Ausgabe 
9.9.1896 Erstes Blatt
 
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2 an b eipro bucte

Kraftfutter-

Getreide,

unb Düngemittel.

fich nicht wesentlich gegen baS Vorjahr verändert, in keinem Falle ist es all schlechter zu bezeichnen. Die Ursache erblickt

Farbenfabriken werben uns als nach jeber Richtung hin leistungsfähig bezeichnet, sodaß selbst ein reger Export nach verschiebenen Welttheilen stattfindet. Die trotz dieser Ausfuhr bestehende Ueberprobuction läßt eS zu einer wirklichen Rentabilität ber Werke nicht kommen, eine Besserung der Lage erwartet man von der endlichen Einführung des Rohstoff- tariss.

erhöht.

ernannt wurden: 1) die Heizer bei der Main-Neckar» Eisenbahn Heinrich Kramer, Armand Krick, Ludwig Scheidet, Jakob Schmuck unb ber Heizer bei ben Hessischen Staats-Eisenbahnen Wilhelm Stößel zu Loco- motivsührern, 2) bie Hilslheizer bet ber Maiu-Neckar-Eisen» bahn Karl Frommann auS Mainz, Heinrich Hotz aus «.«iriuner- , Bickenbach, Heinrich Löhr aus Darwstabt, Heinrich Das Geschäft in Betreibe hat Mtschlich aul Nauheim, Heinrich Stein auS Darmstabt unb Heinrich Stephan auS Darmstadt zu Heizern, 8) ber Schaffner bei ben Oberhesfischen Eisenbahnen Heinrich

Neuwied, 4. September. In de« Orte Straße«' hauS des Kreises Neuwied tödtete gestern ein junger Bursche einen Kameraden im Streite wegen eines Mädchens durch einen Mefferstich ins Kuiegelenk. Ehe Hilfe kam, hatte der verletzte fich verblutet.

Scherz, die Hilfsschaffner bei der Main-Neckar Eiseubah, Philipp verbert auS Erzhausen, Ludwig Hölzel au» Laugwaden und der Bremser bei den Oberhesfischeu Tiseu- bahnen Heinrich Schneider zu Schaffnern, 4) der H lfS- wagenwärter Karl Hirsch auS Darmstadt, sowie der Hilfs- schaffner Georg Simon auS Zwingenberg, beide bei der Main Neckar-Eisenbahn, zu Bremsern, sämmtlich bei bei Hessischen StaatS-Eisenbahnen mit Wirkung vom 1. October an.

Poßpersonul Rachrichten, versetzt finb: bie_ Post- birectoren ®tuns von Offenbach (Main) nach $ü||elborf, Hiemenz von Singen (Rhein) nach Offenbach (Main), Timmer von BenShrim nach Bingen (Rhein), bie Post- kassier Haag von Colmar (Elsaß) nach BenSheim als Bor- stehet bes Postamt! baselbst, ber Postkassirer «linkott von Offenbach (Main) nach Leipzig behufs Uebernahme einer Postinsprctorstelle bei ber Obet Poftbirection baselbst, der Ober-PostbirectionSsecretär Brüggewann von Dortmund nach Offenbach (Main) behufs Uebernahme der Postkassirer- stelle, der Poftsecretär Senget von Posen nach Darmstadt behufs Uebernahme einer Bürraubeawtenstelle 1. Klaffe bei ber Ober-Postdirectlon Darmstadt, ber Postsecretär Rei­mann von Friedberg (Heffen) nach Brombetg behusS Ueber» nähme einer Büreaubramtenstelle 1. Klaffe bei ber Ober- postdirection Brombetg, ber Postsecretär Däsch von Leipzig nach Friebberg (Heffen) unb die Ober-Postaffistenten Geißler von Büdingen nach Nidda und Störger von Nidda nach Lauterbach (Heffen). Ernannt find: der Poftaffistem Breitwieser in Grebenhain zum Postverwalter und der Postanwärter Wahl in Mainz zum Postaffistenten. Jo ben Ruhestanb treten: ber RechnuugSrath Jorban unb btt Postsecretär Netz, beide in Darmstabt.

♦♦ Generalversammlung der Eieinkohlenbezugsgesellschaft. In ber gestern Abenb in Lovys Bierkellet stattgefundenen gutbesuchten Generalversammlung bet Steinkohlen- bezugsgesellfchaft erstattete daS In letzter Versammlung gewählte Comitä Bericht übet seine Thätigkeit. Der vor- gelegte Statuteneniwurf fanb mit einer kleinen Äbänbetung bie Billigung ber Anwesenben. Bei bet Wahl bei Vor­standes wurde Herr Dickotv als Vorfitzender, Herr Mulch als Rechner, Herr Nau als Schriftführer, Herr Merkel als Kaffiret unb Controlenr bestimmt. Zu Beifitzern wurden gewählt bie Herren Bräutigam, MöbuS unb Schlffnle. Die Gewählten dankten für die Wahl und erklärten, ihre Schuldigkeit im Jntereffe der Gesellschaft thun zu wollen. Die herumgehende Liste zur Eivzeichnung wurde vielfach benutzt. 1U

vefihwechfel. Die Baufirma Birkenstock & Schneider verkaufte ihr an der Weftanlage 34 belegeneS Hanl mit Garten für ben Preis von 38,000 Mk. an ben Frucht- Händler L. Baer (Mitinhaber der Firma Gebr. Rosenbaum).

Deutscher Anwaltstag. Zu dem in dieser Woche in Berlin tagenden deutschen AnwaltStag werden fich von hier au! Justizrath Dr. Reatz und Rechtsanwalt Grünewald nach Berlin begeben.

* Falsche Zwanzigmarkscheine sind In der Berliner ©<« werbe-AuSstellung angehalten worden. Der Schein, der ganz vorzüglich auSgeführt ist, trägt daS Datum 19. Juni 1886 unb bie Nummer 1 683888. Bel näherer Untersuchung finbet man In ber Sirafanbrohung anstatt ber Worte »eine I Strafe" keine Strafe, außerdem find bie Fasern ein I wenig stärker als biejenigen bei echten Scheinen.

E. Echzell, 6. September. Ganz in ber Stille, ohne daß es Jemand merkte, feierten Herr v. Harnier und Gr- mahlin ihre silberne Hochzeit. Zur Erinnerung au ihren Hochzeitstag stifteten sie in bie hiesige Kirche eine lehr schöne Altardecke unb ein Eruclfix im Werthe von mehreren hunbert Mark. Die schlechte Witterung beeinträchtigt die Grummeternte in bebenklicher Welse, denn baS Grummet Ist viel weicher als Heu, wirb leicht schwarz unb büßt da- durch leicht an Werth ein. Die Grummetpreise sind bei uns gar nicht so niedrig, bie Preise schwanken zwischen 6 bis 24 Mk. pro Morgen. Da! Obst fängt an bei dem unaufhörlichen Regen auf ben Bäumen zu kränkeln- weiche Sorten zeigen Fäulniß unb fallen ab. Die WeSpen find I äußerst lästig an ben Haustraubenstöcken, welche reich mit I Früchten beladen find, aber in der Reife nicht recht voran wollen. Manche Parthien an ber Bahnstrecke fehen I breiartig auS unb bie Arbeiter traben im Schlamme. Jetzt I sieht man, wie gewaltig ber Unterschieb im Arbeiten bet I gutem ober schlechtem Wetter ist.

B. Berstadt, 6. September. Die Grummetpreise find bei un6 an einzelnen guten Lagen sehr hoch, fie stellen fich zwar im Durchschnitt nur auf 12 Mk. pro Morgen, er- I reichen aber an einigen Stellen dietzHöhe von 33 Mk. Das I unaufhörliche Regenwetter hat die Trockenarbeiten vollständig I lahm gelegt. Wir hätten für alle Feldarbeiten warmes, trockenes Wetter äußerst nöthig. Man befürchtet Kartoffel» I krankheit, wenn fich bie Witterung nicht bald» änbeit.

Schotten, 8. September. MerkwÜrbige Lebens- Teilung. Bei einem vor einigen Wochen ftattgehabten Gewitter suchten zwei Leute be! benachbarten Wingers­hausen, welche auf bem gelbe beschäftigt waren, Zuflucht I unter zwei Kornhaufen. Die Frau, welche glaubte, daß I ber Haufen, unter welchem fie stand», mehr Schutz vor bem Regen biete, rief Ihrem Manne, er solle zu Ihr kommen. Kaum hatte nun derselbe seinen seitherigen Platz verlaffeo, als ber Blitz In ben Hausen fuhr unb blefen entzündete. Den Schrecken und auch die Freude der beiden schon filteren I Leute kann fich wohl Jeder denken.

Schloff-, wi- bl« jur eanbungibrüie -- H°!-° die Straßen abgesperrt und beide Seiten mit einemMilitär» Eordon umgeben. Prinz Heinrich von Preußen ist bereit» heule vormittag zum Empfange de! Zarenpaares eingetroffen. I Der Zar wirb im königlichen Schlöffe absteigen.

Wien, 7. September. lieber Oed enbnrg und Kammer am See ging Nachts ein furchtbare! Un­wetter mH Orkan und Wolkenbruch nieder. Daffelbe richtete großen Schaden an. Ein Theil der Stadl Oedenburg wurde unter Waffer gefetzt.

Budapest, 7. September. Hier geht wieder das Ge» rücht, die Regierung werde den Rel ch Sr at h am 15. Dctober auflösen.

Prag, 7. September. In einer gestern abgehalteneu Versammlung der tschechischen Antisemiten kam eS zwischen den Ehristlich-Socialeu und ben Socialbemokxaleu zu einer «roßen Schlägerei, daß die Polizei den Saal räumen mußte.

Rom, 7. September. Zwischen Fralcali und Grolta- ! Ferrata wurde ein Postwagen von vermummten Strolchen , Überfallen unb bie zwölf Insassen auSgeplÜnbert.

Paris, 7. September. Seit 14 Tagen finb acht fr an- zösifche Polizeiagenteu nach Englanb abgereift, wo­selbst fie fich zur Disposition bes franzöfifchen Botschafters gestellt haben. Mehrere andere Polizisten werben ebenfalls nach Engsanb abgehen, sobalb ber Zar in Portsmouth ge- [anbei ist. Die Bahnhöfe von Cherbourg unb Paris werben äußerst streng bewacht. In ben letzten Tagen finb mehrere verbfichtige AuSlänber au6 Frankreich auSgewlefen worben.

Madrid, 7. September. ES bestätigt fich, daß in Manilla auf den Philippinen vier Deutsche verhaftet wurden, die fich an dem Aufstande beteiligt haben sollen. Die deutsche Gesandtschaft Hal gegen die Verhaftung protestirl.

Rio de Zauelro, 7. September. Neue Unruhen find in der Provinz Sergipe aulgebrochen. Die Lage ist um so bedenklicher, al! die Polizei unb ein Theil ber Truppen Partei für bte Aufftänbifcheu ergriffen haben.

Berlin, 8. September. Da! Zarenpaar berührte um Mitternacht auf feiner Reise nach Kiel ben Bahnhof Frlebrichstraße, woselbst der Polizeipräfident anwesend war. Ein osfizieller Empfang fanb nicht statt.

Königsberg, 8. September. DerKöuigSb. Allg. Ztg. zufolge beabsichtigt ber Zar auf feiner Rückreise dem Kaiser einen Besuch in Potsdam abzustalten.

Wien, 8. September. Nach einer Belgrader Prival- depesche halten die Mol la HS in den Moscheen All-SerbienS aufreizende Reden gegen die Christen. In dem Bilajel Kossowo wurde die berittene Gendarmerie um 800 Mann vermehrt. .

WB. Sorlih, 8. September. Bei dem Paradediner sagte Kaiser Wilhelm nach seinen Worten hoher Anerkennung für die Leistungen beS 5. Armeecorp!: »Ganz besonberS erfreut eS mich, baß es bem ArmeecorpS vergönnt gewesen ist, unter ben Augen be« geliebten Nachbarsvetters, des Kaisers von Rußlanb, in blefer vorzüglichen Verfassung zu erscheinen. Wir stehen noch alle unter dem Zauber ber jugenbfrlschen Gestalt deS ritterlichen Kaisers, sein Bilb schwebt vor unseren Augen, wie er an bet Spitze beS Re­giments seines verewigten Vater« vorbeizog, er, ber Kriegs- Herr Über daS gewaltigste Heer, will doch nur feine Truppen im Dienst der Gultur verwendet wissen unb zum Schutze beS FriebenS - in völliger Ueberclnftimmung mit mir geht sein Streben dahin, bie gejammten Völker deS europäischen Welt- theilS zusammen zu führen, um sie auf ber Grundlage ge­meinsamer Interessen zu sammeln zum Schutze unserer heiligsten Güter. Daß daS 5. ArmeecorpS auch künftig in reger angestrengter FricbenSarbeit die gleichen Resultate liefern möge, wie es heute ber Fall gewesen, barauf erhebe ich mein GlaS."

WB. Mel, 8. September. Das russische Kaiser- paar traf um 10 Uhr vormittags mittelst SonberzugeS Wr ein. Am Bahnhöfe waren anwesend: ber deutsche Kron­prinz, Prinz Heinrich in rusfischer Uniform, Prinzessin Hein- rich, die gesammte Admiralität unb alle dienstfreien Offiziere de» Geschwader». Die Einwohner grüßten -begeistert. Nach Abschreiten ber Ehrencompagnie unb Vorbeimarsch fuhren bie Kaiserin unb bie Prinzessin Heinrich im ersten, ber Kaiser unb Prinz Heinrich im zweiten Wagen nach der Jensenbrücke, von da auf dem Wasserwege zum Schlosse. Die Morgen» einge- troffene Manöverflolte prangt im Flaggengala, die ruffische Flagge im Großtopp.

man darin, daß die Getreidepreise an Stabilität gewonnen und ungefähr 2 Mk. per 100 Rgr. für Weizen und Roggen gegenüber dem Durchschnittspreis des vorigen Jahre» höher gegangen find. Auch in Gerste unb Hafer ist ba» Geschäft ein gefunbere» geworden, da namentlich erstere durch gute Qualität, welche in der Wetterau gewachsen, zu 2 Mk. höherem Preis per 100 Rgr. leicht zu verkaufen war. Der verkauf in Rraflfu Iler Mitteln war auch lohnender als in dem vorhergehenden Jahre, da sowohl größere al» kleinere I Landwirthe nach und nach von den Consumverelnen zurück- kommen unb mehr als seither ihren Bedarf wieder bet den- jentgen Raufleuten zu decken suchen, die ihnen ihr Getreide abkaufen. WaS den verkauf von Düngemitteln anlangt, so hat fich der Bedarf der Landwirthe wegen mangelnden vertrauens, da» dieselben zu ihrem eigenen Erwerbszweige haben, wesentlich vermindert. Dieser Mangel an Vertrauen der Landwirthe in die Zukunft hat feine Ursache sicherlich nicht in schlechten Verhältnissen unserer Landwirthschast, wird vielmehr hervorgerufen durch die Agitation aus agrarischen I Kreisen, welche vom Norden und Osten Deutschlands nach dem Süden und Westen ihre aufrührerischen Zwecke nicht verfehlt. Besonder» zu klagen ist Über da» schlechte Eingehen I von Geldern auS laudwirthschafllichen Kreisen, in welchen eine I gewisse Gleichgiltigkeit in der Erfüllung von ZahlungSverbind- lichkeiten man fich angewöhnt Hal.

Manufaclurw aar en en gros. Da» EugroS- I Geschäft wurde mit Beginn de» Frühjahr» ziemlich lebhaft, da» Steigen von Wolle und Baumwolle unb bte damit zu- I sammenhängende Preiserhöhung der fertigen Fabrikate regte bie Kauflust an, gegen Enbe be« Jahre» trat ein kleiner I Rückschlag ein, mit veranlaßt burch ben gelinden Winter.

Manufaclnrwaaren en detail. In der Manu- I facturwaarenbranche war man allgemein der Ansicht, daß man I In der Geschäftsperiode 1895/96 einem recht flotten Geschäfts­gänge enlgegensehen dürfe. DaS Ausland belebte durch Auf- gäbe großer Aufträge den inländischen Markt und allseitig I wurde von günstigen Aussichten auf eine gute Ernte berichtet. Fast alle Fabrikanten waren schon frühzeitig außerordentlich stark beschäftigt und die Preise zogen in allen Artikeln namentlich der Baumwollbranche an. Die besten Zeichen, daß auch bald baß Detailgeschäft fich beleben würbe, waren vorhanden unb in der Befürchtung, bei ben Fabrikanten bald noch wesentlich höhere Preise zahlen zu müssen, wurden größere Posten Maaren auf Lieferung abgeschlossen, die Lager tn fast allen Artikeln frühzeitig gefüllt. Allein baß Detail­geschäft entwickelte fich nur sehr langsam unb blieb hinter dem guten Geschäftßgang der Fabrikationßgeschäfte wesentlich zurück. Die Umsätze waren nicht wesentlich größer wie in ben vorauf- gegangenen zwei schlechten Geschäftsperioden, sodaß der Detailleur nur von einem mittelmäßigen Geschäftßgange berichten kann. Daß Delallgeschäfl steht immer noch zu sehr unter dem Drucke der außwärtlgen Eoncurrenz. Eiuerseitß ist es die Menge der Detailreisenden, andererseits die Dersandl- geschäfte, die täglich bemüht bleiben, mehr Maare nach hier zu schaffen, was ben Platzgeschäften natürlicherweise abgeht. Menn bafür bie Einwohnerschaft Gießens, namentlich bie besseren Stände, bei ihren Einkäufen bie hiesigen Geschäfte, wo fie entschieben mindestens ebenso gut unb vorlhellhast | kaufen, mehr berücksichtigen würben, könnten sich bleie ganz I anders entfalten.

Tabakfabrlkatlon. Der Absatz für Rauchtabak Wirb immer schwieriger und wenn auch gelang, die Fabri­kation auf annähernd gleicher Höhe mit dem Vorjahre zu halten, fo war daß Ergebniß doch in keiner Meise befriedigend, da zur Erreichung beß Umsatzeß wesentlich größere Aufwenb- ungen nöthig waren unb bie Verschiebungen von besseren Qualitäten zu theilweise ganz geringen Sorten sich immer mehr fühlbar machen. Um daß Mißverhältniß zwischen dem breimonatlichen Zollcrebit gegenüber bem so sehr außgedehnlen, selten unter sechß Monate, meist darüber hinauß fich erstreckenden Maarencredtt, welchen die große Mehrzahl ber Abnehmer beansprucht, einigermaßen zu ^leichtern, müßte ber Jnbuftrie eine Verlängerung beß Zollcrebttß auf 6 Monate gewährt werben. bürste berechtigt erscheinen, nach bieser Richtung hin erneut mit Anträgen vorzugehen. Die Rau- tabakfabrikation zeigt dagegen eine kleine Besserung, hier nimmt der Consum noch zu, während die Raucher der heran- wachsenden Generation die bequemere Cigarre dem Genuß der viel billigeren Pfeife vorzuziehen scheinen.

Ziegelei unb Thouwaarenfabrikation. Die Probncte der Dampfziegelei unb Thouwaarenfabrik haben im vergangenen Jahre im Allgemeinen guten Absatz gefunden. I Daß außerordentlich dauerhafte Product findet allem Anscheine I nach in immer weiteren Kreisen Anerkennung. Dennoch sind die Erträgnisse beß letzten Jahreß hinter ben bescheibensten I Erwartungen immer noch erheblich zurückgeblieben, well bie I erzielten Preise In keinem Berhältuiß stehen zu ben hohen I Betriebskosten. Zu letzteren gehören auch bie trotz wieber» I Holter Vorstellung viel zu hohen Gebühren, welche bte Eisen- I bahn für die Uebersührung der Waggons vom Werk nach I dem Bahnhof Gießen erhebt.

Die Kunstausstellung im Thurmhau» am Braud wird am Sonntag Vormittag 11 Uhr wieder eröffnet. Zur Aus- stellung gelangen ca. 80 Gemälde, darunter solche berühmter I Meister.

Die Reichsbauk hat den Wechseldiscont auf 4 und den Lombar dzin Sf auf 4»/, bezw. 5 Procent

CocMts tuet provinzielle-,

Stehen, den 8. September.

Der Jahresbericht der Grohh. Handelskammer In Stehen für da» Jahr 1895 bemerkt auf Grund der von ben einzelnen Branchen eingelaufenen Berichte über den Geschäftsgang ferner Folgende»:

öifenwaaren. Utber baß abgelaufene Geschäftsjahr kann nur Günsttgeß berichtet werden. Mit Beginn beß zweiten Quartals zogen bie Preise in sämmtlichen Zweigen unserer Branche an unb stiegen solche zwar langsam aber stetig biß Enbe be» Jahre». Infolge besser» ging bie Detail» Kundschaft auß der bisher beobachteten Zurückhaltung heraus unb assortirte ihre Lager reichlicher als bisher.

Farbenfabriken. Die in Oberhessen Uegenben

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