Ausgabe 
9.2.1896 Erstes Blatt
 
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verstorbener SriegSveterauen. Mögen recht viele Vereine sich diesen Gebrauch zu eigen wachen.

» Sretzuev, der Technische» Hochschule» Dentfchl«otzS. Im Wintersemester 1895/96 zeigen die deutsche» £ Nischen Hochsch ulen folgende Frequenz: Sachen 353 (darunter 234 Studirende, 119 Hospitanten, dabet tm ganze» 38 Ausländer) Berlin 2735 (1182 St., 753 H., 248 ».), Braun chweig 388 (254 St., 134 H., 42 A), Dresden 732 (507 St., 225 H. 164 A ), Hannover 910 (607 St., 303 H., 89 A.), Darmstadt 870 (765 St., 105 H., 116 A.), Karlsruhe 916 (757 St., 159 H., 149 A.), München 1561 (1182 St., 379 H., 280 A.), Stuttgart 826 (624 St., 202 H., 213 A.). Die Technische Hochschule zu Darmstadt nimmt danach unter den 9 deutschen Technischen Hochschulen bezüglich der Frequenz die 5. Stelle ein. Die Summe aller Studierenden belief sich aus 6912, der Hospitanten aus 2379; zusammen 9291, davon 1389 Ausländer.

Der Getreidemarkt. (Berichiswoche vom 1. bis 7. gebt.) Der Getre-demarkt zeigte in dieser Woche ein merkwürdige» Bild. Während Amerika, England, Frankreich, Orsterreich- Ungarn u.s.w. wiederholt Preissteigerungen für Weizen und Roggen meldeten, verhielt sich dieser Bewegung gegenüber der deutsche Markt resp. die Berliner Börse ablehnend, da» heißt, es landen sich in Berlin Hamburg, Leipzig u.s.w. keine Käufer zu den erhöhten Preisen. Die Börsenblätter behaupten, sei dies eine Folge der Anfeindungen gegen die Börse, welche deren UederlegungSluft lahm gelegt babe. Wir glauben dieS nicht, denn der Händler und Speculant läßt sich nicht von einer Verstimmung abhalten, einen ®e* winn zu machen, sondern die vielversprochenen colosialeu vorjährigen Getreideanhäufungen in Berlin werden bie i Ursache an der geringen Kauflust sein. In Berlin und Leipzig wurden gekauft: Weizen per 20 Centner für 148 bis 163 Mk., Roggen für 123 bis 128 Mk., Gerste für 113 bis 170 Mk., Hafer für 116 bis 145 Mk.

vorzubehalten bleiben.

Berlin, 7. Februar. Nächsten Montag wird die Ent­scheidung über dte Frage, ob ein Partieller oder ob der Generalstrike der ConfectionSarbeiter und .Arbeiterinnen eintreten soll, in vierzehn öffentlichen Versammlungen getroffen werden.

Berlin, 7. Februar. Mit der Führung deS 3. Armee­korps ist, wie diePost" hört, der bisherige Cowmandeur der 11 Division in DreSlau, Generallieutenant von Lignitz, beauftragt worden, zu dessen Nachfolger Generalmajor Freiherr von M e er s ch e idt. Hüllessem bestimmt worden ist.

Rom, 7. Februar. In angeblich gut unterrichteten I Krisen gelten folgende Personen als eventuelle Nachfolger deS Papstes Leo XIII.: Rampolla, Galimberti und die beiden Brüder Vauutelli.

Brüssel, 7. Februar. Die Angriffe der Socia- listen auf den König in der gestrigen Kammersitzung haben in der Preffe großes Aufsehen erregt. Die royalistischen Blätter drohen den Socialisten mit Enthüllungen, wenn sie ttre Angriffe fortsetzen sollten.

Paris, 7. Februar. DerFigaro" führt aus, daß der Schiffs Lieutenant Mandat de Granceh, Militär-Attachs hei der Botschaft in Berlin, auf Betreiben des Botschafters Herbette, deffen Ansehen er wahrscheinlich Abbruch gethan hat vom Marine-Minister Lock.oy abberufen worden ist. Der Kaiser hat bei dem letzten Hoffest Herrn de Grancey sein lebhaftes Bedauern über deffen Weggang ausgedrückt.

Auszeichnung. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog | haben Allergnädigst geruht, dem Bürgermeister Johannes Köhler IV. zu Langsdorf das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für langjährige treue Dienste" zu verleihen.

» Armenpflege in Gießen im Stats-Zahre 1894/95. Nach dem die Verwaltung der Armenpflege betreffenden Statut wurde den 6 Bezirksvorstehern Sitz und Stimme in der Armendeputation übertragen. In der sogen, streitigen Armenpflege wurden zunächst in die Kliniken eingewiesen: 251 Personen mit 7258 Verpflegungstagen, in dieHerberge zur Heimath" 40 Personen mit 269 Tagen. Mit Schuhen wurden unterstützt 37 Personen, mit sonstigen Kleidungs­stücken 3, mit Medicamenten, Brillen u. s. w. 18, für zwei Personen wurden die Beerdigungskosten vorlagswerse über­nommen. - In der offenen Armenpflege standen be­hufs Erlangung freier ärztlicher Behandlung und. Mebl- camente, sowie freier Aufnahme in die Kliniken 328 Per- fönen bzw. Familien auf der Armenliste, davon wurden 165 mit 3799 Tagen in den Kliniken verpflegt. Die Zahl der in offener Armenpflege ständig unterstützten Personen bzw. Familien hat 163 betragen; von diesen erhielten 58 Baarunterstützungen, 81 Brod, 128 Miethe, sowie eine An- zahl ständig oder vorübergehend Kohlen. Die Zahl der m I Familien untergebrachten Kinder betrug im Durchschnitt 47. Die gesammten Auswendungen in der offenen Armenpflege I haben mit Ausscheidung der darunter verrechneten Pflege- gelber für erwachsene, in Heil- und Bewahranstalten befind­lichen, und für Auswärts unterstützten Personen betragen 22,648 Mk. In der geschlossenen Armenpslege wurden in dem städtischen Hospital untergebracht: 13 Plock.sche Pfründner mit 3986 Verpflegungstagen, 22 Ho'pitaliten mit 4710 DerpflegungStagen, vorübergehend 1 Perfon mit 148 Verpflegungstagen. Im Hospital wurden daneben verausgabt 1205 Portionen Mittageffen an 10 Personen oder Familien, 7752 Liter Milch an 52 Personen, 6699 Laib Brod und | 2010 (Str. Kohlen. Vorübergehend wurden an zwei Per- Jonen 111 Teller Suppe verabreicht. In auswärtigen ErziehungS-, Heil-, Bewahr- und Siechenanstalten wa<en 17 Personen, in Zwangserziehung 28 Kmder. Der All- gemeine Verein für Armen- und Krankenpflege hat was die Armenpflege anlangt 179 Personen in 877 Fällen mit zusammen 4742 Mk. 51 Pfg. unterstützt. In der Krankenpflege waren sechs Schwestern thätig, die in

I 637 Familien zusammen 459 Nachtwachen, 86 TageSpflegrn und 19,938 Pfftgebesuche (bis zur Dauer eines halben Tages) leisteten. 24 Kindern wurde eine Sommerkur, 5 Kindern eine Wmterkur mit Zuschuß von 300 Mk. aus der Stadtkaffe in Bad Nauheim gewährt. In der Krippe befanden sich 33 Kinder mit 4061 Pstegetagen. Das Miethspatronat hat durch Erwerbung eines Hauses eine weitere Ausdehnung erfahren; die Nähabeude für Schulkinder und Frauen wurden fortgesetzt, und waren gut besucht. - Der Verein sür Krankenpflege hat 8 Schwestern beschäftigt und für deren Unterhalt 4630 Mk. 47 Pfg. verausgabt.

* Iagdverpachtung. Die gestern im alten Rathhause stattgehabte Iagdverpachtung hatte sehr viele Reflec- I tonten versammelt, doch war die BietungSluft sehr flau. Es erzielte der 1. Jagdbezirk: Neustädter-Feld Mk. 465, Höchst' bietender Herr Commerzienrath Silbereifen; der 2.Jagd­bezirk- Wallpsörter Feld Mk. 800, Höchstbietender Herr Fabrikant Gustav Mueller; der 3. Jagdbezirk: Untren Philosophenwald (dieser selbst ist aber dabei auSgeschloffen) Mk 300, Herr Dr. Mettenheimer; 4. Jagdbezirk: Hangelstein Mk. 200, Herr Hauptmann Deter; 4. Jagd- bezirk: Selterberg Mk. 400, Herr Fabrikant Busch.

* Stenographisches. Bereits vor einiger Zeit erschien in den Blättern die Notiz, .daß durch Erlaß deS Kriegs- ministeriumS die Stenographie als Lehrgegenftand in den UnterosfijierScapitulantenschulen aufgenommen werden soll. Wie wir nun weiter erfahren, so soll daS Neu- stolze'sche System eingeführt werden, womit doch sicher! wieder ein Beweis mehr geliefert ist, daß die Vorzüge dieses System- in immer weiteren Kreisen erkannt werden und dasselbe stets größeren Anklang findet. Wtr machen gleich­zeitig auf die Eröffnung eines neuen UnterrichtScursuS in der Neustolze'fchen Stenographie aufmerksam. (S. Inserat.)

* eine schone Sitte wird, wie derDarmst. Ztg. geschrieben wird, gegenwärtig in vielen Krieg erti er einen des Hessenlandes nach dem Vorbilde der bayerischen und i preußischen Brüdervereine geübt. Mit Genehmigung der Hinterbliebenen sollen nämlich die Orden und Ehrenzeichen verstorbener Vereinsmitglieder, sofern sie auf den Militär- stand ober baö Kriegervereinswesen zurückzuführen find, und nicht nach dem Ableben der Decorirten an die OrdenS- I commisfionen zmückgesandt werden müffen, auf VereinSkssten I unter GlaS und Rahmen gebracht, und zum Andenken im BereinSlocale aufgehängt we den. Insbesondere gilt dies 1 von den Eisernen Kreuzen, KriegSdenkmünzeu und Spangen

MW. Aus der mittleren Wetteran, 7. Februar. In verschiedenen Orten unserer Gegend zeigt sich wieder In­fluenza. Auch über Krankheiten der Brust- und AthmnngS- ergane wird geklagt. Der milde Wintcr mit seiner trüben, nebeligen Lust hat doch seine Mucken und man muß mit Nahrung und Kleidung doppelt vorsichtig sein. In Geschäfts- kreisen wird gemeldet, daß die Preise der Schweine und der Körnerfrüchte anziehen; unsere kleinen Bauern haben aber mit ihren Vorräthen meistens aufgeräumt.

H. Aus dem Horloffthale, 7. Februar. Nach trockenen Sommern, wie z. B. auch nach 1893, tritt unter dem Vieh häufig Beinweiche oder Rachitis auf. Dies kommt daher, daß die Futterpflanzen wegen zu großer Trockenheit nicht genügend Kalk aufnehmen. Die Thiere, z. B. R ndvieh und Schwe ne, erhalten mit diesen Nahrungsmitteln auch zu wenig Kolk und werden dadurch knochenbrüchig. Da der Sommer 1895 ebenfalls sehr trocken war, die Futterpflanzen also kalkarm gegen 1894 (welches sehr naß war) erscheinen, so tritt auch tn diesem Winter die Knochenbrüchigkeit auf. Wir ruthen den Landwirthen dringend, die kleine Ausgabe für präeipitirten, phoSphorsaureu Kalk, der jetzt überall zu haben ist, nicht zu scheuen. Man wendet daS Mittel bei allen HauSthieren, die Knochen haben, an, d. h. sowohl bei Säuge- thieren als auch bet Geflügel. Bei jungen Thieren wird da» WachSihum gefördert und die Knochen werden zugfest. Trächtige Thiere verkalben und verjüngen nicht so leicht und die Jungen werden beffer anSgebtldet. Die Mageusäure, I welche leicht austritt, wenn Kartoffeln, Rübenschnitzelu oder Dickwurzeln gefüttert werden, verschwindet. Hühner und Gänse legen eifriger, wenn ihnen genügend Kalk zugeführt wird, denn sie brauchen diesen zur Bildung der Eierschalen. In der Regel greifen die Leute erst dann zu dem einfachen und billigen Mittel, wenn sich die Beinweiche schon bemerkt,ch macht. DaS ist aber ein großer Fehler, denn da» eingetretene Uebel zu beseitigen ist schwerer und kostspieliger, als e» z« verhüten. Damit der phoSphorsaure Kalk richtig vertheilt I wird, gibt man ihn am besten im Getränke. Man dars für ein Schwein täglich zwei Eßlöffel voll, für ein Rind zwei bis drei Löffel, für em Pferd drei bis vier Löffel voll an- I wenden. Ganz auffallend ist die Wirkung bei den Hühnern, die schon noch wenigen Tagen viel fleißiger legen, wenn ihnen Kalk zugeführt wird, vorausgesetzt, daß dieser vorher mangelte. Selbstverständlich muß der Kalk unter Weichfutter gemengt

I und gut vertheilt werden, so daß nicht auf einem Platze alles, auf dem anderen nichts ist.

§ Utphe, 6. Februar. Bei den heute dahier ftattge- funbenen Jagd Verpachtungen steigerte die hiesige Ge- meindejagd der Landwrrth Otto Fritz von TraiS-Horofi für 275 Mk. Die Jagd der Gemarkung Feldheim steigerte Se. Erl. Graf Friedrich zu SolmS-Laubach ftr 480 Mk., der seitherige Pachtpreis betrug 265 Mk. Letzt- I genannter steigerte auch die heute gleichfalls verpachtete G'melnbejagb zu TraiS-Horloff für den PachtpretS von 180 Mk., seither kostete dieselbe 173 Mk.

Saasen, 4. Februar. Heute feierte daS Müller iche Ehepaar dahier seine diamantene Hochzeit. 3n ®B* betracht deS Alters deS Jube'paareS, er ist 67, sie 80 Jahre alt, fand die Feier im Haufe statt. Kinder, Enkel, Ur* I enkel und sonstige Verwandte wohnten der Feier an. Der Ortsgeistliche hielt eine Ansprache und schloß mit Gebet »nl Segen. Dann überreichte er dem Jubilpaare eine Bibel uii überbrachte die Glückwünsche dcS KlrchenvorstandeS. Der Bürgermeister vertrat den Schulvorstand und der Beigeordnete den OrtSvorstand, jtfibe kleine Geldgeschenke überreichen», i Auch sonstige Wünsche liefen ein, sowie kleine Naturalien- , gaben. Seine Königliche Hoheit der Großherzog geruhten > I schriftlich bem Jubelpaare seine Glückwünsche zu Übermutes sowie eine Ehrengabe von 30 Mk. zu stiften. Durch dte Unterstützung lieber Freunbe war es möglich, dem arme» Jupelpaare eine bescheidene Feier bereiten zu können.

A Mainz, 7. Februar. Seitens der hiesigen Garnisan­verwaltung ist bezüglich der Fleischversorgung der Truppen

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yriedrich von Meiningen, Heinrich zu Stollberg, die Herzoge | Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin und Friedrich Ferdinand von Schleswig - Holstein -Sonberburg- Glücksburg, sowie bie Mitglieder der Grohherzoglichen Familie.

Rotterdam, 7. Februar. DaS .HanbelSdlad erfahrt, der Eapttän und der Rheder der »Erathie appellirten -egen den UrtheNSfpruch des Rotterbamer Gerichtshofes bet dem Appellgerichtshof in Haag. Der ^walt Thorbecke vertritt bie Appellirenben, der Rotterdamer Schöffe Ban- raalte den ,Nordbeutscheu Lloyd".

Sofia, 7. Februar. Die Fürstin Marie Louise ist heute mit dem Prinzen Cyrill abgereift. Fürst Ferdinand begleitete sie bis Zaribrod.

Depesche» bei Berte» ^ert»*.

Berlin. 7. Februar. DerReichsanzeiger" veröffentlicht eine amtlich- Erklärung des KrtegSministerS über die Unter­suchung bezüglich des vomVorwärts" vorzeitig veröffent- lichten Kaiserlichen Gnad en-Er lasseS vom 18. Januar. Rach dem Ergebniß der Untersuchung ist ein Verschulden eines Beamten des Kriegsministeriums an der Veröffentlichung im Vorwärts auSgeschloffen. Vielmehr ist ein Exemplar am 16. Januar Nachmittags in die Redaction desVorwärts gebracht worben, nachbem in ber Druckerei von Mittler und Sohn entwendet worden ist. Deshalb ist die DiSciplinar- Untersuchung geschloffen und wegen Einleitung deS Straf­verfahrens da» Erforderliche veranlaßt worden.

Berlin, 7. Februar. Freiherr v. Hammerstein befindet fich nach Meldung desBerl. Tagebl." noch immer in Brindisi. Seine Abreise von dort erfolgt erst am 9 b. Mts.

Berlin. 7. Februar. Wie baßVolk" hört, ist Commerzienrath Metzen thin- Branbendurg a. H. auß der «onservatwen Partei außgetreten.

Berlin, 7. Februar. Die erste Lesung beß Zucker- steuer-GesetzentwurfeS wirb nächste Woche im Reichs­

tage stattfinben. ,

Berlin, 7. Februar. (Ausführlicher Bericht; siehe Depesche tn voriger Nummer.) Der StaatSsecretär beß Auswärtigen Amtes, Freiherr v. Marschall, hat in der heutigen Sitzung ber Budget - Commission des Reichstages auf eine Anfrage des Abgeordneten Lieber (Centr.) bezüglich der durch die Preffe gegangenen Erörterungen über eine neue Marine-Vorlage, folgende Erklärung abgegeben: Dem Reichstage wird in dieser Session eine über den gegen­wärtigen Etat hinauSgehende Forderung für Mariuezwecke nicht vorgelegt werden. Schon seit geraumer Zett bildet die Frage einer stärkeren Vermehrung der Flotte den Gegenstand von Erwägungen in den behelligten Refforts. Der Zeitpunkt, wenn dieselben zum Abschluß gelangen werden, ist noch nicht bestimmbar. Das Ergebniß dieser Erwägungen Wird seiner Zeit den verbündeten Regierungen und dann dem Reichstage, und zwar in einer Form unterbreitet werden, welche volle Klarheit gewährt sowohl über die Bedürsniß' ' frage wie über die angestrebten Ziele und über die finanziellen Mittel, welche für die Gegenwart und die Zukunft an ein­maligen und fortdauernden Ausgaben erforderlich werden. Vorläufig könne nur betont werden, daß fich baß Bedürsniß nach einer Vermehrung der Flotte, Insbesondere von Kreuzern, feit dem vorigen Jahre erheblich vermehrt habe. DaS be­ruhe nicht etwa auf einer Aenderung unserer Überseeischen oder überhaupt auswärtigen Politik; eine solche sei weder eingetreten noch beabfichtigt, vielmehr seien die im vorigen Jahre entwickelten und die vom Reichstage gebilligten Ge­sichtspunkte maßgebend geblieben. Es handele sich um bie Sicherung unserer Colonien, unb bie Erhaltung und Be­festigung ber deutschen Autorität unb überhaupt darum, bie Deutschen Im Auslande und unsere überseeischen Inter­essen, vornehmlich deS HanbelS unb der Sch'fffahrt, nach der Maßgabe der Verträge unb deS Völkerrechts wirksam zu schützen. Die Steigerung jenes BedürfniffeS entspringe auch »icht einzelnen Vorgängen ber jüngsten Zeit, fvnbern habe fich vielmehr organisch entwickelt auS ber stetigen Zunahme unserer überseeischen Jntereffen, inSbesonbere aus der Aus­fuhr solcher Probucte nach fernen Länbern, welche tm ver­gangenen Jahre einen befonberen Aufschwung genommen haben. Daß die beutsche Flotte mit ber Zunahme jener Jntereffen gleichen Schritt halte, sei eine Forberung, ber sich das Reich nicht entziehen könne. Die näheren Darlegungen biefer Gesichtspunkte werben für die Berathung deS Marine-EiatS

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Bet tiefer etltgenOett verbreitete bal »erücht t>on ber Abberufung beß Botschafters Herbette.

yttua, 7. Februar. Nach bem nunmehr festgestellten Programm beglcbt fich ber französische P^^dent Faure am 5. März nach Cap St. Martin, woselbst er bem Kaiser und ber Kaiserin von Oesterreich einen Besuch abftatlen wirb, ber voraussichtlich noch an demselben Tage erwidert werden dürste.

»Ubtib 7. Februar. Auß Alicante wird gemeldet, daß eine ungeheure F-u-rSbrunst tn etacm Sager eon 44 000 Fäffern Petroleum auSgebrochev ist. Einzelheiten fehlen noch, doch wird mitgethellt, daß Menschenleben an­scheinend nicht zu beklagen find.

Loudo», 7. Februar. Die Ankaufsverhanblungen wegen der ganzen Insel Borneo sollen, wie bestimmt verlautet, ihrem Abschluffe nahe sein.

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Sießev, 8. Februar 1896.