Ausgabe 
4.2.1896 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

rm 150 30 14 20

6

rm fluch 120 Birken 40 Wen - Itytn - Mel

Prustmg hi tznfbefchlaz. Bei den auf Grund der | Verordnung vom 7. November 1885 im Dezember 1895 ab- gehaltenen Prüfungen im Hufbeschlag haben u. A. folgende Personen bestanden und find damit befähigt, ge- I werbLmäßig den Hufbeschlag selbstständig auSzuübrn: Lorenz i Peter Besaut auS Stadecken, Johannes Bien aus Salz, Friedrich Damm aus Uffhofen, Philipp Dörfchug ouS Sulz­heim, Heinrich Friedrich Martin Joseph Engel auS Erfurt, Philipp Göttmanu auS Unter Ostern, Jacob Hang aus Dietzen­bach, Wilhelm Heep aus Griedelbach, Peter Karl Huf ouS Nieder-Jngelheim, Marrin Johann Keim aus Hechtsheim, Konrad Mayer ans Großeu-Buseck, Leonhard Oberle aus Ober-Abtfteinach, Philipp Pfannebecker auS Flomborn, Heinrich Pfeifer aus Ober-KainSbach, Christian Schmidt aus Allen- dorf a. d. Lumda, Wilhelm Schwalb aus Großen Buseck.

* Für Besucher der Berliner Ausstellung. Eine vielfach erörterte Froge, wie theuer sich der Besuch der Berliner Gewerbe - Ausstellung, bie Besichtigung aller Sehenswürdigkeiten derselben einschließlich dec Special- AusstellungenKairo" undAlt - Berlin" stellen dürfte, wird von einem Eingeweihten dahin berechnet, oaß ein solcher Besuch fich auf 11 Mk. 50 Pfg. stellen wird. Hierin find auch die Eintrittsgelder für daS Fernrohr, Alpen-Panorama, sowie für die Unternehmungen im VergnügungS-Part, tc.ner Fahrgeld von und nach Berlin (40 Pfg.) inbegriffen. Dieser l Gesammtpreis ist außerordentlich niedrig gegenüber anderen Ausstellungen. So stellte fick z. B. der Besuch sämmt- licher nicht zahlreicherer Darbietungen auf der Welt-Aus. stellung in Chicago auf rund 12 Dollars, bei der Pariser Welt Ausstellung, die weniger derartige Anziehungskräfte bot, auf 35 Francs. Im Uebrigen wag noch gesagt werden, daß zu einer vollständigen Besichtigung der Berliner-Aus- stellung ein mindestens sechsmaliger Besuch derselben wöbet die Besuchszeit mit je 8 Stunden berechnet ist, er»

DiScusfiou in ein Handgemenge. Acht Deutsche und sechs Engländer wurden durch Mefferftiche schwer verletzt.

Paris, 2. Februar. Der bekannte von Kaiser Wtlhelm begnadigte Spion, Schiffs-Lieutenant Degouy, wurde zum Profeffor der See Taktik an der obersten Marine-KriegSschule in Toulon ernannt.

H Oldenburg, 3. Februar. Die Großherzogin ist pesteru Abend um 10 Uhr gestorben.

Hchverste

grtiitg bett 7.\ kgrmtiags 9 Uhr m bem Albacher Listrict Kreuzholz, i Hrmdolz versteigert

Die ßufammenhiuf timmten Stunbe au1 :öbet flicinalroeg au Walde«.

Albach, am 1. Fel Hroßheqogl. Mg?n

Balse

forderlich sein dürste.

* Wie derRhein. - Westf. Ztg." auS B er lrn ge­schrieben wird, sollen nach einer Anordnung der HeereS Ber- waltuno auch in diesem Jahre wieder zahlreiche Commandos von Offizieren, namentlich jüngeren, zu anderen Waffen statt­finden, damit auf diese Weise das gegenseitige Waffen- Verständniß gefördert und die besonderen Verwendungen im Mobilmachungssalls vorbereitet werden. Ständig sollen Lieutenants der Infanterie zu Pionier-Bataillonen, Lieute- nants der Fußartillerie und des Jngenieurcorps zu In- fanterietruppentheilen commandirt werden. Cavallerieosfiziece des Beurlaubtenstandcs, die im Mobtlmachungsfalle zur Verwendung bet Reserve- und Landwehr ' Infanterie- Batail­lonen bestimmt find, werden während der diesjährigen Sommer- und Herbstübungen zur Dienstleistung bei der In­fanterie, jene dagegen, die als MunitionScolonnenführer oder für die Verwendung bei der Fußartillerie vorgemerkt find, zu entsprechenden Hebungen bei der Feldartillerie heran­gezogen werden. Unabhängig hiervon vollziehen fich die Hebungen, welche die Besucher der Kriegsakademie in den Monaten August und September bei andern Waffen, als der eigenen Stammwaffe durchzumachen haben, sowie die Commandirungen einzelner aktiven Offiziere zum Eisenbahn- Regiment und zur Luftschifferabtheilung.

* Preiserhöhung der Eisengnßwaareu. Die Werke des Lahn-, Sieg- und Dtllthales haben heute, nachdem fie bereits Mitte October v. I. ihre Preise für die E'sengußwaaren um 10 Mk. per Tonne erhöhten, eine wettere Preiserhöhung im gleichen Betrage pro Tonne beschlossen, und dieses der Kundschaft durch Rundschreiben angezeigt.

Mainz abgeführt werden.

Schlägerei. Gestern Abend gegen 9 Hhr fand in einem Haufe der Neuen-Bäue im Hausflur eine Schlägerei statt, wobei es blutige Köpfe absetzte.

CocaUs rrnd ptoohiieUef»

Gießen, 3. Februar 1896.

Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- herzog haben Allergnädigst geruht und dem Bürgermeister Georg Bopp V. zu Bellersheim, dem Bürgermeister | Johannes Heß XVI. zu Leihgestern das Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste zu verleihen.

Aus de« Gerichtsdienst. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 1. Februar den Amtsrichter bet dem Amtsgerichte Offenbach, Amtsgerichts- rath Hugo Tasche, zum LandgerichtSrath bei dem Land­gericht der Provinz Starkenburg zu ernenneu.

* Militärische«. ImArmee-Berordn.-Blatt" gibt der KriegSminifter folgende CabinetSordre des Kaisers über den Kirchenbesuch an Sonn- und Festr agen bekannt: Um Meinem Heere erneut zu erkennen zu geben, wie sehr Mir die Erhaltung und Förderung deS religiösen Sinnes am Herzen liegt, erkläre ich hiermit ausdrücklich, daß die Be­stimmung im § 28 Absatz 3 der Garnisondierst-Borschrift vom 13. September 1888, nach welcher unter gewöhnlichen Verhältnissen kein Soldat an Sonn- und Festtagen am Kirchenbesuch behindert werden soll, sich auch auf den frei­willigen Kirchenbesuch erstreckt. Sie haben diese Meine Willensmeinung, in der Ich Mich mit der in Meinem Heere lebenden Glaubensfreudigkeit eins weiß, demselben bekannt zu geben und das Weitere zu veranlaffen. Wtlhelm."

Frauenklinik. Wie un« Seitens der Direction der Großherzogl. Frauenklinik mitgetheilt wird, ist daS genannte Institut im Interesse deS ärztliche Hülfe suchenden Publikums mit dem 1. Februar d. I. direct telephonisch angeschlosien worden. (Bereits in voriger Nummer mitgetheilt. Red.).

fcrf SinStlandl totUattW und °

S <4

a jtr 28 nailtigl'4

iwdn tttoa M onl Solftandr W® tn ab« baxum, ftP auf da« Mi ür

bar vor dem Zusammensturz deS HauscS ein in der Wiege liegendes, ou den eigenen Eltern in der Aufregung ver- geffenes Kind gerettet, als schon die Kiffen der Wiege vom Feuer ergriffen worden waren. Re en diesem Ehren­zeichen ist dem braven Mädchen auch noch u Geldgeschenk zu Theil geworden.

Schweidnitz, 31. Januar. Der LandgerichtSprafideat SchmidthalS ist an Herzschlag gestorben.

* Hadersleden, 31. Januar. Beim Spielen auf dem Eise in einer Torskuhle bei Avenwatr brachen vier Kinder ein, von denen zwei Kinder einer Wittwe, ein 15jähriger Knabe und ein Mädchen im Alter von 12 Jahren ertranken.

Stettin, 30. Januar. Der Arbeiter Robert Maaß hier wurde wegen Majestätsbeleidigung in Verbindung mit Sachbeschädigung zu der hohen Strafe von V/i Jahren Gefängniß verurtheitt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Er hatte mit beleidigenden Worten eine ihm nicht gehörige Kaiierbüftr zertrümmert.

Leipzig, 31. Januar. AuS Liebe zur Betrügerin geworden ist die 23jährige Tochter eines hiesigen in allen Streifen hochangesehenen schuldirectorS. Daö Mädchen hatte gefälschte Sammellisten für die Zwecke der inneren Mission angelegt und Beiträge empfangen, die sie für sich behielt, um den im AuSlande in Roth gerochenen Geliebten ou» feinen Verlegenheiten zu retten. Der Fall wird lebhaft besprochen.

Wie Herr Kneipp die Kolik curirt. In einem seiner jüngsten Vorträge in WörriShofen erzählte^ Pfarrer Kneipp, wie einmal einen ganz verwöhnten Studenten, einen Menschen, der nicytS essen konnte, waS nicht ganz fein zubereitet war", heftige Leibschmerzen befielen, daß er I sichfast tobt schrie". Kneipp wurde gerufen, und er be- I richtet nun Folgendes:So ging ich denn zu einem Bauern und bat ihn, er möge mir ein bischen Roßsteub geben, e» habe ein mir bekannter Student heftige Kolikichmerzen unk es könnte leicht eine Darmverschlingung geben. Nun gingen

Vermischtes»

Berlin, 1. Februar. ®er am 20. Januar in einem Pistolenduell mit dem Rittergutsbesitzer und Reserveoffizier R. in D. schwer verwundete Affeffo Wollstein ist gestern in der Bergmann'schen Klinik gesto ben.

Sine seltene Auszeichnung ist durch den Kaiser einem jugendlichen polnischen Dienstmädchen verliehen worden, näm­lich die Rettungsmedaille am Bande, der kaum 16jährigen Marianna Sorz zu Salnia bei Krotoschin. Dieselbe hatte auS dem brennenden Wohnhause ihrer Dienstherrschaft unmittel-

Grunderg, 2. Februar. DerDarmst. Ztg." wird von hier geschrieben: Eine auffallende Erscheinung find die in unserer Stadt besonder» in den letzten Jahren ftatt» I findenden Güterversteigerungen. Während früher saft sämmtliche Geschäftsleute neben ihrem Handwerk etwas Landwirthschast trieben, suchen viele jetzt ihreOeconomie abzuschaffen. Hauptgrund ist wohl der Umstand, daß die wenigsten Hosraithen der Stadt zum Betrieb der Landwirts schäft geeignet sind. Scheuern und Stallungen befinden fich | häufig nicht unmittelbar beim Wohnhause, wodurch den I Leuten viele Schwierigkeiten, oft doppelte Arbeit und auch größere Ausgaben erwachsen. Mafien früher die Land- wirrhe der Stadt sogar in den benachbarten Gemarkungen Grundstücke, so ist jetzt da» Gegentheil der Fall. Die Be­wohner der umliegenden Orte bebauen nun zahlreiche Aecker in unmittelbarer Nähe der Stadt, und immer neue Grund­stücke werden von ihnen angetauft.

E. Echzell, 2. Februar. In Nr. 20 desGieß. Anz. vom 24. Januar hatten wir das Vergnügen, zu berichten, daß unsere Bäcker den Preis der Weizenbrödchen herab­gesetzt haben und eS wurde die Hoffnung daran getnupft, daß die übrigen Brodpreise denjenigen der Bxödchen bald folgen möchten. Diese Hoffnung hat sich sehr schnell erfüllt, i denn die Bäcker haben den Preis des viexpfündtgen Schwarz- brodeS von 38 Pf. auf 35 Pf. herabgesetzt. In unserer nächsten Nachbarschaft sind einige kleine Jagden verpachtet worden, welche den 3- bis 4facken Pachtfckillmg gegen die vorhergehende Pachtperiode 1890 dis 1896 erzielt haben. Die im nächsten Jahre fahrbar werdenden Nebenbahnen durch I t>te Wetterau fpielen hierbei jedenfalls eine nicht uuwesentl.che Rolle.

wir in den Stall, wo so ein alterHäuter" stand, den striegelte das Bäuerlein, dann thatcn wir den Staub in ein Papierchen, sodaß eS auSsah wie ein Pülverchen, frisch au» der Apotheke geholt. Dies gab ich bann dem Student'n in einem Löffel voll Schnaps. Er war sofort beruhigt und nach fünf Minuten war der ganze Anfall vorbei. Ich habe mich natürlich gleich aus dem Staube gemacht, denn wenn er mich nach dem geheimen Mittrlchen gefragt und die Sache erfahren hätte, würde er fich vor Allem heftig erbrochen haben und mich hätte er sicher nicht mehr ansehen können. ES ist im Grunde nicht viel habet und man nimmt noch viel schreck­lichere Sachen ein. Ich wüßxe auch nie, daß es nicht ge­holfen hätte- die ganze Wirkung liegt darin, daß die Gase schnell erfaßt und auSgeleitet werden, dann tritt Ruhe ein."

Au bie Gywuafiastinueu. Eine Frau ist rS angeblich, die aus Anlaß deS glänzenden Erfolges, den die Wiener Gymnasiastinnen" bei der diesjährigen Schlußprüfung errungen haben, in einem Wiener Blatte folgende Worte au die Studentinnen richtet:Die Nachricht von bem Erfolge, den Sie, meine jungen Damen, am JahreSfchlufi verzeichnen konnten, hat weniger Überrascht, als die Frage nahegelegt .

Wer wird künftig unsere Kinder lehren Strümpfe stopfen und die Kochkunst ehren? Sie werden Über denNaturalismus", der aus diesem Be- kenntniß einer durchaus nicht schönen Seele spricht, empört sein aber selbst auf die Gefahr hin, den Zorn sämmtttcher ftudirender Göttinnen auf mein Haupt zu laden, will ich diesesProduct der neuen Zeit" näher betrachten. Warum, meine Damen, betreten S'e einen Weg, der Jahrhunderte lang nur von den Herren der Schöpfung mühe- und sorgen­voll gegangen wurde? Ste werden mir antworten:Nr. 1 von wegen der Gleichberechtigung, Nr. 2, um zu beweisen, daß wir geistig dem starken Geschlechte ebenbürtig, und last ' not least Nr. 3, um unfl eine Existenz zu gründen, da da» Heirathen zu legendär ronb." Nun gut, analysiren wir ben Punkt 1. Die Zeit ist wohl längst vorbei, und bafl wissen Sie selbst am besten, wo man den Kochlöffel den schönsten Stil weiblicher Poesie nannte unb wo man ich citire (inen Ausspruch beS lachenben Philosophen Weder die Feder nur am Hut, nicht aber in der Hand der Frau plactrr wissen wollte. Man ist auch darüber längst im Klaren, datz trotz desMindergewichtes" das weibliche Gehirn doch etwa» aut aufzufaffen und zu behalten vermag, wa» den Knaben eingebrillt wird. Bleibt also nur Punkt 3, und den will ich mit aller Kraft, dieEgoismus" elngiebt, bekämpfen. Haben I Sie, meine jungen Damen, über die Hrsachc des Nichtgehei- I rathetwerdenS schon nachgedacht? Glauben Sie ja nicht, daß die Männer aller Poesie bat sind, unb daß einzig unb allein der schnöde Mammon ist, der sie blendet und ihnen beaehrenSwerth scheint! Blicken Sie um fich (ich bin galant genug, nicht zu sagen, in sich), betrachten Sie genau da» Gebähten der Bälle, Concert, Theater, Eislausplatz, Kurorte besuchenden werbl chen Jugend, unb Sie wetten Urnen, die Männer miUer zu beurteilen und werden sich vielleicht de- I mühen, zu jener anmuthigen Natürlichkeit, zu jener naiven Hrsptüngl'chkeit, zu jener gesunden LebrnSauschauung und I LebenSauffaffung zurückzukehxen, die noch unseren Grofimüttern eigen unb denen vielleicht darum ebenso leicht gelang, Großmütter zu weiden. Wüßten die Frauen, mit weid) gelingen Mitteln sie ihren Zweck erreichen - und Zweck, I weil natürliche Bestimmung, bleibt doch nur die Sfie, fU würden sich bemühen, anbei» zu sein, unb kamen so leicht iUr Heberzeugung, daß man, um Gute» zu finben, nicht m bie Ferne zu schweifen-braucht! Denn die Frau bleibt trotz ober wegen ihrer Fehler baß einzige Ideal der Männer, bleibt baß schönste Bild der Schöpfung, so lange man e» ur. htJfenben Rahmen findet. Der Cmheder, der Seeiriaal, der Get'chtslisch aber sind feine richtigen Statten für die Frau. Durch benBeruf" wird bie Jndividual'tät ber Frau ver- leugnet, unb badnrch entkleidet sie fich de» größten Zauder», ben in bleiet modernen realistischen Welt noch gtebt. 3« Interesse meiner Sch'ckfalßgenoffinncn will ich hoffen, batz

Concert deS Kronbaner'schen Ouartetl-BereinS. Bor außoerfauftem Hause beging gestern der genannte Verein fein Concert, und wie wir gleich hinzufügen wollen, mit bestem Gelingen. Der Zweck, dem das Quartett sich dienstbar machte, verbietet unß zu unserem Bedauern, unß kritisch über I die Leistungen eingehender zu verbreiten, wir wollen aber doch constatlren, daß Herr Leopold Geller das Erbe seines unvergeßlichen Vorgänger» durchau» nicht verkleinert hat, sondern gut mit feinem Pfunde wucherte unb mit rast­losem Fleiß, mit feinem Berständniß dasselbe erweiterte unb außbautc. Fast ganz aus eigener Kraft hat ber Verein eine I Reihe hervorragenber Werke ber GesangSltteratur zu Gehör gebracht, unb verbietet unß bie auferlegte Reserve nicht, baß Wohlgelingen aller Gaben zu bekennen, ein Hrtheil, welchcß bie Zuhörerschaft durch reichen Beifall nicht nur bestätigte, I sondern hervorrief. Zwei liebenswürdige Gäste, die beide bie schöne Kunst zu ihrem Berufe gemacht, wirkten in bankenS- werthefter Weise mit: Frl. Karoline Hubert auS Cöln- Deutz, im Besitz eines ausgiebigen, wohlgeschulten hohen Soprane», als Liebersängerin und Interpretin ber Solls in ben Chorwerken (Sopran mit Männerchor) und Herr Paul Polster alß Pianist unb Begleiter. Beiden Künstlern lohnte reicher, wiederholter Beifall. Dem Denkmalsfond unb bem Saalbau-, oder präciser gesagt Tonhallenfonds, können trotz bem bescheidenen Eintrittspreise recht stattliche Summen über­wiesen werden. Mögen nun andere Körperschaften nament­lich für die Tonhalle ihre Kunst dienstbar machen, der An­fang ist gemacht, vivant sequentes.

♦♦ Theater in Gießen. Die Donnerstag den 6. d. M. im Leib'schen Saale zur Ausführung kommenden Local stücke mit Herrn Strohecker vom Stadttheater in Frankfurt a.M. in den Hauptrollen, find wie folgt besetzt: 1. "Frankfort I in Feindesland". Eine Scene auß dem deutsch-französischen Kriege von A. Hill. Neunter : Herr Hofmann, Margot: Fräulein Mühlbach (vom Stabttheater in Frankfurt), Peter Müller, Gefreiter vom Rh. Dragoner Regiment Nr. 5 : Herr @. A. Strohecker (vom Stabttheater in Frankfurt). 2.Wie Du mir, io ich Dir". Local Schwank in einem Act von G. Bcck. NiceleS Atzemer: Herr Strohecker, Niceleß Atzemer, bessen Sohn: Herr Hafmann, Grittche: Fräulein Hartwig (vom Stabttheater in Frankfurt), Frau Rumpler: Frau Schöning. 3.Durch ben kaufmännischen Verein/ Lccal | Schwark in 1 Act von Adolf Stoltze. Iona» Rappel: Herr Stroh«cker, Lucie: Fräulein Hartwig, Ludwig Punkium: Herr Hofmann, Fiäulein Windisch: Fräulein Ihm (vom Stadt- theater in Frankfurt a. M.)

Maskenball des FechtvereinsWaisenschntz . Am Samßtag Abend hatte daß Maßkenfeft deß Hessischen Fecht- verein»Waisenschutz" die Räume des Gießener Festsaalß mit einer bunten Schaar vergnügter Theilnehmer gefüllt, und auch die, die Gallerie füllenden Zuschauer kamen nicht zu kurz, denn da» bunte Gewimmel im Saale bot denselben eine prächtige Augenweide. Während der Tanzpausen ließ ein hier bekannter Comiker feine humoristischen Couplet» er­tönen, und erntete damit nicht nur reichen Beifall, sondern auch klingenden Lohn, als er alsBettclbud verkleidet für die armen Waisen bet der Menge fechten ging. Es herrschte biß gegen Morgen die beste Fafchingßsttmmung. Daß finan­zielle Ergebniß deß Festeß war ein überouß günstiges, und wirb ber recht bedeutende Heberschuß an die Obersechterei

, Hiehlz^l üOfl » ft"11«'"'® s"! m tntpf6'"'

i* '" in velchem t M mentet. < gtoridjtung, 1(0 t w*;aUn flnlm N- "'5^.

Hofivel

Dieastag den 1 m Morgens 9 Uh Dröhauser Interessen!

dehöh an Ort w Wetnib verkauft werde 210 kichrn-flauhvlzsiä 15mSänge, 30- *, mit 21! tztötztentheilr zu iiynel.

^«hlchanM ii iiüize sic Mw geedri .irnammtnlunft q-

1.

Der Wald.

Jagdderp

I ita

dahier y* dtt L

»itb, h

ÄNttji »Ä *

a. ds Boi