WB. Wtrbeen, 1. Oktober. Bet ein« Feuersbrunst im Soncertsaale während der gestrigen Vorstellung entstand eine Panik, wobei drei Personen getvdtet, vierzig verletzt wurden, darunter dreizehn schwer. Maa befürchtet, daß fich wettere Leichen nutet den Trümmern befinden. Da» Gebäude brannte in einer halben Stunde nieder.
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Dietzen den 1. October.
** Empfang. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog empfingen am 30. September eine Deputation de» Toange- ltschen Bunde», bestehend au» den Herren Lonfiftorialrath Dr. Leuschuer au» Wanzleben, Professor Bey schlag au» Halle und LandgerichtSrath Küchler von Darmstadt, den Psarrer Eger au» Hainchev, den Pfarrer Ambo», Strafanstalts-Geistlichen an der Zellenstrafanstalt Butzbach, den Pfarrer Diefenbach von Eudorf, den Decan Pull- mann au» Grünberg.
Ernennung. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den Lehrer an dem Realgym- nasium und der Realschule zu Mainz, zur Zeit in Alsfeld, Dr. Philipp Jacobi, zum Director der Realschule zu Alsfeld zu ernennen.
* ♦ Ernannt wurden die HtlfSbremser bei deu Ober- hefftschen Eisenbahnen Karl Gorr au» Stammheim und Otto König aus Bergheim zu Bremsern bei deu Hessischen Staats-Eisenbahnen.
• • Die Postschalter find von heute ab für da» Winter- Halbjahr erst wieder von 8 Uhr früh für da» Publikum geöffnet.
• • Hessische Auwaltlkammer. Sam»tag den 3. October findet zu Mainz die dteSjährige Hauptversammlung der hessischen Anwaltskammer statt.
Ausfallende Schwurgerichts Verhandlung. Die vor den Geschworenen für Mittwoch Den 7. October anstehende Verhandlung gegen Joh. Becker von Heidelbach wegen Brandstiftung fällt au». Der Angeklagte ist durch Beschluß de» Landgericht» (Strafkammer) wegen Mangel an Beweisen außer Verfolgung gesetzt.
• • Jubiläum. Wiederum kann unser Ga»' und Wasser- werk auf die 25jährige Thätigkeit eine» treuen Be- amten zurückblickeu. Herr Ludwig Friedrich trat heute vor 25 Jahren in die Dienste des Gaswerk» und hat in seiner vielseitigen Beschäftigung al» Spengler, al» Monteur und Installateur immer AnerkennenSwerthes geleistet. Namentlich hat derselbe auch die Aufnahme der GaS- und Waffer- meffer, wie alle seine Obliegenheiten, aufs Gewiffenhafteste besorgt, so daß ihm — auch in Anbetracht seines guten Der- halten» im Uebrigen — beim Uebergang dr» Werke» in städtischen Besitz gerne die Eigenschaft eine» städtischen Beamten verliehen werden konnte. — Möge der Jubilar in guter Gesundheit noch lange Jahre seine» Amte» walten, in derselben Pst chttreue, wie eß seither immer der Fall war, da» sei heute der herzlichste Glückwunsch seiner Vorgesetzten, Mitarbeiter und gewiß Aller, die ihn kennen.
• * Die Promenaden Eoneerte haben wieder begonnen. Gestern Vormittag sand da» erste Concert nach Wiedereintreffen de» Regiments in der Südanlage statt.
• • Freibad. DaS Freibad ist seit gestern geschloffen, nachdem die Badefrequenz täglich auf eine Perfon gesunken war. E» haben in der abgelaufenen Saison 24- biß 25000 Personen diese von der Stadt eingerichtete Badegelegenheit benutzt.
* • BerirrteS Wild. Gestern Vormittag beobachtete ein hiesiger Bürger auf dem Selterßweg, wie ein Vogel an dem Schellenberg'schen Hause herumflatterte und alßbald auf daß Trottoir ntederfiel. ES stellte fich heraus, daß eß ein Rebhuhn war. Der den Herrn begleitende Hund fing da» Rebhuhn und wurde dasselbe auf dem Poltzeiamt al» „gefunden" abgeliefert.
*♦ Sparkasse». Nach den Ergebnissen der Verwaltung der Sparkassen im Großherzogthum Hessen im Jahre 1894 betrug die Zahl der Einleger im Großherzogthum am Anfang deß Jahre» 1894 tnßgesammt 193,603, am Ende desselben Jahre» 199,034, der Betrag der Einlagen am Anfang deß Jahres Mk. 141,389,001.33, am Ende de» Jahre» Mk. 150,019,475.75.
* Die Letzten ihrer Art. In diesem Jahre sind eß 800 Jahre, daß der letzte Biber, von dem die Jagdannalen in unserem Großherzogthum melden, gefangen wurde. Eß geschah die» im Main, nicht weit von Stockstadt a. M. Bei dieser Gelegenheit sei daran erinnert, daß der letzte Bär in Hessen im Jahre 1678 im Vogelßberger „Oberwald" erlegt wurde und zwar durch den Oberjäger de» Freiherrn v. Riedesel, Jennisch. Die letzte Bärenhetze („Bärenhatz"), eine noch Anfang» deß 17. Jahrhunderts fehr bekannte und beliebte Belustigung, wurde 1623 im Schloßhofe zu Darmstadt abgehalten. Der letzte Wolf fiel am 6. Januar 1841 im Lorscher Wald, nachdem er vom Frühjahr 1840 an 31 Schafe und 50 Frischlinge zerrissen hatte, nicht gezählt eine Menge von Rehen und Rorhwild. Ein Jäger deß Herrn v. Grancy machte diese» Thier unschädlich. Jetzt steht der gefürchtete Isegrim von Lorsch auögestopft im Darmstädter Museum.
•• Kaufmännische Fortbildungsschule. Heutzutage, wo jeder Stand daß Bedürfniß deß Unterricht» mehr al» je er* kennt, wo sich bet Handel zut Wissenschaft ethoben hat, wo die Untettichtßanstalten verbeffrrt und vermehrt find, ist eß unbegreiflich, wenn solche Bortheile, welche die Neuzeit erzeugt hat, theilweise noch unbeachtet gelassen werden. Der Kaufmann braucht nicht gerade ein Gelehrter zu sein, aber er soll sein Fach in jeder Beziehung nicht oberflächlich, sondern gründlich, theoretisch und practisch kennen lernen. Für Diejenigen, welche in diesem Berufe stehen, wäre nicht nöthig, darauf hinzuweifeo, wohl aber für alle, welche diesem Stande ferne stehen und seine Erfordernisse nicht kennen, deren Söhne aber al» Lehrlinge in kaufmännische Geschäfte eintreten.
Solche Lehrlinge müssen nun für den Beruf ausgebildet werden. Da eß aber bei dem heutigen Geschäftsverkehr dem Prinzipal nicht mehr möglich ist, für die Bernfßbildung in so umfangreicher Weise zu sorgen und die gegenwärtige Zeit ein rastlose» Arbeiten de» Prinzipal» erfordert, so muß die Ausbildung unterstützt werden durch Besuch einer kaufmännischen Fachschule. Eß liegt uu» allerdings fern, zu be- haupten, die Fachschule sei der einzige Weg zum Ziele; nein, sie soll nur die treibende Kraft für die BerufStüchtigkeit sein, und dem jungen Kaufmann neben der Praxis anch die zum Berufe nöthige Theorie beibringen. Die Fachschule erstrebt nicht bloß eine Fachbildung, sondern fie erzieht auch die ihr anvertrauten Jünglinge d. h. sie übt eine fitttliche Einwirkung auf Herz und Gemüth au». Die Fachschule, mit der deshalb auch ein Lehrlingßheim verbunden ist, will ihre Schüler gewöhnen an feste Ordnung und Zncht, an Irene Pflichterfüllung und strenge Ehrenhaftigkeit. Die Schule will auch moralisch auf fie Einstuß gewinnen, sie abzulenken uchen von dem materiellen Genußleben unserer Zeit, von den chädlichen Einflüssen be» Kneipleben»- e» soll in ihnen baS Bewußtsein geweckt und geschärft werben, daß fie Mitglieder eine» hochachtbaren Staude» find, deffen Ansehen und Würde fie schon jetzt und noch mehr später zu vertreten haben. — AuS dem Gesagten geht aber hervor, daß die Fachschule nicht nur für Lehrlinge geschaffen ist, nein, auch HandlungS- gehülfen sollen fie besuchen und nicht meinen, fie hätten au»- gelernt- ein Mensch lernt nie au», wer er auch sei, und etwa» Gute» und Nützliches lernt man nie zu spät. Das an der Jugend emporgeschoffene, nur taube Früchte tragende Rei» — Einbildung — muß vertrocknen- erst wenn ein ge- wiffer Grad von Bildung erreicht ist, dann kommt die Er- kenntniß von der Unvollkommenheit des WiffenS und damit gleichzeitig der Trieb nach Vervollkommnung. Wenn man die Berichte der StellenvermittlungSgeschäfte liest, so staunt man über die Schwierigkeit, Stellen zu besetzen, sobald der Prinzipal nur wenig mehr al» gewöhnliche Leistungen fordert. Gar viele der fich Kaufleute nennenden Bewerber find oft nicht im Stande, schön und orthographisch richtig zu schreiben, noch viel weniger entsprechen sie den Ansprüchen in Buchführung, Wechselkunde, Rechnen und Correspondenz. In solchen Fällen hält es natürlich sehr schwer, Stellungen zu vermitteln, und eß darf deshalb nicht Wunder nehmen, wenn so manche Bewerbung erfolglos bleibt und Has Heer der Stellenlosen große Zahlen aufweist. In unserer Zeit fordert man, und das mit Recht, nicht nur Kenntnis der allernoth- wendigsten Fächer, sondern auch Vertrautheit mit der englischen und französischen Sprache und doppelte Buchhaltung. Dies alles kann ein junger Mann, Lehrling und Commis, fich aneignen durch Fleiß und Eifer im Geschäfte und den Besuch der Kaufmännischen Fachschule. Hoffentlich liegt die Zeit nicht mehr allzufern, daß auch von den hiesigen Prinzipalen, wie dies schon in vielen Städten geschieht, bei Enga- gierung eineß Lehrlings oder Commis die Vorlage eines Zeugniffes über den Besuch einer Kaufmännischen Fachschule verlangt wird, ober ’bie Verpflichtung bieselbe zu besuchen. Mit dem 5. October er. beginnt nun wieder der Winter- Cursuß der hiesigen Fachschule und wird allen jungen Kaufleuten, welche der Ausbildung noch bedürfen, empfohlen, dieses zum Wohle der Stadt, zum Nutzen deß kaufmännischen Standes und zur Ehre deß Berufs gegründete Institut zu besuchen.
•• lieber die Delegirteu Berfammlnng hessischer Jnuu«gen am vorigen Sonntag in Darmstadt ist noch folgende» nachzutragen: Herr Köb er i g - Mainz bemerkte u. A.: Wenn man die Innungen mahne, ruhig und sachlich zu bleiben, so erwarte er, daß man auch fernere Ausschreitungen von Ge- werbevereinSseite verhindere, namentlich den Eifer der Herren RcchtSanwalt C a l m a n - Alzey und Reallehrer Kahl- Wimpffen mäßige. — Frhr. v. Heyl: Der Bestand des Handwerks scheine ihm gesichert, 1882 waren in ihm 3 Mill. Menschen beschäftigt- 1892 bestanden bereit« 10866 Innungen mit 327,845 Mitgliedern. Der Handwerkertag in Halle 1894 vertrat 600,000 selbstständige Handwerker, welche die Organisation, wie sie im heutigen Gesetzentwurf (gemeint ist die Zwangs Organisation deS Handwerk«) vorliege, forderten- dagegen seien 466 Gewerbevereine mit 53,000 Mitgliedern zu stellen, welche den Entwurf ablehnten. ES könne für den Gesetzgeber keine Frage sein, daß ihm da« Urtheil von 600,000 Fachleuten mehr gelten müffe, al« das Urtheil von 53,000 Leuten, die zum großen Theil keine Fachleute seien. Redner hebt noch hervor, daß die Gewerbevereine durch die Beschlüsse in Stuttgart sich zu ihrer früheren Stellung zum Handwerkerstande in Widerspruch gesetzt hätten - denn im Prinzip hätten fich die Gewerbevereine früher für die Zwangsinnung ausgesprochen und sehen jetzt darin eine Gefährdung der Gewerbefreiheit. Seit Aufhebung der Innungen, feit 1848, hätte fich da« Handwerk bemüht, zu einer Organisation zurückzukommen. Nur die Handwerker selbst könnten beurtheilen, wo den Handwerker der Schuh drücke, mit schönen Reden werde ihnen nicht aufgeholfen. (Beifall). Die Behauptung, daß der Handwerkerstand untergehe, widerspreche den statistischen Erfahrungen; e« fehle nicht an Arbeit, sondern an qualificirten Arbeitern (Beifall), solche gebrauche auch der Großbetrieb- deshalb sei eine Besserung der Lehr» lingsorganisation und de« Schulwesens dankbar zu begrüßen. Da« Prinzip de» HandwerkerorganifationS-Entwurf» billige die Mehrheit de» Reichstage«, die weitgehende Forderung des Besäht- gungsnachwetse» aber würden die Regierungen nicht bewilligen. Der Widerstand der süddeutschen Gewerbevereine habe keine Berechtigung, fie find nicht sachlich qualificirt- ihr Verdienst liegt auf dem Gebiete der Schule, nicht aber auf dem Wirth- schaftllchen. Redner ist der Ansicht, daß später auch die Industrie fich in ZwangSverbänden zusammenschließen müffe. Nur diese Organisationen führen zum socialen Gleichgewicht zwischen den Ständen, jeder Stand könne dann der Regierung daS Material für die Gesetzgebung geben. B:S vor Kurzem . habe nur der Handel eine Vertretung gehabt, deswegen seien I auch bei Abschluß der letzten Handelsverträge die Jntereffen
der Laodwirthschaft und de« Handwerk» zu kurz getometn Die Földernog der gegenseitigen Gerechtigkeit in Handel an, Wandel sei so recht Aufgabe der Innungen. Die auf ben Stuttgarter Gewerbetage erhobene Beschuldigung, die fe werbefreiheit werde beschränkt, sei grundfalsch. Rach mj. vor fei Jede« unbenommen, jede« Geschäft zu betreitnr Er hoffe, die heutige Versammlung werde dazu bettragm die Großh. Regierung für die Vorlage günstig zu ftimeta fie werde einsehen, daß die hier versammelten Männer kevi, „Zünftler*, sondern im vollen Leben der Gegenwart stehent, Handwerker find, die nicht» wollen, al» dem Besten ih?,i Berufe» zu dienen. Oberbürgermeister B r i n k - Offenbar Er leite den OrtSgewerbeverein in Offenbach, gehöre au» dem engeren Ausschuß an, habe aber immer daß Gefühl gt habt, daß er an diese Stelle nicht gehöre, daß ein Hart werter diese einnehmen müffe, aber er habe biß jetzt keinen geeigneten Mann dafür gefunden. Die Handwerk» beteiligten fich zu wenig am Verein. Oberbürgenneiü» Küchler-Worms erklärt, die BerufS-Organisation sei h einzige, die Lehrlinge erziehen könne und die die Sem»»«, vereine nicht verdrängen. Beide können nebeneinander fe, stehen und segensreich wirken. Lantz-Darmstadt: Sch^ bilbung allein befreie den Handwerker nicht aus seiner uuler,. bar gedrückten Lage, das thue tüchtige Werkstattbilduvg ml Vereinigung mit seinen BerusSgenoffen. Mühlfeld-Darn. stadt wendet fich gegen den Reallehrer Kahl in Wimpsfe», der auf Kosten deS LandeSgewerbevereinS gegen die Innung, wirke und letztere in entstellender Darstellung Heruutersehe.
4- Schien. 30. September, von ruchloser Hand »un- gestern ein auf dem Felde fitzender großer Haufen 6tri| in Brand gesteckt, wodurch dem Sigenthümer ein beträchtlicher Schaden entstand. Hoffentlich gelingt die Ermittelung des zur Zeit noch unbekannten ThäterS.
4- An» Starkenburg, 30. September. Zufolge höhem Weisung wurden letzthin durch die Gendarmeriestationen fr. Hebungen über den Bestand und die Personalien der Reserve- und Landwehrofsiziere in den einzelnen Bezirken Dialogen. Der Zweck dieser Ermittelungen ist noch nicht näh» bekannt.
§§ HartmannShain, 28. September. Heute Rachaiin^ gegen V>4 Uhr wurde der Postillon auf der Poststrefr Grebenhain Gedern bei dem sogen. Weidhecken Teich gewai: daß eine Person im Wasser lag. Der Postillon fo»u die Passagiere versuchten den Mann mittelst Stangen heraot- zuholen. In der Leiche wurde der 86 jährige AuSzügln Heinrich Lavglitz I. von hier erkannt.
§ Aus bet Odetfotsterei Grebenhain, 29. September. Der in der Gemarkung Crainfeld liegende, zur hiestgen Oberförsterei gehörige sogen. „Röthenbacher Fischteich' toaxtt gestern auS gefischt. DaS Gesammt-Srgebnlß war iln W befriedigende» und wurde von der Wallau'schen Ftschhaublung in Mainz gekauft.
□ Darmstadt, 30. September. Die 9. Generalversammlung des Evangelischen Bunde» hat herü die erste, sehr zahlreich besuchte öffentliche Haupr- Versammlung im „Saalbau" begonnen. Die Priiseozlrsit verzeichnet 540 Teilnehmer. Der Schriftführer deß Sentia/ Vorstände», Confistorialrath Leuschner-Wanzleben, mad;:t von dem gnädigen Empfange Mittheilung, den ba» Bündel- präfibium in einer Aubtenz beim Großh erzog gefunkt An bett am Erscheinen verhlnberen Präfibenten, Graf va» Wintzingerobe-Bobenstein, „ben hochverdienten Führet bes BunbeS, bem leuchtenben vorbllb seiner ©tanbetgenoffen', wurde ein BegrüßungStelegramm geschickt, ebenso aa ben zur Zeit in Wiesbaden tagenden allgemeinen deutschen Kirchen- gesangvereinStag. Unter begeisterter Zustimmung mürbe die Absendung von HuldigungStelegrawmen an dm Kaiser und den Großherzog beschloffen. Der Borfitzende, ^ad- gerichtsrath Küchler, gab alß erster der Begrüßenden dem Wirkl. Geheimrath Dr. Goldmann Excellenz das von der im Auftrage beß Oberconsistoriumß herzlichen BIM wünsch entbot, ba« ersprießliche Wirken beß Bundes anerkannt und alle EvangeUschen zum Anschluß daran, bezw. Handinhanr gehen damit Zwecks einträchtigen Zusammenwirkens für d: Wahrung der deutsch - protestantischen Interessen ermahm- Die Glückwünsche der theologischen Facultät Der Lande» Universität Gießen überbrachte der Decan, Herr Pta Dr. Kattenbusch, der dem Bunde weitere» Gedeihei namentlich auch eine OrganisationSform, die am wirksam^ ins Volk dränge, und jederzeit ächte Männer al» ersolgreia Mitarbeiter wünschte. Die Glückwünsche der Stadt übe- brachte Beigeordneter Köhler, der daran erinnerte, daßmc fich hier in der Hauptstadt auch der am ersten protestatms-. hervortretenden Länder mit ihren vielfachen Erinneruoge befinde und dem weiteren Wirken de» Evangelischen Buvd»- in der Abwehr jeglicher Bestrebungen und Bewahruog b» eignen Hause» Glück und Erfolg zurief. Seiten» de» Adolf Verein» gratullrte Prälat Dr. Habicht, die innt» Gemeinschaft diese» Verein» und de» Bunde» betonend, we- letzterer auch fernerhin die Waffe in der Hand halten und r Schwert muthlg führen möge. Nach beredter Erwldervr aller Gratulationen Seiten» de» Centraloorstaode» »or. von Herrn Prof. Dr. Bey schlag-Halle a. S. ein Born* über da» Thema „Protestantißmu» und ®• l1 ’ schule" gehalten. Er führte in 1»/,stündiger SrörterMS au», daß die deutsche Volksschule, um die nn» die länber vielfach beneiden, au» dem Geiste be» Protestantis« hervorgegangen fei, ber In erster Linie feiner Natur o bllbung»freunblid) unb bllbungSsörbernb unb da» meltgtW^ liche Band von Glauben und Bilbung geknüpft habe. Das Wlnbthorst und seinen Nachfolgern beantragte „Condominiuii an der Schule, ba» bald ein „Dominium“ »erben bü" wurde scharf -urückgewiesen unb gefordert, daß der «J’’’11 Religionsunterricht, von einem Lehrer ihrer Tonfesfioa theilt, Mittelpunkt be» ganzen Unterricht» bleibe. Die * würbe mit stürmischem Beifall ausgenommen, — Später • noch Resolutionen gegen die Aushebung be» 3<IU,IC
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«trztutheirnet k-lbel -c. Die « lk-sien im Sesam babarch geschädigt loitmcu unb für 1 vorn Later des An 10,000 Mk. öautio let trat. Der Snx sei, eine gemeinfam simb». fr mußte itlNragen unb zmai b e einzelnen Fond, tk Sesammtsommi tjrkn tann Mtcr i
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