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vber. heute hat Herr M Bode, der älteste Tin«^ -perlichen Wohlsein und in» ein 88. Lebensjahr angetreia Geschenke von nah und p [bt daS HauS von persönM
,ber. Wie vorsichtig »«>' gehen hat, beweist n* Mthschaft wurde seit 3“J J mittlerer •“SSrä**!;
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30. Jl«<k f,d ■»
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gegenwärtig sehr häufig Klagen führen. An einer rationellen Fütterung ist eß nicht gelegen; man läßt eS an Kraftfutter- Mitteln nicht fehlen, aber der sonst gewähnte Milchertrag mangelt. Die Ursache liegt wohl lediglich an dem wenigen Borrath von Heu und an der überaus schlechten Qualität les Grummets. Ist doch letzteres nicht selten in Io schlechtem Zustand — eS ging eben in dem schlechten Herbst nicht ander- — in die Scheune gebracht worden, baß eS verfaulte oder fich selbst entzündete und FeuerSb'ünste herausbeschwor. Wäre der Heuvorrath reichlicher bem>ssen gewesen, so wäre weniger von diesem schlechten Grummet beifüttert norden. Daraus erklärt fich die ungewohnte Milchabnahme des Melkviehes. Diese- Minderergebn'h an Milch ist so groß, daß manche Molkereien 500 bis 1000 Liter Milch an der Zufuhr weniger bekommen als seither. Hieran- erklärt sich auch der höhere Preis der HauSvutter, die mit SO bi- V5 Pfennig baß Pfund bezahlt wird, während dasselbe im S mmer und Herbst nur 60 Pfg. galt.
Kauft am Platze.
Jetzt, wo wir uns immer mehr der lebhaftesten Geschäftszeit, insbesondere auch dem hoffentlich für alle Gewerbetreibenden recht erfreulichen Weihnachtsgeschäft nähern, erscheint unS die schon so oft gepredigte Mahnung angebracht, seine Einkäufe wenn irgend möglich nur am Platze, wo man ansässig ist, zu besorgen. Zumal Leute, die selbst ein Ge- ichäst irgend welcher Branche haben, sollten hiervon nicht abgehen, da fie ja an ihrem eigenen Gefühl ermeffen können, wie baß thut, wenn zu Zetten lebhaften Um'atzeS, auf die man fich da- ganze Jahr hindurch freut, baß meiste Geld aus dem Orte wandert. Geschäftsleute und überhaupt das gelammte Publikum, welches im practischen Erwerbsleben steht, sollten nie die Wahrheit de- Spruches vergeffen: „(Sine Hand wäscht die andere." Aber auch Leute, die an fich ganz unabhängig gestellt find und geschäftliche Rücksichten nicht zu nehmen brauchen, wie insbesondere daS zahlreiche Heer der Beamten, sollten nicht vergeffen, daß die Quelle -hreS Einkommens im überwiegenden Maße gebildet wird aus den mannigfaltigsten Steuern und Abgaben, welche die Geschäftsleute aller Art zablen müssen. Die Beamten, denen die edle Aufgabe zufällt, für das Wohl der Allgemeinheit zu sorgen, erfüllen also ihre Pflicht im umfassenden Maße nicht schon dann, wenn sie die speciellen Obliegenheiten ihres Amte- verrichten, sondern wenn sie auch in ihren Privat- hrndlungen nicht gegen die Gesetze der Gerechtigkeit verstoßen und die Interessen ihrer Mitbürger verletzen. Es ist durchaus nicht gleichgültig für die Gesammtheit, wohin bei den Einkäufen daS Geld getragen wird, sondern das Ge-
samwtwohl erfordert, daß eine möglichst gerechte vertheilung deS BolkSverwögenS erstrebt wird, wozu auch gehört, daß den Geschäftsleuten ihr natürlicher Kundenkreis erhalten bleibt. Man muß sich doch immer vergegenwärtigen, welche beträchtliche Summe von Capital, Arbeit und Sorge in jeoeS Geschäft gestickt ist und welchen Schaden eß nicht nur für den Einzelnen, sondern für weite Kreise mit fich bringt, wenn ein solches Geschäft untergeht. Ein auf solider Grundlage aufgebauteß Gefchäft ist wie eine lebende Persönlichkeit und sein zwangsweise- Aufhören berührt den Bolkswirth und Bolkßfreunb wie das Sterben eines Individuums. Ganz dtfonderß aber wenden wir unß dagegen, daß man dem Wandergewerbe, wozu als Abart auch die Berfandthäufer gehören, vor dem anfäifigen Gewerbe den Vorzug giebt. Die anfäffigen Geschäftsleute sind in der Regel für den Staat und die Commune viel nützlicher, ihr Bestand für die materielle und sittliche Wohlfahrt des Volkes im Allgemeinen viel nöthiger als jene Betriebsformen. ES würde zu weit führen, das hier auseinanderzusetzen und zu beweisen. ES sei nur darauf hingewiesen, daß in neuerer Zeit auch die gesetzgebenden Factoren immer mehr zu dieser Einsicht kommen und fich bemühen, die Auswüchse des HanfirerthumS, des Wanderlager- und Ftlialenurwesen-, der Verfandthäufer und verschiedenen Einkaufsgenossenschaften zu beschneiden. Wer am Platze bet dem anfäffigen Geschäftsmann kauft, darf doch auch auf eine ganz andere Garantie rechnen, als ihm ein wandernder Händler, ein fliegende- Geschäft oder ein nur auf einmaligen Absatz einer Sendung bedachtes HauS gewährt. Der anfäfstge Geschäftsmann muß viel mehr darüber wachen, daß er fich nie die Zufriedenheit feines beschränkten Kundenkreises verscherzt und daß sein guter Ruf nicht leidet. Man lasse sich also nicht durch marktschreierische Anpreisungen, ellenlange Annoncen und schön auSgestattetc Kataloge irre machen. Ein tüchtiger GeschäftStreibender, und habe er selbst ein nur kleines Geschäft, kann ganz dasselbe bieten, und ist wirklich die Auswahl einmal nicht so groß, so wird er fich bemühen, den gewünschten Artikel binnen Kurzem herbeizuschaffen. Das Publikum, welches solche Geschäftsleute bevorzugt, handelt ebenso edel und socialpolitisch vernünftiger, als dasjenige, welche- den in Noth Gerathenen Almosen giebt, und verschafft mancher Familie die Möglichkeit einer schönen Weihnachtsfreude.
Verurrfthtes.
* Leipzig, 30. November. In den gestrigen Abendstunden wurde ein Raub anfall auf den Barbier Leonhard in dessen Barbierstube versucht. Durch die Hilferufe deS Ueberfallenen wurden Straßenpaffanten aufmerksam, wo
durch der Thäier verscheucht wurde. Derselbe wurde zwei Stunden später von einem herbeigeruseaen Schvtzmanne im Keller in hilflosem Zustande aufgefunden. Derselbe war anscheinend in den Keller gestürzt. Er wurde al- ein 27jähriger Expedient aus Plagwitz recognoßcirt. Sein Name konnte noch nicht festgestellt werden.
Citeratm? unt Knnft
— Daß 1. Heft von brm nationalen Prachtwerk: Kaiser Wilhelm der «rotze, Deutschland- Reiter und Rächer, von Dr. Adolf Z hlicke, Verlag von Lauts Abel, B.rltn 8, Seoastian- strahe 29, tu jetzt erschienen. Es enthält — bei dem äußerst billtgen Preis von 50 Pfg. pro Lieferung — vier Druckbogen Text, vier Voll- und zwei Doppelbilder und ist mit einem künstlerisch auS- gesührten Umschlag nach einer Originaljeichnung versehen. Der Inhalt zeigt, daß wir eS hier nicht mit einer Gelegenhrilsichltit, sondern mit einem großen historischen Werke von bleibendem Wcrthe zu ihun haben. Der Versasser entwickelt in großen Zügen die G- schlchie deS deutschen Volkes von der Urzeit biß 1806, dem Jahre der großen Katastrophe, wo daß alte Deuische Reich untergin.' und Preußen die Niederlage bei Jena erlitt. Die Uneinigkeit der d.u'schen Stämme wird anschaulich geschildert und die unendliche Schirierig- keit, welche bei der Herstellung der deutschen Einheit zu übern indrn war, dargethan, wodurch das Werk Kaiser Wilhelms erst sein, hohe Bedeutung erhält, die es auch als den Abschluß und die Vollendung eines zweitausendjährigen Ringens deS deutschen Volkes nach einem deutschen Nationalreich zeigt. Wir brauchen wohl nicht besonders zu betonen, daß ein solches Werk für jeden Deutschen von dem höchsten Werthe ist, und daß sich dasselbe ganz besonders auch zum Weihnachtsgeschenk für die heranwachfende Jugend eignet, um die nationale Gesinnung zu stärken und zu fördern.
Wöchentliche Ueberstcht der TsdeSMe tu Gieße«.
48. Woche. Vom 22. November biß 28. November 1896.
Einwohnerzahl: angenommen zu 23 000 (tncl. 1600 Mann Militär).
SterblichkeitSziffer: 13,56, nach Abzug der Ortsfremden 9,04°/«.
Kinder
ES starben an: Zusammen:
Erwachsene:
tm
vom
1. Lebensjahr:
2.-15. Jahr:
Gehirnentzündung
1 (1)
1 (1)
—
—
Gehtrnichlagfluß
1 (1)
1 (1)
—
—
Lungenentzündung
1
1
—
—
Lungenerwetterung
2
2
—
—
DiphtherUts
1
—
—
1
Smmna: 6 (2)
5 (2)
—
1
8nm. Die in Klammern gefetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke komm«.
Kunst-Ausstellung, Vtt
nähme des SamStagS, von 11 ms 1 Uh', am Mittwoch auch noch von 3 bis 5 Uhr. Sonntags unvnterbrochen von 11 bis 8 Uhr. — Eintrittspreis für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß vom 1. Januar 1897 an die Kapitaleinlagen bei dem Spar- und Vorschuß- verein Beuern I mit 31/, % verzinst werden.
Beuern, am 27. November 1896. 10609
C. Ranft, Wilh. Otto III.,
Director. Vorsitzender des Aufsichtsrathes.
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Die Lieferung des Gesammt- bedarfs an Fleisch- und Wurftwaaren für die Unteroffizier- und Mannschafts-Menage der vier Bataillone des Regiments Kaiser Wilhelm soll für die Zeit vom 1. Januar bis Ende Juni 1897 im Wege öffentlichen Ausgebots vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen können hier in der Zeughauskaserne, Zimmer Nr. 16, Vormittags von 10—12 und Nachmittags von 4—6 Uhr, eingesehen, und bezügliche Abschriften gegen Erstattung der Schreibgebühren bezogen werden. 10610
Angebote mit der Aufschrift: „Angebot auf Liesemng von Fleisch- und Wurstwaaren" sind versiegelt, portofrei bis zumVerdinguugstermi«, den 9. December d. I., Vormittags 10 Uhr, an das unterzeichnete Bataillon einzureichen.
Gießen, den 2. December 1896.
2. Bataillon Jusant.-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116.
Die Lieferung des an Stadtarme zu verabreichenden Mittagessens und einzelner Portionen Suppe soll im Wege derSubmission vergeben werden. Offerten sind bis zum 7. b. M. bet uns einzureichen. (Es werden durchschnittlich pro Tag 6 Portionen Essen benöthigt.)
Gießen, den 2. December 1896.
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