Ausgabe 
11.12.1896 Erstes Blatt
 
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BehördlicheAi

Heinrich VII. Reuß, des Candidaten der konservativen Partri, zum Präfideuten de« Herrenhauses gilt der /»Post" I zufolge in unterrichteten Kreisen für gefichert.

Berlin, 9. December. Die freiconservative Fraction de- Abgeordnetenhauses will unter allen Umständeu auf der '

toceU» tut» provinriclles.

Gieße», den 10. December 1896.

WeihnachtS Oratoriu«. Vielfältigen Wünschen Aus­wärtiger entsprechend, hat fich der Kircheogesangverein ent- schloffen, die Aufführung deS WeihnachtS-Orato­riums am Donnerstag den 17. December, auf 5 Uhr zu legen. Er hat es in der wohl nicht unbegründeten Hoffnung gethan, daß der gewaltige Eindruck, den da- herrliche Werk bet feiner ersten Aufführung am S. Januar gemacht hat, die

schühm müssen, so durch Eontlngeniirung oder durch den Antrag Kan.tz (Lawen links), aber nicht hier an Vielem Punkte. Die Ver­wendung chinesischer Heiner wüsse er seh' bedauern. Auch die Ord- nungtzparteiler Hütten di 'er» für den duNchen ^"mann (Lachen bei den Socialdemokraten) und wünschten, daß unsere Schfff'abrts- aeselllchakten keinen einzigen gelben Hetzer anstellten. Die Stellung der Schiffsoifiziere müsse ebenfalls eine bessere werden namentlich in S-iua auf ihre Arbetttzdauer, die Oifij'ere des Lloyd seien über­lastet. Redner plaidtrt noch für Derdesferung unseres Consuiat- wefenL und äußert Besorgnisse di sich-Uch künftiger«noch sesteiserter C-oncurrenz Japans wegen d r dortigen billigen Arbeitskratt. irr bittet schließlich besonders die Conservativen, die Vorlage anzunedmen, um UNS ein wichtiges Absatz sedier erhalten zu Helsen.

Morgen 1 Uhr: Fortsetzung; dann Resolutionen aus Anlaß der Berathung des Bürgerliche.' ÄdktzbucheL. (Schluß 5«« Uhr.)

XUue^te

Wolff» telegraphische« Correspondem-Bureau

verlia, 9. December. Nach einer telegroph scheu Meld­ung an daS Obercomma« do der Marine ist die 2 Division I de- 1. Geschwaders D v fionSchef Contreadmiral Prinz Heinrich von Preußen, Königliche Hoheit, bestehend aus S. M. SS.ftö-tfl Wilhelm", Flaggschiff,Sachsen , Württemberg" undWacht" am 8. December in KungS- hakka bei Gothenburg-Schweden angekommen und beabsichtigt I am 12. December wieder nach Kiel in See zu gehen.

verltv, 9. December. Wegen Angriffs auf das deutsche I Co nsulat in Lourenzo Marquez ist bereit- von I deutscher Seite in Liffabon Genugthuung gefordert worden.

Hamburg, 9. December. DerHamb. Corr." führt an leitender Stelle auS, der Ausstand sei auf einem todten Punkt angelangt- beide Parteien seien entschloffen durckzu- I kämpfen. DaS ganze Gemeinwesen komme in Mitleidenschaft. I Weite Kreise wünschten den Abschluß des Kampfes, der weder Sieger noch Besiegte kenne. Da keine Partei I die Hand zum Frieden b.ele, so müffe von unparteiischer I Seite etogegriffen werden. DaS Blatt schlägt Folgende- I vor: Der Senat ernennt ein Cylllgium von drei Männern- I diese fordern beide Parteien auf, eine gleiche Zahl gewählter I Vertrauensmänner zu entsenden, welche unter der Leitung | des Collegiums verhandeln. Die Punkte, über welche Einig­ung erzielt ist, find bindend. Differenzen hat das Collegium zu schlichten. , m

Hamburg, 9. December. Die Quai-Verwaltung I hat heute Vormittag durch Maueranschläge bekannt wachen lassen, daß die festen Arbeiterstellen, sowie die in der Arbeit verbliebenen und neu aufgenommenen Arbeiter dauernd be­schäftigt werden. Von den au-geschiedenen Arbeitern werde keiner wieder in Arbeit gestellt, bevor nicht der Gesammt- auSstand beendet ist und auch dann nur, wenn noch Stellen | offen find. An den StaatSqaaiS herrscht heute bedeutend regerer Verkehr. Ein großer Theil der Krahnführer hat heute die Arbeit wieder ausgenommen, so daß heute nur I noch wenige Krähne außer Arbeit sind. I

Karlsruhe, 9. December. Nach derKarlSr. Ztg." ist die ReichStagserfatzwahl im 2 badischen Wahlkreise (Donaueschingen) auf den 28 Januar festgesetzt.

Karlsruhe, 9. December. lieber das Befinden deS GroßherzogS sind feit einiger Zett, meisten- in nicht badischen Blättern, ungünstige Geiüchte verbreitet. Wir find zu der Erklärung ermächtigt, daß solche Mittheilungen voll­kommen unbegründet sind. Nach dem übereinstimmendem I Urtheil der den Großherzog behandelnden Aerzte verläuft hie Genesung deS Fürsten, wenn auch langsam, so doch durchaus normal und zufriedenstellend. Schlimme Besürch- I taugen irgend welcher Art find keineswegs gerechtfertigt.

Pari«, 9. December. Im Budgetaus'chusse äußerten sich heute Ministerrath Mältne, Finanzmimster Cochery und Marineminister BeSnard über den Antrag Lockroy betreffend die Forderung von 200 Millionen Francs für den Bau n e u e r K r i e g S f ch t f f e. Der Marinemintster erklärte, der Stand der Flotte fei nicht so ungünstig, wie mau behaupte. Nichtsdestoweniger fei von der Regierung vor mehreren Monaten festgestrllt, daß eine Vermehrung der Flotte er­forderlich sei.

Madrid, 9. December. In Barcelona rief gestern | die Explosion einer 'Dynamttbombe eine lebhafte | Panik hervor. Es wurde Niemand verletzt. Die Thäter find bisher noch nicht ermittelt. Aus Alcoh, Provinz Alicante, erhielt ein Fabrikant eine Kiste, in der eine Höllen­maschine enthalten war.

Depeschen deS BureauHerold".

Berit*, 9. December. Der Polizeipräfident v. Wind- heim wurde gestern Abend 7 Uhr im Neuen Palais vom Kaiser tu besonderer Audienz empfangen. Wie verlautet, handelt eS fich hierbei um Aufklärung über die Machen­schaften deS Herrn v. Tausch und die Stellung der politischen Polizei gegenüber dem Auswärtigen Amte.

Berit*, 9. December. Herr Generalsuperintendent v. Dry and er wird nach dem Osterfest nächsten JahreS nach Plön Übersiedeln, um den ConfirmationSunterricht deS Kronprinzen und Prinzen Eitel Friedrich zu übernehmen. Heber die weiteren einschlägigen Maßnahmen sind der Kreuzzeitung" zufolge endgilttge Entscheidungen noch nicht getroffen.

Berit*, 9. December. DaS StaatSmtnifterium trat heute Nachmittag 3 Uhr unter Vorsitz deS Reichskanzler- Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen.

Berit*, 9. December. Die Ernennung deö Obersten Lieber zum Gouverneur von Deutsch Ostasrika und die Versetzung de- bisherigen Gouverneur- v. Wißmann in den etustweiligen Ruhestand werden heute imRetchSanzeiger" veröffentlicht.

Berit*, 9. December. Die Wahl de- Prinzen

Glieder unserer Gemeinden veranlassen werde, den Besuch bet jetzigen Aufführung, trotz der für Hiesige weniger güustigen Stunde, zu ermöglichen.

Bortrag. Morgen Freitag, Abend- 8 Uhr, wird Herr Dr. Johanne- Müller im großen Saale von Steiu- Garten seinen letzten Vortrag halten und zwar über da-Thema:Offenbarung oder Mythologie?" ES handelt fich hierbei um die wichtigste und entscheidenste Frage, vor die fich Jeder, der fich mit Religion und Christen- thum gründlich auSeinandersetzen w ll, gestellt fieht. Einer­seits: ist das, was unö von Gottes Eingreifen in die Geschichte, von seinen Kundgebungen an Propheten und GotteSwänner, von seinen Wunderthateu und außerordentlichen Führungen erzählt wird, nur eine AuSdruckSweise jener Zeit, die wir überall finden, für Erscheinungen, die thatsäch'ich keineSweg» übernatürliche waren? Ist Christus selbst, wie wir ihn an« den Urkunden kennen, nur da- mythologisch gezeichnete unb vergrößerte Bild einer einfachen geschichtlichen Persönltchkei ? Andererseits: handelt eS fich auch bei un4 nur um eine mythologische AuSdruckSweise, wenn wir von der Erfahrung bei lebendigen Gottes reden? Man sieht, es tft nicht- weniger, als die Frage nach dem Sein oder Nichtsein de« lebendigen Gottes im Christeuthum überhaupt, die in diesem Schlußvortrage gestellt wird. Wir machen darum ganz besonders darauf aufmerksam.

Stadttheater. Wir wollen nicht unterlassen, noch­mals auf das morgen Freitag hier stattfiadende Gastsp'el des Fräulein Cela Enrtci vom Frankfurter Stadttheater hinzuweisen. Die gefeierte Soubrette wird in «Kyritz Pyritz" in der Rolle desEmil" auftreten.

Bou der Eisenbahn. vom 1. April 1897 ab, vor- auSfichtlich an dem Tage der Verstaatlichung der Hessischen LndwigSbahn, werden lt.Darmst. Tgl. Anz." folgende Strecken der genannten Bahn dem EtsenbahnbetriebS-Direc- ttonSbez>rk Frankfurt unterstellt werden: die Strecke vru Wiesbaden über Niedernhausen nach Limburg und die Strecke von Aschaffenburg nach Hanau- ferner sämmtliche oberhesfische Bahnen, nämlich: Gießen-Fulda, Gießen-Gelnhausen, Grün- berg-Londorf, Stockheim Gedern, Nidda-Schotten und Hungen- Laubach.

* Hessische ArtillerieBeterane*. In Offenbach fan­den fich am Sonntag 68 Angehörige der vormaligen zweit » leichten Batterie des Artillerie-CorpS zu einer Erinnerungs- feier der glücklichen Heimkehr vor 25 Jahren aus dem Fel.'- zuge 1870/71 zusammen. Auch der damalige Hauptmann Beck, jetzt Oberst und Cowmandeur des Großh. Hess. Gen­darmerie Corps, der bet Allen noch in bestem Andenken steht, war erschienen und hielt eine Ansprache. Im Jahr 1900 soll eine gleiche ErinnerungSfeier in Mainz staitsinden.

Der FeuervetficheruugSverbaad für hessische Lehrer t*t nunmehr gesichert. Ein Garantiefonds von 20 000 Mk. iit bereit- gezeichnet. In der zweiten Hälfte deS laufentru MonatS wird die conftiiulrenbe Generalversammlung statt- finden, in der die Steuern endgiltig festgestellt werden. Für diejenigen Lehrer, we'che nicht in der Lage sind, dem Feuer- verficherungSverbande als ordentl che Mitglieder beitrrten za können, ist die Möglichkeit der außerordentlichen Mitglied- fchafr gegen einen Jahresbeitrag von 1 Mk. geboten.

Der jetzt bereit» über 50 Jahre unter dem Protek­torate des Großherzogs in Hessen bestehende Beni* zur Unterstütz*»« **d vefferung der au» de* etrafanftal.e» ent­lassene* Gefangene* hielt am SamStag tm Regierung-, gebäude zu Mainz unter dem Vorsitz des Herrn Ober- landeSgertchtSrathS Ro h d e - Darmstadt feine General- Versammlung ab. Die Versammlung war berufen wordev, um eine Reorganisation deS Verein« vorzunehmen- man er- hofft von den gefaßten Beschlüssen, daß sie die Erreichuig der BereinSzwecke besser als seither ermöglichen werden. Herr OberiandeSgerichtSrath Rohde theilte mit, daß der lang jährige Präsident, Frhr. v. Ricou, wegen feiner Ernennung zum LandgerichtSpräfidenten in Gießen auS dem AaSschuffe auSgeschieden sei, und daß er an dessen Stelle getreten sei. Ec werde keine Arbeit und Mühe scheuen, um die Vereins- zwecke zu fördern. Herr Rohde ging deS Näheren auf die Bestrebungen des Vereins unb geplanten Aenderungen ein, indem er auSsührte: Schon der zahlreiche Besuch der Ver­sammlung beweise ihm, daß der Verein immer noch mächtige Freunde habe. Auf der anderen Seite müßte aber gesagt werden, daß noch Viele dem Verein fern biteben und von der irrigen Meinung befangen feien, ein Mensch, der einmal auf die schiefe Ebene bei verbrechens gerathen sei, bedürfe keiner Hülfe mehr ober sei solcher nicht werth - da« sei falsch- Den gefallenen Mitmenschen müsse man bestrebt sein vor weiterem Sinken zu bewahren und ihn der menschlichen Ge sellschaft als nützliches Glied wieder zuzuführen. Oft wirkten widrige Umstände zusammen, den Menschen auf die Bahn des verbrechens zu führen. Gerade diese Gefangenen aber würden, wenn ihnen hilfreich die Hand geboten würde, vor der weiteren Verbrechetlaufbahn gerettet, während angeborene verworfen- heit auch den größten Anstrengungen auf Besserung Trotz eutgegensetze. Hierfür fei tausendfältig durch den Verkehr mit den Gefangenen der Beweis erbracht. Leider aber nähmen n*r wenige Gefangene die Hülfe de- Verein» m Anspruch. So habe der Verein 1890 61 Pfleglinge gehabt, 1891 108, 1892 184, 1893 66, 1894 64, 1895 133; e» sei demnach keine fortschreitende Inanspruchnahme zn consta- tleren. Die Einnahmen betrugen im Jahre 1895 9413 W 99 Pfg., die Ausgaben 5658 Mk. 68 Pfg-- da» De.ein»- vermögen betrug Ende 1895 52,289 Mk. 60 Pfg. B Unterstützungen wurden in den letzten 5 Jahren 23,125 vc. auSbezahlt, die fich folgendermaßen auf die VtoDin^n oer- theilen: Starkenburg 12,377 Mk., Rheinhessen 6751 Wt- Oberhessen 3997 Mk. Die Mityltederzahl sei leider von 1669 tm Jahre 1893 auf 1506 tm Jahre 18W I* rückgegangen. Die Mitglieder - Beiträge haben *öy^ 3301 Mk. ergeben. Für 1897 habe man für Unterstützung 4000 Mk. und für 1898 5000 Mk. vorgesehen. Hoffe""'" lasse das Wohlwollen der Gönner deö Verein» nicht cam-

Forderung der Relikte*.Versorgung für Volk»- sch ullehrer beharren. Sie hat eine Resolution vor­bereitet, in der sie die StaatSregiernng auffordert, noch im Laufe dieser Sesfion einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Versorgung der Hiuterbliebenen der Volksschullehrer unter Anlehnung an die Ruhegehalt« Kasse und unter Gewährung von StaatSzulchÜffen in ähnlicher Weife wie die der Hinter- blirienen von Staatsbeamten regelt.

Berlin, 9. December. Von der deutschen Colouie in Lorenzo Marquez erhält dieNordd. Allg. Ztg." ein gestern dort aufgegebenes Cabeltelegramm, nach welchem der holländische Consul angegriffen wurde, ebenso zwei Holländer angegriffen und verwundet wurden. Dte Kleider wurden ihnen vom Leibe gerissen. Ferner wurde die englische Flagge zerrissen und el fand ein Sturm auf da« deutsche Cousulat statt, alles an einem Tage.

Kiel, 9. December. Die Arbeiten an dem zur Zeit auf der hiesigen Germania-Werft tm Umbau befindlichen Panzer Baben" sollen mit 500 Arbeitern derart beschleunigt werden, daß derselbe bereit« am 1. März 1897 zur Probe­fahrt in Dienst gestellt werden kann.

Hamburg, 9. December. Die Unglücköfälle un­geschulter Arbeiter mehren fich erschreckend. Heute verunglück'en fünf Arbeiter, zwei derselben find tobt, von 256 Schiffen wird auf 137 mit 1200 Mann gearbeitet. Außerdem arbeiten etwa 400 Quaiarbeiter.

Dresden, 9. December. Die Prinzessin Friedrich August wurde von einem Prinzen entbunden. Die Taufe findet bereit« morgen statt.

Wie*, 9. December. Kaiser Franz Joseph em- pfing heute Vormittag den Großfürsten Cyrill Wladi­mirowitsch von Rußland in längerer Audienz.

Budapest, 9. December. Wie derBudapester Hirlap meldet, ist ein päpstliche« Schreiben an die katholischen Bischöfe in Ungarn erfolgt, in welchem dte ungarische Sprache bet der Lithurgie verboten wird.

Pola, 9. December. Die Typhus-Epidemie grasfirt noch, doch find dte Fälle jetzt nicht mehr so schwer, wie vor einiger Zeit. Die Polizei ordnete an, da« StaatSgymnafium zu schließen. v , ,

Brüssel, 9. December. AuS einer Unterredung, welche der Special Correspondent deS©tolle beige" mit dem SchrlftsÜhrer der Hafenarbeiter in Antwerpen, Jansen, hatte, geht hervor, daß augenblicklich in Antwerpen kein AuSstand zu besürchten sei. Jansen erklärte, alle beladenen und unbeladenen Schiffe, welche von Hamburg kommen, würden boycottirt werden. Befragt, ob der AuSstand in Hamburg ein Werk de« englischen Ausschusses sei, erklärte der Schriftführer, daß dies nicht der Fall sei, sondern der- selbe sei seit längerer Zeit vorbereitet gewesen. Die Ent­sendung Tom Man« habe keinen osficirllen Character, son­dern derselbe sei nur auf besondere Bitte der Hafenarbeiter i nach Hamburg gekommen. Weiter erklärte Jansen, daß im Falle eines unvorhergesehenen StrikeS in Antwerpen der Unterstützungsfond genügend groß fei, um während 14 Togen bis 3 Wochen die Strikenden zu unterstützen.

Rewyork, 9. December. Di: Meldung, daß der cuba- nische Jnsurgentenführer Macco im Kampfe gegen die Spanier getödtet worden ist, wird von verschiedenen Seiten bestätigt.

Berlin, 10. December. Der BnndeSrath soll in seiner heutigen Sitzung zu bm Beschlüssen des Reichstages in der zweiten ßJung ter Justiznovelle Stellung nehmen. Wie in Centrumskreisen behauptet wird, trifft die Auffassung, all ob daS Scheitern der Novelle besiegelt sei, ntcht zu. Allerdings sei nur wenig Hoffnung vorhanden, daß ein Com- promiß mit den verbündeten Regierungen weide geschlossen werden können. Die dritte Lesung der Novelle ist für Montag In Aussicht genommen.

Berlin, 10. December. Zwischen der conservattven Partei und dem Zentrum finden gegenwärtig im Reichstage Verhandlungen statt, um eine gemeinsame Action in der I Margarinefrage vorzubereiten. Nach erzielter Verein­barung sollen auch Mitglieder anderer Fractionen zur Unter- I stützung des gedachten Planes geworben werden.

I Berlin, 10. December. Die Commission deS Abgeord­netenhauses sür da« Lehrerbesoldungsgesetz führte gestern Nachmittag die erste Lesung zu Ende. Die ersten

I 6 Absätze bei § 27 (Leistungen deS Staates) wurden ohne I Debatte angenommen. Der Antrag, betreffend Gewährung I eine« dauernden Zuschusses an die politischen Gemeinden, I welche durch daS neue Gesetz einen Ausfall erleiden, und Abrundung der Zuschüsse nach oben auf volle Hundert, wurde I mit 15 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Der ganze § 27 wird I unverändert angenommen, ebenso Ueberschrift und Etnleitung I de« Gesetze«.

Brussel, 10. December.Gtoile beige" zufolge wurden in dem Bahnhofe zu Antwerpen mehrere Wagen mit I Postsendungen auSgeplündert. DerWerth ist bedeutend.

WB. Bremen, 10. December. Nach einer Meldung I der Agentur dc« Norddeutschen Lloyd in Coruna herrscht die Befürchtung, daß der am 17. September nach Villa Garicia abgegangknr DampferSalier" in einem schweren Orkan verunglückte. Näheres fehlt. Ein Dampfer ist I abgegangen, um die Küste abzusuchen.

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Mda, 9. Dc Krawmarkl war tri besucht. Die über verhängte Sperre ist

H. «llfeld, 9. ®i Mad)6 Staunet zwei Verlauf ter eine beut a Mchtete, während der < wuhte, QlMafc er \e\w + vidiugeu, 9. tWttr schenkte unserer Kirchenorgel von o t,ntt hierfür errichtrtei s'iftungSgemäßen Bestli

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