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7.5.1896 Erstes Blatt
 
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Sieben, den 6. Mai.

Kirchliche Tienstuachrichle». Se. Kgl. Hoheit der ! Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem Pfarr- I Verwalter Valentin Zatzmann zu Altenschlirf, Decanat I Lauterbach, die evangel. Pfarrstelle daselbst zu übertragen - den evangelischen Pfarrer Adolf Petersen zu Wimpfen a. B. auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Mai 1896 ab in den Ruhestand zu versetzen.

* Parlamentarisches. Rückäußerung Erster Kammer, die Vorlage der Großherzoglichen Ministerien des Innern und der Justiz, sowie der Finanzen wegen Herabsetzung I des Zinsfußes bei Darlehen aus der LandeS- creditkafse betreffend Berichterstatter Abg. WolfSkehl. ES liegen hierzu an Anträgen vor: 1) hinsichtlich der Höhe des Zinsfußes, a. die Mehrheit des Ausschusses: auf dem früheren Beschlüsse zu beharren- b. ein Mitglied (Abgeord­neter HaaS-Offenbach): dem jenseitigen Beschlüsse (der die Grenze der Herabsetzung deS Zinsfußes unter bestimmten Bedingungen auf 31/* pCt. herabsetzt) mit der Maßgabe bei- zutreten, daß die Großh. Regierung zur Ermäßigung des Zinssatzes auf 31/* pCt. von dem Zeitpunkte an ermächtigt sein solle, wo sie in der Lage sei, die Schuldverschreibungen I der LandeScreditkasse mit 3 pCt. verzinslich und nicht zu einem niedrigeren Curse als 95 pCt. auSzugeben, weiter zu diesem Zwecke die Großh. Regierung um eine Gesetzesvorlage zu ersuchen, durch welche die Ausgabe von zu 3 pCt. verzins- lichen Schuldverschreibungen der LandeScreditkasse geregelt wird- 2) hinsichtlich der TilgungSquote, a. die Mehrheit deS Ausschusses: die Großh. Regierung zu ersuchen, den Ständen wegen Abänderung deS Gesetzes, die Errichtung einer LandeScreditkasse betreffend, vom 15. October 1890 eine Vorlage zu machen, nach welcher die in Artikel 9 dieses Gesetzes vorgeschrtebene TilungSquote von 1 pCt. auf */, pCt. ermäßigt werde: b. ein Mitglied des Ausschusses (Abg. Haas- Offenbach): auf dem früheren Beschlüsse zu beharren. 3) hinsichtlich der BelethungSgrenze für die zu ver- psändenden Grundstücke, a. die Mehrheit deS Ausschusses: Beitritt zum jenseitigen Beschlüsse- b. ein Mitglied (Abg. Haas-Offenbach): Beharren auf dem früheren Beschlüsse.

** Krieger Denkmal. Kurz vor RedactionSschluß wird uns mitgetheilt, daß die Königl. Hofoper- und Kammersängerin | Frau Marie Wittich zu einem zum Besten des BaufondS deS Kriegerdenkmals am Dienstag den 19. Mat stattfindenden Covcert ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt hat. Auch die hiesige RegimentScapelle hat, um auch ihrerseits ihr j Scherfletn zu dem Denkmal beizutragen, in anerkennens- werthester Weise den musikalischen Thetl fragl. ConcerteS übernommen.

** Theater Verein. Frau Milan-Dors, deren aus­gezeichnete Darstellungskunst vergangenen Montag im Grill- parzer'schen TrauerspielDes MeereS und der Liebe Wellen" den tiefsten Eindruck hervor brachte, ist von Herrn Director Brahm auf eine Reihe von Jahren für daSdeutsche Theater" in Berlin verpflichtet worden: ein vollgültiger Beweis, daß man an einer der ersten Bühnen Deutschlands die Bedeutung der vortrefflichen Künstlerin zu schätzen weiß. Während Frau MUan-Dore mit wahrhaft genialer Auffassung und ganz im Sinne deS Dichters die Gestalt der Hero verkörperte, wird sie uns im Anzengruber'schen SchauspielDer G'wiffenS- wurm" eine ganz neue Seite ihres reichen Talents bewun­dern lassen.Der G'wissenSwurm" gehört zu den packendsten Volksdramen, die uns Ludwig Anzengruber be- scheert hat. Der gesunde Realismus, der durch das Stück weht, erschüttert und erfrischt zugleich - daS sind die ur­wüchsigen Gestalten, wie sie uns in den Tyroler Bergen be­gegnen. So gelangen in kurzer Zettfolge auf unserer Bühne die beiden größten österreichischen Dramatiker zum Wort, und eS war ein glücklicher Gedanke, als Interpreten dieser Meisterwerke das Kölner Ensemble zu gewinnen.

** Gegen den 8-Uhr Ladenschluß. Der gestern in Trier tagende Bezirksverein beider Hessen und Nassau des deutschen Fleischerverbandes faßte eine entschiedene Resolution gegen den Ladenschluß um 8 Uhr.

* Versammlung von Interessenten für die Zucht des Vogelsberger Rindes. Zufolge Anregung des Königl. Land- rathS Herrn von H eimburg aus Biedenkopf hatten sich am Sonntag, den 26. April im BahnhofShotcl in Mar­burg über 30 Herren aus der Provinz Oberhessen und den Kreisen Biedenkopf, Kirchhain, Marburg, Wetzlar und Dillen- bürg zu einer Besprechung Über gemeinsames Vorgehen zur Reinhaltung und Reinzüchtung der Vogelsberger Rindvteh- raffe eventl. über Gründung einer Herdbuchgesellschaft ein- I gefunden. ES waren u. A. erschienen die Herren: von Negeleiv, Landrath von Marburg, Frhr. Schenck zu SchweinS- berg, Landrath aus Kirchhain, Stackmann, Landrath aus Wetzlar, von Gagern, Provinztaldirector aus Gießen, Ed. Hoffmann, Marburg, K. Fischer, Gutsbesitzer, Hof Zwiefalten, Dr. R. Hesse, Marburg, Leithiger, Wanderlehrer Alsfeld, Robe, Dtrector der Landwirthschaftlichen Winterschule zu Wetzlar, Schlarbach, Dtrector der Sparkasse daselbst, C. Long, Com. Kreißthterarzt Dillenburg, Oberverwalter Betlstein, Laubach, K. Plitt, Secretär des Vogelsberger Rindvieh- züchter-VeretnS für den Kreis Biedenkopf u. f. w. Deo Vorsitz übernahm der Laodrath von Heimburg aus Bieden­kopf und eröffnete die Versammlung. Derselbe legte zunächst die Gründe dar, welche ihn bewogen hatten, die Herren ein­zuladen. Als Vorsitzender deS 1. Landwirthschaftlichen Be­zirks Vereins Nass. Land- und Forstwirthe habe er die Ein­sicht gewonnen, daß im Kreise Biedenkopf und den benach­barten Kreisen der Viehzucht vor dem Getreidebau der Vorzug etnzuräumen sei. In Frage komme hier die Zucht deS Vogelsberger Rindes, dessen große Vorzüge für gebirgige und weniger ertragreiche Gegenden er als allen bekannt I vorauSsetzen könne. Bei der Zucht aber, insbesondere I was die ZüchtungSziele anlangt, liege aber noch Vieles im f Argen. Um hier Wandel zu schaffen, habe er einen *

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Berlin, 5. Mat. DerReichSavzeiger" meldet die Ver­leihung des Rothen AdlerordenS erster Klaffe an den Ober­bürgermeister Dr. Gaßner in Mainz und der Kronenordens erster Klaffe an den Oberhofmeister der Königin von Württem­berg, Freiherr« von Rettzenstein.

Berlin, 5. Mai. Die verbündeten Regierungen legen der yKreuzzeituug" zufolge den größten Werth darauf, daS Bürgerliche Gesetzbuch schon in dieser Session unter Dach und Fach zu bringen. Man hofft, daß die erste Lesung der CommtsfionSberathuog schon bis Pfingsten beendet und die zweite nur 14 Tage in Anspruch nehmen wird. Eine gleich lange Zett, so nimmt man an, würde für die Plenar- berathungeu genügen. So würde etwa in der ersten Hälfte deS Juli der Schluß des Reichstags erfolgen können. Im Reichstage selbst wird dieser Anschlag vielfach nicht für zu- treffend angesehen. Man hält es für wenig wahrscheinlich, bis in den Juli hinein ein auch nur scheinbar beschlußfähiges HauS zusammenzuhalten.

Berlin, 5. Mai. Der Staatssekretär deS ReichS-Marine- amtS, Biceadmtral Hollmann, ist, wie dieBerliner Neuesten Nachrichten" vernehmen, heute vom Kaiser zum Admiral ernannt worden.

Berlin, 5. Mai. Die ReichStagS-Commisfion für daS Bürgerliche Gesetzbuch beschloß heute gegen die Stimmen der Freisinnigen und Socialdemokraten und der Abgeordneten Osann (natl.) und Vtelhaben (Antis.) die Streichung des § 1552, welcher lautet:Ein Ehegatte kann auf Scheidung klagen, wenn der andere Ehegatte in Geisteskrankheit Ver­salien ist, die Krankheit während der Ehe mindestens drei Jahre gedauert und einen solchen Grad erreicht hat, daß die geistige Gemeinschaft zwischen den Ehegatten aufgehoben und auch jede Aussicht auf Wiederherstellung der Gemein­schaft ausgeschlossen ist." Die Mehrheit der Commission will also Geisteskrankheit nicht als Ehescheidungsgrund an­gesehen wissen.

Berlin, 5. Mai. DaS Abgeordnetenhaus berieth heute das Richterbesoldungsgesetz in zweiter Lesung und nahm sämmtliche Paragraphen nach der Regierungsvorlage an mit Ausnahme des § 8, welcher mit 179 gegen 166 Stimmen abgelehnt wurde. Die Novelle zum Central Genossenschafts- I Kassengesetz wurde in zweiter Lesung nach den Beschlüssen I der Commission debattelos angenommen. Morgen zweite Lesung der Creditvorlage für Eisenbahn und Kornhäuser.

Berlin, 5. Mai. Dem Landtage wird laut zu­verlässigen Informationen derBerl. Neuesten Nachr." nur noch ein Nachtragsetat zugehen. Die anderen Vorlagen find nunmehr endgiltig zurückgestellt worden. Die Session wird also vor Pfingsten geschlossen werden.

Berlin, 5. Mai. Es bestätigt sich nunmehr, daß infolge des Verbots des Getreideterminhandcls eine Reihe größerer I Firmen für Producte ihren Sitz in das Ausland ver- I legen werden.

Berlin, 5. Mai. Die Nachricht, daß die verbündeten Regierungen auf daS Zustandekommen des Depotgesetzes I keinen besonderen Werth legen, ist durchaus unbegründet. Man will vielmehr jetzt, nach der Annahme des Börsengesetzes in zweiter Lesung, die Arbeiten zum Depotgesetz so beschien- I nigen, daß noch vor Pfingsten die Vorlage an daS Plenum I des Reichstages gelangen kann. Die Vorlage war nur zurückgehalten worden, um erst das Schicksal deS Börsen­gesetzes abzuwarten.

Wien, 5. Mai. Infolge des seil mehreren Tagen an­haltenden Regens wird von allen Seiten Hochwasser ge- I meldet. Ein großer Thetl der Ortschaften längs der Donau I steht unter Wasser. Der Schaden ist bedeutend, da große I Strecken Saatfelder überschwemmt find. Auch die Nachrichten I oufl Böhmen und Schlesien lauten bedrohlich.

Paris, 5. Mai. Wie aus Ajaccio gemeldet wird, haben in mehreren Ortschaften CorfikaS Ruhestörungen siattgefunden und zwar anläßlich der Gemeindewahlen. Die republikanischen Wähler geriethen mit ihren politischen Gegnern I in Streit, zerstörten daS Mobiliar des WahlbureauS, zer­rissen die Listen und mißhandelten die Mitglieder des Bureaus. I Zahlreiche Personen wurden verhaftet.

Paris, 5. Mai. Die konservativen Blätter constatiren I die Fortschritte der Soci ältsten, bemerken jedoch, I daß mehrere Gemeinden daS Joch der Revolution abge­schüttelt haben.

Carmaux, 5. Mai. In vergangener Nacht haben die Anarchisten einSebastian Faure" unterzeichnetes revo- I lution äreS Plakat an den öffentlichen Gebäuden an­geschlagen. Die Polizei ließ die Plakate abreißen und die I Urheber verhaften.

Madrid, 5. Mai. Ministerpräsident Sagasta erklärte, daß er in den CorteS die Nothwendigkeit politischer Re­formen für Cuba Nachweisen und unterstützen werde. Er erklärte ferner, daß der Krieg auf Cuba Spanien alljährlich 10,000 Mann und 500 Millionen Pesetas koste.

London, 5. Mai. DieMorning Poft" schreibt: Die I Engländer haben nicht den Wunsch, sich in Afrika zu I schlagen, aber sie wollen auch nicht Rhode» und dessen Werk den Buren und den Deutschen ausliefern. Der Einfluß der Deutschen macht große Fortschritte in Transvaal und Prä- sident Krüger ermöglicht dies. Wenn die Deutschen sich I nicht begnügen, den Handel in Südafrika an sich zu reißen, sondern auch noch unseren politischen Einfluß untergraben wollen, so ift e» nötbig, daß in Zukunft da» Amt deS obersten I Kommissar» in der Cap Colonie in die Hände eines Civil- I beamten gelegt wird.

Loadou, 5. Mai. Neueren Mittheilungen zufolge wurde der Schah knieend in der Moschee erschossen und war so­fort tobt. Die Leiche wurde rasch nach Teheran gebracht, wo daS Ereigniß längere Zeit verheimlicht wurde. Das Bcgräbniß findet erst nach Ankunft dc» Thronfolgers statt.

Athen, 5. Mai. In Zante fanden neuerdings starke Erdstöße statt. Die Bewohner find in» Freie geflüchtet, wo sie auch übernachten. '

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Züchterverem mit Herdbuch gegründet, unb hh h t btejcntgtn Zuchtziele aufgestellt, welche in dem , Sroßh. Hess. Wanderlehrer Herrn Leithiger Ji ?, über das Vogelsberger Rind und seine Zucht forn ' Buch nach reiflicher Prüfung niedergelegt sind. v 2** herigev Verhandlungen mit Oberhessen, wo man elH4u die Gründung eines Züchterverein» für da»

Rindvieh verbunden mit einem Herdbuch anstrebe 4'' gleichen Vorgehens auf diesem Wege, sei et zu d» zeugung gekommen, daß nur dann da» denkbar U erreicht werden könne, wenn alle betheiligten Kreiff ir Hessen, Wetzlar, Marburg, Kirchhain, Dillenburg berg, Biedenkopf) hier wüwirkten. Deshalb habe Herren zusammevgerufen, und da» zahlreiche Erichewc- . ' selben biete ihm die Garantie, daß er da» Richtige h-. troffen habe. Nach lebhafter Debatte, an 1 Herren: von Negelein, von Schenk zu SchweinSbero V' mann, von Gagern, Leithiger, Schlarbach, Rode Vong, Dr. R. Hesse, Fischer, von Hagen, Hon»^' Li nahmen, und au» der zu entnehmen war, daß el 3Qe ^2? empfanden, daß die Anfangsschritte zu einem gtOr-^ Vorgehen getroffen seien, sowie die Wertdich»^"^^ leuchtete, welche alle Anwesenden den vielen Vogelsberger Riodviehschlagö entgegenbrachte«, Antrag de» Herrn Provinzialdirector» von Gazen - stützt durch den Herrn Landrath Stackmana aal folgender Beschluß einstimmig gefaßt: 1.Daß fc Zucht des Vogelsberger Rinds bestehenden oder zu den Züchtervereinigungen die Zuchtziele maßgeberd lew :^c die in der Leithigerfchen Schrift über da» DogelSber-.- formulirt find. 2. Daß jeder der in Frage Theile des Zuchtgebietes veranlaßt werden solle, zwn f* fonen zu bestimmen, welche einer Commission beiiren- die Aufgabe hat, die eingeschlagenen Maßnahmen , troliren, welche in den einzelnen Zuchtbezirken in Sinne ergriffen find, und daß 3. die Herausgabe ewdV meinfamen Herdbuchs für die Vogelsberger Zucht all ziel zu erstreben ist. Auf Interpellation des Herrn erklärte sich der Berufer der Versammlung Herr ton re» ! bürg bereit, die weiteren Schritte zur Bildung der inx sionen zu übernehmen. Auch noch nach Schluß in fr sammlung wurde daS interessante Thema vielseitig nom

Flenfongen, 5. Mai. Wie nunmehr feststeht, hier, b 5. Juli l. I. der Bezirkskriegerverband Grünberz * JahreSfest in Flensungen, bei welcher Gelegenker - Kriegerverein daselbst feine neue, von den Frauen unt flauen gestiftete Fahne einweihen will.

-u-Dauernheim, 5. Mai. Aufgepaßt! Seit nnp Zeit liest man, daß in der Umgegend von Mainz fallt! Zw eimarkstücke unter der Bevölkerung verbreilei wären. Diese Falschstücke haben nun schon den Weg r h Wetterau gefunden, kenn dem Schreiber dieser Zeller ii heute ein solches Falsifikat in die Hand gerochen, tu Geldstück ist herzlich schlecht geprägt und man uj ich wundern, daß eS nur von den Leuten angenomwee Wirft man daS Stück auf den Tisch, so ist der Slari Ir. maßen schlecht, daß man glaubt, e» fiele ein xunbel Eichenholz auf die Platte Der Kopf de» Kaffer» Suhe.» I ist so schlecht geprägt, daß man ibn kaum er kenne uab M Schrift ist fast unleferlich. Man nimmt an, daß tci in einer Rolle von Zweimarkstücken durch SieljbanY r hiesige Gegend verschleppt worden ist. Wenn einet sich, Zweimarkstücke hinzählt, kann er ein falsches leichi unttrlau'r lassen, ohne daß es ein Bauer merkt. Man muß den toßo dringend rathen, beim Geldeinnehmen ganz besonderl r.-r sichtig mit den Zweimarkstücken zu sein und jede» beiden Seiten zu betrachten, sonst rtSkirt man, zu werden. Jeder, der Geld einnimmt, merkt

von wem er e» bekam, damit er sich im Nothfale an diese» halten kann.

Heimertshaofen, 30. April. Der heutige Tag uBit:n Schuljugend wie auch allen Erwachsenen zu einem Itcatr:: geworden. Unserem seitherigen Lehrer Äraule i t' welcher infolge seiner geschwächten Gesundheit sich I*1 längerer Zeit in einer Heilanstalt befand und seiner balhge Wiedergenesung entgegensiehi, ist durch die Gnade $r. h Hoheit deS Großh erzogS eine Schulstelle zu Kic'ck (Kreis Gießen) übertragen worden. ES war ein lübrnüc Anblick, als am genannten Tage die brave Vebitrarr. auS unserer Mitte schied und manches Auge wurde ic-t Hat e» doch Herr KrauSmüller während seiner 18 jsbr- Anwesenheit in unserer Gemeinde verstanden, in der Übung seines Berufes und feinem sonstigen Leb n*®«* ein leuchtendes Vorbild für Jung und Alt zu fein M Eltern haben stet» mit Freude der Stunde enfgegengeieto- wo wir uns mit diesem pflichttreuen Manne in die örprtPI unserer Kinder theilen durften. Möge die Saat, welches in Hoffnung von ihm gestreut worden, reifen zu einer trtr lichen Ernte. Unsere Herzen aber schlagen warm t« barer Anerkennung der Verdienste be» treuen Leherrl - die Segenswünsche der Gemeinde begleiten ihn au' neuen Lebensweg!

Dorn Affeaheim, 1. Mat. Im Rreth seiner ' feierte heute unser erster Lehrer, Herr Brand, ,n licher und geistiger Rüstigkeit fein 60jähriges e-u« jubiläum. Möge ihm ein glücklicher Ledenlabem schieden sein. -w

Bad Navheim, 5. Mai. Ein cm Sonntag tc Mörlen gefeierte» fröhliches Hochzeit»fest sollte tieftragischen Abschluß finden. Nach einem ortiud.»^ Brauche sollten während de» Nachtcssen» der Brau: a merkt die Schuhe geraubt werden Auch chr Fruchthändler Joh. «lphons Burk, suchte unbernrrf1 u dem Tische, an seine Schwester heranzukommen. Cr vermißt und fand man beim Nachsehen ft,ntn Körper unter dem Tische, an welchem die 8rc^: n c gelassen hotte. Ein Herzschlag hatte dem -eben t

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