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1S96
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Erstes Blatt. Sonntag den 19. April
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-iKl-nnt täglich, tt Ausnahme deS Montag».
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MmirienßrLIter
Beben dem Anzeiger
Mhnitlich dreimal teigdtgL
Gießener Anzeiger
Kemrak-Wnzeiger.
vikrteljähriger AvsnnementiPrei« » 2 Mark 20 Pfg. «dt vringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg.
Nedaction, LxpediNaO und Druckerei:
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis tNiej;-».
Hratisöeikage: Gießener Kamitienötätter.
Wolffs telegrsphifche- Lorrefponden,-Burr«».
In»ahme von Anzeige« zu der Nachmittag» für de» spenden Lag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr.
Bürgerliche Gesetzbuch vorzulegeu.
Berlin, 17. April. Ja Homburg v. d. H., Mägde- bürg und Sudenburg wurden bet Anarchisten von der Polizei Haussuchungen gehalten und März-JubiläumS- Nummern beschlagnahmt.
Berlin, 17. April. Die „Poft" hört, die dem Staats- | etnlftedum zugegangene Vorlage betr. die Organisation ».6 Handwerks soll veröffentlicht werden, sobald daS Naainministerium der Vorlage zugestimmt habe.
Merlin, 17. April. Die beiden freisinnigen Frac- - Ionen haben im Reichstage eine Resolution eingebracht, tetldit lautet: „Der Reichstag wolle beschließen, die ver- tutntdten Regierungen zu ersuchen, mit allen diSciplinaren M gesetzlichen Mitteln dahin zu wirken, daß daS in den gsieist n der Offiziere des stehenden Heeres und der Reserve M H greifende, der Religion, der Moral und den Straf- «sch,n widersprechende Duellunwesen beseitigt werde.
Merlin, 17. Aprils Die Commission für daß Mr«erliche Gesetzbuch nahm die Paragraphen 909 btS 912 ^Erwerb und Verlust deS Eigenthumö an Grundstücken), s.Mr die Paragraphen 913 bis 920 (Uebertragung deS SgivihumS an beweglichen Sachen) unverändert an.
Budapest, 17. April. Der CultuSminister unter- fche die Einführung eines von einem ungarischen Gesangs- Wer verfaßten Liederbuches, welches ältere aus früherer Ml stammende Lieder mit verletzenden Ausdrücken gegen b*l Deutschthum enthält, für sämmtliche ungarische Schulen «d sprach in dem betreffenden Erlaß die Erwartung auS, Lehrer würden auch außerhalb der Schule ihren Einfluß «jbikkten, damit daS fragliche Liederbuch auch in gesellschaft-
totale* unk prooittjicllc*.
Sttjre. 18. April 1896.
Leipzig, 17, April. Die während drei Tagen schwebenden Verhandlungen zwischen den Buchdruckergehilfen, den Prinzipalen und den V e r l e g e r n haben, den „L. N. N. zufolge, zu folgendem Resultat geführt: Effecttve 9 stündige Arbeitszeit ohne Pausen, Erhöhung der Grundpofition um 2 Pfg. pro 1000 Buchstaben, waS gleichbedeutend mit 62/« pCt. Erhöhung für die berechnenden Gehilfen ist. Dann Erhöhung der Wochenlohn beziehenden Gehilfen um 2V2 pCt. In Städten unter 30 000 Einwohner bleibt die Arbeitszeit die alte, desgleichen für den Maschinenbetrieb. Dagegen wird der Lohn der Maschinenmeister um den gleichen Procentsatz wie bet den berechnenden Setzern erhöht. Außerdem wird ihnen pro Woche eine freie Zeit von 3 Stunden oder alle 3 Wochen eine solche von zwei halben oder einem ganzen Tag gewährt. Auch kann diese Zeit zu einem Ferienurlaube zusammengezogen werden. Die Dauer dieser Tarisfestsetzung wurde auf 5 Jahre bestimmt. Die neuen Bestimmungen sollen schon mit dem 1. Mat d. I. in «rast treten.
KarlSrnhe, 17. April. Der Kaiser nahm heute Vormittag den Vortrag deS Chefs des Militär • CabinetS,
v. Hahnke entgegen. — Nach der Begrüßung der Kaiserin Friedrich unternahm der Kaiser in Beglrituug d-k Greß- Herzogs und der übrigen hohen Herrschaften einen Rundgang durch die Stadt. Nachmittag« fand im Schlosse ein Concert der Capelle de« HoftheaterS statt. Abends besucht der Kaiser daS Theater. — Die Auerhahnjagd ist definitiv aufgegebcn. — An der heutigen Parade nahm die gesammte Garnison Theil, einschließlich der Cadetten. Commandirt wurde dieselbe vom Commaudeur deS 14. Armeecorps. Der Kaiser schritt in Begleitung deS Großherzogs und der Generalität die Front ab. Hinter dem Kaiser ritt ein Kürassier mit der kaiserlichen Standarte. Nach dem Verlaus der Parade drückte der Kaiser seine größte Zufriedenheit auS.
Karlsruhe, 17. April. Mit dem Schnellzuge 4 Uhr 16 Min. traf die Kaiserin Friedrich auf der Durchfahrt nach Genua hier ein. Am Bahnhofe hatten sich zur Begrüßung eingefunden der Kaiser, der Großherzog, die Groß- Herzogin, der Erbgrosiherzog und die Erbgroßherzogin. Der Kaiser war seiner Mutter beim Aussteigen auS dem Wagea behilflich. Die Begrüßung war allerseits eine herzliche. Die Kaiserin Friedrich verweilte ungefähr 10 Minuten im Wartesaal, während welcher Zeit der Hof Erfrischungen serviren ließ. Um Vs 5 Uhr setzte die Kaiserin ihre Reise nach Genua fort. Der Kaiser führte seine Mutter in den Wagen und verweilte dort noch einige Minuten.
Straßburg, 17. April. DaS „Straßb. Tagebl. meldet > auS Mülhausen 1. E.: In der Fabrik von Frey L Cie. ; in der Dornacherstraße brennt es seit heute Morgen 10 Uhr. Ferner DaS alte Fabrikgebäude ist vollständig niedergebranut. Eine Reihe benachbarter Gebäude ist schwer bedroht. Drei Arbeiter find in den Flammen umgekommen. Viele Arbeiter werden
Schuldienstnachricht. Seine Königliche Hoheitder * । Grobherzog haben Allergnädigst geruht, den'provtsortschen !, * Lehrer au der Höheren Mädchenschule zu Gießen, Lehramts.
Alle Annoncen-Burcaux de» In- und Auslandes ncha« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger"'entgegen.
siijra Kreisen keinen Eingang finde.
Rom, 17. April. Der Papst hat heute den Bischof m Fulda, Kopp, empfangen.
Lommercy, 17. April. Präsident Felix Faure hat hvie um 8 Uhr eine Parade der Truppen hier abgehalten, tn Präsident wurde überall mit lebhaften Zurufen: „Hoch Anca! Hoch die Armee!" begrüßt.
Massaua, 17. April. Die Lage in Adi grat ist be- nagend. ES gelang Medicameute inS Fort zu schaffen. Mr militärischen Berhältniffe der Italiener find befriedigend - ^Operationen schreiten nur langsam vor wegen der wach- jiien Schwierigkeiten der Berproviantirung auS Maffaua nn: des Wassermangels. DaS Heer des NeguS ist hnüt» an der Grenze von Schoa angekommen.
Depeschen b»S «xw» ,t>cr»ß>c.
Merlin, 17. April. Der Kaiser hat den Erzherzog Qtie von Oesterreich zum Chef deS in Düffeldorf Mnli.jontrenden 2. westfälischen Husaren-Regimeut» Nr. 11 k-WWllt.
Berlin, 17. April. Die Kaiserin wird heute Abend ■h item Kronprinzen und dem Prinzen Eitel Fritz nach Plön msiv. Die Ankunst daselbst erfolgt morgen gegen 8 Uhr. ®u Kaiserin wird morgen Abend gegen 10 Uhr wieder in Bnltin sein.
Berlin, 17. April. Inder ReichStagS-Commission s'll das Bürgerliche Gesetzbuch wurde zunächst ein gurocg Gröber berathen. Danach soll im Art. 60 des Ein- WurngSgesetzeS der PaffuS, daß auch die landesgesetzlichen Anschriften über die dem preußischen Gesetze, betr. die Be- Deirung deutscher Ansiedelungen, unterliegenden Güter
mercy und Toul besuchen.
London, 17. April. Dem „Standard" wird aus Nizza gemeldet, daß der Zustand deS russischen Thronfolgers auf keine Befferung hoffen laffe. Er wirft fortwährend Blut aus. Die an der Riviera weilenden Fürstlichkeiten ziehen fortgesetzt Erkundigungen ein. ,
London, 17. April. Auf der Themse fand ein Zusammenstoß -wischen dem Dampfer „Malveru" und einem Segelboote auS Rochester statt. Letzteres ging sofort mit der Besatzung unter. Ein zweites mit Kohlen beladenes Schiff wurde ebenfalls angeranut und ging auch unter. Die Mannschaft konnte jedoch gerettet werden. ...
London, 17. April. Eine Abteilung Luftschiffer wird demnächst von Aldershot nach Suakin abgehen, um an der Expedition im Sudan theilzunehmen.
WB. Wien, 18. April. Lueger wurde mit 96 von 138 Stimmen zum Bürgermeister gewählt- 42 Liberale stimmten für Grübl. Lueger nahm die Wahl au. Bei dem Bekanntwerden des WahlergebniffeS brach die vor dem.Rath- Hause versammelte Volksmenge in Hochrufe auf Lueger auS.
j unberührt bleiben, gestrichen werden. Der Antrag geht an die j Umtudyer Lyen. Redactionscommission.
----------- I Berlin, 17. April. Vom Centrum ist heute im Gefunden: 2 Regenschirme, 1 Notizbuch, 1 Lehr- Reichstage eine Interpellation eingebracht worden, die (Leitfaden für Geographie), 2 Stückchen Band und I verbündeten Regierungen um Ausschluß darüber zu ersuchen, 11 Paar Stelzen. I was von den betheiligten Behörden geschehen ist, um das
Zugeflogeu: 1 Huhn. Duell Kotze-Schrader zu verhindern. Von national-
ließen, am 18. April 1896. I liberaler Sette wird eine ähnliche Interpellation vorbereitet.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Berlin, 17. April. Die Zuckerfteuer-Commtssion
v. Bechtold. des Reichstages begann heute' die zweite Lesung. Der
...i Abg. v. Staudy, der Führer der diffentirenden Conservativen,
stellte den Antrag, die Vorlage abzulehnen und das bestehende uetab Gesetz bt6 übcr bcn I. Juli 1897 hinaus in Kraft zu laffen.
Frankfurt a. Öl., 16. April. Für Friedens fei er I Man kam heute nicht über die Generaldebatte hinaus. So
»tji 10». Mat hat sich auf Anregung der städtischen Behörde steht jedenfalls fest, daß für die Beschlüffe der ersten «i.at Vertretern hiesiger Tageszeitungen ein Preßausschuß Lesung eine Mehrheit nicht zu haben ist. Von nationallibe-
HHWbi t, um die Bethetligung der Preffe an der Feier, sowie roltr Seite bemüht man sich, durch die Herabsetzung der
iltt gl eichmäßige Verbreitung aller für die Oeffentlichkeit I P^mie auf 2,50 Mk. eine Mehrheit zu gewinnen, ajümmtcn Mutheilungen zu regeln. Alle Mittheilungen Merlin, 17. April. Das Centrum beabsichtigt, wie lleait find an diesen Ausschuß, zu Händen deS RedacteurS btc »Post« erfährt, bei der zweiten Lesung des Börsen- :Dr. ^aul HarmS vom „Frankfurter General-Anzeiger" zu gesetzentwurfö im Reichstage noch mehrere AbänderungS- trifte, von wo auS fie fämmtlichen hiesigen Tageszeitungen QnträflC iU stellen, so vor allem einen, der die Subscription . jltichzritig zugestellt werden. Ebendaselbst erhalten auS- be( Emissionen regelt. Die „Post" bemerkt dazu, daß die
Vertreter der Preffe auf Wunsch Auskunft über den Art der Abstellung von Mißständen auf diesem Gebiete aber littlfi zu den einzelnen Festacten. I bereitS in der Enquete Commission als so schwierig bezeichnet
worden war und die Ansichten darüber so weit auseinander- gingen, daß darin wohl der Grund zu sehen sein dürfte, weßhalb nicht schon der Regierungsentwurf und die Com- missionsberathung sich hiermit beschäftigt haben. F.....
dürfte nach den Aeußerungeu hervorragender CentrumS- Mitglieder auch eine Beschränkung der Befugntffe deS Bundes-
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Werbeausstellung in Berlin haben die Arbeit nieder- erst morgen vor Ad.gra eintreffen. Alsdann seren aber gelegt, weil ihnen eine Lohnerhöhung abgeschlagen wurde. Ebenfalls wichtige Ereigniff^zu
- । Berlin, 17. April. Der „N. A. Ztg." zufolge dürste d Uebcrf^t ^er nächste Krieg"
I die Interpellation, welche die conservative Fraktion deS ff Hrtifel worin er behauptet, daß auf diplomatischem
* Reichstags wegen der die Bäcker und Cond toren be- A« Äl0 sX%ien und Berlin die Frage
» । treffenben B-rorduung dr« Bund-«r°thS s-st-llt H°I, schon ffld(e Dkutschland fich Holland«
i, in bett nächll-n Tagen zur Verhandlung ge bemSchtiaen lönne. D«-S sei nur durch die Heirath eine»
Berlin. 17. April. Da« pt'ufeii*ts8al95|° 04 deutschen Prinzen mit der jungen Königin der Niederlande netenhau« erledigte in heutiger Sitzung die 88 17 bi« 24 r « Die^eoenluelle Eroberung Hollands werde jedoch de« Lehrer besold nng-g es etze« nnd vertagte bei 8 25 Vm. Herausbeschören, da England e«
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...'S.'.».«"...I«*.—.w ---**-» Reichstag am 15. Mai auSeinandergehen zu laffen, am 1. October wieder zusammenzuberufen und ihm dann, vor der EtatSberathung, daS von der Commission fertiggestellte


