Ausgabe 
7.5.1896 Erstes Blatt
 
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u:r!i «leiblich.

Darmft. Ztg.

Ütrigeu jungen Mannes ein plötzliches Ziel gesetzt- die s r*m angestellten Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. 2!^ Braut ist infolge dkS Schreckens so gefährlich erkrankt, d!L! man ein zweites Opfer befürchtet. Der Jammer der lltytiktgcn sowie der greisen Elt-rn deS Verblichenen ist

Isubach, 4. Mai. Freitag den 8. Mat, Vormittags iiri 10 Uhr, werden Ihre Kgl Hoheiten der Großherzog lli lohe Gemahlin mit Txrrozug hierher kommen. Dem ^fittxramme ist zu entnehmen: Parade-Aufstellung der jdrieger- d adne von Laubach und nächstliegenden Ortschaften am Bahn« stick, Ansprache deS Bürgermeisters und Ueberrerchung eines aBL-rinbouquetM an der Ehrenpforte, in Nähe des Rrieger- d«!nals erbaut, Fahrt durch die geschmückte Kriegerstraße nJiiCbere Langgasse nach dem Schlöffe. Die Abfahrt der fW Herrschaften erfolgt vom Schloßgarten, durch die EWS', Friedrich- und Katserstraße Nachmittags nach 5 Uhr mat Ltch. Die Stadt wird im Festschmucke prangen- ein vltstMgrr Besuch von Auswärts ist, hoffentlich bleibt daS flBitttt gut, zu erwarten.

Bitfeld, 8. Mai. Dem Vorsteher der hiesigen gewerb- tttyn Lehranstalten, Herrn Großh. Hauptlehrer Kilp, wivdrv von Großh. Centralftelle für die Gewerbe die amt- litchn Functionen der Visitation mehrerer Handwerker- W-«lir>gssqulen OberheffenS übertragen. Ferner wird der« icklir auf mehrere Wochen zum Studium der Gewerbe-AuS« flfclung nach Berlin entsandt.

Mainz, 4. Mai In unmen sch licher Weise miß« hti'ini i lt wurde gestern Nachmittag im Walde bei Mombach eiiii lWhriger Junge von hier, der nach einer Version Mai- llfityr fingen wollte, nach der anderen Version einen Brief ai^n einen auf der Wache bei den Schteßständen befindlichen VD «na fizier zu besorgen hatte. Thäter waren eine Anzahl ®1onbid)er Buben, die den Ueberfallenen, der herzbrechend nc onli und um seine Freilaffung bat, nach Jndianerart frxlintun, ihn halb entblößten, an einen Baum banden wit Stockschlägen mißhandelten, bis er befinnungS« iH inur. Die rohen Burschen seien nach einer Meldung v- einem Spaziergänger an Weiterem verhindert h t irbtD, nach einer anderen Meldung sei einer der Syrier selbst so menschlich gewesen und habe den armen C/W1 nach Hause gebracht. Er war, als man ihn unter« wollstandtg zerschlagen und mit geronnenem Blut bedeckt, ordnete zunächst daS Näthige an. Einer der rohen

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Thäter soll erkannt sein, wodurch ja auch die Uebrigen bald zu ermitteln sind. Sie verdienen für ihre herzlos rohe That eine ganz exemplarische Bestrafung.

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VCvUCT^ÖfWSv.

Berlin, 4. Mai. Die Ehrendiplome für die deutschen Aussteller in Chicago find nach der Nationalzeitung" endlich vor acht Tagen von Newhork nach Berlin abgesandt worden.

* Kiel, 1. Mai. An den beiden Mündungen deS Kaiser «Wilhelm > CanalS, zu Holtenau und Bruns­büttel, sollen vom MarinefiScus große Kohlenlager er­richtet werden, um namentlich auch im Kriegsfälle für die Schiffe und Fahrzeuge der kaiserlichen Marine bei ver­größertem Bedarf und etwaiger Stockung der Zufuhr stets genügenden Vorrath zur bequemen Uebernahme bereit zu haben. Die nöthigen Arbeiten sollen bis zum Herbst nächsten Jahre« beendet sein.

* Ein drolliger Mißverstandniß wird aus einem thüringischen Orte berichtet. Ein dortiger Verein hielt eine Sitzung ab- da« Protocoll der vorigen war verlesen, ein Vortrag gehalten und darüber diScutirt worden- endlich kam man zur Erledigung deS Fragekastens. Nachdem einige Fragezettel eröffnet und beantwortet worden waren, entfaltete der Vorsitzende einen Zettel, aus dem er laut vorlaS:Ihr seid ja alle Brummochsen!!" Und gleich hinterher entfuhr dem Vorsitzenden die Aeußerung:DaS ist doch gar keine Frage!" Er wollte damit natürlich nur sagen, daß der Fragekaften nur für Fragen bestimmt sei, aber die Zwei­deutigkeit seiner Worte entfachte alsbald allgemeine Heiterkeit.

* Troppan, 5. Mai. In der Nähe von Kunzendorf schlug ein Boot um, welches über die hoch angeschwollene Ostrawitza fahren wollte. Von den 14 Insassen sind vier ertrunken.

Witterungsbericht vom 5. Mai.

Das Minimum im Osten schreitet nur sehr langsam aus seiner nordöstlichen Bahn fort, doch beginnt der hohe Druck über Central­europa mehr und mehr an Raum zu gewinnen. Von der Ostsee­küste zieht sich heute ein Depressionsgebiel gegen das Schwarze Meer bin. Das Lustdruckgesälle über dem Continent ist noch immer von Nordwesten gegen Südosten gering, wenn auch die Unterschiede geringer geworden find

BotauiMUiAi CHtimmg t

Bei wechselnder Bewölkung langsames Steigen der Temperaturen, einzelne Niederschläge immer noch nicht ausgeschlossen-

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Rathlaus

Acuter Tuberkulose Lungentuberkulose G htrntuberkulose Lunger.cnizündung Lebentzschwäche Masern Ueberfahrenwerden

Wöchentliche Übersicht der Todesfälle in (SieRet

18. Woche. Dam 26. April dia 2. Mat 1896.

Einwohnerzahl: «u,genommen ai 23 000 (Incl. 1600 Mann Militär).

SterbllchkettSziffer: 24,87, nach Abzug der Ortsfremden 18,08%».

Kinder

E« starben an: Zusammen: Erwachsene: hn vom

1. Lebensjahr: LIb.Jahr:

Summa: 11 (3) 5 (3) 3 3

»nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts na» Gieß,« gebrachte Kranke kommen.

Kunst-Ausstellung, EÄXtt-Ä nähme de- SamStagS, von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch au» noch von 3 bis 5 Uhr. Soumtag» »ähren» M Btnitsf «nnntertzr-chsn »»« 11 H« 8 Uhr. - Eintrittspreis ftr Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 V»

LebenSverstiderungtba«! für Deutschland in Gotha. Die vorgenannte älteste und größte deutsche Lebensversicherungs Anstalt, welche, wie bekannt, lediglich mit der Lebensversicherung auf den Todesfall sich beschästigt, hat auch im Jahre 1895 wieder recht befriedigende GeschäftSergebnisse erzielt. Cs wurden von ihr 5278 neue Versicherungen über 38,813,900 Mk. abgeschlossen. Die Summen, welche für eingetretene Slerbelälle zu zahlen waren, blieben wieder erheblich um mehr als 2 Millionen Mark! hinter der rechnungsmäßigen Erwartung zurück, und die Abgänge bei Lebzeiten hielten sich in sehr mäßigen © einen. Der Versicherungsbestand stieg aus 85,441 Personen mit 691,689 800 Mk. Versicherungssumme. Er bat einen reinen Zuwachs von 1861 Personen mit 19 230,800 Mk. Versicherungssumme erfahren. Auch in finanzieller Hinsicht erwiesen sich die Geschäftsergebnisse im Jahre 1895 wieder durchaus günstig Der reine Jahresüberschuß bezifferte sich auf 8,194,320 Mk. Diese« Ergebniß ist außer dem günstigen Verlauf der Sterblichkeit haupt­sächlich dem Umstande zu verdanken, daß die Bankfonds ungeachtet des niedrigen Standes deS Zinsfußes immer noch einen den rech­nungsmäßigen Bedarf erheblich übersteigenden Ertrag lieferten, und daß die Verwaltungskosten auf dem außerordentlich niedrigen Satze von nur 4,96 pCt. der JahreSeinnahme gehalten werden konnten. Die Fonds der Bank erreichten die Höhe von 212,457,617 Mk. Darunter sind 35.468,129 Mk. reine Ueberschüsse enthalten, die im Laufe der nächsten Jahre voll und unverkürzt alS Dividende an die Versicherten zurückgewährt werden. Im Jahre 1896 beziffert sich diese Dividende insgesammt auf 7,510.494 Mk. und stellt sich für die einzelnen Versicherten je nach der Art und dem Alter ihrer Vci- stcherungen auf 29'/, bis auf 114 pCt. der im Jahre 1891 ein­gezahlten Jahres-Norrnalprämie.

« neue, bon denF^ inweihen will, W. Aufgepahl! fc der Umgegenb von der Bevölkerung vrrin: t haben nun schon hei l dem Schreiber ilijn at in die Hand gnr. !echt geprägt und nc n den Leuten angtnoi den Asch so ist bo glaubt, er siele rin . Der Kops bilSci'fL ah man ihn fau®.

Man nimmt c veimarkMen duM pt worden ist. 8c kann er ein falscher Zauer merkt. Man'- Aeldeinnehmen ga°i" Lücken zu sein uod hten, sonst riSkirt m Geld einntmmt, «t lamit er sich im Nsiss

April, Der hentigk len Erwachsenen zu q-ch-« geschwächten Geso°^

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ritr verkauf beginnt jedesmal Vor- 9 Uhr und zwar in Gießen am «Kanals Cöln-Mindener Güterschuppen uicit in llottar südlich vom Güterschuppen.

Üle Merkaussbedtngungen werden vor BssMi kdeS Termins bekannt gemacht.

fc', den 4. Mai 1896.

Königliche Bahnmeisterei 17.

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Dai Nmpflastcr« von etwa 2LZ10 qin Riunenpflaster in beb veilschiedenen Gemeinden wird Mttwoch den 13. d. Mts., VSomnitllags 10 Uhr, hierseldst m mmwier Amtsstube öffentlich und auf in Milche Forderung vergeben werden.

Übsiern-Anschläge und Bedingungen liMvorher hier einzusehen.

Mtirialien sind mitzuliefern. ^.Rechtenbach, 2. Mai 1896.

Das Bürgermeister-Amt. ^415 GMerhesfischtEisenbllhneu sie Lieferung von 2100 <tei«= fchhntvt't« nebst »lemmplattea zum B'^Wzea von Schienen im Werkstätten« bcitmlol vergeben werden

Bindungen und Zeichnungen sind auf be mi -cmbüreau am Riegelpfad einzu- ieEim Älngebote M# zum 11. d. MtS. da ot'.r einzureichen.

. KiÄl-agsfrift 5 Tage.

Wscu, den 6. Mai 1896.

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