• Die Kochweise am Wiener Hofe tragt, wie wir einer f Marie König bterselbst. 3. Heinrich Keil, Schneider dahier, mit
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25 Pfg.
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Universitäts - Ncrehviehten.
Wien, 7. Februar. Der hervorragende Professor der Chemie Rudolf Benedikt ist, 44 Jahre alt, gestorben.
Wilhelmine Elisabethe Münker, geb Burkdard», Wittwe von lay löhner JohS. Münker dahier. 5. Karl Röhm, Fuhrknecht dahier, mit Johannette Demper bterselbst. 6. JovanneS Fenster, Cigarren- wacher zu Garbentetch mit Henriette Dorothea Sauer, geb. Samer, Wittwe deS Photographen Heinrich Sauer dahier.
VerLehsk, €aub* rsnd Volk-wirryjchaft.
»ießm, 8. Februar. Marktbericht. Auf dem heutig« Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,70-0,80, Hühnne^r pr. St. 00 L, 2 St. 13—15 A> Enteneier pr. St 9 A, Gänse- eter pr. St. 00-00^, Käse pr. St. 5-8 Käsematte pr. St. 3 A, Erbsen pr. Liter 18 H, Linsen pr. Liter 30 A, Tauben pr. Paar JL. 0,80 bis 1,00, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,40, Hahnen pr. Stück JL 1.30—1,70, Enten pr. Stück X 1,60—2,00, Gänse pr. Pfund X 0,46-0,54, Ochsenfletsch pr. Pfd. 72-76 H, 5tuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66—68 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 68 A, Schwetnv- fletsch gesalzen, pr. Psd. 72 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-64 A Hammelfleisch pr. Pfd 60-70 Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00 bÄ 5,00 JL. Weißkraut pr. Stück 0-00 A. Zwiebeln pr. Centn« X 6,00-7,50, Milch pr. Liter 16-18 A
Februar.
sch ttitbix > nfo unb Athmnngi' mit seiner hüben, mb man muh mit ein. In Geschistr- Schweine und der Bauern haben aber
Auszug aus den Standesurntsregrfterir der Stadt Gieße«.
Februar: 1. Heinrich Gustav Neid, Bäcker dahier, mit Auguste Reichwein Hierselbst. 3. Johann Heinrich Sauer, Knecht dahier, mit
du varuisoue» Mainz Kastel eia neuer Modus in Aussicht lenomme*. Seither wurden nämlich die Fleischlieferuugeu der einzelnen Regimenter an verschiedene Metzger vergeben. Letztere sind nun dieser Tage dadurch unangenehm überrascht worden, daß ihnen für den 1. Juli nächsten alle Fleisch« ürferungen gekündigt wurden und zwar mir dem Bedeuten, daß von diesem Z itpunkt an der ganze Fleischbedarf für die hiesige Garnison von einer Firma zu decken sei. Dieser Modus ist leit einiger Zeit auch in Straßburg und Metz ktngeführt und soll sich dorten sehr gut bewährt haben, obgleich man Seitens der Metzger alle Hebel in Bewegung gesetzt hatte, es bei der früheren Lieferungsweise zu beiaffen. — Aus der Durchreise von Köln nach Wien wurde gestern auf dem hiesigen Centralbahnhof die vor einiger Zeil von England gekommene Schauspielerin Fräulein Brahms vom I r r s i n u b e s a l l e n. Die Unglückliche, in deren Begleitung sich ihre Schwester befand, eilte unter allerlei Gestikulationen von dem Bahnhof nach der Stadt und war nicht mehr zu bewegen, ,ach der Bahn zurückzukehren. Aus Bitten ihrer Begleiterin nahm sich schließlich die Polizei der Armen an und verbrachte dieselbe mittelst eines Wagens auf den Bahnhof zurück, von wo später unter sicherer Bewachung die Reise nach Wien fortgesetzt wurde.
Mainz, 6. Februar. Einen schweren Verlust hat auf dem Maskenball am Samstag eine hiesige Dame erlitten; sie verlor eine Brillantbrosche im Werthe von 4000 Mk. Alle Nachforschungen noch dem Object blieben bis jetzt ohne Erfolg.
bei Aug. Gubr
Kg. (4 Pfd.) Weißbrod .
bei Aug. Guhr
Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod .
bei Aug. Guhr
Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth
Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod.
Der Vrodverkäufer.
Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern.
Gießen, den 8. Februar 1896.
Grobherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. E.: v. Bechtold, RegierungS-Affeffor.
Technische Fortschritte.
— Die Erfindung eine» neuen praetischen Dachpappen« anfiriches. Zum Wasferdtchlmachen des Dazp.ppenmalettmS auf Dächern benutzte man bisher einen Anstrich von Steinkohlentheer, dtt aber den Uebelfiand hat, im Sommer unter dem Einfluß der Sonne weich zu werden und herabzuflteßen, im Winter aber Riffe bekommt, die Dachpappe bloßlegt und so beschädigt, daß die Bedeckung keinen Schutz mehr gegen atmosphärische Niederschlage gewährt , so daß öfter Reparaturen nothwendig find unb der Anstrich öfter erneuert werden muß. Die bisher angewendeten Mittel, z. B. Abdampfen des TheerS, damit er dickflüssiger wird, Mischen mit pulverförmigen Substanzen, Ausstreuen von Sand rc. konnten bm Uebelstanb nur wenig beseitigen. Ein H. Gentzen in Cottbus patentirteS Verfahren soll nach „N. Erf. u. Elf." einen neuen pract schen hrllen Dachpappenanstrich bieten, der bie Schattenseiten des Theeranstrtches nicht befitzt. Abgesehen von den Vortheilen, die in hygienischer Beziehung durch einen Hellen Dachanstrich erreicht werden (da derselbe den größten Theil der Wärmestrahlen zurückstrahlt und die darunter befindlichen Räume deshalb kühl erhält), werden diese dadurch für eine ganze Anzahl von industi teilen Betrieben in weit höherem Maße geeigneter gemacht, als bisher. Die zu dem neuen Hellen Dachpappenanstrtch nothwendigen Bestandtheile find Harz, fettes Oel, Steinkohlentheeröle und ein Gemisch von Schweißverbindungen des Baryums und des Zinks. Dieses Product wird trocken und fein gemahlen in das noch heiße Gemenge von Oel und Steinkohlentheeren, worin das Harz gelöst ist, eingetragen unb bie bamit zu schützenden Dächer rc gestrichen. Durch den vorgedachten Prozeß wird das fette Oel zerlegt, das ausgeschtedene G ycerin erhält die Masse verhaltnißmäßig geschmeidig, so daß das Reißen im Winter verhindert wird, aber auch ein Weichwerden im Somme!: nicht eintritt. Jntereffenten thun am besten, sich direct mit Herrn H« Gentzen in Cottbus in Verbindung zu setzen.
Ali a% oRira.
Februar: 1. Wilhelm Bopp, Bauaspirant dahier, mit Margarethe Luise Marie Bauer hierselbst. 1. Eugen Hermann Letsch, Kaufmann dahier, mit Bertha Mickel hierselbst.
Januar: 30. Dem Schreiner Wilhelm Wacker ein Sohn. Februar: 1. Dem Bäckermeister Ernst Muth ein Sohn, Ernst Heinrich. 1. Dem Taglöhner Heinrich Schmidt XI. eine Tochter, Margarethe. 1. Dem Bäcker Karl Schober zu Newyork ein Sohn, Eduard Karl Konrad. 2. Dem Privatier Joses Güngerich ein Sohn. 3. Dem Bauaspirant Georg Grünig ein Sohn. 3. Dem Schuhmacher Heinrich Schomber II. ein Sohn.
•cttorbetM.
Januar: 31. Justus Röhrscheid, 77 Jahre alt, Schlosser dahi«. Februar: 4. Carl Philipp Heinrich Jacob Max Schwan, 38 Jahre alt, Weinhändler dahier. 5. Regtne Gemmecker, geb. Bender, 60V, Jahre alt, Wittwe von Schutzmann Heinrich Gemmecker dahier. 5. Juliane Jung, geb. Kuhl, 47 Jahre alt, Ehefrau von Hilssbremsor Georg Jung dahier. 5. Robert Friedrich Kern, 4 Jahre alt, Sohn von Taglöhner Peter Kern dahier. 5. Heinrich Bersch, 71 Jahre alt, Privatier dahier.
reich illufirirten Plauderei in der Zeitschrift „Zur Guten Stunde" entnehmen, vorwiegend den Character der feinsten französischen Küche, der insbesondere bei jeder Hoftafel streng gewahrt wird. Ausnahmsweise, z. B. bei der Auwesenhett des d.m Kaiser befreundeten und verwandten Großherzogs von Toskana, werden wohl auch Gerichte nach italienischer Art zubereiret, ebenso wie die Kaiserin für gewiffe Speisen der süddeutschen Küche eine besondere Vorliebe hat. Eine bestimmte Arr von Backwerk wird ihr auch bei den zu unter« nehmenden Reisen nachgeschickt oder durch zugetheilte Hofzuckerbäcker jeweilig frisch bereitet; eine besondere Pflicht der Hofzuckerbäckerei ist eS aber, dafür Sorge zu tragen, daß die Kaiserin stets und wo sie auch weile, Milch von der besten Qualität erhalte, da diese zu den Hauptnahrungsmitteln der hohen Frau gehört. Die Hofzuckerbäckerei ist von der Hofküche räumlich vollständig getrennt und hat ein eigenes Personal. In ihr Reffort fällt die Beistellung des ersten Frühstücks des Kaiserpaares, die Bereitung von Kaffee, Thee, Chokolade, Eis, Crem s, Erfrischungsgetränken, feinem Frühstücks- unb Theegebäck, sowie von Konfitüren, Compoten, Bonbons und aller Art von Cousect. Ihre Hauptthätigkeit ist daher zur Weihnachtszeit unb während des CarnevalS, zumal, wenn man bedenkt, daß die Hofbälle von circa 3000 Personen besucht werden und daß das Arrangement der Buffets ausschließliche Sache der Hofzuckerbäckerei ist, die in solchem Falle allerdings auch die Stadtgeschäfte der Hofzuckerbäcker zur Hilfeleistung heranziehen muß. Eine fast ganz unzugängliche Sehenswürdigkeit ist der Hofkeller mit seinen reichen Schätzen an rothem Ungarwein und weißem österreichischen Ttschwein, seinem kostbaren alten Tokaher, den auserlesenen Bordeaux, Rhein- und Burgunder-Weinen, die den Stolz der Hoswtrthschaft au-machen.
* Die Wetterpropheten haben bekanntlich immer recht — so lange nicht das Gegenlheil der vorausgesagten Witterung eintritt: Der Verfasser des 100 jährigen Kalenders, Falo und seine Anhängerschaft, der Landmann, welcher seine Auf- merksamkeir dem Fluge der Vögel, ja der Freßluft seiner Schafe u. a. zuwendet, sowie alle Personen, welche einen gefangenen Laubfrosch oder die Spinne als Wetterorakel ansehen — sie alle wollen aus ihren grundverschiedenen Beobachtungen Schlüffe auf die kommende Witterung ziehen. Als einzig sicherer Anhalt zur VorauSbestimmung des Wetters haben sich aber, wie auch nicht anders zu erwarten, nur die auf fester wissenschaftlicher Grundlage, auf Beobachtung der Wolken, der Windrichtungen und Windstärke, tote überhaupt auf der Kenntniß der Luftdruckoertheilung über einen größeren Theil der Erde süßenden Untersuchungen und Grundsätze bewährt. In den größeren Zeitungen erscheinen wohl täglich Wetterkarten, die auch in den meisten Großstädten öffentlich ausgehangen werden, auf welchen sowohl d e Verbreitung deS Luftdrucks über einzelne Länderstrtche — der Verlauf der „Isobaren" — wie auch die Windrichtungen und die Stärke derselben durch Linien, Zahlen, Pfeile u. dergl. angegeben ist. Wie wir einem in der tttuftrirten Familienzeitschrtft „Universum" (Dresden) veröffentlichten längeren Aufsatz, welcher gleichzeitig über die Schlagworte „Isobaren", barometrisches „Maximum" und „Minimum" in allgemein verständlichster Weise Auskunft unb Aufklärung giebt, entnehmen, kann sich der Laie am besten aus der Be- obachtuvg der sogenannten CirruSwolken ein fast unfehlbares Urtheil über die kommende Witterung bilden. Im Allgemeinen kann man baß Auftreten von CirruSwolken, unter welche auch die sogenannten „Schäfchen" gehören, als die Ankündigung eines Wetterumschlages ansehen und zwar wird in etwa 66 pCt. aller Fälle Regen eintreten; nur die Cirrus- wolken, welche von Ost nach West ziehen, bringen oft schönes Wetter. Eine ausführliche Erklärung für diese Erschein- ungen wird Jeder leicht auS dem erwähnten intereffanten Artikel schöpfen.
2 Kg. (4Pfd.) Schwarzbrod bei Gg. Ant. Heuser v. Gr.-Linden 36 L Schmidt von Gr.-Linden W. Weitztt von Lang-Göns Joh. Kd. Veite v. Kirch-Göns 38 W.Steinmüller v. Lang-Göns 40
G. Jacoby v. Alten-Buseck Aug. Deibel von Wiestck
3 Ka. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei G. Jacoby v. Atten-Buseck, W. Fabel von Wieseck, Balth. Christ Wwe. v. Wieseck Iß
VeruMschtes
• Kassel, 4. Februar. Ein Kanonier beim hiesigen Artillerie-Regiment Nr. 11, NamenS Morbach aus Westfalen gebürtig, erhängte sich in der Reitbahn der Caserne. auS Furcht vor einer zu erwartenden Strafe.
* Düsseldorf, 5. Februar. Die Untersuchung gegen einen Arze erregt hier großes Aufsehen. Dr. Volbeding ist angeklagt, sich bei Ausübung seiner ärztlichen Praxis grober Unregelmäßigkeiten schuldig gemacht zu haben. Während der acht Jahre, wo er in Düsseldorf practizirt, hat er etwa dnt halbe Million Patienten in Behandlung gehabt- an tiaem Tage hat er schon 495 Patienten „brhandelt", meistens brieflich. Dieser coloffale GeschäftSumfang wurde in der Weise bewältigt, daß Dr. V. mehrere Schreiber anfteHte; diese lasen die eingehenden Anfragen von Kranken und sollen diese in der Werse behandelt haben, daß sie, ohne den Doctor Mhig zu haben, einfach beliebige Medicin, die Dr. D. auf Loger hat, unter Nachnahme (gewöhnlich sechs Mark, Honorar sÜr die „Consultation" zehn Mark) an die Fragenden fanbten; bessere Situirte mußten die Mixturen theurer bezahlen. Wie die Anerkennungsschreiben zu Stande kommen, lehrt unter Anderem folgender Fall: Ein Lehrer a. D. in einem süddeutschen Landstädtchen ließ sich von Dr. V. für ein Magenleiden Elixtre senden, bildete sich ein, geheilt Horden zu fein, trotzdem er nach ärztlichem Befund jetzt noch gerade so krank ist, wie er vor Jahren war, und schrieb an Volbeding, er werde ihn in der Gegend weiter empfehlen- Dr. V. zeigte sich dafür durch Gewährung freier Medicin, Geldgeschenke, Cigarren u. s. w. erkenntlich. Im Ganzen besitzt Dr. V. etwa 500 „Anerkennungsschreiben", die sammt Recepten, Bestellbriefen u. s. w. beschlagnahmt wurden. Drei Angeklagte, Schreiber ohne jegliche Vorbildung, die Konsultationen hielten, Arzneien nach eigenem Gutdünken verabfolgten u. f. w., kommen mit Dr. Volbeding, der für diese „Confultation" daß Honorar einsteckte, gleichzeitig auf die Anklagebank. Volksrundschau.
• „AuS bet guten alten Zeit." Heinrich von Selbitz, der bekannte Schilderer des altbayerischen Soldatenlebens, schreibt der „Fr. Ztg.": Die neuerdings in Bayern vom LriegSministerium erlassene Vorschrift über den obligatorischen üirchenbesuch der Soldaten bestand auch schon in früherer gelt und wurde auch meines WiffenS niemals aufgehoben. Auch in preußischen Regimentern besteht die Verpflichtung zum Besuch deS Gottesdienstes unb erstreckt sich sogar auf die Offiziere, sodaß vom Regiments Commandeur abwärts iämmtliche Chargen sich in die Kirche begeben. Auch damals — vor ca. 30 Jahren — mußte der Soldat um die Er- laubniß, von dem Gottesdienste wegbleiben zu dürfen, nach- jachen. Der Feldwebel — ein „Rhei'-Pälzer", hatte an einem Sonntag Morgen die Mannschaften zur Kirchen-Parade in Casernenhofe aufgestellt- die Leute waren in größter Propretät ausgerückt- Alles funkelte und blitzte. „Wer will frei fei vun der Kerche Parad'" — ruft der Feldwebel — ,ber soll vortrete!" Stramm marschirte der Soldat Johann Jacob Müller aus dem Gliebe heraus vor die Front unb pacht drei Schritte vor dem Feldwebel Halt. „Herr Feld- vebel, ich bitt' g'horschamft von der Kerche-Parad' toegbletbe |u dürfe!" „Ah, der Hanjakob! Natürlich!" — schmunzelt der Feldwebel mit freundlichem Lächeln- „dös hab ich mir zlei denkt, daß eS wieder der Hanjakob iS, der net in die sierch gehe will: aber warum willst Du frei sei von der laiche Parad'?" fragte der Gestrenge. „Herr Feldwebel, ich will mit meinem Schatz spazieren geh'." gesteht erröthend der Han-Jakob. „So, so — also deßwege willst Du von der Kerch Dich drücke — wegen Deinem Schatz — aber, grab Du haft'S am Allernvthigste, daß Du in die Kerch kummst, etib emol Deine Sünde ablege thust- und Du willst mit Deinem Schatz statt deffe spaziere gehe? Du haft's am Mernöthigste- Du sollst fleißig in die Kerch geh'. Der- ftaitne! Han Jakob, geh Du schö in die Kerch!" — Und schwupp — schwupp — schlägt der Feldwebel mit seiner großen Brieftasche dem Soldaten ein paar ordnungsmäßige Ohrfeigen herunter. „Marsch '— eingetrete - — wart' ich toiü Dir ordentlich in bie Kerch gebe!" Der Han-Jakob wacht Kehrt, und tritt wieder in se nem Gliede ein. „Wer toid noch frei fei von der Kerche-Parad?" ruft der Feldweibel wieder — „der soll voctrete!" — aber Niemand mehr folgt dieser freundlichen Aufforderung- eS war über Alle der Geist der Frömmigkeit gekommen.
Auszug aus -en AirchenLücherm
Ver Stadt Gletzen.
Soaugelifche Gemeinde.
»«traute.
Lukasgemeinbe.
Den 1. Februar. Eugen Hermann Letsch, Kaufmann, imb Bertha Mickel, Tochter bes Briefträgers Philipp Mickel zu Gießen.
Johannesgemeinde.
Den 1. Februar. Wilhelm Bopp, BauaufseheraSpirant z« Gießen, unb Margarethe Luise Marie Bauer, Tochter beS verstorbene» Oeconomen Friebrich Bauer zu Rieder-Eschbach.
MatthSusgemeinde.
Den 2. Februar. Dem Mustklehrer Franz Bauer ein Sohn, Franz Christian Karl, geboren den 22. December.
Denselben. Dem Dachbeckermeister Heinrich Ruckstuhl ei« Tochter, Wilhelmine Johanna Margareihe, geboren den 16. Januar.
Denselben. Dem Schneiber Georg Schütz eine Tochter, Anna Bertha Johannette, geboren den 20. November.
Denselben. Dem Bahvarbeiler Heinrich Jericho ein Sohn, Ludwig Daniel, geboren den 19. December.
Denselben. Dem Kutscher Johannes Keil ein Sohn, Eduard, geboren den 30. December.
MarkuSgemeinde.
Dm 2. Februar. Dem Schuhmacher Georg Wink eine Tochter, Elisabeth, geboren den 13. Januar.
Johannesgemeinde.
Den 2. Februar. Ein unehelicher SohnMlbert, geboren de» 31. October 1895.
BeerdisU.
LukaSgemeinde.
Den 6. Februar. Carl Schwan, Weinhandler, alt 38 Jahre, starb ben 4. Februar.
Johannesgemeinde.
Den 2. Februar. Justus Röhrscheid, Schloffer, 78 Jahre alt, starb den 31. Januar.
Dm 7. Februar. Juliane Jung, geb. Kuhl, Ebesrau des HilsS- bremsers Georg Jung, 48 Jahre alt, starb den 5. Februar.
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei Aug. Deibel v. Wieseck, W. Fabel v. Wieseck
2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Gg. Ant. Heuser von Gr.-Lindm 38
Louis Schmidt v. Gr.-Linden 40
116®' Ä“ 163> ,826 (624 6t ff.***, ? baller ,7'bi-?«) el"»»Mrbigei x* V-flnrrich-
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Kunst-AnssteUung,
nähme des SamStaas, von 11 bis 1 Ubr, am Mittwoch auch
noch von 3 bis 6 Uhr. »on«1«-A während deS
«nnnterdrsche« »•* 11 M6 8 Uhr. — Eintrittspreis f®«
Nrchtmttglteder an Werttagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pir
Brodpreife vom 9. bis 23. Februar 1896. Der hiefige« Bäcker.
1 Kg. (2 Pfd.) Takelbrod
2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod ....
bei Aua. Guhr
Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth u.W.Ammd .
3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod
Der auswärtige» Bäcker.


