•• Postperfoualuachrichteu. Versetzt find: der Post« kasfirer Mittelstäot von Gießen nach Berlin, der Post asfisteot Fastg von Berlin nach Mainz. — Za Postaflenten angenommen find: der Schneidermeister Sahm III. in Jügesheim und der Gemeinde-Einnehmer Frteß in Mommenheim. — Aus dem Poftdtenste freiwillig auSgeschiedeu ist der Postagent Bopp in Mommenheim- gestorben ist der Postagent Grieß manu in Urberach.
*• Borirag. Am nächsten Freitag den 6. November, Abends 8 Uhr, wird Herr Dr. Johannes Müller in Steins Garten seinen zweiten Vortrag halten und zwar über das Thema: „DaS Naturgesetz und der christliche Glaube". ES ist das die eigentliche entscheidende Frage im Kampf der Geister, sobald eS sich um Religion handelt. Macht der lückenlose Zusammenhang zwischen Ursachen und Wirkung, den wir überall beobachten, nicht jedes Einwirken Gottes in Natur, Geschichte und in das eigene persönliche Leben, also auch jede Hülfe GotteS unmöglich und damit alles Gottvertrauen illusorisch, alles Beten überflüssig? — Andererseits hebt die eiserne Nothwendigkeit, die damit gegeben ist, nicht auch jede Freiheit und Verantwortlichkeit des Menschen auf und macht ihn zur willenlosen Puppe im Weltgetriebe? Eine Folgerung, die die Revolution und Anarchie nicht nur auf religiösem, sondern auch auf moralischem und staatlichem Gebiete bedeutet. Man sieht, eS find schwerwiegende und foigereiche Probleme, die das Thema deS nächsten VortragS Dr. Müllers in sich schließt. Wir machen deshalb ganz besonders darauf aufmerksam.
•* Religiöse Vorträge. Nächsten Freitag, 6. d. MtS., wird Herr Dr. Johannes Müller seinen zweiten Vortrag in Steins Garten halten. Hoffentlich übt dieser eine ebenso starke Anziehung auf das Publikum auS, wie der erste. Der Besuch jenes ersten Vortrages war über Erwarten zahlreich. Die Versammlung folgte den Worten des Redners mit gespannter Aufmerksamkeit. Wir können die gedankenreichen Ausführungen, welche Herr Dr. Müller seinen Zuhörern am Abend des 23. October bot, ja natürlich nur sehr flüchtig skizziren. Doch wollen wir versuchen, wenigstens Einzelnes zu fixiren. Jeder Mensch, der über die Räihsel deS Daseins wirklich nachdenkt, stößt aus die Frage nach Gott. Auch der Materialist, der Gott leugnet, muß sich mit dieser Frage auseinander setzen. Selbst dem gläubigen Christen drängt sich zu Zeiten die Zweifelsfrage auf, ob eS einen Gott gebe. Steht es nun so, wie vielfach behauptet wird, daß die Wissenschaft bewiesen hat, cs gebe keinen Gott, Gott sei lediglich eine Fiction des Menschen? Für den Glauben erscheint Gott als der Träger alles Seins und der Schöpfer alles Seins. Die Naturwiffenfchaft aber hat es lediglich zu thun mit der Erscheinungswelt. Von dem Wesen, das dieser ErschetnungSwelt zu Grunde liegt, kann sie nichts auSsagen. Den Beweis, daß Gott nicht der Träger alles Seins sei, kann sie gar nicht erbringen. Ebenso steht eS mit Gott, dem Schöpfer alles Seins. Immer find wir an die Grenzen der Endlichkeit gebunden. Wenn Gott das unendliche Wesen ist, so können wir vom Standpunkt der Naturforschung aus über ihn nichts sagen. Unsere Organe, die wir zur Durchforschung eines Gebietes gebrauchen, versagen auf einem andern. Unser ganzer wissenschaftlicher Apparat läßt uns in Stich, wenn es sich um die Frage nach Gott handelt. Nun kann man sich freilich die Sache sehr leicht machen, wenn man sagt: es gibt keine andere Welt als die körperliche Welt. Aber gegen diesen Satz gibt eS einen schlagenden Beweis. Das ist unser Geist. In unserem Geist lernen wir eine andere Welt kennen, nämlich die geistige Welt. Wie kann mau da leugnen, daß er eine übermenschliche geistige Macht gibt? Der Materialismus freilich behauptet, daß der Geist nur existire als Function deö Körpers. Aber die Naturwissenschaft hat unS einen Beweis gegeben, der dem Materialismus das Fundament entzieht. DaS ist das Gesetz von der Erhaltung der Kraft. Rach diesem Gesetz erzeugt Bewegung nur körperliche Bewegung oder wandelt sich zurück in potentielle Energie. Die körperliche Bewegung unseres Gehirns aber kann doch nicht etwas ExtraeS, etwas Anderes, das Denken, hervorbringen. Vom w ssenschaftlichen Boden ist also der Geist etwas Unbe- gretsltcheS. Er exiftirt aber doch. Also haben wir eß mit einer neuen Welt zu thun. ES gibt eine geistige Welt, die man nicht erreichen kann auf naturw ssenschaftlichem Wege. Man sagt, die Wirklichkeit GotteS sei auS der Welt geschafft durch daS Gesetz der Entwickelung, daS die Naturforschung entdeckt hat. Aber wenn wir auch Alles, was existirt, auS der Entwickelung erklären wollen, so müßte doch erst nachgewiesen werden, wie diejenigen Kräfte und Anlagen in daS Sein kommen, aus denen die Entwickelung entst hen konnte. Der Schluß, daß die EntwickelungSwahrheit Gottes Wirklichkeit auS der Welt schaffe, ist ein vorschneller Schluß. Die ordnende Macht wird dadurch nicht außer Kraft gesetzt, daß mau nachweift, wie jede Wirkung auch ihre Ursache hat. Im Gegentheil! Wenn wir Hinsehen auf jenes wunderbare große Ganze, auf diese strenge Gesetzmäßigkeit, die durch alles hindurch geht, so können wir unS dem Gedanken nicht entziehen, daß dem allem ein Verstand inne wohnt. ES liegt nicht so, daß wir ein Opfer deS JntcllectS bringen müßten, wenn wir Gott bekennen. Tausende müßten ein Opfer -btß Intellekts bringen, wenn sie Gott leugnen sollten. Wenn der Sinn für die Natur einmal erweckt ist, so werden wir Überwältigt von dem Zeugntß GotteS, daS unS die Schöpfung gibt, so wird eS uns ebenso gehen wie Alexander von Humboldt, dem der Psalm von dem Lob Gottes auS dem Buche der Natur (Psalm 104) der liebste Psalm war. Sehen wir die Weltgeschichte an, so erblicken wir in der Geschichte der Völker eine Gleichartigkeit. Aber wir treffen ein Volk, daS nicht in diese Gleichartigkeit des Verlaufs paßt. DaS ist das Volk Israel. Insbesondere ist JesuS von Nazareth ein geschichtliches Räthsel. Er kann nicht be- griffen werden als ein Product seiner Zeit. Weist unS das nicht aus etwas Höheres hin? Wohin wir blicken in der körperliche« Welt, überall sehen wir ein wunderbares, wohl
geordnetes Ganze. Wenn wir aber in die Menschenwelt hineinsehen, so erblicken wir nirgends en wohlgeordnetes Ganze, überall ein Chaos. Wir haben den Eindruck, als stünden wir noch vor der Schöpfung. Die Menschheit strebt immer vorwärts in rastlosem Drang. Aber waS ist der Cultursortschritt? Er ist Raffinement, und in diesem Raffinement geht ein Volk nach dem andern zu Grunde. Die Menschheit erreicht nicht, waS sie erreichen muß. Und nun kommt in diese Nacht plötzlich ein L cht der Offenbarung. In JesuS von Nazareth löst sich daS Räthsel, daS und zu rathen aufgegeben ist. DaS ist die Botschaft, die erbrachte: daß die Menschen zu etwas Höherem geführt werden sollen, daß die Menschheit durch daS Wirken GotteS zu einem wunderbaren, wohlgeordneten Ganzen werden soll, wie eß die körperliche Welt bereits ist. WaS verkündigt JesuS? DaS Reich GotteS! DaS Reich GotteS, das ist daß Ziel aller Entwicklung. Wenn dieses Ziel erreicht ist, daun ist die Schöpfung GotteS vollendet. JesuS Christus hat daS nicht gefaßt als eine bloße Idee. WaS JesuS den Menschen bot, war die Auswirkung seiner überschwenglichen Empfindung der Wirklichkeit GotteS und der Welt. Er hat nicht bloß die Predigt vom Reiche GotteS gebracht, sondern daß Reich GotteS selber, und er hat alle Diejenigen in diese Entwicklung hineingezogen, die in Beziehung zu ihm treten. JesuS hat den Anstoß zu dieser Entwicklung gegeben, und sie wird so lange fortwlrken, biß sie ihr Ziel erreicht hat. Diese Wirklichkeit aber kann cs nicht geben ohne Gott. Sobald wir in Beziehung zu Jesu treten, so bald werden wir überwältigt von der Wirklichkeit GotteS. Wir merken, daß eine Wandlung in uns beginnt, daß es zu einer Neuschöpfung kommt. Jesus preist die selig, die reine« Herzens sind, denn sie werden Gott schauen. Nur lautere Menschen können Gott in sich spiegeln, sie werden auch für andere zu lebendigen Zeugnissen von Gott. Wenn wir miß an die lebendige Quelle der Läuterung — daß ist Jesus — herannahen, dann ist eß unS keine Frage mehr, ob Gott exlstirt, bann sagen wir nicht mehr, wir glauben an Gott, sondern wir sagen: ich weiß, daß Gott existirt, ich weiß eß, weil ich ihy erlebt habe, weil ich ihn täglich erlebe, er ist der Grund meiner Existenz, und er ist mir darum so sicher wie meine Existenz.
** Stadttheater. Herr OScar Bohnve, welcher am Donnerstag zum ersten Male hier als „Uriel Acosta" auftritt, beschließt am Freitag sein Gastspiel als Konrad Bolz in Freytags „Journalisten". Auch diese Rolle hat Herr BohnLe auf seinen ausgedehnten Gastspielreisen, welche ihm Geld und Ehren, sowie mehrere Orden einbrachten, oft mit größtem Erfolge gespielt. Wir lassen eine Kritik aus Halle folgen: „Die Journalisten. Die Rolle deS Bolz ist eine für gewandte Characterdarsteller recht dankbare und Herr Bohnöe wußte sie aufs Beste durchzusühren. Der Schreiber dieses hat die nämliche Rolle vor einiger Zeit von Mitterwurzer spielen sehen und beide Bühnenkünstler glichen sich darin, daß sie, ohne zu stark aufzutragen, sehr lebhaft und temperamentvoll spielten, dabei mit einer Natürlichkeit, daß jedes Wort, jede Geste so selbstverständlich erschien, als könne eß eben nicht anders fein. Sollte Herr Bohnve über Kurz oder Lang wieder einmal nach Halle kommen, so darf er freundlichster Aufnahme gewiß fein."
Die Leipziger Concertsänger veranstalten morgen Donnerstag Abend noch eine humoristische Abschieds- Vorstellung mit neuem Programm, auf welche wir hierdurch aufmerksam machen.
*♦ Wir erhielten folgende Zuschrift:
„Auf zur Wahl!" Der Wahltag steht vor der Thür! Von allen Seiten kommen übereinstimmende Berichte, daß daß W a h l e r g e b n i ß zwar keine größere Anzahl wirklicher Socialdemokraten, wohl aber eine erhebliche Vermehrung socialdemokratisch er Stimmen zeigen wird. Gegenüber der unermüdlichen Agitation dieser Partei haben rruch die bürgerlichen Parteien, wenigstens zuletzt noch die größten Anstrengungen gewacht. Beispielsweise hielten die Nationalliberalen in den letzten Tagen noch fast ausnahmslos sehr gut besuchte Versammlungen an folgenden Orten ab: Lich, Langsdorf, Muscheuheim, Hungen, Berstadt, Echzell, Bingenheim, Nidda, Ortenberg, Gedern, Nieder-Ohmen, Ober- Ohmen, Ruppertenrod, Grünberg, Reiskirchen, Großen-Buseck, Londorf, Allendorf, Annerod, Grüningen, Beuern und Holz- Heim- auch für heute Abend ist noch der Besuch mehrerer Orte in Ausficht genommen. Zur Kennzeichnung des social- demokcatischen Bauernfanges möge dienen, daß der letzte socialdemokratische Wahlaufruf auch die Verstaatlichung deS Hypothekenwesens verspricht, während diese Forderung doch sammt dem ganzen Agrarprogramm von dem socialdemokra- tischen Parteitag akgelehnt wurde. Immerhin machen solche Versprechungen auf eine gewisse Sorte von Wählern Eindruck. Um einen socialdemokratischeu Wahlsieg zu verhindern, ist eS dringend nöthig, daß die bürgerlichen Parteien morgen den letzten Manu zur Wahlurne bringen. Möge man sich gegenseitig an die Erfüllung der Wahlpflicht erinnern, möge jeder möglichst früh seine Stimme abgeben! Dann, aber auch nur dann ist der Sieg den Tausenden von ruhigen und verständigen Bürgern gewiß! Die Wahlhandlung dauert bekanntlich von 10 Uhr DormittcgS bis 6 Uhr Abends.
Landtagswahl. Im 7. Wahlbezirk der Provinz Ober- Hessen wurde an Stelle des Abgeordneten Pfannsttel der nationalliberale Mühlenbesitzer Hrch. Brauer - Oberofleiden nach der „Darmstädter Zeitung" zum Landtagsabgeordneten gewählt.
•* Sarlenbau AnSstellung. Nur noch einige Tage trennen nnß von der Eröffnung der in den Stein'schen Sälen stattfindenden Gartenban'AuSstellung. Trotz der für das Unternehmen ungünstigen Witterungs-Verhältnisse haben die Unternehmer eß verstanden, dem, waS die Natur zur Entwicklung der Pflanzen fehlen ließ, durch die Kunst nachzuhelfen. So kann Schreiber dieses dem Publikum mittheilen, daß nur vorzügliches geleistet werben wird, die Saisonpflanzen befinden sich in vollster vlüthenpracht. Die Loose find grvßtemheils abgesetzt, und ist zu hoffen, daß auch
der Besuch der Ausstellung ein zufriedenstellender fein wird, umsomehr, als die Aussteller allcß aufbieten werden, um etwas wirklich großartiges zu leisten, und auch für fernerhin derartige Ausstellungen unserer Stadt gesichert bleiben.
•• Rachahmenswerth. DaS Großh. Polizeiamt Darmstadt erläßt nachstehende Bekanntmachung: ES ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß durch Ueberladen von Lastfuhrwerken, sowie durch Verwendung lahmer, aufgezogener, kranker oder abgetriebener Pferde zum Transport von Lasten Thierquälereien verübt wurden. Wir sehen uafl daher veranlaßt, die in unserem Bezirke verkehrenden auswärtigen, sowie die einheimischen Fuhrwerks Besitzer hiervon mit dem Anfügen zu warnen, daß die Sch^tzmannschaft angewiesen ist, in solchen Fällen Strafanzeige wegen Verfehlung gegen § 360, £ ff er 13, br| ReichsstrafgesetzbuchS zu erheben, iowie zu veranlassen, daß Pferde obiger Beschaffenheit außer Dienst gestellt werden.
** Der „Deutsche Lehrerverein" feiert am 28. December in Berlin daS Fest seines 25jährigen Bestehens, und find bereits die Zweigvereine zur Betheiligung hieran durch Delegirte eingeladen und eventl. ersucht worden, durch Veranstaltung von Sonderversammlungen und geeignete Borträge dieser Feier zu gedenken.
+ Nidda, 3. November. Gestern Mittag ereignete sich an der Neubahnstrecke bei Salzhausen ein trauriger Unglücks fall. Der bei dem Schachte im sogen. Köppel mit LoSschlagen von Basaltsteinen beschäftigte unverheirathete Arbeiter TheiS aus Oder-Schmitten glitt während seiner Thätigkeit auS, fiel die Böschung herab und wurde von alsbald nachgerollten Steinmassen begraben. Nur mit großer Mühe wurde der Verschüttete zwar lebend, aber schwer verletzt herausgebracht und durch Herrn Dr. Koch hier, nach Gewährung der nothwendigsten ärztlichen Hilfe, der Klinik in Gießen zugeführt. Eß ist wenig Hoffnung, daß der Verunglückte am Leben erhalten, ober doch soweit hergefiellt werde, daß er wieder arbeitsfähig wird.
R. Reichelsheim i. d. W., 3. November. Die Menge von Milch, welche alltäglich bei hiesiger Molkereigenossenschaft verarbeitet wird, ist so bedeutend, daß die Magermilch, obgleich in der Umgegend große Schweinezucht getrieben wird, keine genügende Verwendung finket. Die Gesellschaft wird daher die Käsefabrikation in Angriff nehmen, die bei geschickter Leitung noch einträglich ist. Da die Pro- bucte der hiesigen Molkerei einen sehr guten Ruf genießen, wie die errungenen Anerk?nauvgSdiplome und Preise beweisen, darf angenommen werden, daß auch in der Käserei Hervorragendes geleistct werden wird. .. .. ■ --------- ■ - - ■- —
• Ein einnndzwanzigfitziges Fahrrad ist in Amerika in Arbeit. Die Rtesenmaschine besteht nach dem „Sport in Blld" auß zwei nebeneinander stehenden Gestellen, die je zehn hintereinander fitzende Fahrer oufnehmen können und nur ein Steuerrad an der Spitze haben. In Verbindung mit diesen Gestellen befindet sich ein Sitz für den einund- zwanzigsten Fahrer, der kein Pedal zu treten, fondern nur die Lenkung btß coloffalen Gefährtes außzuüben hat. Die beiben Laufräder der Maschine haben einen Durchmesser von 30 Zoll, da- Steuerrad einen solchen von 26 Zoll- eine Übersetzung von 168 Zoll soll dem Rade eine coloffale Geschwindigkeit geben. Man spricht von 70—80 Kilometer in der Stunde. (?)
Wöchentlich« Neberstcht der TodetzMe tu Gießen.
44. Woche. Vom 25. October biß 31. October 1896.
Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tncl. 1600 Mann Militär). SterbltchkettSziffer: 13.56, nach Abzug der Ortsfremden 6,78°/«.
Sinder
ES starben er Znfannn«: Erwachsene: hn vom
1. Lebensjahr: 2.—15 Jahr.
KrebS
1
1
—
—
DiphtheritiS
1 (1)
1 Ä
—
—
Gehirnerweichung
1 (1)
1 (1)
—
—
Lungenschwindsucht
2
2
—
—
Eitervergiftung
1 (1)
—
—
1 (1)
Summa: 6 (3)
5 (2)
—
1 (1)
A n m. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in drr betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. t
Universität- - Nachrichten.
Freiburg i. Br., 3. November. Professor Dr Eugen Baumann, Direclor der medicintschen Abtheilung btß chemischen Instituts an der hiesigen Untoerstlät, ist heute früh gestorben.
— Die Kaiser WilhelmS - Universität Straßburg begeht am 1. Mai 1897 ihr 25jährigeS Stiftungsfest. Der Lehrkörper der Unioerfilät sowie die Studentenschaft haben beschlossen, diesen Jubeltag besonders festlich zu begehen durch Festact in der Universität, F-ckelzug, CornmerS, Ausflug in die Vogesen, u. A. m. Um den ehemaligen ©tubirenben die Theilnahme an diesen Festen »u erleichtern, haben letzthin in Straßburg Versammlungen der ehemaligen ©tubirenben der Universität stattgefunden, worin ein Ausschuß A. H. A. H gewählt wurde, welcher mit dem Jubelfest' auSschutz der Universität gemeinsam daS Fest vorbereiten soll. Dieser Ausschuß der ehemaligen ©tubirenben der Wilhelms Argentinenee besteht auS folgenden H-nen: Prof. Dr. Bringer, Vorsitzender, Chefredacteur H. Dedelley, Schriftführer, Oberlehrer Dr. H. EhriS- mann, Schatzmeister, Pfarrer Lic. Grünberg, Beigeordneter RegierungS Assessor Hochapfel, Rechtsanwalt Dr. JaeglS, San- tonalarzt Richard Metzenthin, Prof. Dr. Weigand. In den beiden stattgehabten Versammlungen der ehemaligen ©tubirenben der Straßburger Universität wurde fernerhin beschlossen, der Wilhelea »u diesem Jubeltage eine Ehrengabe zur künstlerischen AuS- schmückuna des Allgemeinen EollegiengebäudeS zu stiften. Beiträge zur Schaffung dieser Ehrengabe nimmt der Schatzmeister deS Ausschusses, Dr. H. EbriSmann, Ohnmachistraße 3, Straßburg i E., entgegen. Die Anregung zu einer Ehrengabe hat in den Kreisen ehemaliger Studirender der Straßburger Hochschule, welche gerne der Alma mater ein Zeichen der Dankbarkeit und treuen Gedenkens widmen möchten, großen Anklang gefunden und wir hoffen, daß auch in unterer Gegend die ehemaligen ©tubirenben der Kaiser Wilhelms- Universität ihr Scherflein zur Jubelgabe fnenben werden.
S
- «an 0 *
*l8 fie oer;
ÄÄ1
”3$ °tit K-
S'ker
tinfanfen ko ffte 'n i
Jofletf °mih l JU Ein Acker, E wir i-b wob &««■»«’• Maftun# W tn &
SM
Die vereh ju der diesjährig Freitag de ki dem Taale Mfindel, ergeb
!. Vorlage der schlosienen
1. Desgleichen d
3. Weitung
4. Bewilligung b. Dergleichen' 6 Gesuch der 1 7. Wahl von 3 8. Revision der
Gießen
2
Vergel Älchnb
Die bei Erb den Wirafet teilen foüen i; vergeben werden lichm Angebote Zeichneten Term d<ö Unterzeichnet! Mn?, Voranschlä zur Einsicht offen
Zuschlagssrisi ' I keichchmdk
Laug veran Erarbeiten. . tiiwiimmgiMb Masierarbeiten.
Termin fßi Nebote:
DituStag bet
toraitiu u ertilrij,,:
letfl.Ol n vri
J^arbeiten^0^ ^erarbeiten, «erarbeiten.
•Mcungiarbeii
Win für Jngtbote: E'kustag bttt
»Sw
*
IV
Mtb
■’Wfc.'" fr


