Ausgabe 
16.2.1896 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Siehe», 15. Februar 1896.

Coucert - Verein. Das holländische Damen- terrett. Zu einem der fruchtbarsten und erfolgreichsten koncertjahre kann der Verein sein diesjähriges, das 105., zählen. Solisten von hervorragender Bedeutung, vornehme Künstlergenosfenschaften hat Gießen in seinem Concertiaal gesehen und auch das für den 23. Februar engagtne Hol- ländische Damenterzett schlicht sich seinen Vorgängern würdig an. Unter den vielen Kunstberichten, die unS vor- lieaen, wählen wir nachstehenden auS und bitten unsere veser, davon gefl. Kenntntß zu nehmen.Wenn eS bisher ^oncert- fängerinnen durchaus verschmähten, anders als solistiich zu wirken und den Gedanken unwandelbar festhielten, daS liebe et* als den alleinigen Mittelpunkt des musikalischen Interesses r« betrachten, so bereiteten sie damit den Boden für die «.geheueren Erfolge, deren sich andere zu erfreuen hatten,

die weniger egoistisch dachten. DaS Publiku« der großen I 1 Städte ist übersättigt mit Birtuoseothum. ES kennt alle

diese Sänger, Geiger und Pianisten. Sie find ihm nichts '

Neues mehr, und die Ansprüche find bis an das Unerretch- I bare gestiegen. Wir leicht aber ist selbst ein verwöhntes

Ohr zu befriedigen! Man versuche eS nur einmal mit dem I 1

Einfachen, dem Schlichten und Innigen. Herz und Gemüth und ein reines Können, das nichts anderes will, als der Kunst dienen, werden immer ihre Wirkung thun. Em schlagen­des Beispiel dafür hat unS daS holländische Damcuterzett I gegeben, daS in den deutschen Concensälen Erfolge feierte, wie sie nur den größten Virtuosen beschieden waren. Wahrscheinlich I würden keiner von den Damen, die in diesem Terzett wirken, große Erfolge erblühen, wollte jede von ihnen solchisch sich zur Geltung bringen. Aber vereint sind sie ein Dreibund, der sich aller Herzen unterjocht. Diese drei Stimmen klingen wundervoll zusammen- sie sind sehr gut geschult, und ihr Ensemble bezaubert ebenso sehr durch den Reiz eines wahr­haft bestrickenden WohllamS, wie durch Sicherheit und Vollendung des Vortrags. Die Leistungen der drei Damen find von höchster musikalischer Vollkommenheit: ein Volks­lied von ihnen, daS Engelterzett aus dem EliaS von ihren Lippen klingend, irgend ein Madrigal, und die Hörer sind I wie gebannt! Die Damen Jeannette de Jong, Anna Corver und Marie Snyderö gehörten, bevor sie daS holländische Terzett gründeten, dem berühmten Amsterdamer Kirchenchor an, besten Kunstthaten in Deutschland unvergesten sind. Die musterhafte Schulung dieser Chorvereinigung ist ihnen in Fletsch und Blut übrrgegangen."

3n der gestrigen gut besuchten Sitzung bei Oberhesfifchev Geschichtsvereins sprach Herr LandgerichtSdirector vr. Muth über: DteHessen inTexaS in den 1840er Jahren. In der Einleitung führte Redner auS, daß, wenn er in der heutigen Sitzung des Oberhesfifchen GeschichtSvereinS aus. nahmsweise die Grenze unseres engeren Vaterlands bei seinem Vortrag überschreite, dieses wohl gerechtfertigt erscheinen dürste durch den Umstand, daß die Geschichte der Männer, deren Lebenslauf in ihren reiferen Jahren heute erwähnt werde, mit Hessens Namen eng verbunden gewesen sind. Als Jene zu Anfang der 1840er Jahre, einem Zuge der Zeit folgend, ihr engeres Vaterland verließen, sei eS ihnen klar gewesen, I

! daß sie einen schweren und dornenvollen Weg gehen würden, voller Mühseligkeiten und Beschwerden, allein sie hätten Ver­trauen in ihre Krast und in ein göttliches Walten gehabt, und beide Factoren seien eS gewesen, mit denen sie alle Htnder- niffe, die sich ihnen drohend enrgegengeftellt, überwunden hätten. Bezüglich der damaligen texanischen Vrrhältniffe wurde Fol- gendes auSgeführt: So lange daS Land TexaS unter mrxi- I kanischer Botmäßigkeit sich befunden, habe es unsägliche Leiden unter der unctvilisirten Regierung zu erdulden gehabt. Mehrere I Aufstände seien in barbarischer Weise unterdrückt worden wozu Beispiele angegeben werden. In der Schlacht von St. Jacinto (21. April 1836) sei Mex ko endlich unterlegen

I und dadurch Raum gegeben worden sür die Cultur des frucht- I baren texanischen Landes, die denn auch schnell ersolgte. Hier sei es nun wieder daS neidische Albion gewesen, welches das schnelle Aufblühen des texanischen Landes mit scheelen Augen betrachtet habe. Aber auch der sogenannte deutsche AdelSverein habe dagegen operirt, freilich zu seinem und auch Derjenigen Nachthetle, die sich seiner Führung anvertraut gehabt. Nach kurzer Zeit sei der Verein in die Brüche gegangen und mit ihm der Betrag von 200000 fl., die er aufgewendet. Un­bekümmert um diese Mißerfolge, habe sich im Jahre 1847 wiederholt eine Anzahl junger kräftiger Leute in Darmstadt

I iy einet zweiten Expedition nach TexaS zusammengethan, eS | seien in der Nähe der Colonie Neu Braunfels 50 Acker Land angekauft und denVierzigern", tote Jene benannt, zur Cultur überlasten worden. Hier sei eine kleine Colonie zurückgeblieben, um in steter Verbindung mit den Uebrigen, die sich dem Fluste Llamo hinaufgewendet, zu sein. Die Ansiedelung, welche unter dem NamenDarmstädter Farm" bald bekannt geworden, habe In der Geschichte von Texas eine recht bedeutende Rolle ge- spielt, auch erziehend auf die sogenannten Roihhäute gewirkt. Und hier auf diesem kleinen Fleck Erde, in der Stille der Einsamkeit, der Wtldntß, habe der Mann, der vordem die

I Philosophie ftudirt und in den Gesellschaftsiälen der civillfir- I ten Welt sich bewegt, eifrig den Pflug geführt, an der arm- I seligen Hütte gehämmert oder gar die Schweine gehütet.

Nach einem Jahre harter Arbeit, an der sich jedoch nicht Alle gleichmäßig betheiligt, sei der CommuniSmuS in die Brüche gegangen, ein Abschluß der Geschäfte erfolgt und damit habe der AdelSverein aufgehört zu existiren. Redner

I erwähnte hierauf weiter die Geschickte der Gesellschaft der sog. Vierziger, einer zweiten Expedition, die in dem Jahre 1848/49, gesührt von dem thatkrästigen Ernst Desch und Anderen, nach Texas sich begeben, um die Werke, die

I ihre Vorgänger begonnen, fortzusetzen. Unter vielen Mühen > und Entbehrungen hätten auch sie den steilen Pfad edloot' men, der fie zu Ansehen und Ruhm, aber auch in viele Ge , fahren geführt. Ueberall hätten sie dem deutschen, insbeson­dere dem hessischen Namen Ruhm und Achtung verschafft. Da die Zeit, die für die Erstattung dieses BoitragS vor­gesehen worden, inzwischen abgelaufen war, so schließt Red­ner seinen Vortrag. Nachdem der Vorfitzende den Dank ber Versammlung ausgesprochen, reihte sich an dar Gehörte eine anregende Besprechung, an welcher fich zahlreiche Herren betheiligten. Darauf wurde der geschäftliche, nicht aber der gesellige Theil der Versammlung geschloffen.

* Kaufmännische Fortbildungsschule und BereiaShans für den Kaufmännischen Verein in Gießen war daS Verhandlungsthema einer am Donnerstag Abend im Hotel Einhorn abgehaltenev Versammlung, zu welcher die h'esige Großh. Handelskammer eingeladen hatte. Einleitend gab der Vorsitzende, Herr Scheel, Vicepräfident der Handelskammer, eineu kurzen Bericht über den Stand der Angelegenheit. Die Stadt hat in dankenswerthestcr Weise einen Baup'atz an der Nordanlage gegenüber der Turnhalle geschenkt. Nach dem aus­gestellten Voranschlag für ein HauS mit den erforderlichen

Berlin, 14. Febrnar. Der ehemalige Bureau Vorsteher - des Recktsanwalts Friedmann, Ramin, wurde heute von bet 7. S raikammer deS Landgerichts I wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung zu zwei Jahren Gesängniß ver- UTt^eetlhi, 14. Februar. In Kellers Festsälen waren heute Vormittag 2000 Schneidermeister versammelt, um zu dem Strike der Angestellten der ConfectlonSbranche Stellung zu nehmen. StaatSsecretär Bötticher, welcher zu dieser Versammlung eingeladen worden war, hatte geant- wartet, daß er zu den Verhandlungen nicht erscheinen könne. Auch andere RegierungSvertreter waren der Einladung nicht gefolgt, was lebhaft bedauert wurde. In der Debatte würbe gegen Dr. Bötticher und die Reichstag-Verhandlung anläßlich der Interpellation Heyl v. Herrnsheim scharf polemi- firt. Die Versammlung nahm eine Protest-Resolution an. Für Nachmittag waren vier Versammlungen von Stri kenden I angesetzt. Dieselben waren schon vor Beginn dicht gesüllt.

Berlin, 14. Februar. Infolge der Auflösung des hie­sigen socialiftischen Vereins hat, wie dieNordd. Allgem. Zrg." meldet, eine Partei-Versammlung deS 6. Bcrliuer ReichStagS-Wahlkreises beschlossen, eine neue politische Organisation zu schaffen und mit den Vorarbeiten eine Eomm.sfion beauftragt. Andere Wahlkreise werden diesem Beispiele folgen. , , r ,

Berlin, 14. Februar. Die Tischlermeister be­willigten gestern die Forderungen der Gesellenschast, die hauptsächlich eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 52 Stunden wöchentlich und einen Wochen-Mintmallohn von 21 Mk. ent- I halten. Im Allgemeinen wurden die Forderungen der Ge­sellen alS berechtigt und in bescheidener Form gestellt an­erkannt. Ein Generalstrike der Tischler Berlins ist dadurch also vermieden. _ , ,

Berlin, 14. Februar. Gegen den Socialdemokraten Jahn ist von der Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Majestätsbeleidigung, begangen in öffentlicher Versammlung, eingeleitet. Ebenfalls wegen MajeftätSbeleidigung wird gegen den früheren Verleger und Redacteur deSSocialist , Tischler Sundat, am nächsten Montag vor dem Landgerlchtzl verhandelt werden.

Frankfurt a. M., 14. Februar. DieFranks. Ztg. meldet aus Konstantinopel: Die Censurbehäcde con- flsclr te gestern jede Depesche, in der von der Anerkennung deS Fürsten Ferdinand durch den Sultan die Rede war.

Barmen, 14. Februar. Eine Versammlung von Bor- standsmitgliedern und Vertrauensmännern der deutsch-conservativen Partei der Rheinprovinz beschloß einstimmig, dem Elser-Ausschuß mitzutheilen, daß sie ans- Tiesfte daS Ausscheiden des Hofpredtger a. D. Stöcker aus dem Elfer-AuSschuß und der conservativen Partei be­teuere unter Mißbilligung der Art und Weise, in welcher der verdiente und volkSthümliche Mann aus der Parteileitung auSzutreien gezwungen worden ist, und fich eventuell weitere I Schritte Vorbehalte. I

Wien, 14. Februar. Der oberste Hofmeister deS Kaisers von Oesterreich, Prinz zu Hohenlohe-SchlUlngs- fürst, ein Bruder des deutschen Reichskanzlers, ist heute ^a*t2ontenr,b14. Februar.Standard" schreibt: Er habe alle Ursache, anzunehmen, daß Präfidcnt Krüger, bevor er die Einladung, nach England zu kommen, annahm, zur Be­dingung gestellt habe, daß der Artikel 4 der Convention von 1884 keiner neuen Discusfion unterworfen werde.

Loudon, 14. Februar. Nach einem hier eingetroffenen Johannisburger Telegramm soll Präfident Krüger die Einladung Chamberlains, England zu besuchen, abgelehnt | haben. Krüger habe erklärt, obwohl er bereit sei, die Con­vention von 1884 zu reipectiren, müsse er doch da« Recht Englands oder einer anderen Macht bestreiten, bezüglich der Angelegenheit Transvaal Rathschläze zu ertheilen.

London, 14.Februar. Im Hafen von Southampton stieß der englische DampferHer Majesty" mit dem amerikanischen DampferParis" zufammen. Letztere-Schiff wurde in den Grund gebohrt.

Sofia, 14. Februar. Die Salbung des Prinzen Boris wurde heute Mittag von dem Metropoliten voll- zogen. Schon von 10 Uhr an begann vor der~ griechischen Kirche die Auffahrt der zur Feier geladenen Gäste. Unter den Anwesenden befanden sich alle Bischöfe des Landes, sowie der türkische, franzöfische, griechische und serbische Con- sul. Um IO1/, Uhr traf der Abgesandte des Zaren, Graf Kutusow, ein, begleitet vom russischen Generalkonsul. Sämmt- liche Gemeinden Bulgarien- hatten Vertreter entsandt. Fürst Ferdinand war von einer Cavallerle-EScorte begleitet. Er fuhr mit dem in Weiß gekleideten Prinzen Boris, der vom Kriegsminister aus dem Schooße gehalten wurde, nach der Kirche. Der Enthusiasmus der Menge kannte keine Grenzen, als der Fürst im offenen Wagen durch das vom Militär ge­bildete Spalier fuhr.

*

Jjst;

* ?;

du ,® Irr«

Idto IbfkM« tl,r .dtWniH*'

m thite nrt 01 , nft<« M°l<

Ml im ©nt^ernte (olit NatzelmMkt Kftyn, wie der h idn 1* ®

eine Volkerri tnb fRolhxt'talt i nne ye-rnd «it 5 Mc gnbete Ltnte, anit Hon dieses fleidjäl einer qaozeo Seit; Snschluh der Lani haben. Herr P, und zwistev Ihre ber Meieien fin lanabme, daß u Lhaisacheo eaisprä bn hen P, die i Unheil erlauben, Mnnlriß in die! luttmnili/ fiäft Mffaföaftinwlfat zewiß lodenSwerlh, inne ÜLst ansertige Stfltl an leinen Gegend, zu weit t 3-4 Ständen toi

Schnlräumen, Vereins- und BibliothekSzimwer, sowie Geschäfts- localen für die Handelskammer sei der Kaufmännische Verein in der Lage, auS eigenen Mitteln daS Baucapital aufzubringen, bezw. das hypothekarisch aufzunehmende zu verzinsen, sosern ihm ein Zuschuß von 1215000 Mk. gewährt werden könne, ES gelte heute, sich über die Bedürfmßfrage und über die Aussichten und An der Ausbringung dieser 1215000 M' auszusprechen. Sodann gab Herr Lehrer KnauS einen Ueber*- bllck über Aufgaben und bisherige Entwickelung der Schule. Auch der KaufmannSftand bedürfe heutzutage, wolle er nickt in dem zugesv'tzten Csncurrenzkampt unterliegen, der beruf­lichen Ausbildung. Dieser diene die Fachschule. Die hiesige, gegründet im November 1893, erfreut fich z. Z. eines BesuckS von 114 SckÜleru, die in drei Klaffen Unterricht in Buck' führung, Correspondenz, kaufmännischem Rechnen, Wechsel» lehre. Französisch und Englisch erhallen auf Grund von Lehr- plänen, die unter Zustimmung der beiden Vorsitzenden ber HandelSkammer entworfen find. DaS Schulgeld beträgt nur 5 bezw. 10 Mk. Redner geht dann über auf die Mängel der gegenwärtigen, im Postkeller gemieteten Schulräume. Die Zimmer find zu klein, es wird nicht einmal die Hälfte des ministeriell für Volksschulen geformten M ndestmaßrS an Bodenraum und Luftraum erreicht. Treppenaufgang ist so eng, daß bei auSbrechendem Feuer das Leben der Schüler aus'- höchste gefährdet ist. Die Ventilation ist un- genügend in einzelnen Zimmern, deren Fenster nach Ställen gehen- die stets zu befürchtende Kündigung birgt die Gefahr, eineß TageS auf ber Straße zu sitzen,- andere Räume find weder miethwtlse zu erhalten, noch kann die Stadt letz­tere- bestätigt Herr Scheel als Stadtverordneter Schul- räume zur Verfügung stellen. Anknüpfeud hieran wie- Herr Orbig, Vorfitzender de- Kaufmännischen Verein-, darauf hin, daß die hiefige Schule die einzige dreiklasfige nicht nur im Großherzogthum, sondern selbst in größerem Umkrei­set, nicht einmal Frankfurt besitze eine ähnliche Schule. ES bestehe eine moralische Verpflichtung deS Handelsstandes diese Einrichtung, die der Ausbildung deS jungen Nachwuchfe- und damit dem ganzen Handelsstande diene, zu fördern. Anderwärts, insbesondere In Sachsen, wurden von Staat, i Gemeinden und Privaten bedeutende Summen für kauf- männische Fachschulen aufgewendet, well man dort deren Be­deutung erkannt und ihre segensreichen Folgen schon gespürt habe. Nicht der Verein für fich ihm genüge für seine wöchentlichen Zusammenkünfte ein Zimmer, da- leicht zu haben sei, sondern für die Schule brauche er ein Haus. Die Unzulänglichkeit der jetzigen Räume hätten neben den anderen vom Vorredner geschilderten Ueoelftänben bett Nach theil, baß man z. B. burch Unfreiheit in ber Stunden eintheilung u. A. nicht in ber Lage sei, bie für Unterricht aufgetocnbeten Gelder voll au-zuuutzen. An ber Dis­cusfion beteiligten sich bie Herren Katz, Scheel, Präsi bent ber Hanbelskammrr Koch, Daubel, Orbig. Eichenauer, Commerzlenrath Heyltgenstaedt unt Ritter. Herr Präsident Koch und in ähnlichrm Sinne

I Herr Commerzlenrath Heyltgenstaedt sprachen in warme» I Worten dem Kausmännlschen Verein, dem Lehrercollegium und Leiter der Schule ihre Anerkennung für daS bisher Ge leistete auS, von dem fie fich persönlich gelegentlich der

I Prüfungen überzeugt haben. Ein solches Institut dürfe der Handelsstand nicht fallen lassen, die geforderten Mittel seien tm Derhä tniß zur Wichtigkeit der Sache gering, für land- wirthschaftliche und Gewerbe-Fachschulen würbe weit mehr aufgewenbet. Währenb ber Staat biese unterstütze, habe derselbe die gleiche Bitte deS Kaufmännischen Vereins, obwohl dieselbe vom KreiSamt, Bürgermeisterei und Hand iSkammer unterstützt wurde, abgewiesen, er wolle Höffen, daß bie be

I abfichtigten gemeinsamen Anträge ber hessischen Hanbelskammeri- I bei ber Regierung unb nöthigenfalls bei ben Stäuben den I verdienten El folg haben werden. Gegenüber den von Henn

Daubel geäußerten Bedenken, ob nicht der Kaufmännische I Verein, dessen Einnahmln zum größten Theil aus frtimifllgec

und darum für die Zukunst ungewissen Beiträgen von Staci. Sparkaffe und Privaten beruhe, sich zu schwere Lasten aus- lade, wurde von verschiedenen Selten, darunter den Herren Koch, Scheel und Heyltgenstaedt, auSgeführt, baß ein Ausfall blefer Unterstützungen vorerst nicht zu befürchten fei, eher eine Erhöhung burch Zuschüsse beS Staates und der Handelskammer erwartet werden könne, auch könne das Schul

I gelt), das im Vergleich zu anderen Städten sehr niedrig sei im Bedarfsfälle erhöht werden. Eine Anregung deS Herrn

I Commerzlenrath Heyltgenstaedt, die Handel-kammer möge durch Erhöhung ihrer Umlagen, wodurch der Einzelne ja gering belastet werde, einen größeren Zuschuß eimögl-dien, erklärte der Präfident derselben, daß die Kammer gern hierzu bereit sei, aber erst bei der Regierung eine Erhödung ihre» Budgets erwirken müffe. Gegenüber der Befürchtung, bat I durch Sammlungen für andere Zwecke der Bereitwilligkei.

des Einzelnen in der letzten Zeit schon zu viel zugemuihe: I sei, erwiderte der Vorsitzende des Kaufmännischen Vereine.

Herr Orbig, in einem eindringlichen Appell an den memfinn deS HandelSftandeS. Wer bereit gewesen fei,: Sport, Vergnügungen, patriotische und andere Zwecke fre willige Opfer zu bringen, werde doch nicht zurückstehen, wen: ' eS gelte, ein wichtiges, segensreich wirkendes Institut, da» . in uneigennütziger Weise dem Wohl deS HandelSstandi» i in der Zukuust diene, zu unterstützen und vor Schädigung

zu bewahren. - Der Beschluß der CommtssioN' Erhebungen anzustellen, welche Beträge dur) einmalige Gaben ä fand perdu und durchZetcknuoger von unverzinslichen am o r tistr bar en Antheilscheioe, von 50 Mk. voraussichtlich eingehen würden unb nach o gefahren Feststellung, eine neue Versammlung, welche üb t das Schicksal entschetbeu soll, einzuberufen, wurde elf stimmig angenommen. Da die Stadt die unenige^ liche Ueberlaffung deS Bauplatze- davon abhängig hat, daß bi- zum 1. April der Nachweis gebrockt wird, ber Bau auSgeführt werben kann, so ist zu wünschen, bie Bemühungen ber Commission nicht nur die verbtir.

« SrchiM Titnätag ben J von Bormittag!

»erden im Dißül leiflert:

14 Kchen-Cläm 16 Nadel,Slümr 66 Buchen- u. s mit 2,71 fin

28 nn Huchen,;

WW VuchenWch Stöde.

"tüstvvch ben nudle:

«XaMSth

2^.8 nn 8i(jrt ffitl s . SM«.

y,8em* v^bbert 1. Z'"'-8 beg '-hat, klltnb öT »niete

5$«6aflte ö'h, den V' ^rgerme