ganzen gewerblichen Schulen unter Führung der Lehrer besichtigt. Den Glanzpunkt bildet wohl die Ausstellung der seit 1892 bestehenden Elfenbeinschnitzerei« us«. Fachschule zu Erbach tat Odenwald, die wirklich theilweise Staunenerregeudes bietet; auch die bewährten Handwerkerschulen in Darmstadt und BenSheim thun sich sehr hervor und manch' kleinere Anstalt hat in dieser oder jener DtSciplin sehr Tüchtiges, theilweise vorzügliches zur Ansicht gebracht.
Aul dem Ried wird dem „Groß Gerauer Anzeiger^ geschrieben, daß in einer dortigen Ortschaft ein biederer Landmann ein probates Mittel erfunden habe, um sich voo der lästigen Einquartierung eines Soldaten gelegentlich des Rückmarsches von dem Manöver zu befreien. Der Schlaue ging nämlich, als er den Quartiermacher kommen sah, in die Küche und spülte eifrig Kaffeetasien. Den Quartiermacher empfing er mit einer abschreckend mißgestimmten Miene und den Worten: „Wie Sie sehen, muß ich meine Hausarbeit selbst thun, da meine Frau schon lange krank ist." Daraufhin machte der Unteroffizier eine schnelle Kehrtwendung nnd entfernte sich. Währenddeffen befand sich das „kranke" Ehegeiponst auf dem Felde und stach im besten Wohlsein Zuckerrüben auS. Der schlaue HauSvater — welcher, nebenbei gesagt, auch noch ein StaatSdiener sein soll — hat sich nicht geschämt, seine „Heldenthat" in einer Wirthschaft zum Besten zu geben. Vielleicht kommt noch etwas nach.
Citcratur unb Arrnst.
— ,®t«4fd>et Soldate«hort", illustrtrte Zeitschrift für daS deutsche Heer und Volk. Herausgeber: Gmeral-Lieutenant z. D. H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl
Siegißmund. Berlin Mauerstraße 68. VM. Jahrgang. Hefti erschien soeben und enthält: Schwester Erika. Novelle von Gerhard Walter. — Gedankensplitter. — Die geangelte Nase. PreiShumoreSke von Josef Maertl. — Dienst beflissen. (Mit Abbild.) — Deutsche Wehrpflicht. Bon General der Infanterie z. D. v. Kretschman. — Ein blühender Rosenstrauch. Bon Eoom. — Jägerlatein. (Mit Abbild.) — Hinterhalt gegm Hinterhalt. Erzählung auS dem Franzosm-Krteg von Archibald Fordes. — Sprüche. — Baterländtsche Gedenktage. — BermischteS. — Splitter und Funken. — Briefkasten. — Räthsel. — Inserate.
— Ata« eo«tta Ata«. Don Adele Hindermann. Preis 60 Pfg. Verlag von Gg. Freund, Leipzig. Die Verfasserin schildert trefflich den in Frauenkretsen herrschenden Mangel an Achtung vor der Arbett, wendet fich scharf gegen die sogen, verschämte Arbeit vieler Damm und legt einzeln dar, daß io der sogen. Frauen- ftage scharf zu unterscheiden sei zwtschm Fraumfrage und Damenfrage. Sie liefert auf Grund angeführter Beisptäe den Beweis, daß der schlimmste Feind der Frau — die Frau ist. Da» Schriftchm ist lesmSwerth. Ob eS seinen Zweck erfüllt, ist frellich eine andere Frage.
— »Der etti« det Weise«*. Don diesem verdiwstoollm literarischen Unternehmen darf gesagt werdm, daß jede« neue Heft, daS dem Leser zu Händen kommt, immer wieder N-ueS und Jnler- effanteS bringt. So enthalt das soebm erschtenme 22 Heft gediegene Abhandlungen über die alten Völker Europas, über die Physiologie deS BluteS, über daS Nothsignal der Eifenbahnzüge, Maschinm zur Prüfung der Gewehre, Electitsche Beleuchtung der Theater, Wein- preffen, sowie mehrere Ansichten der Walhalla und der Befreiungs- Halle bei Kelheim. Die große Zahl der Abbildungen und Figurm (über 40), sowie die Vielseitigkeit deS Inhaltes gereichen der rührigen Schrtftleitung zum Lobe, den Lesern zur Befriedigung. Der „Stein der Weisen" (A. Hartlebens Verlag, Wien) ist die einzige in deutscher Sprache erscheinende Revue populär-wissenschaftlichen Inhaltes, woraus sich der große Erfolg dieses UnternehmmS erNSrt.
— Im Zauber eigener Pracht prangt jetzt der Herbst! Mit dem gleichm Entzücken, welches dteNaturbetrachtung in schönen Frauen-
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Lungenschwindsucht LebenSschwäche Krämpfen Blutvergiftung DiphtherftiS
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1. Lebensjahr: r»>
An m. Die in Klammern gefetztm Ziffern gebot ai, n* ttt* de Todesfälle in der betreffendm Krankheit auf von euloirtl Gießen gebrachte Krank, kommm.
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