vom Kauf befriedigt ist
und auch dem heimischen Gr-
festen Preise bringen dem Kauf. Käufers. DaS Placat: „Feste sondern eS ist da- entschiedene
Die des
fchäftSmann.
** Feste Preise, mann das Vertrauen
Jndustrielehrerinnen bezweckten.
•• Mitlelrheiuifcher Fabrikauteu-Bereiu. An der am I 3. December, Nachmittags 3 Uhr, im neuen Casino zu I Mainz statifindenden Versammlung des Mittelrheini- I schen FabrikantenvereinS werden, außer den bereits genannten I Referenten, den Herren Prof. Dr. Btermer von Münster I und Reichstagsabgeordneten Brömel von Berlin, auch noch I eint Reihe anderer hervorragender Goldwahrungsleute theil- nehmen. Zu der Versammlung haben die Handelskammern I und industriellen Vereine der Umgegend Einladungen er- I halten.
Weihnachtt EinkLufe. Wir treten nunmehr in den I Christmonat, und wenn auch die in dieser Zeit schon üblichen I Schneeflocken noch auf sich warten lasten, waS aber nicht ans I sich warten läßt, daS find die PretSverzeichntste über Weih nachts art ikel und Alles, waS in dieses Genre schlägt, die jetzt reicher und immer reicher in jedes HauS geflattert kommen. Es giebt da viel zu studiren, auszusuchen und zu prüfen und am Ende bleibt doch noch zu Recht der alte Satz bestehen, daß der die Qual hat, wer die Wahl treffen I muß. Und dabei kommt der Gedanke dann immer noch mit I |n Betracht, wie macht fich nun ein Gegenstand in Wirklich- I kett, der auf dem Papier so oder so dargestellt wird? Die | kundige Hausfrau sagt ja immer, Papier ist geduldig, und wenn ja nun auch wohl nicht- Unrichtiges mitgetheilt wird, ein mit reger Phantafie begabtes Gemüth stellt fich nach der anschaulichen geschäftlichen Empfehlung auf dem Papier einen Gegenstand leicht viel effektvoller und glänzender vor, als er in Wahrheit ist und auch im Preise nach nicht anders sein kann. Warum zerbricht man sich aber die Köpfe über die papiernen Anpreisungen? Nothwendig ist eS doch beim besten Willen nicht und man hat eß anderweitig viel be- I querner. So macht man die Sache: Man wird ja nach nicht allzulangem Nachdenken darüber einig, aus welcher Branche man etwas schenken will, denn beispielsweise schwankt man doch nicht zwischen einem Schlafrocke und einer Cigarren» lasche, einem WirthschastSgegenstand »oder einem Brillant, ring rc. Nur das Specielle weiß man nicht, daS möchte man herauShaben. Man geht also zu einem Geschäftsmann der betreffenden Branche, der heute noch nicht gerade über Maßen zu thun hat, und fragt ihn, waS eS Neues in seinen
deS Duells in den Tod getrieben. Die Tragik dieses Stückes birgt einen sehr ernsten, fittlichen Gehalt, indem fie die I moralische Fahrlässigkeit der besteren Kreise scharf beleuchtetes wäre falsch, hier die Duellfrage aufzuwerfen, da die Handlung im Sinne deS Dichters ganz objecttv betrachtet werden muß und nur durch die Thatsache der unausweich- I baren TodeSnothwendigkcit das Glück einer Familie zerstört rotib. — DaS dritte Stück, „Das Ewig Männliche", ist ein geistreiches satirisches Spiel in anmuthigen Versen, und be- I handelt ein Schetnduell zwischen einem Marschall und Maler, I die beide in eine kokette Königin verliebt find und alsdann von ihrer Leidenschaft befreit werden. — Eine vorbereitete gute Etnstudirung verhalf zu einer anerkenuenSwerthen Wiedergabe durch unser Ensemble. Herr Fritzschler gab den Teja in einer oft in daS Weichliche zu sehr übertretenden Weise. Diese Figur verlangt anhaltend tiefe Kraft und wohl- beherrschte Haltung, sein im dritten Stück dargestellter Marschall war wuchtiger und überzeugender. Frl Leno als Balthilda verstand eS, mit Wärme, rührender Anmuth und ohne aufdringlich zu erscheinen, den richtigen Ton zu treffen. Herr Goldbach als Lieutenant Fritz im zweiten Stück be- | kündete vorzügliche Auffassung und zeichnete fich durch temperamentvolles, gefühlwarmes Spiel aus. Der Major von Droße wurde durch Herrn Schröder nicht genügend characterisirt, auch die Maske, welche wohl Sudermann ähnlich fein sollte, wirkte ungünstig. Frau Kruse gab die, ihren Liebling vergötternde Mutter wahr und überzeugend. Im letzten Stück boten Frl. Egger als Königin, Herr Peickner als Maler, Herr Fritzschler als Marschall, sowie die Herren Kunert und Goldbach als Marquis schöne Leistungen. Der Kammerdiener wurde durch Herrn Schalter in treffender Weise wiedergegeben. Alle übrigen Mitwirkenden spielten ihre Rollen mit großem Ge- schick. Ein ziemlich gut besetztes Haus verfolgte die von Anfang bis zu Ende feffelnde Handlung mit Jntereffe und namentlich das zweite Stück „Fritzchen", in welchem Sudermann durch den knappen, künstlerischen Bau des DramaS geradezu Vollendetes geboten, wirkte besonders mächtig und wurde am beifälligsten aufgenommen. Die vortheilhaft schöne Ausstattung deS letzten Stücke» möge nicht unerwähnt bleiben.
fallen des unwürdigen Handelns, da» sich baß Publikum gar bald abgewöhnen wirb, und durch daS Vertrauen deS Kunden auf die Rekllität des Preises. Man glaube nicht, daß man Kunden feffcln kann, wenn man ihnen am Preise Nachläße mit geistreichen Bemerkungen wie: „Weil Sie es find, aber jetzt verdiene ich kaum daS Porto an dem Artikel u. s. w." DaS heißt auf gut deutsch nur: „Ich habe Dich vorher mit dem sogenannten festen Preis übers Ohr hauen wollen und hätte eS recht gern gethan, wenn Du nicht doch „gehandelt" hättest." Daß man fich aber durch dieses stillschweigende Etngeständniß keine Kunden erwirbt, versteht fich von selbst. Daß die festen Preise an den Maaren angebracht sein rnüffen, sodaß jeder Kausltebhader fie lesen kann, gehört zu dem Grundsatz der „festen Preise", denn der Kausltebhader muß sich überzeugen können, daß der mündlich angeforderte Preis auch mit der jedem Dritten erkennbaren Preisangabe an der Maare übereinstimmt. Hierher gehörig ist auch da» Verlangen, daß alle in den Schaufenstern ausgestellten Maaren deutlich Preisbestimmung tragen. Der hiergegen erhobene Einwand, daß sei marktschreierisch und eines gediegenen alten Geschäftes unwürdig, ist lächerlich. MaS will man denn mit der Schaustellung? Doch keine Kunst oder Maaren-AuS- stellung veranstalten, sondern die auf der Straße gehenden Menschenkinder zum Kaufen zu reizen. Zum Kaufen gehört aber außer Maare auch der Preis und letzterer ist sogar für fast jeden Kaufiiebhaber die Hauptsache, wodurch er sich zum Kaufen oder Nichtkaufen bestimmen läßt. Mill man also durch sein ost recht theuer bezahltes Schaufenster die Kauflust wirklich erwecken, bann zeige man dem Publikum außer der Maare auch deren Preis. DaS Stück ist wirklich nett, wenn man nur wüßte, was es kosten soll, so lautet die Klage der Schaulustigen vor manchen Schaufenstern und fie gehen vorüber. Jeder Kaufmann, der keine festen Preise hat, ist mit l Recht dem Verdacht ausgesetzt, daß er seinen Preis nicht nach dem Werth der Maaren allein, sondern auch nach der Person des KäulerS, nach deffen Geldbeutel, nach dem Ruf feiner „HandelS"fähigkeit und anderen Nebenfächlichkeiten bestimmt. Wer die Kniffe des „Handelns" nicht kennt oder fich dazu nicht hergeben will — also gerade der angenehmste Kunde — wird diesen Laden mit Recht meiden.
•• Ltadtthester. Vielfachen Wünschen entsprechend, bringt die Directiou Kruse-Helm Sudermanns neues Werk „Mortturi" am Donnerstag nochmals zur Aufführung. Für diese Vorstellung gelten in Folge der ungewöhnlich hohen Honorarkosten, die für derartige Novitäten von den Verlegern beansprucht werden, ebenfalls etwas erhöhte Preise. — Am Freitag dieser Woche findet wieder ein hervorragendes Gastspiel statt. Die Hoffchau- spielerin Fräulein Käthe Hafte von Dresden, früher Mitglied des Berliner Lefsingtheaters, gaftiit hier in dem drei- actigen LrbenSbild „Der kleine Lord". Die „Englische Zeitung" (Dresden) schreibt: DaS Stück „Der kleine Lord" ist sehr sehenSwerth und wäre es nur um den Cedrik Errol unseres GasteS, Käthe Bastö, genießen zu können. Die geniale Künstlerin zeigt uns einen liebenswürdigen, hochherzigen Knaben voll Gesundheit und Frische. Bon Anfang an fesselte fie die Aufmerksamkeit deS Publikums, das mit aihemlosen Jntereffe dem entzückenden Spiel lauschte. Die Bilderbuchscene (der Sprung auf den Tisch war prachtvoll), die Verzweiflung bei der Nachricht, Cedrik sei ein richtiger Graf, das erste Zusammentreffen mit dem alten Lord, und vor allem das Schreiben deS Briefes war meisterlich auS- griührt. Käthe Bastö hat unS auf dieser Bühne schon viele Rollen mit dem größten Erfolg vorgeführt, aber der Cedrik ist doch wohl das Herrlichste, was fie unS bot. Sie ver- leiht dem Character so viel Frische, Fröhlichkeit und be- zaubernde Liebenswürdigkeit, daß der Eindruck auf den Zu- schauer einer der reinsten, unvergeßlichsten Freuden ist. Käthe Baste wurde zahllose Male auf offener Scene hervorgejubelt und mit wundervollen Blumen (sogar eine große Zuckerdüte wurde dem Prachtjungen überreicht) beschenkt. Man findet wohl selten eine Künstlerin, die in so vollendeter Meise einen Knaben darzustellen vermag, und die deutsche Bühne kann wohl stolz darauf sein, eine Künstlerin wie Käthe Baste zu besitzen.
•• Da8 Panorama hat diese Woche die neuesten Bilder ausgestellt: Paris während den Zarentagen. Ein malerischer, bewegter und abwechslungsvoller Anblick wird | uns geboten. Daß Gedränge in den Straßen, die An- und , Abfahrten des Zaren und der Zarin mit der EScorte von SpahiS, ferner die Ausschmückung der Straßen rc. geben unS ein Bild davon, welche Summe die Zarentage Paris gekostet haben. Diese Serie, welche durch die prachtvolle und natürliche Wiedergabe einzig schön ist, wird zu einem guten Besuch deS Panoramas viel beitragen. Wir machen unsere Leser auf diese Serie besonders aufmerksam.
•* Der Weihnachtsgeschenke Wahl kann einem nicht schwer werden, wenn man schon jetzt die hell erleuchteten Schaufenster mit ihren reizenden Auslagen betrachtet. Die Möbelfirma Th. Brück hat unsere Stadt auch wieder um ein AusftellungSlocal mit 8 Schaufenster Front bereichert, und ist es Angesichts dieser von den Gießener Geschäften gemachten Anstrengungen eigentlich kaum zu glauben, daß so Vieles auswärts und nicht am Platze gekauft wird.
-• Der Vorstand der Invalidität»- und AttirsvetfichiruugS- anstatt im Sroßherzogthnm Hesien theilt It. „Offenb. Ztg " mit, daß nach einer maßgebenden Entscheidung deS Reichs- verficherungSamtS Jndustrielehrerinnen an Volksschulen nicht versicheruugspflichtig seien. ES wurde angenommen, daß dieselben in erster Linie an der Ausbildung und Erziehung der schulpflichtigen Jugend wesentlich Mitwirken und damit zu einer Thätigkeit herangezogen würden, welche fie über den Kreiß der mit materieller Arbeit beschäftigten Personen erhebt. Ob diese Entscheidung auf die einfachen Berhältniffe der I Landgemeinden zutreffe, könne man bezweifeln. Gegenwärtig I seien von einer Gemeinde Verhandlungen bei Großherzoglichem Ministerium eingeleitet, welche die VerficherungSpfl-cht der
Artikeln gebe. Der Kaufmann sagt mit tausend Freudri? ausführlich Bescheid, bemerkt auch, was noch destrllt werden kann, und so kommt man in aller Ruhe zum frstea Eot- schluß. Denn der Hauptgrund, weshalb man unmittelbar vor Weihnachten „gar nicht finden kann", maß nun wirklich so recht gefallt, beruht in der Nervofität, welche der Zwang, nun schnell fich zu entscheiden hervorruft. Wer baß Aut- gewählte noch nicht mit heim nehmen will, der läßt eS im Kaufladen, wo eS ihm in jedem Moment wieder zur DrSpv- fition steht. So sichert man allen Thriller eini Friude, bim, welchem man etwas Treffendes schenkt, fich selbst, der
»ad-Ranheim, 30. November. Heute hat Herr Geh. Medtcinalrath vr. Friedrich Bode, der älteste Einwohner der Stadt, in erwünschtem körperlichen Wohlsein und in u>- geschwächter geistiger Frische sein 86. Lebensjahr angetretea. Zahlreiche Glückwünsche und Geschenke von nah und sern liefen rin; den Tag über wurde daS HauS von persönliche, Gratulanten nicht leer.
△ Herbstem, 29. November. Wie vorsichtig man eit Petroleumlampen umzugehen hat, beweist nachstehender Vorfall: In einer hiesigen Wirthschaft wurde seit Jahr« eine Petroleumhängelampe von mittlerer Größe gebrannt. Dieselbe hing an der Decke an einem eisernen Haken. Ueber dem Cylinder befand fich eine von gutem Eisenblech her- gestellte Schelle, welche drnselben vollständig überdeckte und verhinderte, daß die Hitze der Flamme dtrect der Zimmer- decke fich mitiheilte. Eines Morgen» bemerkte der Wirth, daß die Lampe hiruntergebrochen war. AIS später der ebenfalls herunter gefallene eiserne Kloben wieder an der Decke befestigt werden sollte, wurde bemerkt, daß der Balken stark erhitzt war. ES wurde nun von oben her durch Ent- sernung der Dielen Luft gemacht. Alsbald strömte ein dichter Rauch hervor und eine bläuliche Flamme wurde bemerkbar. Nachdem baß Feuer gelöscht war, wurde die Sache näher untersucht und bemerkt, daß der Balken, m welchen der Kloben eingetrieben war, bis zur Hälfte verkohlt.
§§ Gedern, 28. November. Im Eisengeschäft biß W. Vöhl sollte eine Häckselmaschine abgeladen werde». Hierbei gerieth der Lehrling mit der einen Hand derart i» i die Maschine, daß ihm der Daumen vollständig ad- I geschnitten wurde.
§ Sen der Ohm, 30. November. Nachdem die größeren Treibjagden im Feld und Walde zum Thetle abgehalteo, läßt fich ein beffereß Urtheil über die Ergebntffe der Jagd fallen alß bei deren Beginn. Die Jäger und Jagdbrfitzer beklagen sich über den schlechten Bestand an Hasen. Dieser resultirt hier aber nicht von einer Krankheit unter denselben her, wie fie in anderen Gegenden geherrscht, sondern mtS dem Mangel an Mutterhasen. Daß schlechte Ergebnis der Hasenjagd hat den Preiß sür Halen hinaus gehen laffw- Man bezahlt zur Z-.it daß Stück mit 3 Mk. gegen 2,50 W- im Herbst. Im vorigen Jahre wurde dieser Preiß V» Halen hier nicht erreicht. Biel besser alß der Hasen- ist Rehbestand. Hier find die Resultate sehr zufrirdensteveoo. Die Hoffnung unserer JSg:r, daß ein Schneefall noch »tun auf der Hühnerjagd brächte, hat fich nicht erfüllt. Schnee ist außgeblleben und morgen tritt die Hegezeit ! Rebhühner in Geltung. u
§ Ans dem Bogel,berg, 30. November. Ueber schlechte Milchergiebigkeit der Kühe hört
Preise" thut'ß aber nicht, Festhalten an dem einmal festgesetzten Preise nothwendig. Diese Standhaftigkeit belohnt fich gar bald durch daß Weg-
Verlin. 2. December. Die „Kreuzztg." meldet auß Wien: Dir hiesigen Regierung ging eine Note von der ungarischen Regierung zu, welche daß österreichisch-ungarische HandelßbÜndniß kündigt.
Berlin, 2. December. Der „Localavz." meldet auß Peterßburg: Die Stelle Schuwalows wird in allernächster Zeit neu besetzt. Zum Nachfolger sei der General Roop, früher General Gouverneur von Odeffa, ausersehen.
Berlin, 2. December. AuS Hamburg meldet her „Vorwärts": Für die strikenden Maschinisten fahren mehrfach Strikebrecher ohne Schiff« Patent. Die Hafenpolizet ver- haftet dieselben, um Unglücksfälle zu vermeiden. Die StaatSqnat-Arbeiter wollen striken, wenn von ihnen Schauer- rnannsarbeit verlangt würde, dieselben wurden von der Directiou zum Bleiben veranlaßt, und ihnen die Zusage gegeben, daß von ihnen keine SchauermannSarbeit verlangt werde. Dasselbe Blatt berichtet aus Bremen: Die gestrige Bersammlung beschloß, den Gewerbegerichtsspruch abzuwarten. Heute Abend soll eine Versammlung inticheiden, ob der Schiedsspruch anzunehmen sei. Ein Krahnführer und zwei Borarbeiter haben die Arbeit aufgenommen. 15 Krähne von 100 find schwach im Betrieb.
Berlin, 2. December. Die Berliner G i werkfchaftS- Commission steht mit tausend Mark an der Spitze der Unterstützungen für die strikenden Hamburger Hafenarbeiter.
Hamburg, 2. December. Gestern Nachmittag kam es vor dem Schweizersaale in Altona, in welchem die so- cialistische Agitatorin Frau Steinbach vor tauenden von Arbeiterfrauen sprach, zu gefährlichen Reibereien. Die Polizei maßte einschreiten. Die Frauen bearbeiteten fich gegenseitig mit den Fäusten.
Königsberg, 2. December. Im Kreise Memel wurde eine weitere Leprakr anke ermittelt.
Wien, 2. December. AuS Ajacio wird gemeldet, dortselbst wurden die Räuber verhaftet, welche den Prinzen Windischgrätz auSgeraubt haben.
»rüffel, 2. December. Die Krise im Gemeinde- rath ist sehr ernst. Man befürchtet den Uebergang der Stadtverwaltung in socialistische Hände.
CocaU» nnt
Gießen, den 2. December 1896.
♦♦ Gesellschaft für Srd- und Solfertunbe. Zum Vorträge am 4. December haben auch Nichtmitglieder gegen Zahlung von Mk. 1,50 und Studtreude und Schüler gegen Zahlung von Mk. 0,50 Zutritt. Die Sitzung beginnt pünktlich 7V3 Uhr; nach dir Sitzung findet gesellige Vereinigung im Leinen Saale des Gasthofs zum „Einhorn" statt. Die Zahl der Mitglieder der Gesellschaft ist auf 181 gestiegen.
♦•H. Stadttheater. Gestern Abend wurde das neueste dramatische Werk Sudermanns, sein E nacter-ChcluS „Mortturi" hier aufgeführt. Diesem Gesammttitel ordnen fich die drei Stücke „Teja", „Fritzchen" und „Das Ewig Männliche" unter; alle drei geben Bilder, in denen daß Verhalten von Menschen characterifirt wird, die gesunden Leibeß, in der Vollkraft der Jahre angesichts des Todes stehen. In „Teja" und „Fritzchen" wird daß Thema tragisch, in „Daß Ewig Männliche" dagegen humoristisch behandelt. „Teja" schildert daß Sterben dieseß GothenkänigS, der mit dem letzten Häuflein seiner Getreuen der Ueberrnacht deß Feindeß, dem sicheren Tode entgegentritt. Die Liebe deß ihm angetrauten Weibes offenbart fich ihm und lehrt ihn die Größe der Frauenliebe für einige letzte Augenblicke erkennen. Die schlichte Handlung ist tief zu Herzen gehend. — In „Fritzchen" wird ein hoffnungsvoller, junger Offizier infolge eines verübten Ehebruchs durch den modernen Ehrbegriff
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st» Einkommens im ü auß den mannigfaltigsten Geschäftsleute aller Art fr die edle Ausgabe zusällt, zu sorgen, erfüllen also nicht schon bann, wenn st Amtes verrichten, sondern binMungen nicht gegen fti§en und die Interessen durchaus nicht gleichgiltig den Anläufen daS Geld
Bel
wirb tymnit 1. Januar 1897 an bie 'verein Beuern I mit 3'/,'
Beuern, am 21. ’
6. Ranst, Director.
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