über die mißliebigen Männer führten, auch erklärten, die akademischen Freiheiten gegen ihre Feinde muthig vertheidigen zu wollen.
Nun begannen erst recht die Reibungen zwischen Rektor und Studenten, ja es wurden 60 Husaren und 50 Jäger von Weimar nach Jena gezogen, obgleich bei einem Tumult zwei Jahre vorher fest versprochen worden war, kein Militär mehr nach Jena zu ziehen. Durch einen öffentlichen Anschlag wurden die Studenten aufgefordert, die akademischen Freiheiten nicht mit Zuchtlosigkeiten zu verwechseln, wer mit den bestehenden Gesetzen unzufrieden sei, könne ja weggeh« u. s. w.
Natürlich entstanden nun auch Streitigkeiten mit den Offizieren und ihren Mannschaften; Degen und Knotenstock, die besonders verboten waren, wurden erst recht getragen. Ein Gerücht, ein Student solle verhaftet werden, brachte in wenigen Minuten etwa 700 Studenten auf dem Markt zusammen und nur der besonnene Widerstand ihrer Führer verhütete ein furchtbares Blutbad. Die Soldaten zogen vom Markt ab und der Aufruhr war zu Ende.
(Fortsetzung folgt.)
erhalten wird, in Dar-eS-Salam entschieden. Hebet die Schröder zur Last gelegten Berbrechen, rott über die Be- I gründung des Urtheils werden nähere Nachrichten mit dem nächsten fälligen ReichSpost-Dampfer erwartet. J
Berlin, 3. August. Aus Wilhelmshaven wird gemeldet, daß Bice-Admiral Ballots feinen Abschied genommen hat 1 unb an seiner Stelle Vice-Admiral Karcher zum Chef der Marinestation der Nordsee ernannt worden ist.
Berlin, 3. August. Der „Post" zufolge hat Contre- Admiral Tirpis bereits feit einigen Tagen die gerettete Mannschaft des „Iltis" vernommen, da er mit dem Flaggschiff der Kreuzer-Divifion „Kaiser" wenige Tage nach der Strandung des „Iltis" an der Unfallstelle erschien.
Berlin. 3. August. Wie die „Doff. Ztg. schreibt, bereitet ein Cabelbrtef der Chicagoer Zeitung „Der Westen vom Sonntag den 19. Juli auf einen neuen Colonial- Scandal vor, der diesmal in noch höhere Stellungen hinaufgreift, als diejenigen waren, in der sich Leist, Wehlan und PeterS befanden. Ankläger soll ein früherer Bice- gouverneur und wiederum der Journalist Giesebrecht sein. Das Beweismaterial soll so gewichtig sein, daß eine amtliche Untersuchung unvermeidlich sein wird. Der betreffende Colonialbeamte wird schrecklicher Grausamkeiten gegen mann« liebe und weibliche Eingeborene, niedriger AuSschweisungeu und anrüchiger Finanz Speculationen beschuldigt. Weiteres Beweismaterial werde dem Reichstage in Gestalt einer Interpellation der Regierung vorgelegt werden, sobald er wieder zusammentritt.
Berlin, 3. August. DaS Centralcomitv der deutschen Vereine vom Rothen Kreuz erläßt einen Aufruf für eine Sammlung zum Besten der durch den Untergang des „Illis" in Trauer und Leid versetzten Familien.
Grünberg i Schl., 3. August. Ein wolkenbruchartiger Regen hat hier großen Schaden angerichtet. Viele Fabriken mußten die Arbeit etnstellen, da die unteren Räume unter Wasser stehen.
Frankfurt a. M., 3. August. DaS nächste deutsche SangerbundeSfest wird, einer Meldung der „Frkf. Ztg." I aus Stuttgart zufolge, in Graz ftsttfinden.
Jena, 3. August. Die Saale ist aus den Ufern getreten. In Greiz ist eine große Ueberfchwemmung entstanden. I DaS Waffer stand l‘/2 Meter hoch.
Leipzig, 3. August. Hier verlautet, daß in der zweiten Hälfte dieses Monats in der Gegend von Wurzen Uebungen einer combinirten Cavalletie«Divifion, bestehend auß sächsischen und preußischen Truppen, stattfinden sollen.
München, 3. August. Der Wien et Bür g etme ift e t Dr. Lueger, welcher dieser Tage hier eintreffen wird, wird seitens seiner Parteigenoffen in einer vierspännigen Gala- Equipage vom Ostbahnhofe abgeholt und unter Ovationen in das fkstlich becortrte Hotel „Deutscher Kaiser" geleitet werben. |
Stuttgart, 3. August. Fünfte« deutsches Sänger- bundes fest. Gestern Vormittag 10 Uhr begann unter Anwesenheit be« KönigSpaareS unb Angehörigen beS König«- Hauses bie erste Hauptaufführung. Eröffnet würbe dieselbe mit Beethoven« „Die Ehre GolteS in der Natur". Lauter Beifall loh te bie Leistungen ber Sänger. Der König selbst spendete lebhaften Beifall. Der Borfitzenbe bes AuSschuffe« de« deutschen Sä gerbunbe«, Herr Hermann Beckh-Nürnberg, hielt sodann eine begeistert angenommene Ansprache, in ber er bie deutschen Sänger unb ben beutichen Gesang feierte. Er schloß mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm II. unb König Wilhelm II., baß mit unbeschreiblichem EnthufiaßmuS ausgenommen würbe. Alßbann würben bie Gesangsvortrage fortgesetzt, von bene« jeder einzelne mit lebhaftem Beifall ausgenommen würbe. Nachmittag« gegen 3 Uhr wurde mit der Aufstellung be« Festzugeß begonnen unb nach 4 Uhr setzte sich berselbe in Bewegung. Der Zug bestand auß 7 Gruppen. 975 Vereine mit über 12000 Sängern unb 580 Fahnen nahmen an demselben Theil. Da« nach Tausenden zählende Publikum, welches Spalier bildete, begrüßte die Sänger mit Hochrufen, bie von diesen begeistert erwidert wurde«. Der Zug, in welchem sieben Festwagen untergebracht waren, bot ein glänzendes Bild. Da« Königspaar und die Mitglieder de« Königlichen Hause« betrachteten sich den Zug vom rechten Flügel de« RefidenzschloffeS auß.
Wien. 3. August. Zw et gefährliche Einbrecher unternahmen gestern Nacht einen Fluchtversuch auß der Strafanstalt des Wiener Landeßgerichts. Sie waren von ihrer Zelle auß in ben HeizungScanal etngebrungen unb von bort auß in ben SchwurgerichtSfaal gelangt, woselbst man sie wieder festnahm.
Prag, 3. August. Der Perlmutterwaaren-Fabrikant Stroer'in Graßlitz wurde durch einen entlaßenen Arbeiter
mittelst Revolverschüffen schwerverwundet. Der Revolver- I Held wurde festgenommen. «... . ...... 1
Cebenbarg, 3. August. Auf dem Plattensee richtete ; ein Orkan arge Verheerungen an ber Aacht Alm a an. ! Währenb ber Fahrt würbe bie Yacht inmuten beß Seeß vom Sturme erfaßt und schwebte eine halbe Stunbe lang tn größter Gefahr. Der Rettungskahn würbe von Bord ge- rissen unb verschwand in den Wellen, ber Sohn beß Yacht- I Eigenthümerß sowie ein Matrose würben von Sturzwellen erfaßt unb fielen in bie See. Der erstere wurde gerettet, während der letztere ertrank.
Triest, 3. August. Hier ging gestern Nacht etn schwere« Unwetter nieder unb richtete erheblichen Schaden an. I Ein großer Theil ber Stadt wurde durch eine Springfluth überschwemmt. , I
Rom, 3. August. Bei dem Empfange der Comitv- I Mitglieder deß im September in Trient tagenden Anti- freimaurercongresseß bezeichnete es der Papst als eine I gute Vorbedeutung, daß der Congreß an einem Orte ab- gehalten werde, wo die Kirche nur Kräfte zum Kampf gegen den Unglauben sammelte. Der heilige Stuhl werde Alles aufbteten, daß ber Congreß einen glänzenben Verlauf nehme.
Brüffel, 3. August. Gestern fanben in Belgien die I Stichwahlen für 68 Mandate der Provinztalrathe statt. In Mecheln siegten die Katholiken gegen die Liberalen mit 500 Stimmen Mehrheit. In ben meisten anberen Beznken siegten bie Liberalen ober Sozialdemokraten, da diese Par- I reien sich entweder offen oder stillschweigend gegen die Katho- I lifen verbündet hatten. Die clericale-liberale Concentration, I welche von mehreren Seiten gegen die Sozialdemokraten empfohlen worden war, ist nicht zu Stande gekommen. In Lüttich siegte ber Sozialbemokrat Bregre gegen ben katho- tischen UniverfikätSprofeffor Framcolle.
Pari«, 3. August. Wie von offiziöser Seite verlautet, bauern die Unterhandlungen betreffend dte Reise des Craren- paar« nach Frankreich fort, doch ist noch nichts definitive« bestimmt. Alle bisherigen Blättermeldungen beruhen auf 1 I Combination. ......
Loudon, 3. August. ©ämmtücbe nicht sozialistischen Blätter erklären, baß ber sozialiftfiche Congreß ein noch nie I bagcwesenes Fiasko gemacht habe. Dieses klägliche Resultat werbe besonder« ben Fortschrittsparteien aller Länder zu I Gute kommen.
Ache«, 3. August. Hier herrscht große Aufregung I infolge beß GerÜchtß, bas Cabinet habe bemisfionirt, weil I der König strikte Neutralität anbefohlen habe. Demonstra- I twnen werben befürchtet.
Konstantinopel, 3. August. Infolge ber Beschlagnahme I compromittirenber politischer Schriftstücke würbe baß armenische Journal „Hairenik" suspenbirt. Der Chefrebacteur I des Blattes, Schalmazar, würbe verhaftet.
Berlin, 4. August. Die Thorner Lanbeßverraths-Affaire liegt, wie bie „StaatSb.-Ztg." hört, sehr viel ernster, als es nach ben ersten Meldungen den Anschein hatte. Bon ben I verhafteten Personen, unter benen sich bekanntlich zwei Unter» 1 offiziere befinben, sei biß jetzt Niemanb freigelaffen worben. I Eß könne auch nach Lage ber Sache von ber Freilassung I irgenb eines ber Angeklagten keine Rebe sein. Die An- gelegenheik sei bereits beim Ober-Reichßanwalt anhängig I gemacht. Sobalb bie Untersuchung in Thorn abgeschlossen ist, wa« in etwa 14 Tagen ber Fall sein bürste, erfolgt die I Uebersührung ber Angeklagten nach Leipzig, wo sie sich vor dem Reicksgericht wegen L anb e s v er r a th zu verant-
I Worten Haden werbe«.
Lerlia, 4. August. Daß „Berliner Tageblatt meldet I auß Amsterdam: Namen« ber holländischen Socialbemokratie I veröffentlicht Dan eia einen Protest gegen ben Lon- Iboner Socialistencong reß unb stellt bie Abhaltung eines neuen, wirklich revolutionären Congreffes in Aussicht.
Königsberg, 4. August. Die Gesammtzahl ber an I Hitzs chlag Verstorbenen beträgt jetzt 23. Auch auß ber I Provinz werden zahlreiche Todesfälle gemeldet.
Triest, 4. August. Der „Piccolo" erfährt auß Rom, I die Mächte hätten die Blockade CretaS befchloffen, um I die Waffen- unb Munition Sendungen bes cretenfischen Auf- I stand«-Comitas in Athen nach Creta zu verhindern.
Paris, 4. August. Der beutfche Marine-Attachs hat im I Auftrage beß Kaiserß tn Havre bem Präfibenten Saure I für bie Teilnahme am Untergänge beß „Jltiß" gebankt.
Paris, 4. August. Eine von Brüffel hierher abgegangene Banksendung, enthaltend russische, österreichische unb un- : I garische Staats-Obligationen, ist abhanben gekommen. - I Der Diebstahl würbe auf bem hiesigen Norbdahnhofe entdeckt. I Der Thäter ist bisher nicht ermittelt. __________________
CocaU» unb
Gießen, ben 4. August.
•* In SleinS Garten wird morgen Mittwoch Abend bie ungarische Capelle VilmoS Bubai coucertiren, nachbem dieselbe in Frankfurt mit großem Beifall mehrere Tage tm „Scheffelgarten" concertirt hatte, sowie in Bad Homburg die Ehre hatte vor bem Prinzen von Wales zu spielen unb in Hanau im „Deutschen HauS" vor einem ausgesuchten Publikum ein Concert gab, welches großen Beifall fand. Die Capelle wirb in den nä&ften Tagen vor bem Canbgrafen von Hessen unb auf befonbeten Befehl hin auch vor Ihrer Majestät ber Kaiserin Friebrich concertiren. Alsbann tritt bie Capelle, in welcher sich vier Compomsten befiaben, eine Kunstreise durch sämmtliche deutsche Badeorte an, um später sich nach Frankreich und England zu begeben. ES sei deshalb ganz besonder« auf diesen Kunstgenuß ungarischer Originalmufik aufmerksam gemacht.
•• Batterietag ES steht nunmehr fest, daß, wie früher an dieser Stelle schon mitgetheilt ist, ber geplante Batterie- tag ehemaliger Angehöriger ber Großherzog, lich Hessischen reitenden Batterie (die Jahrgange
1848 bi« 1871 umfassend) an einem noch näher zn beßtm» wenden Termin, wahrscheinlich Sonntag, 18. October l. I., zu Darmstadt stattfinden wird. Viele geladene Kameraden haben bereit« ihre Theilnabme zugesagt, Von anderen wird solche« noch erwartet. Aber auch viele Einladungen kommen mit dem Vermerk „unbestellbar" zurück und -rg-ht deSh^ an alle ehemaligen Kameraden, die dtese Zeilen zu Gesicht bekommen unb an der geplanten Feier theilzunehmen wünschen, bie freunbliche Bitte, sich innerhalb vier Wochen anmelde» zu wollen. Anmeldungen nimmt Herr Kammercanzlist C. Hetzel zu Darmstadt entgegen.
\ Befihwechsel. Zur Erbauung deS evangelischen Schwesternhauses hat der Verein für
Krankenpflege in der Moltkestraße zwei von den Petri scheu Bauplätzen zum Preise von 10 Mark pro Quadratmeter
•• Ruderfport. Das MeisterfchaStSrudern von Deutschland, daS am 16. August zu Hamburg zum Au«, trag kommt, hat Solgenbe sechs Meldungen Pfunden: K e- bahn-Bremen, SommerSeld - Danzig, Franz Jentsch -Stettin, Sommerkewp-Hamburg, Trendel unb Küttner-Berlin. Der auösichtSvollste Bewerber dürfte der Bremer Klebahn fe«-
Fußball-Match. Unsere gestrige Notiz über baß Wett, spiel am Samßtag Abenb ist bezüglich beß Resultat« dahin zu berichtigen, baß eß heißen muß: Marburg 7, Gießer» 0 Goalß. _ ,, .
♦♦ Militärische Uebungen der Lehrer. Zahlreiche jungt Lehrer auß bem Bereiche beß 11. Armeccorpß wurden neuer: dings auS den 15 August zur Absolvirung ihrer zehnwöchigen Militärpflicht einberufen. Diese erste Uebung erfolgt, wie die „N. Heff. Dolksbl." melden, beim 116. Regiment zn Gießen. _ A _
Kriegergräber und Denkmäler bei Metz. Am 9. August Dormittagß findet die feierliche Einweihung eineß oom Verein ehemaliger Achtundvierziger in Berlin auf bem Schlachtfelde von Vionville errichteten Denkmalß statte i Am 15. August wirb bie Vereinigung zur Schmückung und fortbautrnben Erhaltung ber Kriegergräber und Denkmäler bei Metz sämmtliche Kriegergräber unb Denkmäler in weitem Umkreise von Metz schmücken unb herauf Nachmittag« 4 Uhr in der Schlucht bet Gravelotte bie übliche allgemeine Gebend- feier abhalten. Eß wird ersucht, etwaige Beiträge zur Schmückung, unb zwar Kränze an ben Vorstand genannter Vereinigung, Gelber an ben Schatzmeister Jonaß in Metz zu senben. Die im Commiffionßvcrlage von G. Scriba in Metz erschienene Gebenkschrift über die 25jährige @rtnnerungß- feier ber Siege bei Metz fanb so lebhaften Absatz, baß z. Zt. eine zweite Auflage vorbereitet wirb. Diese, allen vorjährigen Besuchern von Metz zu empfehlende Gebenkschrift kann für 1 Mark durch alle Buchhandlungen bezogen werden. Durch den Vorstand ber Vereinigung zur Schmückung ber Krieger- gräber bei Metz erfolgt Versandt gegen Ersatz von Mk. 1.10 I ober gegen Nachnahme; Vereine erhalten bei Bezug von zehn I Exemplaren unb mehr 25 pCt. Rabatt. (Um Nachdruck wird I gebeten.) ______________
-o- «u8 der Wetterau, Anfang August. Wenn man gegenwärtig die Fluren ber wegen ihrer Fruchtbarkeit viel» I gepriesenen Wetterau burchwanbert, so wirb dem beobachtenden Blicke nicht entgehen, baß fick in diesem Jahre neben reichem I Segen auch recht empfindlicher Mangel breit macht. Während nämlich unsere Getreidefelder einen vielfältigen Ertrag aufweisen unb auch die verschiedensten Hackfrüchte durchschnittlich recht gut gerathen find, ist auf den Wiesen und Kleeäckern infolge ber öoraußgegangenen fast ununterbrochen regenlosen Zeit eine unangenehm auffallende Dürre zu bemerken. Daß Graß ber Wiesen ist thatsächlich noch so I kurz, baß man meinen könnte, man beftabe sich eben in der Zeit unmittelbar nach ber Heuernte- nur einzelne Dolde»- gewächse, sowie Wegerich, Wiesenknopf und einige andere Pflanze« ragen hervor, so daß auf eine Grummeternte wohl I kaum zu rechnen fein türfte. Einen ähnlichen Einbrock machen die Kleeäcker. Der Roth, ober deutsche Klee ist nach I bem ersten Schnitt fast ganz außgebHebcn unb nur dem an haltenden kräftigen Regen der letzten Julitage ist eß zu Der- I danken, daß jetzt wenigstenß noch einige, wenn auch geringe Außsichten auf einen zweiten Schnitt vorhanden find. Die I Luzerne, der sogenannte ewige Klee, natürlich liefert infolge der tief tn die Erde bringenden Wurzeln auch in diesem I trockenen Jahre Immer noch einen genügenden Ertrag an Futter. Maß endlich bie heurige Obsternte in hiesiger I Gegend betrifft, so kann dieselbe nur alß eine sehr mäßige bezeichnet werden. Viele Obstbäume stehen vollständig leer da und die Aepselweintrinker werden die Nachricht nicht- sehr freudig begrüßen, daß auch bie bteSjährigen ffietterauer
I Aepfel reckt spärlich außfaQen.
n. Utphe, 3. August. Am vorigen Sonntag hielt $>en Landwirthschaftßlehrer Reichest am hiesigen Orte vor einer sehr zahlreichen Zuhörerschaft einen Vortrag über ben Obstbau. In bemfelben verbreitete er sich ausführlich über ben Werth beßfelben im Allgemeinen und zeigte und nannte bie Aepfel- unb Birnsorten, welche sich, wie eint langjährige Erfahrung gezeigt, für untere Gegend zum Anbau am besten eignen. Auch betonte er, daß eß von großem Nutzen für bie Producenten fei, nicht vielerlei, sondern mig' lichft eine Sorte zu ziehen, weil dadurch eine größere Nachfrage am Orte entstehe und der Verkäufer einen höheren Preis erziele. Den höchsten Preiß für unser Obst zu er I langen sei jedoch nur bann möglich, wenn man sich mit der Berkaufßstelle beß Obstbauvereins in Verbinbung setze. Zu» Schluffe folgten noch practische Winke über bie Verwerthuog beß Obsteß im Haushalte, woran« hervorging, daß man sich bei richtiger Verwendung beßfelben manchen Genuß verschaffen unb habet doch Geld iparen könne.
Rodheim bei Nidda, 2. August. Don schweren Schi^' salen ist dte Familie beß Landwirth« Koch hier seit Jahre«' I frist heimgesucht worden. Gegen Weihnachten starb ein zeh>' I jähriges Mädchen rasch hinweg, die Mutter erkrankte unr
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DaS ist JahnS A Deutschlands Jungen g -in seinen vier Ansangs :vier F, ich habe sie z : bann daß deutsche Rn !gleiche Rrah, gleiche g «s ist baß Cieretf über, ■Menb, nehmtS wie Jh Aergeht nur nicht, daß '»ine darüber. Ich -bessert» kenne, nehmt» 16 fcal Zeichen der Di ^eten tztrhanblung l °°i P einer etn indem ber M •' »l't enenfm, bl ’P» Kto uw . »ich
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