Ausgabe 
17.10.1896 Erstes Blatt
 
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Partei. Die politische und gewerkschaftliche Agitation müsse für ''en Achtstunden-ArbeitStag eiotreten. Ferner müsse für den 8 Uhr-Schluß eingetreten werden, obgleich diese Maß- nähme gänzlich unannehmbar sei. Delegirter Adler aus Halberstadt spricht warm für den 8 Uhr-Schluß, während Stadthagen sowohl hiergegen als auch gegen die Wahl eines Ausschusses sich auSsprtcht.

Gotha, 15. October. Soctalistisch er Parteitag. Rachmittagsfitzung. Die Verhandlungen Über den Arbeiter« schütz werden fortgesetzt. Großen Eindruck machte der Delegirte Boemelburg-Hamburg mit seinen Angaben über Betriebs« Unfälle. Fräulein Bader tritt für den 8 Uhr«Schluß ein als Vorbedingung der Organisation. Dr. Quarck spricht für eine centralifirte GewerkschaftSorganisation. Molkenbuhr weist die Anschauungen Quarcks als utopistisch zurück. Unter lebhaftem Beifall spricht Legien-Hamburg für die Gewerkschaften. Eine starke Organisation sei die Hauptsache. Wurm erklärt, die Angaben BoemelburgS entstammten einem BorwärtSartikel, den er selbst geschrieben habe. Die Resolutionen Wurm werden angenommen und die Sitzung um 3 Uhr geschlossen. Die Delegtrten besichtigten alsdann das Erematorium. Abends fand ein CommerS statt.

Paris, 15. October. DerNord" veröffentlicht folgende Note: Die italienischen und griechischen Journale fahren fort, das Gerücht von dem Abschluß einer Allianz zwischen Rußland und der Türkei zu veröffentlichen. Wir find in der Lage zu erklären, daß diese Nachricht absolut falsch ist. Rußland hat nur eine einzige Allianz, und zwar mit Frank­reich. Alle anderen bestehen nur in der Phantasie der Blätter, welche für einen leicht zu errathenden Zweck diese Sensationsnachrichten verbreiten.

Pari», 15. October. Bei der Ziehung der Panama- Loose fiel der Hauptgewinn von 250000 Franc» auf die Nummer 1355134.

Konstantinopel, 15. October. Im Briefkasten deS französischen Postamtes wurde ein Drohbrief aufgesunden, welcher anscheinend von dem armenischen Aufstands Comüö herrührt. ____________

Berlin, 16. October. Dem Reichstage geht, wie daö Berl. Tagebl." meldet, eine Novelle zum Reichspostdampfer­gesetz, zwecks Verdoppelung der ostafiatischen Reichspost­linien zu.

Berlin, 16. October. DaSBerl. Tagebl." erfährt aus diplomatischen Kreisen:-Alle Kundgebungen der eng« lischen Staatsmänner in der letzten Zeit beweisen, daß England in da» europäische Concert zurückkehren will.

Prag, 16. October. Die Koh le uw er ke der Falkenauer Reviers gingen auf die Forderung der Bergarbeiter, zehn­stündige Schicht einzuführen, ein.

Rom, 16. October. Anläßlich der bevorstehenden Hochzeit des Kronprinzen find alle aus politischen Gründen zu ZwangSwohnfitz Verurtheilten in Freiheit gesetzt worden.

Rom, 16. October. Die Regengüsse der letzten fünf Tage haben außerhalb deS ThoreS Sarpaolo Ueber- fchwemmungen verursacht. Die Bahnlinie nach Pisa ist gefährdet.

Brussel, 16. October. Der Eintritt LothaireS tn französische Dienste wird dementirt.

Brüssel, 16. October. In dem Orte Heembrok kam eS zwischen Soldaten und Bauern zu einem blutigen Hand­gemenge, wobei 20 Personen schwer verwundet wurden. Die Soldaten stürmten und plünderten das WtrthShaur. Biele Ruhestörer wurden verhaftet.

Koustantiaopel, 16. October. AuS Musch werden gewaltsame Massenbekehrungeu der Armenier zum Islam gemeldet. Wer sich weigerte, wurde erbarmungslos maffacrirt. _____________

EL Homburg v. d. H., 16. October. Unsere Stadt hat zum Empfange des ZareupaareS Feftgrwand angelegt. Alle Straßen, welche das Zarenpaar paffirt, tragen reichen Flaggevschmuck. Vom Bahnhof bis zum Festplatze bilden die 80rr Füsiliere Spalier, von der unteren Kaiser - Friedrich - Promenade bis zur Biruallee die Real- und Bürgerschüler. Das Wetter ist trüb. Am Bahnhof waren zur Begrüßung anwesend: Landralh Meister, Bürgermeister Tettenborn, Oberpräsident v. Magde­burg, Regierungspräsident Tepper-LaSki und Andere. Um 11 Uhr traf die Kaiserin Friedrich, um 11 Vs Uhr der russische Hofzug ein. Nach Begrüßung deS Zarenpaares durch die Kaiserin Friedrich hielt Herr Tettenborn eine An­sprache, dann erfolgte die Fahrt zum Festplatz, voran der Landrath, im zweiten Wagen die Zarin und die Kaiserin Friedrich, auf dem Rücksitz der Zar tn Civil, im dritten Wagen der Großfürst SergiuS und Gemahlin und der Groß­herzog, ebenfalls in Civil. Auf dem Festplatz angekommen, ging die Ceremoute der Grundsteinlegung zur russischen Capelle vor sich. Die Abfahrt nach FriedrichShof erfolgte um 12 Uhr per Wagen.

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Sietzen, den 16. October.

** Kirchliche Dieustnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnadigst geruht, am 7. October dem Pfarrverwalter Georg Groth zu Wingers­hausen, Decanat Schotten, die evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen.

" Großh. Handelskammer Sieben. Die Kaiserliche Ober- Postdirection Darmstadt theilt uns mit, daß Se. Excelleuz der StaatSsecretär des ReichSpostamt» die Zulassung de» SprechverkehrS zwischen G'eßenFriedberg (Hessen) und Bad-Nauhetm einerseits und BiebrichBingen (Rhein) DarmstadtEltvilleHanauHöchst (Main)Homburg v. d. HöheKastel(Rhrtn)Königstetn(TauuuS)Langeoschwalbach MainzRüdeSheimWiesbaden und Worms anderer­seits genehmigt haben. Der genannte Sprechverkehr wird am 20. d. Mt». eröffnet werden. (S. Bekanntmachung.)

H. Stadttheater. Das Berständuiß für einen unserer begabtesten neueren Dramatiker, Herm. Sudermann, wurde dahier gestern Abend aufs Neue durch eine Wiederaufführung seines HauptwerkesHeimath" unter der Direction Kruse- Helm geweckt. Handlung und Tendenz dieses Stückes voraussetzend, gehen wir gleich zur Wiedergabe des Werkes über, die insbesondere um deswillen interessant sich gestaltete, als uns in der als Gästin auftretendeu Fräulein Thessa Klinkhammer die Verkörperung derMagda" geboten wurde. Die gefeierte Künstlerin, vom Gießener Theater- Publikum wiederum freudig begrüßt, bot Hervorragendes tn der Wiedergabe. IhreMagda" spiegelte eine tiefes reiches Gewüth, das durch eine große Enttäuschung ver­bittert wurde, wieder. Der Fehltritt hatte sie gereitet, ge­adelt in Seelengröße und ihr die große Verachtung iuS Herz gelegt. Alle psychologischen Feinheiten, all' die lieber- gänge, welche der CharacterMagdas" offenbart, wurden mit tiefem Empfinden und packender Leidenschaft wieder- gegeben. Reicher Beifall deS gutbesetzten Hauses lohnte die glänzende Leistung. Den übrigen Rollen lag die schwierige Aufgabe ob, eine würdige Anpassung an diese Hauptrolle zu geben, waS jedoch nicht ohne Mühe und auch nicht durchweg gelang. Herr Schröder stattete den Oberstlieutenant Schwartze mit allen für das Gelingen der Rolle nöthigen Nüancen aus. Der Pfarrer Heffterdingk des Herrn P e i ckn e r war zu theatralisch angelegt. Nur tn einigen ruhigen Momenten gelang die Wiedergabe würdig und überzeugend- das Anfangs und wiederholt gezeigte unpassende Lächeln wirkte störend. Die nicht umfangreiche, aber S cherheit der Auffassung ver­langende Rolle deS RegterungSrathS Keller wurde durch Herrn Fritschler ansprechend vertreten, wenngleich dem Wetterfahnencharacter dieses StreberS und dunklen Ehren­mannes mehr Prägnanz hätte verliehen werden können. Fräul. Joss Diener gelang eS, die Parthie der Schwester MagdaS,Marte", verständntßvoll und anmuthig durch­zuführen. Die übrigen untergeordneten Rollen waren passend besetzt und wurden zufriedenstellend erledigt.

* btadttheater. Der heute Abend in Scene gehende SchwankDie Ortentreise" verdient besondere Beachtung durch seine zwerchfellerschütternden Scenen, so daß ein ver­gnügter Abend gesichert ist.

Schmidts Panorama. Wie schon vor Kurzem erwähnt, wird da» Panorama des Herrn Schmidt, Neuenbäue 1, am SamStag den 17. d. MtS. wieder für die Wtntersaison eröffnet, und zwar mit der neuen Prachtserie Venedig während der Anwesenheit Kaiser Wilhelm II. 1896, ferner Ansichten vom Gardasee, Riva, Arco, Limone, Verona rc. Die Bilder erhalten einen besonderen Reiz dadurch, daß es dem Beschauer durch eine sinnreiche Einrichtung ermöglicht ist, sie bet Tag- und Nachtbeleuchtung erscheinen zu lassen. ES set auch noch auf das Abonnement für das Panorama aufmerksam gemacht.

Auszeichnung. Herrn Heinrich Bickel hier wurde, gelegentlich der Theilnahme an dem diesjährigen PretSschretben der Frankfurter Stenographen Zeitung in Frankfurt a. M., wegen besonders hervorragender, tüchtiger Leistungen auf dem Gebiete der GabelSberger'schen Steno graphie der erste Preis zuerkannt.

* * Bei der Verloofuug der Darmstädter Herbst- pferdemarktlotterie fielen dte ersten lebenden Gewinne der Reihe nach auf folgende Loosnumwern: 24,788, 10,334, 37,182, 18,502, 5904, 24,882, 38,152, 4916, 1903, 25,746, 19,918, 12,542, 30,049, 13,740, 5566, 11,758, 19,063 6968.

* * Die Laudtagswahleu. Neugewählt find: 11 National­liberale, 5 Socialdemokraten, 3 Antisemiten, 2 Centrum, 2 Freisinnige, 1 Bauernbündler, 1 Christlich Sozialer. Von den 25 ausgeschiedenen Abgeordneten waren 18 Nat.-Lib, 3 Freisinnige, 3 Soc.-Demokraten, 1 Centrum, haben demnach verloren: die Nat.-Lib. 7 Sitze, die Freisinnigen 1 Sitz; haben gewonnen: dte Soc.-Demokraten 2 Sitze (von den Nat. Lib. tn Stadt und Landkreis Offenbach), dte Antisemiten 3 Sitze (Groß-Umstadt und 2 in Oberhrffen), das Centrum 1 Sitz (Landkreis Mainz) von den Freisinnigen, dte Christlich-Socialen 1 Sitz (Oberhessen) von den Nat.-Lib. und die Bauernbündler 1 Sitz von den Nat. Lib. Von den 25 tn der Kammer verbliebenen Abgeordneten gehören 13 der nat.-lib. Partei an, 4 den Freisinnigen, 1 den Soc -Demo­kraten, 3 den Antisemiten, 4 dem Centrum- der neue Land­tag zählt demnach 24 National Liberale, 6 Freisinnige, 6 Social-Demokraten, 6 Antisemiten, 6 Ultramontanen, 1 Bauern­bündler, 1 Christlich Socialen.

* Liu aufgehobenes Urtheil. (Nachdruck verboten.) Die Arbeiter Wilhelm Walter und Eduard Schwalb wurden am 14. Februar d. I. vom Landgericht Gießen wegen gemeinschaftlicher, letzterer außerdem wegen qualifi- cirter Körperverletzung zu Gesängnißstrafen von 2 bezw. 6 Monaten verurtheilt- auch wurden sie solidarisch zur Zah­lung einer Buße von 250 Mk. an den Verletzten verurtheilt. Sie geriethen mit dem Letzteren, dem noch nicht 16 Jahre alten Wilhelm Htllberg nach einem vorgängigen Streit in der Spinnstube am 24. November vor. I. im WirthShauS von Daubringen aneinander, bearbeiteten ihn erst mit Faust« schlügen so lange, bis er kampfunfähig wurde, und dann versetzte ihm Schwalb noch mehrere Messerstiche, sodaß Hill- berg schltrßlta) an den Folgen dieser Verletzungen, zu welchen sich noch Wundrose und Eiterung gesellte, sechs Wochen arbeitsunfähig war. Dte Rauferei gaben dte beiden An­geklagten zu, dagegen bestritten sie, in Gemeinschaftlichkeit gehandelt und mit dem Messer gestochen zu haben. In ihrer Revision gegen daS Urtheil behaupteten sie, dte Entscheidung», gründe seien unvollständig, indem vor Allem der Begriff der vorverständigten Mitthäterschaft nicht hinlänglich begründet sei, der doch nicht als etwa» sinnlich wahrnehmbares schlecht­hin festgestellt werden könne. Der ReichSanwalt bezeichnete die Beschwerde auch für gerechtfertigt, indem einmal ein for­meller verstoß gegen § 561 St.-P. O. vorltege, da der erst

I 15 Jahre alte Zeuge Hillberg zu Unrecht beeidigt t»c , sei. Da dem ersten Richter dieser Umstand cssevbar r zum Bewußtsein gekommen tst, so ist anzuvehmeo, bcf die Aussage auch alS eine eidliche angesehen und gttoüti hat. Durchschlagend tst auch die Rüge bezüglich der welche nur wegen der infolge der Mrfferstiche entstand-. Verletzungen ausgesprochen wurde- wurde doch aber gestellt, daß nur Schwalb die Messerstiche au»gethr,lt - Au» diesen Gründen hob der erste Strafsenat auf die Ron der Angeklagten da» Urtheil auf und verwies die *.q zur anderweiteu Verhandlung und Entscheidung an fett *8; iastanz zurück. Die verehelichte Margaretha $ wurde am 18. März d. I. vom Landgericht Gteßeo Majeftätsbeleidigung (Beleidigung de» Großherzog») lu , r Gefäogntßstrafe verurtheilt. Sie focht da» Unheil »u ,, Rechtsmittel der Revision an, welche jedoch vom ersten 8:- senat kostenpflichtig verworfen wurde.

-n- Grüuberg, 15. October. Bei der gestrigen e«t tagöwahl siegle der nationalliberale Caadtdat, Herr k , rath Schönfeld von Schotten. Der diesjährige V j I. markt war, begünstigt von guter Witterung, sehr bedeut Diele Schweine und viel Rindvieh war ausgetrieben. fly der Krämermarkt war sehr reichhaltig beschickt, gn Ri.h mangelte nicht. Vor Radfahrern scheute auf der e r.- zwischen Liudenstruth und Grünberg ein Pferd und lief i Böschung hinunter. Daß Fuhrwerk stürzte uw un* .{> deckte die drei Insassen. Nachdem dte Radfahrer 6hi- ihrer unangenehmen Lage befreit, eilten sie unerkannt trc Die Gestürzten kamen mit geringen Verletzungen unt -- Schrecken davon.

Grüuberg. 14. October. Heute Nachmittag sand iw *)t. haußsaale im Beisein deß Regiernngßrath Meltor von : ,; die Landtagßwahl statt. Zur Abstimmung »jrta *: 34 Wahlmänner deß Bezirks erschienen. Im tvttr. gang erhielten Herr KceiSrath Schönfeld zu 64on V Herr Fleischhauer, der Candidat der Antisemiten, 16 5 rr, und Herr Kaufmann Loutß Moll hier 1 Stimme, ft : sofort folgenden Stichwahl wurden für Herrn j; Schönfeld, wie bereit» andererseits berichtet wurde, 18 e. für den Gegencandtdaten 16 Zettel abgegeben; svnm u Ersterer mit 2 Stimmen Mehrheit gewählt. Rack? kanntwerdung deß Resultatß gab lt.Darmst. Ztg/ ton- tagßabgeordneter Köhler, der mit dem unterlegeuen <ur baten anwesend war, seinem Unmuth über den für feint t?: lei ungünstigen Ausfall der Wahl dadurch Ausdruck, l feine vor dem Rathhauß auf dem Marktplatz 6erfamrr :i zahlreichen Anhänger in einer Ansprache aufforderte, al« Jr wort auf die Wahl sofort die Stadt Gtünderg zu oerk-i

-r- Reiskirchen. 15. October. Gestern Abend hitlt h freisinnige Partei dahier eine Volkßverf ammlunc u Herr Professor Stengel schilderte die Parteien, die am Wahlkampf betheiligen und besonder» starke Kritik Üh er an der antisemitischen Partei oder jetzt der Reform^: und der Thätigkeit deß bisherigen ReichStagSabgeortrin Kähler, der bet 47 namentlichen Abstimmungen 40 Stal tir: Abwesenheit geglänzt habe. Er kennzeichnete noch die Si.-Ca, der Reformpartei bei der Berathung de» Bürgeri cheo 6- j buches und zur Militärstrafproceßordnung. AlS seine i'i.n oufgabe werde er betrachten, gegen bte inbirecten S tu:n weil dadurch die geringe Klaffe der Bevölkerung zu sthr t lastet würde, gegen dte ZwangStnnungen, gegen tirt i. starke Vergrößerung der Flotte, denn Deutschland Mit unmöglich neben dem besten Landheere auch die bcfit o: unterhalten und für Oeffentlichkeit bet den Processen zu stimmen. Nach einigen Ausführungen de« Herw RechtöanwaltS Metz ergriff ein Socialdemokrat, ;<r Schmidt, daß Wort. Die Debatte, an welcher fit ntta den genannten Herren noch Herr Dörr betheiligte, - - in Folge dessen sehr scharf.

§ Schotten, 15. October. Bei der gestern hier -;x gefundenen Wahl eineß Abgeordneten für uact» Wahlbezirk siegte Bürgermeister Weidner (chriül'ch' - - in Herchenhatn in einer Stichwahl mit dem fettöerigtr. geordneten Sturmfele (nat.) mit 14 gegen 13 Ltimmta Darmstadt, 15. October. Bei dem Besuche de» sers Ntcolauß im Osfizterßcasino de» 24. Regiments toastete der Monarch auf fein schöne» ht' Dragoner-Regiment. Der Commandeur der 24. Drazc versicherte dem nunmehrigen ersten Inhaber, daß da» ment in bewährter deutscher Treue zu ihm Reben®- Dem Regiment wurde vom Zaren ein kostbare» ® -

Überwiesen. K

Darmstadt, 15. October. Gestern ging Darmstadt bestimmter Extrazug mit Rekruten au Elsaß von Straßburg ob. Unterweg» lehnten n« ' der Rekruten, welche wohl auch angetrunken waren, t den sie begleitenden Offizier auf, sie demolirten eine Interne und warfen sogar mit Steinen nach de« * Derselbe telegraphiere sofort hierher und wurden * acht Hauptexcedenten im hiesigen Bahnhofe ö®°_ orderten Artilleristen verhaftet und tn do» Mil'iar »e - , geführt. Die Rekruten find für die Regimenter w- und 118 bestimmt.

Darmstadt, 15. October. Al» Curio um fei «w daß dte Zweite Kammer jetzt drei Abgeordnete Ml, # den NamenHaa»" führen, nämlich Rtet»iatb l Offenbach, Bürgermeister Haa» in H'iustad»n0 ® fetzer Haas in Mainz. E» sollte un» wundern, » volkSwitz für diese3 Haase" nicht bald ein Wort-ie . Die Anwesenheit von dreiHaaseu in o*r wirklich bedenklich angesicht» der Thatsache, 605 ihrenMuth" verloren hat. p

Mainz, 15. October. Die Vorbereitungen^ plante 500jährige Gutenberg Feier werden noch in diesem Jahre ernstlich in Angr> 8 sobald die politischen Wahlen vorüber find.

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