Ausgabe 
6.10.1896 Erstes Blatt
 
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anders als dem militärischen Fachmann,- man solle sich be­sonders durch KriegSgerüchte nicht bange mnchen lassen- er werde deshalb eivtreten für den Schutz des Vaterlandes, aber nicht für den Soldatenluxus mit feinen Anhängseln. Die freisinnige Partei habe s. Z. für die Einführung der zweijährigen Dienstzeit gestimmt, leider sei die letztere nicht gesetzlich festgelegt worden. Dank dem Verhalten der anderen Parteien- 1899 liefe die Probe mit der zweijährigen Dienst« zeit ab und dann werde daS Volk die Quittung erhalten in Gestalt erhöhter Anforderungen für militärische Zwecke. Hin« sichtlich der Besteuerung werde er darauf htnwtrken, daß nicht die Hauptlasten abgewälzt würden von den starken auf die schwachen Schultern- die indirecten Steuern seien zu beschränken, ganz abzuschaffen seien sie dagegen so rasch nicht- seine Partei trete ferner ein für Progression in der Einkommensteuer. Er begrüße die Converkirung der Staatsschuld, sie bedeute, daß daS Capital weniger etnbriuge, aber dafür die Arbeit erstarke und somit dem Ueberwuchern des Capital- vor« gebeugt werde - die Convertiruug der Staatsschuld sei auch deshalb zu begrüßen, weil dadurch der Zinsfuß für andere Capitalien ermäßigt und besonders die Landwirthschaft in die Lage versetzt werde, billiger zu produciren, weiter würden die Lasten des Mittelstandes erleichtert und dies be­deute mehr, als das Gewähren sogen. Liebesgaben von Staatswegen. Redner characterifirt hierbei den Antrag Kanitz, bezüglich dessen Gefahr bestehe, daß er bei der schwankenden Haltung der rechtsstehenden Parteien doch noch angenommen werde, von der Regierung würde allerlei zur Hebung des Handwerks versucht- der sogen. ZwangSorgaui- sation gegenüber behauptete er, daß durch sie daS Gute, was die freien Handwerker-Vereinigungen an sich haben, zerstört werde, für diese Art Fürsorge werde sich daS Handwerk be« danken, denn sie lege ihm nur neue Lasten auf, er werde gegen eine solche Praxis auftreten. Er sei weit davon ent­fernt, sich in allen Fragen ein competenteS Urtheil an» zumaßen, wie denn auch für ihn undenkbar sei ein impera­tives Mandat- er werde immer im Sinne seiner Partei handeln, aber sich immer ein Urtheil bilden. Deshalb appe- lire er nicht an das Wohlwollen der Wähler, nur prüfen sollten sie, wem sie ihre Stimme bei der bevorstehenden Wahl geben, denn eS handle sich um das Wohl des deut­schen Volkes und Vaterlandes. Herr Prof. Stengel schloß mit den Worten: Ich werde inzwischen meine Pflicht thuu, thuu Sie die Ihre. (Stürmisches Bravo).

Hierauf nahm Herr Dr. Gutfleisch das Wort und zunächst Veranlassung, die Meinungen anderer Parteien und tu der Presse über seine Stellung zur freisinnigen Partei al« Geflunker zu bezeichnen. Zwischen der Partei und ihm bestände kein Unterschied in den Ansichten. Er bezeichnete die große, in allen Parteien herrschende Unklarheit über die Absichten der Regierung als bedauerlich, weil es noch» wendig sei, daß die Regierung Fühlung mit dem Volke be­halte- die Verschwommenheit unserer Parteiverhältniffe führe zur Jntereffenwirthschaft und doch sei wohl zu unterscheiden zwischen Interessen- und Volksvertretung. Redner führte als Beispiel von Interessenvertretung u. A. den Antrag Kanttz vor, und bemerkte bezüglich der auf Beseitigung der Gold­währung gerichteten Bestrebungen, daß diese mit Falsch­münzerei zu vergleichen seien- weiter wandte er sich gegen die auf Einführung des Zunftzwanges gerichteten Bestrebungen - die Jntereffenwirthschaft laufe auf eine Aufreizung der ver­schiedenen Erwerbsgruppen hinaus, am schlimmsten seien die Agrarier, sie begünstigten die Interessen der Großgrund­besitzer und würden leider, wie die Versammlung im CircuS Busch zu Berlin bewiesen, von oben begünstigt, denn die dort gefallenen Aeußerungen hätten, wenn sie ein Freisinniger oder Sozialdemokrat gebraucht, diesen zu empfindlichen Ge« fängnißstrafen verholfen. Weiter erwähnte Herr Dr. Gut­fletsch den nationalltberalen Parteicongreß- wenn die Natio- nalltberalen wirklich ihre Parteiverhältnisse festigen wollten, so müßten fie zunächst daS Tischtuch zwischen fich und den Agrariern zerschneiden, so lange fie dies nicht thun, bezweifle er, daß fie überhaupt etwas für daS Volk thun wollten. Das zur Schau getragene Wohlwollen der Partei für die Ar­beiter sei so lange nicht als ehrlich zu bezeichnen, so lange diese Partei bestrebt sei, den Arbeitern daS freie Versamm« lungS« und CoalittonSrecht zu beschneiden - die fretfinntge Partei erkenne an, daß Gesetze uöthig seien, die die Wege zur Besse­rung ebnen, u. A. die Krankenversicherung, die Unfallver« ficherung, den Arbeiterschutz u. s. w., aber eS sei nicht zu verkennen, daß bei Erlaß von sozialpolitischen Gesetzen an­dere belastet würden- daS Fehlen sozialpolitischer Aufgaben in den Parteiprogrammen sei für die Dauer zu beklagen, wirthfchaftliche und soziale Fragen ließen fich eben nicht von politischen Fragen trennen. Die fretfinntge Partei habe nicht den Glauben an die StaatSomnipotenz, aber eS müsse der Einzelne feine Kraft entfalten können zur Besserung feiner Lage. Die nächste Wahl werde unter dem Zeichen einer Militär- Vorlage stehen, und man werde nochmal» um die zweijährige Dienstzeit zu handeln gezwungen fein- diesen Zustand hätten die­jenigen Parteien verschuldet, die bet Berathung der letzten Mtlttärvorlage kurzsichtig waren und nicht die Festlegung der zweijährigen Dienstzeit forderten. Herr Prof. Stengel werde für jährliche Feststellung des MilitäretatS eintreten, und somit dazu beitragen, daß der Kampf zwischen angeb­lichem Patriotismus und den BolkSinteressen aufhöre. Der beste Schutz nach außen bestehe in der Wohlfahrt der Nation, ein arbeitSsameS und strebsames Volk gehe nicht zu Grunde, selbst wenn einige Tausend von Soldaten weniger vorhanden seien, als ein General für nöthig halte- bet dem System der HeereSverstärkung würde Deutschland von Bajonetten erstarren, aber geschwächt werden an innerer Kraft. Herr vr. Gutfleisch nahm am Schlüsse seiner Ausführungen Gelegenbett, das von dem Ausschuß zur Wahl de- Herrn Commerztenrath Hetzligenstaedt verbreitete, die Landtags­wahl betreffende Flugblatt zu bespreche«. Die in dem brtr. Flugblatt gegen den bisherigen Vertreter Gießens im Land- rage, Herrn Metz, erhobenen Vorwürfe wegen seiner Hal«

tung in der Frage wegen Diederzulaffung der Jesuitenorden, der Verstaatlichung der LudwtgSbahn und de» Eisenbahn- Vertrag- mit Preußen, de- BahnprojectS LondorfGießen und schließlich denjenigen, daß Herr Metz die Interessen der Universität nicht gewahrt, erklärte Herr Dr. Guifleisch ent­schieden zurückweisen zu müssen. Lächerlich sei eS, das Ver­halten Metz' in der Jesuitenfrage als ausschlaggebend für die Wahl htuzustellen, daS Jefuttengesetz sei ein Ausnahme­gesetz und wer Ausnahmegesetze zulasse, befände sich auf ab­schüssiger Bahn, der gefährde die Freiheit- die Mehrheit der Einwohner Gießens würde den Versuch, confesfiouellen Zwie­tracht zu säen, aufS Entschiedenste verurtheilen. Wa­den hessisch-preußischen Etsenbahnvertrag betreffe, so habe Metz gegen denselben gestimmt, weil diese schwerwiegende Frage erst gründlich zu überlegen sei und man die Wähler habe sprechen lassen und den Entwurf nicht noch vor Schluß des Landtag- habe durchpeitschen wollen. Auch den Vor­wurf, Metz habe bezüglich seine- Verhalten- zu dem Bahn- project LondorfGießen die Interessen Gießens geschädigt, weise er zurück- daß da- Project nicht zur Ausführung ge­kommen, sei anderen Umständen zuzuschreiben, habe doch die au- fast lauter Nationalltberalen bestehende Commission da- Project GrünbergLollar selbst empfohlen- die Bahn Lon­dorf-Gießen würde auch Herr Heyligenstaedt nicht zu Stande bringen. Die Aufstellung de- Herrn Oberbürger­meisters Gnauth, den er recht wohl befähigt halte, Gießen im Landtage zu vertreten, durch die Nationalltberalen fei lediglich aus ehrgeizigen Motiven der Partei erfolgt, um der Welt verkünden zu können, fie habe gesiegt. Herr Metz habe stets baß Interesse der Stadt gewahrt- er bezeichne den Aufruf als ein bedauerliches Machwerk und hoffe es noch zu erleben, daß die nationalliberale Partei keine Mehr­heit mehr im Landtage finde, fie sei eine Partei der In­toleranz. Zum Schluß besprach Herr Dr. Gutfleisch die GewerbegertchtSwahlen, als bedauerliches Zeichen der Theil- nahmlofigkeit die Thatsache hinstellend, daß von 586 Arbeit­gebern nur 19 zur Wahlurne gegangen. Indem er diese Vernachlässigung der Pflicht gebührend bezeichnete, richtete er an die Anwesenden das Ersuchen, stets eingedenk der Pflicht zum Wählen, besonders angesichts der bevorstehenden ReichS- tagSwahl zu sein- geschehe dies, so werde der Wahlkreis Gießen wieder zu einer ehrenden Vertretung im Reichstag kommen und nicht mehr antisemitisch vertreten sein.

Herr Redacteur Scheidemann erklärte fich mit dem größten Theil der Ausführungen der beiden Vorredner ein­verstanden- er warf zunächst den Nationalliberalen vor, daß fie s. Z. die Umsturzvorlage befürwortet und theilö offen, theils versteckt gegen daS allgemeine gleiche und directe Wahl­recht vorgingen. Auf die Antisemiten, oder wie sie sich jetzt nennen, deutsch-socialen Reformer, übergehend, bemerkte Red­ner, daß Dr. Böckel das Verdienst gebühre, die kleinen Bauern über ihr Verhältuiß zu den Großgrundbesitzern auf­geklärt zu haben, die antisemitische Partei garantire daS Wahl­recht nicht, ihre Vertreter hätten auch im Gegensatz zu dem ge­gebenen Versprechen für die schwer auf dem Volke lastende Militärvorlage gestimmt. Mit allem aber, wa- die freisinnige Partei anstrebe, könne er auch nicht einverstanden sein- er verwahre fich vorerst dagegen, daß die Arbeiter die Arbeit­geber bekämpften - die kleinen Handwerker hätten leider noch nicht begriffen, daß fie gleiche Interessen mit den Arbeitern hätten, die Arbeiter bekämpften die Capitalistenklasse, und hier scheide sich die Socialdemokratie von »der freisinnigen Partei. Was nütze dem Arbeiter alle politische Freiheit, wenn er social nicht frei sei. Nicht Umsturz wolle die So­cialdemokratie, sondern Aufklärung, daß die heutige Gesell­schaftsordnung Klaffenwirthschaft sei, daß die große Masse der Nichtbefitzenden fich alles gefallen lassen müsse, was ihr eine kleine Minderheit der Befitzenden biete. Da- Etnrücken in daS Bramtenthum, welches sich nicht in die Lage der ar­beitenden Klasse denken könne, bleibe den oberen Zehntausend Vorbehalten, eS müsse verlangt werden, daß auch den Söhnen unbemittelter Eltern diejenigen Unterrichtstnstitute offen stehen, in denen fie die Befähigung erhalten, in Beamtenstellen etn- zurücken- das Beamtenweseu müsse mit den Söhnen des Volkes durchsetzt werden. Redner erhebt wiederholt den Borwurf, daß die fretfiunige Partei fich verbunden mit an­deren Parteien, wenn eS sich darum gehandelt, Front gegen die Socialdemokratie zu machen, so bet der hiesigen Stadt» verordneten-Wahl, der Landtagswahl in Offenbach u. s. w. Redner bezeichnet die freisinnige Partei als eine Partei der Jntereffcnvertretung, als capitalistisch - die soctaldemokratische Partei sei die einzige Partei, welche die Volkswohlfahrt durch­setzen wolle. DaS von der freisinnigen Partei empfohlene Priucip der Entfaltung der freien Kräfte helfe dem kleinen Handwerker nicht, das beweise die Statistik von der Auf­saugung des Handwerks durch den Großbetrieb. In Wirth- schaftlicher Beziehung lasse die freisinnige Partei alles gehen wie es gehe, in politischer Beziehung mache fie den Arbeiter rechtlos.

Herr Schlossermetster Dörr fragte hierauf den Vor­redner, wie denn die Socialdemokraten dem Handwerk helfen wollten. Demgegenüber erklärte der folgende Redner, Herr Müller, daß dem kleinen Handwerk überhaupt nicht zu helfen fei. Später nahm noch Herr Scheidemann Ver­anlassung zu erklären, daß feine Beantwortung der Frage anders gelautet hätte- da- Handwerk gehe zu Grunde in Folge des durch die capitaliftifche ProductionSweife begünstigten Großbetriebs. Den Handwerkern selbst könne nur geholfen werden, wenn fie fich der Socialdemokratie anschlöffen.

Herr Landtag-abgeordneter Müller (Soc.) legt die Punkte des socialdemokratischen Programm- au-, in denen Freisinn und Socialdemokratie auseinandergehen; weiter stellt er in Aussicht, daß eS sich bei der nächsten Reichstag-« Wahl darum handeln werde, ob der Wahlkreis von eine« Antisemiten oder einem Socialdemokraten vertreten werde, da sowohl die freisinnige wie die nationalliberale Partei nicht mehr in Frage kämen. Er erwähnt weiter die Ber« staatlichung der Hesfischen LudwtgSbahn, da- Verhalten der

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Freisinnigen in der Militärvorlage und fordert schlietzijt seine Parteigenossen zu reger Agitation auf- fie sollten z«. der morgenden Landtagswahl gegen die Nationalliberale, dagegen für die Wiederwahl de- Herr« Metz stimmen.

Herr Krumm erklärte, daß die soctaldemokratilch« Parteiconferenz beschlossen habe, bei der Landtag-wabl Herrn Metz zu stimmen, ,bo man ihn für daS kleinere utb.i halte."

Herr Prof. Stengel ergreift hierauf nochmal- i8- Wort zur Entgegnung auf die der freisinnigen Partei Herrn Scheidemann gemachten Vorwürfe, dabei bemerkrot daß eine gewisse Seelengemeinschast zwischen Socialdemokran, und Anarchisten nicht wegzuleugnen sei. Der von bti Socialdemokraten angestrebte ZukunstSstaat sei gleichbedemert mit Vernichtung der (Kultur.

Auch Herr Dr. Tutfleisch wendete fich gegen 11 Vorwürfe der socialdemokratischen . Vorredner über tu Verhalten der freisinnigen Partei zur Militärvorlage, itt den Stadtverordneten- und Landtagswahlen und bezüglich der socialen Fragen- er betonte besonders, daß der eu$t die Pflicht habe, überall da einzutreten, wo im freien Cnd der Kräfte diejenigen de- Einzelnen nicht auSretchen, cbc auch in Betreff de- StrikeS betonte er, daß tu Freisinnigen jederzeit auf Seiten der Bedrückten stüntrr. Die Schaden des CapitaliSmuS verkenne er nicht, hvtlit fei aber da- Product einer tausendjährigen Entwickeln»,, auf dem Wege aber, den die Socialdemokratie einschloge, werde nichts erreicht- er spricht sich schließlich entLtetj dagegen auS, daß an Stelle des Individualismus fa CollectivtSmuS trete.

Herr Metz wendet fich ebenfalls gegen eine Ruhe focialdemokratifcherseitS gegen die freisinnige Partei erhobt» Vorwürfe wie gegen die Vorwürfe der nationallibn^!- Partei in dem Wahlflugblatte. Er legte eingehend die @t> fichtSpunktc dar, unter denen er bei Behandlung der Jeimre» frage, der Interessen Gießens al- Universität, der lubnqi. bahnfrage und des BahnprojectS Londorf Gießen gehanitü und kam zu dem Resultat, daß die gegen ihn erhobe^- Vorwürfe, die der Kürze der Zeit wegen nicht einmal bintt tu Flugblatt ins gebührende Licht gestellt werden köum». ungerechtfertigt feien. DaS Gebahren der Nationaliberain fei aufs entschiedenste zu verurtheilen.

Nachdem noch die Herren Scheidemann, Rrua Prof. Dr. Stengel nochmals gesprochen, schloß hm Eichenauer, an welchen Herr Metz, nachdem da- Flug­blatt der nationalliberalen Partei zur Kenntniß der Sri- sammlung gebracht, den Vorsitz übertragen hatte, die inzwt'chen der vorgerückten Zeit wegen ftaik gelichtete Versammlung mit einem Hoch auf daS deutsche Vaterland!

* * ReichStagSwahl. Wie auS der Bekanntmachung Eroßh. Bürgermeisterei ersichtlich, liegt die Wählerliste in der Zeit vom 8. bis einschließlich 15. dS. MtS. auf der Bürger- meisterei zu Jedermann- Einsicht auf. Wir theilen h'nzi mit, daß der nächsten Nummer de- Anzeiger» ein Äbfct?; dieser Liste beigelegt werden wird.

* Stadttheater. Heute findet die Aufführung der tifc- fpiel-NovitätMau e rblümchen" au- der bewährten Fetn der Herren Blumenthal und Kadelburg statt. Morgen ii eine Wiederholung de» bei der ersten Aufführung sehr b.i- fällig ausgenommenen Moser'schenHypochonder". Voraut- sichtlich wird noch im Laufe dieser Woche die NovitätDer Dornenweg" von Felix Philippi, dem Verfasser vonSo«!* thäter der Menschheit-, in Scene gehen.

* * DaS diesjährige Abturn en des Turnvereins verlies programmgemäß. Näherer Bericht über dasselbe und tie damit verbundene Feier folgt morgen. Da- von den r« nannten Ehrenmitgliedern dem Turnverein gestifiete k-rt ift an dem Schaufenster des Herrn Graveur Schwan a« Kreuz ausgestellt.

Da- Kaiferpanorama des Herrn Schmidt »rt am 15. Oktober für die Winterfaifon 1896/97 wieder er öffnet werden in den Näuen Säuen 1. Der Apparat wird Io ge­stellt, daß man bequem Herangehen kann. Zur Eröfinuog gelangt eine neue Serie zur Ausstellung: Venedig wählend der Anwesenheit Kaiser Wilhelms II., worunter die Gür- Gondeln um Sr. Majestät SchiffHohenzollem" von schöner Wirkung sind. Diese Serie wird nicht verfehlen, eine de- sondere Anziehungskraft auszuüben. Im Verlaufe des Sintert wird noch eine ganze Reihe neuer Serien ausgestellt werten, u. A. ber Gardasee, Verona, Triest, Fiume, voleSca, Abbazte, neueste Aufnahmen von Wien, Moskau mit Kaiferktönnnz und das Unglück auf dem ChodinSkhfeld, ferner eine ver-e Petersburg mit den Zarenfchlössern, Berlin mit der Bal« stellung, Budapester Ausstellung, Nifchni-Nowgorader ürt- stellung, die Khffhäuser-Feier, Deutsch-Ostafrika, ©ü^rii' afrika, Brasilien, Venezuela, Schweizerreisen, Meran, Vozen, Gastein, die Bäder Karlsbad, Marienbad, FranzenSbab, btt Nordpolfahrt von Nansen, Andree, Spitzbergen u.s.w. ®l unS Herr Schmidt mittheilt, wird die diesjährige Saison die reichhaltigste und schönste, da er mit den Weltfirmen von allen Staaten einen Leihoertrag für die photoplastischen fln' nahmen abgeschlossen hat. Sodann hat Herr Schmidt etrt. ganz neue Erfindung an seinen Apparaten angebracht, uni zwar Tag- und Nachtbelenchtung mit GaS, wodurch st der Besucher auf seinem Platz fich von außen am Knopf die ve» leuchtung regnliren kann. Die neuen Ausnahmen sollen vor­züglich ausgefallen sein, und der Besuch deS Panoramas bietet somit für den Winter wieder viel deS JnteresianttN. so daß fich ein Abonnement lohnen wird.

EiNjahrig-Areimillige. Am 1. October find 43 8 jährig-Freiwillige beim Kaiser Wilhelm Regiment eingrrett

* vrieftanbe zagest,gen. Herrn «. Sil bin »er W

selbst ist eine Brieftaube zugeflogen. DaS Thier ständig erschöpft gelandet und hat fich ein Vein verletz'. * Ring trägt daS Zeichen A. 63. 387. Die »lSgel hni gezeichnet: 4. Feder grün, ein Strahlenstern, 6. Feder" m Dillenburg, 6. Feder, ein Wort unleserlich, Verein SSlo.

d 64 wird hier ibr bei der Reick ! s. Cctobtr bis .«schließlich W

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