Ausgabe 
5.11.1896 Erstes Blatt
 
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Wer eine Erweiterung der Volksrechte und eine wahrhaft freiheitliche Verfassung will,

Wer die Selbstbestimmung und Selbstverwaltung des Volkes in Reich, Staat, Provinz und Gemeinde will, Wer die Abschaffung aller die freie Meinungsäußerung und die freie Vereinigung einschränkenden Gesetze will. Wer der Reaction auf allen Gebieten einen energischen Damm entgegengesetzt wissen will, Der wählt den für die wirtschaftliche, politische und geistige Befreiung des Volkes kämpfenden

Candidaten der soeialdemokratischeu Partei

Philipp Schndemsm in Gießen.

Auf zur Wahl! Thut Alle am Donnerstag Eure Pflicht!

Die Wahlhandlung dauert von 10 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Nachmittags. Abwesende können in keiner Weise durch Stellvertreter oder sonstwie an der Wahl theilnehmen. Die Wahl ist eine geheime. Der Stimmzettel muß derart zusammengefaitet sein, daß der auf ihm verzeichnete Name verdeckt ist. Der Name de- Candidaten darf auf den Stimmzettel auch mit Bleistift oder mit Tinte geschrieben sein; die Schrift muß dann aber deutlich und genau sein und es darf Vorname und Wohnort nicht fehlen. Es könne, auch gegnerische Stimmzettel in der Weise benutzt werden, daß der Name des gegnerischen Candidaten sichtbar und vollständig durchstrichen und der des eigenen Candidaten leserlich darauf geschrieben wird.

An die Wähler in der Stadt Gießen.

In letzter Stunde versucht die freisinnige Partei, unseren Candidaten persönlich anzugreifen. Wir weisen diese Kampfesweise ruhig, aber entschieden zurück. Unser Candidat, Herr Carl Melnert, war 1893 ein offener nnd ehrlicher Nationalliberaler, ist es jetzt gerade so nnd wird es bleiben. Er ist kein einseitiger Agrarier, sondern wird, wie er ausdrücklich erklärt hat, die Interessen möglichst Aller zu vertreten bemüht sein. Daß die nationalliberale Partei mit ihrer Parteifreiheit mehr geleistet hat, als die freisinnige mit ihrem einseitigen und unbekehrbaren Parteizwang, lehrt die Geschichte.

Schließlich richten wir an die rnhig denkenden bürgerlichen Wähler folgende Warnnng im Namen des von der freisinnigen Partei so gering geschätztengefunden Menschenverstandes". In die Stichwahl mit dem antisemitischen Candidaten kommt entweder der nationalliberale oder der socialdemokratische Candidat; die Stimmung der bäuerlichen Wähler läßt keinen Zweifel darüber aufkommen, daß auf dem Lande Herr Professor Stengel nur von einer verschwindend geringen Zahl gavählt werden wird. Wer also dem freisinnigen Candidaten feine Stimme giebt, erhöht die Möglichkeit, daß der focialdemokratifche Candidat in die Stichwahl kommt. Wir haben so viel Zutrauen zu der vaterländischen Gesinnung unserer Bürgerschaft, um zu glauben, daß ihr das allgemeine Wohl höher steht, al» ein doch vergebliches Parteiftreben. "r*

Die freisinnige Partei behauptet, an Patriotismus und Idealismus hinter uns nicht zurückzustehen; sie mag bei dieser Gelegenheit es beweisen, indem ihre Parteigenossen gleich bei der ersten Wahl ihre Stimmen dem Candidaten der bürgerlichen Parteien geben, der allein Aussicht auf Erfolg hat,

Herrn

Gutspächter auf Hammerhof.

In diesem Wahlkampf werden wenige Stimmen die Entscheidung geben. Darum versäume Keiner, morgen, Donnerstag, seine Pflicht und geh» rechtzeitig zwischen 10 und 6 Uhr zum Wählen. Stimmzettel find am Wahllocal zu haben.

Der nationalliberale Wahlausschuß.

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Für die überaus vielen Glück wünsche anläßlich unserer sil­bernen Hochzeltsfeier sagen wir auf diesem Wege allen Freun­den und Bekannten unseren

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Gießen, 4. November 1896.

A. Keßler nnd Frau.

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 5. d. Mts., Vor­mittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Dammstraße 26, aus statt.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Familie Oelhar.

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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben, un­vergeßlichen Gatten, Vater, Bruder, Schwager, Schwiegervater und Großvater

Herrn Moritz Enders

nach kurzem Leiden heute in ein bessere» Jenseits abzurufen. Mit der Bitte um stille Theilnahme

Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:

Joseph Cnders, Grobherzoglicher Reallehrer.

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem uns so schweren Verluste, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagt herzlichsten Dank

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! Giessener Stadttheater.

Donnerstag, den 5. Rovbr. 18961 Erstes Gastspiel

des Herrn Oscar Höhnte vom CSlrrer Stadttheater.

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Heute Donnerstag:

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