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• Wie viel bezahlt verliu Mtethe? Im letzten Jahre wurden in Berlin, wie aus einer Statistik hervorgeht, an Miethen 320 Millionen Mark eingenommen. Tine interessante, aber schwierigere Rechenaufgabe wäre: Wie viel Methe wird in Berlin schuldig geblieben?
* Dieser Tage ist der Fahrradfabrikant Hugo Neu- mann io Berlin verhaftet worden. Deine Fabrik war eine der ältesten ihrer Art in ganz Deutschland, und blühte, da N. der erste Fabrikant war, der Fahrräder auf Theil- zahlung gab, wodurch er sich einen großen Kundenkreis erwarb. Während er früher einen soliden Lebenswandel führte, erregte er in den letzten Monaten durch seine Verschwendungssucht Aufsehen. Allgemein hielt man N., der, nebenbei be- merkt, wegen Körperverletzung schon viele Anklagen gehabt hat, nicht mehr für zurechnungsfähig, und in Sportkreisen war die Redensart „Neumann ist complett verrückt" zu einem geflügelten Wort geworden. Von den vielen Tollheiten, dle der verhaftete verübt, sei folgende erwähnt: Am 6. August begann tn Halle der 13. Bundestag der Radfahrer- auf dem Bahnhof standen zur Empfangnahme der fremden Gäste die hallenfischen Radfahrervereine. Obgleich kein Zug von Berlin in Halle fällig war, rollte plötzlich doch ein Extrozug in den Bahnhof, bestehend aus 4 Wagen. Dem ersten Wagen entstieg Neumann nebst einigen Freunden, dem zweiten weitere Freunde, dem drittln zwei Diener, und im vierten befanden sich seine Equipage und das Pferd - — acht Tage später erfolgte die Coucursaumeldung.
♦ Magdeburg. 5. September. Schwere Verletzungen bei den Schießübungen in der Nähe von DieSdorf erlitten heute Vormittag drei Feldartilleristen. AlS man ein Geschütz, daS versagt hatte, öffnen wollte, ging die Ladung nach hinten heraus und traf die BeklagenSwerthen, welche mittels Fuhrwerks dem hiesigen Mtlitärlazareth zugeführt wurden.
• Seinen 12,000 Pfd. schweren Anker hatte das Panzerschiff „König Wilhelm" bei den letzten Manöver« unter Helgoland verloren. Die Werftdampfer „Fleiß" und „Rival" haben jetzt mit Hülfe von vier Tauchern elf Tage lang nach dem Anker gesucht, denselben aber nicht gefunden. Dabei haben sie aber einen anderen, nicht minder schweren Anker an's Tageslicht befördert, der dem Anschein nach viele Jahre aus dem Meeresgründe gelegen haben muß. Dieser Anker wird nun in den Gartenanlagen der Marineacademie zu titel, wo viele derartige Raritäten zur Schau gestellt find, einen Platz finden.
* Eine grauenhafte Mordthat. Seit einiger Zeit wurde inMeiderich (Rheinland) der Bergmann Schulla vermißt. Gleichzeitig waren deffen Frau und drei frühere tiostgänger verschwunden. Die Wohnung der Schulla fand man frisch gescheuert, auf dem Fußboden jedoch Blutspuren. Fine Blutlache wurde auch am Ufer der Emscher entdeckt unb ebendaselbst die Kaffeeflasche und der Regenschirm des Vermißten. Infolge des letzten Umstandes suchte der Bruder beß Verschwundenen die Emscher ab. Dort fand er auch richtig den mit mehreren Wunden bedeckten Leichnam stlii es Bruders. An dem Halse der Leiche waren mit einem Stricke sechs Ziegelsteine befestigt. Man nimmt an, tzah der Schulla in seiner Wohnung ermordet und seine Leiche in die Emscher geworfen worden ist. Der Verdacht lenkt sich natürlich auf die Ehefrau des Ermordeten und seine drei früheren Kostgänger. Die vier Personen sind flüchtig, doch ist man ihnen bereits auf der Spur.
• Die Mutter erschossen. Der 24jährige Sohn eines HolzhäudlerS in Rosenheim in Bayern, der bereits seine Mtlttärzeit abgedient hat, manipulirte in unvorsichtiger Weise mit einem ihm zugeschickten neuen Gewehr. AlS die Waffe sich plötzlich entlud, durchschlug die Kugel die geschloffene LHUr und traf die tn der Küche beschäftigte Mutter so un« glücklich tn den Kopf, daß diese sofort tobt umfiel.
• Die Vendetta eine» Galeerensträflings. Auf der Insel Procida kehrte nach verbüßter zwanzigjähriger Bagno- firafe der Bauer Antonio Carava in sein Besitztum zurück. 6r war 1876 wegen Fälschung in Neapel zu dieser harten Strafe verurtheilt worden und zwar hauptsächlich auf Grund btr Aussagen seiner eigenen Schwägerin Elvira Pomont. -mm war er zurückgekehrt, bewaffnete er sich mit einem tzkwehr und legte fich in einen Hinterhalt, wo die Verhaßte lldends gewöhnlich mit ihrer Tochter vorüberzugehen pflegte, tr streckte zuerst die Mutter durch einen Schuß in den Mcken nieder, dann die Tochter. Hierauf rannte er zu fortr Behausung und erschoß dort noch ihren einzigen Sohn, ber gerade vor der Thür saß und Mutter und Schwester uw artete. Am anderen Morgen stellte er sich den Cara- iiaieri und wird nun auf Lebenszeit in den Bagno zurück- tanbern. Wie er erklärte, hätte er nicht länger leben Liintn, ohne seiner Rache durch Ausrottung der ganzen z-lmilie Lust gemacht zu haben.
* Frankreich erhebt schon seit 1893 eine jährliche Fahr« tadsteuer von 10 Frcs. pro Rad, ohne daß die franzö- flchen Radfahrer darüber besonderes Lamento erheben. Als ii: Erhebung einer derartigen Steuer in Frankreich vor dei Jahren eingeführt wurde, legte man bei Feststellung itr Höhe derselben eine Zahl von 120,000 besteuerbaren Fährrädern zu Grunde- aber schon im Jahre 1895 fanden 240,000 Erhebungen statt und zu Anfang dieses Jahres fhcg die Steuerliste auf 322,000 Nummern, welche das ftbsche Sümmchen von 3,200,000 FrcS. ergaben!
* DaS Paradies der Dienstboten. Aus London wird berichtet: Neu-Seeland ist das Paradies der Dienstboten. Dort genießen sie eine gesellschaftliche Gleichberechtigung, wie in keinem andern Lande der Welt. Gegen- bärtig liegt der Legislatur eine Bill vor, welche bestimmt, ba§ jedem Dienstboten allwöchentlich ein halber Tag frei- gigrben werden muh. Die Gemahlin eines früheren radialen Premierministers von Neu-Seeland, Lady Stout, sonst itne große Frauenrechtlerin, macht auf die bedenklichen Folgen dieser gutgemeinten Bill aufmerksam. Die große Nenge der Dienstmädchen in Städten kommt vom Lande inb» hat keine Verwandte in der Stadt. Nach der Vorlage
muß das Mädchen einmal die Woche von 3 Uhr Nachmittags bis 10 Uhr Abends aus dem Hause gelassen werden. ES bliebe ihnen nichts übrig, als in den Straßen zu paradiren. Sie dürften nach den Vorschriften des Gesetze» nicht einmal nach Hause gehen, um etwas zu effen. Ihre Herrin muß nämlich Lstr. 5 Strafe zahlen, wenn das Mädchen während der angegebenen Zeit irgend welche gewöhnliche Handarbeit verrichtet.
• Sine LiebeStragodie hat fich in den jüngsten Tagen in StrahlheimsTouriften-Hotel in Bergen (Norwegen) ereignet. Seit sieben Wochen wohnte dort ein junges deutsches Paar, das sich als Eheleute v. Hammer in die Fremdenliste hatte aufnehmen laffen. Am SamStag Abend fielen in deren Zimmer zwei Schüsse. Man fand den Mann tobt, die Dame durch einen Schuß in den Kopf verwundet und wurde dieselbe in ein Hospital gebracht. Aus einem Briefe an die Eltern des jungen Mannes geht hervor, daß diese die Heirath mit der Dame, einer Jüdin, nicht haben zugeben wollen, und daß daS Paar deshalb zu sterben beschloß.
• Ein beklagenSwerther Vater. In Odessa lenkte dieser Tage ein alter, vornehm gekleideter Herr auf der Abendpromenade dadurch die Aufmerksamkeit auf sich, daß er verschiedenen Personen mit leiser, bebender Stimme die Frage vorlegte: „Haben Sie nicht meine Ssonia gesehen? Ach Gott, meine Ssonia!" — ES wurde polizeilich festgeftellt, daß der Fragesteller ein reicher, aber geisteskranker Gutsbesitzer aus dem nördlichen Kaukasus war, dessen jugendliche Tochter von seltener Schönheit in Moskau bei der Chodynski- Katastrophe umgekommen war. In Folge deffen verfiel der arme Vater in Wahnsinn und bringt seit dieser Zeit keine anderen Laute als nur jene leisen, klagenden Warte über seine Lippen. Der Unglückliche wird jetzt in eine Irrenanstalt untergebracht.
* Amerikanisches tzotelerlebniß. Mister Brown hatte einen Besuch in einem Hotel Philadelphias zu machen. Er läßt im Empfangsraum seinen Regenschirm stehen, nachdem er an den Griff vorsichtshalber einen Zettel folgenden Inhalts befestigt hat: „Dieser Schirm gehört einem Akrobaten, der Rippenstöße von 250 Pferdekräften auStheilen kann. Ich komme in drei Minuten wieder!" Nach Beendigung der Visite begibt sich Mister Brown wieder nach dem Em- pfaugSraum, sucht aber dort vergeblich nach seinem Schirm. Er findet nur ein Billet vor: „Diese Karte hat ein Schnellläufer zurückgelaffen, der spielend 20 Meilen in der Stunde zurückgelegt. Ich komme nicht wieder!"
♦ „Für Kinder ist da« Beste eben gut genug!" (Goethe.) Staatsmänner, Nationalöconomen und Aerzte find längst auf die beängstigend große Kindersterblichkeit unserer Zeit auf> merksam geworden. Dieselbe ist aber vorwiegend eine Er- nährungSfrage, denn in der richtigen Ernährung liegt die sicherste Gewähr für die Erhaltung und gedeihliche Ent- Wickelung des Kindes. In allen Fällen aber, wo die Er- nähruvg mit Muttermilch gar nicht oder nur unzureichend erfolgen kann, sowie in den schwierigsten Fällen der Entwöhnung ist NestleS Kindermehl der vollkommenste Ersatz für die Muttermilch. Dieses Milchpulver aus bester Schweizermilch ist billig, höchst einfach zuzubereiten, verur- sacht keinerlei Verdauungsbeschwerden, schmeckt gut, wird gern genommen, und die Kinder entwickeln sich sichtlich und freudig danach.
» Siu vorzügliche» Mittel gegen alle lästigen Insekten, wie Fliegen, Schnacken, Wanzen usw. ist das von Apotheker Lahr in Würzburg hergestellte „Dalma". Die Wirkung besonders bei Fliegen ist wirklich überraschend und kann man in wenigen M'nuten seine Räume von diesem Ungeziefer gänzlich befreien.
* Riesenzwillinge. Auf dem Meßplatz in der Ostend« straße zu Frankfurt a. M. ist gegenwärtig das „größte Naturwunder" zu sehen, nämlich zwei dreijährige Zwillinge, ein Knabe und ein Mädchen, die zusammen 230 Pfund wiegen. Sie heißen Heini und Lini Poelmann und stammen aus OstfrieSland- die Kinder stammen von normalen Eltern uyd waren bei ihrer Geburt normal, erst später entwickklie sich Appetit und WachSthum.
» Das SnbmiffionSwesen zeitigt immer wieder merkwürdige Abweichungen in den Forderungen. Bei der Ver- gebung der Malerarbeiten für den Neubau der Schule in Zeitz betrug das höchste Angebot der Ausführung 4038 und das niedrigste 1999 Mk.
♦ Zm Feuer. Junger Mann (im Theater, zu dem neben ihm sitzenden Fräulein): „Wenn ich gewußt hätte, Fräulein, daß Sir dieses Trauerspiel so rührt, bei Gott, ich hätte den Dichter durchgeprügelt!"
• Schelmische Schlagfertigkeit. Ein Angeklagter, welchen die Geschworenen des Diebstahls für schuldig erklärten, wurde vom Gerichtspräsidenten bei Festsetzung der Strafe gefragt, waS er vorziehe, ArbeitSbeuS oder Gefängniß? worauf derselbe sofort erwiderte: „Herr Präsident, machen Sie es, wie wenn es für Sie selbst wäre!-
Citeraiur rrnb Arrrrst»
— DaS 70. Hest der „Wahrheit", Halbmonatsschrift zur Vertiefung tn die Fragen und Aufgaben des Menschenlebens; herausgegeben von Ehr. Schrempf (Preis vierteljährlich Wk. 1 80, Stuttgart, FrommanS Verlag) bringt über actuelle Stoffe zwei intereffante Artikel. Der aus seinem Proceß gegen Stumm bekannte Pfarrer Kölschke weiß über Armenien Ausschlüsse zu geben, die der Leser sonst nicht so leicht erhält. An daS 7. deutsche Bundeskegelfest knüpft ein AnonymuS die geziemenden Betrachtungen über die in Deutschland wüthende Sucht, Feste zu feiern, an. Aber auch guten historischen und lilterarischen Essays begegnen wir wieder im vorliegenden Hefte. Es sei nur darauf hingewtesen, mit welch' selbstständigem Verständniß Dr. Armin Seidl über Carlytos Helden- Verehrung geschrieben hat.
— Zola8 allenthalben so viel Aufsehen erregender Roman ist nunmehr auch in der bekannten Halbmonatsschrift „A«s fremMtt Zunge«" (Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt) vollständig erschienen und gleichzeitig auch in einer Buchausgabe in 3 Bänden (Geheftet Mk. 6.—; elegant gebunden Mk. 8.-) in demselben Verlag zur Ausgabe gelangt. Neben diesem neuesten Werke des französischen
Romanciers brachte „Aus fremden Zungen" noch den großen, to England mit sensationellem Erfolge aufgenommenen Roman „Der Manksmann" von Hall Caine, und ein neuer Roman aus dem Finnischen: „Die Gattin des Pfarrers" von Juhani Aho, hat soeben begonnen. Ferner finben wir in den letzten sechs Heften noch folgende kleinere novellistische Arbeiten: „Das silberne Crucifix" von Antonio Fogazzaro und „Freigesprochen" von Bruno Sperani (auS dem Italienischen); „Auf der Wolga" von Wladimir Koiolenko und „Lydia" von P. Boborykin (auS dem Russischen); „Sein Sohn" von Emilie Seipgens (aus dem Holländischen); „Valborg" von F. C. van der Burgh (aus dem Dänischen) Diesen kleineren gewählten Prosawerken von modernen Autoren verschiedenster Nationalität reihen sich e Icfene poetische Gaben von fremdländischen Dichtem unb Dichterinnen an. Neben neuen Gedichten von Ada Negri findet man Poesien von den Franzosen Paul Verlaine unb Louis Bouilhet, dem Rumänen M. EmineScu, dem Kroaten Hugo Badalic, sowie italienische und litthauische Volkslieder, sämmtlich sorgfältig inS Deutsche übertragen. Die Rubrik „Don Diesem und Jenem" endlich enthält intereffante literarische Notizen mannigsachen Inhalts, ßlteraturfreunben, bie sich über bk neuesten unb bemerkenS- wertbesten ausländischen Erscheinungen auf dem Gebiet der Belletristik durch gute Uebersetzungen auf dem Laufenden erhalten wollen, fei diese Zeitschrift aufs neue empfohlen.
— ein früher Herbst. Die Metereologm verkünden einen frühen Herbst, hoffen wir, daß eS ein recht sonniger fein werde. Für die Frauenwelt tritt damit das Interesse für die herbstliche Mode tn den Vordergrund; sehr zur rechten Zeit kommt deshalb Heft 24 der „Wiener Mode", mit welchem der neunte Jahrgang würdig schließt. Ungefähr 80 Abbildungen sind der Toilette unb Hanbarbeit ge- roibmet, außerbem ist dem Hefte eine farbige Beilage von bemerkenS- werther Schönheit der Ausführung beigegeben. Abonnentinnen erhalten Schnittmuster nach Maß gratis von der Administration der „Wiener Mode", Wienstraße 19.
— „Velo-Sport", Lahr i» B. Jllustrirte Sportzeitschrift für das gesammte Radfadrwefen, pro Quartal Mk. 1 50 bei jeder Postanstalt. — Inhalt der Nummer 28 (22 Seiten stark): Noch einmal das Schrittmachen. — Flieger unb Stayer. — Deutschlanb. — Auslanb. — Chronik. — Pariser Briese. — Der Fall Arnolb- Kley. — Ein neuer Weltbund. — Rennberichte. — Sports-Kladde- raddatsch. — Eingesandt. — Ausschreibungen. — Elsaß Lothringen. — Briefkasten. — Illustrationen: Zwischen zwei Feuern.
Verkehr, £atte* tmfc Velk»wirth schäft-
Gieße«, 8. September. Marktbericht. Auf dem heutige« Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. JC 1,05-0,00, Hühnereier pr. St. 6-7 H, 2 St. 00 H, Enteneier L H, 2 St. ' v 4, Gänse- eler pr. St. 00—00 H, Käse pr.St.5-8^, Käfematte pr. St. 3 Erbfen pr. Liter 16 4, Linfen pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar JL 0,60 biS 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stück X 0,55-0,80, Enten pr. Stück JL 1,60—1,80, Gänse pr. Pfund X 0,00-0,00, Ochfenfleifch pr. Pfd. 70-74 Kuh° und Rindfleisch pr. Psd. 64-68 4, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66 4, Schweine, fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A, Kalbfleisch pr- Df^ 50—l0 ch, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 3, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4 BO bi« 8,00 Jt, Weißkraut pr. Stück 0-00 Zwiebeln pr. Gentner X 3,50—4,00, Milch pr. Liter 16
- Das Technik«« Mittweida, eine staatlich beaussichtigte höhere maschinentechnische Fachschule mit elecirotechnischem ^nstOut, zählte im vergangenen 29. Schuljahre 1677 B sucher, bie der Ab- theilung für Maschinen-Jngenieure und Electrotechniker bez. der für Werkmeister unb Monteure angehörten. Die Geburtslänber ber Besucher vertbeilten sich auf alle fünf Erbtheile unb die Altersgrenzen bildeten das 17. und das 58. Lebensjahr. Der Unterricht des Wintersemesters beginnt am 15. October unb die Ausnahmen zu dem am 21. September beginnenden unentgeltlichen Vorunterricht finden von Mitte September c. täglich statt. Nähere Auskunft gibt bas auf Verlangen von dem Secretariat deS Technikum Mittweida kostenlos abgegebene Programm mit Bericht.
Witterungsbericht vom 7. September.
Das barometrische Maximum bat sich von Nordwesten her über das Nordsee-Gebiet und über Scandinavien ausgebreitet und auch in Central-Europa zeigt der Luftdruck eine Zunahme. Hierdurch wurde ber niedere Druck nach dem Osten deS Erdtheiltz zurück- Ofbianftt, doch haben sich einerseits am Südfuße ber Alpen noch Neste relativ nieberen Barometerstandes erhalten, anbererseils scheint von Westen her eine neue Depression herüberzurücken, lieber Süb- deutscbland ist bie Witterung noch unbestänbig geblieben unb fielen am Morgen im südlichen Bayern unb im Alpengebiet vielfach Niederschläge. Vom SentiS wird neuerdings bedeutender Schneefall gemeldet.
Bo,a«A«»UiGa »Ittmmei
Im Allgemeinen Fortdauer des unbeständigen WetterS, höchstens vorübergehend Aufklärung___________________________
Temperatur der Lahn und Luft
nach Reaumur gemessen am 8. ©tplbr., Mittags zwischen 11 unb 12UH>:
Wasser 12'/,, Luft 13°.
Rübsamen'sche Babeanstalt.
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