Ausgabe 
12.12.1896 Erstes Blatt
 
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im Gefängniß den Besuch seiner Frau und feiner Schwägerin. Wie verlautet, wird Tausch Anfang Januar vor dem Schwur­gericht erscheinen.

Berlin, 10. December. DerReichsanz." schreibt im nichtamtlichen Theil: Wir find zu der E'klLruug ermächtigt, daß die gegen hochgestellte Personen gerichteten Treib ereien bereits in dem am 7. Oc'ober d. I«. in Hubertutstock statt gehabten Kronrathe zur Sprache gekommen find. Auf den Vortrag, daß als Berfafier de» bekannten Artik ls in der Welt am Montag" der Agent der politischen Polizei, von Lützow, ermittelt worden sei, hat der Kaiser schon damals befohlen, daß die Angelegenheit streng untersucht und nach allen Richtungen hin klar gestellt werde.

Berlin, 10. December. RegierungSrath Dr. Bumüller, der AttachL des Major» Wißmann, ist auS dem Colonial- dienst ausgetreten und beabfichtigt, tu Berlin ständig Wohnung zu nehmen.

Berlin, 10. December. Die Anarchisten werden sich mit dem Fall Tausch in öffentlicher Versammlung beschäftigen.

Berlin, 10. December. Die Anträge der social- demokratischen Fraction zur dritten Lesung der Justiz­novelle find heute im Reichstag eingebracht worden. Bon socialdemokratischer Seite wird die Nachricht als unzutreffend bezeichnet, als ob seitens der socialdemokratischen Froclion beabfichtigt wäre, mit neuen Enthüllungen bezüglich des Pro- crfieS Lrckert-Lützow hervorzutreten.

Berlin, 10. December. Die Budget-Commission des Reichstages begann heute die Berathungen des Militär-Etats, welche morgen fortgesetzt werden.

Berlin, 10. December. Die WahlprüfungS-Commisfion de» Reichstage» hat die Wahl des Abgeordneten v. Dztem- bowSkt für gültig erklärt. Diese Wahl war früher für ungültig erklärt worden.

Hamburg, 10. December. DerHamb. Corresp." theilt mit, daß gegen dieBerl. Bank- und HandelSztg." wegen ihre» Artikels über den angeblich beabsichtigten Zarenbesuch beim Fürsten BtSmarck das Ermittelungs-Verfahren eingeleitet worden sei.

Brüssel, 10. December. DemSoir" zufolge soll die Regierung entschloffen fein, den Gesetzentwurf bezüglich der Reorganisation der Bürgergarde im Monat Februar in der Kammer zur DiScusfion zu bringen. Der Entwurf soll zahlreiche Gegner unter den RegierungS-Anhängern und besonders unter den Abgeordneten der Provinz Antwerpen haben. Nach der Versicherung eines Abgeordneten darf die Regierung auf eine Majorität in der Kammer bezüglich de» Gesetzes aus Seiten der Rechten nicht zählen.

vrüffel, 10. December. Die G emetn de rath-Krise soll heule ihre Lösung finden. ES verlautet nämlich, die neu gewählten Schöffen würden in der heutigen Sitzung des Ge- meinderathS die Annahme ihrer Posten erklären, während Bürgerme stlr Buls feine Demission zurückziehen werde.

Paris, 10. December. Der Marineminister hat eine Untersuchung ungeordnet, behus» Feststellung der See- Unfälle, die sich während des letzten großen Sturmes er­eignet haben. Aus Nantes wird der Verlust von 6 Fischer­booten und zwei Küftenwächtern gemeldet. 12 Fahrzeuge haben Havarie erlitten. Aus Havre wird der Verlust von 4 Fahrzeugen gemeldet, 6 siad beschädigt. Ein Schiffsjunge ist ertrunken. Zu Calais wurde ein Fischerboot an die Küste geworfen und zertrümmert. Zu Ququimpr find 24 Fahr­zeuge verloren gegangen und 12 beschädigt. Drei Einwohner von Ququimpr sind ertrunken. AuS St. Lazaire wird der Verlust von 2 Schiffen gemeldet- von einem dritten ist die Besatzung verschwunden.

Paris, 10. December. DerNord" bementirt nochmal» die aufs Neue aufgetauchte Nachricht über einen Spezial- ® er trag zwischen Italien und Rußland.

Madrid, 10. December. In politischen Kreisen ist man der Ansicht, daß der Aufstand auf Cuba bis zum Früh­jahr vollständig niedergeworfen sein wird.

Konstantinopel, 10. December. Der für die Rückkehr geflüchteter Armenier gestern abgelausene zweimonatliche Termin ist um 10 Tage verlängert worden.

Berlin, 11. December. Der Reichstag wird in nächster Woche, höchstwahrscheinlich am Freitag den 18. d. Mts., in die WeihnachtSserien gehen.

Berlin, 11. December. Die Commission des Ab­geordnetenhauses zur Borberathung des Gesetzentwurf» wegen Aenderung des Gesetzes vom 3. Juli 1876, betreffend die Besteuerung des Gewerbebetriebs im Umherziehen, ist gestern gewählt worden. Sie hat ihre Sitzungen bereits Abends begonnen, den Vorsitz führt Weyerbusch (freicons.)

Berlin, 11. December. Das Hofjagdamt, defien Chef derOberjägermeister vom Dienst, Freiherr v. Heintze ist, hat bestimmt, daß kein ZeitungSvertreter mehr Zulaßkarten für Berichterstattung über Hofjagden erhalten soll. Da» Hofjagdamt hat diese Maßregel ausdrücklich damit begründet, daß man sich, wie der Proceß Lrckert gezeigt habe, der Preffe gegenüber die größte Zurückhaltung auferlegen müfie.

Berlin, 11. December. Wie derLocalanz." meldet, ist auf der hiesigen amerikanischen Botschaft nicht» über den gerüchtweise gemeldeten Tod des neu gewählten amerikanischen Präsidenten Mac Kinley bekannt.

Berlin, 11. December. DemLocal-Auzeiger" zufolge ist im Befinden de» Grasen Schuwalow eine Ver­schlechterung eingetreten. Die Profefloren MeScerSki, v. Berg­mann und Gerhardt seien an» Krankenlager berufen worden.

Eydtkuhuen, 11. December. Nansen wird im December Über Finnland nach Peter-burg reifen und Über feine Nord­pol Expedition Vorträge halten. Gleichzeitig wird auch Andree tn Petersburg erwartet.

Wien, 11. December. Auf der Station Bamatsch der Moekau-Kiew-Woronesch Bahn fuhr ein Militärzug auf einen anderen Zug. Drei Waggons wurden zertrümmert. Neun Rvkruien wurden schwer, 34 leicht verletzt.

MinSk, 11. December. Die Hirschmann'sche Streich- holzsabi'k, die größte Rußlands, brannte völlig nieder. Sieben Arbeiter find verbrannt. Der Schaden ist bedeutend. 500 Arbe'ter find brodlo». Man vermuthet einen Racheact eines entlaßenen Arbeiters.

Schwurgericht.

W. Gießen, 10. December.

Fortsetzung der Verhandlung gegen den Landwirth Heinrich Eckstein II. von Kirtorf wegen Meineid. Der Angeklagte Eckstein bleibt dabei, er habe an Pauli tat­sächlich den rothen Bullen geschenkt, denn verpflichtet zu defien unentgeltlicher Hergabe sei er nicht gewesen. Er bestreitet ganz entschieden, daß er in Homberg vom Vorsitzenden des -öffengerichtS wegen der 1891er Zuchtochsenoergebung gefragt worden sei. Wenn entgegen seiner Angabe im Protocoll über die betreffende Gerichtssitzung in Homberg eine Erklärung enthalten sei, daß er sich über die Versteigerung von 1891 geäußert, so sei die» ein Jrrthum. Darauf hin­gewiesen, daß er ja dann Wichtige», zur Sache gehöriges, verschwiegen, erklärt der Angeklagte, er habe nicht gewußt, daß eS darauf ankomme.

Nach Vernehmung der Zeugen wurde die auf Meineid gerichtete Frage an die Geschworenen formulirt. Auf Antrag der Verthetdigutig wurde noch im Fall der Verneinung des wissentlich falschen EideS die Frage wegen fahrlässig falschen Eides gestellt.

Hierauf nahm der Vertreter der Staatsbehörde, Herr GerichtSaffessor Dr. Friedrich, daS Wort zur Begründung der Anklage- er plädirte für schuldig deS Meineides.

Herr Rechtsanwalt Metz trat warm für feinen Clienten ein; einen Meineid habe dieser nie und nimmer geleistet und um deswillen müßten die Geschworenen den Angeklagten frei- sprechen. Sollten die Geschworenen aber wirklich zu der Ansicht kommen, daß der auf der Anklagebank sitzende be- schränkte und geisteSarme Mann tn seiner Eidespflicht gefehlt, so könne nur die Fahrlässigkeit bejaht werden.

Nach geschehener Rechtsbelehrung Seiten» des Bor' sitzenden und nach erfolgtet Berathung lautete der Wahrspruch der Geschworenen auf Nichtschuldig des Meineids, wahrend die Frage nach fahrlässig falschem Eid bejaht wurde. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu neun Monaten Gefängniß. Der Vertreter der Staatsbehörde hatte ein Jahr beantragt.

_ CocaUs rrnd protxituteltes,

Gießen, den 11. December 1896.

Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Schullehrer Ludwig Uhl zu Michelnau da» Stlberne Kreuz des Verdienst. ordenS Philipps des Großmüthigen zu verleihen.

Schuldienst-Nachrichten. Am 18. November wurde dem Schullehrer Peter Huth zu Reichlo» die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gunzenau, Kreis Lauterbach, an demselben Tage wurde dem SchulamtSaSpiranten Georg Scheuer aus Nieder Klingen die Lehrerftelle an der Ge- meindeschule zu Reichlo», Kreis Lauterbach, übertragen- an demselben Tage wurde der von dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt von Görtz, auf die Lehrerstelle an der Ge meindeschule zu Pforcr, Kreis Lauterbach, präsentirte Schul- amtSaSpirant Friedrich Wilhelm Adolph auS Schlitz für diese Stelle bestätigt- am 23. November wurde dem Schullehrer Adam Beyer zu Schwanheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Auerbach, Kreis Bensheim, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Philipp Ofen- loch zu Gau-BischofSheim die Lehrerstelle an der Gemeinde­schule zu Sörgenloch, Kreis Mainz, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Johann David Grohe zu Sörgen­loch die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gau-Bischos»- heim, Kreis Mainz, an demselben Tage wurde dem Schul­amtsaspiranten Conrad Friedrich Häuser au6 Rieder-Weisel die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lißberg, Shei» Büdingen, an demselben Tage wurde dem SchulamtS­aSpiranten Friedrich Frank au» Jugenheim die Lehrerstelle an der evangel. Schule zu Nack, Krrts Alzey, an dem­selben Tage wurde dem SchulamtSaSpiranten Georg Heiland auS Neu Isenburg eine Lehrerstelle an dec Gemeindeschule zu Kelsterbach, Krei» Groß-Gerau, an demselben Tage wurde dem SchulamtSaSpiranten August Holler au» Fauerbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Landen­hausen, Kreis Lauterdach, übertragen- an demselben Tage wurde die Lehrerin Marie Paletta in Luckenwalde zur Lehrerin an der höheren Mädchenschule zu Gießen, mit Wirkung vom 1. Januar 1897 an, unter Belassung in der Kategorie der VolkSschullehrerianen, ernannt- am 28. November wurde der von dem Herrn Grafen zu Erbach- Schönberg auf die 1. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gadernheim, Kr. Bentheim, präsentirte Schullehrer Valentin Keil zu Hühnlein für diese Stelle bestätigt.

♦♦ Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dintesheim, KretS Alzey, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dors- Gill, Kreis Gießen, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organisten- und Lectoren- dienst verbunden. Dem Herrn Fürsten zu SolmS Braunfels steht das PräientationSrecht zu derselben zu.

* * Kvnstverein. Infolge zu späten EintressenS der Ge- malde bleibt tie KuuftauSftellung noch weitere vier Tage geschlossen.

Für militärische Urlauber zur bevorstehenden Weih- nachtSzeit ist die Mtttheilung wlch'ig, daß ihnen bei einer Urlaubsdauer bis zu acht Togen die Benutzung der dritten ' Wagenklafle aller Schnellzüge zum Mtlitärfahrpreise

auch bei V-Zügeu unter gleichzeitiger Erhebung der Platze gebühr gestattet ist, wenn e» sich um Entfernungen übev 300 Kilometer und um Reisen handelt, die außerhalb ber F.stzeiten, also nicht am Tage vor oder nach Weihnachten ongetreten werden. DaS Bedürfniß für die Benutzung von Schnellzügen muß im Urlaubspaß durch den VermerkBe­nutzung von Schnellzügen" bescheinigt werden."

Bei uv» ist» ebenso! DieOberheff. Ztg." in Mar­burg schreibt:ES ist ein recht unerträglicher Unfug, der, wie in vielen Städten, so auch hier eingerissen ist, daß die Bäckerjungen in frühester Morgenstunde beim Austragen dec Brödchen da» laute und unangenehme Pfeifen nicht lassen. Wie diele Leute, namentlich auch Kranke, werden dadurch au» dem Schlafe gestört, den Leidende oft erst in den Morgenstunden gefunden haben. Wir möchten zunächst die Herren Bäckermeister ersuchen, ihren AuStrage-Jungew diese Unsitte aufs Eindringlichste zu untersagen."

Portofreiheit bet Mahnbriefe an Soldaten. Da» Reichspostamt hat an die Postanstalten folgende Verfügung erlassen:Dos Reichsgericht hat fich dahin auSgefprochen, daß Mahnbriefe, durch welche Soldaten an die Bezahlung für entnommene Waarea re. erinnert werden, unter der Aufschrift:Soldatenbrief. Eigene Angelkgenheit des Em­pfängers", portofrei versandt werden dürfen. Jeden­falls kommt e» nicht oft vor, daß auS diesem Anlaß die Portosreiheit benutzt wird, da bekanntlichSchuldenmachen ohne Consenz" beim Militär strafbar ist.

Warnung. Die zur Zeit an einzelnen Orten statt- findende Revision der Jnv aliditätS- und Alters­versicherung hat ergeben, daß ein großer Theil Ber> sicherungSpflichtiger, besonders Dienstmädchen, nicht an* gemeldet ist - gegen die bl» jetzt festgestellten säumigen Dienstherrschaften sind empfindliche Strafen und zwar bis zu 300 Mk. ergangen. Wir rathen allen säumigen Dievft- Herrschaften, ihre Dienstmädchen sofort anzumelden.

n. Friedberg, 10. December. Die hiesigen Bäcker hatten kürzlich bekannt gemacht, zu Weihnachten nur für solche ihrer Kunden die Kuchen zu backen, die daS Mehl hierzu von ihnen entnehmen würden. Wie sich leicht denken läßt, tief diese Bekanntmachung einen Sturm der Entrüstung im Publikum hervor, die sich in allerlei ernsten und humoristischen Vorschlägen Luft machte. Da gleichzeitig die auswärtige Concurrenz eingriff, sahen fich die Bäcker genöthigt, rasch Klein beizugeben, konnten aber die Erregung im Publikum bi» jetzt noch nicht vollständig besänftigen. ES ist immerhin möglich, baß bie Folge jene» Vorgehens ber Bäcker b!e Gründung einer GenossenschaftSbäckerei ist. (Von welcher wir im Hinblick auf viele derartige verkrachten Gründungen ent­schieden abrathen möchten. Red.)

Ober-Ohmen, 10. December. Von einem recht traurigen Unfall mit tödtlichern Ausgang wurde heute Mittag ein hiesiger Einwohner betroffen. Derselbe» ein Holzmacher, war mit feinen Kameraden in einem Distrikte ber Freiherrlich Riebefel'schen Waldungen in der Gemarkung Ruppertenrod mit dem Zersägen eines durch Wtndfall ge­stürzten starken Baumstammes beschäftigt. Durch daS Wurzel­werk lag der Stamm tn einiger Entfernung am Boden. Bei dem Zersägen krachte plötzlich der Stamm entzwei, schlug nach ber Seite und begrub unter fich ben Holzhauer Greb mit solcher Wucht, daß er in ben Boden ewgedrückc wurde. Als Leiche zog man ben Unglücklichen hervor. Derselbe ist ein 61 Jahre alter Wittwer.

Mainz, 8. December. DaS KreisgesnnbheitSamt warnt vor bem Gebrauch bes GeheimmittelsWarners Safe Cure", baS als ein Mittel bezeichnet wirb, bem die an­gewiesene Wirkung nicht zukomme, dessen Anwendung unter Umständen Schaden stiften kann und daS weit über be» reellen Werth verkauft werbe.

Dermifd?te*»

Mannheim, 8. December. Der Kasfirer Kastner von ber Oberrheinischen Bank in Mannheim ist wegen Unter­schlagung von 6800 Mk. verhaftet worden. Die genannte Bank erleidet indeß auS diesem DeruntreuungSfalle keinen Verlust, ba fie bet der GesellschaftAllianz" durch eine CautionS Versicherung gedeckt war und da bie Gesellschaft den Schaden bereit» bezahlt hat. Wenngleich die in Frage kommende Summe nicht bedeutend ist, so hat doch die vor- ficht ber Direktion ber Oberrheinischen Bank gute F üchte getragen unb btefer Fall wiederum die Nützlichkeit der CautionS-Verficherung bewiesen.

Sin merkwürdiges Schiff. Als Nansen den kühnen Plan zu feiner Nordpolfahrt entwarf, war seine Hauptsorge, fich ein gutes Schiff zu bauen. ES sollteglatt wie ein Aal auS den verderbenbringenden Umarmungen de» Eise» gleiten können". Dazu gab e» kein Vorbild, denn die früheren Polarexpeditionen waren dem gefährlichen Packeise vorsichtig fern geblieben ober mußten ihm ihre Schiffe zur Beute lassen. Auf offener See war NansensFram" allerdings kein bequemes Fahrzeug, bagegen bewährte sich das merk- würbige Schiff, besseu abenteuerliche Construction unb Ei»' richtung bie soeben zur Ausgabe gelangenbe 2. Lieferung von In Nacht unb EiS" (Verlag von F. A. Brcckhau», Leipzig) in Wort unb Bild schildert, im Eise vortrefflich, eingefroren in Eis von mehr als 10 Meter Dicke und der von Nansen vorauSgesagten Strömung überlaffen, war von allen Seiten durch ungeheure Eismasscu bedroht, wie fie ein Separatbild der 2. Lieferung zeigt. Wohl stießen die aut- gethülmten Berge gegen die Schtffswände und rumorten be- lonberß in ber enbloß langen Polarnacht in beängstigender Weife. Aber hatte bieß zuerst ber Mannschaft ben Schlaf geraubt, so schwand bald die Sorge und wuchs da» »et- trauen tn das gute S» ff, in dessen behaglichen Raumen schließlich Alle urgemühfich lebten. Aber e» kam ein 5UH der härtesten Prüfung. Unwiderft-Hlich drangen die w» schollen heran. In allen verbänden knackte und krachte oa»

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nm Grüße in die He Au erster Stelle ftet: rem sich unter 137,6 134,046 Postkarten b 1 lese mit gan^ gtrlngt hatten, und die Zahl i wisse« Sinne aiS Mc nb für die Beliebthei kann: Schneekoppe i barg mit 64,643, Jc 24 059, Heidelberg (

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