Ausgabe 
9.10.1896 Erstes Blatt
 
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sich auf Constatiru'g des Umstandes beschränken zu können, daß die von den Pariser B'.ättern augestellten Berrachtungen über daS große TageSeceigniß an der öffentlichen Meinung der Pariser, die ganz und gar von Schaulust und volksfest* licher Stimmung erfüllt find und für nichts anderes Sinn haben, spurlos vorübergehen. Parts awüfirt sich darauf liegt für den Augenblick der Schwerpunkt. DieBerl. Reuest. Nachr." find der Anficht, Kaiser Nikolaus hätte noch viel weniger sagen können, als er thatsächlich gesagt hat, um des frenetischen Jubels und Beifalls der Franzosen sicher zu sein. DieNat.-Ztg." schreibt: Der Kaiser von Rußland hat in seiner Erwiderungwerthvolle Bande", die Frank­reich mit Rußland verknüpfen, unmittelbar darauf al- Freundschaft" gekennzeichnet und damit auch gewiffermaßen authentisch interpretirt. DaS Wort Allianz, mit dem eine bestimmtere Vorstellung verbunden gewesen wäre, ist weder vom Zaren, noch vom Präsidenten der franzöfischen Republik gebraucht worden. Einzelne Pariser Blätter geben denn auch indirect zu, daß eine geschriebene Allianz bisher nicht existire. DieDeutsche TageSztg." schreibt: Nur eins hat man auch gestern nicht gehört, daS so heiß ersehnte Wort Allianz-. Ein formeller Bündnißvertrag zwischen Rußland und Frankreich existirt also immer noch nicht. Vielleicht kommt dieser aber noch in diesen Tagen zu Stande. Auch derRetchsbote" hebt hervor, daß man nirgendswo daS Wort Allianz finde. Man spreche von Vertrauen, Freund­schaft, zusammenstimmender Thätigkeit, Union, werthvolle Bande, aber Union sei noch nicht Allianz. DieVoff. Ztg." führt auS: Weder Präsident Faure noch Zar Nikolaus hätten daS Wort Bündniß gebraucht, dem sie gewiß nicht aus dem Wege gegangen waren, wenn ein Bündniß thatsächlich be­stände. Abgesehen von der Schmeichelei für die Stadt Parts, wozu der Zar angefichtS üe» großartigen Empfanges allen Grund hatte, fei die Tischrede des Zaren nicht über das Wärmemaß seiner Wiener und Breslauer Trinksprüche hin- ausgegangen. DasBerl. Tageblatt" schreibt: Wenn auch der gestrige Toast naturgemäß etwas wärmer ausgefallen ist, als der Trinkspruch des Zaren in Cherbourg, so dürfte eS immerhin recht fraglich sein, ob er den Wünschen der Revanche-Patrioten genügen wird. BemerkenSwerth ist namentlich, daß der Zar auch nicht in diesem Toast von einer Allianz, nicht einmal von einer Union gesprochen, wie Faure, sondern eS bet der Betonung der Freundschaft bewenden läßt.

Kolo, 7. October. DieKöln. Ztg." verbreitet sich heute deS Längeren über den Bestich deS Zaren in Frankreich und sagt: Es gäbe einen Zwetbund, einen verbrieften und verbürgten Vertrag zwischen Frankreich und Rußland. Wer eS noch nicht wußte, dem seien gestern durch die Ansprachen deS Zaren und des Präsidenten die Zweifel genommen worden. Dem Bunde die vertragsmäßigen Rechte abzusprechen, sei nicht mehr zulässig, und eS könnte gefährlich werden, von allen unzweideutigen Kundgebungen dem Vogel Strauß nachzuahmen. ES sei aber unleugbar, daß die Masse des Volkes in Frankreich die russische Freundschaft nicht im Sinne dieses definitiven Bundes, sondern in der Hoffnung genährt und gepflegt habe, Rußland werde helfen, Elsaß- Lothringen zurückzuerobern und bis zu den Kaisertagen hinein hätten die französischen Staatsleiter diese Hoffnung als Hebel ihrer Politik benutzt und zugegeben, daß die StatueStraß­burg" mit dem Zeichen der Trauer für daS Zarenauge frisch sufgeputzt wurde. Dieses Verfahren sei derjenige Zug der russisch-französischen Politik, der der Sorge Berechtigung ge­geben, daß der Zwetbund nur im Geheimen dienen könne."

Oldenburg, 7. October. Die Vermählung deS Erbgroßherzogs mit der Herzogin Elisabeth von Mecklen­burg-Schwerin findet am 28. October statt.

Genf, 7. Oktober. In der vorigen Nacht starb hier- selbst der berühmte Physiologe M o r i tz S ch t f f im 74. Lebens­jahre.

Wien, 7. October. Die Blätter erklären übereinstimmend, daß nach dem Wortlaut der gestrigen Toaste beS Präfidenten Faure und des Zaren nicht mehr gezweifelt werden könne, daß zwischen Frankreich und Rußland eine Allianz bestehe, die aber, wie aus dem Tenor der Toaste ersichtlich sei, Friedenszwecken diene, weshalb die Völker Europas ruhig und ungestört fich den Arbeiten deS Friedens widmen könnten.

getreten war.Morgen hoble ich euch ein 1 Und du, rother Schwertel, blühe ab, muß euere und die Dahlien-Knollm bald herausnehmen/ Dann steckte sie ihr Kleid auf und fing an, die Gemüsebeete abzu­räumen.Du, Blaukohl, kommst mir In den luftigen Keller, strunk- abwäriS in Sand gesteckt. Euch Petersilienwurzel, Mohrrüben und Salatbeeten schichte ich, nachdem ihr geputzt, hübsch im Vorkcller in Sand Wurzelkrone nach außen in Pyramiden auf. Daneben schlage ich die Schwarzwurzeln und Kohlrabcn ein, auch Bletchsellerte, Endivien und Blumenkohl. Lauch, Meerrettich und der olle kleine Knollengtest bleiben noch vorläufig sitzen." Dann säet sie auf einem schon fertiggestellten Beete noch Spinat und Feldsalat, während Johann" and Umgraben geht und auf manche sreigewordene Beete tüchtig Stalldünger und Compost aufbringt. Schließlich schneiden beide das dürr gewordene, etwas rostige Sp.>rgelkraut hart am Boden ab. Es wandert sofort in die dampfende Waschküche, um unter dem Krffel vonRike" in einem wahren Höllenfeuer zu oerpraffeln.

Indessen find in der warmen Sonne noch zahlreiche Bienen vom nahen Stande »ugeflogen, um vom reichen Blumenflor noch Blüthenstaub etnzuheimsen. Honig, der in den Blüthenkelchen nur noch sehr spärlich vorhandm, brauchen sie keinen mehr etnzutragen; der kluge Imker hat ihnen genügend solchen zur Spätherbst- und Winterspeise im Stock gelaffen. Aber bet einem reizenden himmel­blauen Blüthenstern, da können sie nicht vorübrrziehen. ohne einen kurzen süßen Trunk zu thun: eS ist der biedere, reich honigspendende Boretsch, der stachelhaarige Würzer unseres Salates, der. verloren und vergrssrn, aus den Rabatten und Schuttplätzen bis tief in den Frost blüht.

Sein allerliebstes Blüthchen war einst mehr gefeiert wie heute, was wir schon aus seinem mittelalterlichen Kosenamen, wieAugen- zier",Herzblümletn",Blauer HimmelSstern",Ltcbäugelein" er» rathm können. Bet Gaftmählern warf man dte blauen Steine in bte Wetnpokale, um das Herz der Trinker zu erfreuen. Daher wohl auch der Spruch der alten Aerzte:Ego Borago, gaudia semper *golIch, der Boretsch, bin stets ein Freudendrtnger!"

Wenn das Splüchletu längst tm Lärm der Zetten verklungen: Mr Honigbiene hat eS niemals vergessen.

Heinrich Freiherr Schilling.

ÜbKu, 7. October. Zum Zweck der Verhinde­rung der Erhöhung des Zinsfüße- erlegten die beiden Regierungen bei der österreichisch-ungarischen Bank 16 Mill. Gulden in Gold auf ihre Giroconten und sonstigen fälligen Verbindlichkeiten.

Wien, 7. October. Die gestern Abend in den Rosen- sälen von den Christlich-Socialen einberufene Ver­sammlung wurde von den Socialdemokcaten gestört, sodaß ein Tumult auSbrach, den die Polizei unterdrücken mußte. Mehrere Personen wurden verhaftet.

Pari-, 7. October. Die gestern Abend veranstaltete Illumination war überaus glänzend. In den Haupt- straßen war jede- HauS prächtig tlluminirt. An verschiedenen Stellen wurde prachtvolles Feuerwerk abgebrannt.

Paris, 7. October. Der Zar bestellte einen goldenen Kranz, welcher auf da- Grab CarnotS niedergelegt werden soll.

Paris, 7. October. DaS Zarenpaar mit dem Präsi« denten Faure fuhren heute im offenen Wagen um 10V, Uhr nach der Notre-Dame-Kirche. Der Erzbischof von Paris und die gesammte Geistlichkeit harrten unter dem Portal. DaS Zarenpaar besichtigte die Kirche und den Kirchenschatz und verweilte einige Zeit vor der Grabcapelle Pasteurs. Der Zar sprach lange mit dem Erzbischof. Von der Kirche Notre-Dame begab fich da» Kaiserpaar und der Präsident nach dem Justizpalaft, wo sie von dem Justiz- Minister, der von den Mitgliedern deS Appell-CaffationShofeS umgeben war, empfangen wurden. Sodann begaben fich die Majestäten nach der Sainte Chapelle des Justizpalastes, wo der Unterrichtsminister die Herrschaften empfing. Unter leb­haften Zurufen der Menge begab sich das Zarenpaar hierauf nach dem Pantheon.

Paris, 7. October. Infolge Uebermüdung hat der Zar gestern, wie dieFrankf. Ztg." meldet, einen Anfall von Unwohlsein gehabt. Er mußte im Elhsve vor dem Ende des Diners aufstehen und fich zurückziehen. Er nahm einige Stärkungsmittel zu fich. Hierauf schlief er fest ein, was den Grund seine» verspäteten Eintreffen» in der Oper bildete. Die deutsche Botschaft hat zu allen festlichen Veran­staltungen, denen da» diplomatische Corps anwohnte, Ein­ladungen erhalten. Der Botschafter war gestern in der Opern-Galavorftellung. Bei der gestrigen Vorstellung de» diplomatischen CorpS unterhielt fich der Zar mit dem deutschen Botschafter und den Militärattaches in deutscher Sprache.

Paris, 7. October. Gestern Abend 5 Uhr hatte der Minister des Aeußern, Hanoteaux, eine Unterredung mit dem Zaren, in welcher Letzterer dem Minister den Alexander - NewSki-Orden überreichte. Auch mit Schischkin hatte Hanoteaux eine Unterredung.

Paris, 7. October. AuS TourS kommt die Meldung, daß daselbst General Trochu verstorben ist. Zu dem Tode de» General Trochu schreibt dieFrankf. Ztg.": Gerade in den Jubelrausch kommt die Nachricht von dem Tode eine» derjenigen Franzosen, die während der welt­historischen Ereigniffe von 1870/71 am meisten von fich reden machten. Wenn patriotische Begeisterung, guter Wille und hochtönende Worte genügen würden, einem großen Manne einen hervorragenden Erfolg zu schaffen, so wäre der General einer der größten und erfolgreichsten Manner Frankreichs, ja der ganzen Welt gewesen. So muß er sich damit be­gnügen, in dem großen Drama eine zwar laute, aber nicht sehr rühmliche Rolle gespielt zu haben, deren Character weniger die eigene Person, als dte Ereigniffe und Zustände Frankreichs dte Beachtung der Polttik wie der Geschichts­forscher in Anspruch nimmt.

Paris, 7. October. DaS Zarenpaar besichtigte heute Mittag da» Juvaltdenhotel und den Jnvaltdendom und besuchte auch das Grab Napoleon». Alsdann begaben fich die hohen Herrschaften zum Dejeuner nach der rusfischen Botschaft und hierauf nach dem Seine-Ufer zur Grundsteinlegung der Aiexanderbrücke.

Madrid, 7. October. Auf Cuba kam eS neuerding» zu heftigen Zusammenstößen zwischen Spaniern und Insurgenten. Letztere erlitten bedeutende Verluste. Zwei ihrer Führer find gefallen.

Cettiuje,7.October. Der Kronprinz von Italien traf gestern hier ein und wurde großartig empfangen. Der VolkStrubel war ein ungeheurer.

Konstantinopel, 7. October. In hiesigen Kreisen ver­lautet, daß wichtige Ereigniffe bevorsteheu. Zwischen Rußland, Frankreich und England sei volles Einvernehmen bezüglich des Vorgehens gegen die Türkei erzielt. In wenigen Tagen werde das Einlaufen der russischen Flotte in den Bosporus erwartet.

Frankfurt a. M, 8. October. Wie dieFrkf. Ztg." meldet, hat der Magistrat dem Vernehmen nach in seiner jüngsten Sitzung beschloffeu, der Stadtverordneten-versamm- lung einen Antrag vorzulegen, den bestehenden Tramoahn- v er trag am 1. Januar 1897 zum 1. Januar 1898 zu kündigen und ein öffentliche» Ausschreiben zu erlaffen, durch daS die geeigneten Firmen aufgefordert werden, An­gebote betreffs Umwandlung der Trambahn-Anlagen für electrischen Betrieb zu machen.

Hamburg, 8. October. Wie es nunmehr heißt, soll Fritjof Nansen erst im nächsten Frühjahr hierher kommen.

Hamburg, 8. October. Die Leiche der tm August verschwundenen Tochter einer hiefigeu wohlhabenden Familie ist bei Bergedorf gefunden worden. Es liegt anscheinend Raubmord vor.

Brüssel, 8. October. Während deS Schreiuerstrike» find hier Unruhen vorgekommen. 120 Strikeude griffen die noch arbeitenden College« an.

Brüssel, 8. October. Im Bergwerke Grande Combe striken 2000 Bergleute.

Pari», 8. October. Zur Grundsteinlegung der Alexander-Brücke waren die Tribünen von Geladenen

Mündlich

L:

anbei

gleichen Ovationen erbte.- Victoria, vor der Einsatz»

Muselmanen in Herakles vergangenen Sonntage i,

christlichen und jüdischen Friedhöse. 67 (3rabbtnfniä.o wurden zerschlagen und die Gebeine der Todteu auSgegi:^ und umhergeworfen. Die Consulu besuchten gemeinschasi.g drn Schauplatz, um Vorstellungen wegen dieser Scharbe ketten zu machen.

Koustautiuopel, 8. October. Der Sturz Thzet» 8t| und de» Großvezier» soll angeblich bevorsteheu. Di Polizei arretirte drei Armenier, weil fie da» Haut :<i türkischen Gesandten in Washington anzündeu wollten.

überfüllt. DaS Zareupaar traf um 3 Uhr auf de« gtf: platze ein. Die Ansprache an die Majestäten hielt der Hir delSminister. Im Rathhause, wohin fich daß Zarenpaar n:- 'nem Besuch in der Academie sranyaise begab, wurde da« selbe ncm Präfidenten de» Municipalrathes empfangeu.

der ^a: und die Zarin im Festsaale erschienen, stimmte de Chor de» Couservatorium» die rusfische Hymne au. £x Programm wurde gekürzt, sodaß da» Concert kaum zwaon Minuten dauerte. Alsdann wurde der RathhauSsaal t» fichtigt. Später fuhren die hohen Herrschaften nach der ruh scheu Botschaft, woselbst fie da» Diner einuahmeo. Bet de Fahrt nach der Comödie srantzaise wurden dem Zarenpatt wieder begeisterte Ovationen von der zahlreichen Menich» menge dargebracht. Die Illumination war gestern miede eine glänzende. Als die Großfürstin Olga durch da» £- fuhr, liefen kleine Mädchen dem Wagen voran und ftrtute

Blumen auf den Weg. Die da» Zarenpaar vor der Avenue in daS Stadthaus.

Athen, 8. October. Die schändeten und zerstörten am

Gieße», den 8. October.

H. Stadtthealer. Wie bereits an dieser Stelle bemer' wurde, tritt Fräulein Bertha Gieseke vom Stadt t Heater zu Frankfurt a. M. am Freitag aus dl hiesigen Bühne in Francis Stahls LustspielTilli" au1 Die ungewöhnlich temperamentvolle Wiedergabe dnarttgn Rollen verhalf Fräulein Gieseke zu einer ungeroi^nJi schnellen, glänzenden Carrtäre, denn bereit» vom nättf*.- Jahre ab ist dte Künstlerin an das Hof- und National theater in München unter äußerst günstigen Bedingt! verpflichtet.

Bortrag. Gestern Abend hielt Herr Privatdocer Dr. Jens Lützen imCafä Leib" vor zahlreichen^ Hörern einen Vortrag Über seine Reise nach beo Nordpol. Redner schilderte in ausführlicher und Irbr.- mann verständlicher Weise die Erlebniffe auf derselben, bero Zweck ein Besuch bei Nordpolfahrer Andree gewesen, uni er Vorführung von sehr gut gelungenen Lichtbildern, welche b : herrlichen Landschaft»bilder de» Norden», sowie einjHrt Scenen der Reise in trefflicher Weise veranschaulichten, fri habe seinen Zweck nicht nur völlig erreicht, sondern, da ti einige Tage früher bei Andree eingetroffeu, ehe bnit'.t mit seinem Ballon aufzusteigrn beabfichtigte, W tx tt'1 Zeit zu einem Ausflug nach dem Nordpol benutzt unb 't hierbei infolge der günstigen Verhältniffe soweit vorgebia^n wie nie ein Schiff, welches lediglich eine Dergnügungs^tzr unternommen, vor ihm. Die Entfernung bi» zum Norbpa sei nicht größer gewesen, als etwa von Straßburg Berlin, während diejenige Nansen» nicht mehr betragen hab; al» von Gießen bis Berlin. Andree habe vergeblich u Südwind gewartet, der ihn seinem Ziele zutragen sollte d derselbe nicht eingetreten, sah sich der Nordpolsahrer r Rückkehr genvthigt, dessenungeachtet e» aber nicht - » geschloffen ist, daß derselbe doch noch in späterer Zeil»« Zweck erreicht. Redner verglich Nansen mit Andree kahu daß der Wahlspruch de» Ersteren lautet: «Ich will", der»' Letzteren:Ich will das", wa» soviel heißen solle, al» H e» für Nansen kein Hinderniß giebt, während Andree reiflich überlegt, ehe er e» auSführt. Der tfortragttr bemerkte am Schluß, daß, wer je die arctischen Regtonw besucht, kein Verlangen mehr nach dem DÜdea habe. £- vortrefflichen und lehrreichen Ausführungen, welche et» zwei Stunden beanspruchten, wurden durch reichen vrif belohnt.

,e Jubelfeier. Wie wir vernehmen, soll nächsten sa» tag, den 10. d. Mt»., anläßlich de» 90. Geburtstag * de» Herrn Rabbiner Dr. Levi mit dem Morgengott' dienste in der hiesigen Synagoge eine besondere religv" Feier verbunden werden.

Fabrik Sinweihoug. Am vergangenen Dienstag wu:^ die veuerbaute Cigarrenfabrik der Firma EglY * to. wald durch eine hübsche Feier, an welcher sich außer . gesammten Arbeiterschaft und den Familien der gebet einige besonder» eingeladene Gäste betheiligten, Bestimmung übergeben. Die Feier verlief io der ea schönsten Weise und zeigte so recht da» gute Eioverney»« in welchem Arbeitnehmer und Arbeitgeber hier zu e a stehen. Den Geschäftsinhabern wurde von der Hrbetterw zum Andenken an diesen Tag und die im October vo f Jahres stattgehabte Neugründung de» Uateroehmea r prächtig auSgestattete Gedenktafel gewidmet. Bet xr Schmau», Mufik, Gesang und Tanz, unterbrochen manch schöne» Toast und sinnige wie lehrreiche

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" T.t natien bei ihrer in tzrsu' Ijag lebiglich bi Irigtamni festzuß man herauf, b. h p.'or pullen unb bffr. Unter die sistigt, freie evangi baden, ble am 13. Indresse. Wie bit Züarmnfassung b »reffet -ar, io geh ixloMl'iocialtn Pro fort iehaobelt bit c i:s ber Politik verla litt Gleisbauer un trt Dttf. Dr. Re liW. socialen @tfi ann ehb sich nai *0« rege vetheili

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WB. Berlin, 8. October. Sicherem vernehmen wird den parlamentarischen Körperschaften in der bcir> stehenden Session wegen Convertirung 4procenniu Reichs- und preußischer Staatsanleihen in 3*/^roceot-.g« Vorlage gemacht werden.

H. Paris, 8. October. Nacht» 1 Uhr ging da» 9t rücht, am Concordienplatze habe eine Bombenexploiioe stattgefunden. ES handelte sich jedoch nur um eine $(tai't DaS Zarenpaar war bereit» zur Botschaft znrllckgrkehr! NachlS wurden mehrere Anarchisten verhaftet. Laut ^Journal' erfolgte auch in der Straße Florestan eine Explosion.

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