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jeder Preislage.
Otto Rathschlag
„Was, ich soll in daS Gefängntß?" tobte das unter Gesten einer Wahnsinnigen. Die Eitern und
Forderungen auf .
Mittwoch, 20. Januar 1897,
Vormittags IO Uhr, wir dem unterzeichneten Gerichte Lesrmin anberaumt.
Allen Personen, welche eine zur Lmmrsrnaffe gehörige Sache in Besitz Wen oder zur Concursmaffe etwas stzmldig sind, wird aufgegeben, nichts tu den Gemeinschuldner zu verabfolgen sbtxr zu leisten, auch die Verpflichtung
Urriversttäts - Nachrichten.
In der theologischen Facultät zu Heidelberg sind in diesem Winter tmmatricultr« 47; In der juristischen 346; in der medicintschen 180; in der philosophischen 165; in der naturwiss nichaftltch mathematischen 269. Somit beläuft sich die Gesammtzahl der Jmma^ tricultrten auf 1001; davon sind 398 Badener und 603 Nichtbadener. Außerdem sind zum Besuch der Vorlesungen noch 114 Personen be- recht'gt. Die Universität zä^lt danach 1115 Studtrende gegen 1179 de« vorigen Wintersemesters. Von den neu angekommenen Studenten gehören 21 der theologischen. 133 der jurtstischru, 54 der medicintschen, 65 der philosophischen und 96 btr naturwissenschaftlich-mathematischen Facultät.
In Marburg besuchen in diesem Semester 871 immatriculirle Studenten die Universität gegen 960 im Sommer 1896, 874 im
Seiden-Damaste Mk. 1.35 sowie schwarze, weiße und farbige Hevrreberg-Letde von 60 Pf. bis Mk 18.65 p. Met. — glatt, gestreift, carrirt, gemustert. Damaste rc- (ca. 240 versch. Qual und 2000 versch. Farben, DesstnS rc.), porto- and steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. — Durohsoboittl. Lager: oa. 2 Millionen Meter. 869*
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uvmt. Jg DHenbai^ chölize der vormaligen Mz e-CorpS zn einer ttinvewsi- vor 25 Jahren aus bin $l:> ud) der damalige HaOiM. oandeur des Großh. fyff. ta* i not in bestem AndnktnW, nt Ansprache. Im Ich 1900 feier in Mainz ftattfinbin.
Illttltib für hefsilcht Lchn M antiefondS von 20 000 M üi ztveiten Hälfte bei lachvdtu ende OtntralDtrfommlung N'-1 abghtig Wtül i in btr Sage Ni 6tm 5(Ult'
ernannt.
Eoncursforderungen sind bis 6. Januar 1897 bei dem richte anzumelden.
Es wird zur Beschlußfassung
1 1 1 1 6 2
1
doch Alles war vergebens. Als man schließlich
kirchliche Anzeige« öer Stadt Gietzen
evangelische 6emtinle
Donnerstag den 10.December, Abends 8Uhr: Vibelfl««-r im Eonfirmandensaal (Neustadt 61). Jrc. 5, 13—20.
Pfarrer Schlosser.
Hgnesdirntz In der Shrragoge.
SamStag den 12. December.
Vorabend 4 Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr.
SabbathauSgang 5“ Uhr.
KottkSdikuft der iSraelttischm ReligionSgeseWafl.
Freitag Abend 4C0 Uhr, SamStag vormittag 880 Uhr, Nach-
mtttag 3 Ubr, SabbathauSgang 5“ Ubr-
Nachmittag 2« Uhr GchrifterktLruug in der Synagoge-
WochengotteSdtenst Morgens 7 Uhr, Abends 4" Uhr
gewaltsam die Verurtheilte abführen wollte, ent pann sich ein förmlicher Kampf zwischen den Gendarmen und dem Mädchen, welcher bis hinter die Gefängnihthüre fortdauerte.
△ Mainz 9. December. Nach langen vorberathenden Verhcwolungen wurde in heutiger Sitzung der hiesigen Stadt« Verordnetenversammlung die Errichtung eines Arbeitsamtes für die Provinztalhauptstadt Mainz beschlossen. DaS vorgelegte Statut sammt den gestellten Zusatzanträgen fand Seitens der Versammlung Genehmigung und wurde der Regierung zur Sanctionirung empfohlen. Zu längeren Debatten gab nur der § 7 der Statuten (Strike- paragraph) Veranlassung, welchem die soc altsttschen Stadtverordneten eine für die Arbeitnehmer günstige Fassung zu geben versuchten. Die Versammlung erklärte sich jedoch für die Fassung der juristischen Commission. DaS Arbeitsamt tritt am 1 April n. I. in Krast.
sänge der Kunst weisen auf die Inseln hin, insbesondere DeloS, Samos und NaxoS. An Stelle der Anfangs ruh'g stehend gebildeten Statue tritt dann, insbesondere auf der Insel ChioS und in Attika, die lebhaft b'wegte Figur- aus dem bemalten R-lief entsteht nach und nach die frei stehende Figur. Der ansängltchen PoroS Skulptur mit der Schnitt- technik folgte später die Ma mortechmk mit dem Meisel- die einfache Gewandung wird nach und nach complieirter bis zum durch Farben geschmückten Prachtgewande der jonischen Frau- die betriffenden hinterlassenen Skulpturen haben ein lebensvolle- Abbild der zieilchen jonischen Damen.
Statuen waren zumeist auS Insel-Marmor und wurden diese auch nach Athen geliefert-daS alte Gezierte der Jnselkunst wurde von den A-Henern verschmäht. Die dann entwickelte aeginetische Kunst steht in der Mitte zwischen derjenigen der Inseln und deS Peloponnes, und sie wirkte dann hinüber nach Attika. In den letzten Werken dieser Entw ckelung fingen schon die ernst schönen Köpfe deS Parthenons an. An Hand von Bildern deS SkioptikonS und Photographien wurde diese Entw ckelungSreihe anschaulich vorgesüürr. — Ueber acht Tage beschließt eine Darlegung der Kunst von Olympia die VortraqSserie.
△ Mainz, 9 December. Eine erschütternde Scene spielte sich gestern Abend vor dem htefigcn Schwurgericht ab. Auf der Anklagebank saß ein junges Mädchen, Philippi Emisch aus WormS, bezichtigt des Meineids, welchen die Angeschuldigte in einem Processe, den sie gegen ihren Werk« fttoret angestrengt, geleistet haben soll. AlS der Staats« anwalt eine Gefängnißstrase von neun Monaten beantragte, stürzte die Angeklagte händeringend vor den GerichiStisch und betheuerte unter lautem Weinen ihre Unschuld. Vollständig fassungslos und gebrochen mußte das Mädchen von ihren Angehörigen zu der Anklagebank zurückgebracht werden. Noch aufregender war die Scene, als von dem Gerichte das auf sechs Monate Gefängniß lautende Urtheil verkündet
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bi< Beibehaltung des ernannten bU Wahl eines anderen Verwalters, (onoie über die Bestellung eines Gläu- ffDerausschusses und eintretenden Falls iber die in § 120 der Concursord- mng bezeichneten Gegenstände auf Donnerstag, 24. Decbr. 1896, Vormittags 11 Uhr,
urab zur Prüfung der angemeldeten
auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Concursverwalter bis zum 6. Januar 1897 Anzeige zu machen.
Grobherzogliches Amtsgericht zu Lich. gez. Süffert.
Veröffentlicht gemäß § 103 der C. O. Der Großh. Gerichtsschreiber:
Kohlheyer. 10842
vorigen Winter, und zwar 99 Tbeologen (120, 96), 216 Juristen (277, 258) 247 M bklner (247 223), 309 PH lokpfrm (316, 297). Dazu kommen 60 Hörer, darunter 10 Damen. Die Zahl btr Ausländer benagt 63.
An b<r Universität Würzburg sind in diesem Wintersem-ster 1411 Stu trende tmmatriculirt, t>ebnet man bU'ju bte 130 M di einer, welche im SlaatS.xamen fiehtn, sowie 10 Hörer, so füllt sich b«e Geiammtzahl der Skudirenden ouf 1651 b. 1. 37 mebr alS im Wintersemester 1895-96; eS ist mithin eine erfreuliche Freqaenz- zunahme zu co-ftahren.
An bet Untoetst ät GreifSwsld sind gege-wärtig 793 Stu« dirende immatliculirt (gegen 943 im Sommer und 802 im vorigen Winter) und zwar 261 in der ideologischen, 133 in bet juristi chen, 316 in der nudicintschen und 84 in der philosophischen Facultät.
Die Universität Jena bat in diesem Semester einen Bestand von 705 immitriculirlen Studirenden, von denen 42 der theologischen Facultät, 178 der juristischen, 219 der medicintschen, 266 der phil frphischen angehören. Die Zahl der Studtrenden der Theologie ist wiederum zurückgegangen. Die Zahl der Hörer betritt 42, die G iammlzahl der Besucher demnach 747, ebenso viel wie im Winter 1895/96.
An der Universtiät Kiel find in diesem Semester 548 Stu> birenbe immatriculirt. Davon zählt die theologische Facultät 55, die juristische 120, die medicinische 244, die philosophische 129. Zu diesen kommen noch 43 Hörer.
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Concursverfahren.
Ueber das Vermögen des Zimmermanns Johan« Friedrich Eise de» Zweiten in Lich wird heute am 9. December 1896, Vormittags 10 Uhr, das Concursverfahren eröffnet.
Der Kaufmann Adam Köhler in Lich wird zum Concursoerwalter
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Tine verstorbene Rentnerin habe dem Verein in dankens, werther Weise 1000 Mk. zugewendet. Man habe nun den Plan, in jeder Grfangenenzelle eine Ansprache aufzuhangen, in welcher auf die VereinSzwecke hingewiesen sei. Der Verein wolle den Gefangenen auch schon während ihrer Strafzeit beistehen. Die Gefängvißverwaltungen sollten den Gefangenen die nökh-gr Belehrung zu Thetl werden lassen, wie sie nach ihrer Entlassung wieder zu nützlichen Gliedern der mensch ltchen Gesellschaft werden könnten. In den Familien der Inhaftierten trete sehr häufig große Roth em, w-il saft alle Menschen sich von ihnen abwendeten. Man müsse dem Gefangenen eine NamenSltste aus seiner Heimathgemeinde vor- legen und ihn verschiedene Personen, {erneu Beistand, selbst Wahlen lassen. Der Beistand habe dann mit fernem Pfleg- Itng in schriftlichen und wenn möglich auch persönlichen Ber Eehr zu treten. Diese Aenderungen, so e härte Herr Ober- landeSger chtSrath Rohde, seien von hoher Bedeutung. R cht« zeitige Hülfe zur Verhütung weiterer Verfolgung der Ver- brecherlausbahv müsse die Hauptaufgabe sein. Von den vor geschlagenen Aenderungen erhoffe man weiteres segensreiches Wirken des Vereins. — Nunmehr wurde in die Debatte eingetreten. Herr Geh. Minifterialrath Schlippe bemertte, die organische Verbindung deS Vereins mit den Gefängmß- verwaltungen könne nur segensreich wirken. Durch das Auf Längen der Placate in den Zellen würden die Bestrebungen deS Vereins dem Gefangenen stets vor Augen gehalten und bann der Verein auch mehr in Anspruch genommen werden Als Pfleger weiblicher Grfangenen müsse man Damen zu gewinnen suchen. — ES sprachen noch die Herren Provinzial director Geheimrath Rothe, Erster StaatSanwalk Preto- riuS«Darmstadt, OberlandesgerichtSrath Hesse Darmstadt, Pfarrer Lyncker Mainz. Herr Gefängnißverrralter Lang- Mainz betonte, es müsse darauf hingewirkt werden, daß auch in den Gesängnißschulen auf die Bestrebungen deS Vereins aufmerksam gemacht würde. Die Vorschläge des Ausschusses wurden angenommen. In den Ausschuß wurden gewählt die Herren: RegierungSraih Fey, Geh. Ooerconsistorialrath Br. Goldmann, Bürgermeister Köhler, Major i. P. Krell, Provinzialdirector Marquardt, Stadtpsarrer Petersen, Rechtsanwalt Schmeel, alle aus Darmstadt, Provinzialdirector Geheimrath Rothe- Mainz, KretSrath Freiherr v. Gagern«Gießen, Bornemann, Director des Land-Szuchthauses Martenschloß, und Clement, Director reS Zellengefängnisses Butzbach. Mit dem Wunsche, daß es gelingen möge, die Mitgliederzahl zu heben, um die Zwecke «des Vereins besser fördern zu können, schloß der Vorsitzende k>ie Versammlung.
□ Nidda, 9. December. Der heutige Weihnächte- Rrammartt war trotz der günstigen W tterung fast schlecht besucht. — Die über unsere Gemarkung wegen Seuchegefahr verhängte Sperre ist heute wieder aufgehoben worden.
H. Allfeld, 9. December. Am 7. d. M. gerieten auf Wallachs Brauerei zwei Arbeiter in heftigen Streit, in dessen Verlauf der eine dem andern den Kopf mit dem Messer arg kurldjtete, während der Gestochene sich nicht anders zu helfen wußte, als daß er seinem Gegner die Nase abbiß.
Büdingen, 9. December. Ein hochherziger Wohl- thäter schenkte unserer katholischen Gemeinde eine Gebrauchte Kirchenorgel von antikem Werthe, welve in Kürze auf einet hierfür errichteten Empore in unserer Kapelle der füiftungSgemäßen Bestimmung übergeben werden wird.
□ Darmstadt, 9. Decrmber. Das Thema des vorletzten archäologischen Cyclus VortrageS von Herrn Privat- t ocent vr. F. No a ck war „Die Epochen derarchäischen griechischen Kunst". Die griechische alte Kunst deS 7., 6. und Anfangs des 5. JahrhundetS v. Chr. entspricht derjenigen des Quattrocento und Trecento. Die ersten An-
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