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uc Mehrzahl jener jungen Damen, die heute, den Ovtd in Händen tragend, voller Stolz zur Schule gehen, am Ende doch noch lieber sich für einen charmanten Doctor entscheiden, als für den Doctorhur."
* Wie unsere Eisenbahn Dir«etioneu eS sich angelegen sein lasten, den leiblichen Bedürfnisien der Reisenden durch Einrichtung von Schlaf-, RestaurationS- und Heizwagen zu genügen, ist nunmehr das heilige Rußland in löblicher Weise dafür eingetreten, auch für die geistigen Bedürfnisse seiner Reisenden und Bahnbeamten durch Einrichtung von Lapellenwagen zu sorgen. Bei dem Bau der großen icanSsibirischen Bahn nämlich hat die heilige Synode es schmerzlich empfunden, daß die in den unwirthlichen Gegenden Sibiriens beim Bau der Bahn beschäftigten Arbeiter und Ingenieure keine Gelegenheit haben, ihren religiösen Bedürfnissen nachzukommen, welchen Mangel die besorgte griechischrussische Kirche nun durch Vorstellungen beim Czaren bekannt gegeben, und einen Befehl desselben ausgewirkt hat, daß die jetzt schon auf den fertigen Strecken verkehrenden Züge mindestens wöchentlich einmal einen als Capelle nach russisch- orthodoxem Ritus eingerichteten Waggon mitführen sollen, in welchem ein Pope den Gläubigen die Heilömittel der Kirche spendet. Gewiß eine ebenso lobenSwerthe wie moderne Einrichtung, die der Sorge der russischen Kirche für ihre Mitglieder das glänzendste Z<uqniß ausstellt. (Mitgetheilt vom Internationalen Patent-Bureau Karl Fr. Reichest, Berlin N. W.).__________________________________________
Eingesandt.
Gießen, 3. Februar 1896.
DaS Eingesandt in Nr. 28 des „Gießener Anzeiger" trägt keine Unterschrift und verdenke ich eS dem Verfasser, nicht, denn auch ich will mit verdecktem Vtsir streiten Als „Ein Freund des Theater-Vereins" werde ich aber zeichnen und das Eingesandt in Nr. 28 nachträglich mit der Unterschrift „Ei.n Feind des Theater-DereinS" versehen. Als Feind bezeichne ich den Einsender etwa nicht, weil er den von Niemand, auch wohl nicht vom Borstande zu leugnenden Mißgriff tebelt, als Feind bezeichne ich Ibn aber darum, weil er diesen Mißgriff oenutzt, um nun all sein Gift auf das ganze Unternehmen zu spritzen. Als Feind bezeichne
ich Ibn weiter, weil er verschweigt, daß diesem unglücklichen Abend eine Reihe glänzender Aufführungen und zugleich Kunst- leiftungcn, bis in die letzte Zeit seitens des Vereins veranstaltet, voraufgingm. Hat der Ein ender eS vergessen, daß in unserer kleinen Stadt in einer Saison drei hervorragende Bühnen (Darmstadt, Kassel, Frankfurt) mit ihren besten Kräften hier gasti ten? Sind das vielleicht Körperschaften, die die Sehnsucht nach dem alten Adam in uns rege machen soll? Der Einsender soll doch nicht glauben, an dem „Modell" nun die Ferse gefunden zu haben, durch die er dm Theaterverein nun hinterrücks meucheln kann. Noch habm die Freunde des Vereins ein besteres Gedächtniß wie der Einsender in Nr. 28, sie denken noch heute mit Dank der Ausführungen: Iphigenie in Taur»s, Torquato Tasso, Emilia Galotli, Minna von Barnhelm, Kabale und Liebe, Die Neuvermählten, Galotto, Claoigo, Der Wieder spenstigen Zähmung, Tartusfe, Anna Liese und anderer vortrefflicher moderner und hochmoderner. An dem Vorstände oeS Theatervereins liegt es jetzt, die Scharte auszuwetzen und daß ihm das gelingen wird, dafür bürgt seine ganze Vergangenheit.
Ein Freund deS Theater-VereinS.
Nnlverfitäts - Nachrichten.
Würzburg, 1. Februar. Der Mineraloge Prof. v. Sand- berger in Würzburg, der morgen fei.- 50|äbr*geä Doctorjubtläum feiert, suchte die Enthebung von der Lehrthätigkeit nach.
Literatnr nnd 2tanft
— Die Kritik, Wochenschau des öffentlichen Lebens. Heraus- gegeben von Karl Schneidt. 3. Jahrgang. Preis vierteljährlich 5 Ml. Einzelne Nummern 50 Pfg. Probenummern durch jebe Buchhandlung zu beziehen. Kritik-Verlag, Berlin NW., Couifene straße 36. Nr. 70 vom 1. Februar 1896 enthält: „Der elige Brausewetter", „Deutsch-Südwest-Afrika" von —S., „Naturwissenschaftliche Märchen", von Dr. E. Below. „Die Schopenhauer'sche Aesthetik" von Eduard Engels. „Lebmswende", von Dr. Rich. Wrede. „Hieb und Stich", von Mephisto.
Bei der Redaetiou eingegangene Bücher re.:
— Das Elend in der Hausindustrie der Eoufeetion. Von Oda Olberg. Preis 1 Mk. Verlag von Fr. W. Grünow, Leipzig.
AirchlieheAirzei^ n der evangGemeinde.
Montag, den 3. Februar, Abends 8 Uhr, Bideistuude im Confirmandenfaal der Johanneskirche: 1. Brief an die Corin'her, Cap. 9. Pfarrer Dingeldey.
Wertet?*, Canfc» tmfc volkswirthschast.
Grünberg, 1. Februar. Fruchtpreise. Weizen X 15,60 Korn X 14,42, Gr »e X 12,60, Hafer X 12,00, Erbsen X 16,09 Linsen •* 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00 Samen X 00,00.
Seim Sie vorsichtig, werthe Hausfrauen, und ny dl, kaufen Sie keine Nachahmungen für MLnhuS
Wasch«Gxteaet* D. R. P. 82 424. Bedenken Sie, daß Tausende von tüchtigen Hausfrauen den hohen Werth dieses guten Wasch^ mittels schon längst schätzen gelernt haben. 138
Soeben. ersctieip.t:
Artikel.
980
Jubiläums -Ausgabe.
Die Rentabilität jeder maschinellen
Anlage wird bedeutend erhöht durch Aufstellung eines ökonomisch arbeitenden Betriebsmotors. Als sparsamste Betriebsmaschinen sind die Locomobilen mit ausziehbaren Röhrenkesseln von R. »als in Magdeburg-Bucka« bekannt u. zu Tausenden in allen Zweigen der Industrie und Landwir thschast verbreitet. (Serin ger B ren nmattrUl; verbrauch, große Leistungssäbigkeit u.Dauerhaftigkeit find die Hau^- vorzüge dieser Maschinen, vermöge deren sie nicht nur aus allen deutschen Locomobil-Concurrenzm stets den Sieg davon etragen haben, sondern auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchsten Preisen ausgezeichnet sind. *•
Brockhaus
[9500 - ,. ।
J Abbildungen.! 300 Karten. 130 Chromon. ] 13161111
tffehversa tions- Lexikon
14\ Auflage.
ÜWSWDnl 16 Bände geb. ä 10 M.
H flUlV UiUÖ Unentbehrlich für Jedermann.
Holzversteigerung.
Freitag den 7. Februar l. I.,
Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in dem Albacher Gemeindewald, District Kreuzholz, nachverzeichnetes Brennholz versteigert werden:
Scheith. Knüppelh. Etockh. Reisig rm rm rm Wellen
Buchen 120 150 80 3500
Birken 40 30 — —
Eichen — 14 40 1500
Aspen — 20 — —
Nadel — 6 — 150
Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde auf dem Hatten- rüder Vicinalweg am Eingang des Walder.
Albach, am 1. Februar 1896.
Großherzogl. Bürgermeisterei Albach.
Balser.______1W7
Holzverkauf.
Dienstag den 11. Februar, von Morgens 9 Uhr an, soll im Dreihäuser Jntereffentenwald folgendes Gehölz an Ort und Stelle meistbietend verkauft werden:
270 Eichen- Bauholzstämme von 4 bis
15 m Länge, 30—60 em Durchmesser, mit 218 fm Inhalt; größtentheils zu Streckholz geeignet.
530 Fichtenstangen von 1. bis 4. Kl., sowie einige stärkere zu Dachsparren geeignet.
Zusammenkunft am Santkamm bei -lr. 1.
Der Waldvorstand:
Grün. 1104
Jagdverpachtung.
Montag den 10. Februar l. I., Nachmittags 1 Uhr, wird im Nathhaussaal dahier die Feld- und Waldjagd der Gemeinde Steinheim auf weitere 9 Jahre verpachtet.
Bemerkt wird, daß der Jagdbezirk an die Haltestelle Trais-Horloff der Oberhessifchen Eisenbahn Gießen— Gelnhau'en grenzt.
Steinheim, den 2. Februar 1896. Großh. Bürgermeisterei Steinheim.
Nicklas. 1105
Jagdverpachtung.
Dienstag den 11. Februar
1890, Nachmittags 2 Uhr, soll au dem Bürgermeistereibüreau dahier die hiesige Gemeindejagd auf weitere sechs Jahre verpachtet werden.
. Mendorf a. d.Lahn, 1. Febr. 1896.
Großherzogliche Bürgermeisterei Mendorf a. d. Lahn.
Volk. 1106
IV I. 1317/94. Der am 27. 3. 95 gegen die Köchin Katharina Heidt aus Nüddingshaufen erlaßene Steck, brief wird zurückgenommen. 1112
Frankfurt a. M., 31. Januar 1896. Kgl. Staatsanwaltschaft.
Bekanntmachung.
Donnerstag den 6. Februar, Nachmittags 1 Uhr, soll der in der Gemeinde Treis a. Lda. untauglich gewordene Faselochs unter den in dem Termin bekannt gemachten Be- nngungen an den Meistbietenden öffentlich versteigsrt werden.
Treis a. Lda., den 3. Februar 1896. Großh. Bürgermeisterei Treis a. Lda.
Benner.______1113
Mittwoch den 5 Februar L I ,
Nachmittags 2 Uhr,
werden im Bteter'schen Saale — Neustadt 55 — versteigert:
1. Sophas, Commoden, Kleiderschränke, Tische, 1 vollst. Bett, 1 Clavier, Uhren, 1 kirschb- Bettlade, 2 nußb. T'sche mit goth. Kre iz, 1 Verticow, Stahlstiche. Kupferstiche, Oeldruck- bilder, 1 Oelgemälde (Gebirgslandschaft), 1 Aquarelle, 1 cuivre-poli Spiegel, 1 oo> Spiegel, Bilderrahmen, Porcellanwaaren, 62 Biergläser und Krüge, 14 Strickmaschinen, 1 Jagdgewehr (Drilling), 1 Waschmaschine, 1 Waschmangel, 2 Hobelbänke. 1 Partie Werkholz, 1 Nähmaschine, 1 Pferd, 1 Kuh, 1 Wagen u. v A
2. ein fast neues Zweirad (Pneu, matte), 7 neue feine Zuglampe«, 1 Commode. 1 Kleiderschrank, 1 Nähmaschine, 6 Bilder, 1 Spiegel, ein Küchenschrank mit Glasauffatz, 1 Tisch, 1 Schreibtisch, 1 Wanduhr.
Die Versteigerung unter 2 findet de- stimmt statt die sub. 1 theilweise.
1111 Geißler, Gerichtsvollzieher.
ÄL MMauö.
Freibank. [1125 Heute uud morgen:
Ochsenfleisch
nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg.
Rindfleisch,
nicht ladenrein, pr. Pfd. 52 Pfg.
aufgesprungene ttn^ wunde Haut
sind vorzügliche Mittel:
Glycerin, Goldcream, Boroglycerin- lanolin, Praeseroattv-Crsam, Creme- Iris, Crsme-Simon, Lippenpomade, Cacoobutter, Glysapol, Perudalsam, Salicyloaseline, Hirschtalg. Lanolin, Mandelöl, Mandelkleie, Mandelklei- feife, Glycertnseise, Vaseline, Vaselin- fetfe, Salicylstreupuloer, Lycopodium, Dermatolstreupulver, Puder, Lanoltn- feife, Myrrhen-Crime rc.
zu haben in der 610
Adler-Drogerie, Seltersweg 39.
POSIKEUIR borgen Dienstag Abend: Metzelsuppe.
Dienstag Morgen
von i/j9 Uhr: 601
Wellfleisch.
„Zum Lindenhof."
Heute Dienstag
Abend: 1124
Metzelsuppe.
Morgen! V210 Uhr:
MellAkisih mit Krallt.
Schürzen für Damen und Kinder in den neuesten Fa^ons, Haushaltungsschürzen aller Art, in großer Auswahl, empfiehlt billigst
J. H. Fuhr,
1094 Souneustrafte 25.
Sämmtliche Artikel für die Bälle und Maskeraden.
Seidene Ball-Echarpes.
Zwitbelil, Knoblauch Ü5 tag Lindenplatz bis 1 Uhr. [1109
CO co CD
Wkmllmlch.
Ich zeige hierdurch an, daß ich von heute an vorzügliche
Kindervollmilch
in versiegelten Liierflaschen ä 32 Pfg. liefere. Dieselbe wird nur jungen, mittels Tuberkulin auf Tuberkulose untersuchten und nur mit Trockenfutter genährten Kühen entnommen. Letztere unterstehen fortgesetzt thierärztlicher Controlle. Bestellungen per Postkarte erbeten.
Hof Albach bei Lich, 3. Februar 1896.
1100 Herm. Güngerich.
dai
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Heiserkeit, Katarrh.^^
CD
Diese feinen Thee’s — X 2.50 bis JL 7.— per russ. Pfund von 410 Gr. — unerreicht an Geschmack, u. Aroma empfehlen:
Emil Fischbach, Eberh. Dort, H. Wallach, Ph. Herrmann, W. Schomber. 264
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Näheres in der Expedition d- Bl.
132] Die von Herrn RegierungSrath Dr. Wallau bewohnte Wohnung, Astet« weg 84, ist zum 1. April 1896 zu vermiethen, auf Wunsch mit Pferdestall.
_________^Näheres «sterweg 9. _
707] Zwei Familienwohnungen, drei Zimmer, Küche rc., in meinem Neubau sofort zu vermiethen. Earl Berg.
1095] Unmödl. Zimmer zu vermiethen. ____________A Dammstratze 48.
1118] Stübchen mit Bett zu vermiethen.
Asterweg 1.
1123] Schön möbl. Balkönzimmer nebst Schlafcabinet an anständ. Herrn auf sofort zu vermiethen Näheres Exp<d- d. Bl.
137] Zwei tnetnanberg. möbl- Zimmer im mittleren Stock zu vermiethen.
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Stock zu rerm. Sonnenstrabe 2».
938] Möbl. Zimmer zu vermiethen. __Walllhorstratze 2.
924] Anständige Arbeiter können Kost und Logis erhalten. Lanzleibee- st. 187^Großer gewölbter Keller per 1. April ds. Js. zu vermiethen. Näheres Exped. d. Bl. unter Nr. 187.
WermWIe Anzeigen.
Berichtigung. Die in gestriger Nummer enthaltene „Ehrenerklärung- der Anna Roth hat mit meinem Namen nichts zu thun. 1056
Frau Anna Roth, Neuenweg 30.


