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Sonntaa den 11. Oktober
1896
Vierteljähriger
Kenerat-Wnzeiger
Zlints- u«d Anzeigeblatt für den 'Kreis Gieszen
chralisöeitage: chießener Isamikienötätter
2lmtlicbcr Theil
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Chicago und die Arbeiter
bi Gemetndehause zu Staufenberg, wozu ich die Betheiligten intei dem AnfUgen etnlade, daß die Nichterscheinendeu mit ^aa endungen ausgeschlossen find. Einwendungen find schriftlich abzufaffen, zu begründen und auf Papier in Actengröße
Strikebewegung der
StaatSbahn-Gesellschaft ist
jÄn nähme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den o tz cnden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr.
anderen Städten des Westens hat ergeben, daß durchweg für Mac Kinley find.
Die Gießener ^irmitienvlälter '«wen dem Anzeiger iriä-rntlich dreimal beigelegt.
Berlin, sichtlich bis
iWzgten unter dem Anfügen eiolade, daß die Nichterscheinen- tta mit Einwendungen ausgeschlossen sind.
»Einwendungen find schriftlich abzufassen, zu begründen mb auf Papier in Actengröße (mindestens Va Bogen) ein-
,8 di- nfy. im1'?.1"'«’ Medaille u
Chrifliavia, 9. October. Die Verlagsbuchhandlung von F. A. Brockhaus in Leipzig hat mit Nansen einen Vertrag abgeschlossen betreffend die Ausgabe des WerÜV über se'ne Polarretse und zwar für Deutschland, Böhmen und Ungarn.
New-Dork, 9. October. Eine von Correspondenten deS „Herald" veranstaltete Private Umfrage in den Fabriken von
zusammen. Da viele Verdon hier ein HtlfSzug mit
stinkest en- x/a Bogen) einzureichen.
!Friedberg, den 29. September 1896.
Der BereinigungS-Commissär: Dr. Göttelmann.
zuge, welcher Rekruten enthielt, wundungen oorkamen, so wurde Aerzten abgesandt.
Prag, 9. October. Die Werkstätten-Arbeiter der
btS Bnrru» »Hrrslö^.
9. October. DaS Kaiserpaar wird voraus- Ende nächster Woche hier verweilen. Am
glichen.
Friedberg, den 29. September 1896. Der BereintgungS-Commiffär: Dr. Göttelmann.
Gießener Anzeiger
bericht und Prüfungsprotocoll zu demselben, gut Einsicht der Betheiligten offen.
Tagsahrt zur Entgegennahme von Einwendungen gtgtiii findet statt:
Mittwoch, bett LI. Oktober 1896,
Vormittags 10 btS 11 Uhr, Hb Gemetndehause zu RüddingShausen, wozu ich die
sammenstellung, daS Prorocollbuch |ur Einsicht der Betheiligten offen.
Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen |tgcn findet statt:
Freitag, den 16. October ds. Js.,
Vormittags 9 bis 10 Uhr,
Alle Annoncen-Bureoux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
Deutsche» Reich.
Berlin, 10. October. Der Pariser Correspondent der Ztg." führt in einem längeren Artikel aus, daß die Gais er trotz ihres Freudentaumels von dem Zaren etgent- 9 enttäuscht find, da er ihnen in seiner vornehmen Zurück- Igjung nicht feurig und zuvorkommend genug ist und fie Inne Toaste nicht warm genug und zu reservirt finden, da i«Zar nicht das Wort Allianz gebrauchte. Der sehr be- uilkirSwerthe Artikel schließt wie folgt: „DaS Pariser Miikum seinerseits ist im Begriff, seinen Enthusiasmus tnfcm Zaren auf die Zarin zu übertragen. Der 3» Ist kühl, aber die Zarin scheint von der Begeisterung Menge ergriffen. Sie ist hochroth, wenn fie durch daS ItMride Volk fährt, ihre Augen strahlen und sie wird nicht eile, tief daS Haupt zu neigen. Also gut: »Vive la Unrund“ Der Erfolg der Zarin bet den Parisern ist ein mztheurer- sie hat im Fluge alle Herzen erobert. Die st:ns er haben Recht, aber Eines wissen fie nicht: DaS, was fparc der Zarin bewundern: die Wärme, die Herzlichkeit, H verschämte Anmuth — daS hat die Zarin nicht in Ruß- llci gelernt, denn fie weilt dort zu kurze Zeit, als daß fie tzdtt Russin werden können. — DaS find Eigenschaften, die Füi atc6 ihrer deutschen Heimath mttbringt. Es ist deutsches Wirr, deutsches Gemüth, deutsche Weiblichkeit. Das ekla- «Oe Ergebniß der Ruflenfeste in Paris ist bis jetzt also bcn Wrfolg einer deutschen Frau. Wir können ganz zufrieden Mi sein!"
weih und bunt.
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iwtil zu DirnS« totetieiftnetti ' ^oih der arm«» injtt Wtbrt'i F, Grfibel.
18. d. M. werden beide Majestäten der Feierlichkeit an der Porta Westphalica beiwohnen und sich, wie bereits bekannt, von dort nach Wiesbaden begeben, wo die Ankunft am selben Tage Abends erfolgt.
Berlin, 9. October. Der BundeSrath hat gestern dem AuSschußantrage, betreffend die Resolution deS Reichstages zum Entwurf eines BörseogesetzeS und zum Entwurf von Bestimmungen über die Führung der Börsenregister die Zustimmung ertheilt.
Berlin, 9. October. Der Magistrat verhandelte in seiner heutigen Sitzung über die Frage der Erhaltung einiger AuSfiellungSgebaude. ES wurde beschlossen, sämmtltche diesbezügliche Anträge abzulehneu.
Berlin, 9. October. Der Oberpräfident von Schleswig- Holstein, Herr von Steinmann, hat, wie die „Nat.-Ztg." berichtet, sein Abschiedsgesuch eingereicht.
Berlin, 9. October. Nach Prlvatnachrichten, die au- Dar-eS-Talam eingetroffen find, wird der „Voss. Ztg." zufolge daSBerufungSverfahreu gegen Friedrich Schröder in diesen Tagen unter dem Borfitz des stellvertretenden Ober- rtchterS Raffel zur Erledigung kommen. Man glaubt, daß auch das Urtheil deS Berufungsgerichts trotz deS Advocaten, den Dr. Schröder-Poggelow feinem Bruder nach Dar-eS- Salam geschickt hat, nicht wesentlich anders lauten werde als das der ersten Instanz.
Elberfeld, 9. October. Bei sämmtlichen hiesigen als Anarchisten bekannten Personen hat dieser Tage die Polizei Haussuchungen vorgenommen. ES wurden einige anarchistische Schriften gefunden und beschlagnahmt, worunter eine mit dem Titel: „Worte eines Rebellen." Die Untersuchung ist eingeleitet.
Wien, 9. October. Die Werkstätten-Arbeiter der Staatsbahn-Gesellschaft beschlosseu, morgen die Arbeit wieder aufzunehmen.
Bozen, 9. October. Der Abendschnellzug aus Italien stieß bet der Station Auer mit einem Separat-
Bekanntmachung,
ilttefffend: Feldberetntguug in der Gemarkung RüddingShausen.
!Jn der Zett vom 7. bis einschließlich 20. October d. I. Ik|e® auf dem Gemetndehause zu RüddingShausen folgende Ictem uud Karten, nämlich:
1. der allgemeine MeliorationSplan,
2. das WiesenmeliorationSproject nebst ErläuterungS-
Der
Mtntr Anzeiger erscheint täglich, pit Ausnahme deS Montag-.
Erstes Blatt.
Wolff« telegraphische« Lorresponbenr-Buresn.
Berlin, 9. October. Gegenüber den Klagen der land- wirthschaftltchen Kreise, daß die Lieferung der Schlachtochsen für den bevorstehenden Winterbetrieb der Armee- Conservenfabrtk in Spandau ohne Grund Zwischenhändlern übertragen sei, während fie bei einer Thetlung in einzelne Loose unmittelbar an Landwirthe hätte vergeben werden können, führt die „Nordd. Allg. Ztg." aus: Die Lieferung konnte nur durch eine größere Bereinigung von Landwtrthen ausgeführt werden. Entsprechende Bereinigungen bestehen aber noch nicht. Die Militärverwaltung wird den Bedarf an Schlachtochsen gern durch Bezüge von landwirthschaftlichen Bereinigungen drcken, soweit letztere entsprechend organisier uud im Stande find, gleich günstige Angebote zu machen, wie die Zwischenhändler.
Pari«, 8. October. Der- Kaiser von Rußland hatte vorgestern eine eine halbe Stunde dauernde Unterredung mit dem französischen Botschafter in Petersburg, Grafen Montebe ll o.
ChalouS, 9. October. Die amtlichen Ziffern der zur Schau befohlenen Truppen betragen: 3090 Offiziere, 66 756 Mann, 18679 Pferde, 1060 Geschütze und Fahrzeuge. Um IO1/* Uhr verkündete ein Kanonenschuß die Ankunft des Kaisers im Hauptquartier.
EhalouS, 9. October. Um 11 i/2 Uhr sprengte General 'Saussier durch das Terrain, um zu untersuchen, ob alle vorgeschriebenen Anordnungen durchgeführt waren. Von allen Setten marschirten Truppen auf, um die zum Defilireu befohlene Stellung zu nehmen. Der Anblick war ein prächtiger. Alle Truppen wurden bewundert, aber die weifte Aufmerksamkeit erregten die Alpeutruppen, Zuaven und Jäger. Der Zug des Präsidenten Faure traf kurze Zeit vor dem kaiserlichen Zuge ein. Präsident Faure, umgeben von Loubet, Brisson uud den Ministern, empfing da- Kaiferpaar beim Verlassen des Zuges. Die Kaiserin trug ein blaues Kleid mit Zobelbesatz. Der Kaiser hatte heute die Uniform eines Kosakeuobersten mit der Pelzmütze angelegt und trug das Großkreuz der Ehrenlegion. DaS Kaiserpaar und Präsident Faure nahmen in einem mit sechs Pferden bespannten, von Artilleristen geführten Wagen Platz und fuhren um 12 Uhr 20 Min. nach dem Paradefelde. Brausende Beifallsrufe erschollen und die Menge brachte dem Kaiser wiederholte Ovationen dar. Als das Kaiferpaar und der Präsident vor der Front eintrafen, schlugen die Tambours und spielten die Spielleute aller Regimenter. Die MufikcorPS spielten zuerst die russische Hymne und sodann die Marseillaise, während der Kaiser, welcher zu Pferde gestiegen war und die Kaiserin mit dem Präsidenten Faure im Wagen, die Front aller Regimenter unter dem enthusiastischen Beifall der Menge passirten. Hierauf begaben sich die Herrschaften auf eine Ehrentribüne, um den Vorbeimarsch der Truppen, welcher um 1 Uhr begann, zu besichtigen. Die Menschenmenge, die herbeigeströmt ist, wird auf 150,000 Köpfe geschätzt.
ChalouS, 9. October. Die Generäle Saussier uud Billot defiltrten au der Spitze der Truppen und stellten sich alsdann gegenüber der Ehrentribühne auf. Es defilirteu zuerst das 2. Corps, die Alpentruppen und die algerischen Truppen. Hierauf folgte daS 6. uud das 6. dis-CorPS mit General Herve an der Spitze. Jedes Corps marfchirte divifionSweife iu doppelter Colonue, mit 30 Schritt Abstand. Der Vorbeimarsch erfolgte in vollständiger Correctheit. Ohne Unterbrechen lassen die zahllosen Zuschauer die Rufe „Vive l’ArmSe“ erschallen.
ChalouS, 9. October. Den Schluß beim Vorbeimarsch der Truppen machten das 7. Corps und die Marine Infanterie. Nach der Infanterie defilirte die ganze Artillerie zusammen im Trab und dann folgten die vier Cavallerie-Divisionen, Kürassiere, Dragoner, Husaren und Jäger im Galopp. Um 2 Uhr 45 Min. war der Vorbeimarsch zu Ende. Nachdem die gesammte Cavallerie eine schneidige Attacke auSgeführt, grüßte der Kaiser uud die Truppen wurden auseinander gezogen. In Folge des gestern Nacht gefallenen RegenS war kein Staub, so daß daS Publikum den Bewegungen der Truppen folgen konnte.
ChalouS, 9. October. Beim Schluß der Parade ließ der Zar den General Billot auf die Tribüne rufen und sprach ihm seine Befriedigung über die Haltung der Truppen aus. Nach der Rückkehr an- dem Hauptquartier entbot der Kaiser den General nochmals zu sich, unterhielt sich mit ihm einige Augenblicke, wobei er ihn von Neuem beglückwünschte uud überreichte ihm sodann sein mit Diamanten verziertes Bilduiß, daS nach Art eines Ordens am Halse zu tragen ist.
entschieden in der Abnahme begriffen. Gestern nahmen wiederum 130 Arbeiter die Arbeit auf. Für heute werden weitere Arbeitsaufnahmen gemeldet. Den Wiener Arbeitern hat die Direction die Meldung zugehen lassen, fie sollten die Arbeit nur ruhig aufoehmen. Kein Arbeiter werde iu seinen ErwerbSrechten geschädigt und Niemand gemaßregelt werden.
Rom, 9. October. Die Meldung, der Zar werde der Vermählung des italienischen Kronprinzen beiwohnen, wird von der russischen Botschaft dementirt. Der Zar werde in nächster Zeit nur noch nach Deutschland reisen und Darmstadt, eventuell noch Cronberg, Wiesbaden oder Homburg besuchen.
Rom, 9. October. Mit Bezug auf die Aeußeruugen der „Hamburger Nachr." über den eventuellen Rückfall Italiens unter daS Patronat Frankreichs schreibt „Offervatore Romano" : Italien ist längst an Patronate gewöhnt. Wenn es vou Deutschland zu Frankreich übergehe, so gehe eS nach dem allgemeinen Gesetz dorthin zurück, woher eS gekommen sei.
Neapel, 9. October. „Gioroale di Roma" erfährt, daß die in Stellten täglich vorkommenden Massenverhaf« tungeu auf ein geheimes Circular des Ministers Cordronchis zurückzuführen seien. Dieses Circular ordnet die sofortige Verhaftung aller Mitglieder deS GeheimbuudeS Maffia an.
Paris, 9. October. Der Zar sandte gestern den Capi- täu seines GeueralstabS zu dem Vorsitzenden deS Gemeinde- rathS, Baudin, und ließ ihn zu sich rufen. Baudin begab sich sofort zur russischen Botschaft, wo ihn der Zar wegen deS schönen gelungenen Festes im Stadthause beglückwünschte und der Bevölkerung für den ihm bereiteten warmen Empfang seinen herzlichen Dank aussprach. In der nächsten
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Bekanntmachung,
litri'ffrnb: Feldbereinigung in der Gemarkung Staufenberg.
In der Zeit vom 2. bis einschließlich 15. October d. I. mb »war an jedem Tage, auch den Sonntagen, von 8 bis 12 lllhr Vormittags und 2 bis 6 Uhr Nachmittags, liegen ms Idem Gemetndehause zu Staufenberg die Arbeiten deS S. Abschnittes vom 2. und 3. BeretnigungSbezirk der Ge- «arliung Staufenberg, nämlich:
6 ZutheilungSkarten,
2 Bände ZuthcilungSverzeichnisse,
2 Bände Gütergeichoffe,
daS AbfchätzungSverzeichniß der Obstbäume nebst Zu-
Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schukstraße ^r.7; Fernsprecher 51.
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ing Wt 'Arbeit, naht! Italien!
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