treffen und den Sonntag daselbst verbringen. Sonntag Abend wird sich der Großherzog nach Heidelberg begeben, von wo am Montag dir Besichtigung der Corp-manöoer de- 14. Armeecorps ihren Anfang nimmt.
Helgoland, 11. September. Nachdem die unter dem Lornmando des commandireodeu Admiral- v. Knorr stehende, seit dem 9. August formirte UebuogSflotte bisher tu der Ostsee taktische Aufgaben gelöst und kleinere Manöver außgesührt hat, hat sich dieselbe nunmehr nach der Nordsee zur Abhaltung eines größeren strategischen Manövers Legeben. Nach Beendigung desselben wird die UebuugSflotte voraussichtlich am 15. dS. MtS. vor Helgoland aufgelöst werden.
Innsbruck, 10. September. Der Deutsche Historiker« tag wurde mit einem BegrÜßungSabend eingeleitet. Prof. Kalteubrunner begrüßte die Versammlung Namens des Orts» auSschuffeS, Zwiedntk« Sudenhorst Namen- des Verbands« auSschuffeS. Bis jetzt sind 97 Theilnehmer anwesend, 59 aus Oesterreich, 36 auS Deutschland, 1 aus Rom und 1 aus Paris.
Krysowice, 10. September. Heute kamen dte Kaiser« Manöver in Galizien zum Abschluß. Kaiser Franz Josef wohnte den Uebungen von 8 Uhr früh ab bei und sprach seine Anerkennung über dte lehrreiche Anlage wie den gauzen Verlauf der CorpSmanöver aus.
Pari-, 11. September. Ganz besonders wüthete der Wirbelsturm am Quais deS OrfövreS, wo große Bäume entwurzelt und tu die Seine geweht wurden. Beim Pont Neuf wurden mehrere Boote zum Sinken gebracht- eine Barke wurde auf 15 Meter Höhe gehoben und auf den Quai geschleudert. Mehrere Droschken wurden vollständig zertrümmert. Eine Droschke wurde 20 Meter weit fortgeschleudert - mehrere Kutscher und Fahrgäste wurden schwer verletzt. Auf dem Pont au change wurde ein OmutbuS umgeworfen- der Kutscher blieb tobt, zwei Fahrgäste wurden schwer verletzt. Au der Präfectur wurde eine Thüre herauS- geriffeu- dieselbe zerschmetterte mehreren Personen, welche unter dem Thorwege Schutz gesucht hatten, den Schädel. Auf große Strecken wurden dte Fensterscheiben zertrümmert und Dächer eingedrückt. Die genaue Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Außer den gemeldeten lobten gab es 50 Verwundete, darunter mehrere schwer.
Pari«, 11. September. Wie weiter gemeldet wird, verursachte der Wirbelwind sehr bedeutenden Schaben. Der Quai des OrfäoreS und die Brücke St. Michel boten einen traurigen Anblick. Durch den Sturz eines Mastes wurde einer Frau der Kopf etngeschlagen und durch den einer Droschke ein junger Mann getödtet. Mehrere Redakteure deS „Journal de France", welche au» dem Handelsgericht kamen, wurden erfaßt und schwer verletzt. Etwa 10 Personen wurden in die Seine geschleudert, jedoch gerettet. Mehrere Verwundete wurden in daS Hotel Dieu geschafft- dieselben liegen in den letzten Zügen. Die Keller stehen unter Waffer.
Pari», 11. September. Die Zahl der bei dem gestrigen Wirbelsturm Verunglückten wird jetzt auf 150 angegeben, van denen 36 ernster verletzt feien.
Marseille, 11. September. Das Packetboot „Bugeaud" ist, von Konstantinopel kommend, mit 120 Armeniern an Bord, hier etngetroffen. Dte Armenier wurden nach der Landung fretgelaffen.
Chrtstiauia, 11. September. Bei dem Festmahle, welches gestern Abend zu Ehren Nansens stattfand, theilte Prof. Broegger mit, es fei ein Nansen-Fonds zur Förderung der Wtffeuschaft gebildet worden- der Fonds enthalte 210,000 Kronen, welche gänzlich durch freiwillige Beiträge aufgebracht worden feien.
Petersburg, 11. September. Der „Ruffktj Invalid" veröffentlicht folgende Bekanntmachung: Um jeder Verbreitung irrtümlicher Gerüchte vorzubeugeu, wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der kaiserliche Erlaß vom 21. August a. St., durch den mehrere Offiziere de» in Bjel- gorod garntfontrenden Dragoner-Regiments zu gemeinen Soldaten degradirt wurden, durch dte Thatfache veranlaßt worden ist, daß diese Offiziere eine Corporalschast
Am 5. Junt 1796 verbreitete sich das Gerücht in Gießen, die Franzosen seien im Anrücken auf die Gegend. Es war bekannt genug, weffen man sich von einem solchen Besuch zu gewärtigen habe, und so war es nicht zu verwundern, daß die Einwohner der Stadt, besonders diejenigen, welche etwas verlieren konnten, vom größten Schrecken befallen wurden. Ganz besonders schlimm waren die Beamten daran, welche öffentliche Kaffen zu verwalten hatten.
Schon 1795 hatte der Hochschule dieselbe Gefahr seitens der Franzosen gedroht, als dieselben im September zum erstenmal über den Unterrhein und die Lahn gingen. Zwar war im Frieden von Basel (April 1795) durch eine Demarkationslinie das nördliche Deutschland mit Gießen für neutral erklärt worden, während im südlichen Deutschland der Rrieg fortdauerte, aber man war trotzdem keineswegs sicher, ob die Franzosen nicht doch diese Demarkationslinie überschreiten und unsere Stadt trotz der preußischen Besatzung bedrohen würden. Es wurde deßhalb im September 1795 in aller Eile vom Senat der Hochschule auf Antrag deö UniversitätS - Secretär Oßwald beschlossen, es sollten die Quartals- und Hausbesoldungen im voraus bezahlt und der Rest der Kaffe dann in einen sicheren Versteck gebracht werden, doch verzog sich die drohende Gefahr und es war nicht nöthig, einen weiteren Beschluß zu fassen.
Anders war es Anfang Juni 1796. Da war Gießen nicht mehr durch eine Demarkationslinie geschützt und die feindliche französische Armee näherte sich in bedenklicher Weise unserer Gegend. Freilich waren die Mittheilungen über die Zeitereigniffe ebenso langsam wie unzuverlässig und bestanden vorwiegend auf mündlichen Ueberlieferungen, aber gerade dadurch wurden auch kleinere Ereignisse zu großen aufgebauscht.
(Fortsetzung folgt.)
Dragoner zwangen, gesetzwidrige Repressalien gegen die Einwohner deS Fleckens Mjibujte in Podolien zu üben, na die Beleidigung eines ihrer Kameraden zn rächen.
Konstantinopel, 11. September. Nach einer von der Pforte stammenden Nachricht wurde in einer armenischen Kirche eine Bombenwerkstätte entdeckt.
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Berlin, 11. September. DaS Staatsministerium trat heute Nachmittag 2 Uhr in seinem Dieustgebäude unter Vorsitz deS Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen.
Berlin, 11. September. Wie die Abendblätter melden, wird der preußische Landtag Ende October einberufen werden. ES werden dem Landtage sofort der Entwurf eines Sparkassen Gesetzes, die Vorlage wegen Erwerbung von Theilen der hessischen LudwigSbahn und der Entwurf einer Landgemeinde- und Städteordnung für die Provinz Hessen- Nassau zugehen. Der Staatshaushalts Etat soll diesmal wiederum erst im Januar eiugebracht werden.
Berlin, 11. September. Im Sitzungssaale des neuen ReichStagSgebäudeS fand gestern Abend die BegrüßungSfitzung deS deutschen AnwaltStageS statt. Erschienen waren circa 300 Damen und Herren. Justizrath Levy hieß im Namen deS HauptauSschusseS und des Vorstandes des deutschen AnwaltSvereiuS dte Mitglieder herzlich willkommen, worauf Justtzrath Deist au» Leipzig als Vorsitzender deS deutschen Anwaltsvereins den Ehrengästen und Vertretern der Behörden für ihr Erscheinen dankte. Justizminister Dr. Schönstedt hieß im Namen der preußischen Justizverwaltung alle herzlich willkommen und sprach seine Genugthuung darüber au», daß der deutsche Auwaltstand nach besten Kräften dazu betgetrageu habe, daS Werk deS Bürgerlichen Gesetzbuches zu gedeihlichem Ende zu führen. Doch e» harrten noch andere große Aufgaben der Lösung und er hoffe, daß auch dazu der deutsche Anwaltstand bereit sein werde, selbst wenn e» auch einmal gelte, dem Allgemeinivteresse daS StandeStnteresse zum Opfer zu bringen. Die Preußische Justizverwaltung werde stets darauf bedacht sein, Rathschläge zu befolgen ober Notiz zu nehmen von ben Wünschen ber Anwälte, die practische Erfahrungen mit theoretischem Wissen verbänden. Nachdem Bürgermeister Kirschner den Gruß NamenS der Stadt Berlin bargebracht, sprachen noch Vertreter ber Wiener, Brüsseler und Pestrr AnwaitSkammer.
Berlin, 11. September. Der heutigen ersten Sitzung des deutschen AnwaltStageS, welche im Abgeordneten- Hause stattfand, wohnten zahlreiche höhere Juftizbeamte bei, u. A. Justizminister Schönstedt, StaatSsecretär Nieberding, mehrere Geheimeräthe und der Präfideut deS Reichs-Ver- ficherungSamtS, Bödicker. StaatSsecretär Nieberding brachte der Versammlung den Willkammengruß der deutschen Reich»- Justizverwaltung dar und begrüßte sie als Bundesgenossen bei den großen gesetzgeberischen Aufgaben, die der Reichs- Justizverwaltung in den nächsten Jahren noch bevorstehen. Redner erwähnte in seiner längeren Ansprache da» erledigte Bürgerliche Gesetzbuch, al» dessen nothwendige Folge nunmehr schon der Entwurf eines neuen Handelsgesetzbuches vorliege. DaS LiegenschaftSgesetz bedürfte der gemeinsamen Ordnung, und zwar daS ZwangSvollstreckungS- und daS gesammte Grundbuchwesen. ES sei ferner zu prüfen, welche Rückwirkung daS neue bürgerliche Recht in Verbindung mit dem Handelsrecht auSübe auf unsere Civilprozeß- und ConcurS- Ordnung. Ferner harrten dringend der reichsgesetzlichen Regelung, weil die partikularistischen Verordnungen sich schwer mit dem bürgerlichen Gesetz Vereinen lassen, zunächst daS Verlagsrecht, daS Versicherungswesen und da» Pfandbriefrecht. ES sei kein Zweifel, daß eine solche Umwälzung drS RechtSwesenS sich bei einem Volke mit stark partikularistischen Interessen nicht vollziehen könne, ohne daß manche Spannung entstehe. Die Regierung verhehle sich nicht, daß in dieser Epoche der Entwickelung manches Wort der Unzufriedenheit gegen die Regierung und gegen die Gesetzgebung fallen werde. Ferner verhehle man sich nicht, daß dem deutschen Volke in der nächsten Zeit noch manche unliebsamen Zustände erwachsen werden. Er vertraue aber darauf, daß der deutsche Anwalts- stand in vollstem Maße seine Pflicht erfüllen werde. Nach kurzen Besprechungen des Juftizrath» Mecke trat der An- waltStag in den geschäftlichen Thetl ein. Zum Vorsitzenden wurde der Geheime Justizrath Lrsie Berlin gewählt. Justiz- rath Levy sprach über die Frage: Empfiehlt fich, im Ctvtl- Prozeß an Stelle des Partei Eide» die Einführung der eidlichen Vernehmung der Parteien? Ein diese Frage ver- neioender Antrag wurde angenommen. Rechtsanwalt Dr. BreSlauer-Brcslau referirte über die Frage: Ist es angängig, die RevtfionSsumme zu erhöhen? Ein Antrag, diese Erhöhung zu verwerfen, wurde angenommen.
Berlin, 11. September. Zum Jagdbesuch e deS Kaisers bei dem Grafen zu SolmS in Klitschdorf wird gemeldet, daß der Kaiser morgen vom Bahnhofe SiegerSdorf birect in den Wald auf die Pürsche »sich begibt. Erst gegen Abend trifft der Monarch zum Diner im Schlosse zu Klitschdorf ein und verläßt dasselbe Abends nach 10 Uhr wieder.
Berlin, 11. September. Laut Meldung des „Reichs- anzeigerS" find dem Commaodanten, sowie mehreren Osfi zieren und Mannschaften der Macht „Hohenzollern" Auszeichnungen verliehen worden.
Berlin, 11. Sept-mber. Die „Post" ist betreffs der Frage einer Abänderung des Vereins- und Ver- sammlungSrechte» der Ansicht, daß, wenn die Regierung fich entschließe, so weitgehende Zugeständnisse zu machen, wie die Aufhebung deS LoalitionSverboteS für politische Vereine, fie auf der anderen Seite die Möglichkeit stellen müsse, gegen die Bildung oder da» Bestehen von vereinen und die Veranstaltung von Versammlungen, die einen staatsfeindlichen Eharacter tragen, erfolgreich einzuschreiten. Dabei wäre auch wohl zu erwägen, ob man mit dem Begriff staatsfeindlich zunächst lediglich focialdemokratische und anarchistische Bestrebungen treffen wolle. Schließlich spricht die „Post" die Hoffnung au», daß dem Landtage in der nächsten Session
der Entwurf einer Novelle unterbreitet werde, deren Bestimmungen den Behörden ein möglichst wirksames vorgehen gegen jeden die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdenden Mißbrauch des Vereins- und versammlungsrechtes zur strengen Pflicht machen.
Frankfurt l M., 11. September. Aus London wird der „Franks. Ztg." gemeldet, daß die Preß Association eine Sensationsnachricht verbreitet, wonach die Absetzung de» Sultan» nunmehr von den Mächten ernstlich erwogen werde.
Frankfurt n. M., 11. September. Die „Franks. Ztg." meldet aus London: Der Gedanke, den Sultan ab- zusetzen, wird allgemein sympathisch aufgenommen. Trotz der für solche Zwecke ungeeigneten Jahreszeit kommt eine lebhafte Bewegung in Gang. Die Blätter beider Parteien in London und in der Provinz veröffentlichen spaltenlange Zuschriften, die ein entschiedenes Vorgehen gegen den Sultan fordern und Massenkundgebungen empfehlen. Beachtung findet ein Artikel des „Standard", daß eine große parteilose Bewegung Lord Salisbury die Hand kräftigen würde.
Zürich, 11. September, vom Lyskamm bei Zermatt ist ein Professor Namens Grünert mit den Führern ab- gestürzt. Alle find tobt.
Prag, 11. September. Am Fuße des westlichen Böhmer- Waldes tritt die Nonnenraupe derart massenhaft auf, daß der Bestand der umfangreichen Forsten gefährdet ist.
Brux, 11. September. Der Nacht» über Brüx nieder- gegangene Wolkenbruch hat schreckliche Folgen gehabt. Der ganze betroffene Theil de» Bahnhof» hat fich um einen halben Meter gesenkt. Die Schienen des Bahngeleise» hängen in der Luft. Auch die Eisenbahnbrücke hat sich gesenkt. Die Eisenconstruction derselben ist stark beschädigt. Der Bahnverkehr nach Komotan dürfte kaum vor vier Wochen wieder aufgenommen werden.
Brux, 11. September. Bisher ist e» noch nicht gelungen, den Schwimmsand-Bruch im Annaschachte zn« Stillstand zu bringen. Augenblicklich befürchtet man a« meisten für die an der JvhnSdorfer Straße gelegene Hoch- Quellleitnng, wodurch die Stadt de» TrinkwasserS verlustig gehen würde. Bis jetzt find die Erdbewegungen über das vorjährige Bruch-Terrain nicht hinauSgegangen. Sollten aber die Eindämmungsarbeiten nicht bald von Erfolg sein, dann find weitere größere Erdsenkungen zu befürchten.
Budapest, 11. September. Auf der Untergrundbahn gerieth gestern Abend 11 Uhr ein vollbesetzter Waggon infolge Kurzschlusses in Brand. Die Passagiere konnten fich nur mit größter Mühe mitten auf der Strecke durch Abspringen vom Wagen retten.
Pari», 11. September. Graf de Mun erklärt da» Freimaurerthum als eine große Gefahr nicht nur für daS Christenthum, sondern auch für die ganze Eiviltsatiou. Man müsse deßhalb die Freimaurerei auf da» Entschiedenste bekämpfen.
Pari», 11. September. In ArraS wurde beim Manöver deS 1. Armeecorps ein der Spionage verdächtiger Mann verhaftet. Dieser ergriff jedoch beim Transport nach dem Bahnhof die Flucht.
Pari», 11. September. Bon den Opfe rn de» Ehcloo» befinden fich allein in den Spitälern 18 schwer verletzte, von denen sich 7 in gefährlichem Zustande befinden. Außer diesen find noch 30 andere verletzte und 2 Tobte constatirt. Der Cyclon war eine Windhose, die auf einem einzigen Punkte niedergiog. Da» Sturmgebiet umfaßt ein krei». förmiges Territorium von nur 100 Meter Durchmesser. Nach fachmännischem Urtheil wurde der Sturm durch einen starken Luftdruck hervorgerufen, welcher, vom Ocean kommend, fich gegen Norden fortsetzte, der Golf von GaScogne gilt al» Ausgangspunkt der Natur-Erscheinung.
Pari», 11. September. E» bestätigt fich, daß der Zar seinen Aufenthalt in Paris verlängern wird. ES ist nämlich noch eine Jagd tu der Gegend von Rambouillet vorgesehen. Die Truppenschau soll im Zeltlager von EhalonS stattfinden.
London. 11. September. Hier und in den Provinzen fanden gestern zahlreiche Protestmeetings in anti- türkischem Sinne statt. Wie hier verlautet, erwägen die Großmächte ernstlich den Gedanken einer Absetzung de» Sultan», und man erwartet von einer voraussichtlichen Action deS Schelk ul Islam, ber zur legalen Beseitigung des Kha- lifen seine Einwilligung geben muß, wichtige Entwickelungen. Die gegen bie Ausweisung der Armenier gerichtete englische Note ist insofern erfolgreich gewesen, als der Sultan durch Erlaß die summarische Ausweisung verboten hat.
London, 11. September. AuS Aden wird hiesigen Blättern gemeldet, daß die dortigen Hasenbehörden angewiesen seien, zwei deutsche Dampfer, welche Waffensendungen an Bord haben, da» Rothe Meer pass Iren zu lassen. Die Dampfer gehen nach Sansibar ab.
Athen, 11. September. AuS Kauea wird gemeldet, daß die B ev ölkerung ihre Wohnsitze wieder auf f u*t. E» heißt, Berowitz Pascha werde demnächst mit großem befolge eine Rundreise durch die Insel vornehmen, um der Pforte genauen Bericht über die durch ben Aufstand verursachten Schäden zu erstatten.
Görlitz, 12. September. Zu ber gestrigen kaiserlichen Abevbtafel im Gesellschaftshause waren etwa 80 Ein- labuagen ergangen. Der Kaiser kehrt heute Abend nach dem Neuen Palai» zurück.
Hamburg, 12. September. Stadtbaurath Stahl au» Altona, früher in Frankfurt a. M. wohnhaft, der Erbaoer der großen Mainquai-Anlageu, mußte in die Provinzial- Irrenanstalt gebracht werden.
Wien, 12. September. AuS Athen «erden Idjümwt Nachrichten über Kreta gemeldet. Ja Ehromonastiri fio» vier Ehrt st en, die von ihren verlassenen Häusern wieder Besitz nehmen wollten, von den Türken getödtet worden, waS in Rethymo und Kauea große Aufregung hervorrief.
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