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Tlixti
Mäusburg 7
Italiener Rothweine
Seltersweg dir. 22.
2259
Benner.
2292
Mäusburg 7
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ULMo'L' Omnibns-Verbindung
— Druck und verlaß >er Brühl Ichrn Un,verfität--Vuch- und 6itinbrudeitt (Pietsch * Schetzda) m
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Zipfenwald: 23 15 3 1 5 6 570
von Trei» nach Mainzlar.
Treis a. d. Lda., den 6. März 1896.
Grobherzogliche Bürgermeisterei Treis a. d. Lda.
Spanische Weine direct bezogen, von Ärztlicher Seite empfohlen, za billigstem Preise.
Starte A Marburgerftraße—Bahnhof und zurück.
Starte B Srünbergerstrahe—Bahnhof und zurück. # M
Linie v »arkt-Schtfienbergenoald und zurück gänftiger°Witterung)
Avie P Marburgerftratze—Wiefeck und zurück._______
Stedactirn: B. Schevda.
Feinst
spanischen wie auch deutschen Cognac.
Unser Garten im Mir;.
Der Frühling braust heran! Hört Ihr in hohen Lüft«i feine Stimmen' Sie ziehen über den Bergwald, über die Wipfel der alten Fichten, den wieder erwachten, vom Felsen stürzenden Gebirgsbach; über die Städte, Dörfer, Seen und Felder! Und von den knofpenden Erlen fchallts zur schlanken Birke, von ihr zum treuen allen Fliederbufch htnterm Haufe; in den Garten dringen di« Stimmen, aus dem ihnen Schneeglöckchen den Willkomm entgegen- läutet H
Täglich kommen und ziehen neue Frühlingsgäste vorbei. Hoch im fonntgen Aether kreist die Weihe; in den Sumpfwie'en umkre fchen lustig die Kiebitze Meister Langbein mit Gemahlin, das erste wieder- gekehrt« Storchenpaar. Drüben im MooSwald 'st ganz heimlich, trotz de« Warnungsrufe« unfere- Sonntag« „Renuniscere (Richtet die Gewehre!) die Waldschnepfe eingezogen, ohne erst ,OoaU'- abzuwarten; in ihrem Reviere und im nahen Park beginnen Roth-, Wachholder- und Singdrosteln, vom Weidenlaubvögelchm begleitet, ihre einzig schönen »bendconcerte.
Und im Obstgarten, da wippen lustig graue und gelbe Bach- stelzchen über dm frischen Maulwurfshügeln, rufen dem emsig wühlmdm Schwarzsräckchen ihr „Grüß Gott!* zu; Fink« und Hänflinge durchstreifen die fronen der alten Apfelbäume. Aus der schüchtern ergrünenden Wiese üben, schwatzhaft huschend, Staarm ihre Feldhüterpflichtm; der Rohrammer lockt aus dem Schilf und in der Haselhecke jubiltren kurze, liebliche Tacte aus des lieben Ro h- kehlch?lnd^w!r sttzt denn da wieder und knixt aus der Wetterfahne des GartenhäuSchen«? DaS HauSrothschwänzchm, daS treue ist«; e« ist wieder da:
„Nun feget aus den alten Staub
Und macht die Laube blank!
Laßt ja kein schwarze- Wtnterlaub
Mir Hegen auf der Bank!
Die erste weiße Blüthe flog Mir haut in« Angesicht, Wtllkommm Lmz! ich lebe noch Und weiß vom Leide nicht."
So zwitschert e« munter fund verspricht, drüben im Psirfich- spalter, In der Mauerlücke, als kleiner Obstwächter, wieder sein Nestchm^^u^baum ache^ Laube blank*, greisen in der lockendm, warmen Märzsonne fröhlich zu Spaten und Rechen - Wtatterlaub und Wintergram au« dem Garten zu treiben, da« kleine Thor der retchm, Geist und Körper erfrischmdm Gartenfreuden zu offnen, um
Rheinweine
(Ober-Ingelheimer Rothwein, Hochheimer Weisswein) und Moselweine.
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noch da» große Ballfest des Ak ad emisch en Verein- zn erwähnen, über besten Verlauf unser nächster Brief ausführlich berichten fall, dann das sechste und letzte Cancert unserer Hofmusik, zu dem zwei hervorragende Solisten verpflichtet find.
Ein interestantes Concert steht uns dann noch bevor. Herr Dr. Franz HarreS, ein jugendlicher Covcertsanger aus unserer Stadt, der in Berlin und Leipzig in den letzten Wochen sehr schöne Erfolge errungen hat, will sich nun auch seinen Landsleuten vorstellen und gedenkt demnächst in einem eigenen Eoocerte hervorzntreten. — Bei dieser Gelegenheit fei auch ein schöne- Wohlthätigkeit-.Concert erwähnt, da» unsere tüchtige Artilleriecapelle unter Leitung ihre» Meister- Stützet vor Kurzem veranstaltet hat. ES galt dem Unterstützungsfond- zur Verabreichung eine- warmen Frühstück- an arme Schulkinder und hat dem guten Zwecke ein stattliches Sümmchen, den wackeren Mufikera aber auf. richtigen Dank und fchönen Erfolg gebracht.
Holzverfteigerung.
In den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde TreiS a. d. Lda.
Strohhüte werden gewaschen, gefärbt und nach neuesten Formen fa-onnirt.
C. L. Gail,
werden versteigert: m
I. Mittwoch den 11. März 1S96, von Vormittag- 9 Uhr an, au» den Distrikten Reue-Wald und Aspenstrauch.
7 Eichenstämme mit 3,29 cbm Inhalt,
2 Buchenstämme mit 2,47 cbm Inhalt,
224,4 Rmtr. Buchen, 2 Rmtr. Eichen-Scheiter, „ „ 3 „ , Knüppel,
„ „ 20 „ „ Zopsreis,
6 „ Buchenstöcke, 60 Rmtr. Weiden-Zopftet-.
II. Donnerstag den 12. März 1896, von Vormittags 9*/i Uhr, aus den Distrikten Hainbuch, Bannenstein, Todtenberg,
St
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Großher
So tagte er, und klappte endgültig zu. 2r fühlte sich doch zu sehr Anfänger, um e» wogen zu dürfen, minder, e« geht nicht laßt mich tn Ruh'.E
Za, das ist sehr schade, daß sich so Mancher abschreckm läßt, und noch bedauerlicher, daß, wenn c« trotzdem gewaat wurde, der mit Freuden begonnene Gartenbau bald wieder verleidet ober versumpft, weil Alle« verkehrt angefangen wurde, bloß deshalb, well die Hauptgrundzüge, das einfache Handwerksmäßige der Sache dm Arbeitenden fehlte.
Aber Alle in solcher Lage tollten die Flinte nicht ins Korn wetfen. ES giebt guten Rath dagegen.
Der beste Rath ist ja immer der an Ort und Stelle, von Mund zu Ohr und Hand, vom practisch, reich Erfahrenen an den Anfänger Aber wie teilen ist daS möglich!
Ich freue mich nun, endlich nach Jahren, dem Heere der hllfe- suchmden Gartentaujünger und -Laten, eine dem allgemein« Le- dürfniß entsprungene Unterwerfung In dieser Hinsicht, al« vollkommm brauchbar und zweckdienlich empfehl« zu konnm. Ich thue btt« selbst auf die Gefahr hin, in dm Verdacht de« Reclamemachm« für dm Buchhandel zu gerathm; er kann mich nicht abhaltm, eine gute Sache zu fördern, die geeignet ist, Dielen Taufenden über die Schwierigkeit« wegzuhelfm, die der Belhäligung ihrer Freude am Gartenbau gleich zu Anfang ent gegen treten.
Johannes Böltner, den Hauptleiter der «Lriftstelle de« bi weiten Kreisen familiär gewordenen „Pract. Rathgeber« tan Obstund Gartenbau", selbst gelernter GLrtnersmann, hat e- — wie wetianb Goethe — „wie hungrige r&wen angefallen': durch zehn Jahre hindurch Hal er durch die jährlich Dielen Tausende von Anfragen bei dieser Stelle, wie kein anderer, die Nöthm der bedrängt« Seelen dileltirenden Gartenfreunde kenn« gelernt Da hat er nun ein Buch geschaffen „Gartenbuch fürjAnfänger' . Eine Unterweisung im Anlegen, Bepflanz« und Pfleg« deS HauSgartm«, im Obstbau, Gemüsebau und in bet Blumenzucht; mit 459 Abbildung» Frankfurt a. O., Trowltzsch u. Sohn, Mk. 6,—. E« ist kein Werk wiiimfchaftlicher Gartenkunst, fonbem ein ächte«, rechte« latar Brevier in Garlmnöthen viel taufmb Nothfchreie hab« eil in« Leb« gerufen — viel taufmb Röthen wirb e« verstummen mach« Unb da- in einer fchlichlen Sprache, ble Jedermann versteht, In Bildern, die nicht nach dem grünen Tisch, sondern erfrischend nach Gartenerde riech«.
ES wirb Viel« da« kleine Thor zu den Garlcns. eub« öffn«, wie wir sie oben schiibertm, weil e« ohne Weitere« ihnen bte Hand dazu führt.
Wir können leidet im befcheldmm Rabmm einer Plauderei in daS Handwerksmäßige der ungeheuer vielseitigen Gartmarbeit« nicht näher eingehen, da« fröhliche Thun, da« jetzt in dm Frühling»- gärten wieder erwacht, nur kurz streif«. — Wer jetzt feine Beete vorbereitet hat, der fLe Erdfen, Puffbohnen, Salat. Mohrrüden. RadieS, Zwiebeln, Lauch, Spinat unb Petersilie; auch Schwarzwurzel Die ersten Steckzwiebeln und Frühkartoffeln können gelegt werd«.
Ueberall geht da« sorgfältige Pflanzen der ObstbLume aller Formen, bet Obst- unb Ziersträucher vor sich Die Epalierbäume wollen gefchnitt« unb geheftet, zu oerebelnbe Obstdäumchm gepfropft fein. Auch bte Königin Rofe können wir jetzt fchon pflanzen müsien sie aber, bamlt sie sicher anwächst, gleich noch einmal zu Boden leg« unb zubecken.
Eine wichtige Maßregel darf der kluge Aplel,achter zu Ende deS Monat« nicht vergesim: dm furchtbaren Femd fetnew köstlichen Kernfrucht, der ihm die Blüihen in der Wiege fchon mordet, ben winzigen Rüsselkäfer „Apselblüthenstecher" wiederholt auf unterlegte Tücher auSzuklopsen, zu fammeln unb zu vernichten Württemberg, unser Hauptobstland, hat im vortgm Jahre,. B. ca. 7100 Eisenbahn wagen Aepfel — bar unter 966 aue Frankreich — eingelü,rt Ebmsovtel hat ihm jedenfalls bet kleine Rüsielkäfer geraubt! Und man läßt ihn leiber fast überall nach HetzmSlust schalten und walt«
Heinrich Freiherr v. Schilling.
die unS Alle, Alle beneidm bürf«, taten in bet dumpf«, staubig« Tretmühle de» Leben» kein ^-ogel'ang, kein Morgenthau, kein vlumm- dlühmdaS Herz erfreut; die das Gefühl bet Ftnrde, ta Sewunta rung nicht kennen, au« dem selbst gelegten Eammkornchen da« geheimnißvolle Wesm Pflanze, bad uns so reiche^ so nützliche Gab« spendet, wachsen zu sehen; am seldstgepflanztm Bäumch« da- Werb« bet süßen Frucht zu belauschen, zu behüt«!
Der März, bet In jetan un» neu geschmktm Jahre dm so ersehnt« Frühling in unsere beutsche Gart« läßt, er ist
ein freunblitter und tr«er Mahner für so viele Hunderttaufende, der« Berus unb LebmSgewohnheltm sie bem Bobmdau ferner Nehm ließ«, sich unb besonberS auch ihre heranwachsmbm Kinber, ba Fteub« be« Gartenbaues theilhasti« zu machen.
Der Gartenbau ist, wmn ich io sag« barf, bte muhelo« zu pflückmbe Blume Poesie be- LanbbaueS: er bringt nicht die schweren Sorgen be- letztet«, bedingt webet nennmtzwerthe Mittel noch besonb.re Arbeitskräfte, läßt sich in baS kleinste eingefriebigte Ettlckchm Muttererde bann« unb bringt nicht nur Erholung unb Fteube, ionbetn auch Nutz«, bet, was G-mufe, Obst, auch Blum« betriff, für eine Famllte, sei es tn der Großstadt oder auf bem Lanbe, oft al- sehr erheblich zu veranschlagen ist! Ja Diel«, bie ihren Erwe.b, trotz aller Anstrmgung, tn schwersten Sorgen nicht fand«, warf schon ein tn b« Freistunbm fleißig gepflegte- HauSgärtch« erwünschte Hilfe tn b« Schooß. .. . _ , . . _ ...
Hg ist frellich wahr: Vielen, die der Berus in das yauiet- aewitr der Städte fesselt, kann der Wunsch nach einem eigen« ober gepachteten Gart« nicht erfüllt werb«. Viel« Ander« aber, die vor dm Thoren der Städte, tn Kleinstädten und aus dem Land' leben, ihren Wohnsitz nehm« können, wäre der Wunsch nach einem Gart«, unb sollt« sie ein Pacht- ober eigenes Gärtchen sich erst schaffen müssm, so leicht erfüllbar! . „ „ m ,, u
Gewiß haben die meist« davon auch ben still« Wunsch barnach, wenn sie tn fröhlich« Sommertagm bekannte ober fretnbe Familien ihre Gartenlust gmießm sehen. Die Hausfrau wünscht sich, eben o herrliche- Gemüse in Hülle unb Fülle selbst bauen »u können, ebenso wunberschöne Rosen für ihre - meist leeren - Blumengläser zu l?ebenilnb die Kinder, mitsamml dem Vater: wie wünsch« sie ein Gärtchen, das ihnen bte prächtig großen Aepfel, so eble Btrnm, saftige Pfirsiche und Aprtkosm liefert, wie sie der alte Herr Nachbar schmunzelnd — unb ein wenig geizig — jahraus, jahrein, auf der niederen Leiter in seine Fruchtkorbe pflückt! Und Elli unb «ja: wie wollen sie hacken und gießen, sich unermüdlich bücken, bte achenden AnanaS-E'dbeeren zu pflücken, bte bei der dicken Obstfrau fo tbeuer, und fo köstlich duft«. Nicht eine wollten sie dabei efien, bi- sie Mama und Alle gesehen, Papa zum Nachtisch sie oertheilte.
„Ach lieber Vater, gitb unS auch einen Garten' Wir wollen Dir ja so helfen, tn Allem, wie Du eS un« sagst!"
So klingt eS mit glühenden Wangen beim FrühlingSspaztergang, wenn hinter Gittern, im fremden Garten, auf sonnigem Rasen, das junge Volk sich jubelnd tummelt, die kleinen Mädchen im breiten Strohhut die grün« Gleßkännchm füllen unb sich bte ersten weißen, gelb« unb lila ErocuS zeigen! ,
3a, ba mag sich mancher Vater ein w«ig hinter bem Ohre grauen: er möchte ja schon, da drüben wär ja auch wa-zu »pacht«, aber — Gärtner kann er kein« nehmen; selbstmachen, ja ba» gtaige schon, und die Kinder anweism, zu gesunder, nutzbringender Beschäftigung, natürlich! , . ,. , . .
Aber — er hat ja im Stillen fchon daran gedacht, er hat auf dem Lesezimmer sich jedesmal in die neue Gartenzeitung vertieft, ja er hat bei feinem Freund Hauptmann a. D., der dm Rummel versteht, einige dickleibige Gartenbücher geliehen, bie biefer Ja m l Recht fehr lobte. Da war der „Regel", der „Jäger", der alte „Christ , der „Dietrich", „Gärdt", „Hofacker" der große „Walter" u. f. w., u. f. w. ; er möchte gewiß auf alle schwören, aber — er Hai fo Jotele» nicht verstanden, mit seinem „beschränkten Latenverstand" Die ©arten- meister gingen ihm oft zu hoch: Die vielen verdammt« FachauSdrücke I Gerade da» Einfachste nicht erklärt!
„Mir wird von Alledem fo dumm, «l» ging mir ein Mühlrad im Kopf herum!"
ÄL Zlhltchthlms.
Freibank. [2275
Heute unb Montag:
8chweineffeilch nicht labenrein, per Pfd. tISPsg.
Ochsensieisch nicht labenrein, pr. Pfd. 54Pfg
Nadelscheit, 73 „
Nadelstamm-, 240 Rmtr. Nabel-Zopfreis, 2 „ Buchen-, 4 ,, Nadel-Stöcke.
Zusammenkunft ist am ersten Tage im Distrikt Neue-Wald bei Mr. i, am zweiten Tage im Distrikt Buchwald, unmittelbar an der Straße
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Id- D. StUT ouer ausdiücklichkr ■W: anotfenben ffi dsiu-liche Mitzbräml f"bet ;7? 511 'ur Erleb Ji- iumjtlein6anl t »hofltn w « ^ndelS mit Di ^er,u liegm , , > 2ntrafl i ^^ipslichtigm wntr ein an Mr sä® bas^
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