines herumziehenden Künstler» entdeckt und verhaftet.

* Wieseck, 17. April. Ein Act großer Rohheit hat sich am 14. d. M. Abend» auf der Straße von hier nach Trohe zugetragen. Der Maurer Schmidt von Trohe mißhandelte auf dem HeimwegeJeiue Stieftochter mit einem mit Bleitopf versehenen Stock derart, daß dieselbe zusammen- fiel und bewußtlos liegen blieb, wo sie von Nachkommenden gesunden und nach Hause verbracht wurde. Die Aerwste liegt schwer krank darnieder, auch wurde ärztlicherseits der

Bruch der Schädeldecke covstatirt. Anzeige ist bereits erstattet.

| SroßeuBuseck, 17. April. I« hiesigen Station»- gebäude wurde durch Eindrücken einer Thürfcheibe ein- ;e brach en. Die Kaffe, auf die e» abgesehen war, fiel den Dieben nicht in die Hände.

Reiskirchen, 17. April. In der verflossenen Nacht wurden hier zwei Einbrüche verübt und zwar in einer Gastwirthfchaft, in welcher sich gleichzettig die Post- agentur befindet, und in dem hiesigen Stationsgebäude der oberhesfischen Eisenbahn. Mittelst einer Leiter, die au» dem Hofe einer mehreren Häuser entfernt liegenden Hofraithe geholt worden war, ist der vermuthlich fremde Einbrecher durch das geöffnete Küchensenster in die Wirthschaft nach vor- herigem, sorgfältigem Beiseitestellen aller im Wege stehenden Küchengeräthe eingestiegen. Mit einer Stearinkerze hat er sich Licht verschafft und auS einem Topfe Milch getrunken. Auch der Fensterladen neben dem Postageuturzimmer war von außen gewaltsam aufgerifsen worden und gibt die» zu der Vermuthung Anlaß, daß der oder die Einbrecher, der vermuthlich hier nicht ganz localkundtg war, dem Postzimmer einen Besuch abftatten wollte, um die Postkaffe zu plündern und die Werthzeichen zu stehlen. Bon diesem Vorhaben ist er wahrscheinlich abgekommen, nachdem er gemerkt, daß neben dem Postzimmer zu dessen Sicherheit Personen ihre Schlaf­stätte haben. Der süße Trunk war der einzige Lohn für gefährliche Arbeit. Etwas erfolgreicher hantirte der Ein­brecher im Stationsgebäude. Durch Eindrücken einer Glasscheibe der Bureauthüre gelang dem Einbrecher, von innen her da» Thürlchloß zu öffnen. Hier enttoenlttc er au» der Kasse den Inhalt mit 6 Mk. 60 Pfg. und eine erst angebrochene Streichholzschachtel.

Bon der Ohm, 17. April. Die Beschränkung der Zufuhr von Vieh, inbesondere von Jungschweinen, auf den gegenwärtig stattfindenden Biehmärkten wegen der Maul- und Klauenseuchegefahr, hat das Gute für die Land- wirthe im Gefolge gehabt, daß die Preise für die Ferkel er- heblich in die Höhe gegangen sind. Da die Ferkelzucht von den Landwirthen zur Zeit sehr stark betrieben wird, so be­deutet dieser Preisaufschlag für letztere eine Einnahme, die ihnen recht wohl zu gönnen ist. Weil meist nur Schweine au» hessischen Kreisen auf den Märkten zugelassen werden, so sind die Händler, die früher die Jungschweine waggonweise aus Hannover, Holstein u. a. kommen ließen, darauf ange­wiesen, ihren Bedarf von den Landwirthen hier zu Lande zu beziehen. Auf den letzten Märkten hiesiger Gegend galt daß Paar guter Ferkel wieder bi» zu 50 Mk., während e» seit­her höchsten» mit 40 Mk. bezahlt wurde.

B. Au» dem Kreise Büdingen, 17. April. Au» der Uebersicht der Gemeindeumlagen de» Kreise» Büdingen, die gestern erschienen ist, geht hervor, daß nicht weniger al» 23 Gemeinden in unserem Kreise vorhanden find, welche noch ältere Kriegsschlden zu verzinsen und zu tragen haben. Unter diesen Gemeinden sind wieder zwei, denen die Last seit hundert Jahren auf den Schultern liegt: Bingenheim und Lißberg. Im Jahre 1796 haben die Franzosen arg in diesen zwei Orten gehaust. Nachdem sie bei Würzburg am 1. September 1796 geschlagen worden waren, flohen sie auch durch den Vogelsberg. Die Lißberger widersetzten sich dem Durchzuge und der Einquartierung und wurden dafür von dem Feinde grausam mißhandelt. Die niedrigsten Gemeindesteuern in unserem Kreise haben die Dörfer Berstadt mit 7,039 Pfg. auf die Mark Steuercapital und Himbach mit ,7,298 Pfg. zu bezahlen- den höchsten AuSschlagcovssicienten haben Burgbracht mit 59,089 Pfg. und Merkenfritz mit 60,723 Pfg.

Vermißtes.

* Ehrliche Finder und ihr Lohn. Am Dienßtag Nach­mittag fuhr ein Kutscher in Berlin einen Herrn vom Böhmischen Brauhause nach der Reichßbank. Nachdem er den Fahrgast abgesetzt hatte, bemerkte er auf der Rückfahrt, daß im Coupö sechs Säcke mit Goldstücken und ferner eine Tasche mit Papiergeld liegen geblieben waren. Augenblicklich kehrte der Kutscher wieder nach der Reichßbank zurück, damit der Elgenthümer bald wieder in den Besitz deß Geldes komme. Der Kutscher traf denn auch noch den Fahrgast an und dieser, hocherfreut, da» Vermögen wieder in Besitz zu haben, gab dem Droschkenkutscher eine Belohnung von baaren 35 ReichSpsennigen. Besser belohnt wurde die Ehrlichkeit de» Droschenkutscher» Walthau. Er fuhr gestern einen Herrn nach einem Bankhause in der Behrenstraße. Al» er auf seinem Standplatz bald darauf die Droschke durchsah, fand er eine Brieftasche mit 10 000 Mk. in Banknoten. Der Kutscher ermittelte den Eigenthümer au» Papieren, die sich in der Tasche befanden, und brachte ihm den Fund zurück. Der erfreute Herr, ein Kaufmann in der Kaiser Wilhelm-Straße, überreichte dem Kutscher eine Be- lohnung von 100 Mk.

Koblenz, 16. April. Gestern wurden drei Deser­teure de» hiesigen Infanterie-Regiment» v. Soeben, die bei Mayen aufgegriffen worden waren, hier eingebracht. Sie wollten nach Frankreich zur Fremdenlegion.

Würzburg, 13. April. Ein eingemauertes Vermögen. 300 000 Mark hat ein kürzlich verlebter Privatier und früherer Bäckermeister Namen» Schmitt hinterlassen. Da» Geld, welches ein gemauert aufgefunden wurde, ist einst- weilen vom Amtsgericht in Verwahrung genommen. Wie derG.-A." hört, soll nur ein kleiner Theil deS.Vermögens versteuert sein. In diesem Fall werden FIScuS, Kreis, Stadt und Rentamtmann vergnügte Gesichter machen.

«mauweiler, 16. April. Nachdem vor zwei Jahren die Ueberreste der Gefallenen vom Kaiser Alexander-Garde- Regiment Nr. 1 unter großen militärischen Ehren au» Frank­reich hierher verbracht worden sind, wird dasselbe auch in diesem Sommer mit den Gebeinen der Gefallenen der übrigen Garde-Regimenter geschehen, wenn auch wohl von einer so

eierlichen lieberführung wie damals abgesehen werden wir», schon im vorigen Jahre find die auf deutschem Bode» legenden Gräber ehemaliger Gardisten auSgehobeu und dir Gebeine auf dem Militärfriedhofe in Marte-a»x-EHSve» wieder bestattet worden. In diesem Sommer werden na» auch die zur Zeit noch auf französischem Gebiete Ruhende» dahin verbracht und dann sämmtlichen ehemaligen Angehö­rigen der Garde Regimenter auf dem genannten Friedhöfe ein Denkmal gesetzt werden. Dasselbe soll am 18. Augih >. I. feierlich eingeweiht werden.

Aus dem Echluchtselde von Königgritz wird * 3. Juli d. I., also am 30. Jahrestage der Schlacht, et» Denkmal für die Gefallenen enthüllt werden. Das Denkmal ist von dem in dieser Woche verstorbenen Tilaner in Wien geformt.

' Eine unheimliche Sendung ist in Neapel verlad«» worden. E» find die» dreihundert Gummibeine ffc ene unglücklichen Soldaten, welche nach der Schlacht bn Adua vom Feinde verstümmelt worden find. Wie ffa mehrfach erwähnt, pflegen die Abessivter alle Sch-arzen, welche im Dienste der Italiener gegen den Negu» ftftn?' auf entsetzliche Weise zu bestrafen, indem sie ihnen eit n»e» Beil oberhalb der Knie da» Bein abhacken und dH fr, stammelten dann au» dem Lager jagen, wo die metfa» verbluten. Anscheinend hat man auch diesmal viele Lch, auf dieselbe und auch auf noch schlimmere, nicht gebende Weise gepeinigt. Wie daß BlattöapitaU* bt- hauptet, handelt sich sogar um 1000 Verstümmeiu-ßti, welche der Neguß vor seinem Abzüge nach dem Süde» e all den Gefangenen hätte vollziehen lassen, welche kravkbmz. halber al» Sclaveu nicht verkäuflich sind. Da» erwähnte Blatt will wissen, daß auch ein Theil der Aerwsien bin» fanatische Schoaneritmen verstümmelt worden wären. Qtntu. Baldiffera hat telegraphisch die schleunige Entsendung dm Ortopäden verlangt, welche im Feldlager die Beruustalttla mit neuen künstlichen Gliedmaßen versehen sollen. Dc Specialist Dr. Jvvernizzi befindet sich bereit» auf dem Sty nach Maffauah. Gleichzeitig wurden in Rom, iu öailaxi und auch in Pari» und Berlin zahlreiche Kunstbeine btfttlt mit beschleunigter Lieferfrist, welche nach Erychräa peich.L werden sollen. Darnach zu urtheilen, ist an der R chtigkm jener Meldung des genannten Blatte» kaum noch zu zwelfriR.

* London, 12. Aprtl. In Reading, einer kaum eine Eisenbahnstunde von London entfernten Mittelstadt, scheint die Polizei einer sogen. Engelmacherin aus die 6fe gekommen zu sein. In der vergangenen Woche wurden in der Themse bei Reading die Leichen von fünf Kindern aas. gefischt, die alle in gleicher Weise mittelst einer Schnur n- broffelt und alsdann in Leinwand gepackt mit einem 8»egei- stein beschwert, in den Fluß versenkt wurden. AIS der LH« verdächtig wurde eine etwa fünfzigjährige Frau Dher, Mi sich mit der Pflege unehelicher Kinder befaßte, und hra Schwiegersohn Palmer, verhaftet. Beide leugnen, da» 8n- brechen begangen zu haben, aber mehrere Anzeichen sprach» für blc Schuld der Frau. E» ist erwiesen, daß fu fm Weihnachten 17 Kinder in Pflege genommen hat, ist W- her aber nur gelungen den Verbleib von vier derselben nach- zuweisen, sodaß die Annahme begrüntet ist, die Dher bade die übrigen dreizehn in der angegebenen Welse utrf Meben gebracht. Sie scheint in der Weise vorgegangen zu sein, daß sie in Zeitungsanzeigen ihre Bereitwilligkeit außlpratfc, inngi Kinder gegen eine einmalige Abfindung von 200 WL i» Pflege zu nehmen. Wenigstenß tft dieses Vorgehen in zwei Füllen festgestellt. Die Dyer versprach, von dem Ergthe» der Kinder deren Angehörigen Nachricht zu geben, lilf dieses Versprechen jedoch nicht ein. Auffälliger Weise de- finden sich die drei Kinder, die sich bei ihrer Verhaftung «4 bei ihr befanden, in einem Zustand, der sorgfältige W und Wartung bezeugt.

* Wasche ja patfümiren. ist gebräuchlich, « getrockneten Lavendelblüthen oder mit anderem riechendem Material gefüllte Leinwandsäckchen in den Käst» zwischen die Wäsche zu legen. Zu diesem Zwecke find a°s Rosensäckcheu zu empfehlen, denn daß Pacsüm, welche dtck dem Weißzeug mitthellen, ist ungemein lieblich. Die Her­stellung ist sehr einfach: man mischt ca. 125 Gram» « Schatten getrockneter pulverifirter Rosenblätter, 24 Chui» Sandelholzspähne, sowie 2 Gramm Rosenöl bei und ft« die Mischung nach Verlauf von 15 Minuten in die d»z> bestimmten Lrinwandbeutelchen.

Gin Pflauzeukeuner. Dichterling:Sie ha^eo wob meine Gedichte durchgelesen, Herr Redacteur- dars ich fragen, auf welche» Feld der Literatur ich den Strom etwi Talent» lenken soll?" Redacteur:Auf» Gemüsefeld, An- ehrtester 'S ist nichts als Kohl!"___________

Literatur und Kanft

- Die Kritik, Wochenschau des öfi.-ntltchen Leben», gegeben von Karl Schneid». 3. Jahrgang. Peel» vtntmar 5 Mk. Einzelne Nummern 50 Pfg. Abonnement» «mb V nummern durch jede Buchhandlung zu beziehen. Verlag ert m Verlag, Berlin SW., Hedemannstratze 9 Nr. 81 vom >8. Avrll im» enthält: Schrader und Kotze. Lom jungen «narchttmu^ -- $t. Schneidt. Die Zukunft de» Ucbetmenschm, von <»o Röntgen» Entdeckung, von Dr St. F. Jordan. *rit« unb von H. Brennert Kampf tm Spiritismus, von Frhr v v H Stagnation im Eismbahnwefcn. von Otto de Terra. >?ofru»M. Cajetan. Viel Feind', viel Ehr', von R. Schneidt.

- Die im Verlage der Union Deutsche vnlagSgricM»a*>» Stuttgart erscheinendeJllnstrirle ««schichte llN|

dis 1871* nähert sich ihrem «dschiutz denn von V« bereit» 24 erschienen. Auch die Emk-anddecke d«»» M °o° DerlagShandlung bereit» autzgegeben worden (Pret» 1 w Sie trägt in sehr gelungener Farbenpreffung da» bur« v schläge der Lleiernngen bekannt gewordene, überall ausgenommen« Bild der Verbrüderung de» deutsiden).EN« Süden». Auch der in mehreren Farben her gestellte. d«r L«° " beigegebene sogenannte Dorfatzbogen bringt eine hochmttreN der Heereszüge der deutschen und französischen dlrween. Einbanddecke wird die .Jllustrirte Gefchich'e de» K»" äußerlich zu einem Prachtwerk von bleibendem Werth.

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