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Kartoniert 1 Mk. 50 Pf.
s-nderu der Grund dürfte jedenfalls darin zu suchen sein, daß den Stadtbewohnern, die steiö frisches Fletsch erhalten können, daS Hausschlachten doch weniger gefallen hat. DaS Steigen der Schweinepreise in den letzten Wochen vor Weihnachten ist übrigen- eine alljährlich wtederkehrende Erscheinung Sie hat ihre Ursache in den um diese Zeit auf dem Laude üblichen Hausschlachtungen, die hier auch von vielen Haushaltungen vorgenommen werden, die sich nicht mit der Schweinezucht befassen wollen oder können. Naturgemäß wird hierdurch die Nachfrage noch fetten Schweinen sehr verstärkt und der Preis geht in die Höhe. Sind die HauS- schlachtungen vorüber, so fällt auch der Preis meist wieder, waS. ebenfalls fast immer nach Weihnachten zu geschehen pflegt.
X. Datrnnabt, 7. Dccember. Der Jnvaliden-Unter- stützungS Verein auS 1866 dielt heute unter dem Vorsitze Sr. Excellenz deS Herrn Obersthofmarschall v. Wester- Weiler seine heurige Hauptversammlung ab. Den Jahresbericht für 1895 erstattete Herr Justtzrath Schenck. Darnach beliefen sich die Mitgltederbeitrage auf 1654 Mk. (1890: 1794) die Sparkassen Zuwendungen auf 935 Mk. (1070); an Unterstützungen wurden an 40 Invaliden und 12 Hinterbliebenen solcher 5520 Mk. (1890: 5705) gegeben; daS BereinSvermögen (38,926 Mk. in 1890) hat sich bis zum Vo'jahre um rund 10,000 Mk. vermindert. Die Sparkasse solle um unverminderte BeitragSbetträge ersucht werden, damit nicht das Tempo der Vermögensabnahme ein noch schnelleres werde, während die Zahl der zu unterstützenden Invaliden in den letzten Jahren nicht in dem Maße zurückging, waS ja allerdings in deren Interesse nur zu begrüßen ist. Die Invaliden des Vereins wird im gegebenen Zeitpunkte des Aufgebrauchtseins seiner Mittel der HilfSveretn vom Rothen Kreuz übernehmen. Zu diesem Capitel machten die Vereinsschriftführer, die Herren Geh. Obercousistorial- rath Buchner und Schenck, einige Ausführungen. Der Voranschlag für 1897, auf 6300 Mk. lautend, wurde nebst der Rechnung für 1895 genehmigt, sodann die Ergänzungswahl deS DerwaltuugsratheS als Schluß der Tagung vollzogen.
Seligenstadt, 6. December. Dieser Tage bedrohte daS zweijährige Söhnchen hiesiger Bürgersleute das fünfviertel- jährige Bübchen eines Nachbars mit H als ab sch n ei d e n. Der kleine Balg machte sich auch wirklich mit einem M'sser an die Arbeit. Zum Glück beobachtete eine Nachbarsfrau den Vorgang, sprang rasch hinzu und entwendete dem Kinde baß Messer. Dem hilflosen Opfer war am Halse leider bereits eine erhebliche Wunde beigebracht. Der bedauerliche Vorfall mag allen Eltern eine Mahnung sein, eineStheilS die Kinder vor Messern zu bewahren, anderseits ihnen aber auch 1
M in allen Theilen wohlgelungenen, an geistigen wie leiblichen Genüssen gleich ausgezeichneten Feste« der Gießener Section deS Deutschen und Ocsterreichischen AlpenveretnS. Möge die Seetton weiter wachsen, blühen und gedeihen?
** Betreffs der 120 Mark Zulage für KrtegSveteranen gelangen fo'taeietzt nicht allein an das Kriegs Ministerium, den deutschen Krtegerbund, den Verband deutscher Kriegsveteranen von 1848 bis 1870/71 und an die einzelnen Kliegervereiue im Deutschen R-'che, sondern sogar direct an den Kaiser massenhafte Gesuche um Bewilligung der ihnen in Aussicht gestellten Unterstützung. ES ist deshalb darauf htnzuweisen, daß die vorgemerkten Anwärter die in Aufsicht gestellte Beihilfe erst erhalten können, sobald verfügbare Mittel hierzu bereit stehen und sie ihrem Vorzugsrecht nach an der Sidtje find. Da gegenwärtig außer den bereits berücksichtigten Veteranen zur Zett schon zahlreiche weitere als Anwärter dorgemerkk sind und deren Zahl stetig wächst, während unter den Ersteren Abgänge durch Tod bisher verhaltnißwäßig nur selten vorgekommen sind, so würden die Anwärter, die nur den Feldzug von 1870/71 mitgemacht haben, in absehbarer Zeit noch nicht auf die Zahlung einer Brihi fe rechnen können. Denn diesen geben noch die voraemerkten Veteranen der Feldzüge von 1848/49, 1864 und 1866, sowie alle die Anwärter voran, die Auszeichnungen vor dem Feinde ermorden haben.
? Kirfchgarleu (Kr. AlSseld), 7. December. Ein schon bejahrter Munn auS einem Orte der Umgegend gerteth an einem Abend der vorigen Woche in ernste Lebensgefahr. In der stockfinsteren Nacht kam er vom rechten Wege ab und stürzte in den zur Zeit mit Wasser hoch angefüllten Mühl- groben der Ohm. Hier hätte er unfehlbar ertrinken müssen, wäre ihm nicht durch zufällig vorü ergehende, von Nieder- Ohmen kommende Leute Hilfe geworden. Sie zogen den bereits ha'b Erstarrten auS dem Wasser und brachten ihn in ein hiesiges HauS, wo er mit warmen Kleidern versehen wurde.
§ AuS dem nordwestliche» Vogelsberg. 7. December. Die fetten Schweine find im Preise in die Höhe gegangen. Im Herbste zahlte man für das Pfund Lebendgewicht 33 bis 34 Pfennig, jetzt 37 und 38 Pfennig. Damit ist aber trotzdem noch nicht die Preisstufe des vorigen Jahres um diese Zeit erreicht, wo daS Pfund Lebendgewicht mit 41 Pfg. bezahlt wurde. Der jetzige Preis kann mithin die Sta^tleute, milche im vorigen Jahre auf dem Lande schlachten ließen, nicht bewegen, in diesem Winter davon ab- -usehen, wie kürzlich vom oberen Vogelsberg berichtet wurde,
. — Für- Handel und Nerkehr?. — *
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Zur Ansicht in jeder Buchhandlung. — Prospekte gratis.
Verlag des Bibliographischen Instituts tn Keiprig. c
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Bedrohungen mit „Hals- und Ohrenabfchueiden" u f. w., die oft scherzweise hingeworfen werden, nicht zu Gehör zu bringen. __________________________________(T>armO. Z-g.)
WitteruugSbericht vom 7. December.
Ganz Europa, mit Ausnahme deS äußersten Nordostens, bedeckt tiefer Druck. Sein Centrum hat zwar an Ttife abaenommen und sich weiter gegen die Nordsee vorgelagert, doch sind die Gradienten immer noch sehr beträchtlich. Der Einfluß deS ausgedehnten De- presstonSgebietrs macht sich bereits allenthalben geltend und wurde die Frostgrenze bis nach dem Nordosten zurückgedrangt. Die eingetretene milde Witterung wird aber nach dem Vorüberzug deS tiefen Druckes wieder empfindlicher Abkühlung weichen und werden die zunächst stattfindenden Niederschläge bann in ausgedehntere Schneefälle übergehen.
BitUftmi >
Zunächst mildes Wetter mit Niederschlägen, dann wieder Abkühlung und Schneesalle.
Verkehr, Cant» rrnd Volkswiethjchast»
Gieren, 8. December. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmsrkt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,00—1 20, Hühncret-r pr. St. 7-9 4, 2 St. 00 4, Enteneier 0 2 St l 4, Gänse
eier pr. St. 00—00 H, Käse pr.St.5-8 Käsematte pr. St. 3 4. Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 28 Tauben pr. Pa« X 0,50 bi« 0,€0, Hühner pr. Stück 0 9' bis 1,00, Hahnen pr. Stück X i-,60-1,CO, Enten pr. Stück X 1,50—1,70, Gänse pr. Pfund X 0,45—0,55, Ochsenfleisch pr. Psb. 66—74 4, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 60-66 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 4, Schweine- fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 Kalbfleisch pr. Pfd. 60-54 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 50-65 Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 00 bil 4,50 X, Weißkraut pr. Stück 0--00 4, Zwiebeln pr. Eentner X 4,00-0 00, Milch pr. Liter 16 5,.
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Aligmmtt Verein für Armen- vud Krankenpflege. Außerordentliche Generalversammlung!
Montag den 14. December er., Nachmittags 5 Uhr,
im Confirmandensaal, Neustadt 61.
Tages-Ordnung:
1. Erbauung eines neuen Schwesternhauses, besonders Wahl des Bauplatzes- 2. Abänderung der Paragraphen 11 bis 16 der Statuten.
Die Mitglieder werden hiermit auf Grund der Paragraphen 4, 5 und 7 der Statuten ergebenst eingeladen.
10805 Der Vorstand: Schlosser.
Krtslirankenkaste Gießen.
Die Wahl für die Vertreter der Arbeitgeber und ^Arbeitnehmer zur General-Versammlung findet
Dienstag den 15. December 1896,
Nachmittags von 4 bis 8 Uhr,
im Saale des Lenz'schen Felseukellers statt.
Laut Beschluß des Vorstandes soll dieselbe in der Weise vorgenommen «erden, daß jedes wahlberechtigte Mitglied seinen Stimmzettel an die ernannte Wablcommission in obigem Locale abgibt. Stimmzettel für beide Theile sind vorher bei Herrn Rechner Heidt, sowie am Wahltage in bem Wahllocale erhältlich.
Es haben zu wählen die Arbeitgeber 49 und die Arbeitnehmer >8 Vertreter.
Wahlberechtigt sind sämmtliche Mtglieder der Kasse, welche volljährig sind — Die Wahl der Arbeitgeber und Arbeitnehmer findet getrennt statt. 10806
___________________H. Winn, Vorsitzender.
Spar- und Leihkaffe Gießen.
Im Monat December l. I. werden bei der unterzeichneten Kasse geben Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Samstag Zahltage abgehalten. Die Einleger werden ersucht, an diesen Tagen unter Lorlage der Einlagebücher ihre Zinsen in Empfang zu nehmen ober bei- schreiben zu lassen. Zinsen, welche bis zum 1. Januar n. I. nicht erhoben oder beigeschrieben sind, werden in den Büchern der Kasse ohne Weiteres zitgeschrieben und von diesem Tage an verzinst. Es brauchen hiernach alle bieienigen Einleger im December nicht zu erscheinen, welche nnr Zinsen beischreibeu lassen wollen, dies kann vielmehr ganz ge- bg,entlich im Laufe des nächsten Jahres geschehen.
Gießen, den 28. November 1896.
Spar- und Leihkaffe Gießen.
10664 Doering.
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Otto Schaaf, Seltersweß 39.
H. Heiller, Giessen.
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