Ausgabe 
2.10.1896 Zweites Blatt
 
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Heute wurde auf der GrorgShütte ein neu Angestellter Hoch­ofen angeblasen, so daß auf dieser Hütte jetzt zwei Oefen im Betrieb find. Mitte October wird ein Ofen der Sophien- hütte, der dann 640 Betriebswochen hinter fich hat, nieder­geblasen, um sofort in größeren Dimensionen, unter Ver­mehrung und Erhöhung der Eowper-Apparate, wieder neu zugestellt werden. Die Roheisen Erzeugung der BuderuS'schen Eisenwerke wird auch in nächster Zeit monatlich annähernd 9000 Tonnen betragen.

* Wetzlar, 27. September. Unter ansehnlicher Theil- nahme avS der Stadt und dem Streife Wetzlar feierte gestern Herr Bürgermeister Hardt zu Rechtenbach sein 25jährigeS Dienstjubiläum. Die Feier bestand aus einem Gratulation-- act und nachherigem Festmahle.

Frankfurt a. M, 23. September. Kürzlich verlor eine Dame ein Paar Ohrringe, bestehend io zwei großen btrnförmigen Perlen, die sie eben in Empfang ge­nommen hatte. Dem Wiederbringer fetzte sie eine Belohnung von 500 Mk. aus. Der Finder, ein EommiS, meldete fich und erhielt die Belohnung. Die Ohrringe, welche in der Katharinenpforte gefunden wurden, hatten einen Werth von 20,000 Mk.

* Solingen, 26. September. Fortuna hat fich mit der Ausstellungslotterie einen schlechten Witz gemacht. Als die Ziehung beendet war, stellte es fich heraus, daß man trotz der unvermeidlichenAufficht" übersehen hatte, 16 Ge­winn - Nummern ' der Trommel einzuverleiben. Man fieht, daß auch diese Polizeiaufficht nicht vor Jrrthümern schützt. In Folge defien muß die Ziehung dieser Tage wiederholt werden und allen Loosinhabern blüht noch einmal die Hoff­nung auf den ersten Hauptgewinn einen feuer- und diebessicheren Geldschrank.

Z. Magdeburg, 1. October. Heute ist in der großen neuen städtischen Krankenanstalt in der Sudenburg ein Diaconieseminar des Evang. DiaconievereinS eröffnet worden. Die guten Erfahrungen, die man mit der ersten derartigen Anstalt in den städtischen Krankenanstalten in Elberfeld gemacht hatte, veranlaßten schon im vorigen Jahre den Magistrat, mit dem Vorstand des Ev. DiaconievereinS

in Herborn, Bezirk Wiesbaden, wegen Einrichtung eines Seminars in Verbindung zu treten. Nachdem inzwischen solche Pflegerionevschulen (in denen gebildete Damen unent­geltlich und bei freier Station und ohne jede Verpflichtung für Gegenwart und Zukunft in der Krankenpflege ausgebildet werden) in Zeitz und Erfurt eingerichtet waren, folgte heute Magdeburg nach. Vorläufig sind eine Oberin, 8 Lehr- und 12 Lernschwestern eingezogen- aber in Kürze soll auch die neu eingerichtete chirurgische Station übernommen werden.

Zwickau, 24. September. In der Gegend von Glauchau stahl eine Zigeunerin einen Thaler. Sie er­reichte damit ihren Zweck, nämlich in das Amtsgerichts- gefängniß zu kommen. Hier in den zwei engen Mauern, aber immerhin geschützt vor Wind und Wetter und unterstützt von sachkundiger Hand genas sie bald eines munteren braunen KnäbleinS. Aus ihren späteren Erzählungen ging hervor, daß auch sie, sowie ihre Mutter, Großmutter rc. im Gefängniß geboren wurden, und daß eS in ihrer Familie von jeher üblich war, zu dieser Zeit für ein derartiges sicheres Unterkommen Sorge zu tragen.

* Einen aus Vrodteig gebackenen Napf zeigte am Freitag in der Jahresversammlung des Vereins deutscher Irrenärzte Director Schüle (Jllenau) vor. Er hat ihn für einen Geisteskranken, der daS Eßgeschirr immer zerschlug, fertigen laffen. Der Kranke ißt nach Beendigung seiner Mahlzeit seinen Brodeßnopf auf.

Eine Statistik bet Abstutze, die sich in diese« Jahre in den Bergen ereignet haben, wird vomN. Wien. Tgbl." veröffentlicht. Danach sind in der Zeit vom 13. Juni biS 8. September nicht weniger als 27 Personen durch Absturz verunglückt. In den allermeisten Fällen mußten die Ver­unglückten ihre Unvorsichtigkeit mit dem Leben bezahlen.

£iteratur unö Annst.

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W Mauke, Briefe über daS Mustkleben der Gegenwart ans mefaere Großstädten Europa-, Berichte über Musikfeste und Instrumente t G-Werbeausstellungen, ausführliche Besprechungen von Büchern tw künstlerischen Inhalts und von neu erschienenen Mu Malten, Bild»- und Biographien von JuliuS Stockhausen, CommerzienrathLs. Grüninger, Christian Fink, Hermann Ritter, Regina de Kal,. MUada Czerwenka, Marie Berg, Laura Helbling, sowie zwei <**. auSgeführte große Gruppenbilder von englischen GesangSkräfie» ungarischen Qperncomponisten, ferner Novellen und Humoresken eo Peter Rosegger, D. Saal, C. Haaß und C. Eysell, schließlich IK L««, Mufikbeilagen, bestehend auS vier Klavierstücken von Cyrill tttt< und Carl Kämmerer, einem Duo für Klavier und Violine oon !bi Poselt und Liedern von Paul Höfle, O. Thomas und Aua. R* (Der vierteljährliche AbonnementSpreiS beträgt nur 1 Mk.

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Gioßen, den 26. Septbr. 1896. Grotzh. Verwaltung» - Direction der chirurg. und ophthalm. Univ.-Klinik.

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Die Lieferungsbedingungen können aus unserem Büreau dahier eingesehen oder auch von uns bezogen werden.

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