Ausgabe 
7.2.1896 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

1778]*

1 W

zu übertragen.

*«tilgten und Naturwissenschaft" so lautete da» Thema de» zweiten Vortrages über brennende religiöse Fragen, den Herr Dr. Joh. Müller au» Leipzig am letzten Freitag vor zahlreicher Zahörerschast hielt. Mit großer Spannung folgten die Versammelten den hochinteressanten Ausführungen des geschätzten Redners, au» denen wir in der Kürze Fol­gendes herauSgrerfeu: Wir leben in dem Zeitalter der Naturwissenschaft, fo begann der Herr Referent, und Inte- resse für sie stehl allenthalben im Vordergrund, doch zeitigt diese Erscheinung die beklagenSwerthe Thatsache, daß daS Interesse vor den religiösen Fragen zurückrrirt, ja eS werden Stimmen laut, die Naturwisienschaft habe mit der Religion aufgeräumt. Sine solche Behauptung beruht immer auf einer gänzlich falschen Aufsasiung von dem Wesen der Reli­gion, sprctell de» ChristenthumS, denn dasselbe ist keine theo« getreten, retische Wahrheit, die mit den wechselnden Anschauungen der Zeiten ebenfalls wechselt, sofern da« Christenthum ,st Wirk-

sein thatenreicheS Leben beschloß.

vefitzwechsel. DaS ehemals Bäcker Germanische HauS am Neuenweg wurde für 31000 Mk. an den Bäcker Spam er au« Schotten verkauft. Derselbe will da» Besitz« thum umbauen und die Bäckerei we ter darin betreiben.

Hegezeit. Mit dem 1. cr. hat die allgemeine Hege­zeit süc das Wild ihren Anfang genommen. Auch da­für Jagdfreunde und Landwirthe gleich wichtige hessische Wild schadengesetz tft zu dem obigen Zeitpunkte In Straft

Zn Steuer Anssehern wurden ernannt: am 15. Januar

1896 brr Mlliräranwär.er Johannes Kaul au» Nauheim

Nietzsche."

Fernsprechverkehr Gießen Frankfurt und Gießen Cassel. Au Gebühren für Benutzung der demnächst in Angriff zu nehmenden Fernlprecheinrichtung werden erhoben: Für ein gewöhnliches Gespräch bi« zur Dauer von drei Minuten in Gießen beim Verkehr mit Bad-Nauhetm, Friedberg und Marburg 50 Pfg., mit Frankfurt und Caffel 1 Mk.,' in Bad'Nauheim beim Verkehr mit Friedberg, Frankfurt und Gießen 50 Pfg., mit Marburg und Caffel 1 Mk.- in Friedberg beim Verkehr mit Bad-Nauheim, Gießen und Frankfurt 50 Pfg., mit Marburg und Caffel 1 Mk.

Luthers Todestag. Der 350jährige Todestag Marti« Luthers, am 18. d. M., wird in allen protestantischen Kirchen gebührende Erwähnung finden. Die Hauptfeier wird in Eisleben stattfinden, wo Luther am 18. Februar 1546

Cocates und LrouinzieUe-,

Gießen, 6. Februar 1896.

** Aus der Stadtverwaltung Wie aus dem Ber- waltungsbericht Großh. Bürgermeisterei für 1894/95 zu ersehen ist, hat die Stadtverordneten-Versammlung 25 Sitzungen abgehalten und 593 Gegenstände verhandelt. Der stärkste Besuch der Versammlungen bestand au« dem Vorsitzenden, den beiden Beigeordneten und 25 Stadtver­ordneten, der schwächste aus dem Vorsitzenden, den beiden Beigeordneten und 15 Stadtverordneten, es nahm im Durch­schnitt jeder Stadtverordnete an 18 Sitzungen Theil. Die städtischen Deputationen und Commiffionen waren beschäftigt wie folgt: Baudeputation, Commission für da« Feuerlösch­wesen und Friedhofs-Commission in 29 Sitzungen mit 614 Gegenständen- Finanzdeputariou in 21 Sitzungen mit 66 Gegenständen, Deputation für daS städtische Gas- und Wafferwerk in 14 Sitzungen mit 93 Gegenständen, Juristische Cowmiision in 7 Sitzungen mit 15 Gegenständen, Schlacht- haus Commission in 6 Sitzungen mit 23 Gegenständen, Landwirthschaftliche Commission in 6 Sitzungen mit 24 Gegen­ständen, Schuldeputation in 3 Sitzungen mit 3 Gegenständen, Commission zur Prüfung der Gesuche um Concesfion zum Branntwein-Ausschank und -Kleinhandel in 14 Sitzungen wir 48 Gegenständen, Deputation für die Märkte in 2 Sitzungen mit 3 Gegenständen, Deputation für daS Ein- quartierungSwesen in 1 Sitzung mit 3 Gegenständen, Armen- deputation in 24 Sitzungen mit 15 Gegenständen, das Curatorium der höheren und erweiterten Mädchenschule in 8 Sitzungen mit 27 Gegenständen, der Schulvorstand In 5 Sitzungen mit 32 Gegenständen.

* Kirchliche Dienstnachrichten. Se. Kgl. Hoheit der ( Großherzog haben Allergnädtgst geruht, am 25. Januar dem Pfarroerwalter Hermann Schmidt zu Groß-Gerau die evangelische Pfarrstelle zu Worfelden, Decanat Groß-Gerau,

Deoetch» ot» Oorc'ia .Herold*.

Berlin, 5. Februar. Der Kaiser begibt sich morgen Avend zur Beisetzung der Großherzogin von Oldenburg nacb Oldenburg. Unmittelbar nach der Bei- sttzung Lhn er nach 'Berlin zurück.

Berlin, 5. Februar. Durch den Abgang de» Prinzen Fii drich von Hohenzollcin stehen, wie derLocalanzeiger" weidet, wichtige P e rsonalveränderungen in der Armee bevor. An der Stelle des Prinzen wird der General Freiherr v. Falckenstein daS Commando deS 3. Armeecorps erhalten, während ter Commandeur der 1. Cavallerie-Bligade, der würitembergiscke Generalmajor von Sick für den Fretherrn von Falckcnstcin an den württsmberg'schen Hof gehen soll. Commandeur der 1. Garde.Cavollcrie-Drigade wird voraus­sichtlich Prinz Friedrich Lcopold. Von anderer Seite wird b-u.-gen als Nachfolger dr« Prinzen Friedrich von Hohenzollern der Commandeur des 1. Armeecorps, Graf Finck von Fincken- stein bezeichnet.

Berlin, 5. Februar. Den Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft ging auf ihre Glückwunsch-Adresse an den Kaiser folgende Antwort zu: Den Aeltesten der Kauf Mannschaft von Berlin spreche ich für die freundlichen Glück wünsche, welche Die mir beim Eintritt in ein neue» Lebensjahr darbrachtcn, meinen wärmsten Dank auS. Don der in der Glückwunsch Adresse zum Ausdruck gebrachten vertrauensvollen Zuversicht, daß die berechtigten Jntereffen deS Handels und der Industrie bei mir stet» ein w ll-geS Gei öc und thuu- lichste Förderung erfahren werden, habe ich mit Befriedigung Kenntniß genommen. Auch ich hoffe, daß eS den Bemühungen meiner Regierung bei weiter Mäßigung der betheiligten Kreise ohne Verfolgung von Soudcrirucrrssen gelingen werde, die

für solche, die zur öffentlichen Zeichnnng aufgelegt find, vor der Zutheilung eine amtliche Preisfeststellung n cht erfolgen bar] und Geschäfte in solchen Papieren von den Börsenein- richtungrn ausgeschlossen sind und von CourSmaklern nicht I vermittelt werden dürfen. § 40 wurde nach den Anträgen Arnim und Gamp angenommen, wonach dem BundeSrathe I obliegt, den Mindestberrag de« Grundcapstals für die Zu- I loffung von Actien an den einzelnen Börsen sowie den I Mtadcstbetrag der einzelnen Stücke zu bestimmen.

Berlin, 5. Februar. Die Commi'sion deS Abgeordneten- | Hauses zur Berathung deS DienfteinkommenS für Volksschullehrer nahm § 1 mit unwesentlichen Aende- rungen an, ferner den ersten Absatz deS § 2, der da« Mini­malgehalt der Lehrer auf 900, der Lehrer nneu auf 700 Mark festsetzt. ,

Rom, 5. Februar. Prinz und Prinzessin Heinrich starteten heute dem König und der Königin im Quirinal einen Besuch ab, welchen dieselben kurz nachher im Hotel Bristol erwiderten.

Paris, 5. Februa". Die Budgetcommission nahm ein­stimmig den Bericht deS Deputaten Raiberti über die Be- w lligung deS CreditS zur Thetlnahme Frankreichs an der Krönung des Kaisers von Rußland an. Der Bericht stellt fest, daß der Credtt zur Ents ndung der außerordent- lichen Gesandtschaft und für die Ausgaben der Botschaft in Petersburg bienen wird. Lobanoff RostowSki theilte mit, der Kaiser und die Kaiserin werden einem Ball, den man ihnen zu Ehren in Moutebello zu veranstalten beabsichtigt, bei« wohnen. Für zwei Häuser, die in Moskau gemiethet, noth- wendtg einzurichten sind, beträgt der Miethpreis 40,000 Rubel. I Die Ausgaben für den Ball und ein sich anschließendes Souper werden 100,000 Rubel erreichen.

London, 5. Februar. Nach einer Meldung derTimes- auS Odessa vom 2. d. MtS. eröffnet in diesem Jahre eine neue Transport-Gesellschaft unter der Directiou eines russischen AdmiralS ihren Betrieb auf dem Schwarzen Meere. Sieben Dampfer find in England bestellt worden. Dieselben sollen so gebaut werden, daß sie in Kriegszeiten in armirte Kreuzer umgewandelt werden können.

Cowes, 5. Februar. Da« Leichenbegängniß deS Prinzen von Battenberg ging bei trübem, bedecktem Wetter vor sich. Die Leiche wurde in CoweS gelandet und auf einer von sechs Pferden gezogenen Laffette mit großen militärischen Egren nach Whippingham übergesührt. Se. König! Hoheit Prinz Albrecht von Preußen folgte zu Fuß mit den Prinzen. | Die Prinzen von Battenberg gingen als Hauptleidtragende vor dem Wagen der Königin, in welchem die Königin, Prin- z-ifin Beatrice und zwei Kinder der letzteren saßen, hierauf folgten die Wagen mit den Prinzessinnen deS königlichen HauseS. Sämmtliche Prinzen gingen im Trauerzuge. Bei Schluß der feierlichen Handlung tn der Kirche zu Wgtppingham wurden drei Salven abgegeben.

Athen, 5. Februar. In Vertretung des Königs begiebt sich der Kronprinz zu den KrönungSfeierstchkeiten nach Moskau. Auch die Königin und Prinz Georg werden an den Festlichkeiten theilnehmen.

Sofia, 5. Februar. Die RegierungsorganeMir" und Progreß" bestätigen die Meldung anderer bulgarischer Blätter, daß der Czar die Emladung deS Fürsten Ferdinand ange­nommen hat, Pathenstelle beim Uebertritt deS Prinzen Boris zu übernehmen. Der Czar dürfte sich durch einen russischen General vertreten taffen. Eine Gruppe hiesiger Bürger trifft Vorbereitungen, um dem Abgesandten deS Czaren mittelst SonderzugeS entgegen zu fahren. Die Ankunft deS bulgarischen Exarchen wird am 9. d. Mts. er­wartet. Aus allen bulgarischen Siädten sollen Deputationen zur Feier de« UrbertritreS be» Prinzen Boris eintreffen, der all- Bischöfe und Arch'mandriten des Landes beiwohnen werden. Sämmtliche Parteiblätler, mit Ausnahme derSwo­boda", des Organs SlambulowS, besprechen daS Manifest des Fürsten sympathisch. Der Monizipalrath veranstaltet Samstag ein Bankett zu Ehren der Minister und Deputaten.

Havanna, 4. Februar. Bei Conaolazion fand ein Gefecht zwischen dcn Aufständischen und den spanischen Truppen statt, bet welchem die Aufständischen 300 Verwundete und 60 Todte verloren. General Lvque wurde verwundet.

e der

22!^« soi

'< ontoufen *' N

en* ll* j[t äff1 8«lf

!<fi f®

? SS

« Haodel jmH***»1***

Äfe j die eiohkiilichk N b die M* i***Ä aniattfenntn. 2) BOj) m* e*i«*tj ^odnuig MtltUi der nutet 1 W Si Dtt deutsche L sruudsützlich der eis btt dmJntn' ftbett und mit alle drühilb für die i Handel und Notir i;h6 beschließt: de <gang der für d örflnhe die Bitte io dem preußische wirt^djaftifammer ju veranlassen, d veritttnnzen geeigi Märkte und den lendiririhschastlichell ja empfehlen, a. f AbtnhgtBldjtionbtl Baagtn in oBtn 15n

L-ilsheilßatt Äntz an die übet d Shin Vereine vom 1 die zahlteichen 3 b>e bayerischen und Llbert«, Alice«, M bildet sich zur Zeit d:S Reichskanzlers, lohe-SchillingSfürft, 8. von dem Snefel ">« Rothen Kr cochvendigen Kamp

von Heilstätten

** S'öbere Anzahl leldltl beizetreten.

7 vnrinSmitglieder ?nl>n ihren Beitritt' LvniRWR beteini ;b!a Nichienenen Au ntn Arbeiten in

Mite

Utmn n, I; 1»m Rch, r?unll Uangpotta'

-00 Heildedüe dnf Hrilstäiie zu

sich zur Zeit fühlbar machenden Gegensätze auf wirthschast- | lichkeit, und zwar schafft da» Zusammengreisen be» rm» an- l-dtem nnö foclalem @eblete allmäiig au6Augletd>en un» alle- gtborentn reli9ta(en ®atpfinben« mit derWI,

StmtrbJimtiatn be« Solte« eine gedeihliche Entfaltung zu neue« geistige« Leben, da« fpteied chnstlich »lle*8fc ^ebee. ermöglichen ° Berlin, 5. gebruar 1896. ge>. Wilhelm, «SX. Da« Ehristeniham ist weiter nicht« al« »er volle Durchbruch ketli», 5. Februar.^ In der B nd g etc° m mi IIi°n de« selbstbewußten religiösen Erben«, bte be»u§te «emetn- be« Reichstage« wird am Donne.-iag der Marineetat schal mit dem lebendigen Gott, hergestellt dnrch e*ri6u«. tut Berathang kommen. Man erwartet schon in der ersten O-wohl nun Religion und Raturwiffenschast auf derselbtu S'tzun, vom Staat-secreiär Hollmann eine auSsllhrliche «a«. Basis ruhen, au, der Wirklichkeit so besteht doch soNwäh- kunst über die immer von Neuem austauchenden Gerüchte, rend Streit zwischen beiden durch Ueberschreitung der Grenz- wonach an den en.scheidenden Stellen die «bficht einer schon Unten von beiden Seiten. Wie weit geht d e Glenze iede« In kürzester Zeit vorzunthmenden erheblichen Bermehrung der beiden Reiche ? Die Naturwissenschaft ist eine Menge unfeier Motte beftehen foB von Einzelkennwissen au« der Ersahrung über die Welt, die

Berlin 5 Sebtuar Ja der hiesigen englischen Religion ist eine bestimmte Anschauung der Welt, d. h. nicht St. Georg «kl r ch e sand heute Mittag eine Trauer- eine bi, in« Einzeiste gegliederte, dogmatisch seftgelegte »n^ leierlichkeil uatb anglikanischem Ritu« für den Prinzen s-hautwg, sondern nur eine Wellanschauung mit Sott al« Heinrich von Battenberg statt, der da« Saistrpaar I Mittelpunkt. Folglich: die Naturwissenschaft biet« k^»e und die Kaiserin Friedrich beiwohnten. Anwesend waren Weltanschauung, sondern nur Naturkenntniffe, die Reiigiou serner die Herren der englischen Botschaft, der hessische Ge> bietet un« keine vollständige Weltanschauung,, sondern ein sandte, die^nächfte Umgebung de« ikaiserpaare« und der W-ltanschauungSprlneip. Redner beleuchtet nun durch einze ne lkaiserln Friedrich und Mitglieder be« diplomatischen Eorp«. Hinweise, wie häufig die Grenzlinien von be den Seite

Berlin 5 Februar. Die Klarlegung über den Stand überschritten, und damit Streitigkeiten hervorg-rusen werden, der Währung-srage Seiten« der osfic ellen Reichsftellen ,. B. wenn die Religion von der Nawrw^enlchaft sordern wird nicht mehr lange auf sich warten lasten. Wie e« wolle, fie habe sich au die im b.bltschen Schöpfung«berlcht heißt, gedenkt der Reichskanzler in Bälde eine Erklärung, geoffendarteu Nawrwahrhtiten zu halten. Dag-g,n st ju deren Text bereit« festgeftellt sein dürfte, Im Reichstage ab- fugen: die Bibel Ist ke-n naturwistenschastliche« Handbuch, »uaeben sondern Gott ihut seinen W llen durch die Bibel kund, und

München, 5. Februar. Prinz Friedrich Leopold zwar trägt er stet« dabei dem Btrftändnlß, dem geift gen von Preußen wird voraussichtlich seinen ständigen Ausenthalt Niveau der Zelt, zu der er redet, Rechnung. We auf dem m * » i. speclell religiösen Gebiet eine Entwicklung zu eonftatireu ist,

Wien, 5. Februar. «u«Quebeck berichtet da«W. Jll. lMose«, Propheten Jesu«), so auch cui dem n(ben(äd)ll4en Erirablatf, daß Nacht» In der Irrenanstalt zu Beauport Gebiet derNaturerkevntnlß innerhalb der Bibel. Da«Bleibende, ein Feu er ausbrach, wobei von den 2000 Patienten etwa die Hauptsache der Weltanschauung der Bibel M, daß fie un« em 100 getödtet und sehr viele schwer verletzt wurden. We.tanlchauungSprlneip, nämlich Gott, gibt. Die ^turedennt.

Baris 5. Februar. Hier tritt mit großer Bestimmtheit niste, die m>t einfließen, können für unsere Forschung nicht das Gerücht auft daß Kaiser Wilhelm dem russischen bindend fein, da« hieße die Grenze der Religion überschreiten. Thronsolger In La Turbie und dem österreichischen Anderseit« find die Grenzen der Wistenschaft voni Ihren Kaiserpaar aus Cop St. Martin einen Besuch abftaiten Bertretern nicht beobachtet tootben, so von den «nhingern will. Bei dieser letzteren Gelegenheit würde eine den osficiellen der Darwin schen Theorie. Redner geht eingehend auf die- Charaeter entbehrende Begegnung de« deutschen Kaiser, mit selbe ein. Gegen die Theor r der Entwickelung au« der dem Präsidenten Saure stattfiuden. Urzelle an sich ist vom christlichen Srandpunkt nicht« emzu.

Paris 5. Februar. Der Handelsminister hat in der wenden. Die Grenze wird aber Überschritten, wenn mai, gestrigen Kammersitzung einen Gesetzentwurf eingebracht, behauptet, diese Theorie sei daS Resultat der wiffenschastllchen demzusolge alle Diejenigen, welche die freie Ausführung der Forschung- da« Ist sie nicht, sondern lediglich eine Hypothese, durch daS Gesetz vom Jahre 1884 dem Arbeiter- Em Schüler Darwin« hat nämlich, um da« neue Eoange iurn Syndicat zugestandenen Rechte verhindern oder zu ver- wirksam au«zudrelten, nicht nur °n Stelle der hindern suchen, mit zehn Tagen bi« zu einem Monat GesängnißResultat" eingesetzt, sondern sich auch bewußter (serich.Ii» und 10 bi» 200 Francs Geldbuße bestraft werden. Die eonstatirter) Fäischungen bedient. Diie Naturiwlffieufchaf

Soe,allsten nehmen diesen Gefetzentwurf sehr günstig auf. überfchreltet ferner alle Mal darin ihre Grenze, wenn sie I 1 M _____ behauptet, Gott ixlstire nicht- diese Behauptung, von der

WB Lissabon 6. Februar. Hier wurden 57 Anarchisten Naturwissenschaft etwa ausgestellt, ist ein direeter Unsinn, denn

verhaftet/ um zu ermitteln, wer am Dienstag Abend die die Wistenschaft kann nicht« Über Golt au-sagen, well Gott

Bombe vor dem Hause des Arzte« warf. Der Arzt hatte sich vollkommen ihrer Betrachtung entzieht. D e Misten chaft

den Arbeiter für verrückt erklärt, welcher den Wagen be« geht ber Entwlcke ung der Dinge nach bi« auf Ihren letzter,

I i » u c,eH,nrt, Grund und doch kommt sie nie dabei zu einem völligen Ab'

I 5ontfl8 m't beworfen. | @ @q« ^rwin, angelangt,

daß sich aus den einfachsten einzelligen Lebewesen da» Leben gebildet, so bleibt immer noch die Frage zu lösens Wie ist die erste Zelle überhaupt in die Welt gekommeir und wie hat sich der Uebergang vom Anorganischen zum Organischen vollzogen, wie der Uebergang aus dem Thier- tn» Menschenreick? Darwin behauptet, daß sich der Mensch au» dem Affen entwickelt habe, aber der Nachweis dieser Behauptung mit Hilfe des Studiums an wilden Völker­schaften, wie an Knochenüberresten, die von einer Zwischen­stufe zwischen Mensch und Affe darstellenden Lebewesen her- rühren, ist mißglückt. Wenn wir also durch die vom Dar- winismuS angegebenen Factoren die Entstehung und Ent­wickelung der Welt nicht ausreichend erklären können, so ist damit der WahrscheinlichkeitSbcweiS, daß Gott nicht existiren kann, hinfällig geworden. Zu einem Begreifen der Welt- entstehung und Weltentw ckeluag, zu einer ei cheitlicheu Welt­anschauung kommen wir nur, wenn wir ein Eingreifen einer übernatürlichen Macht, ein Eingreifen Gotte» annehmeu. Lauter herzlicher Beifall dank:e dem Redner für seine geist- vollen, fesselnden Ausführungen, die, in solchem Abriß wieder­gegeben, bet Weitem nicht aa den Eindruck de» Gehörten heranreichen können. Reiche Anregungen zu weiterem Nach­denken werden dem Hörer geboten. Deshalb fei auch an dieser Stelle auf das Wärmste empfohlen der morgen (Freitag> Abend 8 Uhr im Letblchen Festsaal ftattfindrnde dritte Vor­trag vr. Müllers überVon Darwin bi» Bebel und