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2.10.1896 Erstes Blatt
 
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Abonnenten gemeldet, die nun, um auf die Kosten zu

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Gießen gebrachte Kranke kommen.

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tonnen oder noch einenReingewinn" zu erzielen, mindestens 20 Schoppen am Tag vertilgen müssen, was fie auch thun.

Angeklagte, an der Börse speculirt zu haben. Auch die An­nahme, daß Rausch einen größeren Betrag, ca. 6500 Mk., den er als Jagdpachr vom Baron von Holzhausen in Frank­furt a. M. erhoben, dort etwa verloren habe, bestreitet dieser. Der Angeklagte erklärt, daß er am 12. November, am Tage, als der Bürgermeister den Fehlbetrag entdeckte, ver­sucht habe, sich zu erschießen. Er habe dies gethan, weil man ihn darauf angewiesen, er dürfe nur in Anwesenheit eines GemeivderathSmitgliedeS Einnahmen und Ausgaben machen, darüber habe er fich geärgert und da habe er den Entschluß zum Selbstmord gefaßt. ES wird auf Beran- laffung des StaatSanwaitS constatirt, daß der Angeklagte Unterlasten habe, eine ihm gemachte Zahlung von 4000 Mk. als Eingang zu buchen. (Fortsetzung folgt.)

Jakob Müller, der Rothe, unterer Awergweg hier, verpflichtet sich hiermit, im Abonnement zu Statt jedem seiner Gäste während der Markttage ILgltch so viel Naturwetn zu ver­abfolgen, al» er vertragen kann.

Meine Freunde und Gönner zu zahlreichem Besuche einladend, zeichnet

Hochachtend

Jacob Muller.

Wie der Einsender hinzusügt, haben fich

ärmeren Leuten Gelegenheit zum Gewinn zu geben. Der Haupttreffer berechtigt zu 30 Messen für die armen Seelen im Fegfeuer! Echt amerikanisch!

Berlin, 28. September. In der Woche vom 19. bis 25. September wurden von und nach Treptow befördert: Auf den Eisenbahnen hin 154500, zurück 170900 Personen, auf den Straßenbahnen hin 122891, zurück 123 123 Personen, auf Sch'ffen hin 4560, zurück 2409 Personen. In den Hotels, Gasthöfen rc. wurden in der angegebenen Woche 20049 Fremde beherbergt.

München, 30. September. Morgen beginnt vor dem Schwurgericht die Verhandlung gegen den Maurer Berthold. Berthold ist der Ermordung und Beraubung der drei Frauen in der Karlstraße angeklagt. Außerdem ist er in mehreren Fällen des Mordes bezw. Raubes oder Diebstahl­angeklagt, die in früheren Jahren vorkamen und über die die Acten bereits geschloffen waren, weil die Thäter nicht entdeckt wurden. In zwei Fällen war der verdacht schon damals auf Berthold gefallen. Berthold stellt daS ihm zur Last Gelegte in Abrede. Es handelt fich also um einen JndicienbeweiS. Geladen find etwa 200 Zeugen. Wahr- schetnltch werden während der Verhandlung weitere Zeugen geladen. Die Verhandlung dürfte mindestens acht Tage dauern, doch können eS auch vierzehn Tage werden. Um die Verhandlung nicht zu unterbrechen, ist eine Sonntag-Sitzung in Aurficht genommen.

Freiburg, 28. September. Gestern erstattete eine auf der Rückreise au« Italien befindliche Dame hier die Anzeige, fie habe in Basel die Entdeckung gemacht, daß ihr ein kleines Kästchen mit 1800 Francs in französischem Papiergeld, sowie eine Brosche, Ohrringe u. dgl. im Werth von etwa 5000 FrcS. abhanden gekommen seien. Die Bestohlene war in einem Wagen 1. Klaffe gefahren, in dem sich auch ein junger Mann befand, der sich nach der®r8g. Ztg." als Offizier auSgab und mit der Dame ein kurzes Gespräch anknüpste, worauf dieselbe bald etnschltef und bei ihrem Erwachen fich allein befand.

Straßburg, 29. September. In der Fremdenlegion find wieder 16 Elsaß Lothringer zu Grunde gegangen.

Deutsche Bauernfänger in Pari«. Infolge zahlreicher Klagen Seitens Fremder, die in Part» auf dem Nordbahn. Hofe eintreffen, ist, wie man von dort schreibt, eine Bande deutscher Bauernfänger dingfest gemacht worden. Die Spitz« buben hatten einen ingeniösen Trick gefunden, um die Pro­vinzialen an fich zu locken. Wenn ein naiv aussehender Fremdling einen Damm überschritt, so stürzten fie sich mit dem Rufe auf ihn:Geben Sie Acht, Sie werden fich über­fahren taffen!" Der Gimpel, der fich aus einer großen Gefahr gerettet glaubte, dankte in überschwänglichen Worten den hilsSberetten Männern, und man knüpfte auf diese Weise Unterhaltung an, die bet einem benachbarten Gchankwtrthe fortgesetzt wurde. Bald wurde ein Parthie Karten vor- geschlagen, und man vertiefte sich in die Gehetrnniffe des edlen SpielesDie Wittwe", bei dem natürlich der Fremde regelmäßig tüchtig gerupft wurde. Wenn er bemerkte, daß man ihn bemogelte und daraufhin unangenehm wurde, er­hielt er von einem der Spitzbuben, dem herculisch gebauten Btcker, einen Faustschlag, der ihm Hören und Sehen vergehen ließ, worauf die Bauernfänger verdufteten. Drei derselben, Mhrhav, Btcker und Arnold, sowie die Dirne Müller, die ihnen al» Helferin und Lockvogel diente, find sestgenommen worden, während es zwei anderen gelang, zu entschlüpfen.

Fünf Millionen Franken soll die Ausrichtung der Feste kosten, welche die französische Regierung zu Ehren der Anwesenheit des Zarenpaares in Paris veran­staltet. Dazu kommen noch anderthalb Millionen für die von der Stadt Parts veranstalteten Feste das find also im Ganzen rund 7 Millionen sür einen im Grunde doch nicht allzu bedeutungsvollen Besuch! AuS dem Programm verlautet jetzt, daß die Galavorstellung in der Oper mit der Ruffen-Hymne, gesungen von allen Opernmitgliedern, beginnen soll, dann folgen Opernfragmente von Reyer, Massenet, Saint-SasnS. Die Galavorstellung in derComödie Fran- 9»ife" beginnt mit einem Willkommgruß, gedichtet von Director Llaretie, vorgetragen vom Doyen deS Theaters Mounet- Sullh, dann folgen Acte von Muffet, Corneille und MoliSre. Bei der Grundsteinlegung der Weltausstellungsbrücke sollen auf den Tribünen Vertreter des Handel«, der Jndnstie und der Laudwirthfchaft, ferner die Bürgermeister von allen großen franzöfischen Städten und Personen, die mit der Vorbereitung der Weltausstellung betraut, vereinigt werden. In Versailles wird daS Diner in der Schlachten-Gallerie gegeben. Darauf folgt eine intime Soiree im Herkules-Salon mit Aufführung alter Tänze. Wenn der Zar das Jnvalidenhotel besucht, soll er dort von einer Gruppe von Generalen und Soldaten, die fich dort im Ruhestand befinden, begrüßt werden. Die Theilvahme des Parlaments an den Festen ist derartig fest­gesetzt, daß die Präfideuteu des Senats und der Kammer aufgefordert werden, den Präsidenten der Republik nach Cherbourg zu begleiten. Beim Empfang im ElysLe werden sämmtliche Senatoren und Deputirten dem Zaren vorgestellt.

«ine ausnehmend fromme Lotterie veranstaltet nach demMexican Herald" eine römisch-katholische Kirche in Mexico. DaS EinzellooS kostet nur 10 Cents, um auch

z setze« und für die Erklärung de» CharfreitagS zu I i em allgemeinen christlichen Feiertag (nicht aber des z-vuleichnamStag«) einstimmig angenommen. Da« anschließende z? flmahl hatte ca. 250 Theilnehmer und war sehr antmirt. siccllenz Goldmann toastete auf Kaiser und Großherzog, slvf. Dr. Rippoldt von Jena auf da« Oberconfistorium und |en Vorredner, Prof. Beyschlag von Halle auf StaatSmtnister jinger; noch eine wahre Fluth von Trinksprüchen folgte. ^ute Abend ist Festvorstellung eigens für die ver- sinmlnngStheilnehmer von DevrientSLuther".

Zecher-Abonnement. Als Curiosum sendet man der »Frankf. Ztg." auS Oberingelheim folgende Anzeige, gelegentlich der Kirchweih imRheinischen Beobachter" a'prtit wurde:

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Schwurgericht.

W. Gießen, den 1. October 1896.

Heute steht zur Verhandlung die Sache gegen den ehe- naUßen Gemeinderechner Hermann Rausch von Vilbel wegen verbrechen im Amt. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Koch, die vertheidigung führt Herr RechtS- wvalt Justizrath vr. Rosenberg- eS sind 15 Zeugen mb ein Sachverständiger zu hören. Der Angeklagte erklärt, im 22. August 1859 zu Vilbel geboren zu fein, ist ver- stiruhrt und hat zwei Kinder- er ist unbestraft. Der An- ItHcgte verwaltete außer den Gemeindegeldern als Rechner die Fonds der israelitischen Religionsgemeinde Vilbel, der evav«elischen Kirche Vilbel, der evangelischen Kirche Okarben, der Mergentheimer'schen Stiftung, der FeldbereioigungSkaffe Mal rc. Die Anklage behauptet, daß Rausch alle diese «affen im Gesammtbetrage von ca. 16,989 Mk. 54 Pfg. hbirrdj geschädigt habe, daß er diesen Betrag daraus ent« lomaten und sür fich verwandt hat. Der Gemeinde find öont Vater de« Angeklagten, deS früheren Gemeinderechners, 10,0*00 Mk. Kaution gestellt, welche bestehen blieb, als er ins Imt trat. Der Angeklagte erklärt, daß er verpflichtet gewesen sei, eine gemeinsame Kasse zu führen für alle die verschiedenen Kanbs. Er mußte alle Ein- und Ausgaben in ein Tagebuch naiiiagen und zwar sofort, wenn sie geleistet wurden. Für ile i inzelnen Fonds führte der Angeklagte HülsStagebücher. Die Gesammtsumme der MonatS-Einnahmen und Ausgaben tmriien dann unter einander der Reihe nach in daS Tagebuch eiagl tragen, um in der Weife als Controle zu bienen. Bausch Milt, die Kaffe fei seit 1886 nicht revidirt, er habe von ftinewn Vater die Kaffe Übernommen. 1895 habe die Ober« lchimngSkammer eine Revision vorgenommen. ES ergaben sich Reinbeträge und zwar ca. 8000 Mk. Der Angeklagte er- totale da» Fehlen der Summe an. Er schoß de« Fehl- ittroig zur Kaffe ein. Eine Feststellung, woran eS lag, daß liefe 8000 Mk. nicht vorhanden, wo dieselben hingekommen, Mrbe nicht gemacht. Darüber wo der Angeklagte diese 80001 Mk. hergenommen, verweigert er die Aussage. Der barfftzende constatirt, daß die Anklage behauptet, der An- Ittlogte hätte diesen Betrag ohne den Willen seines BaterS in? einer von demselben verwalteten Sparkaffe genommen. - Der Angeklagte giebt weiter zu, daß er einige > nach der Revision 3000 Mk. auS der Kaffe wieder Unaußgenommen habe, er habe fich aber dazu berechtigt ge- MKir, «eil eS ja sein zur Kaffe gegebene« Geld gewesen, aclcheS er zurückgenommen. Der Vorsitzende geht nun mit Di® Angeklagten die Liste derjenigen Personen durch, von eint» er für Rechnung der Gemeine rc. Geld erhoben mb worüber keine Buchungen, wsffl aber Quittungen lil Angeklagten vorhanden find. Der Angeklagte giebt fc Großen und Ganzen die Sachlage zu, nur einzelne Wen bestreitet er empfangen resp. deren Eintragung in

Bücher absichtlich unterlaffen zu haben. Bankier Jacob «illnewald-Gießen hatte im vergangenen Jahre eine Mr 4«/eige Schuld der Stadt Vilbel in eine 3t/3%ige «gewandelt. Der Angeklagte ist in seiner Eigenschaft als Zchmer der Gemeinde beim Umtausch der Papiere thätig giBE'fen und wurden ihm außer einem Betrag von 30000Mk. 28)000 Mk. neue Papiere auSgehändigt. Hierüber hat der Lg, klagte keine Buchungen vorgenommen, er gesteht aber Ip, einen Saldo aus diesem Geschäft, der dem Bankhaus zu

gekommen wäre, in die Gemeindekaffe gelegt zu haben. »Asch erklärt allerdings, daS Geschäft mit dem Bankhause Wvewald sei ganz Privatsache gewesen, soweit er den Um- l:a|$ besorgt, habe er dies privatim gemacht, denn ihm sei «4 vom Bankier eine Vergütung von 20 Pfg. pro Hundert foSr bewilligt worden, lieber einen Fehlbetrag in der ^Bereinigung von 4000 Mk. erklärt der Angeklagte, keine öilfanft geben zu können. ES kann nur möglich sein, daß Buchung vergrffen und diese Summe nur Jemand als Abschlagszahlung erholten hat. Die Controlle über die ^(langen geschah durch die ertheilten Quittungen und eS ffri siehr leicht möglich, daß ihm einige Quittungen ent- otititt oder fortgekommen feien. Gestohlen könne der Be« Auz nicht sein, denn er habe die Kaffe im eisernen Schrank JÜtr: verwahrt. Der Angeklagte läßt durchbltcken, alS wenn Sir cirste Kaffendifferenz von 8000 Mark schon zu Zeiten Itafl Vaters bestanden hat. Aus Befragen erklärt Rausch |tloä, diese Behauptung nicht ansstellen zu können. Dem N-Magten kann nicht nachgewiesen werden, daß er in Runw Hau-Halt opulent gelebt hat. Ferner bestreitet der

Ball-Seide v. 60 Pfg.

Hettrreberg-Leide von 60 Pf. bts Mk. 18.65 p-Met. glatt, gestreift, karriert, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, und 2000 versch. Farben, Dessin« rc.), porto- and rteaerfrel Ins Hua. Muster umgebend. Lager: oa. 2 Millionen Meter. 8694

Seiden-Fabriken G. Henneberg (k lh.«.), Zürich.

WS-mtNche Mberficht der TsdeSsAle i« Gieße»

39. Woche. Vom 20. September bi« 26. September 1896. Eimoohnerzohl: angenommen tu 23 000 (tncl. 1600 MUttär). SterbltchkettSztffer: 29,39, nach Abzug der Ortsfremden 18,08» /».

Kinder

L« starben an: Zusammen: Erwachsene: im

1. Lebensjahr: 2.16.3w

Kunst-Ausstellung, SÄÄ

nähme des Sam-tag«, von 11 dis 1 Uhr, am Mittwoch auch noch von 3 bi« 5 Uhr. «onntAfl« nn«»te»b»sch«M von » di» 8 Uhr. Eintritlspret« für Ntchtmttglteder an Werttage» 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg.

Krebs

Blutvergiftung

Altersschwäche

DiphtherttiS_____________________________

Summ«: 13 (5) 10 (4) 3 (1)

Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben mt, wte viele der Todesfälle in der betreffenden Krankhett auf von auSwärt« nach

Iterfcbr, Can», u«6 Volk,wir1hichaft

eitlm, 1. October. MarktbertchL Auf dem heutigen Wochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. X 1,20-^,25, Hühnereier pr. St. 0 4k, 2 St. 1215 Ä, Enteneier 0 2 ®t. iC 4/

eter pr. St. 00-00 H, Käse pr.St.5-7 Käsematte pr. ®t. 3 * Erbsen pr. Liter 16 5,, Linsen pr. Liter 28 Zeuben pr. Pa« X 0,60 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,00, Hahnen pr.Stück X 0,50-0,70, Enten pr. Stück X 1,50-1,70, Gänse pr. Pfund X 0,48-0,54, Ochsenfletsch pr. Pfd. 70-74 A. M-und Rindfleffch pr. Pfd. 64-68 A. Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bis 66.^' Schwein«, fleisch, gesalzen, pr. Pfd. 70 A. Kalbfleisch pr. Pfd. 60-00 Hammelfleisch ,r. Pfd. 6070 A, Kartoffeln pr. 100 Mlo 100 Ml 6,00 X, Weißkraut pr. Stück 0- 00 A. Zwiebeln pr. Eentner X 4,005,00, Milch pr. Liter 16 A. Zwetschen pr. Centner X 6-7.

jttntimte. 30. September. Frachtmarkt. Rother Weizen X 13,00, weißer Weizen X 00.00, Korn X 9.20, Gerste X 0.00, Hafer X 0.00.

Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief fich die Roheis«rv*od«ettem des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat August 1896 auf 539 440 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 135 903 Tonnen, Bessemerroheisen 46166 Tonnen, Thomasroheisen 280 784 Tonnen und Gießereiroheism 76 587 Tomen. Die Production im Juli 1896 betrug 539776 Tonnen. Vom 1. Januar bis 31. August 1896 wurden producirt 4175 021 Tonnen

WitternngSbericht vom 30. September.

Ein intensives barometrisches Maximum mit zwei Kernen im Innern von Rußland und im Süden von Irland, verläuft ron West Europa über die britischen Inseln, ^°nkreich, Nord- und Mittel-Deutschland ostwärts bts nach Rußland. Don demselben ist der Luftdruck sowohl nach Nordm als auch besonders nach Süden zu, woselbst fich relativ niederer Druck erhalten bat, jiemlid) rasch ab und besteht dementsprechend den südlichen Theilen rmsereS Gebietes, sowie im Gebirge trübe« und stellenweise regnerisches Wetter fort. Die Temperaturen find im Allgemeinm zwar etwas gestiegen, Hegen jedoch noch immer verhältnißmäßig tief.

Im Norden wechselnde Bewölkung, im ©üben zunächst noch trüb und zeitweise regnerisch.

Literatur und Kauft

Humoreske« ««d Pha«tasten von Max Kalbeck. Preis Mk. 4.20, geb. Mk. 5. Für Mitglieder der Literarischen Gesellschaft Mk. 3.50 (Verlag der Ltterarischen Gesellschaft, Geschäft«, leitung: M. Breitenstein, Wien 1896.) Inhalt: Moschu«. Der Gypspepagei. Meine Vaterstadt. Heimische Ostern. Mein erster verdienst. Cholera-Trost. Wie man berühmt wird. Ein Original. Alte und neue Geigen. Die Waschfrau der Literatur. Im Goethe - Hause. Die Feuerbestattung. Stirn- mungvbild au« München. Regen. Geräusch und Stille. Lob der Aigener Sommerftische. - Scho. - Der Einsiedler von St. Georgen. Die Kreuaerschlvsser. Natur und Kunstgenüsse. In der Krankheit. Die Hosen de« Andrea« Hoser. - Don der Waldbank. E. T. A. Hoffmann im Ringtheater. Dom Wörthersee. Hochwasser. - Die «ppassionata. Mit diesem Werke erhalten wir Gelegenheit, Kalbe ck, den tiesfinnigen Lyriker, den be­rühmten Verfaffer und Bearbeiter der Textbücher zu den Opern Maffenets, MaScagni« und Smetanas, in einer neuen, ber deutschen Leserwelt fast noch ganz unbekannten Seite kennen und bewundern zu lernen, nämlich als Humoristen und phantastereichen Erjähler. Sein Humor ist jene feine klassische Heiterkei^ welche die Gemüther erfreut und zugleich erhebt, ein Humor, welcher die schwächenl der Menschheit geißelt und zugleich mit herzlicher Laune die Wunden heilt, welche die scharfe Feder hie und da schlägt. .Seine Phantastm find Skizzen voll Feinheit, Tiefe de« Gemüthe« und zugleich Cabinet«- stücke der Erzählung und Schilderung. E« ist ke n Zweifel, daß die Humoresken und Phantasten Kalbeck« bald in keiner Bibliothek, in keiner deutschm Familie fehlen werden.

rcrrchttche Anzeigett der Stadt Gietzen.

Evangelische »emeintzt.

Freitag den 2. October, Abends 8 Uhr: Versammlung ber Confirmandenvereinigung ber MatthäuSgemeinbe in ber Herberge.

Gottesdienst In der Synagoge.

SamStag ben 3. October.

Vorabend 5» Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittag« 3 Uhr, SabbathauSgang G*5 Uhr.

Gottesdienst der iSraelittschen Religionsgesellschaft.

Freitag Abend 5" Uhr, SamStag vormittag 8* Uhr, Nach­mittag 3 Uhr, SabbathauSgang 6" Uhr.

Nachmittag 2« Uhr SchrifterklLrnng. WHsteingasfe 8.

Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 6 Uhr.

Herzleiden 2 (1)

Lungenschwindsucht 3 (1)