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vrüx, 12. September. Die Erdbewegungen dauern ununterbrochen fort. Die Erdriffe nehmen erschreckend zu. Es herrscht neuerlich unter der Beoö.kerung große Unruhe.
«rüffel, 12. September. Bet einer gestrigen Spazierfahrt de- König- scheuten die Pferde und schleuderten den Wagen tn einen Teich. Der Kutscher und der Adjutant de- Monarchen wurden verwundet. Der König schwebte tu Gefahr, zu ertrinken. Die Herbetetlende Prinzessin Elcmeuttne befreite ihn mit der Dienerschaft au- seiner gesähr- ltchen Lage.
Papenburg. 12. September. Da- Seeschiff Else, welche- seit 45 Tagen als verschollen betrachtet wurde, ist vorgestern tn Queenstown gelandet.
H. Darmstadt, 12. September. Das Großherzog- liche Paar ist heute Mittag aus Italien zurückgekehrt und reist morgen zur Thetluahme an dem Großherzogltchen DivifionSmanöver nach Mainz. Die Rückkehr erfolgt am 23. Septemb-r.
totales und provinzielles.
Sieben, den 12. September.
** Die Kunstausstellung im ThurmhauS am Brand wird morgen Sonntag Dormittag 11 Uhr wieder eröffnet.
* ♦ Theater. Am 1. October erfolgt die Eröffnung drs hiesigen Theaters unter der neuen Direction Kruse- Helm. Für das Unternehmen ist eine Anzahl tüchtiger Bühnenkräfte verpflichtet worden. Es gelangen u. A. färnrnt- liche maßgebenden Novitäten zur Aufführung- auch findet eine Reihe von Gastspielen hervorragender Künstler statt, sodaß also von der Direction Alles aufgeboten wird, um das Theater-Unternehmen zu einem unserer Stadt würdigen zu gestalten.
DiphtherittS. Im Mittelpunkt unserer Altstadt graffirt seit einigen Tagen die Diphtheritis unter den Kindern und ist Vorsicht daher am Platze. ES empfiehlt sich, bei dem ersten Anzeichen die Kinder nach der Klinik zu bringen, da nur dann der Krankheit wirksam begegnet werden kann. Bis jetzt find die dort behandelten Kinder immer nach einigen Tagen als geheilt entlasten worden, so daß die tückische Krankheit noch kein Opfer verlangt hat.
• * Unser 4. vatalliou de» 116. Regiments rückte heute Mittag inS Manöver selb ab. Die Mannschaft wurde per Bahn bis Guntersblum befördert.
* * An» dem Eisenbahuzuge gestürzt. Der 4 Jahre alte Knabe des Tagelöhners Gg. Müssing hier, Krosdorserweg wohnhaft, stürzte gestern in Gegenwart seiner Mutter tn der Gegend von Dutenhofen von der Plattform des tn Fahrt befindlichen Zuges und wurde schwer verletzt tn die hiesige Klinik verbracht.
Kofferdieb. Peter Orthmüller in Roßbach, zuletzt in Gießen wohnhaft, der am 28. Juli im Wartesaal 3. Klasse einem Darmstädter Reisenden das Musterköfferchen mit Kaffee- proben entwendete, wurde heute von der Strafkammer zu V/3 Sagten Zuchthaus und Ehrverlust auf 3 Jahre vrrurtheilt. Obgleich der Werth des gestohlenen Objects kein großer war, billigte der Gerichtshof dem Angeklagten, der schon sechs Mal wegen Diebstahl vorbestraft war, wildernde Umstände nicht zu, erkannte vielmehr deshalb auf eine so hohe Strafe, weil die Pastagiere der Eisenbahn resp. deren Eigenthum geschützt werden wüste und weil der Angeklagte, ein unverbesterlicher Dieb, mit großer Frechheit bei Ausübung der That zu Werke gegangen. Der Koffer fand sich s. Z. mit dem Inhalt auf einem Haferfelde in der Nähe von Klein-Linden wieder.
• • Eiseubahultches. Die Bestimmungen über die Benutzung der V-Züge sind, einem Berliner Blatte zu- folge, dahin erweitert worden, daß zusammengehörige Reisende auf ihren Wunsch in demselben Abtheil untergebracht werden sollen, auch wenn dadurch mehr als die Hälfte der Plätze besetzt wird.
** Zur Berwinderung de» Schreibwerkes wird von der preußischen Eisenbahn-Verwaltung in einem neuen Circular-Erlaß aufgefordert, in dem bemerkt wird, daß die Schriftstücke noch immer nicht kurz genug abgefaßt würden. Cs wird angeordnet, daß alle Schriftstücke so kurz zu faffen sind, wie es die nöthige Klarheit der Darstellung nur irgendwie zuläßt. Die Curialieu sollen saft ganz fortfallen.
• * Ein strenger Winter soll für Heuer in Aussicht stehen. Die Franzosen schwören nämlich Stein und Bein, daß ein baldiges Abziehen der Flamingos nach wärmeren Gegenden auf einen kalten Winter deute. Nun sind aber au8 ganz Süd-Frankreich die Flamingos seit einiger Zeit vrrschwunden. Ein regnerischer Sommer, ein eiskalter Winter, da bleibt nur noch der Herbst als einzige Hoffnung.
• • Für Rekruten. Die demnächst zu ihren Truppen- theilen abgehenden Rekruten seien darauf aufmerksam gemacht, daß sie, sofern sie der Jnvaliditäts. und Altersversicherung unterliegen, ihre QuittungS karten gut aufzuheben haben, da sie diese beim späteren Wiedereintritt ia eine verficherungSpflichtige Beschäftigung wieder haben müffrn. Wer dieses unterläßt, hat sich entstehende Nachtheile selbst zuzuschreiben.
• * MilitStpenfiousgeseh. Eine alS Härte empfundene Auslegung deS RetchS'MtlilärpenstonSgesetzeS ist von der Heeresverwaltung jetzt endgültig fallen gelaffeu. Nach einer Bestimmung des Gesetzes haben sich alle Invaliden, denen ouf Grund ihres Gesundheitszustandes eine zeitl-.ch begrenzte Pension zugesprochen ist, auf besondere Vorladung gelegentlich be- Oberersatzgeschäftes zur militärärztlichen Untersuchung zu stellen. Wer diese Vorstellung versäumte, ging Mangels einer triftigen Begründung kurzweg seiner Ansprüche bauernd verlustig. Nach einer neuen Bestimmung wird dagegen fortan den UntersuchungScommisfionen in solchen Fällen frsigestellt, in die Frage der weiteren Pensionsberechtigung sicher Invaliden einzutreten, falls diese später wieder auS frsicn Stücken um eine ärztliche Untersuchung ihres Gesund
heitszustandes zur Erhaltung ihrer Pension einkommeu sollten. Dieser Verordnung ist, da- besonders beachtet zu werden verdient, rückwirkende Kraft beigelegt worden.
§ Au» dem Ohmthal, 11. September. Da- fortwährende Regenwetter der jetzigen Tage fügt der Landwirthschast schweren Schaden zu. Wohl ist die Getreideernte in hiesiger Gegend mit wenigen Ausnahmen beendigt worden, aber in welch' schlechtem Zustand ist meist die Frucht in die Scheuer gebracht worden? Nicht einmal gehörig trocken, geschweige denn gut dörr, hat man daS Getreide vom Felde heim- geholt. Die Fälle sind denn auch nicht selten, wo da- Getreide mitten im Gebund tn der Scheuer zu keimen beginnt. Noch übler ist man im oberen Vogelsberg dran, dort lagert die schön gewachsene Sommerfrucht, besonders der Hafer, noch fast gänzlich im Felde. Tritt nicht bald eine Aende- rung de» Wetters ein, so muß diese Frucht zu Grunde gehen. Im Ohmthal hat man bereit- mit der Grummeternte begonnen, da die Zeit weit vorgerückt ist. Nun lagert da- ohnehin in hiesiger Gegend sehr schlecht geratene GrumrnetgraS auf den nassen Wiesen und droht zu verfaulen. Doppelter Schaden bei den sonst schon knapp zu- gemeffenen Futtermitteln. Geht man an Kartoffelfeldern vorbei, so nimmt man sofort einen starken Geruch wahr, da» characteristische Zeichen der beginnenden Fäulniß der Knollen. In der That trifft man bei den Frühkartoffeln letzthin sehr viele faule an. Zur jetzt au-zusührenden Korn, faat werden die Aecker zu weich, so daß das Korn kaum gesäet werden kann. Von einer Erfüllung der Regel „Korn in Schorn" (trockene Scholle) kann füglich keine Rede sein. Ueberall, wohin wir blicken, sehen wir die unheilvollen Folgen einer zur Unzeit sich eingestellten Regenpertode, deren unheilvoller Einfluß sich mit ihrer Dauer vergrößert. BemerkenS- werth ist dabei die hohe Temperatur für diese Jahreszeit, die gestern Nacht sogar ein Gewitter zeitigte.
VeEtschtss.
♦ Betzdorf, 11. September. In der vergangenen Nacht stiegen in da- hiesige Stein'sche Uhrengeschäft Diebe durch ein Nebenfenster ein und raubten aus dem Schaufenster für etwa 6000 Mk. goldene Herren- und Damenuhren, Diamantringe, Armbänder, Uhrketten und Damenhalsbänder.
• München, 11. September. In der Schillerftraße verübte ein stellenloser Kellner ein Attentat auf einen Criminal-Gendarm, indem er zweimal auf ihn schoß. Der Gendarm feuerte ebenfalls und verletzte den Angreifer schwer durch einen Schuß in die Keble.
• Daß die Soldaten der franzöfischen Fremdenlegion in Algier außer dem Waffendienst noch manch andere nützliche Beschäftigung haben, wie ihnen zum Beispiel die Bekämpfung der ErtquetS, der landverheerenden Wanderheuschrecken, zuweilen obliegt, entnehmen wir den intereffanten Berichten eine- Fremdenlegionärs in dem soeben erschienenen vierten Hefte de»„Illustrirt en Welt" (Deutsche VerlagS-Anstalt, Stuttgart): Etwa zwölf Kilometer von der Garnison, dort, wo daS angebaute Land aufhört und die öde, wüftenähnliche Ebene beginnt, machten wir Halt, schlugen unsere Zelte auf und gingen daran, in Erwartung der ungebetenen Gäste, die mitgebrachten Tücher zu spannen. Diese etwa sechzig Zentimeter breiten, Hunderte von Metern langen Leinwandstreifen find bis etwa zur halben Höhe mit einer schwarzen Maffe bestrichen, die eS den Thieren unmöglich macht, daran emporzuklettern. Vor dem Tuche warfen wir einen tiefen Graben auf. Die CriquetS ließen denn auch nicht lange auf sich warten. Gerade vor un» schien sich der Boden zu bewegen. Diese wellenförmige Bewegung näherte sich rasch und wir konnten bald daS gefährliche Ungeziefer unterscheiden. Sie hatten die Größe einer gewöhnlichen europäischen Heuschrecke. Als die ersten an die Tücher kamen, machten fie nothgedrungen Halt. Die hinteren Reihen drängten jedoch unaufhaltsam nach, Überstiegen ihre Kameraden und der Graben füllte sich beinahe augenblicklich, und an seine Stelle trat eine wimmelnde Erhöhung, die mephitische Düste ausathmete. Die Eriquet» tourben tn den Graben gestampft und mit Erde überdeckt. Unser Tagewerk war beendet. Die dem Blutbabe Entronnenen, eine stattliche Anzahl, wurden von ben zahlreich erschienenen Arabern einzeln gefangen unb kurzerhand mit bemselden Appetite verspeist, mit bem der große Einsiedler Johannes ber Täufer seligen Angebenkens an ben Ufern beS Jorban- fluffes seine leckeren DinerS dielt.
* Einfältigkeit. Sie: „Nein! Ich werbe eS nie vergessen, wie einfältig Du auSgeschaut, als Du um mich angehalten hast." — Er.: „I cd war es auch."
Sd?iffsttad?rld?tetu
Norddeutscher Lloyd, tn Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof.
Bremen, 10. Septdr. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Roland, Capitän C. v. Bardeleben, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist heute 7 Uhr Vormittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. __________________________________________
Literat** Aunft
- Sie Regel««« de» «ilitLrische« «traf verfahre«» im Deutsche« Reiche. Von vk. Ludwig Fuld, Rechtsanwalt. Stuttgart, Verlag von Levy & Müller. Geheftet Preis 75 Pfg. — Das mit vieler Sachkenntniß und juristischer Schärfe abgefaßte Schriftchen verdient gerade jetzt, wo nach der kürjlich kundgegebenen Willensäußerung Sr. Majestät deS Kaisers die Regelung des mlli- tärischen Strafgesetzes durch den Reichstag in der nächsten PeUode bevorsteht, viel Interesse. Die Forderungen, welche in ber Broschüre erhoben werden, find diejenigen, welche die ganz Überwiegende Mehrheit der deutschen Nation vertritt. Sie betont zunächst die Nothwendigkeit einer für das ganze Reich geltenden MtlUärstraf- proceßordnung unter bem Gesichtspunkt der staatsrechtlichen und militärischen Einheit des Reiches. Der Verfaffer berührt kurz, ohne Leidenschaftlichkeit, die Soldatenmißhandlungen und zieht sodann eine Parallele zwischen dem preußischen unb bayerischen Rechte Nach Aufstellung der wichtigsten Grundsätze, von welchen daS Reichsgesetz auSgehen muß, werden seine Forderungen unter ausführlicher Begründung dargelegt.
Sauer Hierselbst.
August: 31. Dem Bäckermeisttr Heinrich Krämer eine Tochter. September: 2. Dem Häsnermeister Albert Hetz ein Sohn, Karl Albert. 3. Dem Gastwirlh Albert Kuhnd eine Tochter, Elisabethe Albine Henriette. 3 Dem Bäcker Karl Fleischer ein« Tochter. 4. Dem Metzgermeister Fran. Schmidt II. ein Sobn. 4. Dem Bäcker Wilhelm Christian Slößtnger eine Tochter. 5 Dem Tele- araphen-Verwalter Georg Manefeld eine Tochter, Auguste. 5- Dem Gastwirth Julius Wellhöfer eine Tochter, Wilhelmine Karoline. 6. Dem Handelsmann Heinrich Baduin ein Sohn, Otto. 7 Dem Leinensabrtkanten Georg Heinrich Heil ein Sohn. 11. Dem Schlöffet Ludwig Haaö eine Tochter.
September: 4. Martin Thomas, 27 Jahre alt, Taglöhner von Lampertheim 5 Elisabeth Luise Kinkel 5 Jahre ^.Tochter von Kohlenhändler Eduard Kinkel hterselbst. 8. Christian Müller, 24 Jahre alt, Hausbursche von Königsberg, Kreis Biedenkopf.
Auszug aus den >tande»Qnrt»Reglsteen der Stadt Stehe«.
0«fS<B0t*«
September: 5. Karl Tobias Buß, Metzger zu Gi.ßm, mit Emma Rumpf zu Greisenstein. 8. Hermann Georg Heinrich (sxb, KutS-Jnspector zu BernSdors, mit Johanna Margarethe Dorothea Marie Spieß Hierselbst. 10 Ludwig Adam Schweher, Forstaflrssor zu Gießen, mit Elise Wilhelmine Rübsamen hterselbst. 10. Georg Lovy, Metzgerme'ster dahier, mit Katharine Rippe« zu Bonames. 10 Johann Stock, Bremser dahier, mit Marga ethe Wenzel hterselbst. 11. Hermann Falk, Bäcker dahier, mit Katharine Ludwig hterselbst.
September: 11. Karl Paul Müller, Friseur zu Aschaffenburg, mit Charlotte Karoline Johannette Phtltpptne Susanne Marx hterselbst. 11. Johannes Schmidt, Taglöhner dahier, mit Katharine
Auszug aus den Kirchenbüchern
der Stadt Gietzen.
Evangelische ©tmtinbe.
SHtante.
MattbäuSgemeinde.
Den 17. September. Konrad Karl Hanstein, Pfarrvikar zu Horrweiler, und Karoline Emilie Auguste Theodore Doerr, Tochter des derworbenen Kanzleirath Vic'or Doerr zu Gießen.
MarkuSgemeindr.
Den 6. September. Heinrich Theodor Rühl, Friseur zu Gießen» und Bertha Ernestine Wilhelmine Bender, Tochter des verstorbenen Dereinsdieners Georg Bender zu Gießen. , ... roiet,,n
Den 11. S ptember. Johannes Schmidt, Taglöhner zu Gießen, und Katharine Sauer zu Gießen. unh
Den 5. September. Peter Schmidt, Operationswärter, und Elisabethe Sommer, Tochter des verstorbenen Schreiners Georg Carl Sommer zu Wahlen.
Denselben. Dr. Ludwig Carl August Peter Hetz, Gerichts- Assessor zu Darmstadt, und Elisabeth Silbereisen, Tochter des Fabrikanten Commerztenraths Eduard Silberetsen zu Gießen.
JohanneSgemeinde.
Den 11. September. Carl Paul Müler, Friseur zu Aschaffenburg, und Ebarloite Karoline Johannette Philippine Susanne Marx, Tochter des ^chuhmachermetsters Heinrich Marx zu Gießen.
Ortaofit.
MatthäuSgemeinde.
Den 6. September. Dem Straßenkehrer Nicolaus Rausch eine Tochter, Emma Anna, geboren den 19. August.
Denselben. Dem Bahnarbeiter Karl Nolte ein Sohn, Engelhard, geboren den 17. August.
Denselben. Dem Univerfitätsgärtner Friedrich Rehnelt ein Sohn, Friedrich Karl Albert Anton, geboren den 10. Juli.
Den 8. September. Dem Reallehrer zu Alzey Dr. Karl Zimmer ein Sohn, Paul Jakob, geboren den 14. August.
Markusgemeinde.
Den 6. September. Dem Bremser Ludwig Einhäuser eine Tochter, Käthchen, geboren ben 7. August.
Denselben. Dem Eisenbahnschaffner Johann Georg Jochim eine Tochter, Emma Emilie Auguste, geboren den 9. August.
Denselben. Dem Schuhmachermeister Karl Bonarius eine Tochter, Marie Elise, geboren den 30. August.
JohanneSgemeinde.
Den 6. September. Dem Sattler Friedrich Zimmermann eine Tochter, Alotne, geboren den 4. August.
Denselben. Dem Fuhrmann Heinrich Pfeil eine Tochter, Maria Barbara, geboren den 27. Juli.
MatthäuSgemeinde.
Den 5 September. Christian Eise, Schneidermeister, verheirathet, 57 Jahre alt, starb den 3. September.
V«Eeh», £an6» unb VsU-wtrthichaft.
s teste«, 12.September. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter vr. Pfd. X 0,95-1.05, Hühneren pr. St. 6-7 4t, 2 St. 00* Enteneier ; * 2 St i * Gänse- cter pr. St. 00—00 * Käse pr. St. 5-8 * Käsematte pr. ©L 3 * Erbsen pr. Mer 16 * Linsen pr. Liter 28 * Tauben pr. Paar X 0,50 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pr. Stück ,* (1,50-0,75, Enten pr. Stück X 1,60—1,8), Gänse pr. Pfund X 0,00—0,00, Ochsenfleisch pr. Psd. 70-74 H, Kuh- unb Rindfleisch pr. Pfd. 64—68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 H, Schweine' fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 7(i Jl Kalbfleisch pr. Dsd. 60-10 * Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00 bist,00 X, Weißkraut pr. Stück 0-00 H, Zwiebeln pr. Gentner X 3,60—4,00, Milch pr.Ltter 16 *
— Die vlter-beflimm««g de- »indes. Für die Altersbestimmung bei RtnbeS find Seitens der deutschen Landwirthschafts- gesellschaft folgende Grundsätze als maßgebend für Ausstellungen und Thierschauen angenommen worden: Der erste Zahnwechsel tritt in der Regel mit l*/2 Jahren ein; die Milchzangen fallen au8, die Ersatzzangen treten hervor und sind aegen Ablauf deS zweiten Jahres voll in die Höhe gewachsen. Mit 2*/i Jahren fallen in der Regel die inneren M'lchmittelzähne auS und die entsprechenden Ersatzzähne find gegen Ablauf des dritten JabreS voll in die Höhe gewachsen und in Reibung getreten. Nach 37« bis 3«/, Jahren fallen in ber Regel die äußeren Milchmittelzähne aus und die Ersatzzähne dafür sind gegen Ablauf des vierten Jahres In .Reibung getreten. Von 41/. htS 472 Jahren fallen endlich die Mttcheckzähne aus und find deren Ersatzzähne gegen Ablauf deS fünften Jahres in Reibung.
Witternngsbericht vom 11. September.
DaS Meximum im Norden des ErdtheilS hat an Intensität noch gewonnen. Das DepressionS-Centrum behauptet seine Lage westlich von Irland und erstreckt fich von ihm aus niederer Druck über den britischen Inseln, daS nordöstliche und südliche Deutschland biS nach Ungarn und Süd-Rußland. Am Alpengebiet und im südlichen Deutschland ist daS Barometer zwar gestiegen, indessen treten am Südfuße deS Gebirges neuerdings Störungen im Luftdruck auf, sc daß vorerst noch keine wesentliche Befferung des WitterungS- Verhältniffes zu erwarten ist. Die im Lause des gestrigen Nachmittags über Süddeutschland niedergegangenen Gewitter haben wieder bedenkliche Niederschläge gebracht.
Wttmmes
Fortdauer der unbeständigen Witterung mit Strichregen.


