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• 8tt1 sich seit btn Nr. 3 (3tD
arrangiren.
*♦ Preisfchieße». Zu dem am Sonntag und Montag stattfindevdeu Preißschießen unseres Schützenverein» sind schon zahlreiche Anmeldungen von auswärtigen Schützen eingetroffen. Seit drei Jahren hat der Verein davon abgesehen, ein volkSthümlicheS Fest zu arrangiren, um mit den sonstigen Festen, die in uvsern Mauern geseiert wurden, nicht zu colli- Liren. Auch für diese» Jahr wollte man zuerst sich lediglich damit begnügen, für die Schützen eine Veranstaltung zu treffen, vielfachen Wünschen entsprechend, entschloß man sich endlich, eine wirkliche volköthümliche Veranstaltung größeren SthlS zu treffen. Da» Bergnügungß-Comtte war bald ge- schaffen, und kräftig wurden alle Hebel eingesetzt, um her- zurichten, waS zur Gemüthlichkeit und der Erweckung froher
Lehrer zu besetzende Lehrerstelle a* der Semeiodeschule zu Pohl-Göns, Kreis Friedberg, mit eine« jährlichen Gehalt von 900 M!. Mit der Stelle ist Orgaoiftesdteust verbunden.
EchuldieußnachrichteL. Am 29. Juli wurde de« SchulamtSaspiraoten Valentin Roth au» Eschollbrücken, KreiS Darmstadt, eine Lehrerstelle an der Temeiudeschule zu GrÜnberg, Kreis Gießen, übertragen- an demselben Tage wurde der von dem Fürsten zu Jseuburg-virsteiu auf die erste Lehrerstelle au der Gemeindeschule zu Sprendlingen, KreiS Offenbach, präsentirte SchnlamtSaspirant Georg Ackermann au» Sprendlingen für diese Stelle beftätlgt, am 1. August wurde dem Schulverwalter Jakob Kuhn zu HergerSdorf, Kreis Alsfeld, die Lehrerstelle au der Ge. metudeschule daselbst übertragen.
"Folgende gerichtliche Entscheid»»» dürfte von allge- meinem Jntereffe sein. Ein Kaufmann hatte einen Laten gemiethet und über der Ladeothüre seine Firma anbitn^ lassen. Der HauSwirth ließ das Hau» neu austretcheu »b bei dieser Gelegenheit die angemalte Firma überstreitzn, ohne sie nachher erneuern zu laffen. Der Mlerher klagte In. folgedeffeu gegen ihn, er solle gestatten, daß die Firma nta angebracht werde und die Kosten hierfür tragen. Da» ®t- richt entschied, daß der HauSwirth unter allen Umstände, die Anbringung der Firma gestatten wüffe, da kein Raui. mann oder Handwerker einen Laden ohne die stillschweigendr Erlaubnis hierzu mietheu würde. Die Kosten für die bringung deS Schilde» träfen hingegen den HauSwirth niji, da der Neuanftrich deS Hauses nothweudig gewesen und tu sachgemäßer Weise nicht ohne die Uebermalung der Firma hätte auSgesührt werden können. — Diese Entscheidung dürste für die Folge als Norm gelten.
auf dem Brandplatze ein.
•• Eine Beterautv des Wochenmarktes. Am schmerzlichsten ist von der neuen Marktordnung Frau Dampfmann I betroffen worden. Die 75 Jahre alte Wittwe hat beinahe 50 Jahre lang vor der Hirschapotheke auf unserem Markt- I platz ihren Stand gehabt und in guten und in schlechten I Zeiten ihren Handel getrieben. Sie hat es trotz ihrer feinen I Kundschaft — auf die sie nicht wenig stolz war — nicht so I weit gebracht, daß sie von den Zinsen leben kann. Mit dem I „neumodischen Kram", den Marktlauben, kann sich die Frau aber ganz und gar nicht befreunden. Sie will jedenfalls die I neue Mode nicht mitmachen und hat bei Herrn Zinngießer I Zufall nach der Wettergaffe hinaus sich ein Lädchen gemiethet, I über dem stolz in silbernen Buchstaben auf blauem Grund I die Firma „Dampfmann" prangt. Die Frau hofft auch I dort ihr Geschäft zu machen, um so mehr, als sie unter den I Studenten viele Gönner hat. Frau Dampfmann war es I nämlich früher, ehe mau die neuere Wundbehandlung kannte, I die den auf der Mensur Verletzten Nachts mit Wasser die Wunden kühlte und daher rührt auch die Freundschaft mit I den Akademikern, besonders der alten Herren, die hoffentlich dafür sorgen, daß Frau Dampfmann, die auch auf gute I Obstsorten hält, auch ferner ihre Waare absetzt.
•» Für Touristen. Der Vorstand des Marburger! Touristenvereins hat nach Mittheilung der „Oberh. I Ztg." soeben die Wegebezetchnung von der Haltestelle Fron- I hausen über den Schnauzberg und Salzböden bezw. die Junkermühle und von Haltestelle Friedelhausen über Odenhausen nach dem Altenberg vollendet. Der Weg von Fron- Hausen über den Schnauzberg und Salzböden ist mit einem wagerechten rothen Strich angegeben. Hinter der Schadeck'schen Wirthschast in Salzböden läuft er durch die Wiese, dann rechts durch die Gärten und das Feld hinauf und weiter in einem Bogen durch den Gemetndewald nach dem Altenberg.
I _ Der Weg über die Junkermühle zweigt von dem angegebenen vor Salzböden, wo an der rechten Seite der Wald des Schnauzberges aufhört, wenige Schritte hinter dem Grenzsteine links ab, führt durch den Waldzipfel und das Frld hinab, schneidet die von Fronhausen nach Salzböden führende Straße und kommt bet der Junkermühle heraus. Hier wendet er sich links, nach 2 Minuten recht» über die Brücke, läuft bis zur Waldecke oberhalb Salzböden und dann links am Waldrande hinauf bis zur Höhe des Berges. Er ist mit rothem Kreuz bezeichnet. — Der dritte Weg, den I ein wagerechter weißer Strich angtebt, läuft von Haltestelle I Friedelhausen über die Lahnbrücke nach Odenhausen und von hier die „Hohl" hinauf. — Auf die Bezeichnung der Wege durch die zu pasfirenden Dörfer ist besondere Sorgfalt ver- I wandt. Da der Altenberg, obwohl kaum 300 Meter hoch, eine herrliche, ziemlich weite Rundficht gewährt, empfiehlt eß sich sehr, ihm einen Nachmittagsbesuch abzustatten. Man nimmt hin den Weg von Fronhausen über Salzböden und die Junkermühle und geht über Odenhausen nach Friedel- Hausen zurück — oder umgekehrt.
•• Für daß Rechnungsjahr 1897/98 sind aus dem I Etipeudienfond des Lluddwirthfchaftlicheu Berficherungs-Verbandes „Miltelrheiu" Stipendien im Gesammtbetrag von Mk. 300, an Söhne oder Töchter von BerbandSgenoffen zu vergeben, welche eine landwirthschastliche Lehranstalt (Acker- bauschule, landw. Winterschule, Haushaltungßschule, Molkerei- I oder Obstbau-CursuS rc.) besuchen wollen. Die Vergebung ersolgt nur an solche BerbandSgenoffen, welche dem gedachten I Verbände (Feuer-Mittelrhein) mindestens 6 Jahre augehörev. I Anmeldungen werden von dem Geschäfrßführer der Stipendien- I fond-Derwaltung, Herrn General-Agenten Karl Hahn in I Offenbach a. M., Kaiserstraße Nr. 59 bi» 15. October d. I.
Laune »öthlg ist. Hoffentlich zeigt der kommende Sonntag ein freundlichere» Gesicht, al» seine vorhergegangenen Collegen.
•• Kriegerkameradschaft „Hafsta". Major L la ernte v. Heul, seither zweiter Präsident der Kriegerkameradschaft „Hasfia", wurde für seine langjährigen Verdienste um die | „Haffta" zu« Ehrenmitglied deß Landeßverbandeß ernannt. Daß Präsidium hat ein Ehrendiplom anfertigen laffen, welche» denjenigen Vereinßvorstäudeu zu verleihen ist, welche fünf- uvdzwanzig Jahre ihre» Amte» treu gewaltet haben und deren Vereine mindesten» fünfzehn Jahre dem Landesverband angehören. Die Bezttksvorsteher find beauftragt, Nachfrage zu halten, ob solcheKameradeu vorhanden find, denen ein Anspruch auf eine derartige Außzrichnung zusteht und ev. Antrag auf Der- lethuvg einzuretchen. — Herr Major Beck, zweiter Präsident, führt auch fernerhin daß Unterstützungßwesen und die Provi- dentiasachen in seinem Amt fort, während Streit- und Be- schwerdesachen an den jetzigen zweiten Schriftführer, Herrn Oberamtßrichter Dr. Lahr in Darmstadt zu richten find. — Auß der Festschrift des Herrn Dr. Vogt-Butzbach: „Daß Kriegervereinßwesen in Heffeu" hat Herr Dr. Vogt der Ernft-Ludwig-Victoria-Melita Stiftung 700 Mark überwiesen. Eß ist nun noch ein Rest von Exemplaren übrig geblieben, welchen Herr Dr. Vogt zu Gunsten der bedürf- tigen Kameraden unterbringen möchte. Um die Abnahme den einzelnen Bereinßmitgltederu leicht zu machen, so will Herr Dr. Vogt daß Exemplar anstatt wie seither für 2 Mk. nunmehr füx 50 Psg. bei freier Zusendung erlassen.
*♦ Der LaadesauSfchuß der nationaUiberalen Partei im Großherzogthum Heffen tagte am Sonntag tu der „Stadt Pfungstadt" zu Darmstadt- man beschäftigte fich mit den Land tagßwählen und den Vorbereitungen zum Berliner Delegirteutag der nationalliberalen Partei.
Der Thurmseilküustler Knie trifft diese Woche hier
CoceUs tmb provinzielle-,
Gießen, den 11. August.
*• Zvgendfest. Daß auf vorigen Sonntag anberaumte, deß Rrgenwetterß wegen aber nicht zu Stande gekommene Jag end fest ging gestern bei schönstem Wetter vor fich. Zwar schien es noch Vormittags, als ob auch wieder daS Wetter einen Strich durch die Festesfreude machen wollte, allein bald brach die Sonne durch und sie behauptete ihre Herrschaft bis zum Abend. Dank der vortrefflichen Arrange- I mentS, die unsere Turner getroffen, konnte zur festgesetzten Zeit der Feftzug sich in Bewegung setzen. Ca. 900 festlich herauSgevutzte Kinder, begleitet von zwei Musik- und Trommler- corpS, geführt von Turnschwestern und Turnern marschirten stolz und freudig erregt durch die Stadt nach dem Phtlo- sophenwald; de« Schluß de» Zuges bilde,°u die Mitglieder beider Turnvereine mit ihren Fahnen und Standarten. Nach Ankunft im Philosophenwald entwickelte sich bald ein frohes Leben und Treiben, denn der Besuch deß Festeß war ein über Erwarten zahlreicher. Man nimmt an, daß mindestenß 2500 zahlende Personen die Kassen paffirten, so daß wohl 4000 Menschen am Feste theilnahmen. Die Spiele gingen unter Leitung erfahrener Ordner gut von Statten. Die Budeniuhaber, Carouffelbefitzer und Wirthe dürften wohl hinreichend für den Außfall entschädigt sein, den ihnen daß ungünstige Wetter am Sonntag verursacht, denn lange nach Sonnenuntergang zogen diejenigen, denen die Theilnahme am Tage nicht möglich, nach dem Walde, um wentgstenß einen Theil der Festeßfreude zu genießen. Nach Eintritt der Dunkelheit formtrte sich auf dem Trieb ein Lampionzug und wohlgemuth zogen die Kinder unter Musikbegleitung wieder in die Stadt. Nach Auflösung deß Lampionzugeß vergnügten fich die erwachsenen Theilnehmer noch einige Stunden in Röhrleß Bterhalle, während draußen im Walde dieselbe fröhliche Stimmung herrschte. Wie verlautet, beab- sichtigen die Gießener Turner alljährlich ein Jugendfest zu
| Lich, 10. August. Heute wurde dahier ein einfacher, schlichter Mann, der frühere Diener im hiesigen Schlofft, Herr Clamw, unter einer außerordentlichen Betheiltguo, zu seiner letzten Ruhestätte geleitet. Wie sehr dieser Manin seinem bescheidenen Berufe fich die Liebe und Anerkennung selbst in den höchsten Kreisen erwarb, geht darauß hervor, daß ficb bet dem heutigen Leichenbegäugniffe Se. Durchlautt der hiesige Fürst und deffev Sohn, Prinz Reinhard, be- theiligtev, und daß an den verstorbenen noch in den letzte- Tagen ein Brief von Herrn Generalsuperintendenten Bau in Loblenz anlangte.
Grüuberg, 9. August. Ein erschütternder UnglückSsi.'! ereignete sich gestern gegen Abend tn der Nähe unlmr Stadt. Ein Ehepaar hatte auf dem sog. Hain einen W°;w mit Korn geladen und blieb die Frau auf der Heimfahn oben sitzen. Alß nun der Wagen auf die sehr steile Alsfelder Straße in der Nähe der unteren Ziegelhütte etnbog, begeb sich der Mann an die hintere Seite deß Wagens, um bft Hemmvorrichtung zuzuschrauben. In dem Augenblicke ging daß Pferd durch, und run ging es in toller Fahrt der sog. Alsfelder Brücke zu. In ihrer Angst suchte die Frou wäb- rend der Fahrt von dem hochbeladenen Wagen zu spriogen, siel aber dabet so unglücklich herab, daß sie bewußtlos liegen blieb und mit einem Wagen nach ihrer Wohnung gebr^ werden mußte. Außer einem Schädelbruche batte bit Bt- dauernSwerthe schwere innere Verletzungen davongetrageo, so daß sie noch am Abend verschied, ohne daS Bewußtsein wieder
I erlangt zu haben. DaS Pferd wurde in der Nähe der Brücke zum Stehen gebracht. (Darmst. Ztg.)
-ö- Södel, 10. August. Hier ist vor wenigen Tag« der Fall vorgekommeu, daß einem Kinde ein mehr all erbsendickes K i e s e l st e t n ch e n in da» Ohr gerathen war. Anstalt nun sofort an die richtige Schmiede zu gehn, probirten die Eltern, daS Steinchen au» dem Ltr zu entfernen. Dasselbe schob sich aber immer weiter a den Gehörgang hinein und setzte sich schließlich so fm, daß die Eltern nicht bloß ihre Versuche aufgeben n*n, sondern, da daS Kind bald heftige Schmerzen empfand, gi- nöthigt waren, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. As» wiederholten vergeblichen Bemühungen gelang eS dem Arzt I denn auch endlich, durch sehr kräftige» Einspritzen den Fremd- körper herauSzuschaffen. — Möchte Vorstehendes al» eine gute Lehre von allen Eltern recht wohl beherzigt werben.
□ floß dem Ohmthal, 10. August. Der unbeständige I Character de» seitherigen ErntewetterS hat unsere Lane- wirthe veranlaßt, daS Korn möglichst rasch tn die Sätumi zu bringen. Da dasselbe von starken Regengüffen bin»' I feuchtet worden war, so ist eß vielfach in nicht rechter ec I schaffenheit eingefahren worden, so daß in solchen Fällen, I eß nicht gleich gedroschen wird, ein Faulen deß Strohes >r I Außfichr steht. Meist greift man allerdings zum Flegel - beim Korn zieht man vielfach des Strohes wegen Handbrw« dem Maschinendrusch vor — und drischt eS gleich.
I Ausdrusch deß KornS ergiebt ein recht guteß Resultat, I als man allgemein erwartet. ES gibt aber nicht bloß 8* I ins Maß, sondern die Körner find auch recht mehlreich. *-al I erste neue Brot hat man bereits gebacken und ist recht zu frieden damit. Die Kornernte dürfte tn diesem Jahr untr
I den Getreidearten baß beste Ergebntß liefern. Der W | des Korns ist etwas avgezogen.
§ Ober-Ohmen, 10. August. Wie sehr die Streu mittel mangeln, beweist eine hier abgehalteue Laud-ve steigerung auß den Freiherrltch Rtedescl'schen Walduoge- I Bei dieser Versteigerung wurde der Cubikmeter taub, I vorher zusammengerecht worden war, mit 5 Mk. bezay- I Da zwei Eubikmeter Laub erst einen Wagen voll geben, I kam mithin der Wagen voll Laub auf 10 Mk., ein Pre». I der selbst im Rothstaudßjahr dafür nicht bezahlt wurde.
Vergleich zum Preise deß Stroheß dürfte sich diese» in * I That billiger stellen, umsomehr bleibt der hohe Pret»
Streulaub auffallend. Daß gute Ergednih der RorotrP I wird hoffentlich den Mangel an Streu beseitigen, zu« ) besten aber lindern. ...
n. Staden, 9. August. Ein gräßlicher Unglück I fall ereignete sich gestern hier in einer Scheuer beim Fru | abladen. Ein junger Arbeiter, der fich vor einigen J0»1
entgegengenommen.
•• Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt find: die Lehrerstelle an der ev. Schule zu Nack, Kreiß Alzeh, mit einem jähr- lichen Gehalt von 900 Mk.- eine mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Groß- Eichen, Kreiß Schotten, mit einem jährlichen Gehalt von 900 Mk.- eine mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Stammheim, Kreiß Fried- berg, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organiftendienst verbunden- eine mit einem ev.
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Belara», 19. A«,ust. I» »er MH- Hon’ic 8i»8 | ein Ssterretchlsche« Schleppschiff mit 3000 (Eentnern i «etretbe unter. Die Mannschaft konnte gerettet werden.
Berlin, 11. August. Dem LapitLn ,ur See a. D. «reiherrn v. Rössing find aus ieinem Landhause in Groß-Lichterfelde Brillanten und andere Schmucksachen im I Werthe von mindestenß 10,000 Mark gestohlen »oy en.
Berlin, 11. August. Die Übersiedelung de» Hof- lager» ist für den 16. oder 19. dß. Mtß. in Außfichr I aenonraen^ ^uguft. Der bekannte Ingenieur Otto
Lilienthal ist gestern in Rhinow bei einem Flugversuche so unglücklich ab gestürzt, daß er aus den Tod darniederUegt.
Berlin, 11. August. Für die Hinterbliebenen der bei dem Untergang der „Iltis« Ertrunkenen wurden bisher 4811 Mk. gesammelt.
aitono, 11. August. Beim Trabrennen in Bahren- feld find verschiedene gewerbsmäßige Buchmacher ver- haftet worden. n
München, 11. August. Vice-Bürgermeister Dr. Lueger au» Wien ist gestern Nachmittag 6 Uhr b7 Min. hier ein- getroffen in Begleitung feine» Parteigevoffen Ernst Schneider. Er wurde von Delegirten der hiesigen Reforwpartei sowie von antisemitischen Delegirten empfangen. Ehrendamen über- reichten ihm ein Bouquet. Beim Berlaffen de» Perron» wurde Dr. Lueger von dem nicht allzu zahlreich anwesenden Publikum lebhaft begrüßt. Dr. Lueger weigerte sich ent- schieden, die ihm von feinen Parteigenoffen zur Verfügung gestellte Equipage zu besteigen und nahm in einem gewöhrl- lichen Wagen Platz und fuhr nach dem Kaiserhof. Die für Abends im Münchener Kindlkeller einberufeue Volksversammlung war von etwa 5000 Personen besucht und nahm einen sehr stürmischen Verlauf. Wer einen Zwischen- ruf machte, wurde schonungslos durchgeprügelt und hinaus- geworfen. Erst Dr. Lueger gelang eS, während seines Vortrages die Ruhe wieder herzustellen. Er sowohl wie Schneider wiederholten die bekannten Angriffe auf das Judenthum, dasselbe für daS Niedergehen des Handel» und Wandel» allein verantwortlich machend. Nachdem die Versammlung geschloffen, entwickelte fich eine regelrechte Keilerei, wobei die Stockhiebe nur so herniedersaufteu und die Maßkrüge al» Wurfgeschoß dienten.
Wie», 11. August. Da» Zarenpaar trifft am 27. d». MtS. Vormittags hier ein und verbleibt zwei Tage hier. In Begleitung de» Zaren wird fich Fürst Lobanow befinden. Von Wien erfolgt die Rückkehr nach Petersburg und von dort Anfang» September die Fahrt nach Breslau.
Wien, 11. August/ Nach einer Depesche au» Fiume traf in Eettinje der Adjutant de» Zaren mit einer wichtigen Mission, angeblich betreffend die Verlobung der Tochter des Fürsten Nikitas, ein.
H. Athen, 11. August. Infolge der Maffacre» in Anapoli» trat daß Revolutionscomits in Apokorona zusammen und proclamirte die Vereinigung Kretaß mitGriechen- land- eß ernannte eine provisorische Regierung unter Borfitz Volondakis Kosteroß. __———
Gonen
UM bat wftM Ar (Üefan roi 1896, Lor ConcurSvers
Der Age Hießen wirl ernannt
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Es wird ; bit Beibehal bit Wahl ei fowit über b bißtrau6f($ii| über die in nunfl bezeich M Prüfung berungen auf Wteitag bet
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