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Menschenmenge besetzt, ebenso eine Unmenge von Tribünen, welche von Unternehmern erbaut wurden. Sämmtliche Schulen und Vereine haben oom Bahnhöfe bis zur Sathariueoktrche und von da bis zum Denkmal Spalier gebildet. Die Stadt bietet in ihrer glänzenden Ausschmückung ein prächtiges Bild. Vom Hauptbahnhofe bis zum DenkmalSplatze ist eine via triumphalia geschaffen und auf diesem Wege find auch die Ausschmückungen der vielen Geschäftshäuser am glänzendsten. Aber auch die übrigen Thetle der Innenstadt stehen wenig zurück. Vor dem Hauptbahnhofe ist eine imposante Ehrenpforte errichtet, die an Geschmack alles seither Gebotene übertrifft- desgleichen fällt besonders das Arrangement an der Kreuzung der Kaiserstraße und TaunuS-Anlage auf. Hier sowohl wie bei den Häusern herrscht herrliches Grün vor und der gute Eindruck wird durch die in jungem Laub prangenden Bäume längs der Kaiserstraße erhöht. Kein Haus hat eS unterlaffen, das schönste Festkleid anzulegen, und die Vorbereitungen für die heute Abend stattfiudende Illumination find gewaltige. Ja diesem Punkte hat sich Frankfurt, welches, wie der DolkSmund sagt, immer ^vierspännig fährt", selbst übertroffen. ElectrischeS Licht wird mit GaSlichr-Effecten und allen erdenklichen JlluwinationSkörpern abwechseln. An Stelle der gewöhnlichen Straßenlaternen werden Gasfackeln, GaSsterne re. treten. Die meisten größeren Geschäftshäuser haben ihre Erker mit Büsten, Emblemen, Nationalfarben re. aufS Geschmackvollste geschmückt. Au der Katharineukirche, in welcher der Festgottesdienst stattfinden wird, ist ein prunk- voller Borbau errichtet, durch welchen die hohen Herrschaften die Kirche betreten werden. DaS meiste Interesse nimmt das Absteigequartier des Kaiserpaares, das Hotel „zum Schwan", in Anspruch. Die äußere Decoration besteht zumeist aus Tannengrün, welches mit farbigen Glühkörpern besetzt ist. Die Ecke nach dem Goetheplatz ist mit einer mächtigen, vergoldeten Trophäe geschmückt- daS Portal erhielt einen Vorbau aus Eisenconstruct.on, mit rothem Sammt behangen, Eingang und StiegcnhauS wurden durch erste Gärtnerfirmen reich mit Pflanzen geschmückt- die Gemächer des KatserpaareS bestehen aus sieben Räumen. An den historischen Friedenssaal (als Empfangszimmer gedacht), welcher nur einige neue Möbelstücke und Vorhänge erhalten hat, schließen fich rechts und links ein Vorzimmer an, die in rothem Velour gehalten und mit engl. Mahagonimöbeln ausgestattet find. An die Vorzimmer reihen fich Arbeitszimmer des Kaisers mit grüuseidener Wand- bekleidung und entsprechendem Möbel, sowie daS Boudoir der Kaiserin mit hellblauer, seidener Wandbekletdung an. Die beiden Ankleidezimmer sind mit telephonischen Anschlüssen ver- sehen. Um ein Bild von der kostbaren Ausstattung zu erhalten, sei erwähnt, daß dieselbe mit 400,000 Mk. versichert tft. Die gesammte Arbeit wurde unter Leitung des Pro- sessorS Luthmer vorgeoommen, die kostbaren Bilder und ein Theil des Möbels zur Ausschmückung der Zimmer wurden von Privaten geliehen. Außer den erwähnten Räumen ist ein Badezimmer für das Kaiserpaar und eine Reihe von Gemächern für daS Gefolge vorgesehen. Am buntesten ist daS Treiben in der nächsten Umgebung des Opernhauses, dem gegenüber daS zu enthüllende Denkmal errichtet ist. Um den Denkmalsplatz bilden die offiziellen Festtribünen einen Halbkreis. Am Eingänge zum DenkmalSplatze ist ein prunkvoll auSgestatteter Pavillon für daSKaiserpaar und dessen Gefolge errichtet. Der Grundgedanke bet der Ausschmückung desselben war die Symboltfirung des Friedens. DaS Innere des Pavillons ist mit kostbaren Gobelins behängt. Der stolze Bau des Opernhauses ist reich decorirt. Eine dichtgedrängte Menschenmenge hat von den offiziellen uud privaten Tribünen Platz ergriffen. Der Zuzug von Fremden ist ein imenser. Man schätzt dieselben auf 150,000. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung find von auswärts einige hundert Schutzleute angekommen.
Ankunft des Kaisers.
Vorm. 10 Uhr.
Am südlichen Eingänge deS HauptbahnhoseS waren drei Bahnsteige und der Eingang zum Fürstenzimmer mit Tannen, Palmen und Blumen reich geschmückt. Außerdem waren an verschiedenen Stellen deS Bahnhofes prächtige Blumen-Arrauge- mentS aufgestellt. Auf dem AnkunftSperron war eine Ehrencompagnie des 81. Infanterieregiments aufgestellt, ferner am südlichen Eingänge deS Bahnhofs eine Schwadron deS hiesigen Husarenregiments. Punkt 10 Uhr lief der kaiserliche Zug aus dem zweiten Bahnsteige ein. Zum Empfang hatten fich eingefunden: Oberpräsident Magdeburg, Eisenbahnprästdent Becher, RegieruogSrath Knoche, Polizeipräsident v. Müffling, Oberbürgermeister Adickes und der Vorsitzende der Stadt- verordneren-Bersammlung, Justizrath Humser. Dem Kaiser- paare wurde, nachdem dasselbe den Perron betreten und Ober- Präsident Magdeburg die Anwesenden vorgestellt hatte, von Fräulein AdtckeS und Humser BlumeubouquetS überreicht. Der Kaiser trug die Uniform deS 1. Garde-Jnfanterie-Regi- mentS z. F. und Generalshelm. Derselbe hatte daS Band des Schwarzen Adlerordenö angelegt. Die Kaiserin trug eine hellgrüne Seidenrobe mit gleichfarbigem Capes, ebensolchem Hut und Sonnenschirm. Dieselbe hatte ebenfalls daö Baud des Schwarzen Adlerordens angelegt. Nach einer kurzen Unterhaltung auf dem Bahnsteige, bet welcher besonders die Herren AdtckeS und Humser ausgezeichnet wurden, schritt der Kaiser im Marschtempo die Ehreocompagnie ab. Daun nahm derselbe den Vorbeimarsch entgegen. Hierauf begab sich daS Kaiserpaar nach dem Fürsteuztmmer, wo eS von Prinzessin Louise von Preußen begrüßt wurde. Die Fahrt nach der Stadt erfolgte tu einem mit sechs Rappen bespannten Victoria- wagen, dem Spitzenreiter, der Oberbürgermeister, der Ober- stallmetster, der Polizeipräsident und Schutzleute voran ritten, geleitet von zwei Zügeu des hiesigen Husarenregiments. Der Zug bewegte sich unter Glockengeläute und von der tausend- köppgen Menge jubelnd begrüßt, nach der Kathariuenktrche, woselbst der
AestgotteSdienst
stattfaod. vor dem Haupteingang der Kirche wurde das Kaiserpaar durch die gesammte evaugelische Geistlichkeit der
Stadt und dem Gemeiudvorstand empfangen. Beim Eintritt in die Kirche präludtrte die Orgel- da-Kaiserpaar, begleitet von dem Landgrafen und der Laudgräsiu vou Hessen und eine» zahlreichen Gefolge, nahm die reservirien Plätze unmittelbar vor dem Altar ein. Nach erfolgter Ueberreichung der auf AtlaS gedruckten GotteSdieustordnung durch zwei Damen, stimmte die Gemeinde das Lied „Lobe deo Herrn" au. Hierauf sprach der Geistliche, Confistorialrath Dr. Basse da- Altargebet. Nach demselben trug der Kirchenchor Doxologie von BortniauSky „Ehre sei Gott in der Höhe" vor. Nach abermaligem Gesang der Gemeiode hielt der vorerwähnte Confistorialrath Dr. Basse die Festpredigt, welcher die Btdel- worte Römer 14 BerS 17 „Da- Reich Gotte- ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geiste" zu Grunde gelegt war. Nach der Festpredigt sang der Chor die Richter'sche Motette: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Boten, die den Frieden verkündigen." Nach dem Gebet und Vaterunser sang die Gemeinde unter Orgel und Kapellen- begleitung „Nun danket alle Gott", worauf der Geistliche den Segen sprach. Nach der Beendigung deS Gottesdienstes wurde dem Kaiserpaare durch den Gemeindeoorstaud eine Denkschrift über die Geschichte der Kathariuenktrche, versaßt von dem Stadtarchivar Dr. Jung, überreicht, worauf daS Kaiserpaar nebst Gefolge die Kirche verließ. Um 11 Uhr 25 Minuten traf daS Kaiserpaar am DenkmalSplatze ein und begab sich in den dort errichteten Pavillon. In demselben fanden sich außer dem Gefolge noch ein die Landgräfin von Hessen, Prinz Friedrich Karl von Hessen und die Prinzessin Margarethe, die Prinzessin Sybtlla, Prinzessin Luise von Preußen, der preußische Finanzminister Dr. Miquel u. A. Nachdem die am Denkmal versammelten Sänger daS Dahn-Lachner'sche „Macte Imperator“ vorgetragen hatten, hielt Oberbürgermeister AdickeS eine Ansprache. Er dankte dem Kaiserpaar für sein Erscheinen. Wie vor 25 Jahren gelegentlich deS Friedensschlusses erfülle sich auch heute die Seele ganz mit jenen Bildern aus dem großen Kriege von 1870/71- wir fühle« wieder, wie wunderbar in jenen großen Tagen fich alles zusammevfügte. Die denkwürdigen Tage treten alle mächtig und ergreifend vor unsere Seele und um so mächtiger, als wir wissen, daß das als Hort d-S Friedens gegründete Reich auch in Wirklichkeit L5 Jahre hindurch fich als ein Bollwerk des Friedens erwiesen hat, unter dessen Schutz sich Gewerbefleiß und Verkehr, Kunst und Wissenschaft entfaltet haben. Redner fügt hieran den Dank an Kaiser Wilhelm I. für alle diese Errungenschaften, dessen wechselvolles Leben er beredt schilderte und schloß seine Ausführungen mit folgenden Worten: Allzeit voran für Kaiser und Reich, daS sei auch heute die Parole, mit welcher ich Namens des DenkmalS-AuSschusseS dieses Denkmal der Stadt übergebe, indem ich zugleich allen Denen, die zum Gelingen des großen und schönen Werkes betgetragen, vor allen seinem Schöpfer, Herrn Clemens Buscher, herzlichen und warmen Dank sage." Dann siel die Hülle des Denkmals und daö Publikum jubelte demselben begeistert zu, während der Kaiser dasselbe grüßte. DaS Denkmal ist ein Werk deS Düsseldorfer Bildhauers Clemens Buscher. Die Gestalt Kaiser Wilhelms I. zu Pferd ist vortrefflich wiedergegeben. Die Figuren an der vorderen Seite deS Postaments bilden eine zusammengehörige Gruppe. Der Genius des Friedens, hoch aufgerichtet einherschreitend, reicht dem siegreichen Kaiser den Lorbeer. Die zwei weiblichen Gestalten verkörpern die Kunst und den Gewerbefleiß, Kränze spendend- an der Rückseite deS Postaments thront die Frankofurtia, die ReichS-Jnsignien beschützend; an den beiden Längsseiten find Reliefs angebracht, daS eine stellt die Wahl und Weihe Friedrich Barbarossas zum Kaiser im Jahre 1152 dar- das andere gibt den Moment wieder, wo Kaiser Wilhelm I. siegreich auS dem Felde heimkehrend am 15. April 1871 in Frankfurt a. M. begrüßt wird.
Der Bronceguß stammt von Hans Klement, Inhaber der Rupp'schen Eczgießerei in München. Oberbürgermeister Ad icke S stellte hierauf dem Kaiserpaar den Schöpfer deS Denkmals Clemens Buscher vor. Beide Majestäten unterhielten sich längere Zeit mit dem Künstler, dem anläßlich der Enthüllung der Kronenorden 4. Klasse verliehen wurde. Nachdem hierauf der Chor wiederum ein Lied gesungen hatte, brachte der Oberbürgermeister ein Hoch auf den Kaiser aus. An die Enthüllungsfeier reihte sich die Parade über die auf dem Opernplatz ausgestellten Truppen, bestehend auS der Ehrencompagnie deS 2. Großherzogl. Hess. Infanterieregiments Nr. 116, dem 1. Hess. Infanterieregiment Nr. 81 und dem 1. Hess. Husarenregiment Nr. 13. ES fand kein Abschreiten der Front statt, vielmehr nur ein einmaliger Vorbeimarsch. Kurz nach 12 Uhr hatte daS militärische Schauspiel ein Ende erreicht und das Kaiserpaar nebst Gefolge, wiederum eScortirt von zwei Zügen Husaren, begab sich nach dem Hotel Schwan, wohin sämmtliche Fahnen der obenerwähnten Regimenter verbracht wurden.
Um die Mittagsstunde kamen die Burschenschafter deS Mittelrheins im Restaurant Allemania zu einem Frühschoppen zusammen. Später unternahmen dieselben einen Zug zum Denkmal, wo Professor O n ck e n - Gießen eine Ansprache hielt.
Gegen 1 Uhr begab sich daS Katserpaar zur Frühstückstafel bet der Landgrafin von Hessen, an welcher etwa 20 Personen thetlnahmen.
Im weiteren Verlauf deS Nachmittags besuchte die Kaiserin daS städtische Krankenhaus, sowie den Dom und daS Diakonissenhaus. Um 5 Uhr begab sich daS Kaiserpaar nebst Gefolge zu dem Palmengarten zum Galadiuer.
Der Kaiser trug Garde du CorpS-Uniform, die Kaiserin eine hellblaue seidene Robe. Der Palmengarten-Saal und ein Theil deS Palmenhauses waren prächtig decorirt. Ueber dem Platze deS Kaisers war ein Baldachin errichtet. An der Tafel nahmen ca. 250 Personen Theil. Zur Rechten des KatserpaarS saß die Landgräfin, zur Linken der Landgraf von Hessen. Dem Kailerpaar gegenüber saß Oberbürgermeister
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der Kaiserin war auch Finanzminister Dr. Miqael i I« Ganzen nahmen außer der Kaiserin noch R T?*' her Snfef <T6rit Wndiftehenh hie :
der Tafel Theil. Nachstehend die Speisenfolge:
Sherry
1889 Hallgarter 1887 Chateau Citton
AdtckeS zwischen dem Oberpräfidemen von Maqtzeb de« Bürgermeister Heutzenstamm. Jo unmittelbaT?-
KrammetSvögelsuppe aus ------ Kraftbrühe mit Schildkroteo^" LammSmilcher-Cotelenen
1893 Niersteiner Kranzberg Auslese Champagner (G. H. Mumm u. Cie.) 1874 Chateau Leoville
1884 Steinberger Robinet
Rheinsalm nach Joinville
Hannover KalbSrücken aus FrühlingSart
Fasaneofilet nach Radziwlll
Mittelmeer Langenstern nach Getrüffelte Masthühoer g
Wachteln umlegt. Salat, Sachsenhäuser Riesenbrvzn mit deutscher Sokl
Gefrorene Sahnenspeise - ..
Backwerk. x
Portwein Käsestangea.
Nachtisch — OK.
Nach dem vierten Gange erhob sich Obetbirntit— AdickeS zu einem Hoch auf das Kaiserpaar, iii« B u besonders freudig begrüßte, daß die Kaisetto m ErinnernngStage gekommen sei, nachdem Frankfurt ’t */. noch nicht habe begrüßen können. Sofort erhob:j y. Kaiser zu einer Erwiderung, in welcher er etira auSsührte: ES ist selten einem Volke gegeben, tiB Fest wie heute und in einem solchen One zu 'nm. \ danke in seinem und der Kaiserin Namen für etn hcm». zu Herzen gehenden Empfang, welcher ihm von der «rs schäft bereitet worden sei, besonders aber fcafür, tq . richtiger Erkenntniß der Bedeutung des heutigen Xus Feier eingeleitet worden fei mit der Enthüllung dr» tr. malS seines verewigten Herrn Großvater-. Wohl sich, an diesem Tage des Friedensfestes auf die schmn,. zurückzublicken, die sein Großvater durchlebt habt, li seinem Leben zeige eS sich, wie der allmächtige StMru Volk im Auge behielt, welches er sich auSeiwählt, er Welt den Frieden zu geben. DaS Leben diese- hohm sei wechselvoll, aber reich begnadet gewesen. Sr hctt t, die Ehre gegeben, und von ihm die Krone angenoera. einer Zeit, wo bei anderen Menschenkindern tu»: schon zu Ende geht, war ei ihm beschicken, tri 3 H Anfang seines Ruhmes zu kommen. Unser eilt; B: richtet sich auf die Zeit, in der er zu könizsSm ti Königthum von Gotte- Gnaden neu begrün?» Er sei dadurch ein Vorbild geworden für «It die nach ihm auf den Thron kämen. Er haü t.* 1 Instrument geschaffen, durch da- er die Erstlzt tnri c, die eS ihm ermöglichten, das deutsche Volk |i ttnui'i und roch im sonnigen Greisenalter auf den Tlpr * neugeeinten Vaterlandes zu gelangen. Weiter tar!- n» Armee, die fein Großvater geschaffen, für ble rr gticq! sJ gekämpft habe. Sie habe da- geleistet, was wir eor gründet sehen. Durch sie habe er unserem Baterlantt 8m der Welt 25 Jahre den Frieden gegeben und er N alle mit ihm darin übereinstimmten, daß e-unsere Pi unser Volk in Waffen hochzuha'.ten und zu thrtv -.? *r zu halten von allen Parteiungen. Sie Beide, td V'E und der allerhöchste Kriegsherr, sorgen für die Mehr tri Reichs und den Frieden der Welt. Er hoffe, d-j-'' : " fernere 25 Jahre des Friedens beschieden feien, Sch « -' Frieden das Reich und diese Stadt, die eia Friedens sei, weiterblühen möge. Bon Herz» habe r " gefreut über den Anblick deS herrlichen Denkmals ' dem früheren und dem jetzigen Oberbürgermeister tn t Er spreche die Hoffnung auS, daß eS Frankfurt trt sei, sich in langer FriedenSzeit weiter zu enlwtltln m|! werde dafür sorgen, daß niemals ein Feind den Knet« unseres Landes ungerecht störe. „In dieser Betfitnrn so schloß der Kaiser, „erhebe ich daS Glas und nwst ti daS Wohl der Stadt Frankfurt".
Um 65* Uhr hob der Kaiser die Tafel aus. »'n W " Gesellschaft begab sich nach der Terrasse, wo Rente® Cigarren gereicht wurden. Die Kaiserin ließ sich vet'chm Herren vorstellen, so den Präsidenten der Handels!«® v. Guaita, -Pfarrer Krebs, Confistorialrath Baffe, f1* Luthmer. Der Kaiser unterhielt sich circa 25 gehend und lebhaft mit dem Finanzminister Miquel Ue 1 erfolgte die Abfahrt des Kaiserpaare- vom Valwerss^"
Aoszeichuungeu.
Der Kaiser hat anläßlich der Friedeo-seier in folgende Auszeichnungen verliehen: Oberbürgermeilk« Kronenorden 2. Klaffe, Justizratb Humser Rolher 3. Klasse mit Schleife, Polizei Präsident von Müfiltaz orden 2. Klasse, Conlul Mappe-, Intendant<?laar' Grimm und Polizei-Hauptmann Bergmann Rother ■ 4. Klasse, Theodor Stern, Otto von Neosoillt und Varrentrapp Kronenorden 3. Klasse, Georg orden 4. Klosse. Der bekannte Hal-arzt Profthor - Metzler wurde zum Geheimen Medicinalroth ernannt-
Vorstellung im Opernhaus.
Die OpernhauS-Dorstellung konnte erst mit »a Verspätung beginnen. Um 8 Uhr erschien da- I im Opernhaus. Der Kaiser hatte seine Unisorm wechselt, die Kaiserin trug eine hellgrüne, au 6 Toilette und Brillantschmuck, dazu ein Diadem ao «*■ Außer dem Gefolge befand sich auch Cb er . «dicke- in der Kaiserloge. Die landgräsule ö* 6 in ihrer Loge Platz genommen, in der , |T;it
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