Liodenplatz 5. 21. Delgl. bei Carl Valentin hi feinem
Hause Rodhelmerstraße 36.
♦♦ Orden» - Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Mrrgnädigft geruht, zu» 6. December dem Bürgermeister Ludwig Rullmann zu Nidda das silberne Kreuz des Verdienstorden! Philipps des Groß« müthigen zu verleihen.
*»nn. vnrfchenfchaftstag. Am 29.November fand zu Eisenach ein außerordentlicher BurschenschaftStag des Niederwald Deputirten. ConventS statt, auf dem die Auflösung desselben beschloffen wurde. Gleichzeitig wurde die Gründung eiueS neuen Verbandes mit dem Namen Ger- mania-Deputirteu Convent beschlossen, und nahm derselbe daS MaturitStSprincip für seine Mitglieder an. Jede! Mitglied einer G. D. 0. Burschenschaft muß im Besitze deS Reife- zeugnisieS eines Gymnasiums, Realgymnasiums oder einer Oberrealschule sein. Damit haben sich die Burschenschafter der deutschen technischen Hochschulen, deren Zahl an den neun technischen Hocuichulen 16 beträgt, auf dieselbe Höhe wie die UaiversitätSburschenschaften erhoben. Die Verwalt- ungen der süddeutschen Hochschulen haben die berechtigte Forderung erhoben, daß nur Inhaber von MaturitätS. zeugnisieu immatriculationSfähig auf den Hochschulen sein sollen. Dem G. D. 0. gehören nunmehr folgende Burschenschaften an: Aachen, Manier- Braunschweig, Germania und Thurtngia- Charlottenburg, Gothia und Baltia- Darmstadt, Germania und Rheno-Guestphalia - Dresden, CheruSkia- KarlSruhe, Arminia, Germania, TuiSkonta- Stuttgart, Ale- mania. Die Münchener C. Gothia und Staufia find noch nicht beigetreten.
** Ju der Sitzung der oberheffischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde am 3. December sprach Herr Professor ElbS über die electrische Kraftstation in Rhein- selben. Redner gab zuerst einen kurzen Ueberbltck über die in Deutschland bisher vorhandenen electrischen Kraftstationen und wandte sich dann zur Schilderung deS im Bau begriffenen Werkes zu Rheinfelden, eine« zwischen Basel und Säcktngen gelegenen kleinen Städtchen. Das Werk ist ursprünglich ein Unternehmen einer Schweizer Gesellschaft, doch sind später auch deutsche Theilnehmer hinzugekomwev. Die ganze An« läge befindet fich auf der badischen Seite deS Rheins. Hier ist ein Kanal gegraben worden, über welchen das Werk gebaut wird. Die Waffermaffen, die den Canal durchströmen, werden 20 Turbinen in Bewegung setzen, deren jede bet mittlerem Wafferstande 840 Pferdekräfte leistet. Bei hohem Wafferstande wird daS Werk sogar auf 16 800 Pferdekräfte kommen. Auf die Turbtnenachsen ist unmittelbar je eine Wechselstrommaschine aufgesetztzur Lieferung dreiphafigerWechsel- ströme — Drehftröme — mit 6800 Volt Spannung, z. T. 16 500 Voll Spannung und mit 100 Wechseln in der Secunde. Den Gleichstrom zur Erregung des Magnetfeldes der Wechsel- stromerzeugung liefern 3 DrehstromgleichstromtranSformatoren von je 150 Pferdekräften. Durch ein Leitungsnetz, das ein Gebiet von 25 Kilometer Radius umfaßt, wird einer großen Anzahl von Orten der Strom zugeleitet. Ein Drittel davon wird zur Erzeugung von Licht, zwei Drittel zur Erzeugung von Kraft verwendet werden. Allein die Stadt Basel beansprucht für Beleuchtung und Krastlieferuvg 7000 Pferde- kräfte. Eine bet der Saline Wyhlen im Bau begriffene electrochemische Fabrik zur Aufbereitung der Salzsoole tu Soda, Aetz-Natron, Wafferftoff, Chlor und Chlorkalk wird 4000 Pferdekräfte verwenden. Der Mittelpreis einer elec- Nischen Pferdekraftstunde wird für große Betriebe 21/a Pfg. betragen. Im Mai nächsten Jahres soll daö Kraftwerk Rheinfelden in Betrieb gesetzt werden. Da aber schon jetzt der größte Theil seiner Leistung in festen Händen ist, so hat fich die Gesellschaft veranlaßt gesehen, durch einen Vertrag sich eine wettere 1 Kilometer unterhalb Rheinfelden gelegene Wafferkraft von 7000 Pferdekräften zu sichern. DaS Gebiet ist verwöge seiner Wasserläufe, seiner Salinen, seine! vorzüglichen Eisenbahnnetzes und seiner dichten Bevölkerung für industrielle Anlagen sehr geeignet. ES besitzt schon jetzt eine großartige Industrie und wird vermöge der mächtigen Electricl- tätSquellen eine Entwicklung nehmen, wie wir etwas Aehn- licheS bisher garnicht kennen.
Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde, Gießen. Die erste Sitzung der neugebildeten Gesellschaft fand am Freitag, den 4. December im großen Saale deö Gasthofs zum „Einhorn" statt und erfreute fich zahlreichen Besuches; eS waren etwa 240 Personen, darunter viele Damen, anwesend. Die Mitgliederzahl der Gesellschaft stieg während des Abends auf 214. Für Abstellung der äußeren Mängel, als da find Platzmangel, ungünstige Einrichtung der Garderobe rc. wird bis zur nächsten Sitzung gesorgt werden.
Nach einer kurzen Ansprache deS 1. Dorfitzenden, Herrn Professor SieverS, ergriff der Vortragende Wirkl. Geh. AdmiralttätSrath Prof. Dr. G. Neumayer, Direktor der Seewarte in Hamburg, daS Wort zu einer längeren Ausführung über die Südpolarfrage. Der Redner berührte zu- nächst seine jahrzehntelange unermüdliche Thätigkeit zur Ent- Wicklung der antarktischen Forschung von den ersten Anfängen während seiner Stellung als Direktor des phyfikalischeu Ob» servatortumS in Melbourne bis zur heutigen Zeit, in der die antarktische Frage zu einer der bedeutendsten wiffenschaftlichen Tagesfragen geworden ist. Sodann ging er dazu über, die wichtigsten Bestrebungen zur Untersuchung der Südpolarge- biete und ihre Ergebniffe zu schildern, und erwähnte hierauf die seit etwa 1845 eingetretene Stockung. Die großen Lücken in der Erkenntniß der Südpolargebtete verhindern eine ganze Reihe von Wiffenschaften an der Krönung ihres LehrgebäudeS- zu ihnen gehören die Geographie, die Geologie, die Hydrographie, die Meteorologie, die Lehren von der Verbreitung der Pflanzen und Thtere, die Physik der Erde. Besonders eingehend schilderte der Redner die Schwierigkeiten, die fich der Ausbildung der Lehren von dem Erdmagnetismus infolge des Ausfallens der Beobachtungen im Südpolargebiet ent- gegeuftellen, sowie auch die Unzulänglichkeit unserer Kenntniß
von den klimatischen verhältniffen del Südens der Erde. Leider erlaubte die beschränkte Zett nicht mehr, den rein geographischen und biologischen Werth der Untersuchung deS Südpolargebiets eingehend auseinanderzusetzen. Besonders warm trat Geheimrath Neumayer endlich für eine deutsche Süopolarexpedttion ein, die ihren Weg von der Kemp-Insel südlich der Kerguelen-Gruppe gegen Südosten nehmen würde, während die Engländer wahrscheinlich an ihre bisherigen Erfolge unter I. C. Roß in Dictorialand anknüpfen werden. Er zeigte, daß eine solche Expedition nicht nur ein nationales Unternehmen und von großem wiffenschaftlichem, sondern auch von praktischem Werthe sei und schloß mit einem warmen Appell an die Opferwilligkeit der deutschen Nation zur Ermöglichung des großen Planes. Reicher Beifall lohnte den Redner. Wir hoffen, daß es ihm in nicht zu ferner Zeit vergönnt ein möge, hier In Gießen einen zweiten Vortrag über die Ergebnisse der deutschen Südpolexpedition zu -alten.
•• Knust-Verein. Die Kunstausstellung am Brand ist vom 9. bis 12. dS. Mts. wegen Wechsel der Gemälde geschlossen.
•* Akademischer Gesang-Verein. Wie auS dem In» eratenthell erstchtllch, beginnen die Proben des genannten Vereins am Montag den 14. ds. MtS. ES unterliegt keinem Zweifel, daß die Mitglieder vollzählig zur Stelle sein wer- den, da der Verein seinen neuen Dirigenten, den Großh. UniversitätS-MufikdirectorHrn.G.Trautmann, zu begrüßen hat. Zweimal wird der Gesang Verein vom Concert Verein in vorliegender Saison zur Mitwirkung eingelaben werden, fleißiges Arbeiten ist also erforderlich. Zur Uebung gelangen gleich in der ersten Probe am 14. ds. MtS. Werke von Schubert und Brahms.
Panorama. St. Petersburg und die kaiserlichen Schlösser zeigt uns das Panorama diese Woche — wer wollte daS für den billigen Eintrittspreis nicht kennen lernen. Dom Nicoleibahnhos kommen wir zum NewSky- Prospect. Hier promenlrt in den Nachmittagsstunden die feine Welt, hier rollen die Wagen der Reichen über daS Holzpflaster, hier Ist die Pulsader des geschäftlichen Lebens. Die schönste Stelle St. Petersburgs Ist aber unbestreitbar da« Newa-Ufer mit feinen prachtvollen Palästen. Wir sehen das WlnterpalalS, das GeneralstabSgebäude mit dem sechs» spännigen SiegeSwagen, die 48 Meter hohe Alexandersäule, baß 1782 enthüllte Denkmal Peter deS Großen vor der herrlichen, ganz auS Marmor und Granit erbauten Isaaks- Kathedrale. Von den vielen Brücken ist die schönste die Anitschkowbrücke. Ferner sehen wir noch viele Kochen, Klöster, das große Admiralitätsgebäude, daß Prachtgebäude, die Eremitage mit seinen Kunstschätzen, ferner Monumente rc. Alleß namhaft zu machen, fehlt unß der Raum - wir rathen Jedem, die herrliche Serie in Augenschein zu nehmen.
•• Werkmeister-Bezirksverein. Am SamStag Abend feierte der Werkmeister-Bezirksverein Gießen im neuen Saale deß Casö Ebel sein zehnjähriges Stiftungsfest. Aus dem reichhaltigen Programm, in welchem Musikstücke mit humoristischen Aufführungen, Liedern und Theaterstückchen abwrchselten, sind neben dem von Frau Schnür le schwungvoll gesprochenen Prolog und den von Frau Kallmeyer in vollendeter Sicherheit vorgetragenen L ebern, insbesondere die Reden des Vorsitzenden, Herrn Werkmeister (5ar 16, sowie die des Herrn Commerzlenrath Heyligenstaedt hervorzuheben, welche die Beachtung weiterer Kreise verdienen. Der erstere führte, nachdem er die Anwesenden herzlich willkommen geheißen und einen kurzen Bericht Über die Thätigkeit des Bezirkß- vereinS gegeben hatte, im Wesentlichen Folgendes aus: Der Verband wurde im Jahre 1884 mit 300 Mitgliedern in sieben Bezirksvereinen gegründet und zählt heute 30000 Mlt- g ieber in 570 Bezirksverelnen. Eine behördlich genehmigte Wittwen- und Waisenkaffe leistet nach dem Tode eines Mitgliedes an die Hinterbliebenen 600 Mk. Stirbt die Ehefrau eines solchen, so erhält daß'elbe 150 Mk. Sterbegeld, ebensoviel bekommen die Walsen, wenn eine Wittwe stirbt. Außerdem wendet der Verband nach dieser ersten Hülfe einer jeden Wittwe sechs Monate nach dem Ableben ihres Ernährers eine nochmalige Unterstützung zu, die sich nach der MltgliedSdauer deS Verstorbenen berechnet und z. B. 50 Mk. beträgt, wenn fünf Mitgliedsjahre zmückgelegt waren. So oft zwei Mitgliedsjahre mehr in Betracht kommen, so werden auch 50 Mk. mehr gewährt, so daß auf neun Mitgliedsjahre 150 Mk., auf elf 200 Mk., auf dreizehn 250 Mk. rc. gezahlt werden. Mit dieser Hülfe soll jeder Wittwe der Uebergang in bescheidene, aber geordnete Derhältuiffe erleichtert werden. Außerdem erhält jede Wittwe alljährlich eine ebenfalls im Verhältniß zur Mitgliedsdauer ihres verstorbenen Mannes stehende Unterstützung. Im Jahre 1893 wurden 953 Wittwen mit 46592 Mk., im Jahre 1894 1150 Wittwen mit 58000 Mk. und 1895 1400 Wittwen mit 79000 Mk. und 68 Waisen mit 1800 Mk. unterstützt. Es ist erstaunlich, daß diese Sterbe- kaffe mit dem geringen Beitrag von jährlich 12 Mk. pro Mitglied nicht nur 1660000 Mk. innerhalb 12 Jahren zur Auszahlung brachte, sondern auch einen Reservefonds von 560000 Mk. ansammeln und sicher anlegen konnte. Der Verband wird für die Folge noch mehr für seine Wittwen und Walsen thun, da Ihm die Ueberschüffe der Sterbekaffe zu diesem Zweck zur Verfügung stehen. Auch die Invaliden und durch Alter, Krankheit, Stellenlosigkeit und sonstige SchicksalSschläge erwerbslos gewordenen Mitglieder vergißt der Verband nicht. Er glebt zu diesem Zwecke 20000 blS 30000 Mk. jährlich auß. Jnß- gefammt hat der Verband schon 500000 Mk. zu Unterstützung!- zwecken anfgewandt. Einer Gesammtletstung von 2 160000 Mk., wovon allein 417 000 Mk. auf daß Jahr 1895 entfallen, schließt fich ein Gesammtvermögen von 1200 000 Mk. an. Kein zweiter Stand im Reiche wird wohl zu finden sein, der innerhalb zwölf Jahren über drei Millionen Mark mit mini- malen Beiträgen seiner Mitglieder sammelte. ES ist ferner , noch hervorzuheben, daß der Werkmeisterverbaud etne wirk- I fawe Stellenvermittelung für seine Mitglieder besitzt, und
wenn heute jedem Betriebsbeamten der gesetzliche Schutz del § 133 zur Seite steht, so ist diel nicht zum kleinsten Theil den jahrelangen Bemühungen bei Verbände! zu verdanken. Redner schloß mit den Worten: Von Königsberg bis Metz, von F.enßburg btl München erstreckt fich die in 570 Bezirks- Vereinen feftgeglieberte Organisation. Fern von dem politischen und religiösen Getriebe der Zeit erstrebt der deutsche Werkmelfterverband nur baß Wohl seiner Mitglieder, sowie deren hinterlaffenev Wittwen und Waisen. Immer näher rückt er seinen großen Zielen und eß wird bald kein Staudeß-College mehr im Baterlande zu fioden sein, der allein seine Wege geht! Reicher Beifall lohnte Herrn Gar 16 ür seine interessanten Ausführungen, an welche sich die Rebe deß Herrn Commerzienrath Heyligenstaedt anreihte. Derselbe sprach dem Bezirksverein seine besten Wünsche für ein fernereß Blühen und Gedeihen au! und gab insbesondere der Hoffnung Ausdruck, daß demselben ferner Seitens der Prlnzipalitäten die wohlverdiente Hochachtung unb Unter- tützung in höherem Maße zu Theil werden möge, als diel bisher geschehen sei. Wenn man bedenke, weiche schwierige Stellung der Meister bet den heutigen socialen Behältnissen einuehme, wie er all Mittelsperson zwischen Arbeitgeber unb Arbeitnehmer stehe und in dieser Stellung berufen sei, seinen auSgleicheoden Einfluß bei den häufig hervortretenden Gegensätzen zur Geltung zu bringen, wenn man ferner berücksichtige, daß unsere Prlvatbeamten im Allgemeinen und hter die Werkmeister im Besonderen, so stiefmütterlich bei der socialen Gesetzgebung behandelt worden seien und nur durch eigene Intelligenz und Opferwilligkeit eine große sociale Aufgabe, die Sicherstellung der Meister und deren Familien in Roth- fällen, gelöst haben, so könne man eß nicht begreifen, wie noch so viel Principale diesen edlen Bestrebnngen und großartigen Leistungen thetlnahmloß gegenüberftünben und denselben nicht nur nicht diejenige Beachtung und Unterstützung, die sie verdienten, zu Theil werden ließen, sondern auch hier und da auß Unkenntniß und Doreingenommenhut denselben mit Mißtrauen begegneten. Die wirklich musterhafte Leitung deß Verbandel im Allgemeinen, wie auch deß hiesigen Bezirk!- vereinl im Besonderen verdienten alle Anerkennung unb galt das von Herrn Commerzienrath Heyligenstaedt au!- gebrachte Hoch dem seitherigen Vorstände del Bezlrksverew», der fich seinerseiis hierfür bedankte unb den Redner al! Denjenigen bezeichnete, welchem der Bezi.kloerein seine Gründung zu verdanken habe, «uß dem Kreise der zahlreich erschienenen Gäste, unter welchen aber die Prtncipalität leider auffallend schwach vertreten war, wurde dem Bezirksverein gleichfalls Dank und Anerkennung gezollt. Der ganze ©erlauf des Überaus gelungenen Festeß legte Zengniß ab von dem innigen FreundschaftSverhältaiß zwischen den Mitgliedern und dem harmonischen Zusammenwirken Aller. Dem Werk- meister-BejirkSverein rufen auch wir bei seinem Eintritt inS zweite Decennium seineß Bestehen! ein herzliche! „Glückauf" zu und wünschen ihm die Eefüllung seiner berechtigten Erwartungen bezüglich del Anschluffel der seiner Sache noch fernstehenden College» und ferner eine auf warme! Interesse gegründete Unterstützung von Selten der Herren Pr > cipale.
•» Deutscher und Oesterreichlscher Alpenvereiu Am 28. v. Mtß. feierte die hiefige Sectton bei Deutschen unb Oesterrelchlschen Alpenverelnl in dem finnig unb reizend alpin geschmückten Saale im „Gasthaus zum Rappen" ihr zehnjährigeß Stiftungßfeft. Etwa 50 Mitglieber der (sectton hatten sich zu der Feier eingefunden und gewiß wäre die Zahl eine noch viel größere geworden, wenn nicht der am selbigen Abend staitfiodende Clubball eine Anzahl der Mitglieder am Erscheinen abgehalten hätte. Während der Pausen beim Genüsse eineß superbe-alpinen Mahles, dessen Menu u. A. „Kalblrücken von der Selffer Alp," „Murmelthier-Schnittchen mit Maccaronl auß Neapel," braten auß Tirol, Alpenkräuter-Salat," „Zillerthaler Ziegenkäse mit Almbutter" rc. aufwieß, gelangte die ideelle Seite der Bereinigung in schwung- und gedankenreichen Reden z»« Außdruck. Den Reigen der letzteren eröffnete der Vereins- Präsident, Herr Dr. KleWitz, durch eine Ansprache, worin er auf den Antheil der Section Gießen an den Bestrebungen des Deutschen unb Oksterreichischen Alpenvereinl Hinwiel und derselben ein fernereß Gedeihen wünschte. Hierauf überreichte der zweite Vorsitzende, Herr Derlaglbuchhändler Otto Roth, den in bocheleganter Ausstattung hergeftellten Festbericht, tn welchem die zehnjährige Dertlnlgeschichte der Dection neben sonstigen wichtigen Beiträgen enthalten ist, au die Festtheu- nehmer mit entsprechenden Worten und einem Hoch auf die Gründer deß Verein!. Sodann brachte der VereinSschrist- führer, Herr Dr. Neßling, die zahlreichen von auswärts eingetroffenen Begrüßungen unb Glückwünsche zur Verlesung mit einem Hoch auf die Sektion. Herr Dr. Gutfleisch gedachte in anerkennender Weise der früheren unb jetzigen Leitung be! Verein!, verbreitete sich über die idealen Ziele de! letzteren und brachte sein Hoch der Dereinßleitung. Herr Staatlanwalt Zimmermann prieß den Arrangeur des Feste!, der mit idealem Kunstsinn dasselbe in seiner rSuw- lichen Umgebung und sonstigen Nebenzugehörigkelten bis ns Kleinste aulgtftattet und dadurch bei allen Teilnehmern eine gehobene sestfreudige Stimmung erweckt habe. Nach der Frst- täfel besuchten sämmtliche Festgenoffen daß in einer Schutz- Hütte aufgeschlagene Alpenpanorama, das durch seine plastische Darstellung und gorbeneffede ganz außerordentlichen Beifall fand unb ber Baukasse einen recht ansehnlichen Betrag einbrachte. Der in ber Festversammlung lebhaft erwachte Humor steigerte sich noch beim Genuß eine! frischen Faffeß edlen „Pilsener Tafelbiereß", dal ein freigebiges »e- reinsglied den von ihrer alpinen Wanderung soeben i"' rückgekehrten Alpinisten credenzte und dieselben damit noch i> längerem Verweilen verlockte. Nur allzurasch schwanken vte schönen Stunden, unb schon war eß 6 Uhr geworden, w die Letzten den Saal verließen. Am Sonntagmorgen »a» 11 Uhr erfolgte noch eine photographische Aufnahme cc Festlocalß und der Festthellnehmer für da! Bereinsalbu^ Frühschoppen um 1/>12 Uhr im Kaiserhof bildete den Säl B
rrt,tJ(ießt nich »--''Ä 1870/71 JÄ» 1® . lu, Gesucht ut
’S wW* daß 7 „k. erhalten Ekelst ulid «"ve M-s<j,, getuantn o mm* T, |!lt» wrgefemmen f d'° W« ’* P't Qelt noch nicht auf timen. Denn diesen der von 184« AnwL'ter voran, die tzvalbkv Haden-
? Nits-Satte« (Kr bejawrr Diana auö 11 ermüdend der vorige In der stockfinsteren No pürpe in den znr Zdt graben der Ohm. Hier hjj« ihm n'cht durch , Oömen kommende Leun bereit» ha'b Erstarrten Id eia hiesiges HanS, t wurde.
§ AuS dem nord' Die fetten Schwein ßanfltn. Im Herbste gcwicht 33 biß 34 Pfei etil ist aber trotzdem ni Jahres vm diese Zeit t mit 41 Pfg. bezahlt w die ©taMmte, Milche schlachten ließen, nicht I zusehen, wie kürzlich 6o: McminkrM
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