Ausgabe 
12.12.1896 Erstes Blatt
 
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* Dir Wtzru ®3f(r ht/ zu Wühvatttn um iLlsch -ack», die das Mehs hierin« Wir srch leicht fcenten Ify ,ks 1 Sturm der EntrÜßa;« allerlei ernsten und humoriW Da gleichzeitig die aulwäit^e sich dir Backer genöthigt, rsjh brr die Erregung io $ablifim 8 besänstigen. ES immerhtli «I Borgrheri- der Mer de sttbäckerei ist. (Bon welcher vir : ige verkrachten Gründungen ent« Red.)

December. Bon einem recht tödtlichem Ausgang wurde Zinmohner betroffen. Derselbe, tn Rameraben In einem Dlftrlctt

Waldungen in der Gemarkung ,yn rivrS du^ch Bengali ge- ideichLM. Durch daL Warze!- einiger Entsnnung aw Boden. ötzlich der Stamm entjsei, Ichlog 1 unter sich den Holzham Bit» in den Boden eiDgebifidi Mde. aglücklichen hervor. Derselbe!'! ^DaS SreisgrsnndheltSow! M> heiwmittel-Warners S^ l bezeichnet evtrd, dem -' lOBtOt, b.ß-° * ,

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©«jiff. ©U lefete ©tunbe der ,Fram" war gekommen. Die no hwendigste Ausrüstung, sowie Proviant wurden nach der Anleitung Nansens, der sorgsam auch diese Möglichke t ins Auge gefaßt hatte, aus die größte Eisscholle gereitet, um aus dieser in die unbekannte Nacht hinein zu treiben; bo bäumte sich dieFram" und glitt plötzlich aus ihrer EtSwtege auf die fie umdräuenden Schollen hinauf! Und in diesem hochgelegenen EiSbette ruhend, vollendet fie ihren Weg durch die Regionen deS höchsten Nordens, bis sich Eapttän Sverdrup mit Sprengpulver den Weg zum freien Meere bahnt. Die vorliegende Lieferung bringe ein Gruppen« bild derMitglieder der Norwegischen Polarexpedttion 1893 bt« 1896". Eene sehr schätzenswerthe Beigabe enthält sie in der auf der Rückseite des Umschlags befind! chmNeber- sichtSkarte zu Nansens Polarexpeditton". D-efelbe wird gute Dtevste leisten, bis die großen Karten fertig sind, die Nansen für sein Werk zeichnet. Die 3. Lieferung, in welcher die

e» unb ?cr tn8 EiSmeer in launiger Weise ge­schildert werden, wird noch vor Weihnachten erscheinen.

«ruße aus der Ferne". Die amtliche Zahlen- Aufstellung der deutschen Reichspost, und Telegraphen- Verwaltung sür daS Jahr 1895 liegt jetzt in einem statt- ^te Don 98 Seiten Umfang vor. Auf den ersten Blick erscheint die Unmaffe von Zahlen und sonstigen An­gaben verwirrend und am allerwenigsten geeignet, andere als materielle, trockene Gefühle in dem Leser zu erwecken. Sieht man sich aber genauer in der mit staunenSwerther Sorgfalt und außerordentlichem Fleiße zusammengetragenen Arbeit um, so findet man bald mehr als einen interessanten Gegenstand, worüber hier etwas geplaudert werden möge. Daß Sammeln von sogenannten Ansichtspostkarten wird in Deutsch, land, unzweifelhaft auch in andern Ländern, mit einer wahren Leidenschaft betrieben. Der jüngste Backfisch sowohl als die älteste der alten Jungfern suchen ihren Stolz darin, eine möglichst große Anzahl der bunten, nicht selten sehr hübsch auSgesüh'ten und geschmackvollen Btldpostkarten in ihrem Sammelboche zu vereinigen- rS besteht ein vollständiger Tauschve.kehr zwischen fast gänzlich sich unbekannten Per- sonen, eineweibliche" Jugendschrtft enthält in jeder Nummer Dutzende von Adreffen, an die man sich wenden soll, um gegenvornehmes" Briefpapier, gegenLiebig"-Bilder, Frei­marken, Wappen Abdrücke, Siegel u.s.w. Ansichtskarten ein- zutaaschen. Damit soll jedoch nicht gesagt sein, daß sich nicht auch sammelwüthige Gymnasiasten, schwärmerische Jüng« linge und auch hier und da eingereifter" Mann an dieser augenblicklich herrschenden Mode betheiligen. Unter diesen Umständen möchten sie vielleicht nun einmal gern erfahren, von wo aus wohl die meisten farbenreichen Postkarten in die weite Welt aus dem deutschen Vaterlande hinausfliegen, nm Grüße in die Hrimath und in Freundeskreise zu tragen. An erster Stelle Rett da der alte ehrwürdige Brocken, auf tem sich unter 137,617 eingelteferten Briefsendungen allein 134,046 Postkarten befanden. Es läßt sich annehmen, daß riese mit ganz geringen Ausnahmen Btlderschmuck aufzuweisen halten, und die Zahl der aufgegebenen Karten kann in ge- wiffem Sinne als Maßstab für den Umfang des Besuches und für die Beliebtheit des Ausflugsortes gelten. ES folgen dann: Schneekoppe mit 80,760, Bastei mit 75,658, Wart­burg mit 64,643, Jnselsberg mit 31,518, Rudelsburg mit 24.059, Heidelberg (altes Schloß) mit 21,134, Kyffhäuser

20,741, Niederwald mit 15 365, Feldberg (Taunus) mit 14,639, Schmücke mit 14 592, Holsteinische Schweiz mit 10,327 Postkarten. Wenn man bedenkt, wie viele angenehme Erinnerunaen beim Empfange einer solchen Ansichtspostkarte wieder aufleben, möchte man fast selbst wünschen, daß einem gute Freunde und Freundinnen deren häufiger zusenden wollten. Natürlich gehen bilderverzterte Postkarten auch zahlreich aus Cur- und Badeorten, von Festversammlungen, Jahrmärkten und dergleichen auS. Unter den Badeorten Vak Landeck tn Schlesien die höchste Anzahl von Postsendungen aufzuweisen382,071 Stück, während, um daS nebenbei ga erwähnen, die größte Zahl von Drahtnachrichten bei der Zweiganstalt in Kreuznach 12,750 Stück erreicht worden ist. Den verhäitnißmäßig stärksten Postverkehr hatte Kiel (Marine-Akademie) aus Anlaß der Feierlichkeiten zur Eröffnung des Kaiser Wilhelms - Canals. Auf den Tag kamen 5852 Postsendungen. An sämmllichen dasür ein- gerichteten Verkehrsanstalten 530.755. Aus militärischen UebungSplätz-n, deren zehn Sommer - Postanstalten hatten, sind 1,363,855 (!) Postsendungen vorgekommen, und eS läßt daraus schließen, wie eifrig unsereKlieger" den brieflichen Verkehr mit ihren Eltern, Schwestern, Brüdern, Verwandten, Bekannten und Liebsten gepflegt haben! Wie viel Ab- schtedSbrtefe darunter gewesen sind, können wir nicht verrathen.

* Der Riesenschlot der Nürnberger Landesausstellung wird in intereffanter Weise umgelegt. Ihn Stein um Stein abtragen, wäre zu zeitraubend und kostspielig- eS werden also nur in der Mitte einige Ziegel ausgebrochen und dann der Schlot mit Holzbalken gestützt werden, wie man ein baufälliges HauS stützt. Nach Herausnahme einiger weiterer Ziegel werden dann die Holzstützen mit Petroleum gegoffen und angezündet werden.

Franenöconomie.. . . Ich weiß nicht, Ella, wie Du es mit Deinem HauShaltungSgeld nur hältst! Gebe ich Dir viel, dann brauchst Du viel, gebe ich Dir weniger, dann kommst Du auch aus!"DaS ist sehr einfach, lieber Rudolph: Wenn Du mir viel Geld gibst, dann bezahle ich nebenbei meine Schulden, die ich mache, wenn Du mir weniger gibst!"

Citeratur und KwitfL

Der Fabrikarbeiter und seine rechtliche Stell««-, Handbuch lür Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Verwalturgsdehörben und Gewerbegerichte, von Emil Wolff, Vorsitzender des Gewerbe- aerichts und Bürgermeisterei Beigeordneter in Offenbach. Preis (geb.: 1 Stück Mk. 2, 10 Stück Mr. 15, 30 Stück Mk. 36, 50 Stück Mk. 50, 100 Stück Mk. 80. Verlag von H. Bechhold, Frankfurt a. M. In handlicher Form wird hier dem Interessenten, Fabrikanten, Fabrikarbeiter, jeder Behörde und jedem Gericht die gelammte Ge letzgebung über den gewerblichen Arbetteroertrag, den Arbeiterschutz, die Arbeitervcrsicherung und das gerichtliche Verfahren (Gewerbe- gericht) zu äußerst billigem Preis geboten, während man bisher zur Anschaffung der betr. Bücher 18 618 20 Mk. anlegen mußte, wobei man noch gezwungen war, sich das Nothwendtge aus dem großen Material herauszusuchen. Das Buch enthält Alles was der Interessent wissen muß, aber auch nicht mehr: kein Wort zu viel und kein Wort zu wenig Ein besonderer Vorzug ist, daß der Arbeitsvertrag schon dargestellt ist, wie er sich nach Einführung des neuen Bürgerlichen Gesetzbuchs darstellt. Der Interessent hat hier­durch Gelegenheit, sich alsbald mit dem Gesetz vertraut zu machen. Das Buch wird als Gesetzbuch der Industrie für jeden In­dustriellen und Arbeiter unentbehrlich sein.

^rieffafiem

Oe. tn B. Die Namen unserer Berichterstatter flehen unter dem Redaclionigebetmntß, Nennung daher adgelehnt. Red.

Abonnent Liebigstraße. E« können Ihnen wegen uns gekünd'gten Verlassens Ihrer Stelle allerdings Unannebmlichkettr« ^Evehen; inwiewett unb wodurch sich Jor Edes schadlos halten kann, b h it EOkNsallS richterlicher (gewerbegertchllicher) Entscheidung vor-

TLtrchliche Anzeige« öer Statt Gieszcn.

»vangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

Sonntag, den 13. December. 3. Advent.

3« der Stadtkirche.

Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche. Pfarrer Dr. Grein.

Abends 5 Ubr: Pfarrer Schlosser.

Beichte unb hril Abendmahl für die Matthäusgemeinde Zu Weser Feier wird auch noch besonders die cor.strmirte Jugend der Gemeinde eing.l den. Anmeldungen zuvor im Pfarrbause h beten.

Die Vtdelsrvnd« am Donnerstag den 17. December fäll' aus

Die Co firn ariden Vereinigung tn der Herberge wird un d'S Abendmahls willen auf nächsten Freitag, ben 18. December, vei legt.

_ 3« btt AoharroeskirM».

Vormittags 9* 2 Ubr: Pfarrer Dingeldey.

Vormittag« 11 Uhr: Kinderkirche für die LucaSgemetnde: Pfarrer Dingeldey.

Abends 5 Ubr: Pfarrer Dr. Naumann.

Beichte unb heil. Abendmahl für die JohanneSgemeinde.

Montag, den 14 December, Abends 8 Uhr: Btbflflonbe im Confirmandensaal der JohanneSktrche. 2. PetruSbrief Cap. 2: Des Herrn gewiffe Zukunft unb die Spötter vor derselben.

n Pfarrer Dr. Naumann.

Am 2 Weibnachtsseieriaa findet Beichte und heil. Abendmahl für Lucas, unb JohanneSgemeinde im VormiitagSgotteSdienst statt.

Katholische Gemeinde.

(Nachdruck ohne Genehmigung untersagt)

SamStag den 12. December.

Nachmittags um 4 Uhr unb Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur bl. Beichte.

Sonntag den 13. December. 3. Sonntag im Advent, vormittags von 6>/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte;

um 6V, Uhr erste hl. Meffe;

» um 71/, Uhr AuStheilung der hl. Communion;

, um 8 Uhr zweite hl. Meffe; MMärgotteSdienst mit Predigt;

Vormittags um 91/, Uhr Hochamt mit Predigt;

Nachmittags um b'/r Uhr Christenlehre; daraufAdventSondacht.

Montag Nachmittag von 26 Uhr werden auswärtige Priester Beichte hören.

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Donnerstag, 17. December.

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Die unterzeichnete Schäferei-Gesell^ schäft sucht bis 1. Januar 1897 einen tüchtigen Schäfer.

Albach, den 10. Deccmber 1896.

Der Vorstand:

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Freibank. 10830 Heute und morgen: Ochfensteifch sticht ladmretn, pr. Pfd. 52 Pfg. 8chwemeMsch nicht ladenrein, per Pfd. 50 Psg. MT Die Freibank bleibt bis Abend» 10 Uhr geöffnet.

ZUM Gambrinus.

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Bekanntmachung.

136 Mark Zinsen aus der Stiftung der dahier verstorbenen Elisabethe Schmidt sind zu gleichen Theilen an vier bedürftige, un­bescholtene, ledige, in Gießen lebende Dienstmädchen im Alter über 50 Jahre und vier arme Wittwen aus Gießen nach der Auswahl des Stadtoorstandes zu vergeben. Anmeldungen zum Bezüge derselben haben bis zum ersten Januar 1897 unter Beibringung des erforderlichen Nachweises bei der unter­zeichneten Stelle zu geschehen.

Gießen, den 8. December 1896.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. V.: Wolff.___________________10885

Hülfsveiein im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Hlnterflühung der Soldaten

im Ielde (vom rothen Kreuz).

Die verehrlichen Mitglieder des hiesigen Zweigvereins werden zu der Mittwoch den 23. December d. I., Abends 8 Uhr, indem oberen Locale der Restauration Weidig, Sonnenstraße, stattfindenden

Generalversammlung

ergebens! eingeladen.

Tagesordnung: 1. Bericht über die Thätigkeit des Hülfsvereins.

2. Rechnungsablage.

3. Beschlußfassung über Anträge von Seiten des Vorstandes oder einzelner Vereinsmitglieder.

4. Vorstandswahl.

Gießen, den 11. December 1896.

Der Vorstand des Zweig-Hülfsvereius Gießen.

Jöckel.

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